Die Aufgabenbereiche des Waldschutzes umfassen die Kontrolle der Waldschutzsituation, die Schadfaktorenprognose sowie die Umsetzung der damit im Zusammenhang stehenden Pflanzenschutzrechtlichen Regelungen. Darin sind folgende Teilaufgaben integriert: - Führung, Auswertung und Weiterentwicklung des Forstschutzkontrollbuches (FSKB) für die Überwachungstätigkeit bzgl. aktueller abiotischer Schadeinflüsse, Forstschädlinge, Baumkrankheiten und anderer biotischer (auch anthropogen bedingter) Schäden Wald sowie von forstlich relevanten Quarantäneschaderregern. - Organisation und Weiterentwicklung des vorbeugenden Waldbrandschutzes auf Landesebene - Anlage von Beobachtungsflächen zur Bewertung abiotischer Schadfaktoren sowie zur Prognose und Regulation der Populationsdynamik biotischer Schaderreger (Säugetiere) - Bearbeitung und Diagnose von Einsendungen bzw. Befallsmeldungen im Rahmen der forstlichen Phytopathologie - Durchführung und Auswertung von Maßnahmen zur Schädlingsüberwachung/-bekämpfung - Erarbeitung und Aktualisierung von Anwendungsempfehlungen PSM; PSM-Statistik Diese Aufgaben werden durch die unteren Forstbehörden in den Landkreise und Kreisfreien Städten wahrgenommen. Der SBS realisiert den Waldschutz für den Landeswald. Dafür wird ein betriebliches Waldschutzmonitoring durchgeführt. Als obere Forstbehörde setzt der SBS Verfahrensstandards. Informationen zum Thema Waldschutz, Waldbrandgefährdung sowie zur aktuellen Entwicklung der Borkenkäfer finden Sie uter https://www.wald.sachsen.de/waldschutz-4070.html.
Mit einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 11,3 °C ist das Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen zum dritten Mal in Folge ein Rekordjahr. „Der erneute Anstieg der mittleren Jahrestemperatur ist ein weiteres Zeichen des fortschreitenden Klimawandels. Wir beobachten immer deutlichere Anzeichen der Klimaveränderung in Nordrhein-Westfalen. Im Durchschnitt gibt es immer mehr heiße Tage im Sommer, dafür aber weniger Frost- und Eistage im Winter. Die Folgen sind vielfältig“, erläuterte Elke Reichert, Präsidentin den Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. „Neben den Auswirkungen auf die Wirtschaft sind Einflüsse auf die Biodiversität und Folgen für die menschliche Gesundheit an zahlreichen Indikatoren ganz klar zu beobachten.“ Immer mehr und deutlichere Extremwetterlagen sorgen für große Herausforderungen beispielsweise in der Land und Forstwirtschaft. In Dürreperioden wie in den Jahren 2018, 2019 und 2021 trocknen die Böden aus. Wälder nehmen Schaden durch Trockenheit, die die Bäume ebenfalls anfälliger für Schädlinge macht. Seit Beginn der Aufzeichnung ist die mittlere Zahl der Sommertage mit mehr als 25 Grad Celsius von 24 auf 36 Tage angestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der heißen Tage, an denen das Thermometer über 30 Grad steigt, hat sich seit dem von vier auf acht Tage verdoppelt. Damit stieg auch die Zahl so genannter Tropennächte. Wenn es nachts nicht mehr abkühlt, wird die Schlafqualität gemindert. Das wirkt sich auf die Gesundheit aus. Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinken. Hitze erhöht zudem das Risiko schwerer bis tödlicher Verläufe im Falle von vorliegenden Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen. Zu den Indikatoren, die die Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen beschreiben, sind im Klimaatlas zahlreiche Daten, Grafiken und Erläuterungen zu finden: https://www.klimaatlas.nrw.de/klima-nrw-monitoring Klimatische Daten zum Jahr 2024 Bereits im Februar 2024 wurde in Nordrhein-Westfalen ein neuer Temperaturrekord verzeichnet. Danach war jeder einzelne Monat des Jahres im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 überdurchschnittlich warm. Insbesondere in den Frühjahrsmonaten sowie im Spätsommer und Herbst herrschten deutlich überdurchschnittliche