API src

Found 35 results.

Umweltbundesamt: Sicherheitsrisiken bei Pkw-Klimaanlagen nicht auszuschließen?

Neue Untersuchungen mit dem Kältemittel HFKW-1234yf bestätigen Gefahren beim Einsatz Das Umweltbundesamt (UBA) hat sich für die Verwendung des natürlichen Kältemittels R744 und gegen die Verwendung des teilfluorierten Kohlenwasserstoffs HFKW-1234yf (Tetrafluorpropen) als Kältemittel in Pkw-Klimaanlagen ausgesprochen. Vor allem deutsche Hersteller favorisierten bisher das natürliche Kältemittel R744 (CO2). Eine klare Entscheidung der Automobilindustrie ist aber bisher nicht zu erkennen. UBA-Präsident Jochen Flasbarth plädierte vor dem Hintergrund neuer Studien für eine rasche Festlegung der deutschen Automobilindustrie für die umweltfreundliche Ausstattung der Pkw-Klimaanlagen mit CO2 als Kältemittel. „Es hat sich noch nie ausgezahlt, bei Umweltinnovationen im Automobilbereich zu warten und EU-Regelungen nicht ernst zu nehmen. Pkw-Klimaanlagen mit CO2 als natürlichem Kältemittel sind serienreif entwickelt. Dagegen belegen Studien, dass mit dem Einsatz des synthetischen Kältemittels HFKW-1234yf in Automobilklimaanlagen bisher nicht ausreichend bewertete Risiken verbunden sein können.” Wenn sich das HFKW-1234yf entzündet, beispielsweise bei einem Motorbrand, entsteht der sehr giftige und stark ätzende Fluorwasserstoff (Flusssäure), von dem ein erhebliches zusätzliches Risiko  ausgeht. Bereits im Jahr 2006 hat die EU beschlossen, dass die europäische Automobilindustrie ab 2011 in Klimaanlagen neuer Typen von Pkw und kleinen Nutzfahrzeugen keine Kältemittel mit einem Treibhauspotential (GWP) größer 150 (150 mal mehr als CO 2 ) mehr einfüllen darf. Das ⁠ UBA ⁠ empfiehlt hier schon seit langem, auf CO 2 zu setzen. CO 2 ist ungiftig, nicht brennbar und überall kostengünstig verfügbar. Seit einem Jahr bewährt sich im UBA ein Dienstfahrzeug mit CO 2 -Klimaanlagentechnik im alltäglichen Einsatz. Anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2007 verkündete der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA), dass die deutschen Fahrzeughersteller zukünftig in Pkw-Klimaanlagen „als weltweit erste Unternehmen der Automobilindustrie das besonders umweltfreundliche natürliche Kältemittel R744 (CO 2 )” einsetzen werden. Noch im Oktober 2008 teilte der VDA mit, HKFW-1234yf sei im Ergebnis von eigenen Bewertungen für die „Mehrzahl der Unternehmen … keine Option”. In Serie werden Klimaanlagen mit CO 2 als Kältemittel aber bis heute nicht produziert und es mehren sich die Hinweise, dass dies auch in absehbarer nicht geschehen wird. Jochen Flasbarth dazu: „Die deutsche Automobilindustrie hat seit vielen Jahren intensiv in die Entwicklung der CO 2 -Technik investiert. Es wäre fatal, zugunsten einer unsicheren Übergangslösung mit dem synthetischen Kältemittel HFKW-1234yf die Chance zu verspielen, mit der innovativen CO 2 -Klimatechnik den Weltmarkt anzuführen. Der Impuls für den weltweiten Umstieg auf natürliche Kältemittel im Pkw-Sektor sollte aus Deutschland kommen.” HFKW-1234yf ist brennbar und enthält Fluor. Im Brandfall und bei Kontakt mit heißen Oberflächen bildet sich stark ätzende, giftige Flusssäure. Flusssäuredämpfe bilden ein zusätzliches Risiko für Insassen und Brandhelfer bei Unfällen und beim Umgang mit HFKW-1234yf. Die Brennbarkeit und der hohe Fluorgehalt von HFKW-1234yf veranlassten das Umweltbundesamt, Messungen an HFKW-1234yf zu beauftragen. Untersucht wurde zunächst die Bildung zündfähiger, das heißt explosionsfähiger Gemische bei Raumtemperatur. Interessant für den technischen Einsatz als Kältemittel ist aber auch das Explosionsverhalten, wenn zusätzlich gasförmige Kohlenwasserstoffe in der Luft sind. Quelle von gasförmigen Kohlenwasserstoffen können zum Beispiel das Kälteöl selbst, Benzin, Motoröle oder Reinigungsmittel sein - also Stoffe, die regelmäßig im Pkw vorhanden sind. Ab einer Konzentration von 6,2 Prozent bildet HFKW-1234yf bereits mit Luft explosionsfähige Gemische. Sind gleichzeitig geringe Mengen Kohlen­wasserstoffe - für die Messungen verwendete die BAM Ethan - in der Luft, ist das ⁠ Gemisch ⁠ von HFKW-1234yf schon bei weit kleineren Konzentrationen explosionsfähig. Um mit geringen Mengen von HFKW-1234yf (ab zwei Prozent) explosionsfähige Gemische in der Luft zu bilden, reichen bereits Konzentrationen von nur 0,5 bis 1,3 Prozent Kohlenwasserstoffe aus. In weiteren Versuchen untersucht die BAM die Zersetzung und Brennbarkeit von HFKW-1234yf. Bereits die vorliegenden Erkenntnisse zeigen, dass die sicherheitstechnischen Fragen des Einsatzes von HFKW-1234yf als Kältemittel in Pkw-Klimaanlagen nicht gelöst sind. Dessau-Roßlau, 12.02.2010 (4.865 Zeichen)

