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SÖF- OHA - Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit - Ursachen und Alternativen, Teilprojekt 2: EcoReliability-Check

SÖF- OHA - Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit - Ursachen und Alternativen, Teilprojekt 1: Konsum- und Wirtschaftspraktiken

Weiterentwicklung von Strategien gegen Obsoleszenz einschließlich rechtlicher Instrumente

Das Vorhaben 'Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung - Schaffung einer Informationsgrundlage und Entwicklung von Strategien gegen Obsoleszenz (FKZ 3713 32 315, Prakash et al. 2016) hat gezeigt, dass Elektrogeräte kürzer genutzt werden als noch vor 10 Jahren. Die Gründe für einen frühzeitigen Neukauf sind dabei vielfältig und umfassen werkstoffliche, funktionale, ökonomische und psychologische Obsoleszenz. Das Vorhaben 'Stärkung eines nachhaltigen Konsums im Bereich Produktnutzung durch Anpassungen im Zivil- und öffentlichen Recht' (FKZ 3713 18 308, Schlacke et al. 2015) hat darüber hinaus untersucht, welche rechtlichen Möglichkeiten zur Stärkung eines nachhaltigen Konsums, insbesondere zu einer Verlängerung der Produktlebensdauer, bestehen. Aufbauend auf den bestehenden Erkenntnissen und Empfehlungen dieser beiden abgeschlossenen Forschungsvorhaben soll das Vorhaben ausgewählte Strategien gegen Obsoleszenz vertiefter ausarbeiten und ergänzende Fragestellungen untersuchen. Insbesondere sollen die technischen und rechtlichen Umsetzungsbedingungen für eine Sicherstellung der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Reparaturinformationen für herstellerunabhängige Reparaturbetriebe, Wiederverwendungseinrichtungen und Reparaturinitiativen sowie für Informationsanforderungen zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen vertieft ausgearbeitet werden. Es sind rechtliche Fragen zur konkreten Umsetzung der in der Studie FKZ 3713 18 308 empfohlenen Instrumente der Einführung einer Herstellergarantieaussagepflicht sowie der Erweiterung der verbraucherschutzrechtlichen Verbandsklagebefugnisse auf Umweltverbände zu bearbeiten. Es ist rechtswissenschaftlich zu untersuchen, inwiefern eine Verbindung zwischen Informationsanforderungen zur Produktlebensdauer und dem Gewährleistungsrecht besteht und inwiefern eine Verletzung öffentlich-rechtlicher Informations- und Kennzeichnungspflichten einen Mangel im Sinne des Paragraph 434 BGB darstellt und zu Ansprüchen nach dem Gewährleistungsrecht führt. Rechtsvergleichend sollen die im französischen Energiewendegesetzespaket vorgesehenen rechtlichen Regelungen gegen 'geplante Obsoleszenz' untersucht, bewertet und hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit geprüft werden. Es ist aus rechtlicher und technischer Sicht zu untersuchen, inwiefern sich der Parameter 'Mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall' (engl. Mean Time To Failure - MTTF) auch zur Festlegung einer Mindestlebensdauer von energieverbrauchsrelevanten Produkten eignen könnte.

Umweltbundesamt stellt Ergebnisse seiner Obsoleszenz-Studie vor

Am 15. Februar 2016 veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) eine gemeinsame Studie des Öko-Institut e.V. und der Universität Bonn, die zur Entwicklung von Strategien gegen Obsoleszenz erstmals detailliert das Konsumverhalten, die Austauschgewohnheiten sowie die Ursachen für Defekte bei Elektro- und Elektronikgeräten in den vier Produktkategorien Haushaltsgroßgeräte, Haushaltskleingeräte, Informations- und Kommunikationstechnik und Unterhaltungselektronik untersucht hat. Die Studie, die im Auftrag des UBA durchgeführt wurde, zeigt, dass die Elektro- und Elektronikgeräte aus vielfältigen Gründen ersetzt werden. Dabei wirken werkstoffliche, funktionale, psychologische und ökonomische Obsoleszenzformen zusammen und erzeugen ein hochkomplexes Muster. Die Analyse bestätigt, dass die Erst-Nutzungsdauer von den meisten untersuchten Produktgruppen in den letzten Jahren abgenommen hat. Im Bereich der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik sind Technologiesprünge und der Wunsch nach einem neuen Gerät häufig Auslöser für den Neukauf. Sogar bei Haushaltsgroßgeräten ist bei einem Drittel der Befragten der Wunsch nach einem besseren Gerät ausschlaggebend. Zeitgleich stieg der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die aufgrund eines Defekts bereits innerhalb der ersten fünf Jahre ersetzt wurden, von 3,5 Prozent im Jahr 2004 auf 8,3 Prozent im Jahr 2013. Eine gezielte kurze Produktlebensdauer, die die Hersteller mittels eingebauter Mängel erzeugen – die sogenannte geplante Obsoleszenz konnte in der Studie nicht nachgewiesen werden. Vielmehr kalkulieren Hersteller mit einer bestimmten Produktlebensdauer, die sich auch nach Zielgruppen, Einsatzbereichen und Produktzyklen richtet.

