Während der „Energiekrise“ 2022/2023 konnte der Endenergieverbrauch (EEV) zum Teil sichtbar gemindert werden. Die Gründe dafür sind je nach Sektor unterschiedlich und nach wie vor wenig untersucht. Ziel des vorliegenden Kurzgutachtens ist eine ex-post Bewertung der Reduktion des EEV von Strom und Erdgas in den Jahren 2022 und 2023. Mittels ökonometrischer Analysen werden krisenbedingte Verbrauchsminderungen geschätzt. Es werden verschiedene Treiber für die geschätzten Verbrauchsminderungen des Strom- und Gasverbrauchs analysiert. Auf Basis der Erkenntnisse werden Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz und des Energiesparens gezogen.
Dieses Papier beschreibt einen Modellierungsansatz zur Abbildung von gering- und nicht-investiven Maßnahmen im Building Stock Transformation Model des Öko-Instituts. Es werden insbesondere kurzfristige Reaktionen auf Energiepreisschocks modelliert. Dafür werden die Effekte gering- und nicht-investiver Maßnahmen sowie nicht-investiver Verhaltensanpassungen in die Energiebedarfsberechnung integriert.Für das Jahr 2030 liegt das Einsparpotenzial in gasbeheizten Gebäuden zwischen 1,6 und 3,6 Mio. CO2 pro Jahr. Die Zielverfehlung des Klimaschutzgesetzes für den Gebäudesektor im Jahr 2030 entspricht dieser Größenordnung. Durch Emissionseinsparungen in Gebäuden, die noch mit fossilen Energieträgern beheizt werden, können gering- und nicht-investive Maßnahmen dazu beitragen, die Ziellücke zu schließen.
Das Mikroprojekt MPapWP zielt auf die Papierindustrie ab, was auch verwandte Produkte wie Zellulose oder Pappe beinhaltet. Der Prozesswärmebedarf der Papierbranche liegt zu mehr als 90% im Temperaturbereich unter 200 Grad C. Diese Temperaturobergrenze ermöglicht den Einsatz von sogenannten Hochtemperatur-Industriewärmepumpen, deren Potential und deren Integrationsanforderungen in der Papierbranche im Mikroprojekt MPapWP eruiert werden sollen. In der Umgebung Freiburg i. Breisgau/Schwarzwald gibt es derzeit mehrere Werke aus der Papierbranche , welche insgesamt zu größten Gasverbrauchern der Region gehören. Durch die drastisch gestiegenen Gaspreise sind die entsprechenden Firmen teilweise unter (finanziellen) Druck geraten, es wurden bereits erste Insolvenzen angemeldet. Hier können alternative Prozesswärme-Konzepte einen dringend benötigten Ausweg bieten. Ferner stellen Hochtemperatur-Kompressionswärmepumpen in Kombination mit Ökostrom eine deutlich CO2-ärmere Alternative zum Gasverbrauch dar. Es ist also ein großer Impakt sowohl in Bezug auf Versorgungssicherheit für die Industrie, als auch im Sinne von innovativen Lösungen für die Bereitstellung von klimaneutraler Prozesswärme zu erwarten.
