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In aktueller EU-Förderperiode schon mehr als 292 Mio. Euro für Stärkung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen bewilligt

„Sachsen-Anhalts Wissenschaft gibt Vollgas. In den vergangenen Monaten gab es einen regelrechten Ansturm auf EU-Fördermittel. Im Ergebnis wurden in der bis Ende 2027 laufenden EU-Strukturfondsperiode bereits 292,2 Millionen Euro für die Förderung von Projekten zu Forschung, Qualifizierung und Nachwuchsförderung bewilligt. Dies sind etwa 70 Prozent der insgesamt verfügbaren Mittel in Höhe von gut 417 Millionen Euro. Das ist eine herausragende Zwischenbilanz“, freut sich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Dank der starken Förderung von EU und Land können unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter in die eigene Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit investieren. Davon profitieren die Wissenschaftslandschaft und der Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt.“ Der Großteil der im Der Großteil der im Förderprogramm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT“ bewilligten Mittel geht auf das Konto von Forschung und Entwicklung: Für 145 entsprechende Projekte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wurden insgesamt rund 232,7 Millionen Euro zugesagt; davon kommen 141,7 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 91 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt. Schwerpunkte der geförderten Projekte liegen in Zukunftsbereichen wie Medizin und Gesundheit, Mobilität und Logistik, Materialwissenschaften sowie Chemie und Bioökonomie. Aus EFRE- und Landesmitteln gefördert wird u.a. der Forschungscampus STIMULATE der Universität Magdeburg: Für mehrere Forschungsprojekte im Bereich bildgebender Medizintechnik-Verfahren sind knapp zehn Millionen Euro bewilligt worden. Ziel ist die Entwicklung von hochwirksamen, patientenschonenden und kostengünstigen Therapiekonzepten, v.a. im Bereich der Magnetresonanztomografie. Auch die Universität Halle profitiert von der EU-Forschungsförderung: Bewilligt wurde beispielsweise die Anschaffung eines besonders hochauflösenden und energiestabilen Kryo-Elektronenmikroskops: Die Nutzung des mit rund 9,2 Millionen geförderten Geräts soll die Forschung zu Arzneimitteln wie etwa Antibiotika sowie neuen biotechnologischen Methoden in Halle (Saale) vorantreiben. Zusätzlich zu den genannten 145 Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die aus EFRE- und Landesmitteln finanziert werden, sind auch Gelder für weitere Vorhaben der Hochschulen und Forschungseinrichtungen bewilligt worden. Dazu zählen 22 Projekte für Bildung, Qualifizierung und Gleichstellung mit einem Fördervolumen von rund 32,2 Millionen Euro, das sich zu 60 Prozent aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und zu 40 Prozent aus Landesmitteln speist. Hier geht u.a. darum, den Anteil von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen zu erhöhen sowie bessere Perspektiven für Promotionen und Berufungen für Professuren zu schaffen. Darüber hinaus sind aus dem europäischen „Fonds für einen gerechten Übergang“ (Just Transition Fund, kurz JTF) rund 27,3 Millionen Euro für die Förderung von zwei Vorhaben zur interdisziplinären Transferforschung bewilligt worden. Das Förderprogramm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT“ wird im Auftrag des Wissenschaftsministeriums durch die Investitionsbank (IB) umgesetzt. Aktuell liegen dort noch rund 100 aussichtsreiche Anträge vor. „Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir die zur Verfügung stehenden EU-Mittel komplett binden können“, betont Willingmann. In der aktuellen EU-Strukturfondsperiode 2021-2027 stellt das Ministerium den Hochschulen und Forschungseinrichtungen für Projekte zu Forschung, Forschungsinfrastruktur, Qualifizierung und Nachwuchsförderung rund 417,2 Millionen Euro zur Verfügung – und damit deutlich mehr als in der vorangegangenen EU-Förderperiode; das Plus beträgt etwa 147 Millionen Euro. Mit 180 Millionen Euro stammt ein Großteil der EU-Förderung aus dem EFRE; hinzu kommen 32,5 Millionen Euro aus dem ESF+ und 63 Millionen Euro aus dem JTF. Das Land Sachsen-Anhalt steuert als Kofinanzierung für die drei europäischen Fonds insgesamt 141,7 Millionen bei. Weitere Informationen zum Programm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT“ und dessen Bausteinen finden sich auf den Internetseiten der IB unter https://www.ib-sachsen-anhalt.de/oeffentliche-einrichtungen/wissenschaft-und-forschung. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