Weiterentwicklung von Strategien gegen Obsoleszenz einschließlich rechtlicher Instrumente, Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung: Schaffung einer Informationsgrundlage und Entwicklung von Strategien gegen 'Obsoleszenz'

Aufgabe des Forschungsvorhabens ist die Schaffung einer Datengrundlage und darauf aufbauend die Beschreibung und Beurteilung des Phänomens 'Obsoleszenz'. Den Schwerpunkt der Untersuchung sollen Elektro- und Elektronikgeräte, die für den Einsatz durch Privatverbraucher (Haushalte) konzipiert sind, bilden. Die recherchierten Daten und Beispiele sind systematisiert nach den Ursachen für die verkürzte Lebens- oder Nutzungsdauer darzustellen. Soweit verfügbar, sind insbesondere statistische Daten zu erheben (z.B. Entwicklung der durchschnittlichen Lebensdauer von Elektro- und Elektronikprodukten in den vergangenen Jahrzehnten) und signifikante Trends zu recherchieren. Fallstudien für drei Produktgruppen sollen die Datenerhebung vertiefen und Maßnahmen zur Erreichung einer möglichst langen oder verlässlichen Lebensdauer identifizieren. Auf dieser Basis sind mögliche Strategien gegen Obsoleszenz zu entwickeln. Dabei sind vor allem überprüf- und messbare Parameter und Maßnahmen zu identifizieren, die auf eine lange Lebensdauer von Produkten oder von wichtigen Produktkomponenten abzielen. Der Ausbau der Gewährleistung und des kollektiven Rechtsschutzes im Verbraucherrecht ist nicht Gegenstand des Vorhabens.

Weiterentwicklung von Strategien gegen Obsoleszenz einschließlich rechtlicher Instrumente, Stärkung des nachhaltigen Konsums durch Änderungen im Zivilrecht, insbesondere im Schuldrecht

Der abschließende Projektbericht ist bereits eingereicht. Bei dem Projekt handelt es sich um ein inter- und intradisziplinäres Forschungsvorhaben zur Entwicklung rechtlicher Instrumente, die dem nachhaltigen Konsum dienen. Es wurden insbesondere Instrumente aus dem Gewährleistungsrecht, Kaufrecht und Lauterkeitsrecht entwickelt, die auch aus institutionen-ökonmoischer Sicht postiv bewertet werden konnten.

Langlebige Produkte fördern: Was die Politik tun kann

<p>In deutschen Haushalten gibt es immer mehr Elektrogeräte. Und oft ist ihre Lebens- oder Nutzungsdauer kürzer als für die Umwelt sinnvoll. Die vielfältigen Gründe und was die Umweltpolitik dagegen tun kann, waren Themen der UBA-Konferenz „Wider die Verschwendung II“. Die Vorträge liegen jetzt zum Nachlesen vor.</p><p>Zwischenergebnisse noch laufender Forschungsprojekte, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, zeigen verschiedene Wege auf: Über die Ökodesign-Richtlinie könnten technische Mindestanforderungen an Geräte oder Komponenten festgelegt werden. Eine Garantieaussagepflicht, die Angaben zur Lebensdauer des Produktes und zum Vorhandensein eines Reparaturservices umfasst, würde langlebigen Produkten einen Marktvorteil bringen und Anreize für Hersteller schaffen, haltbarere Verschleißteile einzubauen. Sinnvoll wäre auch die Förderung von „Nutzen statt Besitzen“-Modellen sowie sozialer Innovationen, wie zum Beispiel Reparatur-Cafés.</p>

