Das Projekt "SO 256 - TACTEAC: Temperatur- und Zirkulationsgeschichte des Ostaustralischen Stroms" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Bremen, Zentrum für marine Umweltwissenschaften.Der Ostaustralische Strom (EAC) ist einer der beiden Hauptströme am Westrand des Pazifiks, die große Mengen an Wärme aus dem Westpazifischen Wärmebecken in die subtropischen und subpolaren Regionen transportieren und somit das globale Klima regulieren. Es gibt bislang sehr wenige und z.T. widersprüchliche Studien, die die Temperatur- und Transportänderungen des EAC für die Vergangenheit rekonstruiert haben. Dadurch wird eine verlässliche Prognose für die Klimaentwicklung der Tropen und Subtropen erschwert. Es wird daher vorgeschlagen, Sedimente und fossile Korallen an 5 Stationen entlang des EAC zwischen 12°S und 26°S zu beproben, um saisonale bis tausendjährige Änderungen in der Temperatur und Zirkulation des Korallenmeeres zu untersuchen und deren Einfluss auf regionales und globales Klima abzuschätzen. Es ist geplant, Sedimente an 5 Stationen und Korallen an 2 Stationen entlang des Great Barrier Reef (GBR) auf Australischem Kontinentalhang- bzw. -schelf zu beproben. Massive Korallen aus der letzten Eiszeit werden an den südlichen 2 Stationen beprobt und liefern Hinweise auf die südwärtige Expansion des GBR und seine Temperaturänderungen auf saisonalen bis dekadischen Zeitskalen. Rezente und fossile Sedimente werden an allen Stationen beprobt, um vergangene Änderungen der Oberflächentemperaturen (anhand Mg/Ca an Foraminiferenschalen) sowie das kontinentale Klima (anhand Pflanzenwachse) zu rekonstruieren. Ferner wird dadurch die Robustheit der Korallen-basierte Rekonstruktion getestet sowie der Temperaturgradient entlang des EAC rekonstruiert.
Das Projekt "WTZ Israel: Eine integrierte Feld- und Laborstudie an benthischen Foraminiferen als Modellsystem für den Effekt von thermischen Stress auf marine Küstenökosysteme" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Bremen, Zentrum für marine Umweltwissenschaften.Dieses Projekt verfolgt das Ziel, den Effekt von steigenden Meerwassertemperaturen auf Küstenökosysteme im Mittleren Osten zu charakterisieren. Daher werden wir aus dieser Region benthische Foraminiferen, deren Symbionten und Substrat (Makroalgen), als ein Modellsystem verwenden um die Faktoren untersuchen, welche die Widerstandskraft der Küstenökosysteme gegenüber thermischem Stress bestimmen. Dieses Projekt ist innovativ, weil es untersucht wie thermischer Stress einzelne Organismen sowie organismische Interaktionen (Symbiose mit Algen) beeinflusst und mit Untersuchungen an in-situ Populationen entlang eines außergewöhnlichen thermischen Langzeitgradienten kombiniert. Durch Warmwassereinleitung des Hadera Kraftwerks an der Mittelmeerküste Israels ist innerhalb der letzten 25 Jahre lokal ein Wärmegradient entstanden, welcher die Wassertemperatur auf bis 9 C über die natürliche Variabilität anhob, so können die Effekte eines Temperaturanstiegs so nah als möglich am natürlichen Ökosystem studiert werden. An Hand von Feldstudien werden die Wasserchemie, Artenzusammensetzung, Makroalgensubstrat, Populationsdichte, Morphologie und die Geochemie der Schalen innerhalb des Wärmegradienten untersucht sowie die genetische Diversität der Hauptarten im Gradienten und natürlichen Populationen im Mittel- und Roten Meer bestimmt. Parallel dazu werden wir in manipulativen Laborexperimenten physiologische Untersuchungen an Arten mit und ohne Symbionten unter Temperaturstress durchführen.
