Eine effiziente, tiergerechte und umweltschonende Schweineproduktion ist sowohl für die öffentliche Akzeptanz als auch für die Nachhaltigkeit der Schweinefleischerzeugung von erheblicher Bedeutung. Aufgrund der Vorgaben der neuen Düngeverordnung besitzt dabei der Aspekt der Effizienz der Nährstoffverwertung (Synonym Nährstoffeffizienz) einen besonderen Stellenwert. Grundsätzlich hängt die Höhe der Stickstoff-(N) Ausscheidung von der Qualität und Menge des angebotenen Futters und von der Effizienz des Tieres ab, die essentiellen Nährstoffe für Erhaltung und Leistung umzusetzen. Eine zentrale Bedeutung besitzt dabei die Qualität (Aminosäurenmuster) und die praecaecale Verdaulichkeit des Rohproteins (XP). Die NAusscheidungen der Schweine lassen sich durch eine Verminderung des XP-Gehaltes im Futter reduzieren. Es ist jedoch zu vermuten, dass solche Fütterungsstrategien nur bei Schweinen erfolgreich sind, die aufgrund ihres genetischen Potentials effizient das praecaecal verdauliche XP verwerten können. Ohne diese genetische Voraussetzung sind Einbußen in verschiedenen Produktions- und Fitnessmerkmalen zu erwarten, die sich in Form sogenannte Genotyp*Umwelt- (G*U-) Interaktionen nachweisen lassen. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieses Projektes die Verbesserung der genetisch fundierten Nährstoffeffizienz heranwachsender Schweine beim Einsatz N-reduzierter Rationen. Für die Untersuchung möglicher G*U-Interaktionen soll die individuelle Futteraufnahme und Nährstoffeffizienz möglichst exakt gemessen werden. Zudem sollen Merkmale des Tierwohls und der Tiergesundheit unter Berücksichtigung der Immunität und Zusammensetzung des Mikrobioms erfasst werden.?
Trotz unseres generellen Verständnisses von Erdbeben-Prozessen sind die Details hinsichtlich der Erdbebenentstehung und ihrer Bruchausbreitung noch nicht vollständig verstanden. Darüber hinaus sind die Faktoren, welche die Häufigkeit und Stärke von Erdbeben bestimmen, Gegenstand andauernder Forschung. Wir beabsichtigen, diese Fragestellungen in unserem Forschungsvorhaben mit einer umfassenden Studie zu Seismizität in tiefen Goldminen in Südafrika anzugehen. Die Seismizität in den Goldminen umfasst sowohl Minen-induzierte Erdbeben als auch Nachbebenserien. Wir vermuten, dass die begrenzte Größe und die Geometrie des Gesteinsvolumen, in dem das Spannungsfeld verändert wird, die Nukleation und Ausbreitung von Brüchen und die Magnitudenhäufigkeiten beeinflussen. Zum Testen unserer Hypothese werden wir neuartige Verfahren auf die Seismizität anwenden, welche sowohl wellenform-basierte als auch probabilistische Methoden umfassen. Diese Methoden wurden vor Kurzem entwickelt und konnten bereits erfolgreich auf fluid-induzierte Seismizität angewendet werden. Diese beinhalten Abbildungsverfahren der Bruchdimension und der Ausbreitungsrichtung sowie Studien der Magnitudenstatistik. In diesem Projekt planen wir die Anwendung dieser Verfahren auf die Seismizität in den tiefen Goldminen. Das wird zu einem besseren Verständnis der Seismogenese und zu einer verbesserten seismischen Gefährdungseinschätzung in den Minen beitragen.
Am 23. August 2017 veröffentlichte die brasilianische Regierung im Amtsblatt ein Dekret, das den Naturschutz-Status von mehr als vier Millionen Hektar Regenwald im Amazonas-Gebiet aufhebt. Künftig ist der Abbau von Rohstoffen dort erlaubt. Das von Präsident Michel Temer unterzeichnete Dekret betrifft das 1984 geschaffene Reservat Nacional do Cobre e Associados in der Grenzregion der Bundesstaaten Amapá und Para im Norden Brasiliens. In der Region werden große Gold-Vorkommen vermutet aber auch große Eisenvorräte, Kupfer und andere Erze. Zahlreiche illegale Minen existieren bereits in Oiapoque, Pedra Branca do Amapari, Tartarugalzinho, Mazagão und Calçoene. Ab sofort dürfen Konzessionen zum Abbau vergeben werden.
