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Materialeigenschaften und Nutzungspotential des Götterbaums

Im Rahmen des durchgeführten Projekts wurden die technologischen Potentiale der Baumart Götterbaum untersucht. Aufgrund der hohen Zuwachsraten dieser Baumart wurden neben den Massivholzeigenschaften auch die Eignung des Materials für die Herstellung von Zellstoff- und die Holzwerkstoffindustrie untersucht. Die Massivholzeigenschaften sind mit jenen der heimischen Esche vergleichbar. Auch die optischen Eigenschaften sind der Esche sehr ähnlich, wodurch der Götterbaum ggf. als Ersatz für die Esche eingesetzt werden könnte. Die Trocknungsversuche zeigten, dass die Baumart Götterbaum aufgrund der Schnellwüchsigkeit hohe Eigenspannungen aufweist, wodurch sich Probleme bei der Trocknung ergeben. Für die Optimierung der technischen Holztrocknung besteht über dieses Projekt hinaus Forschungsbedarf. Hinsichtlich des Einsatzes von Götterbaum als Rohstoff für die Zellstoff- und Holzwerkstoffindustrie zeigen die durchgeführten Untersuchungen ein hohes Potential. Die untersuchten Papiere zeigten ähnliche Eigenschaften wie Fichte, allerdings sind dafür etwas höhere Mahlgrade notwendig, was wiederum einen höheren Energieeinsatz bedingt. Durch den höheren Feinstoffanteil zeigte der Pulp des Götterbaums ein höheres Wasserhaltevermögen, was sich ggf. negativ auf die Produktionsgeschwindigkeiten auswirken könnte. Die Fasereigenschaften sind daher auf die gewünschten Produkteigenschaften abzustimmen. Die Versuche hinsichtlich Spanplatte und Faserplatte lieferten ebenfalls Hinweise dafür, dass die Baumart Götterbaum für diese Holzwerkstoffe eine sehr interessante Alternative zu dem derzeitigen Rohstoffportfolio darstellen könnte. Die untersuchten Eigenschaften übertrafen insbesondere in den technologischen Bereichen (Dickenquellung und Querzugfestigkeit) die Werte der aus Fichtenfasern hergestellten Platten. Insbesondere für die Holzwerkstoffindustrie ist damit eine intensive wirtschaftliche und technologische Bewertung der Holzart Götterbaum zu empfehlen.

Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen

Inhaltsverzeichnis: VORWORT: Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen 7 --- I. Einführung, Auswertung und Schlussfolgerungen. Stefan Nehring, Ingo Kowarik, Moritz von der Lippe, Daniel Lauterbach, Birgit Seitz, Maike Isermann & Konstantin Etling: 1 EINLEITUNG UND FRAGESTELLUNG 9 --- 2 DATENGRUNDLAGEN 11 --- 3 ARTÜBERGREIFENDE AUSWERTUNGEN 13 --- 3.1 Taxonomisches Spektrum 13 --- 3.2 Ursprüngliches Areal 14 --- 3.3 Einführungsweise 15 --- 3.4 Einfuhrvektoren 15 --- 3.5 Erstnachweis 16 --- 3.6 Zeitspanne zwischen Ersteinbringung und Erstnachweis ("time lag") 18 --- 3.7 Status 19 --- 3.8 Lebensraum 20 --- 3.9 Aktuelle Verbreitung 20 --- 3.10 Aktueller Ausbreitungsverlauf 21 --- 3.11 Gefährdung der Biodiversität 22 --- 3.12 Förderung durch Klimawandel 23 --- 4 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 25 --- 5 LITERATUR 26 --- II. Handlungsrahmen und Handlungsempfehlungen. Stefan Nehring: --- 1 HANDLUNGSRAHMEN 29 --- 2 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN 30 --- 3 LITERATUR 33 --- III. Steckbriefe. Stefan Nehring, Daniel Lauterbach, Birgit Seitz, Ingo Kowarik, Moritz von der Lippe, Andreas Hussner, Beate Alberternst, Uwe Starfinger, Franz Essl, Stefan Nawrath & Maike Isermann: 1 AUSWAHL DER EINGESTUFTEN ARTEN 35 --- 2 DATENGRUNDLAGEN UND VORGANGSWEISE DER EINSTUFUNG 36 --- 3 LITERATUR 38 --- 4 STECKBRIEFE GEBIETSFREMDER GEFÄSSPFLANZEN 39 --- Acer negundo (Eschen-Ahorn) 42 --- Allanthus altissima (Götterbaum) 44 --- Allium paradoxum (Wunder-Lauch) 46 --- Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättrige Ambrosie) 48 --- Amorpha fruticosa (Gewöhnlicher Bastardindigo) 50 --- Artemisia verlotiorum (Kamtschatka-Beifuß) 52 --- Asclepias syriaca (Gewöhnliche Seidenpflanze) 54 --- Azolla filiculoides (Großer Algenfarn) 56 --- Bidens frondosa (Schwarzfrüchtiger Zweizahn) 58 --- Buddleja davidii (Schmetterlingsstrauch) 60 --- Bunias orientalis (Orientalische Zackenschote) 62 --- CIaytonia perfoliata (Gewöhnliches Tellerkraut) 64 --- Cotoneaster dammeri (Teppich-Zwergmispel) 66 --- Cotoneaster divaricatus (Sparrige Zwergmispel) 68 --- Cotoneaster horizontalis (Fächer-Zwergmispel) 70 --- Crassula helmsii (Nadelkraut) 72 --- Cynodon dactylon (Gewöhnliches Hundszahngras) 74 --- Dianthus giganteus (Große Nelke) 76 --- Echinocystis lobata (Stachelgurke) 78 --- Echinops sphaerocephalus (Drüsen blättrige Kugeldistel) 80 --- Elaeagnus angustifolia (Schmalblättrige Ölweide) 82 --- Elodea canadensis (Kanadische Wasserpest) 84 --- Elodea nuttallii (Schmalblättrige Wasserpest) 86 --- Epiobium diiatum (Drüsiges Weidenröschen) 88 --- Fallopia bohemica (Bastard-Staudenknöterich) 90 --- Fallopia japonica (Japan-Staudenknöterich) 92 --- Fallopia sachalinensis (Sachalin-Staudenknöterich) 94 --- Fraxinus pennsylvanica (Pennsylvanische Esche) 96 --- Galeobdolon argentatum (Silber-Goldnessel) 98 --- Gleditsia triacanthos (Amerikanische Gleditschie) 100 --- Helianthus tuberosus (Topinambur) 102 --- Heracleum mantegazzianum (Riesen-Bärenklau) 104 --- Hydrocotyle ranunculoides (Großer Wassernabel) 106 --- Impatiens balfourii (Balfour-Spring kraut) 108 --- Impatiens edgeworthii(Buntes Springkraut) 110 --- Impatiens glandulifera (Drüsiges Springkraut) 112 --- Impatiens parviflora (Kleines Springkraut) 114 --- Lagarosiphon major (Wechselblatt-Wasserpest) 116 --- Lonicera henryi (Henrys Geißblatt) 118 --- Lonicera tatarica (Tataren-Heckenkirsche) 120 --- Ludwigia grandiflora (Großblütiges Heusenkraut) 122 --- Ludwigia x kentiana (Kents Heusenkraut) 124 --- Lupinus polyphyllus (Vielblattrige Lupine) 126 --- Lycium barbarum (Gewöhnlicher Bocksdorn) 128 --- Lysichiton americanus (Gelbe Scheinkalla) 130 --- Mahonia aquifolium (Gewöhnliche Mahonie) 132 --- Miscanthus sacchariflorus (Großes Stielblütengras) 134 --- Miscanthus sinensis (Chinaschilf) 136 --- Myriophyllum aquaticum (Brasilianisches Tausendblatt) 138 --- Myriophyllum heterophyllum (Verschiedenblättriges Tausendblatt) 140 --- Paulow ia tomentosa (Chinesischer Blauglockenbaum) 142 --- Phedimus spurius (Kaukasus-Glanzfetthenne) 144 --- Phytolacca americana (Amerikanische Kermesbeere) 146 --- Pinus nigra (Schwarz-Kiefer) 148 --- Pinus strobus (Weymouth-Kiefer) 150 --- Pistia stratiotes (Wassersalat) 152 --- Populus canadensis (Bastard-Pappel) 154 --- Prunus laurocerasus (Lorbeerkirsche) 156 --- Prunus serotina (Späte Traubenkirsche) 158 --- Pseudotsuga menziesii (Gewöhnliche Douglasie) 160 --- Quercus rubra (Rot-Eiche) 162 --- Rhododendron ponticum (Pontischer Rhododendron) 164 --- Rhus typhina (Essig-Baum) 166 --- Robinia pseudoacacia (Robinie) 168 --- Rosa rugosa (Kartoffel-Rose) 170 --- Rubus armeniacus (Armenische Brombeere) 172 --- Rudbeckia laciniata (Schlitzblättriger Sonnenhut) 174 --- Sarracenia purpurea (Braunrote Schlauchpflanze) 176 --- Senecio inaequidens (Schmalblättriges Greiskraut) 178 --- Solida go canadensis (Kanadische Goldrute) 180 --- Solidago gigantea (Späte Goldrute) 182 --- Spartina anglica (Salz-Schlickgras) 184 --- Symphoricarpos albus (Gewöhnliche Schneebeere) 186 --- Symphyotrichum lanceolatum (Lanzett-Herbstaster) 188 --- Symphyotrichum novi-belgii (Neubelgien-Herbstaster) 190 --- Syringa vulgaris (Gewöhnlicher Flieder) 192 --- Telekia speciosa (Große Telekie) 194 --- Vaccinium atlanticum (Amerikanische Strauch-Heidelbeere) 196 --- Vallisneria spiralis (Wasserschraube) 198 --- Viburnum rhytidophyllum (Leberblattschneeball) 200 ---

