API src

Found 21 results.

Ressortforschungsplan 2024, Umweltmonitoring Antarktis

Aufgrund der hohen Bedeutung langfristiger Umweltbeobachtungen, insbesondere in Gebieten rasanter klimatischer Veränderungen und mit einem hohen Gefährdungsrisiko für die Schutzgüter der Fildes-Region, sollen die in den 1980er Jahren begonnenen Bestandsaufnahmen der lokalen Brutvogel- und Robbengemeinschaft in der Fildes-Region während der Sommermonate (Dezember bis Februar) fortgesetzt werden. Dazu zählt die Fortführung der terrestrischen Datenerfassung der Brutvögel der Fildes Peninsula Region (Maxwell Bay Region, King Georg Island, Antarktis), zusätzlich Robbenerfassung und Kartierung des Gletscherrückgangs (optional: Vegetationskartierung und Erfassung nicht-heimischer Organismen). Hierbei kommt die Methodik der Antarktischen Fischereikonvention (CCAMLR) zur Anwendung, um das Gebiet auch weiterhin als CEMP (CCMLAR Environmental Monitoring Propram) Site zu qualifizieren. Daneben soll eine Brutvogelerfassung in allen größeren eisfreien Bereichen der an die Fildes-Region angrenzenden Maxwell Bay durchgeführt werden. Eine zentrale Frage dabei ist, inwieweit sich die Populationsveränderungen natürlichen oder anthropogenen Ursachen (z.B. Klimawandel) zuordnen lassen und ob sie lokale oder überregionale Phänomene darstellen.

Terrestrisch-biologisches Monitoring auf der Fildes Peninsula (Maxwell Bay, Antarktis)

Fortführung des Langzeit-Monitorings der Brutvögel der Fildes Peninsula (Maxwell Bay Region, King Georg Island, Antarktis), zusätzlich Robbenerfassung und Kartierung des Gletscherrückgangs (optional: Vegetationskartierung und Erfassung nicht-heimischer Organismen). Aufgrund der hohen Bedeutung langfristiger Monitoringprogramme, insbesondere in Gebieten rasanter klimatischer Veränderungen und mit einem hohen Gefährdungsrisiko für die Schutzgüter der Fildes-Region, sollen die in den 1980er Jahren begonnenen Bestandsaufnahmen der lokalen Brutvogel- und Robbengemeinschaft in der Fildes-Region während der Sommermonate (Dezember bis Februar) fortgesetzt werden. Daneben soll eine Brutvogelerfassung in allen größeren eisfreien Bereichen der an die Fildes-Region angrenzenden Maxwell Bay durchgeführt werden. Zudem soll der fortschreitende Gletscherrückgang und Teile der Vegetation kartiert sowie nicht-heimische Arten erfasst werden. Eine zentrale Frage dabei ist, inwieweit sich die Populationsveränderungen natürlichen oder antropogenen Ursachen (z.B. Klimawandel) zuordnen lassen und ob sie lokale oder überregionale Phänomene darstellen. Die zentrale Forschungsfrage lautet dabei, wie sich der globale Klimawandel auf polare Ökosysteme auswirkt und welchen Stellenwert ggf. lokale antropogene Einflüsse dabei einnehmen. Das Brutvogelmonitoring soll nach den methodischen Vorgaben der Antarktischen Fischereikonvention (CCAMLR) erfolgen, um das Gebiet als zukünftigen CEMP (CCMLAR Environmental Monitoring Program) Site zu qualifizieren.

