Es ist ein zentrales Ziel der Regierung, Bauen und Wohnen der Zukunft bezahlbar, klimaneutral, nachhaltig, barrierearm, innovativ und mit lebendigen öffentlichen Räumen zu gestalten. Sie müssen aus Umweltsicht zum einen im Einklang mit den Zielen einer sozialen und umweltverträglichen Stadtentwicklung stehen und zum anderen bei der Wohnraumschaffung vorrangig auf die Weiter- und Umnutzung des gebauten Bestands setzen, zusätzlichen Flächenverbrauch vermeiden und zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. Dafür müssen gute Lösungen gefunden werden, z. B. für Potenzialflächenregister, für zuverlässige Bau-, Wohnkosten und Klimachecks (vergleich Bestand-Neubau) und wie diese eingeführt werden können. Ziel des Vorhabens ist es deshalb, Handlungsempfehlungen für die relevanten Akteure zu erarbeiten, die die Ziele der Wohnraumentwicklung mit denen der Innenentwicklung im Sinne einer ökologischen, sozialen, flächensparenden und klimaangepassten Siedlungsentwicklung miteinander verbinden. Das Vorhaben soll dafür insbesondere zu folgenden Themenbereichen Antworten liefern: (a) Weiterentwicklung von Governance, Regulierung und Finanzierung für einen verbesserten Umgang mit dem gebauten Bestand (b) Ziele und Maßnahmen für eine klimawandelangepasste Bestandstransformation sowie Darstellung damit zusammenhängender Klima- und Ressourcenschutzpotentiale (c) Potenziale von/ Empfehlungen für den Umgang mit Bundesliegenschaften in urbanen Räumen zur Schaffung von Wohnraum in Verbindung mit der Förderung der grünen Infrastruktur zur Anpassung an den Klimawandel und Bereitstellung von Erholungsflächen d) Empfehlungen für eine ökologische, soziale und resiliente Steuerung des Wohnflächenentwicklungsdruck in suburbanen Standorten und für nachhaltige Umland-Stadt-Beziehungen unter Berücksichtigung der durch Pandemie und Digitalisierung veränderten Nutzungsmuster, (e) Konkretisierung des Konzeptes einer Flächenkreislaufwirtschaft im Hinblick auf das Ziel "Netto Null Flächenverbrauch".
<p>Der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr hat Auswirkungen auf die Umwelt. Versiegelte Flächen schaden Böden und begünstigen Hochwasser. Die Zersiedelung erzeugt zudem mehr Verkehr. Die Bundesregierung will den Flächenverbrauch bis 2030 auf weniger als 30 ha pro Tag senken. Das integrierte Umweltprogramm des Bundesumweltministeriums formuliert für 2030 ein Ziel von 20 ha pro Tag.</p><p>Anhaltender Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrszwecke </p><p>In Deutschland werden stetig neue Flächen für Arbeiten, Wohnen und Mobilität belegt. Nach Angaben des <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Flaechennutzung/_inhalt.html">Statistischen Bundesamts</a> hat sich die Fläche für Siedlung und Verkehr von 1992 bis 2023 von 40.305 auf 52.074 Quadratkilometer (km²) ausgedehnt. Damit ist die Fläche für Siedlung und Verkehr in 30 Jahren um 11.769 km² bzw. 29,2 % angestiegen (siehe Abb. „Fläche für Siedlung und Verkehr nach Art der tatsächlichen Nutzung“). Mit Blick auf die Teilflächen dehnte sich die Siedlungsfläche um 42,2 % und die Verkehrsfläche um 10,3 % aus. Der Zuwachs der Fläche für Siedlung und Verkehr vollzog sich in weiten Teilen zu Lasten der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Es ist dabei zu beachten, dass Flächenverbrauch etwas anderes als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-flaeche/bodenbelastungen/bebauung-versiegelung">Bodenversiegelung</a> ist.</p><p> Das Tempo des Flächen-Neuverbrauchs geht zurück</p><p>Obwohl in Deutschland weiterhin neue Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen werden, ist die Inanspruchnahme neuer Flächen seit 2000 erheblich zurückgegangen. Sie wird als gleitender Mittelwert über vier Jahre angegeben, um etwa wetter- oder konjunkturbedingte Schwankungen in der Baubranche zu glätten und Trends besser zu erkennen. So betrug der tägliche Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche in den Jahren 1997 bis 2000 im Schnitt 129 ha am Tag. Das entspricht etwa 180 Fußballfeldern. Demgegenüber ging der durchschnittliche tägliche Anstieg in den Jahren 2020 bis 2023 auf 51 ha zurück (siehe Abb. “Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche“).</p><p>Auch in den Werten für die Einzeljahre ist seit 2004 ein rückläufiger Trend erkennbar. Der gesamtdeutsche tägliche Flächenverbrauch lag im Jahr 2009 erstmals unter dem Wert von 80 ha. Auch nach 2010 ist der Flächenverbrauch tendenziell mit leichten Schwankungen in den Einzeljahren zurückgegangen. 