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Seen im Land Brandenburg - WMS

Der Dienst benutzt den Datenbestand der Seen des Landes Brandenburgs (Version 4.4). Die geometrische Grundlage bildet die Objektklasse "Binnensee, Stausee, Teich" des ATKIS-Datenbestandes, erweitert um ausgewählte Flussseen sowie Tagebauseen. Die Datenbestände Einzugsgebiete des Landes Brandenburg und Seewasserkörper gemäß Wasserrahmenrichtlinie wurden zur Attributierung herangezogen.

CONNECT: Räumliche und zeitliche Konnektivität und Synchronisation von Seeökosystemen

Seeökosysteme leiden überproportional stark unter anthropogenem Druck und den Auswirkungen des Klimawandels. Insbesondere Seen entlang von Flusssystemen befinden sich derzeit mehrheitlich in einem schlechten ökologischen Zustand (WRRL). Wie ähnlich entwickeln sich Seen, die durch Flusssysteme miteinander verbunden sind? Wie stark und wie schnell werden erhöhte terrestrische Nährstoffeinträge, z.B. nach Starkregenereignissen und sich daraus entwickelnde Algenblüten, weitergeleitet? Wie weit setzen sich die Auswirkungen eines lokalen Extremwetterereignisses über unterschiedlich stark verbundene Fluss-Seensysteme fort? Haben verbundene Seen ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung potentiell toxischer Blaualgen-Blüten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Algenblüten und dem Ausstoß klimarelevanter Gase wie Methan und Kohlendioxid? Und: Können wir solche pulsartigen Ereignisse in verbundenen Seen durch Fernerkundung z.B. mittels Satelliten aus dem Weltraum beobachten? Um diese Fragen zu klären, wird im Projekt CONNECT eine enge Zusammenarbeit von Experten der Gewässer- und Landschaftsökologie sowie der Fernerkundung realisiert. Die außerordentliche Kombination aus großflächigen Fernerkundungsdaten mit in situ Messungen der Gewässer in hoher zeitlicher Auflösung soll zu neuen Erkenntnissen führen, um anthropogene und klimabedingte gewässerökologische Probleme besser zu verstehen. Das Untersuchungsgebiet der Studie umfasst dabei Seenketten im Norddeutschen Tiefland (Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), die mit unterschiedlichen Flusssystemen (Havel, Elde, Spree, Dahme) verbunden sind. Neben dem regionalen Seenvergleich wird auch eine großskalige, experimentelle Studie zur Seenkonnektivität im IGB-Seelabor (www.lakelab.de), der experimentellen Großforschungseinrichtung des IGB im Stechlinsee, stattfinden. Im Projekt CONNECT wird: (1) ein interdisziplinäres Exzellenz-Netzwerk zwischen Experten der Gewässerökologie (IGB(a), IOW(b)), Landschaftsökologie (ZALF(c)) und Fernerkundung (DLR(d), FUB(e), TUM(f), GFZ(g), HZG(h)) etabliert; (2) ein besseres Verständnis für Funktion und Reaktion von Gewässerökosystemen im regionalen Zusammenhang ermöglicht; (3) eine Grundlage zur Verbesserung und Unterstützung von Binnengewässer-Monitoring-Programmen mit Fernerkundungsdaten geschaffen, um (4) ein effektiveres Management unterschiedlicher Gewässertypen entlang von Seenketten zu ermöglichen. a) Leibniz-Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries, b) Leibniz-Institute of Baltic Research, c) Leibniz Centre for Agricultural Research, d) German Aerospace Center, e) Freie Universität Berlin, f) Helmholtz Centre Potsdam, g) Technical University Munich, h) Helmholtz Centre Geesthacht.