Waldbauliche Analyse des Anbaues von Götterbaum in Ostösterrreich

Der aus Nordostchina stammende Götterbaum, Ailanthus altissima (Mill.) Swingle, breitet sich seit dem 2. Weltkrieg in Ostösterreich aus urbanen Gebieten in das Umfeld aus und konnte steigende Anteile an heimischen Waldgebieten einnehmen. Von forstlicher Seite werden Neophyten kontrovers diskutiert. Hohe Zuwachsleistungen, hohe Toleranz gegenüber dem Standort, und durch bereits erfolgte Invasion oftmals auch der Zwang zur waldbaulichen Berücksichtigung, legen eine Erforschung des Potenzials von Götterbaum nahe. Für den Waldbau von Götterbaum in Ostösterreich ist keine Literatur verfügbar und Erfahrungen beschränken sich auf die Ernte. Das Projekt 'Waldbauliche Analyse des Anbaues von Götterbaum in Ostösterreich' wird vom Institut für Waldbau, Universität für Bodenkultur geleitet und vom BMLFUW und der Papierholz Austria GmbH finanziert. Es soll durch die Anlage und Auswertung von Versuchsflächen (VF) einen Beitrag zur Erforschung des Potenzials dieser Baumart liefern. Auf fünf Standorten mit unterschiedlichem Grundgestein wurde im 3x3 m Raster Götterbaum gepflanzt. Dieser wurde durch die Firma LIECO GmbH & Co KG 2012 aus ungarischem Saatgut gezogen. Je Standort sollen drei unterschiedliche Behandlungsvarianten (bei 2 bis 3 Wiederholungen je Variante) angewendet werden. Dadurch wird eine Analyse des Einflusses von Standortsfaktoren auf die Entwicklung (Zuwachs, Qualität, Vitalität etc.) von Götterbaum möglich. Die Versuchsflächen (VF) wurden in Herrenbaumgarten im Weinviertel (VF Wilfersdorf, Löss), in den Donauauen bei Altenwörth (VF Grafenegg, Flussablagerungen der Donau), im Hollenburger Wald (VF Hollenburg, Konglomerat reich an kalkalpinem Geröll), am Südrand des Dunkelsteiner Waldes (VF Mitterau, Paragneis) und in Zeltweg (VF Zeltweg, Flussablagerungen der Mur) angelegt. Die Aufforstungen erfolgten im Herbst 2012 und Frühjahr 2013. Im Herbst 2013 und 2014 wurden die Bäume aufgesucht und deren Höhe vermessen. Es zeigt sich ein äußerst unterschiedliches Bild mit Baumhöhen zwischen 5 und 235 cm und Ausfällen 2014 von 51 % bis 100 %. Die Triebe 2013 und 2014 wurden größten Teils nicht von der Terminalknospe gebildet sondern von Knospen aus tiefer gelegenen Sprossteilen und teilweise auch aus der Wurzel. Nicht standortsangepasstes genetisches Material, ungünstige klimatische Bedingungen sowie Verunkrautung der Flächen sind mögliche Gründe für den schlechten Anwuchserfolg.