Das Projekt "FS SONNE (SO 225) MANIHIKI II - Leg 2: Das Manihikiplateau - Entstehung, Aufbau und Auswirkungen ozeanischer Plateaus und pleistozäne Dynamik des westpazifischen Warmwasserpools, Vorhaben: Paläozeanographische Untersuchungen im Bereich des Manihikiplateaus" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung.Mit dem vorliegenden Antrag SO225 - Manihiki II sollen (gemeinsam mit dem GEOMAR) paläozeanographische Untersuchungen im Bereich des Manihikiplateaus durchgeführt werden. Dies umfasst die Beprobung der Wassersäule und die Gewinnung von Sedimentkernen. Ziel der Arbeiten am AWI ist es den ozeanischen Einfluss des Südozeans auf die Thermoklinensignatur im äquatorialen Pazifik zu untersuchen. Damit wird der Hypothese nachgegangen, die einen 'Ocean Tunnel' zwischen den Zwischenwassermassen des Südpazifiks und dem ostwärts fließenden äquatorialen Unterstrom postuliert. Der modellierte Wassermassentransport verläuft über das Manihiki Plateau. Dieser Tunnel verbindet den Südozean, der als Senke für atmosphärisches CO2 dient, mit dem äquatorialen Pazifik als Quelle für atmosphärisches CO2. Diese Verbindung hätte das Potential die biologische Pumpe und die CO2 Entgasung im äquatorialen Pazifik während der letzten Eiszeittermination zu prägen. Mit Hilfe von geochemischen Proxydaten an tieflebenden planktischen Foraminiferenarten sollen die Nährstoffkonzentrationen (d13C-Werte) und der pH-Wert (Ca/B, Borisotope) rekonstruiert und mit denen aus dem Südozean verglichen werden. Die zeitliche Einstufung der Sedimentprofile erfolgt über AMS 14C Altersdatierungen und anhand benthischen Sauerstoffisotopenkurven. Darüber hinaus sollen die zeitlichen Veränderungen in den Wasseroberflächentemperaturen mit Hilfe von organischen Biomarkern (Uk37-Methode) erfasst werden.
Das Projekt "SO TRANSIT DipFIP: Ausmaß und Struktur der kryptischen Diversität in Morphotaxa planktonischer Foraminiferen des Indo-Pazifischen Warm Pools" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Bremen, Zentrum für marine Umweltwissenschaften.Das Ziel der Forschungsfahrt ist es, lebende planktonische Foraminiferen (einzelliges Plankton) aus der Wassersäule entlang eines S-N Transekts durch den subtropischen und tropischen Pazifik zu sammeln und Daten bezüglich ihres Habitates (Wassereigenschaften, Phytoplankton Verteilung) zu erheben. Der Transekt beginnt in Wellington, Neuseeland und führt nach Kaohsiung, Taiwan durch den tropischen Pazifik. Unsere Probennahme soll zeigen, wie die genetische Diversität der im Indo-Pazifik vorkommenden planktonischen Foraminiferen zusammengesetzt ist, und wie sich die biogeographische Verteilung dieser Genotypen entlang des Transekts durch den Indo-Pazifischen Warmpool verändert. Aufbauend auf Vorarbeiten in anderen Gebieten möchten wir insbesondere auf das Phänomen der Nischenunterteilung zwischen nahverwandten Formen näher eingehen. Während des Transits soll mindestens einmal, maximal zweimal am Tag eine Probennahme durchgeführt werden. Dabei werden an jeder Station die Eigenschaften der Wassersäule (Temperatur, Salinität, Phytoplankton Konzentration) mit Hilfe von CTD und Fluoreszenzsonde gemessen. Anschließend wird Plankton gesammelt bis zu einer Tiefe von max. 700m, wofür ein Multi-Schließnetz zum Einsatz kommt, dass die Beprobung der Wassersäule in 5 Tiefenintervallen erlaubt. Planktonische Foraminiferen werden aus dem Plankton isoliert und getrocknet für genetische Studien.
Das Projekt "Planktonic Foraminiferal Mg/Ca as Indicator of Seawater Carbonate-Ion Saturation" wird/wurde gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Kiel, Institut für Geowissenschaften, Abteilung Angewandte Geophysik.Understanding how the carbonate-saturation state of seawater affects the geochemistry of foraminiferal tests is still in an elementary phase. Our primary goals are to investigate how dissolution affects the primary stable oxygen isotope and Mg/Ca signals in eight shallow-, thermocline-, and deep-dwelling planktonic foraminifera from 47 sediment-surface samples of the South China Sea. Using an integrated approach (Mg/Ca ratios, ä18O values, test weights, scanning-electron micrographs), we will determine the onset of partial dissolution with depth and quantify the dissolution bias in Mg/Ca ratios in relation to changes in the carbonate-ion concentration of bottom waters. Our work will also provide an opportunity to evaluate the sensitivity of Mg/Ca ratios as a proxy for seawater corrosiveness and assess the applicability for past climate reconstructions.