Monitoring der klimabedingten Veränderungen terrestrischer und mariner Ökosysteme in der Maxwell Bay (Antarktis)

a) Zielstellung, fachliche Begründung, zentrale Forschungsfrage benennen: b) Output: zu a) Aufgrund der hohen Bedeutung langfristiger Monitoringprogramme, insbesondere in Gebieten rasanter klimatischer Veränderungen und mit einem hohen Gefährdungsrisiko für die Schutzgüter der Maxwell Bay Region (King George Island, Antarktis), sollen die in den 1980er Jahren begonnene Bestandsaufnahme der lokalen Brutvogel- und Robbengemeinschaft in der Fildes-Region während der Sommermonate (Dezember bis Februar) fortgesetzt werden. Daneben soll eine Brutvogelerfassung in allen größeren eisfreien Bereichen der an die Fildes-Region angrenzenden Maxwell Bay durchgeführt werden. Zudem soll der fortschreitende Gletscherrückgang und Teile der Vegetation kartiert sowie nicht-heimische Arten erfasst werden. Eine zentrale Frage dabei ist, inwieweit sich die Populationsveränderungen natürlichen oder anthropogenen Ursachen (z.B. Klimawandel) zuordnen lassen und ob sie lokale oder überregionale Phänomene darstellen. zu b) Die Ergebnisse des Monitorings sollen wissenschaftlich publiziert und im Umweltausschuss (CEP) der Antarktis-Konsultativstaaten vorgestellt und diskutiert werden. Sie können als Grundlage möglicher Beschlüsse des CEP dienen.

Klimawandel beeinflusst Leben der Pinguine in der Antarktis

<p>Ergebnisse aus einer Langzeituntersuchung im Auftrag des UBA verdeutlichen den Einfluss des Klimawandels auf Pinguine und andere Seevögel in der Antarktis: Steigende Temperaturen und höhere Niederschläge führen dazu, dass sich Arten, die stark an Eis gebunden sind, weiter nach Süden zurückziehen und Arten aus wärmeren Gebieten dafür ihren Platz einnehmen.</p><p>Pinguine eignen sich wie kaum ein anderes Lebewesen als Nachweis für Veränderungen in den Ökosystemen der Antarktis. Ändert sich das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klima#alphabar">Klima</a>⁠ und damit beispielsweise auch die Nahrungsverfügbarkeit, hat das auch Auswirkungen auf die dort lebenden Pinguinarten. Die vom ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ beauftragten Forschungsvorhaben „Überwachung der klimabedingten Veränderungen terrestrischer und mariner Ökosysteme in der Maxwell Bay (King George Island, Antarktis)“ und „Monitoring von Pinguinkolonien in der Antarktis mit Hilfe der Fernerkundung“ haben deshalb unter anderen antarktische Pinguinkolonien untersucht.</p><p>Wesentliche Ergebnisse der Langzeitstudie in der Maxwell Bay&nbsp;</p><p>Die Auswertung jahrzehntelanger Datenreihen brütender Pinguine und anderer Seevögel in der Maxwell Bay liefert ein weiteres Puzzelteil bei der Beantwortung der Frage nach den Auswirkungen des Klimawandels auf die maritimen Ökosysteme im Bereich der nördlichen Antarktischen Halbinsel. Die dort fast alles überlagernden Gletscher ziehen sich kontinuierlich zurück. Das bewegt offenbar die dort lebenden Adéliepinguine zum Rückzug in südlichere, kältere Gebiete. Davon profitieren Eselspinguine, die mit geänderten Bedingungen besser zurechtkommen. Sie nehmen vermehrt die Plätze der Adeliepinguine ein. Der Grund dafür scheint simpel: Während die Adélies auf eine durchgängige Krillverfügbarkeit angewiesen sind, können die Eselspinguine leichter auf Ersatzbeute wie Fisch und Tintenfisch ausweichen. Für die Änderungen im Artenspektrum scheint aber nicht nur die Nahrungsverfügbarkeit Ursache zu sein, sondern auch zunehmende Niederschläge. Fällt viel Schnee oder sogar Regen, haben Adéliepinguine in der Regel größere Brutverluste, da sie auch an Stellen nisten, wo ihre Gelege regelrecht eingeschneit oder überflutet werden.</p><p>Diese und weitere Ergebnisse ermittelten Hans-Ulrich Peter und seine Mitarbeitenden, indem sie einen Datensatz zu den Brutvögeln der Maxwell Bay auswerteten. Die Langzeitstudie beruht auf einem der längsten Datensätze der gesamten Antarktis. Die ältesten Daten wurden vor 38 Jahre erhoben. Die Studie ist daher ein Meilenstein im polaren Umweltmonitoring. Eine Fortführung dieser Arbeiten ist geplant.&nbsp;</p><p>Neue Untersuchungsmethoden mit Hilfe von Satellitendaten und Drohnenbildern</p><p>Im Projekt „Monitoring von Pinguinkolonien in der Antarktis mit Hilfe der Fernerkundung“ verfeinerten Jenaer Polarforscher um den Projektleiter Osama Mustafa methodische Grundlagen für eine flächendeckende Beobachtung antarktischer Pinguine. Um Klarheit über bisherige und zukünftige Entwicklungen von Pinguinkolonien in der Antarktis zu erhalten, wurden in dieser Studie unter anderem Methoden entwickelt, um mit Satellitenbildern die Anzahl der Pinguinnester möglichst präzise ableiten zu können. Die Satellitenbilder eignen sich besonders für die Beobachtung von Veränderungen in sehr großen Kolonien. Zudem erhöht der Einsatz der Fernerkundung deutlich die Effizienz der Untersuchungen im Vergleich zu den Bodenzählungen.&nbsp;</p><p>Um die Analysen der Satellitenbilder zu bestätigen, sind möglichst genaue Bodenkontrolldaten notwendig. Vier verschiedene Methoden zur Schaffung solcher Referenzdaten wurden in diesem Projekt untersucht und miteinander verglichen. Hierzu gehört neben der GPS-basierten Vollkartierung, bei der Wissenschaftler vor Ort jedes einzelne Nest zählen, unter anderem der Einsatz von Drohnen. Insbesondere durch Drohnen können sehr große Kolonien erfasst werden, ohne dass Menschen direkt in die Kolonien gehen müssen. Die Vogelerfassung gelingt mit dieser Methode schneller und präziser, gleichzeitig werden Störungen der brütenden Vögel auf ein Minimum reduziert.&nbsp;</p><p>Zukünftig lassen sich so Veränderungen selbst in den entlegensten Gebieten der Antarktis noch präziser feststellen und sich die Effizienz der Langzeitbeobachtung der Pinguine und anderen Vögel weiter steigern. Gleichzeitig werden die Vögel weniger durch die Zählungen gestört.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>

