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Klimaanalysekarten 2022 (Umweltatlas)

Die gesamtstätische Klimamodellierung dient als Grundlage, um die den Ist-Zustand des Stadtklimas im Land Berlin in die Planung einbeziehen zu können. Es werden hierfür notwendige stadtklimatische Klimaanalysen (siehe Klimaanalyse) und -bewertungen (siehe Planungshinweise Stadtklima) bereitgestellt. Für die gesamte Stadtfläche werden im Bereich der Klimaanalyse sieben Klimaparameter jeweils in einer Rasterdarstellung mit einer hohen räumlichen Auflösung von 10 m x 10 m sowie aggregiert auf ca. 25.000 Block- und Blockteilflächen angeboten. Durch die hohe räumliche Auflösung sind die Klimaanalyseergebnisse dazu geeignet Planungsprojekte bis zur Ebene der Bauleitplanung zu unterstützen. Die dargestellten Parameter umfassen darüber hinaus nicht nur die wichtigsten klimatischen Größen wie (1) bodennahes Windfeld und Kaltluftvolumenstromdichte, (2) Luft- und (3) Oberflächentemperatur, (4) nächtliche Abkühlung sondern auch thermische Bewertungsindizes aus (5) PET und (6) UTCI. Die Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Klimaanalyse erfolgt in der (7) Klimaanalysekarte. Die Klimaanalysekarte ermöglicht es, die einzelnen Bereiche der Stadt nach ihren unterschiedlichen klimatischen Funktionen, d.h. ihrer Wirkung auf andere Räume, abzugrenzen.

Einführung eines Hitzeaktionsplans für Rheinland-Pfalz

Mit dem landeseigenen Hitzeaktionsplan möchte Rheinland-Pfalz in Zukunft den Hitzeschutz weiter fördern und die Bevölkerung gegenüber den Auswirkungen von extremen Hitzeereignissen sensibilisieren. Damit leistet das Land Rheinland-Pfalz einen Beitrag dazu, kurzfristig bei Hitzewarnungen gut und umfassend zu warnen und zu informieren sowie Verhaltensempfehlungen gerade für vulnerable Gruppen (ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Kleinkinder aber auch Menschen die im Freien tätig sind) zu geben. Gleichzeitig umfasst der Hitzeaktionsplan auch langfristige Strategien zum Schutz vor Hitze wie bspw. im Bereich Städtebau. Der Hitzeaktionsplan bündelt verschiedene kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf und während extremer Hitzeereignisse, die unter verschiedenen Kernelementen und innerhalb verschiedener Zeithorizonte umgesetzt werden. Der Hitzeaktionsplan von Rheinland-Pfalz bildet einen Rahmen zur Orientierung für die Kommunen im Land.