Plastik - Verbundprojekt SubMikroTrack: Tracking von (Sub)Mikroplastik unterschiedlicher Identität - Innovative Analysetools für die toxikologische und prozesstechnische Bewertung, Teilprojekt 2

Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm, Teilprojekt: Dekadische bis orbitale Klimavariabilität im Indo-Pazifischen Wärmepool während der vergangenen ca. 650.000 Jahre

Die im Rahmen dieses Fortsetzungsantrages vorgeschlagenen Untersuchungen stellen einen Beitrag zum ICDP-geförderten 'Towuti Drilling Project' (TDP) in Indonesien dar. Sie betreffen die gesamte, ca. 137 m mächtige und vermutlich ca. 650.000 Jahre umfassende Seesedimentabfolge, die im Frühjahr 2015 an der TDP site 2 im Towuti-See auf der Insel Sulawesi, im Zentrum des Indo-Pazifischen Wärmepools, gebohrt wurde. Es wird angestrebt, mittels multidisziplinärer chronostratigraphischer, sedimentologischer, geochemischer und mineralogischer Analysen an dem Kernkomposit (i) Beiträge zur Datierung der Sedimentabfolge zu leisten, (ii) die langfristige Entwicklung des Towuti-Sees, mit seiner Entstehung und dem Einsetzen des Zustroms von anderen Malili-Seen, zu entschlüsseln, (iii) den niederschlagsbedingten Zustrom aus dem Mahalano-Fluss während der vergangenen ca. 80.000 Jahre mit bis zu dekadischer Auflösung zu rekonstruieren, (iv) die Dimension und möglichen Ursachen für Seespiegelschankungen im Towuti zu identifizieren, (v) Beiträge zum Verständnis der Variabilität in der Mischung und Stratifizierung des Sees zu leisten und (vi) zur Rekonstruktion der Verwitterungsbedingungen und Bodenerosion im Einzugsgebiet des Towuti beizutragen. Diese Untersuchungen sollen durch die Analyse von Oberflächenproben aus dem Towuti-See gestützt werden, die im Rahmen der Bohrkampagne gewonnen wurden und die wichtige Informationen zu den heutigen Sedimentationsprozessen liefern. Damit verspricht das Projekt insgesamt teilweise einzigartige Daten zur Umwelt- und Klimageschichte, die entsprechende Forschungsarbeiten von anderen internationalen Gruppen ergänzen, sowie wichtige Hintergrundinformationen für die beteiligten biologischen Projekte liefern.

Neue Ansätze zur Bewertung dimiktischer Seen - Ökologische Rolle phototropher Schwefelbakterien und Nutzung natürlicher Potentiale bei der Sanierung von Gewässern

Infolge der hohen Nährstoffeinträge aus punktuellen und diffusen Quellen kommt es zur rasanten Eutrophierung der Gewässer. Um den natürlichen bzw. naturnahen Zustand dieser Gewässer wieder zu erreichen finden Maßnahmen der Seensanierung/Seenrestaurierung ihre Anwendung. Als Grundlage der Restaurierung wird angesehen, dass im Hypolimnion der Seen (über dem Sedimentgrund) ganzjährig Sauerstoff vorhanden und eine oxische Sediment-Wasser-Grenzschicht ausgebildet ist. Die bisher eingesetzten Verfahrenstechniken (u.a. Tiefenwasserbelüftung, Nitratzugaben, Zwangszirkulation) sind sehr kostenintensiv und wirken meistens nicht nachhaltig. Die Zielsetzung dieses Forschungsvorhabens ist die Einbeziehung metalimnischer Mikrobengemeinschaften in die Bewertung von dimiktischen Seen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen dabei phototrophe Schwefelbakteriengemeinschaften, welche bereits in meromiktischen Seen als 'Phosphatfilter' identifiziert wurden. Die derzeitigen Verfahren der Seenrestaurierung mit der Zielsetzung eines aeroben Hypolimnions verhindern die Entwicklung dieser Mikrobengemeinschaft in den Seen. Hier stellt sich die Frage, ob nicht eine Förderung der anaeroben phototrophen Mikrobengemeinschaft eine Stabilisierung und Selbstregulation des Gewässers ermöglichen. Neben dieser praxisrelevanten Fragestellung werden aber auch die Umweltentlastungspotentiale hinsichtlich Ökophysiologie und Verbreitung dieser phototrophen Schwefelbakteriengemeinschaften in dimiktischen Seen charakterisiert. Die Aufgabenstellung des Projektes umfasst die Charakterisierung der rezenten Mikrobengemeinschaften in der saisonalen und räumlichen Variabilität hinsichtlich ihrer Lichtabhängigkeit in zwei Seen Norddeutschlands. Weiterhin werden durch die zeitlich hochauflösenden Freilanduntersuchungen die P-Speicherung dieser Organismen und somit der Einfluss auf die P-Retention in den dimiktischen Seen untersucht. Zur Klärung dieser Fragestellungen sollen ökophysiologische Laboruntersuchungen die Freilandergebnisse untermauern. Dafür werden in Batchversuchen sowohl der Einfluss des Lichtklimas als auch die P-Speicherkapazität von Mikrobengemeinschaften in Abhängigkeit vom Licht- und P-Angebot untersucht. Mit Hilfe molekularbiologischer Untersuchungen (DNA-Sequenzierungen) sollen die Mikrobengemeinschaften in den beiden Seen sowie aus den Laboruntersuchungen taxonomisch identifiziert werden.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm, Sub project: Effects of Abrupt Climate Change on Ice Age Ecosystem of Lake Petén Itzá and on Distribution Patterns of Ostracodes across the Yucatan Peninsula