Überwachung der klimabedingten Veränderungen terrestrischer und mariner Ökosysteme in der Maxwell Bay (King George Island, Antarktis)

Ausgangslage & Zielstellung: Deutschland betreibt nicht nur das Dallmann-Labor in der Maxwell Bay, sondern hat auch langjährige Expertise im Bereich Umweltforschung auf der Fildes-Halbinsel. Im Projekt soll ein mehrjähriges Umweltmonitoringprogramm mit langjährigen Datenreihen zu z.B. Brutpaarzahlen und Bruterfolg von Pinguinen oder von Robben an Liegeplätzen auf dieser Halbinsel weitergeführt und zu weiteren Umweltparametern in anderen Gebieten der Maxwell Bay aufgebaut werden. Daher plant Deutschland zusammen mit Korea, die ebenfalls über langjährige Erfahrungen im Monitoring in diesem Gebiet verfügen, ein mehrstufiges Monitoringprogramm zur Überwachung der Umweltauswirkungen an den eisfreien Gebieten der Maxwell Bay. In diesem Gebiet führt die schnell voranschreitende Klimaerwärmung zum Gletscherrückzug und erhöht die Gefahr der Etablierung eingeschleppter nicht-heimischer Arten, so dass die Überwachung der Veränderungen der Land- und Meeresumwelt der Antarktis einschließlich der terrestrischen und marinen Ökosysteme erforderlich ist.Begründung des Vorhabens: Die Durchführung dieses Monitoringprogramms gilt als Voraussetzung für die gesetzlich vorgeschriebene Überwachung der Veränderungen des Umweltzustandes und ggf. von Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Umweltzustandes in diesem Gebiet.Ziel und Methodik des Vorhabens: Durchführung eines gezielten standardisierten Monitorings in der Maxwell Bay, um die durch den Klimawandel verursachten Veränderungen auf die Schutzgüter der Antarktis zu dokumentieren. Es werden Brutkolonien von Pinguinen, Riesensturmvögeln und Skuas erfasst, Gletscherrückzugsgebiete kartiert und weitere Umweltparameter wie z. B. die Vegetation dokumentiert.