Die Versorgung mit Metallen unterliegt zunehmend Risiken und Beschränkungen, die sich derzeit in der Volatilität der Weltmarktpreise zeigt. EU, Bundesregierung und die Fachwelt sprechen von kritischen Rohstoffen und fordern den effizienten Umgang mit den Ressourcen, u.a. die verstärkte Nutzung in Kreisläufen. Das Edelmetall Gold zählt nicht unmittelbar zu den kritischen Rohstoffen, nimmt aber die Rolle des knappen und begehrten Metalls seit Jahrtausenden ein. Im Schmuckbereich wird es zu einem großen Teil immer wieder recycelt. Neue Anwendungen im Hightech-Bereich, z.B. in der Elektronik, kommen hinzu und erschweren dieses Recycling. Hauptproblem ist dabei die Logistik und die Aufkonzentration der Produktströme, die das Recycling kostenmäßig und energetisch aufwendig machen. Gleichzeitig ist der Abbau von Primärgold mit großen ökologischen und sozialen Problemen verbunden, etwa im informellen Artisanal Mining-Bereich in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dies beeinflusst erheblich die Umweltbilanz des Rohstoffs Gold. Zusammen mit führenden Scheideanstalten sollen die wichtigsten Gewinnungs-, Verarbeitungs- und Recyclingpfade für Gold ganzheitlich untersucht werden. Die Vor- und Nachteile werden dargestellt, Lücken in den weltweit gebräuchlichen Datensätzen, z.B. für LCA, geschlossen. Die Probleme des Artisanal Mining und die Chancen des Recyclings werden erörtert. Gold ist somit Fallbeispiel für eine heute schon reale Kreislaufwirtschaft eines knappen Metalls.
Die peruanische Regierung hat in der Amazonasregion Madre de Dios einen Notstand ausgerufen. Bei Anwohnern seien erhöhte Quecksilberkonzentrationen nachgewiesen worden, 41 Prozent der regionalen Bevölkerung sind laut Umweltministerium betroffen. Die Verschmutzung gehe auf illegalen Bergbau zurück. In der Grenzregion zu Brasilien und Bolivien gibt es zahlreiche illegale Goldminen. Die Bergarbeiter verwenden das hochgiftige Quecksilber, um Gold aus Gestein zu lösen. Quecksilber verseuche das Wasser, die Luft und Erdablagerungen, heißt es in einem Bericht der Regierung. Der Notstand gilt zunächst für 60 Tage. Der illegale Bergbau ist in Peru seit Jahren ein Problem und gilt als eine Hauptursache für die Abholzung des Regenwalds. Nach Schätzungen des Umweltministeriums gibt es mehr als 70.000 informelle Bergarbeiter.
Am 28. Januar 2011 zeichneten die unabhängige entwicklungspolitische Organisation „Erklärung von Bern“ und Greenpeace Schweiz parallel zum Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos zwei Unternehmen mit dem Public Eye Awards 2011 aus. Mit dem Schmähpreis werden Unternehmen, die exemplarisch für WEF-Mitglieder und Unternehmen stehen, für besonders menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken prämiert. Der Publikumspreis ging via Internet-Voting an den finnischen Energiekonzern Neste Oil. Die Nichtregierungsorganisationen werfen dem finnischen Unternehmen Neste Oil vor, verantwortlich für Landnahme, Vertreibung von Menschen und die Zerstörung von Regenwald und Mooren vornehmlich in Malaysia und Indonesien ist. Den Jurypreis erhielt der südafrikanische Minenkonzern AngloGold Ashanti. Dem Bergbau-Unternehmen werfen die EvB und Greenpeace die Verschmutzung und Austrocknung von Flüssen sowie Vergiftung von Menschen und Land beim Goldabbau in Ghana und Menschenrechtsverletzungen vor.
The direct observation of gas transport in fractured hard rock and the seismic signal recording performed at 3.54 km depth, TauTona gold mine, South Africa, are the basic results of our recently completed ICDP-project DAFGAS, conducted in the framework of the international NELSAM-DAFSAM project, Natural Earthquake Laboratory in South African Mines - Drilling Active Faults in South African Mine. The significant variations of certain geogases and the local seismic signal attested the blasting triggered geogas transport through fractured hard rock. But lacking isochronal geogas and seismic data prevented the explicit cross-correlation data analysis. The aim of this current project is the collection of contemporaneous geogas and seismic data as basis prerequisite for the further understanding of the interrelation between fluid flow and seismicity at earthquake focal depth. With our existing sensor based gas monitoring system, four reactivated seismometers, and support from the seismic surveillance team of the TauTona mine and from students from the University of the Free State, Bloemfontein, SA, we are confident of reaching this aim.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Biomining-Verfahrens, mit dem sich Lanthan, Europium, Gold und Palladium aus Schlammrückständen, niedrighaltigen Erzen und Prozesswässern des herkömmlichen Gold-/ Palladium- und Rare Earth Element-Bergbaus gewinnen lassen und damit eine weitgehend vollständige Extraktion der im Schlamm enthaltenen Restmetallgehalte erreicht wird. Dieses Verfahren mit (1) Anreicherung der Wertstoffe, (2) Gewinnung der Wertstoffe und (3) Verwertung der Biomaterialien umfasst in sich geschlossene Stoffkreisläufe und ist damit aus ökonomischer und umweltrelevanter Sicht herkömmlichen Verfahren überlegen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 29 |
| Europa | 1 |
| Land | 1 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 5 |
| Förderprogramm | 14 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 12 |
| Offen | 20 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 21 |
| Englisch | 14 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 5 |
| Dokument | 3 |
| Keine | 20 |
| Webseite | 11 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 29 |
| Lebewesen und Lebensräume | 31 |
| Luft | 23 |
| Mensch und Umwelt | 32 |
| Wasser | 23 |
| Weitere | 31 |