- Vollzug des hamburgischen Abwassergesetzes bzgl. des Sielanschluss- und Benutzungszwangs - Fertigung und Koordinierung von Stellungsnahmen zu baurechtlichen Verfahren nach § 62 HBauO sowie Beratung der Betriebe/Planverfasser/Fachbetriebe über die Entwässerungstechnik - Zulassung von Zertifizierungsorganisationen, Sachverständigenorganisationen und Fachbetrieben - Erhebung der Abwasserabgabe und Beratung der Direkteinleiter zu Sanierungsmaßnahmen und zu Verrechnungsmöglichkeiten mit der Abwasserabgabe - Vollzug des Umweltschutzrechts (Abwasser-, Wasser- und Abfallrecht) durch Zulassungen und Überwachung bei industriellen, gewerblichen und kommunalen Anlagen und Betrieben sowie Beratung zu anlagen- und betriebsbezogenen Gewässerschutzstandards
ID: 4905 Allgemeine Informationen Kurzbeschreibung des Vorhabens: Das Bauvorhaben hat im Wesentlichen die Elektrifizierung der bestehenden Strecken 5600 (München Ost – Simbach/Inn – Grenze D/A, Bahn-km 72,042 – 75,958), 5723 (Mühldorf – Freilassing, Bahn-km 0,00 – 7,3) und 5725 (Tüßling - Burghausen, Bahn-km 7,268 – 8,5) im Planfeststellungsabschnitt 2.2 des Planungsabschnitts 2 der Ausbaustrecke ABS/NBS München - Freilassing - Grenze D/A - Simbach - Grenze D/A zum Gegenstand. Das Bauvorhaben beinhaltet neben der Elektrifizierung der bestehenden Strecken, einschließlich der Bahnhöfe Mühldorf am Inn und Tüßling, den Neubau eines Unterwerkes in Mühldorf am Inn mit Neubau von Bahnstromleitungsfeldern und eines Schaltpostens Tüßling, den Umbau von Bahnsteigen in den Bahnhöfen Mühldorf am Inn und Tüßling, Spurplananpassungen im Bahnhof Mühldorf am Inn, Ergänzung von Fußgänger- und Straßenüberführungen mit Berührungsschutz, Ausrüstung mit ETCS, Erdung bestehender Eisenbahnüberführungen, Anpassung von Lärmschutzwandabschnitten an die neue Oberleitungsanlage, Neubau und Anpassung der Entwässerung, Schall- und Erschütterungsmaßnahmen sowie Folgemaßnahmen an kreuzenden Bauwerken und bahnparallelen Wegen und Straßen, die Festlegung von Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich erheblicher Umweltauswirkungen sowie Grunderwerb und vorübergehende Inanspruchnahmen von Grundstücken (insbesondere für Baustelleneinrichtungsflächen). Das Bauvorhaben erstreckt sich über das Gebiet der Stadt Mühldorf am Inn und der Gemeinden Polling und Markt Tüßling. Trassenferne landschaftspflegerische Maßnahmen sind in den Gemeinden Burgkirchen/Alz und Eurasburg sowie im Mühldorfer Hart vorgesehen. Raumbezug In- oder ausländisches Vorhaben: inländisch Ort des Vorhabens Verfahrenstyp und Daten Eingangsdatum der Antragsunterlagen: 14.11.2024 Art des Zulassungsverfahrens: Planfeststellung (Anhörung durch EBA) UVP-Kategorie: Verkehrsvorhaben Zuständige Behörde Verfahrensführende Behörde: Name: Eisenbahn-Bundesamt (Außenstelle München) Arnulfstraße 9/11 80335 München Deutschland Vorhabenträger DB InfraGO AG Richelstraße 3 80634 München Deutschland Öffentlichkeitsbeteiligung Auslegung: Öffentliche Bekanntmachung Kontaktdaten des Auslegungsortes Eisenbahn-Bundesamt Arnulfstraße 9/11 80335 München Deutschland Eröffnungsdatum der Auslegung 07.04.2025 Enddatum der Auslegung 06.05.2025 Weitere Einzelheiten der Öffentlichkeitsbeteiligung im konkreten Verfahren Auf Verlangen eines Beteiligten kann eine leicht zu erreichende Zugangsmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Hierfür ist die Anhörungsbehörde während der Dauer der Veröffentlichung im Internet (07.04.2025 bis einschließlich 06.05.2025) schriftlich unter der Adresse: Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle München, Arnulfstraße 9/11, 80335 München oder per E-Mail an Sb1-mue-nrb@eba.bund.de zu kontaktieren (§ 18a Abs. 3 Satz 2 AEG). Ende der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 06.06.2025 Beginn der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 07.04.2025 Verfahrensinformationen und -unterlagen Verlinkung auf die externe Vorhabendetailseite Verfahrensinformationen auf der EBA Internetseite
<p>Wie gelingt wirksame Starkregenvorsorge? </p><p>Aufgrund der Erderhitzung werden extreme Wetterereignisse wie die aktuellen Starkregenfälle in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen noch häufiger und heftiger auftreten. Neben konsequentem Klimaschutz ist es daher wichtig, dass wir uns anpassen. Wir zeigen, wie Kommunen und Privatpersonen gegen Starkregen vorsorgen können.</p><p>Bei einem ungebremsten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Starkregen#alphabar">Starkregen</a> im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/neue-analyse-zeigt-risiken-der-erderhitzung-fuer">Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA)</a> des Bundes. Wir zeigen hier Beispiele dafür, wie sich Kommunen besser an Starkregenereignisse anpassen können.</p><p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>-Projekt Regen//Sicher</p><p>Um Städte und Gemeinden wirksam vor den Folgen von Starkregen zu schützen, benötigt es vor Ort gemeinsame Anstrengungen von Kommune und Bürger*innen. Im Vorhaben <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/kommunen-koennen-kommunikation-starkregenvorsorge">„Regen//Sicher“</a> im Auftrag des Umweltbundesamts wurde deshalb ein breites Spektrum an Kommunikations- und Aktivierungsformaten in den Modellkommunen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xL4IMbjNODM">Worms</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S1OGDAisuzA">Lübeck</a> sowie Bad Liebenwerda und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pGrs_aXKET8">Elsterwerda</a> entwickelt und erprobt. Kommunen können durch gezielte Kommunikationsinstrumente wie Nachbarschaftsberatungen oder Stadteilworkshops Bürger*innen motivieren, Vorkehrungen für Starkregen (zum Beispiel Einbau von Rückstauklappen, Schaffung von Versickerungsflächen) zu treffen. Zudem wurden im Projekt diverse Materialien, Konzepte und Leitfäden für Kommunen entwickelt, die Bürger*innen bei der Starkregenvorsorge beteiligen wollen. Die Materialien sind auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/innovative-beteiligung">Projektwebseite des UBA</a> zu finden.</p><p>Solingen: „Kommunale Überflutungsvorsorge in Zeiten des Klimawandels“</p><p>Wegen der zunehmenden Überflutungsgefahr haben die Technischen Betriebe Solingen (TBS) ihre klassische Entwässerungsplanung zu einer "integralen Entwässerungsplanung" zusammengefasst. Nunmehr werden Kanalnetzbewirtschaftung, Grundstücksentwässerung, Wasserbewirtschaftung und Überflutungsschutz in einem einzigen Sachgebiet umgesetzt, welches den Überflutungsschutz als Kümmerer für die Stadt koordiniert. Damit veränderten die