Fällung der Bäume im Hinterhof der Grafenwerthstr.

Ende Oktober wurden im Hinterhof der Grafenwerthstraße auf dem Dach der Tiefgarage sämtliche Bäume und Sträucher entfernt. Es gibt widersprüchliche Aussagen der Stadt zur Genehmigung und zum Hergang. Deshalb möchte ich Sie bitten, mir Kopien sämtlicher, den Vorfall betreffenden Unterlagen zu übermitteln oder Einblick zu gewähren. Das umfasst Dokumente wie den Antrag zur Fällung der Bäume, den innerstädtischen Austausch (Mails, Notizen etc.), das Genehmigungsschreiben, sämtliche Prüfgutachten, den Ausgleichsplan, die weiteren beantragten Sanierungsmaßnahmen und so weiter. Dies betrifft auch alle Informationen zum Fällen der zunächst verbliebenen vier Bäume. Auch bei den weiteren Antworten gibt es zahlreiche Widersprüche. Daher noch einmal die Fragen: 1. Aus welchem Grund wurden die Pappeln gefällt? Bitte nennen Sie den entsprechenden Paragraphen und Absatz, der ganz konkret zur Anwendung kam. 2. Sollten Sie sich auf § 6 Abs. 2 lit. c der Kölner Baumschutzsatzung (BSchS) berufen: Welche konkrete Gefährdung ging von den Bäumen aus? Wer oder was war gefährdet? Nennen Sie bitte in dem Fall zudem den konkreten Aufwand, der scheinbar nicht zumutbar war. 3. Die Bäume wurden so gefällt, dass riesige und tonnenschwere Stücke auf das Dach der Tiefgarage krachten. Und keinen Schaden hinterließen. Dies ist auch dokumentiert. Immer noch liegen circa 60 Tonnen Biomasse auf dem Dach und werden nicht entfernt. Wie steht das in Einklang mit der Aussage der Stadt, das Gewicht der Bäume sei zu hoch gewesen? 4. Bitte nennen Sie mir für die Fällung des Götterbaums, der Esche und der zwei Kirschbäume den entsprechenden Paragraphen und konkreten Absatz, der zur Anwendung kam. Wer hat die Sondergenehmigung aufgrund welcher Prüfung unterzeichnet? 5. Die Stadt schreibt, die Erlaubnis zum Fällen sei unter der Auflage erteilt worden, drei Ersatzpflanzungen auf dem Grundstück zu vorzunehmen. Laut Hausverwaltung bestehen keinerlei konkrete Pläne, was eine Sanierung der Tiefgarage oder die Neupflanzungen anbelangt. Liegen der Stadt Anträge oder Genehmigungen dazu vor? Fügen Sie diese bitte bei. 6. Die in Paragraph 5 Absatz 1 der Kölner Baumschutzsatzung (BSchS) geforderten Maßnahmen zur Erhaltung und zur Sicherung von geschützten Bäumen wurden bei den gefällten Bäumen nicht unternommen. Warum hat die Stadt nicht selbst früher reagiert oder Maßnahmen angeordnet? 7. Ist es korrekt, dass die Tiefgarage erhalten bleiben muss aufgrund der Stellplatznachweispflicht?

