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Bedeutung der Nieren im Osmomineralhaushalt der Fische bei veraenderten Umweltbedingungen

Euryhaline Forellen und stenohaline Rotaugen werden an verschiedene Salzkonzentrationen angepasst und die Veraenderungen des Urinflusses und der Elektrolyte im Blut und im Urin bestimmt. Im Vordergrund der Versuche steht die Bestimmung der glomerulaeren Filtrationsrate (GFR). Die Adaptation vieler Knochenfische an ein hypotones bzw. hypertones Aussenmedium fuehrt im allgemeinen zu einer Steigerung bzw. Verringerung der GFR. Es soll ermittelt werden, ob dieser Vorgang allein auf eine veraenderte Filtrationsleistung einzelner Nephrone zurueckzufuehren ist ('Single Nephron Filtration Rate', SNGFR), oder auf einer Aenderung in der Gesamtzahl filtrierender Glomeruli des Nierengewebes beruht ('Glomerular Intermittency'). Das Ziel der Versuche ist, eine bessere Kenntnis von dem Regulationsmechanismus der GFR zu erhalten, der mit zum Ueberleben der Fische bei veraenderten Umweltbedingungen beitraegt.

LokaLaStern - Ein Futtermittelherstellverfahren für Forellen in Kreislaufanlagen basierend auf alternativen lokalen Ressourcen wie Mehlkäferlarve und Seestern

Nachweis subletaler Veraenderungen bei Aalen und anderen Fischen unter dem Einfluss von organischen Chemikalien

Untersuchungen zu subletalen Wirkungen niederer Konzentrationen von Schadstoffen, die 1986 nach dem Lagerbrand in Basel das Fischsterben im Rhein verursachten. Ziel: (1) Erfassung der Reaktion von Fischen auf sehr niedrige, umweltrelevante Schadstoffkonzentrationen, (2) biologische Erklaerung des Fischsterbens 1986 (3) Besonderheiten des Aals in der Reaktion auf Schadstoffe, und (4) Korrelation zwischen strukturellen und funktionellen schadstoffinduzierten Veraenderungen. Erfassung struktureller und funktioneller Parameter in Leber, Niere, Kiemen , Darm und Milz von Aal, Regenbogenforelle, Goldorfe und Zebrabaerbling. Untersuchte Pestizide: Atrazin, Endosulfan, Lindan, Disulfoton und Dinitro-o-kresol in Einzel- und Kombinationsexperimenten.

Entwicklung von monoklonalen Antikoerpern zum Nachweis von Regenbogenforellen Vitellogenin

Vitellogenin ist bei oviparen Vertebraten und sehr vielen Invertebraten die Vorstufe der Dotterproteine. Es kommt in weiblichen Tieren in ihrer reproduktiven Phase in sehr hohen Konzentrationen vor. In Maennchen fehlt es dagegen fast gaenzlich. Die Vitellogeninsynthese erfolgt in der Leber unter der Kontrolle von Oestrogenen. Vitellogenin wird schliesslich von der Leber ueber den Blutkreislauf in das Ovar transportiert, wo es in den Oocyten in die entsprechenden Dotterproteine Lipovitellin und Phosvitin gespalten wird. Durch exogen appliziertes Oestrogen laesst sich auch in maennlichen Organismen eine nennenswerte Vitellogeninsynthese beobachten (mg/mL-Bereich). Der Vitellogeningehalt im Plasma maennlicher Organismen kann daher zum Biomonitoring von oestrogen wirksamen Verbindungen in der Umwelt genutzt werden. Mit Hilfe der Hybridomatechnologie wurden Antikoerper gegen Vitellogenin der Regenbogenforelle hergestellt. Die Antikoerper zeichnen sich durch ihre Nachweisgrenze von 250 myg/L Vitellogenin und ihre hohe Selektivitaet aus. Die Technologie rekombinanter Antikoerper soll es in Zukunft ermoeglichen, massgeschneiderte Antikoerper gegen Vitellogenin anderer Spezies auf sehr schnelle und kosteneffektive Weise zu erhalten.