Temperaturen. Der Durchschnitt über das gesamte Jahr erreichte mit 11,3 °C den höchsten je gemessenen Wert seit Aufzeichnungsbeginn 1881. Der Niederschlag verfehlte 2024, nach den Rekordmengen im Jahr zuvor, mit einer Jahressumme von 1028 Litern pro Quadratmeter nur knapp die Top 10 der niederschlagsreichsten Jahre. Nach der ausgedehnten Hochwasserlage rund um Weihnachten 2023 setzte sich das Jahr 2024 recht feucht fort. Im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 lag die Niederschlagssumme in fast allen Monaten über dem langjährigen Mittelwert. Eine Ausnahme bildeten nur die Monate März und Dezember. Die Niederschläge waren somit recht gleichmäßig über das Jahr verteilt. Wegen der deutlich überdurchschnittlichen Niederschläge liegen die Grundwasserstände weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch die Defizite der Bodenfeuchte, die sie zuvor über mehrere Jahre hin gebildet hatten, bestehen nun nicht mehr. Die Sonnenscheindauer landete mit 1500 Sonnenstunden im Jahr 2024 im Mittelfeld der Aufzeichnungen. Der Wert lag zwar oberhalb des Mittelwertes der Referenzperiode 1961-1990, im Vergleich zu den beiden Vorjahren blieb das Jahr 2024 aber deutlich trüber in Erinnerung. Weitere Informationen zum klimatischen Jahr 2024 sind im Klimaatlas NRW dargestellt: https://www.klimaatlas.nrw.de Das Fachzentrum Klima NRW beim LANUV erhebt und veröffentlicht Daten und Fakten zum Klimawandel, seinen Folgen und zur Energiewende. Es unterstützt Kommunen, Planende, Wissenschaft, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Bewältigung der Klimakrise und bei der Planung der Strom- und Wärmewende. Informationsangebote bestehen z. B. über den LinkedIn-Kanal des Fachzentrums Klima NRW oder Newsletter zum Energieatlas und zum Klimaatlas. Daten und Informationsangebote des Fachzentrums Klima NRW: https://www.lanuv.nrw.de/themen/klima/fachzentrum-klimaanpassung-klimaschutz-waerme-und-erneuerbare-energie zurück
Sangerhausen. Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes 2022 hat Forstminister Sven Schulze an der zentralen Veranstaltung für Sachsen-Anhalt im Jugendheim Wildenstall in Sangerhausen teilgenommen. Schulze begleitete unter anderem die Übergabe eines Klimastammes an den Verein „Unser Wald“. Der 3,60 Meter lange Stamm einer Rotbuche (Baum des Jahres 2022) soll begreiflich machen, zu welchen Speicherleistungen Holz in der Lage ist. Im Anschluss nahm der Minister an einer Baumpflanzaktion teil. Minister Sven Schulze bedankte sich für die Einladung in das Jugendwaldheim Wildenstall. Es ist eines von 5 Jugendwaldheimen im Land. In ihnen arbeiten jährlich rund 4000 Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an Projekten. „Das Wissen darüber, was Wälder und Bäume alles leisten, wozu sie imstande sind, ist grundlegend. In den Jugendwaldheimen wird dieses Wissen vermittelt“, so Schulze. „Bäume tragen nicht nur maßgeblich zur Sauerstofferzeugung und Kohlenstoffspeicherung bei. Sie liefern zudem den wichtigsten nachwachsenden Rohstoff Holz und sind daher ein entscheidender Faktor für die Stabilisierung des Klimas“, so Schulze weiter. Hintergrund: In den 1970er Jahren nahm die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) die globale Waldvernichtung zum Anlass, einen Tag des Waldes auszurufen. Seit 2012 ist der 21. März offizieller Aktions- und Thementag der Vereinten Nationen. Wälder schützen und nachhaltig nutzen anstatt sie zu zerstören – so lautet seitdem die Botschaft des überall auf der Welt begangenen Waldtages. In den vergangenen Jahren litten die Wälder in Sachsen-Anhalt massiv unter Stürmen, Trockenheit und Schädlingen. Seit dem Jahr 2018 sind im Land rund 40.000 Hektar Freiflächen entstanden. Damit gehört Sachsen-Anhalt zu den sechs am stärksten betroffenen Bundesländern. Dabei ist der Waldanteil von 26 Prozent vergleichsweise gering.
