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Zielsetzung: Bäume bilden unsere Lebensgrundlage und sind schön. Alte Bäume sind besonders schön und dazu noch äußerst wertvoll; für das Klima, unsere Atmosphäre, den Erholungswert in der freien Landschaft, als Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Alte Bäume sind aber auch besonders gefährdet; durch Unwissenheit und Unachtsamkeit, Zeit- und Geldknappheit, den Klima- und den Lebenswandel. Und sie können nicht für sich selber sprechen und um Hilfe bitten. Sie brauchen Paten. Das gilt für Deutschland genauso wie für die Slowakei. Seit einigen Jahren bestätigt sich das wahrscheinliche Szenario, dass der Klimawandel die klimatischen Bedingungen im Erzgebirge immer subkontinentaler werden lässt - also in Richtung von Verhältnissen verschiebt, wie sie für südöstlich gelegene Gebiete wie die Slowakei typisch sind/waren. Darin liegt das besondere Interesse der Grünen Liga begründet, eine langfristige Vergleichbarkeit bisher im Ost-Erzgebirge gesammelter Erfahrungen mit einem ähnlichen Gebiet in der Slowakei aufzubauen. 2022 begann die Grüne Liga Osterzgebirge e.V. mit dem Aufbau eines Netzwerkes ehrenamtlicher Baumdenkmalpaten. Diese betreuen einen oder mehrere Bäume aus einem Fundus erfasster besonders schützenswerter Baumdenkmale, die von den Projektmitarbeitern ausgewählt wurden. Das heißt sie besuchen den Baum 1-2-mal jährlich, notieren und fotografieren seinen Zustand sowie Veränderung und mögliche Baumgefahren. Bei unmittelbarer Gefahr werden die Projektkoordinatoren kontaktiert um weitere Schritte zur Baumerhaltung einzuleiten. Dieses Baumdenkmalpatensystem soll auf das Biosphärenreservat in Polana in der Slowakei übertragen werden. Die Aufgabe der Grünen Liga Osterzgebirge e.V. besteht darin, den slowakischen Kollegen das Wissen zu vermitteln, wie ein solches System aufgebaut werden kann, wie man Baumpaten findet, welche 'Ausbildung' diese benötigen und was notwendig ist um die Baumpaten auch langfristig zu motivieren. Um diesen Informations- und Erfahrungsaustausch zu gewährleisten sind persönliche Kontakte der Projektmitarbeiter und Baumpaten aus beiden Projektgebieten die beste Gelegenheit um das Projektziel zu verwirklichen.
Die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Biodiversitätsverlust erhöht den Druck auf Politik und Forstwirtschaft, den Wald unter besonderer Berücksichtigung der Biodiversität zu bewirtschaften. Um Synergien oder Zielkonflikte zwischen unterschiedlichen Ökosystemfunktionen zu identifizieren, ist eine transdisziplinäre Forschung und ein beidseitiger Wissenstransfer von Forschungsergebnissen und praktischen Erfahrungen zwischen Wissenschaft und Praxis notwendig. Vor allem bei Zielkonflikten sollte die Wissenschaft die Folgen von unterschiedlichen Bewirtschaftungsoptionen für unterschiedliche Funktionen und auf unterschiedlichen räumlichen Skalen aufzeigen, um so der Praxis Entscheidungshilfen geben zu können. Das beantragte Projekt baut direkt auf den Ergebnissen der ersten Projektphase (hier Wissenstransfer 1.0) auf, in der ein beidseitiger Wissenstransfer zwischen den Biodiversitäts-Exploratorien (BE) und