Ailanthus altissima (Mill.) Swingle Drüsiger Götterbaum Farn- und Blütenpflanzen Nicht bewertet

Die Art wird als invasiv eingestuft (Nehring et al. 2013).

Neophyten - Etablierung und Wachstum nichteinheimischer Pflanzenarten in Abhängigkeit von klimatischen Veränderungen auf einem Stadt-Land-Gradienten in Berlin

Die urbane Pflanzenwelt ist durch hohe Anteile nichteinheimischer Pflanzenarten (insbesondere Neophyten) geprägt. Im Vorhaben wird die Hypothese geprüft, dass die Ausbildung städtischer Wärminseln das Vorkommen termophiler Neophyten fördere. Am Beispiel exponierter Modellarten (Ailanthus altissima, Acer negundo, Acer platanoides) wird untersucht, inwieweit Etablierung, Wachstum und Phänologie nichteinheimischer Pflanzarten entland eines Stadt-Land-Gradienten mit Veränderungen des Temperaturhaushaltes korrelieren. Biomasseentwicklung und Mortalität der Pflanzen werden hierzu mit gemessenen Klimaparametern korreliert. Die Ergebnisse fördern das Verständnis kausaler Mechanismen, die zur spezifischen Ausprägung urbaner Floren führen.

Stadtklimatische Zonen 2000

Kennen Sie den Götterbaum? Und wussten Sie, dass Sie ihn an vielen Ecken in Berlin entdecken können? Der Baum gehört nicht zu Berlins ursprünglicher Natur, sondern stammt aus Asien. Aufgrund des Klimawandels und der ansteigenden Temperaturen in der Stadt, fühlt sich der Götterbaum hier jedoch richtig wohl. Er wächst schnell in die Höhe und lässt sich nicht von Trockenheit abhalten. Das ist nicht immer eine Freude: Weil sich der Götterbaum so rasant ausbreitet und dabei die heimischen Baumarten verdrängt. Der exotische Baum ist nur ein Beispiel dafür, wie Klimaveränderungen die Berliner Umwelt, Fauna wie Flora, prägen – und das auf eine immer andere Weise an jedem Standort. Denn überall herrschen andere klimatische Bedingungen. Um einen Überblick über die ökologische Gesamtsituation der Stadt zu bekommen, ist das Stadtgebiet in fünf Zonen eingeteilt, die sich durch ihre Veränderungen gegenüber ungestörten Verhältnissen abgrenzen. Kriterien sind die thermischen Veränderungen, die Feuchteveränderungen und die Modifikation der bodennahen Windverhältnissen. Die ungestörte Zone 0 umfasst beispielsweise Grünland, Äcker, Wälder und Rieselfelder. Bei Zone 1 handelt es sich um stadtnahe Waldgebiete, große Grünanlagen, landwirtschaftliche Flächen im Umland sowie um locker bebaute Siedlungen außerhalb Berlins. Zu Zone 2 gehören Kleingärten und große Freiraumflächen wie das Tempelhofer Feld und Teile des Großen Tiergartens. Zu Zone 3 zählen Stadtrandgebiete und kleine Parkflächen in der Innenstadt. Zone 4 beinhaltet die hochverdichtete Innenstadt und stark versiegelte Industriegebiete. Hier finden Sie Messergebnisse, Karten und Datenmaterial zu den einzelnen Zonen. Die Inhalte dieses Jahrgangs sind aktuell. Einleitung Datengrundlage Methode Kartenbeschreibung Literatur Karten Download