Wirkung von Umweltschadstoffen auf Fischgewebe

In vivo-Belastung von Fischen (Regenbogenforelle, Zebrabaerbling, Goldorfe, Aal, Medaka) mit organischen Schadstoffen. Ziel: Entwicklung eines Biomonitoring-Modells fuer den Nachweis subletaler Veraenderungen durch umweltrelevante Konzentration von organischen Schadstoffen auf der Basis cytologischer und biochemischer Untersuchungen. Bisher untersuchte Schadstoffe: 4-Nitrophenol, 4-Chloranilin, Atrazin Endosulfan, Lindan, Dinitro-o-kresol, Disulfoton, Linuron, Tributylzinnoxid, Triphenylzinnacetat, Ochratoxin, Malachitgruen, Nonylphenol, Estradiol, Estradiolsulfat.

Kombinationswirkung organischer Schadstoffe auf Fische

Cytologische und biochemische Untersuchung der Wirkung von Spuren organischer Schadstoffe in Einzelstudien und Kombinationsexperimenten zur Katalogisierung und Bewertung von Wechselwirkungen verschiedener Schadstoffe im Fisch sowie zur Schaffung von Kriterien fuer die Formulierung von Qualitaetszielen fuer Oberflaechengewaesser. Erfassung ultrastruktureller Veraenderungen und funktioneller Parameter (Enzyminduktion, Veraenderungen in Markerenzymen) in Leber, Niere und Kiemen der Regenbogenforelle. Parallel Mikroinjektionsexperimente mit befruchteten Fischeiern (Regenbogenforelle, Zebrabaerbling). Va Untersuchung an Harnstoffderivaten, Atrazinersatzstoffen und/oder Organometallverbindungen.

Maßnahmenbasierte Förderung von Lachsen und Meerforellen im Wesersystem

Zielsetzung: Seit mehreren Jahrzehnten wird versucht, die Bestände anadromer Wanderfische wie Lachs (Salmo salar) und Meerforelle (Salmo trutta) im Wesersystem wiederanzusiedeln und zu fördern. Die wichtigsten Maßnahmen zur Zielerreichung beinhalten insbesondere die Beseitigung von Wanderhindernissen, Gewässerrenaturierungen und Besatzmaßnahmen. Lokale Gewässerbewirtschafter können dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dies trifft insbesondere auf Angelvereine, Entwässerungs- und Deichverbände zu. Die dezentrale Organisationsstruktur dieser Fischereirechtsinhaber und Interessengruppen beinhaltet den Vorteil schneller Umsetzungsfähigkeiten. Andererseits werden Maßnahmen zur Förderung der Wanderfische untereinander häufig nicht gezielt koordiniert, selten evaluiert und beschränken sich dadurch auf den eigenen Wirkungskreis. In der Folge werden die Potentiale einer effektiven Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle nicht vollständig ausgeschöpft. Ziel des Projekts WeserLachs ist es, mit einem transdisziplinären Ansatz ein adaptives Salmonidenmanagement im Bereich der Tideweser zu etablieren und schnell wirksame Maßnahmen zur Förderung der Wanderfische in Umsetzung zu bringen. In vier Arbeitspaketen werden die Stakeholder vernetzt, ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring durchgeführt, geplante Maßnahmen priorisiert und mindestens eine Gewässerrenaturierung umgesetzt. Konkret werden alle relevanten Stakeholder mit Zugang zu Laichhabitaten von Lachs und Meerforelle im Bereich der Tideweser recherchiert und zu zwei Workshops eingeladen. Ziel ist die Stärkung und der Aufbau von Netzwerken, das Bündeln lokaler Maßnahmen sowie die Bildung gemeinsamer Arbeitsgruppen. Im Winter 2025 und 2026 werden zudem Laichaktivitäten der Salmoniden dokumentiert und laichende Fische genetisch beprobt. Diese genetischen Proben werden mit Aufzucht- und Besatzlinien abgeglichen, um den Besatzerfolg zu bewerten. Eine parallele Laichhabitatkartierung identifiziert geeignete Reproduktionshabitate. Diese Ergebnisse fließen in eine Priorisierung künftiger Maßnahmen für ein verbessertes Salmonidenmanagement ein. Gemeinsam mit bremischen Angelvereinen wird abschließend eine Gewässerrenaturierung zur Stärkung der natürlichen Laichaktivitäten als Pilotprojekt umgesetzt. Auf diese Weise stärkt das Projekt die Zusammenarbeit auf Einzugsgebietsebene und entwickelt ein abgestimmtes Managementkonzept für die Wandersalmoniden der Tideweser, welches rasch in Umsetzung gebracht werden kann.