PIANOFORTE: Europäische Partnerschaft für die Strahlenschutzforschung

PIANOFORTE: Europäische Partnerschaft für die Strahlenschutzforschung Koordination: Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire ( IRSN , Frankreich) Rolle des BfS : Leitung des Arbeitspakets " Stakeholder Engagement" Projektbeginn: Juni 2022 Projektende: Mai 2027 Beteiligung: ca. 100 Partner aus 22 EU -Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern Finanzierung: 45 Mio. Euro (davon 65 % aus dem EU Euratom-Programm und 35 % durch die beteiligten Mitgliedstaaten) Hintergrund Als europäische Partnerschaft koordiniert PIANOFORTE die Aktivitäten der Mitgliedstaaten in der Strahlenschutzforschung, um wissenschaftliche Exzellenz und Innovationen im Strahlenschutz voranzutreiben. Die Partnerschaft baut auf dem Vorgängerprogramm, dem durch das BfS koordinierten " European Joint Programme CONCERT für die Strahlenschutzforschung" (EJP CONCERT), auf. Sie orientiert sich außer an den verschiedensten thematischen Aspekten des Strahlenschutzes insbesondere an den Vorgaben und Zielsetzungen sowie der Umsetzung der Richtlinie 2013/59/EURATOM . Im Einklang mit dieser europäischen Richtlinie unterstützt PIANOFORTE den besseren Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender, also besonders energiereicher Strahlung und erarbeitet Empfehlungen für Best-Practices im Strahlenschutz . Zielsetzung Die Partnerschaft zielt darauf ab, die europäische Strahlenschutz -Gemeinschaft näher zusammenzubringen, um beispielsweise EU und nationale Behörden in Fragen des Strahlenschutzes besser unterstützen zu können. Außerdem geht es darum, Handlungsmöglichkeiten zum Schutz vor Strahlung durch neues Wissen, innovative Methoden und fortschrittliche Technologien aufzuzeigen. Der Ansatz soll Synergien zwischen den verschiedenen Themen- und Fachgebieten ermöglichen. Hierzu gehören beispielsweise die Bereiche Medizin und Gesundheitsauswirkungen von ionisierender Strahlung, der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, die Wirkung von Strahlung auf Ökosysteme und die Umwelt und auch der berufliche Strahlenschutz im medizinischen und industriellen Umfeld. Spezifische Ziele der Partnerschaft: Innovationen in der Medizin und im Patientenschutz: Entwicklung von neuen Ansätzen und Verfahren in der Nuklearmedizin und der Radiologie Verbesserung der Wissensbasis zur Variabilität in der individuellen Strahlenreaktion und des Gesundheitsrisikos durch ionisierende Strahlung Beitrag zur Umsetzung der europäischen Strahlenschutzrichtlinie sowie den nationalen Regelungen leisten Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen, Methoden und Reaktionsmöglichkeiten im radiologischen Notfallschutz auf europäischer Ebene Europäische Kompetenz im Strahlenschutz durch die Verfügbarkeit von erstklassiger Forschungsinfrastruktur sowie durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erhalten Sicherstellen der Beteiligung aller relevanten Akteurinnen und Akteure des Strahlenschutzes sowie Gewährleistung eines effektiven Wissenstransfers und Verbreiten der Projektergebnisse Durchführung Die Partnerschaft fördert im Rahmen von drei Ausschreibungsrunden multidisziplinäre Forschungsprojekte, fördert Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, unterstützt die gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen in Europa und vernetzt die relevanten Akteurinnen und Akteure. Die Maßnahmen von PIANOFORTE tragen also zum Erreichen von europäischen Zielen im Strahlschutz bei und sorgen ebenso für einen Austausch zwischen den verschiedenen Sphären Forschung, Politik, Industrie und Gesellschaft. Das Arbeitsprogramm Das Arbeitsprogramm umfasst neun Arbeitspakete (englische Abkürzung: WP), in welchen die themenspezifischen Aufgaben wie z.B. das Konzipieren der Ausschreibungen für Forschungsprojekte, Maßnahmen zur Ergebnisverbreitung oder Aktivitäten zu Aus- und Weiterbildung enthalten sind. Das BfS leitet das Arbeitspaket " Stakeholder Engagement " (WP3), mit welchem insbesondere die projektexternen Akteurinnen und Akteure in die Partnerschaft eingebunden werden sollen. Die Arbeitspakete WP1 Koordination und administratives Management der Partnerschaft ( IRSN ) WP2 Forschungs- und Innovationsprojekte: Festlegen der Forschungsthemen der Partnerschaft und Weiterentwicklung der Forschungsagenda (STUDIECENTRUM VOOR KERNENERGIE (SCK-CEN, Belgien) WP3: Aktivierung und Beteiligung von internen und externen Stakeholdern ( BfS ) WP4 Aus- und Weiterbildung: Maßnahmen zum Kompetenzerhalt im Strahlenschutz (STOCKHOLMS UNIVERSITET (SU), Schweden) WP5: Forschungsinfrastrukturen für die Strahlenschutzforschung und Datenmanagement ( DEPARTMENT OF HEALTH (DH), Großbritannien) WP6: Kommunikation, Wissensmanagement und Verbreiten von Forschungsergebnissen und Best Practices (STÁTNÍ ÚSTAV RADIAČNÍ OCHRANY v.v.i. (SURO), Tschechien) WP7: Organisation und Abwicklung der Ausschreibungen für Forschungsprojekte der Partnerschaft (NARODOWE CENTRUM BADAN I ROZWOJU (NCBR), Polen) WP8: Ethische Fragestellungen zur Durchführung der Partnerschaft ( IRSN ) WP9: Arbeitspaket zur Implementierung der geförderten Forschungsprojekte Finanzierung Die Partnerschaft hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die geplanten Ausgaben betragen für diesen Zeitraum insgesamt 45 Mio. Euro, wovon 65 % durch das Euratom-Programm und 35 % durch die beteiligten Organisationen in den Mitgliedstaaten finanziert werden. PIANOFORTE wird im Rahmen des Calls HORIZON- EURATOM -2021-NRT-01 gefördert und vereint im Moment (Stand 2024) beinahe 100 Projektpartner aus 22 europäischen Ländern und assoziierten Staaten. Stand: 22.08.2024