Der Wald in Sachsen-Anhalt leidet weiterhin unter den Nachwirkungen der Extremwetterjahre 2018 bis 2020. Stürme, Schädlinge wie der Borkenkäfer sowie ausgeprägte Hitze- und Trockenperioden haben unserem Wald in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. „Die Lage bleibt ernst. Davon konnte ich mir auf mehreren Vor-Ort-Terminen wie etwa Baumpflanzaktionen persönlich ein Bild machen. Ich bin im Harz groß geworden, der Harz ist meine Heimat und es liegt mir sehr am Herzen, dass wir alles tun, um den Harzwald bei der Regeneration zu unterstützen. Nicht nur mich, auch die Menschen vor Ort treibt der aktuelle Zustand mit Sorge um.“ Das sagte Forstminister Sven Schulze heute zur Vorstellung des „Waldzustandsberichts 2021“ . Die Erhebung ist ein zentraler Baustein des forstlichen Umweltmonitorings und wird im Auftrag des Ministeriums jährlich durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) erstellt. Ziel ist es, langfristige Entwicklungen zum Gesundheitszustand der Wälder zu erkennen und Handlungsempfehlungen zu geben. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick : Forstminister Sven Schulze betonte: „Unsere Wälder sind echte Alleskönner: Sie tragen als CO 2 -Speicher sowie Lärm- und Staubfilter ganz wesentlich zum Klimaschutz bei, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, schützen das Grundwasser und vor Bodenerosion, sorgen für den nachwachsenden Rohstoff Holz und ermöglichen gesunde Erholung im Grünen. Der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt deutlich: Wir müssen unsere Schatzkammer Wald erhalten. Dazu gehört die Förderung zum Aufbau klimastabiler Mischwälder mit standortangepassten Baumarten. Die neue Bundesregierung soll daher die Klimaleistung des Waldes mit einer CO 2 -Bindungsprämie aus den Mitteln des Emissionshandels honorieren. Ich werde mich ferner auch mit der Personalausstattung im Landesforst beschäftigen.“ In Sachsen-Anhalt sind rund 26 Prozent der Landesfläche mit Wald bedeckt; Schwerpunkte liegen im Harz sowie in den nördlichen und östlichen Landesteilen. Als zentraler Indikator für den „Waldzustandsbericht“ wird während der Vegetationsperiode im Juli/August der Kronenzustand erhoben. Dabei wurden 163 Erhebungspunkte mit 24 Stichprobenbäumen begutachtet. Aktuell erfolgen in Sachsen-Anhalt jährlich auf rund 1.800 Hektar Maßnahmen zu Wiederaufforstung bzw. Naturverjüngung. Der „Waldzustandsbericht 2021“ ist auf den Internetseiten des Ministeriums unter https://lsaurl.de/Waldzustandsbericht2021 verfügbar. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Twitter , Facebook und Linkedin .
null Bericht zum klimatischen Jahresrückblick 2020 in Baden-Württemberg vorgestellt GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR UMWELT, KLIMA UND ENERGIEWIRTSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG UND DER LUBW Wieder ein zu heißes Jahr, wieder hat es zu wenig geregnet, wieder ein Rekordjahr in negativer Hinsicht: So lässt sich der Bericht zum klimatischen Jahresrückblick Baden-Württemberg für 2020 zusammenfassen, den Umweltminister Franz Untersteller gestern (02.03.) im Ministerrat der Landesregierung vorgestellt hat. „Die Zahlen und Daten sind besorgniserregend“, sagte Untersteller bei der Vorstellung des Berichts „Hohe Temperaturen und Trockenheit hinterlassen ihre Spuren“, den die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mit wesentlichen Messergebnissen des vergangenen Jahres verfasst hat. Die Auswertungen der LUBW belegen, dass klimatische Veränderungen in Baden-Württemberg verstärkt sichtbar werden. Das Jahr 2020 sei mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,2 Grad Celsius das zweitwärmste und zweitsonnigste in Baden-Württemberg seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, führte Untersteller aus. Und was den Minister am meisten beunruhigte: „Die Jahresmitteltemperatur hat sich weiter erhöht und ist jetzt durchschnittlich 1,5 Grad Celsius höher als noch im Jahr 1881. Allein in den vergangenen 30 Jahren ist die Jahresmitteltemperatur um 1,1 Grad Celsius gestiegen.