Vergleiche von Kochsalzbehandlungen abgestufter Konzentration bei der Therapie von Costiasis bei Regenbogenforellen

Problem-/Aufgabenstellung: Dieses Projekt ist eine Fortfuehrung des Projektes: Code 113 005 von 1995. Ueber deren Ergebnisse wurde bereits 1996 berichtet. Obwohl die Fortfuehrung dieses Projektes im Jahre 1996 bereits sehr brauchbare Ergebnisse erbrachte, haften diesen doch erhebliche Maengel an: Es stand nur schlecht sortiertes (in der Groesse ziemlich inhomogenes) Fischmaterial zur Verfuegung. Die Versuchsgruppen waren auch relativ klein (nur je 30 Fische). Wuenschenswert erscheint daher eine Wiederholung dieser Versuchsreihe mit einem groesseren, besser sortierten Versuchsmaterial. Ergebnisse: Costiasis ist eine wirtschaftlich wichtige Fischkrankheit, verursacht durch den einzelligen Haut- und Kiemenparasiten Costia necatrix. In einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt Scharfling (FW 5,2/76 Versuche zur Bekaempfung wirtschaftlich wichtiger Fischparasiten) wurden verschiedene Chemikalien, vor allem Formalin, auf ihre Wirkung gegenueber Costia getestet. Obwohl Formalin die beste Wirkung gegenueber Costia zeigt, hat dieses Mittel doch den Nachteil, dass Fische, deren Kiemen durch den Parasitenbefall bereits stark geschaedigt sind, eine Behandlung mit Formalin nur sehr schlecht bzw ueberhaupt nicht mehr vertragen. Bei solchen Fischen ist am ehesten ein Erfolgmit einer Kochsalzbehandlung zu erwarten. Die in der Literatur angegebenen Konzentrationen liegen zwischen 0,2 und 3 Prozent. Wirklich systematische Vergleichsversuche mit verschiedenen Konzentrationen sind nicht bekannt. Bei einer ersten Versuchsreihe, die im Jahre 1995 durchgefuehrt wurde, zeigte sich eine gute Wirksamkeit von Kochsalzkonzentrationen von 0,5 und 1 Prozent, aber eine totale Wirkungslosigkeit von Behandlungen mit Kaliumpermanganat, die sich gegen andere Parasitenarten als sehr wirksam erwiesen hatten (Projekt FW 5,2/76). Im Jahre 1997 wurden zwei Versuchsreihen mit abgestuften Kochsalzkonzentrationen von 0,25 bis 2 Prozent durchgefuehrt, die das unerwartete Ergebnis erbrachten, dass niedrige Kochsalzkonzentrationen (0,25 und 0,5 Prozent) sich unguenstig auf den Verlauf der Costiasis auswirken. Dies ist insofern von grosser praktischer Bedeutung, als in der Fachliteratur allgemein derart niedrige Kochsalzkonzentrationen bei laengeren Fischtransporten empfohlen werden. in einer letzten Versuchsreihe, die im Jaenner 1998 abgeschlossen wurde, wurde eine gleiche Kochsalzkonzentration von 1,5 Prozent mit abgestufter Behandlungsdauer (2 bis 10 Stunden) getestet, wobei der beste Behandlungserfolg bei einer Dauer von 8 Stunden feststellbar war.

Messergebnisse zur Radioaktivität in: geräucherte Forelle (09.12.2022)

Messdaten zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt, in Lebens- und Futtermitteln