Wald-Akteuren in den drei BE-Regionen initiiert wurde. Diesen Transfer möchten wir in der nächsten Phase verstetigen, intensivieren und ausbauen. In Wissenstransfer 1.0 fragten wir zudem nach wichtigen praxis-relevanten Fragen der Akteure und ihren Vorschlägen zur Verbesserung eines Transfers. Darauf aufbauend wollen wir nun in enger Zusammenarbeit mit den Anwendungspartnern transdisziplinäre Forschungsprojekte etablieren, die die Wirksamkeit der BE Ergebnisse für Forstwirtschaft und Biodiversitätsschutz erhöhen:Im Einzelnen werden wir dabei erstens die Rolle von Habitatbäumen in den BE-Flächen für die Biodiversität und die Holzproduktion analysieren, Baumarten in den BE-Flächen hinsichtlich der mit ihnen assoziierten Biodiversität und ihrer Vitalität vor dem Hintergrund des Klimawandels untersuchen, und wissenschaftliche Daten, die außerhalb der BE-Flächen in Schutzgebieten von zwei BE-Regionen erfasst wurden, mit denen der BE-Flächen vergleichen. Ergebnisse der BE zeigten, dass die Waldbewirtschaftung ein wichtiger Treiber der Biodiversität auf Landschaftsebene ist. Interviews mit Akteuren in den drei Regionen in Wissenstransfer 1.0 verdeutlichten aber auch, dass Bewirtschaftungsentscheidungen häufig von naturräumlichen Gegebenheiten oder sozio-ökonomischen Faktoren bestimmt werden. Durch die Verschneidung der Vielfalt von Bewirtschaftung, Landschaftsvariablen und Besitzverhältnissen wollen wir zweitens die wichtigsten Treiber der Biodiversität in den Regionen identifizieren. Praxis-relevante Ergebnisse sollen regelmäßig der forstlichen und naturschutzfachlichen Praxis durch eine Wissenstransfer-Webseite und mit Hilfe eines Netzwerkes an Multiplikatoren zur Verfügung gestellt. Wir werden dabei Bewirtschaftungsoptionen und ihre Konsequenzen für die Biodiversität ebenso aufzeigen, wie Grenzen der Übertragbarkeit der Ergebnisse. Wichtige Fragen der Akteure sollen drittens an wissenschaftliche Experten der BE weitergeleitet werden und die Grundlage für zukünftige transdisziplinäre Forschungsprojekte bilden.
Flächendaten der Altbaumrefugien auf den Flächen der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten - siehe auch "ABR Konzept SHLF_2025.pdf"
Der Datensatz enthält die Zentroidpunkte von Biotopbaumgruppen im bewirtschafteten Wald des Freistaates Sachsen. Biotopbaumgruppen sind ein oder mehrere Bäume geringerer Qualität, die dem Zulassen punktueller Zerfallsphasen und der Anreicherung des Waldes mit Totholz dienen. Zahlreiche Tierarten sind auf Biotopbäume und Totholz (Baumhöhlen, Fäulen, Kronenbrüche, tote stehende oder liegende Bäume etc.) angewiesen. Der Erhalt zumindest einiger solcher Bäume (ca. 3-5 starke Bäume je Hektar) auch in bewirtschafteten Wäldern ist ein wichtiges Ziel des Naturschutzes im Wald. Wo möglich, werden aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der ökologischen Vernetzung Biotopbäume in Gruppen erhalten, den sogenannten Biotopbaumgruppen. Die Markierung von Biotopbaumgruppen erfolgt vor Ort dauerhaft. Ein Punkt markiert das Zentrum einer Biotopbaumgruppe. Zu jedem Punkt wird die Anzahl der Bäume und das Jahr der Erstmarkierung in einer Biotopbaumgruppe angegeben.