Pinguine und antarktische Vögel unter Beobachtung

<p>Polarforscher beobachten erneut Veränderungen des Artenspektrums von Pinguinen und Verlagerungen von Vogelkolonien. Dies hängt vermutlich mit den örtlichen Auswirkungen des Klimawandels zusammen. Darüber hinaus fühlen sich empfindliche Vogelarten von Polarforschern gestört und wandern aus Gebieten mit vielen Forschungsstationen in störungsärmere Regionen ab.</p><p>Folgen des Klimawandels</p><p>Wie wirkt sich der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a>⁠ auf die maritimen Ökosysteme der nördlichen antarktischen Halbinsel aus? Jenaer Polarforscher haben jahrzehntelang das Vorkommen von Pinguinen und Seevögeln in der Maxwell Bay auf King George Island (South Shetland Islands, Antarktis) untersucht. Das Ergebnis: Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die dort lebenden Pinguinarten. „Echte“ antarktische Arten wie der Adéliepinguin finden zunehmend ungünstigere Lebensbedingungen vor. Das Artenspektrum der Pinguine verschiebt sich zu Gunsten eher subantarktischer Pinguine. So nimmt zum Beispiel der Bestand der Eselspinguine zu. Untersuchungen anderer Forschergruppen bestätigen diese Ergebnisse.&nbsp;</p><p>Pinguine gelten als Indikatoren für den allgemeinen Zustand der marinen Ökosysteme der Antarktis. Daher sind lokale Langzeituntersuchungen besonders wichtig, um ein möglichst vollständiges Bild vom Zustand und der Veränderung der Pinguinpopulationen zu bekommen.&nbsp;</p><p>Forscher vor Ort&nbsp;</p><p>Die untersuchte Region, die Maxwell Bay auf King George Island, ist nicht nur ein Hotspot antarktischer ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Biodiversitt#alphabar">Biodiversität</a>⁠, sondern auch die logistische Drehscheibe für Forscher auf der gesamten Antarktischen Halbinsel. Nirgendwo auf dem Kontinent gibt es so viele Stationen wie hier. Die vielfältigen menschlichen Aktivitäten auf engem Raum bleiben nicht ohne Wirkung auf ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/f?tag=Flora#alphabar">Flora</a>⁠ und ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/f?tag=Fauna#alphabar">Fauna</a>⁠. Der als besonders sensibel gegenüber menschlichen Störungen geltende Riesensturmvogel beispielsweise verlagert seine Brutplätze in störungsärmere Regionen.&nbsp;</p><p>Diese und weitere Ergebnisse ermittelten Polarforschende der Arbeitsgruppe Polar- und Ornitho-Ökologie des Instituts für Ökologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, indem sie Datensätze aus mehr als 30 Jahren zu den Brutvögeln dieser Region auswerteten. Die Studie beruht auf den längsten systematischen Beobachtungen aus der Antarktis.</p><p>Die Arbeitsgruppe forschte im Auftrag des Umweltbundesamtes (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠) und wird die Beobachtungen und die Kartierung des Gletscherrückzugs in den nächsten Jahren fortführen. Ziel ist es, Wirkbeziehungen zwischen anthropogenen Einflüssen und Vogelbestand aufzudecken.&nbsp;</p><p>Das UBA initiiert und finanziert nicht nur Forschungsprojekte in den Polargebieten, sondern ist gleichzeitig die Behörde, die die Umsetzung der Umweltschutzverpflichtungen Deutschlands in der Antarktis prüft und von Deutschland ausgehende Aktivitäten wie Forschung und Tourismus genehmigt.&nbsp;</p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/monitoring-zu-den-folgen-von-lokalen">Download des Endberichts "Monitoring zu den Folgen von lokalen Klimaveränderungen auf die Schutzgüter der eisfreien Gebiete der Maxwell Bay (King George Island, Antarktis)</a>"</p>