BEK 2030 – Umsetzung 2022 bis 2026

Berlin hat sich das Ziel gesetzt bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden und bis 2030 die CO 2 Emissionen um 70 % zu reduzieren. Zentrales Instrument zur Erreichung der Berliner Klimaziele ist das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030). Am 20.12.2022 hat der Berliner Senat die Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms für die Umsetzungsphase 2022-2026 beschlossen und zur Beschlussfassung an das Abgeordnetenhaus überwiesen. Pressemitteilung zum Senatsbeschluss vom 20.12.2022 BEK 2030 Umsetzungsphase 2022-2026 ( Austauschseiten 66, 162 und 163 ) Die Fortschreibung des Klimaschutzteils des BEK 2030 erfolgte seit Herbst 2021 im Rahmen eines partizipativen Prozesses unter Beteiligung unterschiedlichster Stakeholder und der Stadtgesellschaft sowie unter Einbindung eines koordinierenden Fachkonsortiums, das im Juni 2022 seine Ergebnisse vorgestellt hatte. Weitere Informationen zum Beteiligungsprozess inklusive des Abschlussberichts finden sich auf der Seite Erarbeitungs- und Beteiligungsprozess . Auf Grundlage des Endberichts des Fachkonsortiums hat die für das BEK fachzuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz eine Vorlage erarbeitet, in der auch die Empfehlungen des Berliner Klimabürger*innenrates berücksichtigt wurden. Im Berliner Klimabürger:innenrat hatten parallel im Zeitraum von April bis Juni 2022 einhundert zufällig ausgeloste Berlinerinnen und Berliner in acht wissenschaftlich begleiteten Sitzungen stellvertretend für die Stadtgesellschaft Herausforderungen beim Klimaschutz diskutiert und 47 konkrete Handlungsempfehlungen an den Senat erarbeitet. Auch die Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms vereint die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung, wobei der Klimaanpassungsteil parallel in einem verwaltungsinternen Prozess von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter Einbeziehung zahlreicher Senatsverwaltungen sowie nachgelagerten Behörden entwickelt wurde. Mit der Fortschreibung des BEK 2030 für den Umsetzungszeitraum 2022 bis 2026 wurden erstmals Sektorziele zur Emissionsminderung für die Handlungsfelder Energie, Gebäude, Verkehr und Wirtschaft festgelegt. Als weitere Neuerung wurden zur besseren Bewertung und zeitnahen Nachsteuerung für die Maßnahmen weitestgehend konkrete, quantitative Ziele und Indikatoren bzw. Umsetzungszeitpunkte definiert. Im Bereich Klimaschutz wurden 71 Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und identifiziert, die der Senat in den nächsten Jahren umsetzen soll, um die CO 2 -Emissionen zu verringern. Im Klimaschutzbereich kommt im Handlungsfeld Energie der Umstellung auf fossilfreie Energieträger in der Strom- und Wärmeversorgung eine zentrale Rolle zu. Es gilt, alle verfügbaren Potentiale an erneuerbaren Energien in den Bereichen Solar, Wind, Abwärme, Geothermie und Bioenergie bestmöglich zu erschließen und entsprechende Infrastrukturen für Speicherlösungen aufzubauen. Wichtige Maßnahmen sind die Weiterentwicklung und Umsetzung des Masterplans Solarcity und die kommunale Wärmeplanung. Im Handlungsfeld Gebäude sind die Steigerung der energetischen Sanierungsrate im Bestand, der klimaneutrale Neubau sowie der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen für die Versorgung der Gebäude als zentrale Schlüsselfaktoren benannt. Wichtige Maßnahmen sind hier die Entwicklung einer räumlichen Wärmeplanung sowie der