TBS nicht nur Inhaltliches sondern auch Organisatorisches. Im Ergebnis wird das Kanalnetz nicht mehr als alleinige Entwässerungs-Option angesehen. So kommt die Kommune beim Überflutungsschutz zu neuen, auch „oberflächigen“ Lösungen: Entsiegelungs- sowie Begrünungsmaßnahmen vermindern und Retention drosselt den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Abfluss#alphabar">Abfluss</a>. Neue Notwasserwege ermöglichen nun den schadlosen Abfluss durch Siedlungsgebiete. Zusätzlich wurden durch Analyse- und Simulationsverfahren Überflutungsschwerpunkte identifiziert und angepasst. Die Stadt kennt jetzt das Risikopotential für einzelne Infrastrukturen. Bei Infrastrukturplanungen wird der Beitrag jeder Maßnahme zum Überflutungsschutz ämterübergreifend abgestimmt. Um Private mit in die Pflicht zu nehmen, baute die TBS ein Beratungs-, Warn- und Informationskonzept auf, welches neben Flyern, eine Webseite, Beratung, eine Online-Selbsteinschätzung und eine StarkregenwarnApp umfasst. Mit dem Aufbau der „integralen Entwässerungsplanung“, für die es 2018 vom UBA den Preis des „Blauen Kompass“ gab, ist die Stadt Solingen gut aufgestellt, um Starkregenrisiken wirtschaftlich zu begegnen: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=11MYEFM_-qM">https://www.youtube.com/watch?v=11MYEFM_-qM</a> .</p><p>Renaturierung von Bächen in Arnsberg</p><p>Arnsberg hat Konsequenzen gezogen aus zwei verheerenden Starkregen, die im Sommer 2007 mehrere Ortsteile überflutet haben. Zum Schutz vor zukünftigen Extremwetterereignissen hat die Stadt ein Hochwasserschutzkonzept geplant und innerhalb kurzer Zeit Maßnahmen umgesetzt wie die Renaturierung und Verbreiterung mehrerer Bäche im Stadtgebiet. Bei einem erneuten Starkregen im Jahr 2010 konnten Schäden verhindert werden, die ohne die Maßnahmen eingetreten wären. Maßgeblich für den schnellen Erfolg des Projektes war die systematische Einbindung der Betroffenen. Die Beteiligten aus Verwaltung und Bevölkerung arbeiteten engagiert mit den Ingenieurbüros zusammen, die die Maßnahmen durchführten. Mehr Informationen im Video: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oHmFfqG88DU">https://www.youtube.com/watch?v=oHmFfqG88DU</a></p><p>UBA-Portal zur Renaturierung von Fließgewässern</p><p>Durch Gewässerrenaturierungen können Überschwemmungsflächen zurückgewonnen und Hochwasserrisiken verringert werden. Die online Plattform „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/gewaesserrenaturierung-start">Renaturierung von Fließgewässern</a>“ des UBA stellt Informationen für potenzielle Maßnahmenträger von Renaturierungsprojekten zusammen. Ziel der Fließgewässerrenaturierung ist es, Flüsse und Bäche wieder naturnäher zu gestalten und ihren ökologischen Zustand zu verbessern.</p><p>Tatenbank und klivo.de</p><p>Praktische Leitfäden für Planer, Kommunen und Private, die aufzeigen, wie Starkregenvorsorge gelingt, finden sich im Klimavorsorge-Portal des Bundes <a href="http://www.klivo.de/">www.klivo.de</a>. In der Tatenbank sammelt das Umweltbundesamt Maßnahmen und Projekte zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a> in Deutschland. Über 200 Maßnahmen zu verschiedenen Themenfeldern – u.a. auch zur Starkregenvorsorge - sind in der Tatenbank recherchierbar: <a href="http://www.tatenbank.anpassung.net/">www.tatenbank.anpassung.net</a></p><p>Publikationen und weitere Informationen</p><p>Die UBA-Broschüre „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaanpassung-in-der-raeumlichen-planung">Klimaanpassung in der räumlichen Planung</a>“ zeigt an unterschiedlichen Fällen, wie Anpassungsmaßnahmen in der Raumordnung und Bauleitplanung umgesetzt und mit den vielfältigen anderen städtebaulichen und Umweltschutzbelangen der Siedlungsplanung in Einklang gebracht werden können. Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/l?tag=LAWA#alphabar">LAWA</a>) hat 2018 eine <a href="https://www.lawa.de/documents/lawa-starkregen_2_1552299106.pdf">Strategie für ein Starkregenrisokomanagement</a> erarbeitet. Ziele sind die Verbesserung der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/v?tag=Vorhersage#alphabar">Vorhersage</a>- und Frühwarnsysteme, der Risikobewertung und -kommunikation, der Aufklärung der Bevölkerung über Verhaltensweisen im Krisenfall sowie Aspekte der vorsorgenden Raum- und Stadtplanung sowie Flächennutzung. Die Studie „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/vorsorge-gegen-starkregenereignisse-massnahmen-zur">Vorsorge gegen Starkregenereignisse und Maßnahmen zur wassersensiblen Stadtentwicklung – Analyse des Standes der Starkregenvorsorge in Deutschland und Ableitung zukünftigen Handlungsbedarfs</a>“ im Auftrag des UBA gibt umfangreiche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Starkregenvorsorge in Deutschland. Dazu wurden zunächst zahlreiche Projekte recherchiert und beispielhafte Maßnahmen und Instrumente zur Starkregenvorsorge aus den Bereichen Multifunktionale Flächennutzung, Starkregengefahrenkarten sowie Warnung und Kommunikation näher analysiert. Herauszuheben ist die Rolle der Starkregengefahrenkarten als wichtiges Instrument der Risikokommunikation.</p>
ID: 569 Allgemeine Informationen Ergänzungstitel des Vorhabens: "Erneuerung dreier Eisenbahnüberführungen (Merseburger Straße und Weizenweg), Baumaßnahmen am Oberbau und Ausbau des Haltepunktes Rosengarten (Komplexmaßnahme Halle-Rosengarten)" in den Gemarkungen Halle, Ammendorf und Wörmlitz in der Stadt Halle (Saale) Kurzbeschreibung des Vorhabens: Das als „Komplexmaßnahme Halle-Rosengarten“ bezeichnete Vorhaben liegt im Stadtgebiet der kreisfreien Stadt Halle (Saale). Der Bereich der Baumaßnahmen umfasst folgende Strecken: - Strecke 6051 Halle-Wörmlitz – Abzw Halle Saalebrücken km 0,163 – km 1,155 - Strecke 6343 Halle (Saale) Hbf – Hann Münden km 2,336 – km 5,725 - Strecke 6350 Halle (Saale) Gbf – Abzw Halle Kasseler Bahn km 4,150 – km 4,564 - Strecke 6353 Abzw Halle Kasseler Bahn – Halle-Ammendorf km 4,750 – km 5,452 - Strecke 6354 Halle (Saale)-Wörmlitz West Abzw – Halle-Ammendorf km 0,000 – km 2,722 Vorgesehen sind verschiedene Teilprojekte: - Änderung der Gleisanlagen der Strecke 6343 (Oberbau, Tiefbau, Entwässerung), - Änderung der Gleisanlagen der Strecke 6354 (Oberbau), - Änderungen an der Eisenbahnüberführung Merseburger Straße km 3,91 der Strecke 6343 (Konstruktion, Gesamtstützweite, Breite zwischen den Geländern), - Änderungen an der Eisenbahnüberführung im Weizenweg km 4,53 der Strecke 6343 (Konstruktion, lichte Weite, lichte Höhe), - Änderungen an der Eisenbahnüberführung Merseburger Straße km 1,66 der Strecke 6354 (Konstruktion, lichte