Jahresbericht 2022

des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] JAHRESBERICHT 2022 des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) Impressum: Herausgeber: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 7 • 55116 Mainz Telefon: 06131/6033-0 www.lfu.rlp.de Redaktion und Layout: Stabsstelle Planung und Information Titelfoto: Einweihung der Saar-Untersuchungsstation Kanzem im Juli 2022 © Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz 2023 Juni 2023 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers INHALT INTERVIEW MIT DEM LFU-PRÄSIDENTEN DR. FRANK WISSMANN4 ÜBER DAS LANDESAMT7 Das LfU – ein attraktiver Arbeitgeber8 Das LfU präsentiert sich der Öffentlichkeit9 KLIMA 12 7. KLIWA-Symposium – Wasserwirtschaft zwischen Trockenheit und Starkregen13 Städte stellen sich den Folgen des Klimawandels15 Beitrag der Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz17 Klimaschutzbeitrag von Effizienzmaßnahmen quantifiziert20 NATUR 22 Invasive Arten im Überblick23 Flutkatastrophe an der Ahr – Folgen für das Makrozoobenthos und den gewässerökologischen Zustand25 Welche Rolle spielen Nährstoffe für die Forelle und andere Fischarten in Bächen?29 Das Bachpatenfest – 30 Jahre Bachpatenschaften32 „Kompetenzzentrum Staatliche Vogelschutzwarte und Artenvielfalt in der Energiewende“ gegründet34 UMWELT 36 Die Entwicklung der Saarwasser-Untersuchungsstation Kanzem37 Faltblatt „Anti-Littering“ – der neue Online-Abfallbaukasten40 Lärmkartierung und Startschuss zum ersten landesweiten Lärmaktionsplan43 Emissionskataster 2020 zeigt aktuelle Emissionen sowie landesweiten Rückgang der Luftschadstoffe45 BEVÖLKERUNG 48 Weiterentwicklung von Informations- und Warnplattformen für den akuten Hochwasserfall49 Neuer Youtube-Kanal52 Wasserversorgungsplan Rheinland-Pfalz 2022, Teil 1 Bestandsaufnahme53 ABBILDUNGSNACHWEIS 57 3 INTERVIEW MIT DEM LFU-PRÄSIDENTEN DR. FRANK WISSMANN Das Landesamt für Umwelt (LfU) als Obere Landes­behörde ist Ansprechpartner für zahlreiche Akteure. Welche Rolle spielt das LfU zwischen Umweltministerium, Behörden, Verbänden und der Öffentlichkeit? Unser Amt verfügt über eine hohe Fachexpertise. Ganz nach unserem Motto „Messen, bewerten, beraten“ bieten wir Antworten auf komplexe Um- weltfragen, auf die sich Kommunen und Behörden verlassen können. Wir stellen ihnen und der Öf- fentlichkeit unsere zahlreichen Umweltdaten aus Gewässern, Luft, Boden und über die Tier- und Pflanzenwelt zur Verfügung. Auch auf die Arbeitswelt haben wir einen genauen Blick. Seien es die Emissionen aus Industrieanla- gen oder der Arbeitsschutz in den Betrieben. Auf Grundlage dieser hochwertigen Daten können vor Ort die richtigen Entscheidungen im Sinne der Umwelt getroffen werden. Wir stehen zudem deutschlandweit und auch in- ternational mit vielen Umweltbehörden im engen Austausch, denn Umweltbelastungen machen nicht vor Landesgrenzen halt. Hinter den Kulissen: Wie arbeitet ein Landesamt für Umwelt? Wie ist es aufgebaut? Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Rund 275 Be- schäftige aus den verschiedensten Bereichen ar- beiten in sieben Abteilungen zu vier Kernthemen: Umwelt, Natur, Klima und Bevölkerung. Es gibt Probenehmer/innen, die zum Beispiel Stoffe in Gewässern untersuchen; Techniker/innen, die Messstationen warten; Chemiker/innen in den Laboren, die die Proben analysieren; Fachexper- ten/innen, die Ergebnisse bewerten und veröffent- lichen. Wir arbeiten an verschiedenen Standorten. So gibt es feste Messstationen an den größeren Ge- wässern, um die Gewässerqualität jederzeit im 4 Blick zu behalten. Zur Bewertung der Luftqualität betreuen wir ein landesweites Messnetz. Lärm- messstationen ermitteln die Lärmbelastung für die Bevölkerung. Auch im Bereich des Strahlen- schutzes und der Radonbelastung behalten wir die Lage im Blick. Wir betreiben die Landessam- melstelle für radioaktive Abfälle aus Medizin, In- dustrie