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Grundwasser

Die Sicherung der Grundwasservorkommen als wichtigste Quelle des Trinkwassers gehört zur Daseinsvorsorge des Menschen. Mit dieser Aufgabe befasst sich die Hydrogeologie. Zusätzlich zur Ermittlung der Grundwasservorräte und -beschaffenheit, der Grundwassererschließung und des Grundwasserschutzes sind hydrogeologische Untersuchungen vielfach Grundlage wasserrechtlicher Entscheidungen. Dies ist für Berlin besonders wichtig, da das gesamte Wasser für die öffentliche Wasserversorgung (im Jahr 2013 waren es ca. 207 Millionen m³) und der größte Teil des Brauchwassers aus dem Grundwasser des Stadtgebietes gewonnen wird. Näheres dazu finden Sie in der Broschüre Grundwasser in Berlin. Die geringen Grundwasserflurabstände im Urstromtal und das Auftreten sog. Schichtenwassers auf den bindig ausgebildeten Hochflächen verursachen immer wieder Probleme mit Vernässungsschäden an Gebäuden, die nicht fachgerecht gegen Grundwasser abgedichtet sind. Wegen der komplizierten hydrogeologischen Situation verursachen die oberflächennahen Grundwasservorkommen sowohl auf den Hochflächen des Barnim und des Teltow mit ihren teilweise schwebenden Grundwässern als auch im Urstromtal immer wieder Probleme mit Vernässungsschäden. Wie in allen Industriegebieten sind in Berlin zahlreiche Boden- und Grundwasserkontaminationen bekannt, die sich nur bei genauer Kenntnis der hydrogeologischen Situation sanieren lassen. Wie in allen Industriegebieten sind in Berlin zahlreiche Boden- und Grundwasserkontaminationen bekannt, die sich nur bei genauer Kenntnis der hydrogeologischen Situation sanieren lassen. Eine weitere Grundwassernutzung stellt die Gewinnung von Heizenergie dar. In Berlin sind bereits über 2.500 Erdwärmesondenanlagen zur Heizung von Gebäuden installiert worden. Aus diesen vielfältigen Nutzungen ergeben sich Konflikte, die nur durch ein berlinweites flächendeckendes Grundwassermanagement gelöst werden können. Ziel ist die dauerhafte Sicherung der Trinkwasserversorgung sowie der Schutz der Grundwasser abhängigen Ökosysteme. Dazu wurde erstmalig eine hydrostratgrafische Gliederung der nutzbaren Grundwasservorkommen des nord- und mitteldeutschen Lockergesteinsgebietes (2001) sowie des Berliner Gebietes (2002) erarbeitet. Nur mit dieser Gliederung können Bilanzierungen der nutzbaren Grundwasservorräte des Landes durchgeführt sowie die Grundlagen für hydraulische Modellierungen geschaffen werden. In Berlin sind im Untergrund, wie fast überall in Norddeutschland, zwei mächtige Grundwasserstockwerke ausgebildet: Im unteren Stockwerk, das in einer Tiefe von ca. 300 Meter liegt, zirkuliert Salzwasser. Darüber schützt eine ca. 80 Meter mächtige hydraulischen Barriere aus Ton das ergiebige Süßwasservorkommen, das wir als Trinkwasser nutzen können (siehe Hydrogeologische Gliederung Berlins ). Bild: Torsten Laße Runder Tisch Grundwasser Das Anliegen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist es, die von hohen Grundwasserständen betroffenen Bürgerinnen und Bürger bei der Lösungsfindung im Rahmen der rechtlichen und fachlichen Möglichkeiten zu unterstützen. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Überwachung der Grundwassergüte Die kontinuierliche Überwachung der Beschaffenheit des Grundwassers ist die Basis für eine nachhaltige Sicherung der Ressource Grundwasser. Hiermit lassen sich mögliche Beeinträchtigungen frühzeitig erkennen und Maßnahmen im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes treffen. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwassergleichenkarten Die genaue Kenntnis der aktuellen Grundwasserstände und damit auch der Grundwasservorräte ist für das Land Berlin unerlässlich, da das gesamte Trinkwasser (im Jahr 2016 waren es rund 221 Millionen m³) zu 100 % aus dem Grundwasser gewonnen wird. Weitere Informationen Bild: Geoportal Berlin Landesgrundwassermessnetz Das Landesgrundwassermessnetz dient einerseits der Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung des Ballungsraumes Berlin und der ökologischen Belange sowie andererseits der Bauwirtschaft zur Ermittlung der aktuellen und der höchsten zu erwartenden Grundwasserstände (zeHGW). Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Grundwassertemperatur Seit 1978 werden in tiefen Grundwassermessstellen, die über das ganze Stadtgebiet von Berlin verteilt sind, Temperaturprofile aufgenommen und zu raumzeitlichen Darstellungen des Grundwassertemperaturfeldes verarbeitet und ausgewertet. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Zu erwartender höchster Grundwasserstand (zeHGW) Die Höhe der Grundwasseroberfläche bzw. der Grundwasserdruckfläche ist für verschiedene wasserwirtschaftliche, ökologische und bautechnische Fragestellungen von Bedeutung. Insbesondere gilt das für ihren Maximalwert, der vor allem für die Bemessung von Bauwerken benötigt wird. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Hydrogeologische Gliederung von Berlin Zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie haben die staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands eine einheitliche Nomenklatur für die hydrostratigrafische Gliederung in Deutschland entwickelt. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Flurabstand des Grundwassers Der Grundwasserflurabstand beschreibt die Tiefenlage des Grundwassers unter dem jeweiligen Gelände. Die Beachtung des Grundwasserflurabstandes ist besonders wichtig für alle Bebauungen, vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus, für alle Verkehrsbauten und vor allem für die Ver- und Entsorgungsleitungen. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Informationen zum Grundwasser Umfangreiche Informationen zum Grundwasser können aus den zahlreichen Kartenwerken sowie online aus dem Umweltatlas bzw. aus dem Geoportal Berlin entnommen werden. Diese Angaben ersetzen jedoch nicht projektbezogene Untersuchungen zu Bauwerksgründungen, Brunnenbohrungen und Grundwasserhaltungen. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Monitoring Grundwassergüte Zur Umsetzung des im Wasserhaushaltsgesetz sowie im Berliner Wassergesetz verankerten Grundsatzes des vorsorgenden Grundwasserschutzes sowie einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung werden in Berlin Messnetze im Rahmen des informationsorientierten Grundwasser-Monitorings betrieben. Weitere Informationen Bild: Umweltatlas Berlin Verweilzeit des Sickerwassers Nach dem Berliner Wassergesetz § 37a Abs. 4 muss das gesamte, für die öffentliche Wasserversorgung in Berlin geförderte Grundwasser weitgehend aus den Grundwasservorräten des eigenen Landes gewonnen werden; dabei sind bestimmte Qualitätskriterien im Rohwasser flächendeckend einzuhalten. Weitere Informationen Bild: Berliner Wasserbetriebe Wasserversorgungskonzept bis zum Jahr 2040 Berlin wird sein Trinkwasserbedarf auch in Zukunft aus eigenen Ressourcen decken. Das wird durch das Wasserversorgungskonzept 2040 sichergestellt, das die Senatsverwaltung und die Berliner Wasserbetriebe (BWB) mit dem Ingenieurbüro Dr. Möller entwickelt haben. Weitere Informationen