2015 lag der durchschnittliche tägliche Flächenverbrauch bei nur noch 61 ha. Der Wert für 2016 ist – wegen Umstellungen der Erhebungsmethode – mit so großen Unsicherheiten behaftet, dass er sich nicht für Trendbetrachtungen eignet. Da die Umstellungen der Erhebungsmethode im Jahr 2017 in vier Bundesländern immer noch nicht abgeschlossen waren, sind auch die Daten des Einzeljahrs 2017 noch mit Unsicherheiten behaftet. Aus diesen Gründen kann als <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a> für die Jahre ab 2016 allenfalls der Vier-Jahres-Mittelwert herangezogen werden. Neben den regulären Ergebnissen des Jahres 2023 und deren gleitendem Vierjahresdurchschnitt (2020 bis 2023) wurden die Ergebnisse der Jahre 2020 bis 2022 und deren gleitende Vierjahresdurchschnitte zuletzt außerplanmäßig revidiert. Auf der <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_286_412.html">Internetseite des Statistischen Bundesamtes</a> kann man die Hintergründe dieser Revidierung nachlesen. Von 2020 bis 2023 liegt der Flächenverbrauch bei 51 Hektar pro Tag. Damit ist eine leichte Erhöhung zum revidierten Wert von 2019 bis 2022 zu verzeichnen, der bei 49 Hektar pro Tag liegt.</p><p>* Die Flächenerhebung beruht auf der Auswertung der Liegenschaftskataster der Länder. Aufgrund von Umstellungsarbeiten in den Katastern (Umschlüsselung der Nutzungsarten im Zuge der Digitalisierung) ist die Darstellung der Flächenzunahme ab 2004 verzerrt. Neben den regulären Ergebnissen des Jahres 2023 und deren gleitendem Vierjahresdurchschnitt (2020 bis 2023) wurden die Ergebnisse der Jahre 2020 bis 2022 und deren gleitende Vierjahresdurchschnitte außerplanmäßig revidiert. Mehr dazu unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_286_412.html.<br> ** Ziele 2030: "unter 30 Hektar pro Tag" in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, Neuauflage 2016"; "20 Hektar pro Tag" im Integrierten Umweltprogramm 2030.<br> *** Ab 2016 entfällt aufgrund der Umstellung von automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB) auf das automatisierte Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) die Unterscheidung zwischen "Gebäude- und Freifläche" sowie "Betriebsfläche ohne Abbauland". Dadurch ist derzeit der Zeitvergleich beeinträchtigt und die Berechnung von Veränderungen wird erschwert. Die nach der Umstellung ermittelte Siedlungs- und Verkehrsfläche enthält weitgehend dieselben Nutzungsarten wie zuvor. Weitere Informationen unter www.bmu.de/WS2220#c10929.</p><p>___<br> Werte aus Statistisches Bundesamt 2025, Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (gleitender Vierjahresdurchschnitt) und Anstieg der Unterarten der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Jahreswerte)</p><p>Politische Ziele</p><p>2002 hat die Bundesregierung im Rahmen der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/die-deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846">Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie</a> das Ziel vorgegeben, den täglichen Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar zu reduzieren. Im Rahmen der Neuauflage 2016 wurde ein neues Ziel formuliert, und zwar den Zuwachs bis zum Jahr 2030 auf „weniger als 30 Hektar“ zu begrenzen (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-siedlungs-verkehrsflaeche">Indikator „Siedlungs- und Verkehrsfläche“</a>). Mit der <a href="https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975274/2335292/c4471db32df421a65f13f9db3b5432ba/2025-02-17-dns-2025-data.pdf">Weiterentwicklung 2025</a> wurde dieses Ziel bekräftigt. Damit trägt die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Tatsache Rechnung, dass Fläche eine bedeutsame begrenzte natürliche Ressource darstellt. Um ihre Nutzung konkurrieren Land- und Forstwirtschaft, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, Naturschutz, Klimaanpassung, Rohstoffabbau und Energieerzeugung.</p><p>Das <a href="https://www.bundesumweltministerium.de/themen/nachhaltigkeit/integriertes-umweltprogramm-2030">integrierte Umweltprogramm 2030</a> des Bundesumweltministeriums formuliert für das Jahr 2030 das Ziel von 20 Hektar pro Tag, denn spätestens zum Jahr 2050 soll – nach der Ressourcenstrategie der Europäischen Union und dem <a href="https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Industrie/klimaschutz-klimaschutzplan-2050.html">Klimaschutzplan</a> der Bundesregierung – der Übergang zur <a href="https://difu.de/publikationen/difu-berichte-42006/was-ist-eigentlich-flaechenkreislaufwirtschaft.html">Flächenkreislaufwirtschaft</a> (Netto-Null-Ziel) geschafft werden. Um überprüfen zu können, ob sich die Entwicklung auf dem Pfad zu den genannten Zielen bewegt, hat das Umweltbundesamt Zwischenziele für die Jahre 2010, 2015, 2025, 2035, 2040 und 2045 formuliert (siehe Tab. „Zwischenziele für die Flächenneuinanspruchnahme).</p><p>Um die genannten Flächensparziele erreichen zu können, hat die Bundesregierung bereits verschiedene Anstrengungen unternommen. Beispielsweise hat sie im Jahr 2013 ein <a href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*%5b@attr_id=%27bgbl113s1548.pdf%27%5d#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl113s1548.pdf%27%5D__1559633545585">Gesetz zur Stärkung der städtebaulichen Innenentwicklung</a> erlassen. Außerdem unterstützt sie die Kommunen bei der Nutzung von Brachflächen, Freiflächen und Baulücken sowie bei der Nach- und Umnutzung von leerstehenden Gebäuden in Innenstädten und Dorfkernen.