Weiter im Rennen um Exzellenzcluster: Uni Magdeburg Herausragende Forschung: Neurowissenschaften, Dynamische Systeme, Medizintechnik und Automotive Forschungsinfrastruktur und regionale Verzahnung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen Umfassende Internationalisierung von Forschung und Lehre Exzellenzcluster-Initiative „SmartProSys“ Exzellenzcluster-Initiative „Cognitive Vitality“ Exzellenzcluster-Initiative „Productive Teaming“

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg setzt sich mit der Vielfalt nationaler und globaler gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Das betrifft technische, gesundheitliche und ökologische ebenso wie ethische, kulturelle, soziale und ökonomische Fragen. Durch die Kooperation mit zahlreichen Partnerinstitutionen regional und weltweit entsteht an der Universität Magdeburg Spitzenforschung auf international wettbewerbsfähigem Niveau. Im Rennen um die begehrte Exzellenzförderung konnte sich die Uni Magdeburg in der ersten Runde mit der Projektskizze „SmartProSys“ durchsetzen. Mit dem Forschungsprojekt wird das Ziel verfolgt, die chemischen und biotechnologischen Produktionsprozesse nachhaltig umzugestalten − auf der Grundlage einer grünen Kreislaufwirtschaft für Kohlenstoff. Es geht vor allem um die Frage, wie sich Plastikmüll und biogene Rest- und Abfallstoffe systematisch und effizient in wertvolle Moleküle für neue Produkte umwandeln lassen. „SmartProSys“ sowie die zwei nicht erfolgreichen Projektskizzen der Universität Magdeburg sind aus bereits erfolgreichen und zukunftsstarken Forschungsschwerpunkten hervorgegangen: Stärkung der Hirngesundheit, nachhaltige Chemieindustrie sowie bessere Zusammenarbeit von Mensch und Maschine im Produktionsprozess. Aus den erfolgreichen Kooperationen der früheren Exzellenzcluster-Initiative „Productive Teaming“ ist beispielsweise erst kürzlich der deutschlandweit einzigartige Studiengang AI Engineering – Künstliche Intelligenz in den Ingenieurwissenschaften hervorgegangen, ein interuniversitärer Studiengang von fünf Hochschulen in Sachsen-Anhalt. Durch die Kooperation mit zahlreichen Partnerinstitutionen regional, national und weltweit entsteht an der Uni Magdeburg Spitzenforschung auf international wettbewerbsfähigem Niveau. Der Campus der Universität ist ein attraktives innerstädtisches Areal geworden. Direkt an der Elbe, in unmittelbarer Nähe zum Unicampus, beispielsweise, entwickelt sich mit dem Wissenschaftshafen ein neues Quartier für Forschungstransfer und innovative Unternehmen . Im Geist einer weltoffenen Universität unterhält die Universität Magdeburg über 300 Partnerschaften mit 245 Institutionen in 60 Ländern auf Universitäts-, Fakultäts- und Institutsebene. Ziel ist es, die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität zu erhöhen, um für hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende aus aller Welt ein attraktiver Lern- und Arbeitsort zu bleiben. Bereits jetzt liegt die Universität Magdeburg mit einem Anteil von über 30 Prozent an ausländischen Studierenden aus mehr als 111 Nationen über dem Bundesdurchschnitt. Etwa 11 Prozent der Lehrenden kommen aus dem Ausland . Im Rennen um Exzellenzcluster war die Uni Magdeburg mit der Antragsskizze „SmartProSys“ - Transformation der chemischen Produktion: Zirkuläre Wirtschaft durch Kreisläufe für Kohlenstoff erfolgreich. Nicht erfolgreich waren die Antragsskizzen „Cognitive Vitality“ und „Productive Teaming“ .