Grundwassertemperatur 2024

Allgemeines In den Karten der Grundwassertemperatur 2024 wird für das Land Berlin die Temperaturverteilung im Untergrund für die Bezugshorizonte 20 m, 40 m, 60 m, 80 m und 100 m unter Geländeoberkante und die mittlere Temperatur für den Tiefenbereich von 20 bis 100 m unter Geländeoberkante dargestellt. Es muss beachtet werden, dass die Isothermenverläufe in Abhängigkeit von der vorhandenen Messstellendichte relativ große Unsicherheiten aufweisen können. Die oberflächennahen Bezugshorizonte (20 m und 40 m) sind durch die urbane Flächennutzung und Versiegelung an der Oberfläche stärker beeinflusst, weshalb die interpolierten Isothermenverläufe für diese Tiefenhorizonte unter Berücksichtigung der Flächennutzung manuell nachbearbeitet wurden. Die Kartenangaben zur Temperaturverteilung sollten immer dann verwendet werden, wenn für den Standort keine repräsentativen Temperaturmessungen vorliegen. Es ist zu beachten, dass die Ergebnisse einer Temperaturmessung immer nur exakt für das aufgenommene Tiefenprofil gelten. Je nach Variabilität der Standortcharakteristik können schon wenige 10er m weiter andere Bedingungen vorherrschen, die zu einer Temperaturänderung im Untergrund führen. Ohne Berücksichtigung der Faktoren kann dies bei einer Übertragung auch auf dicht benachbarte Standorte zu einer teilweise erheblichen Fehleinschätzung der Temperaturverhältnisse führen. Grundsätzlich ist aber anhand der aufgeführten Karten eine erste Abschätzung der Temperaturverhältnisse an einem Standort z. B. für die Nutzung von geothermischer Energie möglich. Es konnte ein erheblicher Einfluss auf das oberflächennahe Temperaturfeld durch die Uferfiltration im Bereich verschiedener Brunnengalerien der Berliner Wasserbetriebe festgestellt werden. Aufgrund der saisonalen Temperaturschwankungen von Oberflächengewässern sind vor allem Messstellen zwischen Förderbrunnen und Oberflächengewässern beeinflusst, weshalb Messpunkte in diesem Bereich nicht bei der Kartenerstellung berücksichtigt werden. Es ist zu beachten, dass aufgrund des Abstands der Messpunkte nicht alle räumlichen Strukturen an der Oberfläche und im Untergrund aufgelöst und deshalb in ihrer Wirkung auf die Temperaturverhältnisse berücksichtigt werden können. Messpunkte, welche kleinräumige und saisonale Temperaturanomalien darstellen, wurden daher größtenteils vor der Interpolation entfernt. Temperaturen 20 m unter Geländeoberkante Die Temperaturverteilung mit Messungen aus dem Jahr 2024 weist für den Bezugshorizont 20 m unter Geländeoberkante (Karte 2.14.1) teilweise deutliche Unterschiede zu der vorhergehenden Kartenausgabe von 2020 auf. Diese sind u. a. darauf zurückzuführen, dass wesentlich mehr Messstellen, vor allem im östlichen Stadtgebiet für die Ermittlung der Temperaturverteilung verwendet wurden. Generell ist weiterhin ein tendenzieller Temperaturanstieg vom Stadtrand hin zum Stadtzentrum zu beobachten. Im Vergleich zur