Stadtklimatische Zonen

2000 (aktuell) Kennen Sie den Götterbaum? Und wussten Sie, dass Sie ihn an vielen Ecken in Berlin entdecken können? Der Baum gehört nicht zu Berlins ursprünglicher Natur, sondern stammt aus Asien. Aufgrund des Klimawandels und der ansteigenden Temperaturen in der Stadt, fühlt sich der Götterbaum hier jedoch richtig wohl. Er wächst schnell in die Höhe und lässt sich nicht von Trockenheit abhalten. Das ist nicht immer eine Freude: Weil sich der Götterbaum so rasant ausbreitet und dabei die heimischen Baumarten verdrängt. Der exotische Baum ist nur ein Beispiel dafür, wie Klimaveränderungen die Berliner Umwelt, Fauna wie Flora, prägen – und das auf eine immer andere Weise an jedem Standort. Denn überall herrschen andere klimatische Bedingungen. Um einen Überblick über die ökologische Gesamtsituation der Stadt zu bekommen, ist das Stadtgebiet in fünf Zonen eingeteilt, die sich durch ihre Veränderungen gegenüber ungestörten Verhältnissen abgrenzen. Kriterien sind die thermischen Veränderungen, die Feuchteveränderungen und die Modifikation der bodennahen Windverhältnissen. Die ungestörte Zone 0 umfasst beispielsweise Grünland, Äcker, Wälder und Rieselfelder. Bei Zone 1 handelt es sich um stadtnahe Waldgebiete, große Grünanlagen, landwirtschaftliche Flächen im Umland sowie um locker bebaute Siedlungen außerhalb Berlins. Zu Zone 2 gehören Kleingärten und große Freiraumflächen wie das Tempelhofer Feld und Teile des Großen Tiergartens. Zu Zone 3 zählen Stadtrandgebiete und kleine Parkflächen in der Innenstadt. Zone 4 beinhaltet die hochverdichtete Innenstadt und stark versiegelte Industriegebiete. Hier finden Sie Messergebnisse, Karten und Datenmaterial zu den einzelnen Zonen. 04.10.07 Klimaanalysekarte 04.10.05 Bewertungsindex Physiologisch Äquivalente Temperatur (PET) (14:00 Uhr und 04:00 Uhr) Langjährige Entwicklung ausgewählter Klimaparameter Open-Data-Klimadaten beim DWD