Bei der Deckung des Wärmebedarfs, insbesondere im städtischen Umfeld, birgt die netzgebundene Wärmeversorgung erhebliche CO2- und auch Kostenreduktionspotentiale. Konkret ermöglicht eine netzgebundene Wärmeversorgungsinfrastruktur die hydraulische Einbindung unterschiedlichster (auch hybrider) Umwandlungstechnologien, Abwärme und Speicher, wodurch fossile Brennstoffe substituiert werden können, lokale Wertschöpfung gesteigert und insgesamt die Flexibilität des Energiesystems erhöht werden kann. Die Betreiber städtischer Fernwärmeversorgungssysteme sind gegenwärtig jedoch mit dem Problem konfrontiert, dass eine wirtschaftliche Fernwärmebereitstellung aufgrund externer Rahmenbedingungen zunehmend erschwert wird. Vor allem Betreiber erdgasbefeuerte KWK-Anlagen erwirtschaften aufgrund der Strompreisentwicklung auf den Marktplätzen kaum noch Gewinne. Zusätzlich stellen schwankende Gaspreise bzw. stellt allgemein die Versorgungssicherheit mit fossilen Energieträgern einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Vor diesem Hintergrund werden Lösungsansätze für neuartige Fernwärmekonzepte, die möglichst unabhängig von Energieträgerimporten betrieben werden können und die bestenfalls zusätzlich Systemflexibilität bereitstellen, essentiell wichtig. Im gegenständlichen Projektvorhaben werden als Reaktion auf die dargestellten Problemstellungen innovative technische Konzepte für eine Erweiterung urbaner Fernwärmeversorgungssysteme entwickelt und simulationstechnisch analysiert. Zielsetzung ist, durch die intelligente hydraulische Integration der Komponenten Langzeitwärmespeicher, (Groß-)Wärmepumpe und solarthermische Großanlage eine flexible Fernwärmebereitstellung zu ermöglichen und die Anteile erneuerbarer Energieträger als auch die Deckungsanteile aus Abwärmenutzung (KWK- Abwärme, Abwärme aus Müllverbrennung, Industrieabwärme) signifikant zu steigern. Konkret wird für drei charakteristische Fernwärmeversorgungsgebiete unterschiedlicher Größe (Wien, Klagenfurt, Mürzzuschlag) und mit unterschiedlichem Erzeugungsportfolio in der Grund-, Mittel- und Spitzenlastversorgung ermittelt, welche Anlagenkonfiguration und Einsatzreihenfolge einen techno-ökonomisch optimalen Erzeugungsmix zur Folge hat. Die für diese ganzheitlichen Analysen erforderlichen Methoden und Simulationswerkzeuge auf Komponenten- und Systemebene werden entwickelt und validiert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Untersuchungen am Beispiel konkreter Modellregionen innerhalb der gegenständlichen Fernwärmeversorgungsgebiete werden hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere urbane Fernwärmeversorgungsgebiete bewertet. (Text gekürzt)
Die Gasschwemme läutet eine Zeitenwende auf dem europäischen Gasmarkt ein. Der freie Gaspreis wird zur neuen Benchmark und bestimmt den Preistrend. Das neue Preisumfeld bringt viele Chancen und Herausforderungen für Haushalts- und Industriekunden, Stadtwerke, Regionalversorger, freie Händler, Newcomer, Kraftwerksbetreiber, Importeure und Gasproduzenten. Betroffen sind die traditionellen Langfristverträge und typische Großprojekte - rund um Pipelinebau, LNG-Infrastruktur und Gasspeicher. Die Versorgungssicherheit steigt, auch weil die Schwemme die Gas-OPEC schwächt.
Ziel des Projektes ist es, für alle relevanten Akteure im Bereich Verkehr das Spektrum der bestehenden Anpassungsoptionen auf höhere Öl- und Gaspreise aufzuzeigen: Dies umfasst auf der einen Seite die Möglichkeiten der Fahrzeug- und Kraftstoffindustrie sowie der Landespolitik, steuernd Einfluss zu nehmen. Auf der anderen Seite geht es um die Optionen der Öl und Gas verbrauchenden Wirtschaftsakteure sowie der privaten Verbraucherinnen und Verbraucher, auf die erwarteten Preiserhöhungen zu reagieren. Insbesondere sollte herausgearbeitet werden, welche Wirtschaftsakteure und welche Gruppen unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern von Erhöhungen der Kraftstoffpreise besonders betroffen wären. Bei den Handlungsmöglichkeiten soll zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Optionen unterschieden werden. Die Analyse der preisinduzierten Wirkung orientiert sich an den von der Enquetekommission vorgegebenen Preispfaden. Am 15. Juni 2007 wurden der Enquetekommission erste Zwischenergebnisse vorgestellt und ein vorläufiges Resümee abgegeben. Die Abschlusspräsentation fand am 21. September statt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 12 |
| Wissenschaft | 3 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
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| Förderprogramm | 10 |
| Text | 2 |
| License | Count |
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| Geschlossen | 2 |
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| Language | Count |
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| Deutsch | 12 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 11 |
| Webseite | 1 |
| Topic | Count |
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| Boden | 9 |
| Lebewesen und Lebensräume | 8 |
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