Geweihe erzählen Umweltgeschichte von NRW

Die Verwendung von Wildtieren zur Bioindikation von Schadstoffbelastungen der Umwelt ist ein Gebiet intensiver Forschungstätigkeit. Für Schadstoffe, die sich im Knochen anreichern stellt das Geweih der Cerviden eine „von Natur aus“ weitgehend standardisierte Umweltprobe dar, die sich sehr gut zur Bioindikation eignet. Das Geweih wird periodisch gewechselt: Beim Rothirsch erfolgt der Abwurf des vorjährigen Geweihs zwischen Ende Februar und Anfang April. Während der folgenden 120 bis 130 Tage wird ein neues Geweih gebildet. Nach Abschluss des Wachstums und intensiver Mineralisation des Knochens wird das Geweih zwischen Ende Juni und Anfang August gefegt, d.h., die den Knochen bedeckende Haut (der Bast) wird abgestreift. Das blanke Geweih wird dann bis zum nächsten Abwurf getragen. Die Bildung des Geweihs gilt als das rascheste Knochenwachstum im gesamten Tierreich. In das wachsende Geweih werden durch Mobilisierung von Mineralreserven auch Schadstoffe wie Blei und Fluor eingebaut. Fluoridexposition am Beispiel von Rothirschen Rothirschgeweihe werden über sehr lange Zeiträume aufbewahrt. In günstigen Fällen ermöglicht dies retrospektive Analysen der Umweltsituation bis zurück in die vorindustrielle Zeit. Das Beispiel zur Fluoridexposition von Rothirschen zeigt dies. Die verstärkte Fluoridbelastung Eifeler Rothirsche fällt in die Phase des raschen industriellen Wachstums nach dem Zweiten Weltkrieg und dürfte zumindest teilweise einen Ferntransport luftgetragener Schadstoffe aus dem luxemburgisch-lothringischen Industrierevier reflektieren. In den 1980-er und 1990-er Jahren sank die Fluoridkonzentration in den Geweihen deutlich ab. Die Fluoridgehalte der in den 1990-er Jahren gebildeten Geweihe liegen jedoch signifikant über denen aus dem 17./ frühen 18. Jahrhundert. Durch die Untersuchung des Schadstoffgehaltes in den Cervidengeweihen werden Unterschiede in der Kontamination verschiedener Gebiete erfasst sowie Veränderungen der Belastungssituation einer Region über längere Zeiträume dokumentiert. So kann Umweltgeschichte im Sinne eines historischen Biomonitorings dokumentiert werden.

Informationen zur chemischen Verbindung: Calciumhydrogenorthophosphat, mit einem Gehalt an Fluor von weniger als 0,005 GHT, bezogen auf den wasserfreien Stoff

Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Calciumhydrogenorthophosphat, mit einem Gehalt an Fluor von weniger als 0,005 GHT, bezogen auf den wasserfreien Stoff. Stoffart: Stoffklasse.