Willingmann eröffnet Erweiterungsbau von Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum in Schkopau

Sachsen-Anhalts Forschungsinfrastruktur wächst: Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat heute die Erweiterung des Fraunhofer-Pilotanlagenzentrums für Polymersynthese und -verarbeitung (PAZ) in Schkopau (Saalekreis) offiziell eingeweiht. In den Neubau wurden gut sieben Millionen Euro aus Mitteln von EU, Bund und Wissenschaftsministerium investiert. Das zweigeschossige Gebäude bietet auf rund 550 Quadratmetern Platz für neue Anlagen zur Entwicklung innovativer Synthesekautschuke, die etwa in Autoreifen zum Einsatz kommen. Durch die Erweiterung wurden sechs neue Stellen geschaffen; damit hat das Fraunhofer PAZ insgesamt rund 50 Beschäftigte. Willingmann sagte: „Auch beim Thema Kunststoff vereint Sachsen-Anhalt Tradition und Moderne. In Schkopau werden seit gut 85 Jahren Polymere hergestellt und verarbeitet; auch heute noch gehört unser Land zu den weltweit führenden Kompetenzzentren auf diesem Gebiet. Ein ganz zentraler Baustein dabei ist das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum, das mit internationaler Strahlkraft an den Kunststoffen der Zukunft forscht. Im Fokus der Forschenden in Schkopau steht dabei vor allem die Nachhaltigkeit. Die Erweiterung des Fraunhofer PAZ stärkt damit unsere Forschungslandschaft und ist darüber hinaus auch eine Investition in eine klimaschonendere Wirtschaft.“ Das Fraunhofer PAZ bündelt die Kompetenzen zweier Fraunhofer-Institute aus Potsdam (IAP) und Halle (IMWS) im Bereich von Polymersynthese und -verarbeitung. In Schkopau werden innovative Kunststoffe für Industriezweige wie Automobilbau, Elektronik, Medizintechnik oder Verpackung entwickelt. Dabei schlägt das Fraunhofer PAZ eine Brücke zwischen Labor und industrieller Anwendung. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter).

Phenomenology of ultrafine particle concentrations and size distribution across urban Europe

The 2017-2019 hourly particle number size distributions (PNSD) from 26 sites in Europe and 1 in the US were evaluated focusing on 16 urban background (UB) and 6 traffic (TR) sites in the framework of Research Infrastructures services reinforcing air quality monitoring capacities in European URBAN & industrial areaS (RI-URBANS) project. The main objective was to describe the phenomenology of urban ultrafine particles (UFP) in Europe with a significant air quality focus.The varying lower size detection limits made it difficult to compare PN concentrations (PNC), particularly PN10-25, from different cities. PNCs follow a TR>UB>Suburban (SUB) order. PNC and Black Carbon (BC) progressively increase from Northern Europe to Southern Europe and from Western to Eastern Europe. At the UB sites, typical traffic rush hour PNC peaks are evident, many also showing midday-morning PNC peaks anti-correlated with BC. These peaks result from increased PN10-25, suggesting significant PNC contributions from nucleation, fumigation and shipping.Site types to be identified by daily and seasonal PNC and BC patterns are: (i) PNC mainly driven by traffic emissions, with marked correlations with BC on different time scales; (ii) marked midday/morning PNC peaks and a seasonal anti-correlation with PNC/BC; (iii) both traffic peaks and midday peaks without marked seasonal patterns. Groups (ii) and (iii) included cities with high insolation.PNC, especially PN25-800, was positively correlated with BC, NO2, CO and PM for several sites. The variable correlation of PNSD with different urban pollutants demonstrates that these do not reflect the variability of UFP in urban environments. Specific monitoring of PNSD is needed if nanoparticles and their associated health impacts are to be assessed. Implementation of the CEN-ACTRIS recommendations for PNSD measurements would provide comparable measurements, and measurements of <10 nm PNC are needed for full evaluation of the health effects of this size fraction. © Authors