Klima

Lufttemperatur, Feuchtigkeit, die Lage, Bebauung, Grünflächen und noch ein paar Dinge mehr sind entscheidend für das Stadtklima. Wie sich das Klima und seine entscheidenden Faktoren in Berlin verhalten und wie ihre Wirkung auf den Menschen positiv beeinflusst werden kann, erfahren Sie hier. Bild: Umweltatlas Berlin Klimaanalyse Immer mehr Menschen leben in Berlin und dadurch wird mehr gebaut – das hat Auswirkungen auf unser Stadtklima. Wie frisch ist unsere Luft? Wie stark heizt sich die Stadt im Sommer auf? Hier finden Sie analytische Karten zum Zustand des Stadtklimas. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Klimabewertung Wie sollte sich Berlin zukünftig entwickeln, um ein für den Menschen gesundes Klima in der Stadt zu sichern? Ein Baustein dafür ist die sogenannte Planungshinweiskarte Stadtklima, die als Grundlage für bauliche und planerische Entscheidungen dient. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Entwicklung von Klimaparametern Die langfristige Entwicklung von Klimaparametern wie etwa der Lufttemperatur zeigt, wie sich das Klima zurzeit darstellt und wie es sich zukünftig verändern könnte. Hier finden Sie Analysen zu Klimaparametern der vergangenen Jahrzehnte sowie einen Ausblick zum Klima in Berlin bis 2100. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Bioklima Vor allem heiße Sommernächte können unseren Kreislauf belasten und Schlaflosigkeit nach sich ziehen. Zur Wärmebelastung in Berlin finden Sie hier ausführliche Informationen, Karten und Daten. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Klimawandel Im Jahr 2100 haben wir in Berlin südfranzösische Verhältnisse – zumindest was das Klima betrifft. Warum wird die Hauptstadt immer wärmer? Und wieso können wir so weit in die Zukunft blicken? Hier finden Sie die Ergebnisse umfangreicher Modellberechnungen und Karten. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Oberflächentemperatur Wie warm und kalt ist es eigentlich in Berlin? Eine Möglichkeit, das herauszufinden, ist die Infrarot-Temperaturmessung von einzelnen Oberflächen wie Dächern, Straßen und Baumkronen. Wie das funktioniert und welche Erkenntnisse sich daraus gewinnen lassen, lesen Sie hier. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Niederschlagsverteilung Wie oft regnet es in Berlin? Und wie viele Tropfen kommen dann herunter? Hier finden Sie umfangreiche Messergebnisse und Karten zur langjährigen Niederschlagsverteilung und erhalten Informationen darüber, wie gut das Regenwasser in Berlin abfließen kann. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Stadtklimatische Zonen Was macht der asiatische Götterbaum in Berlin? Und was verrät er uns über das Klima in der Stadt? Hier finden Sie Antworten – und dazu einen detaillierten Überblick über die verschiedenen stadtklimatischen Zonen in Berlin. Weitere Informationen

Stadtklimatische Zonen 2000

Klimaparameter wie Lufttemperatur, Luftfeuchte, Schwülegefährdung und Windverhältnisse werden durch die in der Stadt vorhandenen Nutzungen, aber auch durch das Relief und die Vegetationsstrukturen nachhaltig verändert. Mit der Zonierung des Stadtgebietes in Bereiche unterschiedlich starker klimatischer Veränderungen soll ein zusammenfassender Beitrag zur Beschreibung der ökologischen Gesamtsituation geleistet werden. Im Zusammenwirken mit anderen Standortfaktoren wie z. B. den Nährstoff- und Feuchteverhältnissen des Bodens ist es möglich, spezifische, voneinander abgrenzbare Stadträume abzuleiten, denen bestimmte Pflanzen- und Tiergesellschaften zugeordnet werden können (vgl. Sukopp 1990). Für das Berliner Stadtgebiet liegen zahlreiche floristische und faunistische Untersuchungen vor, die den zum Teil prägenden Einfluss der klimatischen Standortbedingungen auf die Artenzusammensetzung deutlich machen: So liegt z.B. der spezifische Wert des Biotoptypes Moor im klimatisch unbeeinflussten Außenbereich vor allem in der sehr hohen Zahl seltener und gefährdeter subarktischer Arten, die hier als “Relikte der Späteiszeit” überdauern und unmittelbar an die extremen klimatischen Bedingungen mit sehr tiefen Temperaturminima über das gesamte Jahr und hohen Temperaturschwankungen gebunden sind (Arbeitsgruppe Artenschutzprogramm 1984). Auf der anderen Seite können auch städtische Klimabedingungen die Einwanderung bzw. Verbreitung von Arten begünstigen: Bestimmte Pflanzen wie der Götterbaum, die Robinie oder der Sommerflieder, zahlreiche Amphibien und Wirbellose finden im Bereich der städtischen Wärmeinsel einen geeigneten Lebensraum. Die klimatischen Charakteristika der Innenstadtbereiche wie Überwärmung, Schwülegefährdung und geringe Abkühlung können dagegen im Sommer für den Menschen eine hohe bioklimatische Belastung bedeuten. Die Umsetzung der Karteninhalte in planerische Hinweise aus klimatischer Sicht findet in der Klimafunktionskarte (Karte 04.07, SenStadt 2001d) ihren Niederschlag.

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