Weite), - Änderungen an der Verkehrsstation Haltepunkt Halle-Rosengarten (Bahnsteiglänge, Zuwegungen), - Änderungen an der bahntechnischen Ausrüstung (Leit- und Sicherungstechnik, Anlagen der Telekommunikation, Elektrotechnische Anlagen für Bahnstrom, Kabelgefäßsystem), - Änderung von Straßenverkehrsanlagen in der Merseburger Straße (Geh-/Radweg), - landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, - temporäre Maßnahmen (Baustelleneinrichtungsflächen, Baustraßen, Verbauten, Kabelhilfsbrücken, Anlagen der Halleschen Verkehrs-AG), - Neubau Lärmschutzwand südlich der Strecke 6354 als Maßnahme der „Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes“ Für die Maßnahmen werden Grundstücke in den Gemarkungen Halle, Ammendorf und Wörmlitz beansprucht. Raumbezug In- oder ausländisches Vorhaben: inländisch Ort des Vorhabens Verfahrenstyp und Daten Eingangsdatum der Antragsunterlagen: 19.12.2017 Datum der Entscheidung: 26.06.2020 Art des Zulassungsverfahrens: Planfeststellung UVP-Kategorie: Verkehrsvorhaben Zuständige Behörde Verfahrensführende Behörde: Name: Eisenbahn-Bundesamt (Außenstelle Halle) Ernst-Kamieth-Straße 5 06112 Halle Deutschland Telefonnummer: Frau Jenny Freitag (0345/6783-120) E-Mailadresse der Kontaktperson: FreitagJ@eba.bund.de Stellungnahmen und Einwendungen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sind zu richten an: Landesverwaltungsamt (LVwA) Sachsen-Anhalt Referat 308 Planfeststellungsverfahren Frau Grit Solf Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Anhörungsbehörde: Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt Grit Solf Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Deutschland https://lvwa.sachsen-anhalt.de/ 0345 514-3812 grit.solf@lvwa.sachsen-anhalt.de Zuständige Abteilung der Behörde: Referat 308 - Planfeststellung Vorhabenträger DB Netz AG Großer Brockhaus 5 04103 Leipzig Deutschland Öffentlichkeitsbeteiligung Auslegung: Stadt Halle (Saale) Kontaktdaten des Auslegungsortes Stadt Halle (Saale) _ _ Hansering 15 Technisches Rathaus, 5. Obergeschoss 06108 Halle (Saale) Deutschland Öffnungszeiten des Auslegungsortes Montag, Mittwoch und Donnerstag 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr Dienstag 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr Freitag 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr Eröffnungsdatum der Auslegung 11.11.2019 Enddatum der Auslegung 10.12.2019 Ende der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 10.01.2020 Beginn der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 11.11.2019 Verfahrensinformationen und -unterlagen Verlinkung auf die externe Vorhabendetailseite https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/wirtschaft-bauwesen-verkehr/planfestste… Entscheidung über Zulassung Planfeststellungsbeschluss
Die Netzbetreiber sind für den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der öffentlichen Abwasseranlagen zuständig. Ihre Verantwortung endet an privaten Grundstücksanschluss-leitungen oder längstens am Übergabeschacht zur Hausanschlussleitung. Zum Wohle der Allgemeinheit und im Interesse der Netzbetreiber müssen die öffentlichen und die privaten Abwasserleitungen dicht sein, um Exfiltration und Infiltration zu vermeiden und einen ausreichenden Schutz der Umwelt und des Grundwassers zu gewährleisten. Neben