Willingmann wirbt für Beteiligung des Bundes am Deutschen Biodiversitätszentrum

Der Rückgang der biologischen Vielfalt hat sich aufgrund des Klimawandels und des steigenden Verbrauchs natürlicher Ressourcen weltweit beschleunigt. Allein in Sachsen-Anhalt gibt es 1.560 Tier- und Pflanzenarten, die inzwischen akut vom Aussterben bedroht sind. Wie ein nachhaltigerer Umgang mit der Biodiversität gelingen könnte, wird seit gut zehn Jahren am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) erforscht. Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann drängt darauf, dass sich der Bund künftig am Zentrum finanziell beteiligt. „Das iDiv zählt inzwischen zu den weltweit führenden Standorten der Biodiversitätsforschung. Die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft haben gemeinsam dafür in den vergangenen Jahren die notwendigen finanzpolitischen Weichen gestellt“, erklärte Willingmann am Mittwoch nach einem Arbeitsgespräch am iDiv in Leipzig. „Das Artensterben ist allerdings kein Mitteldeutsches Phänomen, sondern ein globales. Und die Forschungsarbeiten am iDiv sind nicht nur im lokalen, sondern auch im nationalen und internationalen Interesse. Deshalb würde ich es ausdrücklich begrüßen, wenn sich das Bundesumwelt- und Bundesforschungsministerium ab 2024 am iDiv finanziell beteiligen.“ Bislang finanzieren die von Bund und Ländern getragene Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und weitere Fördermittelgeber iDiv mit jährlich gut 15 Millionen Euro. Ergänzend dazu sind an den drei Universitäten Halle, Leipzig und Jena für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag Forschungsinfrastrukturen auf- und ausgebaut worden; an der Universität Halle etwa wurde das Institutsgebäude der Biologie für rund 23 Millionen Euro saniert und erweitert. Nach Auslaufen der DFG-Förderung werden die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeinsam mit den drei Universitäten und dem UFZ vom Wintersemester 2024/25 an eine Grundfinanzierung von 12,5 Millionen Euro pro Jahr sicherstellen. „Damit könnten allerdings nur etwa dreiviertel der aktuellen Forschungskapazitäten weiterfinanziert werden“, betonte Willingmann weiter. „Angesichts des dramatischen Artensterbens wäre es ein völlig falsches Signal, wenn eine derart wichtige Forschungseinrichtung dramatische Einsparungen vornehmen müsste. Hier sehe ich den Bund am Zug.“ Aktuell sind für iDiv mehr als 350 Mitarbeitende aus 40 Nationen tätig, davon mehr als 150 direkt am Forschungszentrum. Am Donnerstag wird das iDiv in Leipzig mit einem Festakt das zehnjährige Jubiläum feiern. Daran teilnehmen werden die Ministerpräsidenten sowie die Wissenschaftsminister der Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. „Das iDiv kann auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken“, betonte Willingmann. „Und ich bin optimistisch, dass wir diese auch in den kommenden Jahren fortsetzen können. Wir müssen alles dafür tun, das globale Artensterben zu stoppen und einen nachhaltigeren Umgang mit der biologischen Vielfalt entwickeln.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und Twitter.

Vorfahrt für Forschung: Willingmann weiht weltweit leistungsstärksten 7-Tesla-MRT ein

Im Beisein von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) heute eine europaweit einmalige Forschungsinfrastruktur eingeweiht. Mit dem neuen 7-Tesla-Magnetresonanztomografen (MRT) lassen sich Funktionen und Strukturen des Gehirns künftig deutlich präziser abbilden und damit auch kleinste krankhafte Veränderungen noch früher erkennen. Dies kann u.a. die Forschung zu neuen Diagnose- und Behandlungsmethoden für neurologische Krankheiten wie etwa Alzheimer-Demenz voranbringen. „Der Standort Magdeburg steht bereits jetzt für enorme Expertise im Bereich der neurowissenschaftlichen Bildgebung, auch im internationalen Vergleich. Der neue MRT wird die entsprechende Forschung in der Landeshauptstadt nochmals auf eine neue Stufe heben, Innovationsimpulse mit enormer Strahlkraft auslösen und den gesamten Forschungsstandort Magdeburg im internationalen Wettbewerb stärken“, betonte Willingmann. Der rund 17 Tonnen schwere Ultra-Hochfeld-MRT ist der weltweit leistungsstärkste seiner Art und in Europa einmalig; ein derartiges Gerät gibt es nur noch an der University of California im US-amerikanischen Berkeley. Kernelement ist ein fast drei Meter langer zylinderförmiger Magnet mit einem Durchmesser von knapp drei Metern. Anschaffung und Einbau des neuen MRT sind von EU und Land mit rund 15 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT“ finanziert worden. Das Gerät ist Teil des „Center for Advanced Medical Engineering CAME“ der Uni Magdeburg und wird darüber hinaus u.a. auch dem Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie dem Medizintechnik-Forschungscampus STIMULATE für Forschungszwecke zur Verfügung stehen. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und Twitter.

Deutsches Biodiversitätszentrum: Willingmann wirbt für langfristige Unterstützung des Bundes

Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat an den Bund appelliert, die Forschungsarbeit des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv ) auch über 2024 hinaus finanziell zu unterstützen. „Der Erhalt der Artenvielfalt gehört zu den drängendsten Herausforderungen weltweit. Für diese Mammutaufgabe braucht es politischen Willen, langen Atem und zugleich exzellente wissenschaftliche Begleitung. Aus diesem Grund haben wir mit iDiv in Mitteldeutschland einen international führenden Forschungsleuchtturm zur Biodiversität aufgebaut. Damit dieser auch künftig größtmögliche Strahlkraft entwickeln kann, wäre es wichtig, dass sich der Bund langfristig an der Finanzierung beteiligt. Das gilt umso mehr mit Blick auf die Umsetzung des im Dezember 2022 im kanadischen Montreal erzielten wegweisenden Abkommens zur Artenvielfalt“, sagte Willingmann heute bei der Eröffnung des Parlamentarischen Abends von iDiv in Sachsen-Anhalts Landesvertretung in Berlin. Prof. Aletta Bonn, Forschungsgruppenleiterin Ökosystemleistungen bei iDiv , ergänzte: „Wir müssen jetzt die Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele ambitioniert vorantreiben. Dies kann nur gelingen, wenn Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung zusammenarbeiten, und tatkräftige Investitionen in unsere Natur tätigen – als Sicherung für unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Wir raten daher dazu, einen hochrangigen Biodiversitätsrat einzurichten, der, über alle Politikressorts hinweg und gemeinsam mit jungen Menschen, die Erhaltung unserer biologischen Grundlage zum Kernthema der Politik macht.“ Das 2012 gegründete Forschungszentrum mit Sitz in Leipzig wird von den Universitäten Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) getragen. Für iDiv sind derzeit mehr als 350 Mitarbeitende aus 40 Nationen tätig, davon mehr als 150 direkt am Forschungszentrum; es nimmt weltweit eine Spitzenstellung in der Erforschung der Artenvielfalt auf der Ebene ganzer Ökosysteme ein. Bislang finanzieren die von Bund und Ländern getragene Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und weitere Fördermittelgeber iDiv mit jährlich gut 15 Millionen Euro. Ergänzend dazu sind an den drei Universitäten für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag Forschungsinfrastrukturen auf- und ausgebaut worden; an der Universität Halle etwa wurde das Institutsgebäude der Biologie für rund 23 Millionen Euro saniert und erweitert. Nach Auslaufen der DFG-Förderung stellen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeinsam mit den drei Universitäten und dem UFZ vom Wintersemester 2024/25 an eine Grundfinanzierung von 12,5 Millionen Euro pro Jahr sicher. Willingmann: „Angesichts der überragenden Bedeutung unserer mitteldeutschen Spitzenforschung zur Artenvielfalt werbe ich sehr dafür, dass sich der Bund auch über 2024 hinaus verlässlich an der Finanzierung beteiligt. Die wichtige Forschungsarbeit am iDiv muss mindestens im Umfang der Vorjahre fortgeführt und perspektivisch weiter ausgebaut werden.“ Der Rückgang der Artenvielfalt lässt sich auch in Sachsen-Anhalt beobachten. Hierzulande gibt es rund 1.560 Tier- und Pflanzenarten, die inzwischen akut vom Aussterben bedroht sind. Das sind gut sieben Prozent der in Sachsen-Anhalt nachgewiesenen Arten. Um den Erhalt der heimischen Artenvielfalt zu forcieren, arbeitet das Umweltministerium derzeit an der Weiterentwicklung der aus dem Jahr 2010 stammenden Biodiversitätsstrategie des Landes. Ein zentraler Baustein dabei ist die Artensofortförderung , über die im Jahr 2022 rund 3,84 Millionen Euro für landesweit 88 Naturschutzprojekte bewilligt worden sind. Finanziert wurden etwa die Renaturierung von Teichen und Seen, die Anlage von Blühwiesen oder die Herstellung von Fledermausquartieren. Willingmann: „Wenngleich die Haushaltslage aktuell schwierig ist, sollte unsere eigene, passgenaue und erfolgreiche Artensofortförderung angesichts der Biodiversitätsziele neben entsprechenden Bundes-Programmen auch 2023 und darüber hinaus fortgesetzt werden. Über den Umfang sind wir im Rahmen der Haushaltsberatungen für das laufende Jahr derzeit mit den Abgeordneten der Koalitionsfraktionen im Gespräch.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und Twitter .