Vorkommen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in den Sedimenten niedersächsischer Gewässer

Von Mario Schaffer Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind industriell hergestellte Stoffe, die nicht in der Natur vorkommen, also ausschließlich menschengemacht sind. Aufgrund ihrer langlebigen Eigenschaft reichern sie sich fortwährend in der Umwelt an. Nachweisbar sind sie beispielsweise in Böden, Gewässern, Lebens- und Futtermitteln sowie in Gegenständen des täglichen Bedarfs. In den vergangenen Jahren wurde zunehmend über gesundheitliche Wirkungen und Risiken berichtet. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind industriell hergestellte Stoffe, die nicht in der Natur vorkommen, also ausschließlich menschengemacht sind. Aufgrund ihrer langlebigen Eigenschaft reichern sie sich fortwährend in der Umwelt an. Nachweisbar sind sie beispielsweise in Böden, Gewässern, Lebens- und Futtermitteln sowie in Gegenständen des täglichen Bedarfs. In den vergangenen Jahren wurde zunehmend über gesundheitliche Wirkungen und Risiken berichtet. Die Stoffgruppe der per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) umfasst mehr als 5.000 Einzelstoffe, welche aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften und Stabilität in vielen industriellen Prozessen und Produkten Anwendung finden (zum Beispiel zur Oberflächenimprägnierung oder in Feuerlöschschäumen). Jedoch sind, trotz oder gerade aufgrund dieser Vorteile, viele dieser Stoffe als problematisch für die Umwelt anzusehen, da sie ein gewisses (öko)toxikologisches Potential aufweisen und oftmals – wenn überhaupt - nur zu Perfluoralkylsäuren (PFAA) abgebaut werden können, die ebenfalls nicht oder nur sehr schlecht abgebaut werden können und somit sehr lange Verweildauern in der Umwelt aufweisen. So werden PFAS mittlerweile global, selbst in den abgelegensten Regionen der Erde, nachgewiesen. Einige der Stoffe besitzen darüber hinaus die unerwünschte Fähigkeit sich in Organismen, zum Beispiel über die Nahrungskette, anzureichern (Bioakkumulation). Trotz dieser besorgniserregenden Stoffeigenschaften sind bisher nur sehr wenige PFAS gesetzlich reguliert und können überhaupt in der Umwelt mit den zur Verfügung stehenden Messverfahren überwacht werden. Innerhalb der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist die Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), derzeit der einzige Vertreter der PFAS-Stoffgruppe, der als sogenannter prioritärer Schadstoff mit einer Umweltqualitätsnorm („Grenzwert“) in Oberflächengewässern geregelt ist. Dessen Verwendung und In-Umlauf-Bringen ist bereits seit 2008 in der EU und seit 2009 weltweit stark eingeschränkt beziehungsweise verboten. Abb. 1: Schematische Darstellung der Untersuchungsmethoden – Analyse von Einzelstoffen und summarische Erfassung von Vorläufersubstanzen. Um die Relevanz und Verbreitung weiterer Vertreter beziehungsweise der gesamten Stoffgruppe frühzeitig abschätzen zu können, wurde in den Jahren 2018 und 2019 ein Sonderuntersuchungsprogramm mit Sedimentproben von insgesamt 41 Untersuchungsstellen in niedersächsischen Oberflächengewässern, darunter alle 39 WRRL-Überblicks- sowie zwei Sondermessstellen, durchgeführt. Zusätzlich zur üblichen Einzelstoffanalytik, bei der nur eine geringe Anzahl von Stoffen erfasst werden kann, kamen zwei neuartige Verfahren zum Einsatz, die eine bessere Gesamtbetrachtung der PFAS-Stoffgruppe ermöglichen sollen. Beide Verfahren, das heißt sowohl die Bestimmung des extrahierbaren organisch gebundenen Fluorgehalts (EOF) als auch der Total Oxidizable Precursor (TOP)-Assay, basieren auf dem Prinzip, dass potentiell in der Probe enthaltene Vorläufersubstanzen in messbare Produkte umgewandelt und mittels Standardanalyseverfahren erfasst werden können (Abb. 1). Die Ergebnisse der durchgeführten Monitoring-Studie bestätigten die erwartete, weitverbreitete (ubiquitäre) Belastung niedersächsischer Oberflächengewässer mit PFAS beziehungsweise weiteren fluorhaltigen organischen Stoffen. Durch die Bestimmung des EOF als Summenparameter konnten lokale Schwerpunkte mit fluorhaltiger organischer Belastung erkannt werden, die entweder bereits durch die herkömmliche Einzelstoffanalytik oder erst nach dem zusätzlichem TOP-Assay als PFAS-Belastungsschwerpunkte bestätigt werden konnten. Die höchsten Gehalte eines Einzelstoffes (PFOS) sowie der maximale EOF-Gehalt aller analysierten Proben wurden erwartungsgemäß im Sediment der Grollander Ochtum bestimmt. Diese wurde gezielt als Sondermessstelle mit bereits bekannter, hoher PFOS-Belastung ausgewählt, da sie im Zusammenhang mit früheren Feuerlöschübungen auf dem Bremer Flughafen steht. Weitere auffällige Belastungsschwerpunkte waren in den Flüssen Leine (Neustadt am Rübenberge), Fuhse (Wathlingen), Harle (Nenndorf), Hunte (Reithörne), Weser (Farge und Brake) und in der Ems (Gandersum) zu finden (Abb. 2, Abb. 3). Eine konkrete Quellenzuordnung war in den meisten Fällen, aufgrund der Gewässergröße und der Vielzahl möglicher Eintragspfade, jedoch nicht möglich. Abb. 3: Belastungssituation der niedersächsischen Probenahmestellen – EOF-Gehalt (Summenparameter). Abb. 2: Belastungssituation der niedersächsischen Probenahmestellen - Konzentrationssumme der analysierten PFAS (Einzelstoffanalytik).