Results from a 85 ka old sediment sequence from Lake Petén Itzá, Gutemala, show extreme cooling of the Neotropics of up to 10 C during Heinrich Events (Hodell et al., 2012) and suggest high climate sensitivity for the older sediment sections of about 200 ka. It is proposed to analyze the consequences of abrupt climate change on the stability of aquatic ecosystems over time and consequently the historical biogeography of the Peninsula Yucatán by using ostracodes as model bioindicators interlinking three major research topics. A (1) quantitative assessment of lake level changes during the past 200 ka is targeted by expanding an existing trainingset of recent ostracodes and refining transfer functions for water depth and conductivity. (2) Fossil ostracode assemblages will be used to reconstruct the ultrastructure of Late Pleistocene climate extremes and their effects on aquatic diversity of Lake Petén Itzá, and (3) to assess biogeography, phylogeography and phylogeny of freshwater ostracodes as model organisms by integrative taxonomy using morphology and molecular tools. In order to initiate research efforts on Lake Petén Itzá sediments extending beyond 85 ka a core sampling party for the Petén Itzá Scientific Drilling Project at LacCore, University of Minnesota, is proposed. This will also further strengthen the collaboration with Central America and prepare for future ICDP-drilling in Lake Junin (Peru) and planned work on Lake Chalco (Mexico Basin).

Auswirkungen einer winterlichen Rohrwerbung auf die Bestandsstruktur und die Habitatfunktion von aquatischen Röhrichtbeständen