</p><p>Zukünftige Entwicklung</p><p>Trotz der tendenziellen Verlangsamung bei der Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr wurde sowohl für das Einzeljahr 2023 als auch im 4-Jahres-Mittelwert von 2020 bis 2023 weiterhin das ursprüngliche Flächensparziel für das Jahr 2020 deutlich verfehlt. Um das Ziel für das Jahr 2030 zu erreichen sind daher zusätzliche Maßnahmen notwendig.</p><p>Allerdings ist keineswegs sichergestellt, dass tatsächlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Im Jahr 2017 wurde durch eine Novellierung des Baugesetzbuchs (BauGB) und der Baunutzungsverordnung (BauNVO) mit der Einführung des Urbanen Gebiets ein dichteres Bauen in Siedlungen erleichtert. Insgesamt besteht bei anhaltendem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und intensiver Bautätigkeit die Gefahr, dass der Flächenverbrauch auch in Zukunft weiter zunimmt.</p><p>Um das Nachhaltigkeitsziel für das Jahr 2030 sicher zu erreichen, sollte deshalb die konsequente Weiterentwicklung von zielführenden planerischen, rechtlichen und ökonomischen Instrumenten zum Flächensparen und deren Umsetzung in der Praxis vorangetrieben werden. Gleichermaßen sollten innovative Ansätze – wie zum Beispiel eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-flaeche/flaechensparen-boeden-landschaften-erhalten/handel-flaechenzertifikaten">Flächenkontingentierung</a> – konsequent gefördert werden. Je zügiger Maßnahmen ergriffen werden, desto weniger Landschaften und Böden gehen am Ende verloren. Auf der im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelten Internetplattform „<a href="https://aktion-flaeche.de/index.html">Aktion Fläche</a>“ sind verschiedenste Möglichkeiten zum Flächensparen erläutert. </p><p>Umstellung der Erhebungsmethodik im Jahr 2016</p><p>Für das Jahr 2016 sind die Daten nur mit Einschränkungen belastbar. In diesem Jahr erfolgte eine Umstellung der Erhebungsmethodik der Datengrundlage vom automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB) zum amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem. Damit ging eine leicht geänderte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Nomenklatur#alphabar">Nomenklatur</a> einher und es änderte sich zum Teil die Zuordnung einzelner Flächennutzungstypen zu den Oberkategorien.</p><p>Insbesondere wurde die Unterscheidung zwischen den Oberkategorien „Gebäude- und Freifläche“ sowie „Betriebsfläche ohne Abbauland“ aufgehoben. Des Weiteren gab es eine Verlagerung von „Gebäude- und Freiflächen für die Erholung“ zu den Erholungsflächen und teilweise von „Gebäude- und Freiflächen für Verkehrsanlagen“ zu den Verkehrsflächen. Diese Umgruppierungen sind für die Berechnung des Indikators „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ aber nicht relevant, weil sie innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsflächen erfolgten.</p><p>Relevant für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltindikatoren/indikator-siedlungs-verkehrsflaeche">Indikator „Siedlungs- und Verkehrsfläche“</a> sind hingegen Verlagerungen von Nicht-Siedlungs- und Verkehrsflächen in die Siedlungs- und Verkehrsfläche (Historische Anlagen, Nicht-militärische Übungsplätze, Betriebsflächen Land- und Forstwirtschaft) bzw. eine Verlagerung von Gebieten, die bislang zur Siedlungs- und Verkehrsfläche zählten, in andere Kategorien (Verkehrsbegleitfläche Gewässer). Während die Auswirkungen dieser Umstellung in einigen Bundesländern kaum sichtbar sind (z.B. Baden-Württemberg), gab es in anderen Bundesländern für das Jahr 2016 deutliche Verwerfungen in der Zeitreihe (z.B. Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern).</p>
Bild: Screenshot Kommunaler Flächenrechner Entsprechend den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie soll der Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Flächenneuinanspruchnahme) bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag („30 ha minus X bis 2030“) und bis zum Jahr 2050 durch den Übergang zu einer Flächenkreislaufwirtschaft sogar auf netto null gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird zunehmend darüber diskutiert, die Flächenneuinanspruchnahme zu kontingentieren. Da die Träger der Planung kaum abschätzen können, was dies konkret für sie bedeutet, wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes ein kommunaler Flächenrechner entwickelt. Die erste Version des Flächenrechners wurde bereits in 2020/2021 inhaltlich erarbeitet, entwickelt und veröffentlicht. Zusammen mit einer umfangreichen Aktualisierung der Daten in diesem Jahr wurde auch die Karten-Anwendung des Rechners überarbeitet. Beispielsweise können neben den neuen Daten nun für jede Gebietseinheit Steckbriefe heruntergeladen werden, die die wesentlichen Informationen aus der App enthalten, womit ein Wunsch von Usern umgesetzt wurde. Weitere Aktualisierungen des Flächenrechners sind kontinuierlich geplant. Den Flächenrechner finden Sie hier . Quelle: UBA