Elektro- und Elektronikgeräte kürzer im Gebrauch als früher

<p>Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen neu gekaufte Fernsehgeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockener und Kühlschränke heute kürzer als noch vor einigen Jahren. Ursache ist teils der Wunsch nach einem besseren Gerät, etwa bei Flachbildfernsehern, teils ein früher Defekt des Gerätes, etwa bei Waschmaschinen.</p><p>Das zeigen erste Ergebnisse einer ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠-Studie, in der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Daten von Haushaltsgroß- und -kleingeräten, von Geräten aus der Unterhaltungselektronik sowie von Informations- und Kommunikationstechniken im Zeitraum 2004 bis 2012 analysierten. Im zweiten Teil der Studie sollen die Ursachen der Geräteausfälle und -defekte systematisch untersucht werden. Aus der Gesamtstudie will das UBA Empfehlungen für Hersteller, Verbraucher und den Gesetzgeber ableiten, um eine sinnvolle Mindestlebens- und -nutzungsdauer von Geräten abzusichern.</p>

Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist, eine fundierte Datengrundlage zur Beschreibung und Beurteilung der Erscheinung Obsoleszenz bzw. der durchschnittlich erreichten Produkt-lebens- und Nutzungsdauer zu schaffen und darauf aufbauend handlungssichere Strategien gegen Obsoleszenz zu entwickeln. Die Zwischenergebnisse zeigen, dass bei Haushaltsgroß-geräten die durchschnittliche Erst-Nutzungsdauer in Deutschland zwischen 2004 und 2012/2013 leicht von 14,1 auf 13,0 Jahre zurückgegangen ist. Ein Defekt ist die Hauptursache für einen Austausch und machte in 2012 55,6% der Gesamtersatzkäufe aus. Auf der anderen Seite lässt sich feststellen, dass fast ein Drittel der Haushaltsgroßgeräte ausgetauscht werden, obwohl sie noch funktionieren. Kritisch zu sehen ist die Zunahme der Ersatzkäufe bei Geräten, die jünger als 5 Jahre sind. Hier erfolgte zwischen 2004 und 2012/2013 eine Steigerung des Anteils an allen Ersatzkäufen von 7% auf 13%.<BR>Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/

Influence of the service life of products in terms of their environmental impact: establishing an information base and developing strategies against "obsolescence"

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist, eine fundierte Datengrundlage zur Beschreibung und Beurteilung der Erscheinung Obsoleszenz bzw. der Trends der erreichten Produktlebens- und Nutzungsdauer zu schaffen und darauf aufbauend handlungssichere Strategien gegen Obsoleszenz zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass die Elektro- und Elektronikgerate aus vielfaltigen Gründen ersetzt werden. Dabei wirken werkstoffliche, funktionale, psychologische und ökonomische Obsoleszenzformen zusammen und erzeugen ein hochkomplexes Muster. Selbst die Ursachen der werkstofflichen Obsoleszenz sind in der Regel sehr divers und ermöglichen somit keine eindeutige Schwerpunktsetzung. Die Analyse bestätigt außerdem, dass die ErstNutzungsdauer von den meisten untersuchten Produktgruppen in den letzten Jahren abgenommen hat. Dabei wurde festgestellt, dass mehr Elektro- und Elektronikgerate ersetzt werden, obwohl sie noch gut funktionieren und der Wunsch nach einem besseren Gerat kaufentscheidend ist. Auf der anderen Seite wird auch festgestellt, dass ein beträchtlicher Anteil von Elektround Elektronikgerate ersetzt und entsorgt wurde, bevor die Gerate die durchschnittliche ErstNutzungsdauer oder das Alter von 5 Jahren erreicht haben. Aus ökologischen Gesichtspunkten schneiden die langlebigen Waschmaschinen, TV-Gerate und Notebooks in allen Umweltkategorien besser ab als die kurzlebigen Varianten. Ob die Anschaffung eines langlebigen Gerätes auch ökonomisch sinnvoll ist, hangt entscheidend davon ab, wie hoch der Unterschied der Anschaffungskosten zwischen kurz- und langlebigen Produkten ist und ob kostenaufwändige Reparaturen/Aufrüstungen durchgeführt werden müssen, um eine längere Nutzungsdauer zu erreichen. In Anbetracht der technologischen Weiterentwicklungen und Innovationen bei Elektro- und Elektronikgeraten bilden Lebensdaueranforderungen, Standardisierung und Normung den Kern der übergeordneten Strategien gegen Obsoleszenz. Darüber hinaus müssen innovative Service-Modelle der Hersteller, Mindestanforderungen an die Software, Verbesserung der Verbraucherinformationen, Erhöhung der Informationspflichten der Hersteller und verbesserte Reparaturfähigkeit der Gerate ebenfalls umgesetzt werden. Quelle: Forschungsbericht

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