“ Baden-Württemberg verändert sich durch Hitze und Trockenheit Durch die Hitze und Trockenheit verändere sich Baden-Württemberg, warnte der Umweltminister. Auf Kosten der Lebensqualität und der Wirtschaft. „Die Wälder sterben, weil sie nicht mehr widerstandfähig gegenüber Dürre und Schädlingen sind, die Grundwasserstände und Quellschüttungen sind historisch niedrig. Regenwürmer – wichtige Indikatoren für die Gesundheit der Böden – leiden zunehmend.“ Die LUBW-Präsidentin Eva Bell prognostizierte, dass Hitzesommer und milde Winter häufiger auftreten werden. „Trockenheit und hohe Temperaturen werden die neue baden-württembergische Realität, vor allem am Oberrheingraben.“ Mit dem eigenen Klimaschutzgesetz ist das Land auf dem richtigen Weg Es sei kein Zufall, betonte Minister Untersteller, dass Apfelbäume nach dem milden Winter 2019/20 im Schnitt 22 Tage früher blühten als sonst üblich. „Unsere Lebensgrundlagen sind durcheinander. Wir müssen handeln, solange es noch möglich ist. Deshalb brauchen wir einen wirksamen Klimaschutz auf allen Ebenen“, hob Untersteller hervor. „Nur wenn wir heute in den Klimaschutz kraftvoll und mutig investieren, können wir verhindern, dass wir die Kosten, die wir für die Folgen des Klimawandels und dessen Anpassung aufkommen müssen, überhaupt noch zahlen können. Wir dürfen diese Rechnung nicht unseren Enkeln und deren Kindern hinterlassen.“ Mit dem eigenen Klimaschutzgesetz sei Baden-Württemberg hier auf dem richtigen Weg, fügte der Umweltminister hinzu. Der Bericht zeige auch, ergänzte Bell, „wie wichtig Langzeitbeobachtungen und die fachübergreifende Auswertung unterschiedlicher Parameter sind, um Trends und Zusammenhänge besser zu erkennen.“ Den Bericht der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg „Hohe Temperaturen und Trockenheit hinterlassen ihre Spuren – eine klimatische Einordnung des Jahres 2020 für Baden-Württemberg“ können Sie unter https://pudi.lubw.de/detailseite/-/publication/10192 herunterladen.
Freyburg/Unstrut. Das vergangene Jahr 2018 war ein schweres Jahr für den Wald: Stürme und Trockenheit und damit einhergehende Schäden durch Schädlinge haben ihre Spuren in den Wäldern hinterlassen. ?Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt liegt das ereignisreiche Jahr noch sehr in den Knochen. Die Ereignisse waren alles andere als planbar, es wurde vor allem auf die Umstände mit viel Tatkraft reagiert. Es ist nun an der Zeit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Außendienst bei unserer Dienstberatung ein kräftiges ?Danke? auszusprechen. Die Kolleginnen und Kollegen in allen Ebenen und Sachgebieten haben sich herausragend für den Wald eingesetzt. Nun können wir in die Zukunft zu blicken und lenken den Fokus auf die Zukunft unserer Bestände. Es ist unsere Aufgabe die veränderten Bedingungen anzunehmen und neue Wege zu finden die Wälder nachhaltig zu entwickeln?, sagte der Direktor des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt, Bernd Dost, heute zum Jahresauftakt in Freyburg/Unstrut.Dr. Ralf-Peter Weber, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt ergänzte: ?Wir werden unseren Landeswald jetzt fit machen für die Zukunft. Der Umbau zu stabilen Mischwäldern hat oberste Priorität. Die Waldbaustrategie setzt auf eine an den Standort angepasste Baumartenmischung. Saaten, Naturverjüngung und die Waldrandgestaltung werden mehr im Fokus stehen, als in den vergangenen Jahren. Im gerade von der Landesregierung verabschiedeten Klima- und Energiekonzept für Sachsen-Anhalt gilt der Aufbau produktiver und klimastabiler Mischwälder als eine wesentliche Maßnahme zur Bindung von CO2. Unsere Wälder leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.?Zudem äußerte sich der Staatssekretär zur Personalsituation in der Forstverwaltung: ?Es ist uns in den letzten beiden Jahren gelungen, den Personalabbau in der Forstverwaltung zu stoppen und entstandene Lücken zu schließen. Jungen Auszubildenden ermöglichen wir eine Zukunft in der Forstverwaltung. Weiterhin wird ab diesem Jahr ein Duales Bachelor-Studium ?Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement? angeboten.?Hintergrund:Das Jahr 2018 war durch den Sturm ?Friederike? maßgeblich geprägt. Insgesamt verzeichnet Sachsen-Anhalt etwa 3,4 Millionen Kubikmeter Sturmschadholz ? über alle Waldbesitzarten hinweg. Zum jetzigen Zeitpunkt sind in der gesamten Bundesrepublik Deutschland 32,4 Millionen Kubikmeter Kalamitätsholz angefallen. Auf Sachsen-Anhalt entfällt 10 Prozent der Gesamtmenge und der höchste Hektarbetrag in Höhe von 6,5 Kubikmeter je Hektar Wald.Erschwerend kamen die Dürre und die Forstschädlinge hinzu. Mit 590 l/m2 gehört das Jahr 2018 zu den niederschlagsärmsten Jahren seit 1881.Es wurde im Landeswald ein Holzeinschlag von über 1,5 Millionen Festmetern notwendig. Davon sind circa 1 Million Festmeter im Verlauf des Jahres verkauft worden. Die im Wald lagernden Holzbestände erreichten zum Jahresende 732 Prozent zum Vorjahr. In insgesamt 5 Nasslagern sind circa 190.000 Festmeter Fichten-Sägeholz eingelagert, um den Holzmarkt zu entlasten. Sie werden aufgelöst, wenn die Preise steigen und der Holzmarkt wieder aufnahmefähig ist.Neben der Einrichtung dieser Nasslager hat die Landesregierung von Sachsen-Anhalt folgende Maßnahmen nach den Stürmen ergriffen:- steuerliche Erleichterungen für Waldbesitzer in Abstimmung mit dem Finanzministerium;- umgehende Befliegung der Schadgebiete und die Auswertung der Luftbilder, welche allen Forstbehörden zur Verfügung gestellt werden;- die befristete Auflastung des Transportgewichtes für den Schadholztransport auf 44 Tonnen ? und zwar als erstes Bundesland bevor die anderen Bundesländer diese Auflastung zugelassen hatten;- Erreichung einer Ausnahmeregelung vom Kabotageverbot auf Bundesebene (gemeinsam mit dem Verkehrsministerium);- kurzfristige Personalverstärkung (im Landeszentrum Wald du im Landesforstbetrieb) durch die Einstellung von zehn BeschäftigtenWeiterhin wurde die Saatgutreserve des Landes zur nachhaltigen Forstpflanzenversorgung freigegeben. In 2019 wird es eine terrestrische Bewertung der Trockenschäden geben.Für das Haushaltsjahr 2019 sind vom Land Einstellungsmöglichkeiten für Forstreferendare und ?referendarinnen (5 Stellen) bzw. für Forstinspektorenanwärterinnen und ?anwärter (4 Stellen) geschaffen worden. Zudem wird gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt das duale Bachelor-Studium ?Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement? angeboten. Das Studium findet in Erfurt statt und die berufspraktischen Studienzeiten werden unter im Landesforstbetrieb und im Landeszentrum Wald absolviert. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums erlangen die Absolventinnen und Absolventen die Laufbahnbefähigung für den Forstdienst; sprich für die Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt. Ziel ist eine Übernahme in den Landesdienst Sachsen-Anhalt. Insgesamt stehen für das duale Studium fünf Stellen zur Verfügung. Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de
Magdeburgerforth. Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert hat heute die Berufsschule des Forstlichen Bildungszentrums in Magedburgerforth besucht. Dort verkündete sie den anwesenden Auszubildenden, dass das Land alle, die ihre Ausbildung erfolgreich und gut abschließen, in den Landesdienst übernehmen möchte: ?Sie haben einen Berufsweg gewählt, der mit und von der Natur lebt. Durch Ihre umfassende Ausbildung sind Sie bereits in der Lage unseren Wald zu erneuern, zu hegen und zu pflegen und ihn vor Schäden zu schützen, damit auch in Zukunft gemischte und gesunde Wälder heranwachsen.Ich kann Ihnen voller Freude mitteilen, dass der Landtag von Sachsen-Anhalt beschlossen hat, zusätzlich 22 Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter sowie Forstwirtschaftsmeisterinnen und Forstwirtschaftsmeister einzustellen. Damit bietet das Land jungen Auszubildenden eine berufliche Zukunft in der Landesforstverwaltung. Es ist - mit Blick auf den Altersdurchschnitt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forstverwaltung ? ganz klar: Sie werden in den Betrieben gebraucht. Das Land braucht engagierte junge Menschen wie Sie, die die unsere Wälder fit machen für den Klimawandel, die wissen, was zu tun ist, damit auch unsere Enkelkinder noch funktionsfähige und gesunde Wälder haben werden. Die Arbeit im Forst ist und bleibt eine sehr verantwortungsvolle