Die Dyneon GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der 3M und Teil der Advanced Materials Division, ist einer der führenden Fluorpolymerhersteller der Welt und verantwortet in seiner Firmenzentrale in Burgkirchen (Bayern) die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Fluorpolymeren. Das Produktportfolio umfasst Fluorelastomere, Fluorthermoplaste, Polytetrafluorethyle (PTFE) und Kunststoff-Additive. Durch ihre hohe thermische und chemische Beständigkeit eignen sich die Materialien für zahlreiche Hightech-Anwendungen, beispielsweise in der Automobilindustrie und Architektur. Ohne vollfluorierte Polymere wären zahlreiche alltägliche Gebrauchsgegenstände nicht möglich, denn sie machen das Leben in vielerlei Hinsicht bequemer und sicherer. In Europa werden jedes Jahr ca. 34.000 Tonnen Polytetrafluorethen (PTFE) und PTFE-Compounds verarbeitet. Allerdings: Für PTFE-Compoundabfälle sowie für PTFE-Abfälle aus dem Post-Consumer-Bereich existierte bisher weltweit kein stoffliches, qualitativ hochwertiges Recyclingkonzept. Sie wurden entweder in Verbrennungsanlagen thermisch verwertet oder deponiert. Ein innovatives Recyclingverfahren von Dyneon macht es möglich, dieses erhebliche Potenzial an Wertstoffen zu nutzen und es wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen – und das gänzlich ohne Qualitätseinbußen. Die Pilotanlage der Dyneon GmbH spaltet mit Hilfe eines Pyrolyseverfahrens die PTFE-Abfälle wieder in seine Ausgangsmonomere auf. Nach der Konditionierung (Zerkleinerung) und einem Waschprozess werden die PTFE-Abfälle bei Temperaturen zwischen 400 Grad Celsius und 700 Grad Celsius in einem Pyrolysereaktor vollständig zersetzt. Hierbei kommen zwei unterschiedlichen Reaktorkonzepte zum Einsatz: Ein Wirbelschicht- und ein Rührbettreaktor. Aus den Reaktionsgasen werden die Monomere Tetrafluorethen (TFE) und Hexafluorpropen (HFP) zurückgewonnen. Die Monomere werden destillativ gereinigt und lassen sich danach wieder zu PTFE polymerisieren. Das Material kann anschließend ohne Qualitätseinbußen in der Produktion für unterschiedliche Anwendungen wieder zum Einsatz kommen. Die neue Anlage ist zunächst für eine Kapazität von jährlich ca. 500 Tonnen PTFE-Abfällen ausgelegt. Mit dem neuen Recyclingverfahren können pro Kilogramm recyceltem TFE 70 Prozent an Energie und 61 Prozent CO 2-eq -Emissionen eingespart werden. Bei einer Jahreskapazität von 500 Tonnen entspricht dies einer Einsparung von 19 Millionen Kilowattstunden und 2.850 Tonnen CO 2-eq . Die Umwelt profitiert somit nachhaltig von dem intelligenten Up-Cycling, das den Weg in eine ökoeffiziente Kreislaufwirtschaft (circular economy) weist. Dyneon verfügt dazu über klar definierte Abläufe, um die Abfallströme gemäß dem deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz und EU-Verordnung individuell zu betrachten, einzustufen und zu prozessieren. Verarbeiter und Hersteller aus mehreren EU-Ländern beteiligen sich bereits am Up-Cycling. Branche: Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren Umweltbereich: Ressourcen Fördernehmer: Dyneon GmbH Bundesland: Bayern Laufzeit: 2012 - 2016 Status: Abgeschlossen
Zielsetzung ist die Reduzierung des Herstellungsaufwandes von Tetrafluorethylen (TFE) und Hexafluorpropen (HFP), die die Haupt-Monomere von Fluorpolymeren darstellen. Die aktuelle industrielle Herstellung der Monomere aus den Rohstoffen Methan und Kalziumfluorid ist energie- und chemikalienaufwendig, weshalb alternative Syntheserouten, die auf neuen Einsatzstoffen begründet sind, ein enormes ökonomisches und ökologisches Einsparpotential bieten. Der Ersatz der mehrstufigen, auf Chlorchemie basierender Syntheseverfahren der Monomere erfordert aber die Entwicklung neuer Prozesse und Reaktoren, die es ermöglichen, ausgehend von wenig reaktiven und chlorfreien Edukten (kurzkettige Perfluorkohlenwasserstoffe) die gewünschten Monomere zu erzeugen. Grundlage dieser neuen Prozesse bildet der kombinierte Einsatz von Plasmachemie, heterogener Katalyse und Mikroreaktortechnik. Plasma