Zielstellung: In Brandenburg ist die winterliche Rohrwerbung Teil des Fischereirechts. Damit stellt sie potenziell eine Rohstoff- und Einkommensquelle für Fischereibetriebe dar. Im Vorhaben werden die Auswirkungen einer Wintermahd auf die Vitalität des Rohrbestandes und auf ausgewählte Elemente der Biozönose geprüft. Insgesamt soll die Nachhaltigkeit der Rohrwerbung eingeschätzt werden. Weiterhin werden die Auswirkungen der Rohrwerbung auf rückläufige Röhrichte an Flussseen untersucht, um eventuelle Pflegeaspekte zu erkennen. Material und Methoden: Das Vorhaben ist über einen längeren Zeitraum angelegt. Die ersten Untersuchungen fanden 2013 statt, im Winter des Jahres wurden auch erstmalig Felder gemäht. Im Jahr 2014 wurden die Untersuchungen der Biozönose fortgesetzt und es wurde erneut gemäht. Die Arbeiten finden an drei Standorten statt. An den Groß Schauener Seen wurden drei Versuchsflächen mit jeweils fünf Versuchsfeldern eingerichtet. Im Dezember 2013 wurden pro Fläche drei der Felder, im Dezember 2014 jeweils zwei Felder gemäht. Am Holbecker See wurden 2013 zwei Flächen eingerichtet, die jeweils ein Mahd- und ein Kontrollfeld umfassen. Im Jahr 2014 wurde das Mahdfeld einer der Flächen gemäht. An den Havelseen bei Brandenburg (Stadt) wurden 2014 drei neue Mahdfelder eingerichtet. An allen Flächen wurden Bestandsparameter zur Charakterisierung der Röhrichte aufgenommen: Halmlänge, -dichte und -durchmesser. An den Groß Schauener Seen und am Holbecker See fanden zwei Elektrobefischungen statt. Hier wurden Erhebungen zur Amphibien- und Vogelfauna an Unterauftragnehmer vergeben. Ergebnisse: Die Röhrichtbestände der Versuchsflächen unterschieden sich bereits vor der Mahd. Die ausgedehnten Groß Schauener Röhrichte sind überwiegend stark verlandet, mit eher kleinen Halmen. Am Holbecker See wachsen lange Halme bis in tiefe Bereiche, die Verlandung ist gering. An den Brandenburger Havelseen sind die Bestände durch große Halme gekennzeichnet. Die vorgelagerten Bereiche sind beeinträchtigt und in schüttere Rohrinseln aufgelöst. In den Mahdflächen wurden die Althalme entfernt; die nachwachsenden Halme haben höhere Dichten und sind tendenziell kürzer. Die mit einem Amphibienfahrzeug übliche Unterwassermahd kann zu erheblichen Schäden an den Außenfronten von Schilfbeständen führen. Es waren keine Auswirkungen der Mahd auf die Fischbestände in den verschieden behandelten Bereichen feststellbar. Weder Arteninventar noch anteilige Zusammensetzung oder Größenspektrum unterschieden sich. Für Amphibien ließ sich eine Bevorzugung der freien Mahdflächen während der Paarungszeit im Frühjahr feststellen. Bei den Vogelarten wurde eine Verschiebung ermittelt. Die im Frühjahr offenen Mahdbereiche werden von Gänsen und Enten als Ruheplatz oder von Watvögeln, wie der Bekassine zur Nahrungssuche genutzt. Es fehlen die im Rohr brütenden Vögel (z. B. Rohrsänger).

KLIWAS - Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserstraßen und Handlungsoptionen für Wirtschaft und Binnenschifffahrt, Vorhaben 5: Einfluss des Klimawandels auf Struktur, ökologische Integrität und Bewirtschaftung der Binnenwasserstraßen - Projekt 5.02: Klimabedingte Änderung des Stoffhaushalts und der Algenentwicklung in Bundeswasserstraßen

Dieses Projekt beschreibt die klimabedingten Änderungen des Stoffhaushalts und der Planktonentwicklung. Es werden Auswirkungen des Klimawandels auf Abfluss- und Temperaturbedingungen betrachtet und daraus resultierende Effekte auf Schwebstoffhaushalt und Algendynamik analysiert und quantifiziert. Prozessmodule in QSim, dem Gewässergütemodell der BfG, werden weiterentwickelt, um spezifische Prozesse, die durch den Klimawandel verändert werden könnten, adäquat abzubilden. Schließlich werden zukünftige Zustände der Gewässergüte modelliert. Zum Verständnis der Zusammenhänge in frei fließenden Gewässern werden zunächst Langzeitdatenreihen der Planktonzusammensetzung und der beeinflussenden Umweltfaktoren untersucht. Erkenntnisse zur temperatursensitiven Aktivität von Muscheln und ihr Einfluss auf die Gewässergüte werden zur Ergänzung von QSim-Bausteinen verwendet. Die Hydraulik von QSim wird weiterentwickelt, damit Prozesse in stauregulierten Gewässern besser abgebildet werden können. Hier werden vertikale Temperaturschichtung bzw. Flussseen im Modell realisiert. Untersuchungen zu Sauerstoffzehrung, Nährstoffrücklösung, Denitrifikation und dem Wachstum von Blaualgen und größeren Zooplanktern dienen der Weiterentwicklung der Gewässergüte-Bausteine von QSim. Mit dem erweiterten QSim werden Klimaprojektionen und zukünftige Gewässergüteszenarien zusammengeführt, um den Einfluss des Klimawandels auf die Gewässergüte zu quantifizieren. Schließlich werden Managementoptionen entwickelt, um eventuellen negativen Tendenzen entgegenzusteuern. Die Klimaprojektionen und zukünftigen Gewässergüteszenarien werden auch verwendet, um die Auswirkung von Baumaßnahmen am Gewässer auf den Stoffhaushalt zu beschreiben. Untersuchungsgebiete sind Elbe, Rhein, Havel und Saar.

