Zielsetzung:
Der Gesundheitssektor zu dem HygCen Germany als akkreditiertes Prüflabor für Desinfektionsmittel und Medizinprodukte gehört ist für 4,4% der Treibhausgase verantwortlich. Besonders hoch ist der Anteil der Emissionen im Scope 3. Diese Emissionen umfassen sonstige indirekte Treibhausgas-Emissionen, die schwerpunktmäßig mit den Unternehmenstätigkeiten verbunden sind. Für HygCen Germany beinhaltet das insbesondere den hohen Verbrauch von hochwertigen Einmal-Kunststoffartikeln, die aktuell nach Gebrauch zunächst autoklaviert werden und anschließend als Abfall entsorgt werden.
Infektiöse Abfälle aus dem Gesundheitsbereich werden in Deutschland als gefährlicher Abfall mit dem Abfallschlüssel
18 01 03* zunächst mit in der RKI-Liste aufgeführten Verfahren inaktiviert und müssen anschließend als Abfall mit dem Abfallschlüssel 18 01 04 thermisch verwertet werden.
Die Krankenhäuser in Deutschland produzieren im Jahr rund 4,8 Millionen Tonnen Müll. Die gemeinnützige Organisation Practice Greenhealth geht davon aus, dass rund 25 Prozent des anfallenden Abfalls in Krankenhäusern aus Plastik besteht. Das sind 1,2 Millionen Tonnen Plastik. Wenn es mit unserem Verfahren perspektivisch gelingt 10% davon stofflich zu recyclen, wären das etwa 100 000 Tonnen Plastik und somit ein ganz erheblicher Beitrag zum Klimaschutz.
Gemeinsam mit den Projektpartnern, dem Maschinenbauer Ermafa Environmental Technologies GmbH und dem Institut für Polymer- und Produktionstechnologien e. V. IPT möchten wir die Machbarkeit dieses Vorhabens prüfen.
Diese interdisziplinäre Forschungsgruppe (FOR) adressiert die erstaunlich große Evidenzlücke zu Klimawandel und Gesundheit in Subsahara-Afrika. In der ersten FOR-Phase konzentrierten wir uns auf die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels, die Bewertung potenzieller Anpassungsstrategien zur Beseitigung dieser Auswirkungen und die Zukunftsprojektionen sowohl der gesundheitlichen Auswirkungen als auch der potenziellen gesundheitlichen Vorteile von Anpassungsstrategien. Wir arbeiten in ländlichen Systemen zur demographischen und gesundheitlichen Berichterstattung (HDSS) im Nordwesten von Burkina Faso und im Südwesten Kenias, wo Unterernährung, kardiovaskulärer Hitzestress und Malaria vorherrschende Gesundheitsprobleme sind. An beiden Standorten haben wir das HDSS zu klimabereiten Bevölkerungsobservatorien mit demografischen, Gesundheits-, Klima-, sozioökonomischen, landwirtschaftlichen und Verhaltensdaten ganzer Bevölkerungskohorten weiterentwickelt. Die bestehenden Modelle für Klimaabschätzungen, Klimafolgen und ökonomische Effekte wurden durch Downscaling, Bias-Korrektur und landesweite Wirtschafts- und Gesundheitsdaten auf die Studienorte zugeschnitten. Historische und zukünftige Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den drei Gesundheitsendpunkten wurden hergestellt und werden in der zweiten FOR-Phase vorangetrieben. Wir werden zukünftig mehr Fokus auf Anpassungsstrategien legen, um Best-Practice-Beispiele für die Gestaltung, Umsetzung und Bewertung von Anpassungsstrategien bereitzustellen. Das übergeordnete Ziel der zweiten FOR-Phase ist es, ein vertieftes Verständnis über die Wirksamkeit lokaler Anpassungsstrategien auf die Gesundheit in Subsahara-Afrika zu gewinnen - heute und unter zukünftigen Klimaszenarien. Wir haben vier spezifische Zielstellungen: i) Identifizierung und Quantifizierung potenzieller Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels auf Unterernährung, Malaria und Hitzestress; ii) Bestimmung der Wirksamkeit und der potenziellen sozioökonomischen Kosten von spezifischen Anpassungsstrategien für die Klimaauswirkungen auf Unterernährung, Malaria und Hitzestress; iii) Quantifizierung der wirtschaftlichen Auswirkungen klimabedingter Gesundheitsfolgen und Anpassungsstrategien auf nationaler Ebene; und iv) Bestimmung der Bedeutung der menschlichen Mobilität für klimawandelbedingte Gesundheitsauswirkungen und Anpassungsstrategien. Wir werden Bevölkerungsmobilität in die Forschungsagenda integrieren, da sie in Subsahara-Afrika eine wichtige Rolle im Nexus „Klimawandel und Gesundheit“ spielt. Unsere konzertierten Bemühungen aus den Gesundheits-, Natur- und Sozialwissenschaften werden einzigartige Evidenz liefern für die Entscheidungsfindung über politische Maßnahmen und Investitionen, um in Subsahara-Afrika die Folgen des Klimawandels einzudämmen, Anpassung an die bestehenden Auswirkungen zu ermöglichen und die lokalen Gesundheitssysteme zu stärken.