Karte von 2020 fällt auf, dass keine Temperaturbereiche < 9,5 °C (hellblau) im Stadtgebiet mehr auftreten. Gleichzeitig sind die höchstgemessenen Temperaturen leicht angestiegen. Das Temperaturmaximum in 20 m Tiefe liegt bei 16 °C (Messstelle 6005). Der Temperaturverlauf im Nordosten zeigt einen kontinuierlichen Anstieg zum Stadtzentrum hin, während sich das übrige Stadtgebiet durch das Auftreten mehrerer kleinerer positiver und negativer Temperaturanomalien auszeichnet. Das stark bebaute und versiegelte Stadtzentrum wird 20 m unter Geländeoberkante (Karte 02.14.1) von einer 12,5 °C-Isolinie eingeschlossen. Die im Stadtzentrum zu beobachtende Wärmeinsel mit Temperaturen von mehr als 12,5 °C wird z. B. durch den Großen Tiergarten, eine große Grünfläche im Innenstadtbereich, durchbrochen. Innerhalb dieser Wärmeinsel sind Temperaturanomalien mit Temperaturen von mehr als 15,0 °C zu beobachten. Außerhalb des Stadtzentrums korrelieren positive Temperaturanomalien ebenfalls mit hoch versiegelten Bereichen wie Nebenzentren und Industriegebieten. Unterhalb der ausgedehnten Waldgebiete im südöstlichen, nördlichen und nordwestlichen Stadtrandbereich sowie im Bereich des Grunewalds sind die Temperaturen geringer als 10,5 °C. Es sind einige Temperaturanomalien im Stadtgebiet mit weniger als 11,5 °C, wie z. B. der Britzer Garten, das Tempelhofer Feld oder die Jungfernheide zu beobachten. Diese Flächen weisen einen hohen Vegetationsanteil auf. Generell ergeben sich im dicht besiedelten Innenstadtbereich gegenüber dem Umland Temperaturerhöhungen im Grundwasser von mehr als 7 °C. Temperaturen 40 m, 60 m, 80 m und 100 m unter Geländeoberkante Die weiteren Karten (Karten 02.14.3 – 02.14.6) zeigen die Grundwassertemperaturverteilung für die Bezugshorizonte 40 m, 60 m, 80 m und 100 m unter Geländeoberkante im Land Berlin. In diesen Tiefen ist eine Beeinflussung durch die täglichen und saisonalen Temperaturschwankungen ausgeschlossen. Es können sich jedoch langfristig anhaltende verursachte Temperaturänderungen, die z. B. durch eine veränderte bauliche Entwicklung oder klimatische Veränderungen verursacht werden, bemerkbar machen. Solche Temperaturanomalien sind insbesondere im Innenstadtbereich im Bezirk Mitte, aber auch an der südlichen Stadtgrenze in Berlin Lichterfelde am Teltowkanal mit einer langen baulichen bzw. intensiven industriellen Nutzung zu vermuten, wobei eine Überlagerung mit der natürlichen Erwärmung auf Grund des terrestrischen Wärmestroms nahe liegt. Andere Temperaturanomalien wie z. B. im Südwesten von Berlin an der Grenze zu Potsdam, im nördlichen Grunewald im Bereich des Erdgasspeichers und in Lübars an der nördlichen Grenze von Berlin sind wahrscheinlich mit geologischen Strukturen im tieferen Untergrund verknüpft. Bei den benannten Temperaturanomalien ist ein Zusammenhang mit den im Großraum Berlin bekannten Salzkissenstrukturen im tiefen Untergrund anzunehmen ist. Die dargestellten Temperaturverteilungen im tieferen Untergrund mit mehr als 80 m unter Geländeoberkante z. B. in den Ortsteilen Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf im Osten von Berlin sind aufgrund der geringen Anzahl an Messwerten mit relativ großen Unsicherheiten behaftet. Durchschnittstemperatur 20 m bis 100 m unter Geländeoberkante In Ergänzung zu den Karten für die Grundwassertemperaturverteilung für die