Thema und Zielstellung Foto: Udo Wagner, Ein Gewerbegebiet im Nordschwarzwald Von Februar 2022 bis Februar 2023 wurde im Projekt KoOpRegioN ein partizipativer Szenarioprozess zum Gewerbeflächenmanagement in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 durchgeführt. Im Vordergrund stand die folgende Frage: "Welche verschiedenen Szenarien der künftigen Entwicklung des Gewerbeflächenmanagements in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 sind möglich?" Zusätzlich wurde untersucht, welche Wirkungen verschiedene Maßnahmenbündel im Kontext unterschiedlicher zukünftiger Szenarien haben, und zwar: auf die Flächennutzung durch Gewebe in der Region; auf die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur in der Region Vorgehen Die Szenarien wurden in einem partizipativen Prozess erstellt, in dem alle Schritte unter Einbezug der relevanten wissenschaftlichen Partner*innen des Projektes sowie der Stakeholder*innen und Praxisakteur*innen erfolgten. Am 28. Februar 2022 fand ein digitaler Workshop mit dem Projektteam sowie 20 Praxisakteur*innen aus der Region statt. Die Teilnehmer*innen wurden nach den Kriterien Expertise, Betroffenheit und strategische Bedeutung als Multiplikatoren ausgewählt. Ziel des Workshops war es, die zuvor im Rahmen von Literaturrecherchen identifizierten Schlüsselfaktoren und ihre unterschiedlichen zukünftigen Entwicklungen zu diskutieren, um dann die wichtigsten Faktoren auszuwählen, die dann im weiteren Verlauf des Szenario-Prozesses berücksichtigt wurden. In einem nächsten Schritt wurde eine Interviewreihe mit Praxisakteuren aus der Region durchgeführt, um die Wechselwirkungen zwischen den Faktoren bewerten zu lassen. Anschließend wurde mit Hilfe der Software ScenarioWizard Systemanalysen durchgeführt und in sich widerspruchsfreie sowie möglichst unterschiedliche Szenarien identifiziert. Zentrale Ergebnisse Die folgenden vier Szenarien eines Gewerbeflächenmanagements in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 wurden für die weitere Arbeit im Projekt ausgewählt und in der Region vorgestellt. Szenario1: Nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland herrschen prekäre wirtschaftliche Verhältnisse. Die Bevölkerung in der Region schrumpft. Die negative wirtschaftliche Situation erfordert eine verstärkte regionale Kooperation und ermöglicht eine schonende Landnutzung. Szenario2: Die deutsche und die regionale Wirtschaft sind durch De-Globalisierungstendenzen geprägt. Da die Bevölkerung in der Region wächst und auch wieder mehr produzierendes Gewerbe angesiedelt wird, kommt es zur Ausweitung der Landnutzung im Nordschwarzwald. Szenario3: Deutschland geht es wirtschaftlich schlecht, doch die wachsende Bevölkerung in der Region hilft, dass es der Region weiter wirtschaftlich gut geht. Da der rechtliche Rahmen zur Flächennutzung sehr streng ist, schont der Nordschwarzwald trotz wirtschaftlicher Prosperität seine Flächen. Szenario 4: Unter einem fördernden wirtschaftlichen Kontext sowie einem bundesweiten Flächenkontingenthandel setzt sich beim Gewerbeflächenmanagement die Strategie „Innen vor Außen“ durch und eine Flächenkreislaufwirtschaft bei Gewerbeflächen wird erreicht. Eine Übersicht über die vier Szenarien im Detail können Sie hier abrufen. Eine ausführlichere Beschreibung der vier Szenarien können Sie hier abrufen. Weitere Erkenntnisse Die Kombination der Szenarien mit den zuvor im Projekt entwickelten Maßnahmenbündeln ergab weitere Erkenntnisse: Je deutlicher und mutiger die heute bestehenden Maßnahmen durch innovative Ansätze – in sinnvollen Kombinationen – ersetzt bzw. ergänzt werden, desto mehr fördernde Einflüsse auf wirtschaftliche Prosperität und schonende Landnutzung hat die Region selbst in der Hand. Es zeigt sich eine sogenannte „no-regret“ Maßnahme , die unter allen zukünftigen Entwicklungen stabil und wirksam erscheint, und zwar das „Regionale Entwicklungskonzept Gewerbeflächen“. Weitere, in sehr verschiedenen zukünftigen Welten ebenfalls gut ‚verträgliche‘ Maßnahmen sind: „Erweiterte kommunale Bodenpolitik“ „Gemeinsame gebietsinterne Infrastrukturen“ „Gemeinsames Gewerbegebietsmanagement und Standortmarketing“; und/oder ein „Nachhaltigkeitslabel für die Region“. Mit diesen Maßnahmen scheint die Region für verschiedene Szenarien zunächst gut aufgestellt zu sein. Wird der rechtliche Rahmen von Bund oder Land zu Flächennutzung und Flächeneffizienz jedoch zukünftig deutlich verändert (z.B. „strenge ordnungsrechtliche Vorschriften für Flächeneffizienz und Flächennutzung“ oder gar „bundesweite Flächenkontingente für alle Flächennutzungen und deren Handel“) werden intensivere Formate der interkommunalen und regionalen Kooperation über ein Regionales Entwicklungskonzept hinaus für stabile und wirksame Maßnahmenbündel in der Region Nordschwarzwald notwendig. Diese intensivere Form der Kooperation könnte dann z.B. über regelmäßige Bürgermeister*innenrunden politisch organisiert und über Kooperationsverträge oder Zweckverbände formalisiert werden.