Landscape and Lake-System Response to Late Quaternary Dynamics on the Tibetan Plateau - Northern Transect

The objective of this proposed project bundle is the reconstruction of Quaternary climate and landscape evolution of the Northern Tibetan Plateau. The project aims to contribute multidisciplinary approaches on three selected lake catchment archives along sediment routings (sediment cascades) in order to better understand the interrelation between various land forming processes within well defined catchments. These processes are closely related to climatic conditions in the area. By reconstructing the processes we will be able to give detailed information about the climate development of the area. Important process parameters are related to the amount and temporal-spatial variations of precipitation which are directly linked to changes in the monsoonal air masses. Our research bundle focuses on the northern transect. The selected key-sites comprise the Donggi-Cona system, the Lake Ayakhum system and a nameless lake in the western Kunlun Mts. of quite different climate influence but with similar catchment characteristics (fully developed sediment cascades from the glaciers to the lakes). We will provide the first systematic chronostratigraphy of manifold aspects of environmental change on the north-eastern Tibetan Plateau, combining different types of terrestrial and lake records. Moreover, we will be able to synthesise land forming processes and their responses to climate forcing. Spatial GIS-based modelling of the landscape and climate evolution will help us to link local findings with regional and global signals.

Untersuchungen zur Massenentwicklung von Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen und Gegenmaßnahmen

Seit dem Jahr 2000 entwickelt vor allem der Neophyt Elodea nuttallii in den Ruhrstausseen dichte Bestände. Diese beeinträchtigen die Freizeitnutzung und verursachen Probleme bei der Trinkwassergewinnung und Wasserkraftnutzung. In einem Forschungsvorhaben im Auftrage des Landes NRW untersucht der Ruhrverband Ausmaß und Ursachen der Bestandsentwicklung der Wasserpflanzen der Flussstauseen. Neben der dominierenden Art Elodea nuttallii konnten bis jetzt weitere 20 aquatische Makrophyten-Arten nachgewiesen werden, bei denen es sich mit Ausnahme von Elodea canadensis um einheimische Arten handelt, die zum Teil auf der Roten Liste der Gefährdeten Tiere und Pflanzenarten stehen. Untersuchungen zu Verbreitungsstrategien, Wachstumsgeschwindigkeiten und Ansprüchen an Licht, Nährstoffgehalte, Substrate und Fließgeschwindigkeiten erklären die Dominanz des Neophyts gegenüber den anderen Makrophytenarten. Um die anthropogenen Nutzungen an den Ruhrstauseen weiterhin zu ermöglichen, wurde es notwendig, bestandsregulierend einzugreifen. Als mechanisch wirkende Maßnahme werden die Bestände gemäht und mit Schleppsensen teilweise entwurzelt. Biologische Maßnahmen beruhen auf einer Förderung herbivorer Fische durch Besatz sowie auf Änderungen des Lichtregimes durch wühlende Fischarten. Weitere Fraßfeinde sind Schnecken, Amphipoden und verschiedene Wasservogelarten. Durch Quantifizierung der Makrophytenbiomasse der Flussseen und der durch Maßnahmen zu reduzierenden Pflanzenmengen wird deutlich, dass in dem komplexen Wirkungsgefüge nur durch eine räumliche und zeitliche Kombination von Maßnahmen eine Aussicht besteht, eine Koexistenz von Makrophyten bei gleichzeitiger Nutzung der Gewässer zu ermöglichen. Eine weitere Fragestellung des Vorhabens sind die Verwendungsmöglichkeiten des entnommenen Pflanzenmaterials. Getestet werden verschiedene Strategien der Kompostierung sowie die Co-Vergärung in Faultürmen der Kläranlagen. Gesucht wird die kosteneffizienteste Maßnahme, die neben der Reduktion der Pflanzenbiomasse auch Personal- und Infrastruktureinsatz sowie Transportkosten berücksichtigt.

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