Ein zentrales Ziel des AuT-Konzepts ist es, durch die Erhöhung der Strukturvielfalt und des Totholzvorkommens in Wirtschaftswäldern, mehr Lebensraum für eine Vielzahl an Arten zu schaffen. Hierbei handelt es sich um ein in die Waldbewirtschaftung integriertes Konzept. Daher müssen bei der Umsetzung des Konzepts neben den ökologischen Anforderungen der zu schützenden Arten, ebenso die Anforderungen der Waldbewirtschaftenden (z.B. Arbeitssicherheit und Verkehrssicherheit) als auch die ökonomischen Ansprüche berücksichtigt werden. Ziel der Evaluation ist es, in diesem komplexen Gefüge, die Qualität des AuT-Konzepts als Artenschutzinstrument zu prüfen und unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren gegebenenfalls anzupassen. Mit Erkenntnissen aus der Evaluation wird angestrebt ein Monitoring System aufzubauen, in dessen Rahmen in regelmäßigen Abständen Daten zur Entwicklung der AuT-Schutzelemente erhoben werden sollen. Die Evaluation lässt sich in zwei Hauptfragen gliedern: 1. Sichert und/oder steigert das AuT-Konzept unter Berücksichtigung der Anforderungen der Waldbewirtschaftung die Biodiversität im Wald? a. Liefert das AuT-Konzept objektive Grundlagen für die Bewertung von Naturschutzleistungen (z.B. die Erhöhung der Strukturvielfalt)? b. Setzt das AuT-Konzept geltendes Recht praxisnah um? c. Können durch das AuT-Konzept (monetäre) Naturschutzleistungen in die Betriebsbilanz einfließen? 2. Erfüllen die AuT-Schutzelemente in ihrer Anzahl und Verteilung eine Trittsteinfunktion? Tragen sie aus Perspektive der zu schützenden Arten zur regionalen und überregionalen Vernetzung der Landschaft bei? Diese Fragen sollen im Rahmen dieses Projekts anhand von Pilotstudien in den Habitatbaumgruppen und Waldrefugien, sowie mittels GIS-basierter Konnektivitäts-Analysen beantwortet werden. Neben fallweiser Artkartierung werden vor allem Indikatoren herangezogen. Dies können zum Beispiel die verschiedenen Zersetzungsgrade von Totholz sein, welche Rückschlüsse auf das Vorhandensein bestimmter Artgruppen zulassen oder auch das Vorkommen von Baum-Mikrohabitaten. In diesem Zusammenhang untersucht ein Partnerprojekt die zeitliche Entstehung und Dynamik von Baum-Mikrohabitaten. Baum-Mikrohabitate tragen zur Struktur- und Artenvielfalt in Wäldern bei und nehmen für einige Artengruppen eine Indikatorfunktion ein. Ziel dieser Arbeit ist es unter anderem die naturschutzfachliche Wertigkeit von Waldflächen besser einschätzen zu können und relevante Ergebnisse auch in die Evaluation des AuT-Konzepts einfließen zu lassen.
Konzept zur Förderung der Vielfalt der Insekten im Wald [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] INSEKTENVIELFALT IM WALD Konzept zur Förderung der Vielfalt der Insekten im Wald „Die Vielfalt der Arten und auch die genetische Viel- falt innerhalb der Arten ist ein großer Schatz der Natur, von dem wir zum Teil noch gar nicht wissen, wie wertvoll er sein kann, etwa wenn es darum geht, Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu nutzen. Denn jede Art ist ganz einzigartig und an bestimmte Bedingungen angepasst. Die Vielfalt der Arten sichert unser Über- leben. Sie sichert unsere Nahrungsgrundlage, schützt unser Wasser und unsere Böden und letzt- endlich unser gesamtes Ökosystem. Der Erhalt der Biodiversität ist eine zentrale Menschheitsauf- gabe, die keinen Aufschub duldet.“ Katrin Eder Staatsministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz 2 INHALT Leitbild4 Insekten – Kernelement des Ökosystems6 Insektenvielfalt im Wald7 Gefährdung und Verantwortung8 „Reichtum ist Vielfalt.“Zielsetzung10 Friedensreich HundertwasserMaßnahmenmodule12 Raupe des Pappelschwärmers 1. Baumartenvielfalt e rhöhen14 2. Lichte Wälder schaffen18 3. Historisch alte Wälder wertschätzen20 4. Baummikrohabitate erkennen22 5. Altbäume und Totholz: BAT-Konzept umsetzen24 6. Eichen erhalten und freistellen 26 7.28 Waldränder h erstellen 8. Wege und Lagerplätze einbinden30 9. Kalamitätsflächen und Windwürfe nutzen32 10. Ameisen s chützen34 11. Verkehrssicherung an Straßen als Chance36 12. Gas- und Stromtrassen gestalten38 13. Waldwiesen p flegen40 14. Felsen, B lockhalden, L ehmwände f reistellen 42 15. Dienstgebäude, Waldhütten und Wirtschaftshallen einbeziehen 44 16. Waldquellen b ewahren46 17. Bachufer g estalten48 