Der Flächenrechner ist eine Webanwendung, mit der die Träger der kommunalen und regionalen Planung abschätzen können, was das regionale Herunterbrechen eines bundesweiten Flächensparzieles für sie bedeuten würde. Per Mausklick können u. a. Informationen über die Flächenneuinanspruchnahme in der Vergangenheit abgerufen werden sowie über regionale/kommunale Kontingente, die in Zukunft bei bundesweit geltenden Flächensparzielen (auf dem Weg zu deutschlandweit weniger als 30 Hektar pro Tag bis 2030) auf Basis der Einwohnerzahl eingehalten werden müssten. Nach den Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie soll der Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Flächenneuinanspruchnahme) bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag („30 ha minus X bis 2030“) und bis zum Jahr 2050 durch den Übergang zu einer Flächenkreislaufwirtschaft sogar auf netto null gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird zunehmend darüber diskutiert, die Flächenneuinanspruchnahme zu kontingentieren. Da die Träger der Planung kaum abschätzen können, was dies konkret für sie bedeutet, wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes der Flächenrechner entwickelt. Er bietet die Möglichkeit, ein konkretes Bild über die Größenordnung der erforderlichen Kontingente in den Ländern, Regionen und Gemeinden zu erhalten. Da in vielen Bundesländern bereits quantitative Flächensparziele in Anlehnung an das 30 Hektar Ziel existieren, kann das Tool auch jetzt schon für die kommunale Bauleitplanung genutzt werden. Der Flächenrechner wird kontinuierlich aktualisiert.
Schätzen Sie ab, was das bundesweite Ziel, im Jahr 2030 täglich weniger als 30 Hektar Fläche zu verbrauchen, für die flächenbezogene Planung in Ihrer Kommunen oder in Ihrer Region bedeuten würde: per Mausklick mit dem neuen Flächenrechner. Der kostenlose Online-Flächenrechner des Umweltbundesamts (UBA) enthält gemeindescharfe Informationen über die Flächenneuinanspruchnahme in der Vergangenheit: Informieren Sie sich über regionale bzw. kommunale Kontingente, die zu berücksichtigen wären, wenn Flächensparziele auf Basis der Einwohnerzahl bis auf die Ebene von Städten und Gemeinden transformiert würden. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie nennt das Ziel, den Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Flächenneuinanspruchnahme) bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken und bis zum Jahr 2050 durch den Übergang zu einer Flächenkreislaufwirtschaft sogar auf netto Null zu bringen. Daher wird zunehmend darüber diskutiert, die Flächenneuinanspruchnahme zu kontingentieren. Damit die Träger der Planung sich ein Bild machen können, was dies konkret für sie bedeuten würde, entwickelte das UBA den Flächenrechner. In einigen Bundesländern bestehen bereits quantitative Flächensparziele in Anlehnung an das 30-Hektar-Ziel. Wenn solche Ziele auf kommunaler Ebene zum Beispiel in der Bauleitplanung angewendet werden sollen, kann der Flächenrechner hierfür schon jetzt konkrete Hilfe geben. Der Flächenrechner wird laufend aktualisiert. Technischer Hinweis: Der Flächenrechner ist optimiert für Google Chrome und Firefox. Er wurde unter Chrome, Firefox, Edge und Safari getestet. Die Funktionalität unter dem veralteten Browser Internet Explorer ist leider nicht gegeben. Der kostenlose Online-Flächenrechner des Umweltbundesamts (UBA) enthält gemeindescharfe Informationen über die Flächenneuinanspruchnahme in der Vergangenheit: Informieren Sie sich über regionale bzw. kommunale Kontingente, die zu berücksichtigen wären, wenn Flächensparziele auf Basis der Einwohnerzahl bis auf die Ebene von Städten und Gemeinden transformiert würden. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie nennt das Ziel, den Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Flächenneuinanspruchnahme) bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken und bis zum Jahr 2050 durch den Übergang zu einer Flächenkreislaufwirtschaft sogar auf netto Null zu bringen. Daher wird zunehmend darüber diskutiert, die Flächenneuinanspruchnahme zu kontingentieren. Damit die Träger der Planung sich ein Bild machen können, was dies konkret für sie bedeuten würde, entwickelte das UBA den Flächenrechner. In einigen Bundesländern bestehen bereits quantitative Flächensparziele in Anlehnung an das 30-Hektar-Ziel. Wenn solche Ziele auf kommunaler Ebene zum Beispiel in der Bauleitplanung angewendet werden sollen, kann der Flächenrechner hierfür schon jetzt konkrete Hilfe geben. Der Flächenrechner wird laufend aktualisiert. Technischer Hinweis: Der Flächenrechner ist optimiert für Google Chrome und Firefox. Er wurde unter Chrome, Firefox, Edge und Safari getestet. Die Funktionalität unter dem veralteten Browser Internet Explorer ist leider nicht gegeben. Kommunaler Flächenrechner des UBA Kommunaler Flächenrechner des UBA