Ziel des Vorhabens ist es, ein gesamtheitliches Konzept zur Nährstoffrückgewinnung und Energieoptimierung auf der Kläranlage Felsalbe umzusetzen. Diese ist ausgelegt für 36.500 Einwohnerwerte (EW) und verfügt über eine zentrale Schlammbehandlungsanlage. Die technische Innovation des neuen Pilotprojektes besteht in der Kombination von Thermodruckhydrolyse im Teilstromverfahren und zwischengeschalteter Hochlastfaulung mit anschließender Fällung von Magnesiumammoniumphosphat. Es sollen jährlich 9.000 Kubikmeter Sekundärschlamm mit dem Ziel behandelt werden, 250 Tonnen Magnesiumammoniumphosphat aus dem Faulschlamm zurückzugewinnen. Magnesiumammoniumphosphat kann wegen seiner guten Pflanzenver- fügbarkeit direkt als Düngemittel eingesetzt werden. Zusätzlich ist geplant, aus einem Teil der im Schlamm enthaltenen Stickstofffracht Flüssigdünger in Form von Ammoniumsulfat (ca. 30 Tonnen pro Jahr) zu gewinnen, um so die anlageninterne Rückbe- lastung mit Ammonium zu verringern. Mit dem Vorhaben können mehr als 60 Prozent Phosphor zurückgewonnen werden. Die Gasausbeute soll sich um 15 Prozent und die Eigenenergieerzeugung von 10 auf 16 Kilowattstunden pro EW steigern. Der Energieverbrauch kann von 18 auf 16 Kilowattstunden pro EW gesenkt werden. Die damit verbundene Verringerung des CO 2 -Ausstoßes beträgt rund 75 Tonnen pro Jahr. Die Reduktion des Klärschlamms beträgt bis zu 15 Prozent, die Einsparung an Fällmittel bis zu 60 Prozent und von Polymer bis zu 50 Prozent.
Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung
Umweltbereich: Wasser / Abwasser
Fördernehmer: Stadt Pirmasens
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Laufzeit: seit 2016
Status: Laufend
Das Statistische Landesamt Mecklenburg-Vorpommern wurde auf Erlaß der Landesregierung vom 20. Dezember 1990 zum 01. Januar 1991 errichtet.
Es ist eine Landesoberbehörde im Geschäftsbereich des Innenministeriums und hat seinen Sitz in Schwerin.
Auf der Grundlage des Bundes- und Landesstatistikgesetzes sowie nach Richtlinien und Verordnungen der Europäischen Union werden im Amt rund 250 regelmäßig anfallende Einzelerhebungen sowie einmalige Statistiken bzw. sich in größeren Abständen wiederholende Zählungen bearbeitet. Neben den im UDK im engeren Sinne umweltrelevanten Bereichen Verkehr, Bau, Landwirtschaft, Bevölkerung, Energie und Umwelt werden im Statistischen Landesamt Mecklenburg- Vorpommern desweiteren Daten zu Wahlen, Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen und Soziales, Wirtschaft, Bildung, Handel, Gastgewerbe/Tourismus, Preisen, Steuern und öffentliche Finanzen erfaßt. Alle Daten sind ein Teil der staatlich angebotenen Infrastruktur und jedermann zugänglich.
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