18. Waldweiher b ehandeln50 19. Tümpel – t emporäre G ewässer a nlegen 52 Seminare besuchen 54 3 Leitbild 4 Angesichts der Unterschiedlichkeit der rheinland-pfälzischen Wälder, bezogen auf die standörtlichen Gegebenheiten, die Baumarten- zusammensetzung und die Wald struktur, und nicht zuletzt ange- sichts der klimawandelbedingten Veränderungen des Waldes sind ein- heitliche Rezepte für das gesamte Land wenig sinnvoll. Insekten – die artenreichste Klasse der Tiere unseres Planeten – sind zugleich als Bestäuber, Zersetzer, Transporteure und als Kernelemente von Nahrungsketten unverzichtbare Bestandteile des Ökosystems Wald. Unsere Wertschätzung kann nicht hoch genug sein. Nur Bruchteile der Funktionen der einzelnen Arten im Wirkungsgefüge sind erforscht, ein deutschlandweites Monitoring beginnt erst. Dennoch wollen wir bei Landesfors- ten bereits jetzt handeln. Der Erhalt der Biodiversität ist eine zentrale Menschheitsaufgabe unserer Zeit, die keinen Aufschub duldet. Anhand bekannter Grundkenntnisse gilt es, die Vielfalt der Insektenarten im Wald zu unterstützen, indem eine Diversität an Lebensräumen gewährleistet wird. Hier wird ein Modulsystem vorgestellt, dessen Elemente sich in die örtlichen Gegebenheiten einpassen können. Hier wird ein Modulsystem vorge- stellt, dessen Elemente sich in die örtlichen Gegebenheiten einpas- sen können. Es gilt, fehlende oder unterrepräsentierte Lebensräume an der richtigen Stelle zu schaffen, auszubauen oder zu schonen. Das können ein paar Baumstümpfe sein, die an besonnter Stelle bewusst höher geschnitten wurden, oder ein systematisches Anlegen von Wald- innenrändern, die sich als Biotop- verbund durch das Revier hindurch zusammenfügen. Das Konzept orientiert sich nicht an Leitarten und hat auch nicht gesetz- lich geschützte Arten im Fokus, sondern stützt sich generell auf Maßnahmen der Waldentwicklung und vermittelt Chancen für eine aktive Insektenförderung in diesem Kontext. Es liegt also in Ihrer Entscheidung als Forstwirt*in, als Revierleitung, als Forstamtsleitung oder als Wald- besitzende*r, die „richtigen“ insek- tenfördernden Maßnahmen umzu- setzen. Ihr Tun reicht von gezielten Hand- griffen, die nur Ihre Aufmerksamkeit kosten, bis hin zu größeren inves- tiven Maßnahmen. Mit bestehen- den Förderprogrammen können Maßnahmen finanziell unterstützt werden. Dieses Konzept zeigt zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung der Insektenvielfalt im Wald auf. Lassen Sie uns anfangen! 5
Höchstspannungserdkabel sind Vorhabentypen, bei denen sich viele Beeinträchtigungen über Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen begrenzen lassen. Allerdings besteht noch erhebliche Unklarheit darüber, wie die technischen und naturschutzfachlichen Maßnahmen im Detail durchzuführen sind, unter welchen Rahmenbedingungen sie ihre Wirksamkeit entfalten können und wie sie sich auf den verschiedenen Planungsebenen verankern lassen. Daher soll im Rahmen des F+E-Vorhabens ein detaillierter Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, der alle bei (Höchstspannungs-)Erdkabeln typischer Weise in Frage kommenden bau-, anlagen- und betriebsbezogenen Schadensbegrenzungsmaßnahmen enthalten soll. Dabei sind sowohl technische Maßnahmen (z.B. geschlossene Bauweisen, Tonriegelwände gegen Drainage, die Vermeidung von Eingriffen oder Stoffeinträgen in Gewässer) aber auch die Maßnahmen im Rahmen der Baufeldräumung (z.B. Kontrolle und Sicherung von Höhlenbäumen und Totholz) und Baufeldsicherung vor vorzeitiger Wiederbesiedelung z.B. durch Amphibien, Reptilien oder bodenbrütende Vögel (durch Vermeidung von Anlockeffekten, Vergrämung, Zäunung, Umsiedelung), die Vermeidung störungsbedingter Brutzeitausfälle (durch Bauzeitensteuerung) oder zum Umgang mit speziellen Einzelarten (z.B. Hamster) zu berücksichtigen. Auch Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung spezieller Biotoptypen sind einzubeziehen. Damit die Maßnahmen auch vor dem Hintergrund der hohen Anforderungen des europäischen Gebiets- und Artenschutzes genutzt werden können, bedarf es präziser Definitionen und fachlicher Erläuterungen zur Durchführung, nachweislichen Wirksamkeit und Effizienz. Daher sollen die Maßnahmentypen im F+E-Vorhaben entsprechend des Stands von Wissenschaft und Technik analysiert und bewertet werden.