Die Flächeninanspruchnahme ist aufgrund der Neuausweisung von Wohngebieten, Gewerbegebieten und Verkehrsinfrastruktur nach wie vor hoch. Um dem Einhalt zu Gebieten und damit die Funktionen des Bodens und die Umwelt zu schützen, peilt die Bundesregierung in der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ein Ziel an, wonach die tägliche Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr bis 2030 auf unter 30-Hektar reduziert wird. Die Ressourcenstrategie der Europäischen Union und der Klimaschutzplan der Bundesregierung zielen auf den Übergang zur Flächenkreislaufwirtschaft. Demnach stünde der tägliche Flächenverbrauch bis zum Jahr 2050 bei netto Null. Die aktuelle Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke liegt bei durchschnittlich 52 Hektar pro Tag (vierjähriges Mittel der Jahre 2016 bis 2019), so das Statistische Bundesamt im Frühjahr 2021. Das Tempo des Flächenverbrauchs hat sich jedoch in den letzten Jahren deutlich reduziert. In Zeitraum 1997 bis 2000 wurden im Schnitt etwa 129 Hektar pro Tag neu beansprucht. Dessenungeachtet erfolgt der Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsflächen in erster Linie zu Lasten der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Im Jahr 2002 wurde von der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs in Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Zusätzlich wurde im integrierten Umweltprogramm vom BMU gefordert bis zum Jahr 2030 die neue Flächeninanspruchnahme auf 20 Hektar pro Tag zu reduzieren. Spätestens 2050 soll dann sowohl von Seiten der europäischen Union, als auch nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung eine Flächenkreislaufwirtschaft erreicht worden sein. Das heißt der Zuwachs von Siedlungs- und Verkehrsfläche soll bei netto null landen. Mit der Neuauflage 2016 im Zeichen der „Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung" wurde die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie umfassend weiterentwickelt. Das 30-Hektar-Ziel, das 2020 erreicht werden sollte (und rückblickend nicht erreicht wurde), ist mit der Zielrichtung „Senkung auf 30 ha minus X pro Tag bis 2030“ fortgeschrieben worden. Um diese Ziele zu erreichen unterstützt die Bundesregierung Kommunen bei der Innenentwicklung, der Nutzung von Brachflächen, Freiflächen und Baulücken. Das Umweltbundesamt hat eine Vielzahl an Fakten und Informationen rund um das Thema Fläche sowie die Reduzierung des Flächenverbrauchs zusammengestellt. Die aktuelle Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke liegt bei durchschnittlich 52 Hektar pro Tag (vierjähriges Mittel der Jahre 2016 bis 2019), so das Statistische Bundesamt im Frühjahr 2021. Das Tempo des Flächenverbrauchs hat sich jedoch in den letzten Jahren deutlich reduziert. In Zeitraum 1997 bis 2000 wurden im Schnitt etwa 129 Hektar pro Tag neu beansprucht. Dessenungeachtet erfolgt der Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsflächen in erster Linie zu Lasten der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Im Jahr 2002 wurde von der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den täglichen Zuwachs in Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Zusätzlich wurde im integrierten Umweltprogramm vom BMU gefordert bis zum Jahr 2030 die neue Flächeninanspruchnahme auf 20 Hektar pro Tag zu reduzieren. Spätestens 2050 soll dann sowohl von Seiten der europäischen Union, als auch nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung eine Flächenkreislaufwirtschaft erreicht worden sein. Das heißt der Zuwachs von Siedlungs- und Verkehrsfläche soll bei netto null landen. Mit der Neuauflage 2016 im Zeichen der „Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung" wurde die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie umfassend weiterentwickelt. Das 30-Hektar-Ziel, das 2020 erreicht werden sollte (und rückblickend nicht erreicht wurde), ist mit der Zielrichtung „Senkung auf 30 ha minus X pro Tag bis 2030“ fortgeschrieben worden. Um diese Ziele zu erreichen unterstützt die Bundesregierung Kommunen bei der Innenentwicklung, der Nutzung von Brachflächen, Freiflächen und Baulücken. Das Umweltbundesamt hat eine Vielzahl an Fakten und Informationen rund um das Thema Fläche sowie die Reduzierung des Flächenverbrauchs zusammengestellt. Umweltbundesamt: Fakten und Informationen rund um das Thema Fläche Umweltbundesamt: Fakten und Informationen rund um das Thema Fläche