Ausbau von Beratungsangeboten und Landesförderprogrammen für Gebäudeeigentümer*innen. Das Land Berlin wird zudem die sozialverträgliche Umsetzung von Sanierungspflichten im Gebäudebestand auf der Bundesebene befürworten. Im Handlungsfeld Verkehr gilt es, Maßnahmen für eine Mobilitätswende zu implementieren und umzusetzen. Dies ist im Personenverkehr der Ausbau von Rad- und Fußverkehrsinfrastrukturen oder die qualitative Verbesserung und quantitative Ausweitung des Angebotes öffentlicher Verkehrsmittel. Die Umstellung der kommunalen Fahrzeugflotte auf klimaschonende Antriebe soll dabei beispielgebend sein. Als neue Maßnahmen werden u.a. die Einrichtung einer Null-Emissionszone innerhalb des S-Bahn-Rings und eine Neuaufteilung des öffentlichen Straßenraums, die dem Umweltverbund, aber auch Stadtgrün und Aufenthaltsmöglichkeiten, Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr einräumt, angegangen. Die Klimaanpassung wurde im Zuge der Fortschreibung des BEK 2030 inhaltlich gestärkt und umfasst nun 53 Maßnahmen. Hier wurden die bisherigen acht Handlungsfelder Gesundheit, Stadtentwicklung und Stadtgrün, Wasser, Boden, Forstwirtschaft, Mobilität, Industrie und Gewerbe und Bevölkerungsschutz um die zwei neuen Handlungsfelder Biologische Vielfalt sowie Tourismus, Sport und Kultur erweitert. Im Handlungsfeld (HF) Gesundheit liegt der Fokus auf der Entwicklung und Etablierung eines Hitzeaktionsplanes (HAP) für das Land Berlin, verbunden mit Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung und einer Stärkung der Eigenvorsorge sowie die Schaffung zielgruppenspezifischer Informationen zu Hitze und UV-Strahlung. Im HF Stadtentwicklung sollen neben der Klimaanpassung in der Planung und bei der Errichtung neuer Stadtquartiere auch die Klimaanpassung im Gebäudebestand entsprechend berücksichtigt werden. Eine klimatische Qualifizierung der Stadtoberfläche soll zudem im HF Boden durch massive Entsieglung vorangetrieben werden. Als strategisches Ziel wird dabei eine Netto-Null-Versiegelung bis 2030 angestrebt. Dem gleichermaßen massiv vom Klimawandel betroffenen Stadtgrün kommt ebenfalls eine Schlüsselrolle zu, da es essentielle Ökosystemleistungen (Verschattung und Verdunstungskühlung, Luft- und Wasserfilterung, Bodenneubildung und Erhöhung der Biodiversität) erbringt. Deshalb muss das Stadtgrün klimaresilient gestaltet, entsprechend gepflegt und geschützt werden. Dafür sollen neben einer nachhaltigen Grünanlagenentwicklung u.a. das Berliner Mischwald-Programm (HF Forstwirtschaft) und die Stadtbaumkampagne konsequent fortgeführt werden. In Ergänzung dazu wird im HF Wasser eine Neuausrichtung der Regenwasserbewirtschaftung im öffentliche Raum angestrebt. Neben den spezifischen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen gibt es ein neues Handlungsfeld, in dem übergreifende Themen und Herausforderungen wie Fachkräftemangel, bezirklicher Klimaschutz, Klimabildung oder bürgerschaftliches Engagement adressiert werden. Bild: SenMVKU Klimabürger:innenrat Hintergrundinformationen zum Verfahren des „Berliner Klimabürger:innenrats“. Weitere Informationen Bild: Thomas Imo (photothek) Erarbeitungs- und Beteiligungsprozess Hintergrundinformationen zum Erarbeitungsprozess des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK 2030) (Umsetzungszeitraum 2022-2026) Weitere Informationen Bild: SenUMVK Berichte Berichte zu Monitoring und Umsetzung des BEK 2030 sowie zur Sektorzielerreichung Weitere Informationen