Zwischen den Vorgaben des Wald- und Naturschutzrechts bestehen vielfältige Zieldivergenzen, die die Umsetzung von Zielen des Natur- als auch des Naturgefahrenschutzes erschweren. Hierfür werden unter aktiver Beteiligung der relevanten Akteure Konfliktlösungsstrategien entwickelt. Durch diese Strategien wird eine einfachere Umsetzung von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen zum Schutz des länderübergreifenden Lebensraumes Nördliche Kalkalpen ermöglicht. Dadurch wird auch ein Beitrag zum Ausbau der grünen Infrastruktur (Lawinen-, Erosions- und Hochwasserschutz) geleistet. Auf der planerischen Ebene werden für die Schutzwaldsanierung, die waldbaulichen Handlungsempfehlungen für naturschutzfachlich hochwertige Waldtypen und die Natura 2000-Managementplanung und -umsetzung im Karwendelgebirge erarbeitet sowie Zieldivergenzen und -konvergenzen zwischen Ansprüchen an den Schutzwald und an den Naturschutz identifiziert. Am Beispiel naturschutzfachlich hoch relevanter Waldtypen (Carbonat-Trockenkiefernwald, Schluchtwälder) werden auf der Ebene von Einzelbeständen durch Begänge mit Naturschutz- und Forstakteuren Handlungsstrategien zur besseren Umsetzung des Naturschutzes entwickelt. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf folgende Themenbereiche gelegt: - Umgang mit verlichteten und lichten Wäldern - Umgang mit zufälligen Ereignissen (Windwurf, Schneebruch, Insektenschaden) zur möglichen Anreicherung von Totholz und Biotopbäumen - Möglichkeiten von Prozessschutz im Schutzwaldmanagement - Vorrangflächen für den Schutz geschützter Arten (z.B. Rauhfußhühner und weitere über eine Screening-Studie zu identifizierende Arten) - Minimale Schutzwaldpflege vs. minimale Anforderungen des Naturschutz Durch die intensive Beteiligung der Forst- und Naturschutzakteure werden Konfliktfelder identifiziert und durch Handlungsempfehlungen, waldbauliche Vorgaben, verwaltungsübergreifende Vereinbarungen und Fortbildungsmaßnahmen abgebaut.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN INDIKATORENBERICHT zur Biodiversitätsstrategie des Landes Inhaltsübersicht Vorwort4 Einleitung6 Indikatoren10 1. Naturschutz14 1.1 Schutzgebietsnetz „Natura 2000“14 1.2 Naturschutzgebiete20 1.3 Nationalpark22 1.4 Biosphärenreservat25 1.5 Naturparke27 1.6 Artenvielfalt28 1.7 Biotopverbund32 1.8 Siedlungsökologie34 2. Landwirtschaft36 2.1 Gemeinsame Agrarpolitik36 2.2 Naturschutz durch landwirtschaftliche Nutzung37 2.3 Grünlandschutz43 2.4 Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen45 2.5 Vertragsnaturschutz46 2.6 Ökologischer Anbau50 2.7 Regionale Produkte53 2.8 Kulturpflanzen und Nutztiere54 1 3. Forstwirtschaft56 3.1 Naturnaher Waldbau56 3.2 Schutz- und Wildnisflächen59 3.3 Biotopbäume, Altbäume und Totholz61 3.4 Naturverjüngung64 3.5 Jagd65 4. Wasserwirtschaft68 4.1 Gewässerschutz68 4.2 Flüsse und Auen71 4.3 Barrierefreie Gewässer71 5. Reinhaltung natürlicher Ökosysteme72 5.1 Boden72 5.2 Luft77 5.3 Wasser79 6. Siedlung und Fläche82 6.1 Flächensparen82 6. 