den ökologischen Auswirkungen können Schäden an Kanälen Sachschäden erheblichen finanziellen Ausmaßes nach sich ziehen. Viele Kommunen und Abwasserverbände haben bereits Inspektionsprogramme für den Bereich der öffentlichen Kanalisation durchgeführt. Nur wenige beziehen die privaten Leitungen mit ein. Der Kenntnisstand über den Zustand der Grundstücksentwässerungsanlagen (GEA) ist daher sehr gering, weshalb die in der Fachwelt kursierenden Schätzungen über deren Zustand mit '50 bis 90 % schadhaft' weit auseinandergehen. Wegen der für viele Kommunen dringenden Notwendigkeit Kanäle instand zu setzen, werden Materialien und Verfahren angewendet, deren ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit (z. B. Lebensdauer und Recyclingfähigkeit) nicht bewertbar ist. Ziel des Projektes ist es einen bundesweit gültigen Leitfaden zur nachhaltigen Sanierung der Abwasserkanalisation zu erstellen, der sich an Abwasserbeseitigungspflichtige (§ 56 WHG) richtet. Er soll zentrale Fragen der Kanalsanierung beantworten. Er gibt Handlungsvorschläge, sowohl technisch als auch organisatorisch, die den gesamten Prozess der nachhaltigen Kanalinspektion und -sanierung umfassen. Die Empfehlungen beziehen die öffentliche und private Kanalisation ein und zielen darauf ab, die Kooperation zwischen Netzbetreibern und privaten Anschlussnehmern zu stärken. Hinweise zur Finanzierung der Maßnahmen sollen enthalten sein. Die Nachhaltigkeit ist bei den zu erarbeitenden Handlungsvorschlägen zu berücksichtigen. Aspekte der sich verändernden Anforderungen an die Infrastruktursysteme (z. B. Klimawandel, demographischer Wandel) sollen einbezogen werden.
In Deutschland gibt es derzeit ca. 8000 Biogasanlagen. Auf deren Betriebsflächen werden große Mengen Substrate (z.B. Silagen, Gülle, Mist) zwischengelagert. Auf den großflächigen, fast vollständig versiegelten Flächen fallen trotz Abdeckungspflicht auf den Lagerplätzen große Mengen organisch hochbelastetes Niederschlagsabwasser an, die oft unzureichend, weil gesetzlich kaum geregelt in nahe liegende Gewässer geleitet werden. Ziele des Projektes sind daher: (1) Die fundierte Vermessung der Stoffbelastungen in Kombination mit der hydraulischen Dynamik von Niederschlagsereignissen auf Verkehrs und Lagerflächen von Biogasanlagen. Als Ergebnis liegen Eingangsparameter für eine fundierte Bemessung von Niederschlagsabwasser-Behandlungsanlagen vor. (2) Die Entwicklung von angepassten Behandlungstechnologien für Niederschlagsabwasser auf Biogasanlagen. Der Extremfall zeichnet sich dabei durch hohe hydraulische Stoßbelastung bei gleichzeitiger hoher organischer Belastung aus, dies nach langen Trockenperioden im Sommer und Standby Betrieb der Abwasserbehandlung. (3) Die praktische Realisierung zweier Großtechnischen Anlagen. Ziel des Projekts ist somit eine Prototyp-Entwicklung Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitspakete. (1) Die systematische Vermessung der Schmutzfrachten (Flächenbelastung und Belastungsdynamik). (2) Die Technologieentwicklung mit simulations-gestütztem Nachweis. (3) Der Praktischen Umsetzung/Betrieb zweier Großtechnischer Anlagen (Tropfkörper und SBR) mit nachgeschalteten Pflanzenkläranlagen. (4) Die Integration der Ergebnisse in fachrelevante Gremien mit dem Ziel einer Richtlinienerarbeitung.