und Katalysatoren sind zur Aktivierung der wenig reaktiven Edukte nötig. Extreme Quenchraten und Strömungsverhältnisse im Mikroreaktor verhindern Nebenreaktionen des reaktiven Zwischenproduktes Difluorcarben (:CF2). Die mit Hilfe der Mikroreaktortechnik gewonnenen Erkenntnisse sollen zu möglichen Prozessfenstern einer chlorfreien TFE-Synthese führen und bilden damit die Grundlage einer späteren Übertragung in die industrielle Nutzung. Neben einer Plasmaaktivierung werden auch heterogene Katalysatoren untersucht. Für die erforderlichen Parameterstudien werden neue Reaktorkonzepte erprobt, unter anderem ein Plasma-Mikroreaktor und Plasma-Reaktoren. Im Rahmen des Verbundprojektes sollen deshalb chlorfreie und nachhaltige alternative Synthesen zur TFE/HFP-Herstellung entwickelt werden. Die Nutzung langfristig industriell verfügbarer Edukte soll ebenfalls untersucht werden. Mittels plasmaunterstützter Mikroreaktortechnologie soll die Entwicklung eines energieeffizienten Prozesses erfolgen. Die Erkenntnisse zur Werkstoffauswahl sollen für die Entwicklung einer Herstellungstechnologie für neue Mikroreaktoren dienen. Die Aufteilung der Aufgaben erfolgt gemäß der vorhandenenExpertise der Projektpartner: - Auffindung einer geeigneten Synthese (LS WV/InVerTec/Dyneon) - Entwicklung eines skalierbaren Prozesses (InVerTec/Dyneon/Mikroglas) - Entwicklung neuer Mikroreaktoren (Mikroglas/LS WV). Durch das entwickelte Plasmaverfahren konnte die direkte Tetrafluorethylen-Synthese, ausgehend von Perfluorethan und Perfluorbutan vollständig chlorfrei durchgeführt werden. Die gemessenen Umsätze und Konzentration lassen sich nach einer klassischen reinen Gasphasenreaktion 1.Ordnung hervorragend beschreiben und sind somit lediglich kinetisch limitiert. Die Ausbeuten von TFE, HFP und Perfluorethan können mit einem Reaktionsnetzwerk sehr gut beschrieben und gerechnet werden. Die hierfür notwendigen kinetischen Parameter wurden in der Arbeit bestimmt. usw
Die Dyneon GmbH ist ein Tochterunternehmen des 3M Konzerns und ist mit Standorten und Repräsentanzen in über 50 Ländern vertreten. Dyneon ist einer der weltweit führenden Entwickler und Hersteller von Fluorelastomeren, Fluorthermoplasten, Polytetrafluorethylen (PTFE) und Spezialadditiven. Weltweit wurden im Jahr 2011 ca. 250.000 Tonnen Fluorpolymere produziert; in Europa liegt der Verbrauch an fluorierten Polymeren bei etwa 55.000 Tonnen pro Jahr. Fluorpolymere sind Spezialkunststoffe, die sich insbesondere durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Chemikalien auszeichnen. Sie werden vor allem zur Herstellung von Dichtungen, Schläuchen und Schlauchauskleidungen, Beschichtungen, Auskleidungen von Chemieanlagen, Membranen und Kabelisolierungen verwendet. Innerhalb der Fluorpolymere, mit ca. 40 Prozent Mengenanteil, stellen PTFE und PTFE-Compounds die größte Produktklasse dar. Mit dem Bau der Recyclinganlage wird das Ziel verfolgt, Fluorpolymerabfälle bei Temperaturen zwischen 400 und 700 Grad Celsius in einem Pyrolysereaktor vollständig zu zersetzen und aus den Reaktionsgasen die werthaltigen Monomere Tetrafluorethen (TFE) und Hexafluorpropen (HFP) quantitativ zurückzugewinnen. Die erhaltenen Monomere werden anschließend direkt in die Monomeranlage am Standort Gendorf eingespeist, gemeinsam mit den konventionell hergestellten Monomeren destillativ gereinigt und wieder für die Polymerisation neuer Fluorkunststoffe eingesetzt. Weltweit wird mit diesem Vorhaben der Fluorpolymerkreislauf für vollfluorisierte Fluorpolymere erstmalig geschlossen und stoffliches Recycling im quantitativen Maßstab betrieben. Als Materialien für die in einer ersten Stufe geplante Demonstrationsanlage können sowohl Produktionsabfälle des Antragstellers als auch Produktionsabfälle von Kunden verwendet werden, bevor das Verfahren auf weniger gut charakterisierte fluorpolymerhaltige Post-Consumer-Abfälle unterschiedlicher Herkunft ausgeweitet wird.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Hexafluorpropylen.