NLWKN, 2021: Untersuchung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Sedimentproben unter Berücksichtigung von Summenparametern und Vorläuferpotenzial

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Untersuchung von per- und poly- fluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Sedimentproben unter Berücksich- tigung von Summenparametern und Vorläuferpotenzial Landesweiter Überblick und Identifikation von Belastungsschwerpunkten 2021 Dieser Bericht wurde im Auftrag des NLWKN und in Zusammenarbeit mit dem TZW Karlsruhe erstellt. TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser Karlsruher Straße 84 76139 Karlsruhe Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Betriebsstelle Hannover-Hildesheim An der Scharlake 39 31135 Hildesheim Autoren: Dr. Karsten Nödler, TZW Karlsruhe Marc Guckert, TZW Karlsruhe Dr. Mario Schaffer, NLWKN Hannover-Hildesheim Rebekka Schmid, NLWKN Hannover-Hildesheim Dr. Marco Scheurer, TZW Karlsruhe März 2021 Verzeichnis verwendeter Abkürzungen und Synonyme ACN BG C CDPOS diPAP DONA DPOSA EOF F FHxSA FTSA GÜN H HFPO-DA (GenX) IS LAVES LAWA MeOH MQ N-MeFOSAA OECD OGewV PAP PFAA PFAS PFBA PFCA PFECHS PFOA PFOS PFPA PFPeA PFPeS PFPiA PFPrA PFSA PFUnDA POP REACH SPE SVHC TFA TFAA TOP-Assay TS Acetonitril Bestimmungsgrenze Kohlenstoff-Atom Capstone Produkt B Disubstituiertes Polyfluoralkylphosphat Perfluor-4,8-dioxa-3H-nonansäure Capstone Produkt A Extrahierbarer organisch gebundener Fluorgehalt Fluor-Atom Perfluorhexansulfonamid Fluortelomersulfonsäuren Gewässerüberwachungssystem Niedersachsen Wasserstoff-Atom Hexafluorpropylenoxiddimersäure Interner Standard Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser Methanol Mittlerer Abfluss N-Methyl-Perfluorsulfonamidoessigsäure Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Oberflächengewässerverordnung Polyfluoralkylphosphat Perfluoralkylsäure per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen Perfluorbutansäure Perfluorcarbonsäure Perfluor-4-ethylcyclohexansulfonsäure Perfluoroctansäure Perfluoroctansulfonsäure Perfluoralkylphosphonsäure Perfluorpentansäure Perfluorpentansulfonsäure Perfluoralkylphosphinsäure Perfluorpropansäure Perfluorsulfonsäure Perfluorundecansäure Persistente organische Schadstoffe Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals Festphasenanreicherung besonders besorgniserregender Stoff Trifluoracetat Trifluoressigsäure Total Oxidizable Precursor-Assay Trockensubstanz

Vorkommen von Schadstoffen (Schwermetalle, Pilztoxine, Insektizidrueckstaende etc.) in Futtermitteln

Das Projekt "Vorkommen von Schadstoffen (Schwermetalle, Pilztoxine, Insektizidrueckstaende etc.) in Futtermitteln" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hohenheim, Landesanstalt für Landwirtschaftliche Chemie durchgeführt. Die Untersuchungen sollen dazu dienen, sichere Angaben ueber die in verschiedenen Futtermitteln vorkommenden Gehalte an Schadstoffen (Insektizidrueckstaende, Blei, Cadmium, Selen, Arsen, Fluor, Pilztoxine etc.) zu erhalten mit dem Ziel, Gefahrenquellen fuer die tierische Gesundheit und die Nahrungsmittelproduktion zu erkennen. Zu diesem Zweck wird eine grosse Anzahl der bei uns durchlaufenden Futtermittelproben gezielt auf die oben genannten Stoffe untersucht, die Untersuchungen erstrecken sich dabei sowohl auf Handelsfuttermittel als auch auf wirtschaftseigene Futtermittel.