unterschiedlichen Bezugshorizonte ist zusätzlich eine Karte für die Durchschnittstemperatur in dem Tiefenbereich 20 m bis 100 m erstellt worden. Die Karte dient u. a. als Planungsgrundlage für die Auslegung von geothermischen Anlagen. Die Karte zeigt, dass insbesondere der stark bebaute Innenstadtbereich Durchschnittstemperaturen von mehr als 11,5 °C aufweist. In den Außenbezirken liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 10,5 – 11,5 °C bzw. in den unbebauten Randbereichen bei ca. 9,5 – 10,5 °C. Im Zusammenhang mit dieser Karte wird darauf hingewiesen, dass aufgrund der lokalklimatischen Verhältnisse und der vorhandenen Messstellendichte die ausgewiesenen Durchschnittstemperaturen kleinräumig abweichen können. So ist in Gebieten mit hohen Grünflächenanteilen eine niedrigere Durchschnittstemperatur möglich, in Gebieten mit einer hohen Oberflächenversiegelung können gegebenenfalls höhere Durchschnittstemperaturen auftreten. Fazit Zusammenfassend ist festzustellen, dass im dicht besiedelten Innenstadtbereich gegenüber dem unbebauten Randbereichen im Grundwasser lokale Temperaturunterschiede von mehr als 7 °C auftreten. Die Karte in Abbildung 14 zeigt die Temperaturdifferenzen zwischen den Messungen von 2020 und 2024. Abgesehen von einigen negativen Ausreißern (lokale Einflüsse der Oberflächengewässer, bauliche Veränderungen an Messstellen oder der direkten Umgebung) ist flächendeckend eine Temperaturzunahme zu erkennen. In der Innenstadt zeigen sich die größten positiven Temperaturdifferenzen, während zum Stadtrand hin die Veränderungen geringer ausfallen bzw. für den Zeitraum keine Veränderungen auftreten. Allgemein zeigt sich ein direkter Zusammenhang zwischen der oberflächennahen Grundwassertemperaturverteilung und der Versiegelung im Land Berlin. Der Einfluss von Industrieansiedlungen, größeren Baukörpern, Abwärmeproduzenten, Oberflächenversiegelung, und erwärmten Oberflächengewässern findet sich deutlich in den Temperaturverteilungen im Grundwasser wieder. Die genannten anthropogenen Faktoren haben einen wesentlichen Einfluss auf die zunehmende Veränderung des Temperaturfeldes im Untergrund. Ebenso kann gezeigt werden, dass Grünflächen negative Temperaturanomalien (geringere Temperaturen) im Untergrund verursachen und folglich zu einer Abkühlung des Untergrundes beitragen bzw. einer weiteren Erwärmung entgegenwirken. Um die zukünftige Erwärmung des Grundwassers zu verlangsamen, sind Maßnahmen zur Verringerung der Versiegelung in die Stadtplanung zu integrieren (Böttcher & Zosseder 2022). Es ist wichtig, dass offene Flächen erhalten bleiben und stark versiegelte Flächen zunehmend entsiegelt werden. Die Umsetzung von Konzepten wie der Schwammstadt Berlin können dazu beitragen, die Erwärmung im Untergrund und die Ausbildung von Urban Heat Islands zu verringern. Die Temperatur als abiotischer Parameter hat weitreichende Auswirkungen auf den Lebensraum Grundwasser, deren Ausmaß derzeit noch nicht vollständig abgeschätzt werden kann. Erhöhte Temperaturen im Grundwasser wirken vor allem indirekt auf den Lebensraum, indem sie die Sauerstofflöslichkeit und mikrobielle Aktivität beeinflussen (Scheytt 2025). Das Ziel für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Grundwasser sollte vor allem den Grundwasserschutz und die vielfältigen urbanen Nutzungsformen im Untergrund vereinen.