Laut Statistischem Bundesamt beträgt der momentane Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland in etwa 52 Hektar pro Tag. Dieser Wert ist das vierjährige Mittel der Jahre 2016 bis 2019. Von der bundespolitischen Zielsetzung, bis zum Jahre 2030 den täglichen Anstieg auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, ist dieser Wert weit entfernt. Auch bis zu einer Flächenkreislaufwirtschaft mit einem Wert von netto Null im Jahr 2050, wie ihn die EU anstrebt, ist es noch ein weiter Weg. Der größte Teil der Flächeninanspruchnahme ist wird durch Wohnbauten, Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen hervorgerufen. Wesentlich geringer wird es bei Sport-, Freizeit- Erholungsflächen und Friedhöfen, während der geringste Anteil durch Verkehrsflächen beansprucht wird. Bezogen auf die komplette Flächeninanspruchnahme in Deutschland sind ungefähr 14,4 % der Bodenfläche mit Siedlungs- und Verkehrsfläche benutzt. Das entspricht in etwa 5,1 Millionen Hektar. Dies teilt sich wiederum in 9,3% auf die Siedlungsfläche und 5,0% auf die Verkehrsfläche. In den Stadtstaaten ist der Flächenverbrauch prozentual sehr hoch und pendelt sich zwischen 70,6% und 56,4% ein, während er in den restlichen Bundesländer wesentlich geringer ist, jedoch auch sehr starke Differenzen aufweist. Um in Zukunft die angepeilten Ziele der Bundesregierung zu erreichen, muss die Inanspruchnahme in allen Bereichen, aber vor allem bei der Neuausweisung von Wohnflächen, Gewerbe- und Industrieflächen deutlich reduziert werden. Dafür bedarf es neben einer nachhaltigeren und sparsameren Flächenbewirtschaftung auch der wirksamen Operationalisierung von Mengenzielen zur Durchsetzung des 30 minus X Hektar-Ziels bis zum Jahr 2030. Der größte Teil der Flächeninanspruchnahme ist wird durch Wohnbauten, Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen hervorgerufen. Wesentlich geringer wird es bei Sport-, Freizeit- Erholungsflächen und Friedhöfen, während der geringste Anteil durch Verkehrsflächen beansprucht wird. Bezogen auf die komplette Flächeninanspruchnahme in Deutschland sind ungefähr 14,4 % der Bodenfläche mit Siedlungs- und Verkehrsfläche benutzt. Das entspricht in etwa 5,1 Millionen Hektar. Dies teilt sich wiederum in 9,3% auf die Siedlungsfläche und 5,0% auf die Verkehrsfläche. In den Stadtstaaten ist der Flächenverbrauch prozentual sehr hoch und pendelt sich zwischen 70,6% und 56,4% ein, während er in den restlichen Bundesländer wesentlich geringer ist, jedoch auch sehr starke Differenzen aufweist. Um in Zukunft die angepeilten Ziele der Bundesregierung zu erreichen, muss die Inanspruchnahme in allen Bereichen, aber vor allem bei der Neuausweisung von Wohnflächen, Gewerbe- und Industrieflächen deutlich reduziert werden. Dafür bedarf es neben einer nachhaltigeren und sparsameren Flächenbewirtschaftung auch der wirksamen Operationalisierung von Mengenzielen zur Durchsetzung des 30 minus X Hektar-Ziels bis zum Jahr 2030. Destatis-Pressemitteilung Destatis-Pressemitteilung
Am 10.03.2021 verabschiedete die Bundesregierung die weiterentwickelte Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Das Ziel zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme bleibt darin unverändert: 30 minus X Hektar pro Tag bis 2030 mit dem langfristigen Ziel einer Flächenkreislaufwirtschaft (2050). Zwar konstatiert die Bundesregierung einen leichten Anstieg der Flächenneuinanspruchnahme seit 2016, dem Jahr mit dem bislang niedrigsten Wert. Gleichwohl geht die Bundesregierung davon aus, dass das Ziel bis 2030 erreicht wird. Weniger optimistisch wird die Entwicklung bei den begleitenden qualitativen Indikatoren zum Freiraumverlust und Siedlungsdichte eingeschätzt. Bundesweit sinkt die Siedlungsdichte (Einwohnerinnen und Einwohner je Quadratkilometer Siedlungs- und Verkehrsfläche). Sie hat in den zurückliegenden Jahren zwar in den nicht ländlichen Räumen weiter zugenommen, was auf eine effizientere Flächenausnutzung hinweist. Hingegen sinkt die Siedlungsdichte in den ländlichen Räumen immer weiter (vgl. " Kleine Anfrage der Bundesregierung "). Bereits in der Neuauflage der Strategie im Jahr 2016 wurde die Entwicklung eines Indikators zur Beobachtung der Bodenqualität angekündigt. Dieser lässt weiter auf sich warten. Hintergrund sind bundesweit nicht einheitlich verfügbare Daten, um hier valide Aussagen zur Bodenqualität treffen zu können. Wie es zumindest auf kommunaler Ebene funktionieren kann, demonstriert die Stadt Wetzlar mit ihrem Ende 2020 verabschiedeten Bodenschutzkonzept . Zwar konstatiert die Bundesregierung einen leichten Anstieg der Flächenneuinanspruchnahme seit 2016, dem Jahr mit dem bislang niedrigsten Wert. Gleichwohl geht die Bundesregierung davon aus, dass das Ziel bis 2030 erreicht wird. Weniger optimistisch wird die