Generationenaufgabe.?Die Voraussetzung für die Übernahme ist der Abschluss der Berufsausbildung mit einem Notendurchschnitt von 2,5 oder besser.Hintergrund:Ausbildung zur Forstwirtin / zum ForstwirtDer Forstwirt und die Forstwirtin sind eine Fachkraft für die Bewirtschaftung des Waldes und der freien Landschaft.Die Ausbildungsdauer beträgt regulär 3 Jahre und erfolgt als duale Ausbildung. Die praktische Ausbildung findet in Forstbetrieben in ganz Sachsen-Anhalt statt. Für die fachtheoretische Ausbildung ist die Berufsschule zuständig, die den Unterricht blockweise am Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) durchführt. Das Forstliche Bildungszentrum in Magdeburgerforth ist für den anerkannten Ausbildungsberuf "Forstwirtin / Forstwirt" die einzige überbetriebliche Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt. Die Lehrlinge kommen je Ausbildungsjahr drei Wochen nach Magdeburgerforth, um Ausbildungsinhalte zu erlernen, die die Betriebe auf Grund fehlender standörtlicher Gegebenheiten oder zur Verfügung stehender Übungs-Technik nicht vermitteln können.Voraussetzungen und Anforderungen sind u.a.:? mindestens ein Hauptschulabschluss, ? die Neigung und Eignung zu körperlichem Arbeiten im Freien, ? Teamfähigkeit,? das Interesse an Natur- und Umweltschutz auch für die nachfolgenden Generationen,? technisches Verständnis (bis hin zur Nutzung von computergesteuerten Maschinen),? eine gute Beobachtungsgabe,? die Bereitschaft zu selbständigem und verantwortungsbewusstem Arbeiten.Inhalte der Ausbildung vor Ort:? Waldbegründung,? Schutz des Waldes vor Schädlingen,? Waldpflege, Natur- und Umweltschutz,? Landschaftspflege und Erholung,? Holzernte und Rückung,? Holzernte, Holzvermessung, Datenerfassung und Auswertung der Ergebnisse mit Hilfe von EDV-Technik.Weitere Informationen: https://landeszentrumwald.sachsen-anhalt.de/ueber-uns/forstliches-bildungszentrum/ Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de
Magdeburg. Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Sachsen-Anhalt stehen noch über die Hälfte der Fördermittel zur Verfügung. ?Es können weiterhin Anträge gestellt werden?, informiert Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Von den im Landeshaushalt 2019 bereitgestellten zwei Millionen Euro wurden bislang Verträge über lediglich rund 977.000 Euro zum Schutz der Bevölkerung geschlossen. Zu den Vertragspartnern gehörten die Landkreise Stendal, Anhalt-Bitterfeld, Salzwedel, Wittenberg und Börde sowie die kreisfreien Städte Magdeburg und Dessau-Roßlau. Sie finanzieren damit den Einsatz von Bioziden (Besprühen der Bäume vom Boden oder der Luft aus) sowie das Absaugen der Nester durch Fachfirmen. ?Wenn es weiteren Bedarf gibt, können bestehende Zuwendungsverträge geändert und die vereinbarten Zuwendungsbeträge erhöht werden?, sagt Grimm-Benne. Voraussetzung dafür sei eine Antragstellung der Vertragspartner. Städte und Gemeinden sollten bei neuem oder zusätzlichem Bedarf die Kommunikation mit dem Landkreis suchen, damit dieser beim Landesamt für Verbraucherschutz einen entsprechenden Antrag auf Förderung bzw. höhere Zuwendung stellt. Grimm-Benne: ?Es muss sichergestellt sein, dass alle Flächen in die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einbezogen werden, von denen eine weitere Gefahrenausbreitung in den nächsten Jahren ausgehen kann?. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind ein Forstschädling, der stellenweise auch öffentliches Grün und Gärten befällt und die Gesundheit von Personen gefährdet, die sich dort aufhalten. Die von älteren Raupen und Raupennestern in die Umwelt abgegebenen Brennhaare wirken haut- und schleimhautreizend sowie allergieauslösend. Ergänzende Informationen zur Antragstellung hat das Landesamt für Verbraucherschutz in den FAQ zusammengestellt unter: https://lsaurl.de/EPSAntrag Impressum:Ministerium für Arbeit, Soziales und IntegrationPressestelleTurmschanzenstraße 2539114 MagdeburgTel: (0391) 567-4608Fax: (0391) 567-4622Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de