Monitoring zu den Folgen von Klimawandel, Forschung und Tourismus auf die Schutzgüter der eisfreien Gebiete der Maxwell Bay (King George Island, Antarktis)

Ausgangslage: Deutschland (D) betreibt nicht nur das Dallmann-Labor in der Maxwell Bay sondern hat auch langjährige Expertise im Bereich Umweltforschung auf der Fildes Halbinsel und der Maxwell Bay. Daher plant D, zusammen mit Südkorea ein mehrstufiges Monitoringprogramm zur Überwachung der Umweltauswirkungen an den eisfreien Gebieten der Maxwell Bay mit der höchsten Stationsdichte der Antarktis zu entwickeln und durchzuführen. Die Region ist dank deutscher Studien bekannt für große Umweltprobleme verursacht durch Forschung, Logistik und Tourismus. Daneben führt die hier schnell voran schreitende Klimaerwärmung zum Gletscherrückzug und erhöht zusätzlich die Gefahr der Etablierung eingeschleppter Arten. D verfügt bereits über langjährige Datenreihen zum Umweltzustand der Fildes Halbinsel, die hier einfließen und fortgeführt werden sollen. Begründung des Vorhabens: D leitet zusammen mit Chile eine intern. Arbeitsgruppe (IWG) beim CEP, deren Aufgabe es ist, ein umfassendes Umweltmanagement für die Fildes-Region zu erarbeiten. Ziel dabei ist es, die zum Teil erheblichen Umweltbelastungen des Gebietes wirksam zu unterbinden und die Kooperation der dort agierenden Vertragsstaaten zu verbessern. Das Monitoringprogramm ergänzt und unterstreicht diese Bemühungen und gilt als Voraussetzung für den Fortschritt der Arbeiten innerhalb der IWG. Ziel und Methodik des Vorhabens: Durchführung eines gezielten standardisierten Monitorings in der Maxwell Bay, um die durch den Klimawandel und die vielfältigen menschlichen Aktivitäten verursachten Veränderungen auf die Schutzgüter der Antarktis zu dokumentieren. Zunächst werden Brutkolonien erfasst und ggf. Gletscherrückzugsgebiete kartiert, später sollenweitere Parameter (Vegetation, Abwässer, Ölverunreinigungen etc.) bearbeitet werden.

Beitrag zur Ausweisung der Fildesregion als ein 'Besonderes antarktisches Verwaltungsgebiet' ('Antarctic Specially Managed Area' (ASMA))