Willingmann und Neugebauer eröffnen Hydrogen Lab am Chemiestandort Leuna

Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Armin Willingmann und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, haben am heutigen Mittwoch offiziell den Bau des Hydrogen Lab Leuna (HLL) an das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES im Mitteldeutschen Revier übergeben. Zudem überreichte Willingmann den Fördermittelbescheid für das Strukturwandel-Projekt „Hydrogen Competence Hub“ – ein zentraler Hub für Aus- und Weiterbildung. Das Fraunhofer IWES stellt mit dem Hydrogen Lab in Leuna die Weichen für innovative Forschung und Entwicklung zur Erzeugung und zum Einsatz von grünem Wasserstoff in der chemischen Industrie. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Rohstoffversorgung der chemischen Industrie und für das Erreichen der Klimaziele. Die Defossilisierung, also die Umstellung auf grünen Wasserstoff entlang der gesamten Prozesskette, ist essenziell. „Mit dem Hydrogen Lab in Leuna wird der dringend benötigte Markthochlauf von Wasserstoff-Technologien in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus beschleunigt. Die hochinnovative Forschungseinrichtung wird wesentlich dazu beitragen, dass sich Sachsen-Anhalt zu einem neuen Kraftzentrum einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft entwickeln kann. Der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft ist darüber hinaus ein wichtiges Element für die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels in der Region. Mit der Förderung des Aus- und Weiterbildungsprojekts „Hydrogen Competence Hub“ steuern wir zudem gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Anhalt aktiv gegen den Mangel an Fach- und Führungskräften“, erklärte Willingmann. Damit werden neben regionalen Unternehmen auch internationale Projektpartner und Industriekunden für Leuna angesprochen. „Mit dem Aufbau des Chemie- und Wasserstoffstandorts Leuna, der bereits seit mehreren Jahren einen prosperierenden Nukleus für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft bildet, zeigt die Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur effiziente Wege für die Energiewende, sondern auch für einen gelingenden Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier auf. Als eines von deutschlandweit drei Fraunhofer Hydrogen-Labs fokussiert sich das Hydrogen Lab Leuna auf die Forschung entlang der Wertschöpfungskette der Wasserstofferzeugung. Der dort produzierte Grüne Wasserstoff wird vor Ort analysiert, aufbereitet und direkt in die 157 km lange H2-Pipeline eingespeist, von wo aus er zu den Industriestandorten der Region verteilt und in chemischen Prozessen eingesetzt wird. Mit dem neuen »Hydrogen Competence Hub« wird zudem eine wesentliche Herausforderung adressiert, die alle Reviere betrifft: der Mangel an Fach- und Führungskräften. Auch hier leistet die Fraunhofer-Gesellschaft durch Aus- und Weiterbildung einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel“, erläuterte Fraunhofer-Präsident Neugebauer. Das für die Forschungsarbeiten im HLL notwendige Technikum ist baulich fertiggestellt. Derzeit wird der Innenbereich des Technikums mit den erforderlichen Laboreinrichtungen- und Anlagen ausgestattet, die nicht Teil des HLL-Bauprojektes sind. „Wir freuen uns sehr, dass wir das HLL offiziell übernehmen können und somit Platz für den Aufbau unserer umfangreichen Testinfrastruktur haben. Allerdings ist das Technikum bereits jetzt vollständig ausgelastet, sodass wir schon über Erweiterungen nachdenken müssen. Die wissenschaftliche Arbeit an den ersten Projekten hat ebenfalls bereits begonnen und wir sind im Chemiepark Leuna auf dem Weg in eine zukunftsfähige Wasserstoff-Wirtschaft, die wir aktiv forschungsseitig begleiten werden. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ausdrücklich für den Fördermittelbescheid für das »Hydrogen Competence Hub«, mit welchem wir gemeinsam mit der regionalen Hochschullandschaft unseren Beitrag zum Aufbau und Erhalt der dringend benötigten Fachkräfte leisten. Mit dem Hub streben wir eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen beruflicher und wissenschaftlicher Weiterbildung an, um die Bedarfe der Industrie mittels des Erwerbs von Zusatzqualifikationen schnell und modular decken zu können“, ergänzte Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, kommissarische Institutsleiterin, Fraunhofer IWES. Hydrogen Lab Leuna Im Mitteldeutschen Chemiedreieck stellt die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem vom Land Sachsen-Anhalt und der EU geförderten HLL eine neue Generation der Testinfrastruktur für Wasserstofftechnologien bereit. Durch die Verbindung von Methodenkompetenzen und einmaliger Forschungsinfrastruktur entsteht ein nachhaltiges gemeinsames Geschäftsmodell und eine neuartige Kooperationsplattform für Industrie und Forschung. Eingebettet in den Stoffverbund des Chemieparks Leuna bietet das HLL vier Teststände plus Technikum für Elektrolyseure mit einer Leistung von bis 5 Megawatt (MW), die mit deionisiertem Wasser, Dampf, Druckluft, Stickstoff, Wasserstoff und zukünftig auch mit CO2 versorgt werden. Der produzierte grüne Wasserstoff wird vor Ort analysiert, aufbereitet und direkt in die 157 km lange H2-Pipeline eingespeist, von wo aus er zu den Industriestandorten der Region verteilt wird und dort in chemischen Prozessen verwendet werden kann. Das Fraunhofer IWES ist Besitzer und Betreiber der Infrastruktur am HLL. Der Aufbau des „Hydrogen Lab Leuna“ wurde vom Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt und von der Europäischen Union mit gut acht Millionen Euro gefördert. Das gesamte Bauvolumen für das Hydrogen Lab Leuna beläuft sich auf mehr als 10 Millionen Euro zuzüglich Projektförderungen für die Testinfrastruktur. Aus- und Weiterbildungsprojekt „Hydrogen Competence Hub“ Im nächsten Jahr werden gleich zwei STARK-Projekte ihre Arbeit aufnehmen. Gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Anhalt soll ab Februar 2023 für zwei Jahre an dem Aufbau eines zentralen Hubs für Aus- und Weiterbildung gearbeitet werden. Konkret wird ein regionales Bildungsnetzwerk etabliert, aber auch eigene Weiterbildungsangebote entwickelt. Damit sollen die Kompetenzen der Region im Bereich digitale Wasserstoff-Technologien gestärkt und ein erhöhter Transfer zwischen beruflicher und wissenschaftlicher Weiterbildung geschaffen werden. Durch Zusatzqualifikationen sollen die Bedarfe der Industrie schnell und modular gedeckt werden. Dieses brandaktuelle und notwendige Projekt erhält den Förderbescheid und damit 2,5 Millionen Euro aus den Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) der Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerksstandorten (STARK). Projekt „House of Transfer“ Das zweite Projekt „House of Transfer“ als zentrale Anlaufstelle für Stakeholder aus den Bereichen Chemie, Bioökonomie, Kunststoff und Wasserstoff hat es sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Aktivitäten in der Region zu verzahnen. Hier werden z.B. Technologiegeber mit industriellen Bedarfen, Projektideen mit Investoren sowie Start-Ups mit erfahrenen Playern zusammengeführt. Es entsteht ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot. Das „House of Transfer“ hat bereits einen Förderbescheid über 4,6 Millionen Euro am 28.09.2022 erhalten und startet im Januar mit der Arbeit. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter.