Biologische Testverfahren und chemische Pflanzenanalyse zur Beurteilung der Immissionswirkung fluorhaltiger Luftverunreinigungen

Das Projekt "Biologische Testverfahren und chemische Pflanzenanalyse zur Beurteilung der Immissionswirkung fluorhaltiger Luftverunreinigungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hamburg, Institut für Angewandte Botanik durchgeführt. Ermittlung der Fluorbelastung der Vegetation durch standardisierte Pflanzenkulturen; feststellen des Ist-Zustandes; Pflanzen als Bioindikatoren zur Beurteilung von Immissionssituationen; Versuch der Ermittlung einer Beziehung zwischen Fluorimmissionsangebot und Fluorgehalt von Pflanzen; Ermittlung von Emittenten.

Spezielle Trinkwasseruntersuchungen

Das Projekt "Spezielle Trinkwasseruntersuchungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Graz, Medizinisch-Chemisches Institut und Pregl-Laboratorium durchgeführt. Zielsetzung: Festlegung der Fluoridgehalte des Trinkwassers von Tiefbrunnen in Zusammenarbeit mit dem Hygiene-Insitut der Universitaet Graz. Die Untersuchungsmethoden beruhen auf potentiometrischen Messungen mit Hilfe ionensensitiver Elektroden.

Defektspinelle als Hochenergie- und Hochleistungsmaterialien zur elektrochemischen Energiespeicherung - Dotierte Oxyfluoridspinelle für Lithium-Ionen Batterien

Das Projekt "Defektspinelle als Hochenergie- und Hochleistungsmaterialien zur elektrochemischen Energiespeicherung - Dotierte Oxyfluoridspinelle für Lithium-Ionen Batterien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Angewandte Materialien - Werkstoffprozesstechnik (IAM-WPT) durchgeführt. Ziel des Vorhaben ist die Identifikation geeigneter Dotierungselemente sowie des optimalen Fluorgehaltes, um bei Spinell-Kathodenmaterialien eine langzeitstabile Zyklisierung von mehr als einem Lithium pro Mol Formeleinheit im Spannungsfenster von 2 V bis 5 V zu erzielen. Des Weiteren soll die Frage geklärt werden, inwieweit eine Beschichtung mit Fluorverbindungen dazu geeignet ist, um oxidative Nebenreaktionen mit dem Elektrolyten zu minimieren. Zur Erreichung der Ziele werden unterschiedlich dotierte Oxyfluoridspinelle synthetisiert und deren elektronische und ionische Leitfähigkeit sowie die elektrochemischen Eigenschaften untersucht. Neben den Dotierungseinflüssen werden sowohl Gefüge-Eigenschaftsbeziehungen als auch der Einfluss von Metallfluorid-Coatings aufgeklärt. Abschließend werden Betrachtungen bzgl. der Zellchemie durchgeführt.

Weiterentwicklung einer autarken Anlage mit regenerativer Energieversorgung zur Aufbereitung stark fluoridhaltiger Grundwässer zu Trinkwasser am Beispiel der Dorfgemeinschaft Boman’gombe/Tansania

Das Projekt "Weiterentwicklung einer autarken Anlage mit regenerativer Energieversorgung zur Aufbereitung stark fluoridhaltiger Grundwässer zu Trinkwasser am Beispiel der Dorfgemeinschaft Boman’gombe/Tansania" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Mörk Bau GmbH & Co. KG durchgeführt. Die Aufgabe des Projekts war es eine Pilotanlage zur Fluoridentfernung aus Grundwasser aufzubauen, zu testen und vor Ort im HAI Institute of Technologie, Moshi, Tansania in Betrieb zu nehmen. Die Anlage nutzt das Prinzip der Nanofiltration und wird komplett autonom mittels Photovoltaik betrieben. Die Anlage wurde erfolgreich aufgebaut und in Betrieb genommen und produziert seit Juli 2015 problemlos täglich etwa 200 L Trinkwasser, welches vollständig den Trinkwasseranforderungen von Tansania genügt. Insbesondere ist der Fluoridgehalt des behandelten Wasser stets < 1 mg/L (Grenzwert: 1,5 mg/L). Der Großteil des Konzentrats der Nanofiltration wird zum Waschen und zur Toilettenspülung genutzt und anschließend über eine Sickergrube entsorgt. Das Personal am HAI Institut wurde für an der Anlage geschult und sorgt für einen problemlosen Betrieb der Pilotanlage.

1 2 3 4