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Aggregatzustand: gasförmig.<br> Stoffbeschaffenheit: komprim. Flüssiggas.<br> Farbe: farblos. Es gelten folgende Umweltgefahren: Bemerkung GWP: Treibhauspotenzial oder GWP (global warming potential) ist das Klimaerwärmungspotenzial eines Treibhausgases im Verhältnis zu dem von Kohlendioxid (CO 2 ), berechnet als das Erwärmungspotenzial eines Kilogramms eines Treibhausgases bezogen auf einen bestimmten Zeitraum gegenüber dem entsprechenden Potenzial eines Kilogramms CO 2 . Bemerkung Lebensdauer: Die Lebensdauer eines Stoffes in der Erdatmosphäre ist die mittlere Zeitdauer, die ein in die Atmosphäre eingebrachtes Molekül des Stoffes dort verbleibt, bevor es durch Ablagerung oder chemische Reaktion entfernt wird. Zitat: The Earth’s Energy Budget, Climate Feedbacks, and Climate Sensitivity Supplementary Material. In Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)" für die chemische Verbindung "Hexafluorpropen". Der Name nach Regelwerk ist "Hexafluorpropen".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung (EU) Nr. 10/ 2011; Kunststoffe im Lebensmittelkontakt, zugelassene Stoffe" für die chemische Verbindung "Hexafluorpropylen". Der Name nach Regelwerk ist "Hexafluorpropylen".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung (EG) 1272/ 2008 (CLP, GHS); zur Einstufung, Kennzeichnung, Verpackung von Stoffen und Gemischen" für die chemische Verbindung "Hexafluorpropen". Der Inhalt des Regelwerks ist "Das Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS) wurde auf UN-Ebene erarbeitet, mit dem Ziel, weltweit einen sicheren Transport zu gewährleisten, die menschliche Gesundheit und Umwelt besser zu schützen. Die Verordnung (EG) Nr. 1272/ 2008 (CLP) legt orientierend an GHS einheitliche Regeln für die Bewertung der Gefährlichkeit von chemischen Stoffen und Gemischen fest (Einstufung). Für physikalische Gefahren, Gesundheits- und Umweltgefahren definiert sie Gefahrenklassen. Eine Gefahrenklasse ist unterteilt in Gefahrenkategorien je nach Schwere der Gefahr. Jeder Gefahrenkategorie sind ein Gefahrensatz, ein Piktogramm sowie ein Signalwort zugeordnet. Aufgrund dieser Einstufungen werden in der CLP-Verordnung verbindliche Kennzeichnungen auf Verpackungen wie Piktogramme und Gefahrenhinweise vorgeschrieben. Die Abverkaufsfrist für Gemische, die bereits vor dem 1.06.2015 verpackt wurden und noch nach alter Einstufung (R-Sätze) gekennzeichnet sind, lief als letzte Übergangsfrist am 01.06.2017 ab. Hersteller/ Importeure von Stoffen sind verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Inverkehrbringen, ihre Angaben der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zur Hinterlegung im öffentlich zugänglichen europäischen Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis (CL Inventory) zu melden. Die von der ECHA gepflegte Datenbank enthält Informationen zur Einstufung und Kennzeichnung (C&L) von angemeldeten und registrierten Stoffen, die Hersteller und Importeure übermittelt haben, einschließlich einer Liste harmonisierter Einstufungen. Um eine gesundheitliche Notversorgung und vorbeugende Maßnahmen künftig besser abzusichern, gelten ab dem 01.06.2020 für Gemische, die aufgrund ihrer Wirkungen als gefährlich eingestuft sind, einheitliche Informationspflichten in allen Mitgliedsstaaten. Importeure und nachgeschaltete Anwender sind verpflichtet, diese Informationen den dafür autorisierten nationalen Stellen, in Deutschland dem BfR vorzulegen.".
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 6 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 1 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Förderprogramm | 3 |
| Gesetzestext | 3 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 5 |
| Offen | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 7 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 2 |
| Keine | 5 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 7 |
| Lebewesen und Lebensräume | 7 |
| Luft | 7 |
| Mensch und Umwelt | 7 |
| Wasser | 7 |
| Weitere | 7 |