Das Projekt "Molekulares Artkonzept in benthischen Foraminiferen unter Einbeziehung von morphologischen, ökologischen und biogeographischen Daten sowie Vergleich mit fossilen Formen" wird/wurde ausgeführt durch: Universität Tübingen, Institut und Museum für Geologie und Paläontologie.Die Systematik von Foraminiferen basiert ausschließlich auf morphologischen Gehäusemerkmalen, was zu Schwierigkeiten bei der Bestimmung von polymorphen Taxa oder bei Taxa mit konvergenter Evolution führt. Die Anwendung von molekularbiologischen Methoden erlaubt eine Evaluierung der gegenwärtigen Taxonomie von Foraminiferen, da molekulare Daten unabhängig von morphologischen Merkmalen sind. Im vorliegenden Projekt sollen molekularbiologische Techniken verwendet werden, um die genetische Variabilität in einigen ausgewählten Gruppen von Foraminiferen zu untersuchen. Die molekularen Ergebnisse sollen mit morphologischen und ökologischen Daten verglichen werden, um mehr Information über die taxonomische Relevanz von morphologischen Merkmalen sowie über den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Verbreitung von einzelnen Arten zu erhalten. Ein Vergleich von genetischen und paläontologischen Daten innerhalb der einzelnen Gruppe lässt Aussagen über Evolutionsraten zu. Die einzelnen Foraminiferen Taxa, die für das vorliegende Projekt ausgewählt wurden, sind rezent weit verbreitet und bilden häufige Fossilien in känozoischen Sedimenten, aber ihre phänotypische Variabilität limitiert biostratigraphische Anwendungsmöglichkeiten. Sind Genotypen jedoch auch morphologisch bestimmbar, so können ihre fossilen Vorfahren identifiziert und damit ihr Einsatz für eine biostratigraphischen Zonierung verbessert werden. Genetisch und morphologisch identifizierbare Arten, die an bestimmte Habitate angepasst sind, liefern auch Information für paläoökologische Interpretationen.
Das Projekt "Red Sea Program: RSP II, Meeresforschung im Golf von Aqaba und im Roten Meer: Ein multidiziplinaeres regionales Forschungsprogramm" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Zentrum für Marine Tropenökologie an der Universität Bremen.Interdisziplinaeres regionales Verbundprojekt im Golf von Aqaba und noerdlichen Roten Meer. Im Interesse einer Integration der in der ersten Projektphase bestehenden sieben Teilprojekte in ein kohaerentes Verstaendnis des Oekosystems Rotes Meer wurden fuer die zweite Phase (RSP II) die Zahl der Themen reduziert und die Einzelvorhaben innerhalb der Themen, die sich primaer in der Wahl der Biotope unterscheiden, enger miteinander verknuepft. Die vier Themen des RSP II sind folgende: Thema 1: Studium der physikalischen Vermischungsprozesse und Schichtungen im Golf von Aqaba; Veraenderungen im Lichtklima und der Phytoplanktonproduktion unter dem Einfluss anthropogen verstaerkter Naehrstoffzufuhr. Thema 2: Untersuchungen zur Synoekologie der Fauna der Korallenriffe und ihrer Spalten und Hoehlungen. Thema 3: Erforschung der zellbiologischen Grundlagen der Kalzifizierung von Korallen und Foraminiferen zur Lieferung von Praxis fuer die Palaeoozeanographie der Region. Thema 4: Untersuchungen der molekular- und zellbiologischen Prozesse in der Mikrobenkonzentration in der Sprungschicht und am Boden hypersaliner Gewaesser.
Das Projekt "Verbund deutscher Beitraege zu Joint Global Ocean Flux Study (JGOFS II)^JGOFS III: Verbund Deutscher Beitraege zu Joint Global Ocean Flux Study-Atlantic, JGOFS II: Verbund deutscher Beitraege zu Joint Global Ocean Flux Study" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Bremen, Fachbereich 5 Geowissenschaften.
Das Projekt "BIGSET: Biogeochemische Stoff- und Energietransporte in der Tiefsee - TP 5" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität Tübingen, Institut und Museum für Geologie und Paläontologie.Das Vorhaben soll einen Beitrag zum Verstaendnis des biogeochemischen Stoffumsatzes in der bodennahen Wasserschicht und den obersten 20 cm des Sedimentes im Arabischen Meer und dem noerdlichen Atlantik liefern. Benthosforaminiferen stellen sehr geeignete Objekte zur Charakterisierung der Verbindung benthischer und pelagischer Oekosysteme dar, da sie empfindlich auf den Eintrag organischen Kohlenstoffs als Nahrungsquelle reagieren. Hierbei soll untersucht werden, wie sich der saisonale Eintrag von partikulaerem Kohlenstoff auf das tropische Gefuege und die Aktivitaeten des Meiobenthos in der Tiefsee auswirkt. Wichtige Themenkomplexe beziehen sich auf die Ernaehrungsweise (Spezialisten, Bakterienfresser, Opportunisten), Mobilitaet, Bioturbationsleistung (Sedimentbewegung, Stoffumsatz, Fruehdiagenese) und Biomassebildung (Kalzifikation, Reproduktion) benthischer Foraminiferen.
Das Projekt "SO 140 - Suedmeer III, Partikelsedimentation etc. im Suedchinesischen Meer - Teilvorhaben 2: Rekolonisation der Pinatubo-Tephra im Suedchinesischen Meer - Teilvorhaben 3: Spaetquartaere Stoffluesse und Sedimentation am Vietnam-Schelf" wird/wurde gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Sektion Geowissenschaften, Institut für Geowissenschaften.
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