Willingmann: „Wir müssen weiter in die Erforschung der biologischen Vielfalt investieren, um sie langfristig zu schützen“

Der Rückgang der biologischen Vielfalt hat sich aufgrund des Klimawandels und des weltweit steigenden Verbrauchs natürlicher Ressourcen dramatisch beschleunigt. Die Universitäten in Halle, Jena und Leipzig haben deshalb mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2012 das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) gegründet, an dem mittlerweile mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 35 Nationen arbeiten. Sie entwickeln dort die wissenschaftlichen Grundlagen für einen nachhaltigeren Umgang mit der Biodiversität. Da 2024 die Förderung des Forschungszentrums durch die DFG entfällt, werden nunmehr die Weichen für die Finanzierung ab Herbst 2024 gestellt. Am heutigen Mittwoch machen sich daher der Wissenschaftsausschuss des Landtags und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann ein Bild von der Arbeit des iDivs. „Der Rückgang der Artenvielfalt lässt sich quasi bei uns vor der Haustür beobachten. Allein in Sachsen-Anhalt gibt es 1.560 Tier- und Pflanzenarten, die inzwischen akut vom Aussterben bedroht sind. Das sind mehr als sieben Prozent der in Sachsen-Anhalt nachgewiesenen Arten“, erklärt Willingmann vorab. „Wir müssen angesichts der dramatischen Lage weiter in die Erforschung der biologischen Vielfalt investieren. Ein nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt und unseren natürlichen Ressourcen ist dringend erforderlich, um das Artensterben zu stoppen und die biologische Vielfalt langfristig zu schützen.“ Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung nehme hierbei eine zentrale Rolle ein und müsse langfristig unterstützt werden, so der Minister. „Das iDiv hat sich in den vergangenen Jahren bereits zum einem internationalen Forschungsleuchtturm im Hinblick auf die Erforschung der biologischen Vielfalt entwickelt. Deshalb werbe ich ausdrücklich dafür, die Finanzierung in den kommenden Jahren abzusichern und auszubauen.“ Gegenwärtig verfügt das iDiv über einen Etat von jährlich rund 15 Millionen Euro. 12,5 Millionen Euro stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bereit, weitere 2,5 Millionen Euro stammen aus anderen Förderprojekten. Die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen haben in den vergangenen Jahren zudem vereinbarungsgemäß Mittel für die Forschungsinfrastruktur bereitgestellt: Sachsen-Anhalt hat großes Interesse, iDiv und MLU eng zu vernetzen und stellt dafür bereits jährlich rund eine Million Euro zu Verfügung; zudem wird aktuell für das iDiv das Institutsgebäude der Biologie am Standort Halle für etwa 23 Millionen Euro saniert und erweitert. Die Arbeiten hierzu sollen im Herbst 2022 abgeschlossen werden. Sachsen hatte mehr als 40 Millionen Euro in ein Institutsgebäude und ein Spezialgewächshaus in Leipzig investiert. Thüringen beteiligt sich an der digitalen Infrastruktur und stellt eine Versuchsfläche für langfristig angelegte Untersuchungen bereit. Die Grundfinanzierung des Forschungsbetriebs am iDiv (12,5 Millionen Euro) wird ab dem Jahr 2024 sichergestellt werden können. Bereits 2019 hatten sich Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen im Rahmen einer Absichtserklärung darauf verständigt, dass sie nach Auslaufen der bisherigen DFG-Förderung jeweils zwei Millionen Euro pro Jahr über ihre Universitäten zweckgebunden für das Forschungszentrum bereitstellen. Mit den am iDiv beteiligten Universitäten Halle, Jena und Leipzig ist darüber hinaus verabredet, dass sie jeweils 1,5 Millionen Euro pro Jahr aus ihren Hochschuletats dazugeben. Zudem beabsichtigt das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, bis zu zwei Millionen Euro jährlich einzubringen. Aus Sicht von Wissenschaftsminister Willingmann reichen die 12,5 Millionen Euro Jahresetat langfristig jedoch nicht aus: „Das iDiv ist bereits ein mitteldeutscher Forschungs-Leuchtturm und soll in den kommenden Jahren im nationalen und internationalen Diskurs eine führende Rolle einnehmen. Insoweit müssen wir uns dafür einsetzen, weitere Partner für die künftige Finanzierung des iDivs zu gewinnen.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn und Twitter .

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