Geothermisches Potenzial - spezifische Wärmeleitfähigkeit und spezifische Entzugsleistung 2017

Allgemeines In den vergangenen Jahren wurde die Erdwärme (Geothermie) in Berlin bereits vielfach genutzt. Seit dem Jahr 2004 stieg die Anzahl der Anlagen zur Nutzung der oberflächennahen Erdwärme von 132 auf rd. 3.500 Anlagen im Jahr 2018 (Stand 30.09.2018). Dieser Trend hält auch weiterhin an und stellt einen wichtigen Faktor beim Energiemix der künftigen Nutzung der erneuerbaren Energien dar. Die Erdwärme ist im Gegensatz zu den meisten anderen erneuerbaren Energieträgern wie Wind, Wasser oder Sonne eine Energieform, die unabhängig von Witterung, Tages- und Jahreszeit nahezu ständig zur Verfügung steht. Der Nutzung der oberflächennahen Erdwärme steht ein ganzes Spektrum von technischen Möglichkeiten zur Verfügung. Alle diese Verfahren benötigen eine Wärmepumpe, die in der Lage ist, die relativ niedrige Temperatur des Untergrundes bzw. des Grundwassers in diesen Tiefen von 8 – 11 °C mit Hilfe von mechanischer / elektrischer Energie auf ein für Heizzwecke geeignetes höheres Temperaturniveau zu bringen. Neben vielen anderen möglichen Verfahren wird heute in Berlin zu 93 % die Erdwärme mit vertikalen Erdwärmesondenanlagen erschlossen (siehe Abb. 1). Erdwärmesonden sind geschlossene Kunststoffrohrsysteme, die in Bohrlöchern installiert werden und in denen ein Wasser-/Sole-Gemisch zirkuliert, welches dem umgebenen, mit Grundwasser erfüllten Gestein die Wärme entzieht. Die Tiefe der Erdwärmesonden liegt in der Regel je nach geologischer und anlagenbedingter Voraussetzung zwischen 40 bis 100 m. Zur Erhöhung der Planungssicherheit dieser Erdwärmesondenanlagen werden hier Potenzialkarten zur spezifischen Wärmeleitfähigkeit (Karten 02.18.1 – 02.18.4) und speziell für Einfamilienhäuser zur spezifischen Entzugsleistung (Karten 02.18.5 – 02.18.12) dargestellt. Hierin sind die dafür maßgeblichen geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse subsummiert. Da der Einbau von Erdwärmesondenanlagen in den Untergrund potenziell mit einem Risiko der Grundwassergefährdung verknüpft ist, werden zum Schutz des Grundwassers bei der Errichtung einer solchen Anlage hohe wasserrechtliche Anforderungen an das Bohrverfahren, die anschließende Bohrlochabdichtung, Drucktests, Dokumentation etc. gestellt. Neuere Forschungsergebnisse, Schadensfälle sowie die stark gestiegene Anzahl der Erdwärmesondenanlagen bestätigen diese Gefährdung immer wieder. Da Berlin sein Trinkwasser zu 100 % aus dem Grundwasser und fast ausschließlich aus dem eigenen Stadtgebiet bezieht, werden deshalb bei der Errichtung einer Erdwärmesondenanlage in dem dafür erforderlichen wasserbehördlichen Erlaubnisverfahren zum Schutz des Grundwassers besonders hohe Anforderungen gestellt. Näheres dazu unter www.berlin.de/sen/uvk/_assets/umwelt/wasser-und-geologie/publikationen-und-merkblaetter/merkblatt_geothermie.pdf Spezifische Wärmeleitfähigkeit Die spezifische Wärmeleitfähigkeit stellt das Vermögen des Gesteins dar, die Wärme weiter zu leiten. Sie ist eine der wichtigsten Kenngrößen im Zusammenhang mit der korrekten Dimensionierung der Erdwärmesondenanlage. Sie ist ein Maß dafür, wie schnell die entnommene Wärme über die im Untergrund anstehenden Gesteine nachgeliefert werden kann. Die Einheit wird in Watt pro Meter * Kelvin [W/mK] angegeben. Die Wärmeleitfähigkeit ist eine gesteinsspezifische Eigenschaft, die vom Mineralgehalt, der Porosität und der Porenfüllung abhängt. Luft ist ein schlechter Wärmeleiter, deshalb haben trockene Sedimente oberhalb des Grundwasserspiegels eine geringere Wärmeleitfähigkeit. Da Wasser hingegen eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Luft besitzt, wird der Wert der Wärmeleitfähigkeit des wassergesättigten Gesteins deutlich verbessert. In den Karten zur Wärmeleitfähigkeit sind deshalb die Grundwasserverhältnisse berücksichtigt. Spezifische Entzugsleistung Die spezifische Entzugsleistung ist im Gegensatz zur spezifischen Wärmeleitfähigkeit eine Größe, die von zahlreichen speziellen Randbedingungen insbesondere vom gesteinsspezifischen Wärmetransportvermögen des Untergrundes, aber vor allem auch von technischen Größen der Erdwärmesondenanlagen wie der Anzahl der Betriebsstunden, der gegenseitigen Beeinflussung benachbarter Anlagen, der