und Forschung. Und in unseren eigenen zertifizierten Laboren in Mainz analysieren wir die Proben. Somit können wir immer eine hohe Qua- lität der Ergebnisse gewährleisten. Das LfU umreißt sein Aufgabenspektrum mit den Begriffen Umwelt, Natur, Klima und Bevölkerung. Wo sehen Sie die Schwerpunkte des LfU? Alles hängt mit allem zusammen, das hatte schon Alexander von Humboldt als Pionier in der Um- weltbeobachtung vor über 200 Jahren festgestellt. Wir schauen sehr genau auf die Zusammenhänge der verschiedenen Bereiche. Die Erhebung, Bereit- stellung und Bewertung von umfangreichen Da- ten aus der Umwelt ist eine Kernaufgabe des LfU. Beispiel gefährdete Arten: Durch den Klimawan- del verändert sich die Tier- und Pflanzenwelt. Dies beobachten wir sehr genau und veröffentlichen entsprechende Rote Listen für Rheinland-Pfalz. Auch treten vermehrt invasive Arten bei uns auf, die wiederum Einfluss auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt nehmen und diese verdrängen kön- nen – und sogar Menschen gefährlich werden können. Beispiel Grundwasser: Durch den Klimawan- del steht immer weniger Grundwasser zur Verfü- gung. Dies hat Einfluss auf die Umwelt und die Trink- wasserversorgung. Hier unterstützen wir bei der Erstellung des Wasserver- sorgungsplans und bera- ten Kommunen. Beispiel Gewässerüberwachung: In den letzten Jahren treten vermehrt in den Sommermonaten Blaulagen in Gewässern wie der Mosel oder auch in Badegewässern auf. Sie können gesundheits- schädlich sein. Der Klimawandel spielt hier eine wichtige Rolle. Das Vorkommen beobachten wir genau und erforschen zusammen mit weiteren Akteuren die Ursachen für das Phänomen. Beispiel Starkregen: Starkregenereignisse werden durch den Klimawandel weiter zunehmen. Mit entsprechenden Starkregenkarten, die in unserem Amt erstellt werden, kann sich die Bevölkerung auf solche Ereignisse vorbereiten. Haben sich die Schwerpunkte in den vergangenen Jahren verschoben? Gab es im Jahr 2022 besondere Herausforderungen? Wir werden weiterhin sehr genau beobachten, welche Auswirkungen der Klimwawandel auf die Umwelt hat. Hier hilft uns die Fernerkundung weiter, über die immer mehr und bessere Daten gewonnen werden. Die Flutkatastrophe an der Ahr hat uns 2022 weiter stark beschäftigt. Jährlichkeiten für Hochwasserereignisse wur- den anhand der neuen Daten errechnet, Hochwassergefah- renkarten angepasst. Auch die chemische und biologische Untersuchung der Ahr war ein Schwerpunkt. Die Lärmaktionsplanung ha- ben wir im Jahr 2022 begonnen und wir werden bis 2024 erstmals einen landesweiten Lärmakti- onsplan gemeinsam mit den Kommunen erstellen, um mehr Menschen vor Lärm zu schützen. Wo liegen die größten Herausforderungen für das LfU in der nahen und ferneren Zukunft? Der Klimawandel zeigt seine Folgen in vielen Be- reichen. Es gilt, diese Auswirkungen mit neuen Methoden zu überwachen und Maßnahmen zu erarbeiten, die Natur und Mensch schützen. Die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird unsere Arbeit si- cherlich sehr verändern. Damit das gelingt, wird die Gewinnung von Fachkräften ein zentrales Pro- blem sein, für das es Lösungen und auch neue An- sätze geben muss. Wir müssen ein Arbeitsumfeld schaffen, damit das LfU als attraktiver Arbeitge- ber wahrgenommen wird. Das LfU stellt eine Vielzahl an Umweltdaten und Karten zur Verfügung. Wo können sich Interessierte darüber informieren? Mit dem 2022 gegründeten Kompetenzzentrum Staatli- che Vogelschutzwarte und Artenvielfalt in der Energie- wende (KSVAE) beraten wir Kommunen bei Fragen zum Artenschutz im Rahmen des Ausbaus von Windkraft und Solarenergie. Die Homepage des LfU un- ter www.lfu.rlp.de bildet ein guten Ausgangspunkt zu unserem umfangreichen Internetangebot mit einer Vielzahl von Fachseiten. Zu einzelnen Themen bietet wir zudem kurze Videobei- träge an unter www.youtube.com/@LfU-RLP 5

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