2.Landschaftsplanung85 6.3 Eingriffsregelung86 6.4 Rohstoffgewinnung89 6.5 Verkehr92 7. Klimaschutz und Energiewende93 7.1 Klimawandel93 7.2 Erneuerbare Energien96 2 8. Tourismus und Natur erleben103 9. Sport und Freizeit106 10. Bildung und Ausbildung108 11. Bürgerbeteiligung und Kommunikation113 Bilanz des Indikatorenberichtes115 Hrsg. Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz Abteilung Naturschutz und nachhaltige Entwicklung Redaktion: Dr. Peter Sound, Torsten Kram Foto Titelseite: Patrick Schönecker November 2020 3 Vorwort Nach dem der rheinland-pfälzische Ministerrat 2015 die erste Biodiversitätsstrategie des Landes beschlossen hat, gilt es nach fünf Jahren eine erste Bilanz zu ziehen. Zwar ist die Hälfte unserer heimischen Brutvogelarten weiter bedroht und auch die Situation für Insekten und Bestäuber bleibt kritisch, doch mit der Umsetzung der Ziele und Maßnahmenschwerpunkte der Biodiversitätsstrategie über die eigens ins Leben gerufene „Aktion Grün“ haben wir die Weichen neu gestellt: Wir wollen mit konkreten Programmen und Projekten die biologische Vielfalt in Rheinland-Pfalz weiter stärken. Mit dem vorliegenden Indikatorenbericht zur Biodiversitätsstrategie geben wir nicht nur Auskunft über den Erfolg unserer Aktivitäten, sondern benennen auch im Rückblick für den Zeitraum seit 2015 beispielhaft Maßnahmen und Projekte, die zur Erreichung der Ziele dienten. Wie der Bericht zeigt, haben wir bei vielen Indikatoren bereits erste Erfolge vorzuweisen. Es gibt aber auch Aufgabenfelder, in denen wir unsere Ziele nicht erreichen konnten. Hier sind künftig verstärkt Aktivitäten notwendig, um zum Erfolg zu kommen. Dabei möchte ich zu bedenken geben, dass es nicht immer möglich sein wird, in Fünf-Jahres-Rhythmen spürbare bzw. messbare Veränderungen darstellen. Auch sind neue Herausforderungen hinzugekommen, die seinerzeit bei der Erstellung der Strategie noch keine so bedeutende Rolle spielten, aber bei der sich anschließenden Fortschreibung der Biodiversitätsstrategie Berücksichtigung finden müssen. Beispielhaft nenne ich das Thema Insektensterben sowie die Verunreinigungen durch Nanoplastik. Hier werden wir künftig neue Handlungsziele und Maßnahmenschwerpunkte benennen müssen. Dementsprechend entwickeln wir auch das Indikatoren-Set weiter und binden so die neuen Themen in die Erfolgskontrolle der Biodiversitätsstrategie mit ein. 4
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 22 |
| Europa | 1 |
| Land | 41 |
| Weitere | 51 |
| Wissenschaft | 7 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 16 |
| Text | 31 |
| Umweltprüfung | 5 |
| unbekannt | 51 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 81 |
| Offen | 21 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 102 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 8 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 64 |
| Keine | 21 |
| Unbekannt | 3 |
| Webseite | 21 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 89 |
| Lebewesen und Lebensräume | 103 |
| Luft | 56 |
| Mensch und Umwelt | 103 |
| Wasser | 61 |
| Weitere | 100 |