Bohrlochgröße, der Wärmeleitfähigkeit der Verpressung u. a. abhängt. Die Einheit der spezifischen Entzugsleistung wird in Watt pro Meter [W/m] angegeben. Für eine Heizanlage ohne Warmwasseraufbereitung werden 1.800 Betriebsstunden pro Jahr [h/a] angesetzt; 2.400 h/a sind es bei Anlagen zusätzlich mit Warmwasseraufbereitung (s. u.). Grundwasserfluss Bei Erdwärmesonden ist ein hohes Wärmetransportvermögen des Untergrundes erwünscht, damit die dem Untergrund entzogene Wärme möglichst rasch aus der Umgebung nachgeliefert wird. Die Wärmenachführung erfolgt sowohl durch die Wärmeleitfähigkeit des Gesteins als auch durch den sehr geringen Grundwasserfluss. Da der Grundwasserfluss besonders für die großen Tiefen schwer bestimmbar ist und die (geringe) Fließgeschwindigkeit des Grundwassers zudem überall unterschiedlich ist, wird der Grundwasserfluss hier bei der Berechnung vernachlässigt. Damit sind die Angaben zur spezifischen Entzugsleistung konservativ ermittelt und können als Sicherheitszuschlag für die Sondendimensionierung angesehen werden. Im Übrigen gelten die Angaben zur spezifischen Entzugsleistung nur für die angegebenen Randbedingungen (s. u.).

2017: Temperatur 1m unter Wasserspiegel außerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 2017 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers außerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Es wird dabei angenommen, dass die Temperatur sich im Untergrund auch unabhängig von einer konkreten Wasserführung im Gesteinskörper ausgleicht. Datengrundlage ist eine Stichtagsmessung, die im Mai 2017 durchgeführt wurde. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2015: Temperatur 1m unter Wasserspiegel außerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 20151m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers außerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Es wird dabei angenommen, dass die Temperatur sich im Untergrund auch unabhängig von einer konkreten Wasserführung im Gesteinskörper ausgleicht. Datengrundlage ist eine Stichtagsmessung, die im Mai 2015 durchgeführt wurde. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2021: Temperatur 1m unter Wasserspiegel außerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 2021 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers außérhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Eine zusammenhängende Wasserführung zwischen den Messstellen ist dabein nicht vorhanden. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2017: Temperatur 1m unter Wasserspiegel innerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 2017 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers innerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Datengrundlage ist eine Stichtagsmessung, die im Mai 2017 durchgeführt wurde. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2013: Temperatur 1m unter Wasserspiegel außerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im September 2013 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers außerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Es wird dabei angenommen, dass die Temperatur sich im Untergrund auch unabhängig von einer konkreten Wasserführung im Gesteinskörper ausgleicht. Datengrundlage ist eine Stichtagsmessung, die im September 2013 durchgeführt wurde. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2015: Temperatur 1m unter Wasserspiegel innerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 2015 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers innerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Datengrundlage ist eine Stichtagsmessung, die im Mai 2015durchgeführt wurde. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

2021: Temperatur 1m unter Wasserspiegel innerhalb des quart. Elbtal-GWL

Das Thema stellt eine Interpolation der an den einzelnen Messpunkten im Mai 2021 1m unter der Grundwasseroberfläche gemessenen Temperaturen des Grundwassers innerhalb des quartären Elbtal-GWL dar. Die Daten erlauben eine erste Einschätzung zu erwartender Grundwasser- bzw. Untergrundtemperaturen. Bei der Anwendung ist unbedingt der jahreszeitliche Gang der Grundwassertemperatur zu beachten, der zu Schwankungen um mehrere °C führen kann.

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