Der Ausblick auf hohe finanzielle Belastungen, wenn Sanierungen privater Abwasserleitungen nötig werden, kann zu emotional aufgeladenen öffentlichen Debatten führen. Das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen hat daher ein Forschungsvorhaben in Auftrag gegeben, in dem eine übergreifende 'Konzeption zur Bürgerinformation und -einbindung zu privaten Hausanschlüssen' entwickelt wurden. Bürger und Kommunen werden damit gleichermaßen unterstützt. Im Forschungsvorhaben wurden u.a. entwickelt: - NRW-Bildreferenzkatalog 'Private Abwasserleitungen' - Leitfaden für Kommunen - Fotodokumentation Tagesbrüche - Informationsfaltblatt zur Prüfung privater Abwasserleitungen - Informationsfaltblatt zur Sanierung privater Abwasserleitungen - Homepage www.buergerinfo-abwasser.de - Homepage www.komnetgew.de
Ziel des in zwei Einzelphasen unterteilten Gesamtvorhabens war es, zuverlässige Prüfverfahren und Bewertungskriterien für die Beurteilung der Infiltrationsdichtheit zu entwickeln, das Leistungskriterium 'Infiltrationsdichtheit' für die in der Praxis relevanten Werkstoffwechsel und Übergänge zu überprüfen und insbesondere durch vergleichende Produkt- und Verfahrenstests die Entwicklung dauerhaft infiltrationsdichter Produkte und Verfahren zur sicheren Fremdwassersanierung zu unterstützen. Im Rahmen der im März 2011 abgeschlossenen ersten Projektphase wurden im Wesentlichen Abnahmekriterien für die 'Infiltrationsdichtheit' entwickelt und ein aussagekräftiges und praxisnahes Prüfkonzept erarbeitet, um somit die Grundlagen für vergleichende Untersuchungen an Werkstoffwechseln und Übergängen zu schaffen. Das Hauptziel der hier bearbeiteten Phase II des Projektes war es nun, durch vergleichende Untersuchungen an Werkstoffwechseln neutrale und unabhängige Informationen zu Infiltrationsdichtheit, Einbau- und Betriebsqualität der unterschiedlichen Produkte und Verfahren zur Verfügung zu stellen. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Produkten und Verfahren zur Reparatur bzw. Einbindung von Hausanschlussstutzen sowohl am unsanierten Altrohr als auch nach einer Linersanierung. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes weitere Ziele verfolgt, welche vielfältige Aspekte einer Fremdwassersanierung betrachteten. So wurde ausgehend von Baustellenbegleitungen ein Abnahmekatalog für Schachtanbindungen renovierter Kanäle zusammengestellt. Darüber hinaus wurden grundsätzliche Risiken für Neubau-Bauteile er-fasst, so z.B. mit Blick auf die Einbau- und Bodenbedingungen, das Herstellungsverfahren, die Bauüberwachung, das Rohrmaterial und die Art des Übergangs. Erfahrungen aus der Prüfung vor und nach Verfüllung der Baugrube sowie der Gewährleistungsabnahme wurden dabei berücksichtigt. Im Rahmen eines in 2010 abgeschlossen Forschungsprojektes war deutlich geworden, dass der Anstieg des Grundwasserspiegels ggf. zu nachteiligen Auftriebseffekten an den linersanierten Hausanschlussleitungen führen kann. Um mögliche Auftriebsrisiken besser zu be-schreiben, wurden ergänzende Messungen an Leitungen unter Auftrieb im Versuchsmaßstab 1:1 sowie u.a. FEM-Berechnungen durchgeführt. Außerdem wurde als Basis für künftige Forschungsvorhaben ausgehend von der kontinuierlichen Erfassung von Grundwasserständen im Großversuch ein rechnerisches Grundwasser-Modellnetz für den IKT-Großversuchsstand entwickelt.
Im Rahmen dieses Projektes sollen den Betreibern Hilfen für eine zuverlässigere Bewertung an die Hand gegeben werden. Hierzu werden Faktoren für Schadensrisiken für Abwasserdruckleitungen identifiziert. Weiterhin soll geklärt werden, inwieweit allgemeine Grundsätze zur Bestimmung von Intervallen für die Zustandserfassung oder sogar Richtwerte entwickelt werden können.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 27 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 3 |
| Land | 27 |
| Weitere | 2 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 20 |
| Text | 5 |
| Umweltprüfung | 13 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 20 |
| Offen | 21 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 42 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 9 |
| Keine | 18 |
| Webseite | 16 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 42 |
| Lebewesen und Lebensräume | 42 |
| Luft | 19 |
| Mensch und Umwelt | 42 |
| Wasser | 42 |
| Weitere | 40 |