Entwicklung bei den begleitenden qualitativen Indikatoren zum Freiraumverlust und Siedlungsdichte eingeschätzt. Bundesweit sinkt die Siedlungsdichte (Einwohnerinnen und Einwohner je Quadratkilometer Siedlungs- und Verkehrsfläche). Sie hat in den zurückliegenden Jahren zwar in den nicht ländlichen Räumen weiter zugenommen, was auf eine effizientere Flächenausnutzung hinweist. Hingegen sinkt die Siedlungsdichte in den ländlichen Räumen immer weiter (vgl. " Kleine Anfrage der Bundesregierung "). Bereits in der Neuauflage der Strategie im Jahr 2016 wurde die Entwicklung eines Indikators zur Beobachtung der Bodenqualität angekündigt. Dieser lässt weiter auf sich warten. Hintergrund sind bundesweit nicht einheitlich verfügbare Daten, um hier valide Aussagen zur Bodenqualität treffen zu können. Wie es zumindest auf kommunaler Ebene funktionieren kann, demonstriert die Stadt Wetzlar mit ihrem Ende 2020 verabschiedeten Bodenschutzkonzept . Download Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Weiterentwicklung 2021 (pdf-Datei) Download Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Weiterentwicklung 2021 (pdf-Datei)
Eine der großen gegenwärtigen Herausforderungen ist es, den täglichen Flächenverbrauch in Deutschland zu reduzieren. Die Bundesregierung verfolgt in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel, die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlung und Verkehr bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu verringern. Dazu soll die Innenentwicklung und Verdichtung in urbanen Räumen gestärkt werden. Eine konsequente Flächenkreislaufwirtschaft mit einem Flächenrecycling ungenutzter Brachflächen wird angestrebt. Im Fokus des Anwendungsfeldes „Nachhaltiges Flächenmanagement" stehen: Instrumente zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und Stärkung der Innenentwicklung in Städten Dienstleistungen, Instrumente und Technologien für das Flächenrecycling Technologien, Verfahren und Dienstleistungen für ein nachhaltiges Landmanagement insbesondere für die Sicherung, Wiederherstellung oder Verbesserung von Bodenfunktionen Digitalisierung von Planung, Steuerung und Monitoring im Land- und Flächenmanagement Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres. Mit der im Jahr 2007 gestarteten Förderinitiative „KMU-innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotential kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich Spitzenforschung und damit auch ihre Wirtschaftskraft dauerhaft zu stärken. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt sowie die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut. Ein Lotsendienst bei der Förderberatung „Forschung und Innovation" des Bundes berät interessierte Unternehmen in allen Fragen und vermittelt verlässlich zur richtigen Antragsstelle. Zwei regelmäßige Stichtage, zum 15. April und 15. Oktober, sowie die verbindlichen und kurzen Bearbeitungszeiten für Anträge geben Planungssicherheit. Für innovative KMU und Flächenmanager Angesprochen sind innovative KMU, die sich im Bereich des Flächenmanagements etablieren bzw. ihre Position ausbauen wollen. Die Förderung erfolgt jeweils themenoffen: Wichtiger als die exakte Einordnung in ein spezifisches Themengebiet sind Exzellenz und Innovationsgrad des geförderten Projektes sowie hohe Verwertungschancen. Weitere Informationen und Ansprechpartner Die vollständige Bekanntmachung finden Sie hier https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2580.html Ihr Ansprechpartner ist für den Themenschwerpunkt „Nachhaltiges Flächenmanagement“: Projektträgerschaft „Ressourcen und Nachhaltigkeit“ Forschungszentrum Jülich GmbH Projektträger Jülich (PtJ) Fachbereich Ressourcenmanagement (UMW 2) Zimmerstraße 26 – 27 10969 Berlin Dr. Reiner Enders Telefon: 0 30/2 01 99-4 24 Telefax: 0 30/2 01 99-33 30 E-Mail: r.enders@fz-juelich.de Weitere Informationen finden Sie hier und zu den Ansprechpartnern zur Förderinitiative KMU-innovativ finden sich auf dem zentralen Internetportal des BMBF: http://www.kmu-innovativ.de/
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 10 |
| Land | 4 |
| Weitere | 16 |
| Wissenschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 6 |
| Text | 20 |
| unbekannt | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 19 |
| Offen | 9 |
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| Language | Count |
|---|---|
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| Resource type | Count |
|---|---|
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| Dokument | 4 |
| Keine | 20 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 29 |
| Lebewesen und Lebensräume | 26 |
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