A) Problemstellung: Die Fildes-Halbinsel und die angrenzende Insel Ardley gehören zu den größten eisfreien Gebieten im Bereich der maritimen Antarktis. Diese Region zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität aus. Inzwischen ist dieses Gebiet durch die größte Dichte an ganzjährig besetzten wissenschaftlichen Stationen auf engem Raum auf der gesamten Antarktischen Halbinsel gekennzeichnet. Dies ist mit vielfältigen Aktivitäten im Bereich von Forschung, Logistik aber auch Tourismus verbunden, die das Gebiet belasten und zu einem Interessenskonflikt zwischen den verschiedenen Nutzergruppen und dem gesetzlich festgeschriebenen Natur- und Umweltschutz (USP) führen. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Im Rahmen des UFOPLAN-Vorhabens 'Evaluierung des Gefährdungsgrades der Gebiete Fildes Peninsula und Ardley Island und Entwicklung der Managementpläne zur Ausweisung als besonders geschützte oder verwaltete Gebiete' (FKZ 203 13 124) wurde unter Beteiligung von BfN, AA und AWI ein erster Beitrag zur Ausweisung der Fildesregion als ein 'Antarctic Specially Managed Area' (ASMA) geleistet. Über die Ausweisung eines solchen Gebietes entscheiden die Antarktis-Vertragsstaaten in ihrer jährlichen Sitzung (ATCM). Die speziell für die Fildesregion eingerichtete internationale Arbeitsgruppe unter deutsch-chilenischer Leitung hat die Aufgabe, ein Managementsystem für die verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Forschung, Logistik, Tourismus) der Fildesregion zu erarbeiten. Der Prozess der Ausweisung als ASMA ist langwierig (3-5 Jahre) und bedarf weiterer fortlaufender Untersuchungen. C) Ziel des Vorhabens ist eine standardisierte Bestandsaufnahme der Flora und Fauna, insbesondere der gefährdeten und besonders geschützten Arten, sowie der biologischen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt der Fildes-Halbinsel und der angrenzenden Insel Ardley durch die verschiedenen Nutzergruppen, um die wissenschaftlichen Grundlagen für die Gebietsausweisung während des usw.

Europäische Schutzgebietskonferenz 2011 - Organisation, Durchführung und Nachbereitung

Die Grundidee für die Europäische Schutzgebietskonferenz 2011 besteht darin, die über die EUROPARC Federation dargebotene europäische Plattform der Schutzgebiete für eine gezielte Präsentation nationaler Bemühungen stärker als bisher zu nutzen. Sie soll dazu beitragen, den Gedanken eines europäischen Schutzgebietsforums weiterzuentwickeln. Die Themen der geplanten Konferenz sowie der Kreis der Teilnehmenden haben eine nationale und internationale und somit eine deutlich überregionale Ausrichtung. Von bundesweiter Bedeutung ist hierbei insbesondere die Einbeziehung von Umweltverbänden sowie Vertretern relevanter Ministerienund nachgeordneter Behörden, aber auch die Strahlkraft der Konferenz in Bezug auf die deutsche Rolle im Voranbringen des internationalen Schutzgebietsnetzwerkes im Rahmen der CBD und der Europäischen Union. Um dieses Vorhaben zu erreichen, wird das Programm Impulsreferate, Podiumsdiskussionen, Workshops und themenspezifische Exkursionen umfassen, sowie an den vier Abenden die Einbeziehung der Region und des Biosphärengebiets Schwäbische Alb stattfinden, um anhand der Modellregion die erfolgreiche Verknüpfung von Natur- und Umweltschutz mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Menschen zu zeigen. Im Rahmen des Vorhabens soll das Öffentlichkeitskonzept und die Kommunikation auf allen Ebenen mit Teilnehmern, VIPs etc. stattfinden, das Controlling und die Gesamtkoordination erfolgen.

Terrestrial biological monitoring on Fildes Peninsula (Maxwell Bay, Antarctic)

The analysis of decades of data series on the occurrence of penguins and seabirds in Maxwell Bay contributes to the understanding of the effects of climate change on the marine ecosystems in the area of the northern Antarctic Peninsula. The species spectrum of penguins is shifting further in unfavour of the "true" Antarctic species, while sub-Antarctic penguins continue to increase in population. The availability of food appears to play a causal role in this, which in turn depends on the extent of sea ice.These and other results were obtained by polar researchers from Jena by analysing a data set on breeding birds, some of which they collected themselves over a period of around 40 years. This study is based on one of the longest data sets of the entire Antarctic and is therefore a milestone in polar environmental monitoring.

1 2 3