Magdeburg. Beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner im Land geht es mit Blick auf 2019 weiter voran. Das für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zuständige Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration unterstützt sieben Landkreise und kreisfreie Städte für das kommende Jahr mit insgesamt rund einer Million Euro. Über das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) haben ihre Zusagen erhalten: der Landkreis Stendal (343.000 Euro), der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (12.200 Euro), der Altmarkkreis Salzwedel (228.000 Euro), der Landkreis Wittenberg (226.000 Euro), der Landkreis Börde (96.000 Euro), Magdeburg (25.000 Euro) und Dessau-Roßlau (47.278 Euro). Mit dem Geld werden Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Eichenprozessionsspinner ausgeweitet. Dazu gehört der Einsatz von Bioziden (Besprühen der Bäume vom Boden oder der Luft aus) sowie das Absaugen der Nester durch Fachfirmen. Zwei Millionen Euro stehen im Landeshaushalt 2019 zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner zum Schutz der Bevölkerung zur Verfügung. ?Es muss sichergestellt sein, dass alle Flächen einbezogen werden, von denen eine weitere Gefahrenausbreitung in den nächsten Jahren ausgehen kann?, sagt Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne. Vor allem stark betroffene Gemeinden haben sich eine Bekämpfung nicht im eigentlich notwendigen Umfang leisten können. Wieviel Geld die jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte bekommen, hängt unter anderem von den Gesamtausgaben dort ab, die für externe Dienstleistungen im kommenden Jahr notwendig werden. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind nicht nur ein Forstschädling sondern stellen durch zunehmenden intensiven Befall auch im öffentlichen Grün und in Gärten eine Gesundheitsgefährdung von Personen dar, die sich dort aufhalten. Die von älteren Raupen und Raupennestern in die Umwelt abgegebenen Brennhaare wirken haut- und schleimhautreizend sowie allergieauslösend. ?Besser untersetzte Hilfe ist nun möglich. Stückwerk bringt in diesem Fall nichts. Wenn ein Baum von den Raupennestern befreit wird und der Nachbar-Baum nicht, ist de facto nichts erreicht?, sagt Grimm-Benne. Impressum:Ministerium für Arbeit, Soziales und IntegrationPressestelleTurmschanzenstraße 2539114 MagdeburgTel: (0391) 567-4608Fax: (0391) 567-4622Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de
Mit einem Erlass hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Ausnahmeregelung des Kabotageverbotes bekannt gegeben. ?Ich bin froh darüber, dass auf Initiative der Landesregierung von Sachsen-Anhalt eine Ausnahmeregelung des Kabotageverbotes erwirkt werden konnte. Dadurch kann das durch die Stürme angefallene Schadholz nun zügiger abtransportiert werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag, um der Verbreitung von Schädlingen, wie dem Borkenkäfer, entgegen zu wirken und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der Holzpolterbehandlung zu minimieren?, freute sich Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert.Besonders in den Regionen Harz und Anhalt erreichten die Böen des letzten Orkans ?Friederike? erhebliche Stärken. Die Aufarbeitung des Schadholzes aus den Stürmen ?Paul?, ?Xavier? und ?Herwart? ist, besonders im Nichtstaatswald, noch nicht abgeschlossen. Gegenwärtig ist von einer Schätzung von zwei Millionen Festmeter Gesamtschadholz auszugehen. Dies entspricht der Größenordnung eines Gesamtjahreseinschlages im Land. Um Schädlingen vorzubeugen, muss das Schadholz möglichst schnell aus dem Wald gebracht werden. Aufgrund der angefallenen Holzmengen besteht jedoch bei deutschen Transportunternehmen ein Engpass beim Abtransport des Holzes. Durch die erwirkte Ausnahmeregelung ist es nun möglich, zusätzliche Holztransportunternehmen aus der EU zunächst bis 31. Juli 2018 für die Schwerpunktregionen in Sachsen-Anhalt zu binden.In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie hat das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur diese Ausnahmeregelung erwirkt. Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de
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Förderprogramm | 193 |
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