Newsletter Klimafolgen und Anpassung - Nr.: 91

Sehr geehrte Leser*innen, es ist heiß. Nicht nur im Sommerurlaub, auch zuhause und bei der Arbeit gilt es daher, sich gut für die extremen Temperaturen zu wappnen, um gesundheitliche Belastungen zu vermeiden. Wie dies in Deutschland bereits erfolgreich angegangen wird und wo noch Handlungsbedarf herrscht, erfahren Sie in unserem Schwerpunktartikel . Die Evaluation des Newsletters geht in eine 2. Runde: Nutzen Sie jetzt noch die Chance, uns Ihre Meinung mitzuteilen und an einer nutzerorientierten Weiterentwicklung mitzuwirken! Außerdem: Die Woche der Klimaanpassung – inklusive der Preisverleihung des Bundespreis Blauer Kompass – steht bevor, der deutsche Handelsverband legt Präventionslösungen für Starkregen und Überschwemmungen im Einzelhandel vor, neue Beratungs- und Weiterbildungsangebote und vieles mehr. Eine interessante Lektüre wünscht Das KomPass-Team im Umweltbundesamt Extreme Hitze: Wie vermeiden wir gesundheitliche Belastungen? Die Hitzebelastung nimmt durch den Klimawandel zu. Quelle: Gerd Altmann / pixabay Seit 2005 vergeht in Deutschland kein Jahr, in dem nicht vor extremer Hitze gewarnt wird. Je nach Klimaentwicklung könnte sich die Zahl der Hitzewellen bis zum Ende des Jahrhunderts vervierfachen. Die vermehrten Hitzeextreme setzen vielen Menschen zu – besonders betroffen sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen. Aber auch Kinder, Obdachlose und exponiert Arbeitende sind durch die hohen Temperaturen gefährdet; während Hitzeperioden wird regelmäßig ein deutlicher Anstieg der Sterbefälle beobachtet. In Deutschland versuchen Bund, Länder und Kommunen sowie Organisationen und Verbände aus der Zivilbevölkerung mit einem Mix aus rechtlichen Vorgaben, Prävention und konkreten Maßnahmen die Hitzefolgen abzumildern. Vieles wurde dabei schon erreicht und implementiert, darunter vereinzelt erste Hitzeaktionspläne, kostenlose Trinkbrunnen und Verschattung öffentlicher Plätze. An einigen Stellen mangelt es noch an der Umsetzung. Wir wollen unseren Newsletter verbessern – mit Ihrer Hilfe! Vielen Dank für das bereits zahlreiche Mitwirken an unserer digitalen Umfrage zur Weiterentwicklung unseres Newsletters „Klimafolgen und Anpassung“. Wir nehmen bisher mit: Sie interessieren sich besonders für nationale Klimaanpassungspolitik und Praxiseinblicke. Sie haben weitere Ideen und Impulse? Dann verraten Sie uns gerne noch Ihre Meinung. Die Beantwortung der Fragen dauert nur drei Minuten und die Auswertung erfolgt anonym. Selbstverständlich werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Wir sind gespannt auf Ihr Feedback und Ihre Vorschläge zu unserem Newsletter, um gemeinsam ein noch besseres Leseerlebnis zu kreieren. Bundespreis „Blauer Kompass“: Preisverleihung am 19. September in Berlin Zwanzig Projekte wurden für den Bundespreis „Blauer Kompass“ nominiert, der nachhaltige, wirksame und innovative Lösungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland auszeichnet. Die fünf Gewinnerprojekte und Nominierten werden am 19. September in einer feierlichen Preisverleihung von der Umweltministerin Steffi Lemke und dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Dr. Dirk Messner, geehrt. Das vom Leibniz-Gymnasium Dormagen eingereichte Projekt "Mit IoT zu einer klimafesten Stadt" bot bereits vorab Grund zum Jubeln: Es erhielt den Community-Preis 2024 und ist damit als Gewinnerprojekt bereits gesetzt. Die Preisverleihung kann per Livestream auf der Webseite des Umweltministeriums verfolgt werden. 13. REKLIM – Regionalkonferenz „Klimawandel in Regionen“: Regionale Klimaanpassung in Nord- und Ostdeutschland Hitze, Dürre, Starkregen, Überschwemmungen: Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig und stellen Politik und Gesellschaft gleichermaßen vor große Herausforderungen. Wie ist die Anpassung an heute schon unvermeidbare Folgen der Klimakrise noch rechtzeitig möglich? Was können die Regionen in Nord- und Ostdeutschland hierfür tun und welche Unterstützung brauchen sie? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die 13. REKLIM Regionalkonferenz gemeinsam mit dem Umweltbundesamt am 25. September 2024. Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik, Behörden, Verbänden sowie der Wirtschaft werden hierzu Stellung nehmen, um ihre Perspektiven und Lösungsansätze mit einer interessierten Öffentlichkeit zu diskutieren. „Klimaanpassung selbstgemacht“: So wird Ihre Nachbarschaft klimafit Die Klimakrise erfordert auch in Deutschland Anpassungen: Naturbasierte Lösungen wie Stadtparks und Gründächer können helfen. Auch Bürger*innen können durch gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Die Webinar-Reihe „Klimaanpassung selbstgemacht“ des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU) im Rahmen des von UBA und BMUV geförderten Projekts „Klimaanpassung selbstgemacht“ zeigt, wie kleinskalige Initiativen im öffentlichen Raum umgesetzt werden können. Im Fokus des dritten Webinars stehen Entsiegelungen. Erfahren Sie anhand von drei Praxisbeispielen, wie Nachbarschaften erfolgreich entsiegelt und wie Sie selbst aktiv werden können. Natürlicher Klimaschutz zur Stärkung der Klimaanpassung auf Naturerbeflächen Das Bundeskabinett hat das von Umweltministerin Steffi Lemke vorgestellte Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) verabschiedet, das bis 2026 mit vier Milliarden Euro ausgestattet ist. Ein zentrales Modellvorhaben ist das Projekt „NaturErbeKlima“, das den Schutz intakter Moore, die Wiedervernässung sowie einen naturnahen Wasserhaushalt unterstützt. Diese Maßnahmen stärken die Resilienz unserer Ökosysteme und tragen entscheidend zur Klimaanpassung bei, indem sie die Auswirkungen extremer Wetterereignisse abfedern. „Woche der Klimaanpassung 2024“: Jetzt anmelden und mitmachen! Die Woche der Klimaanpassung 2024 (WdKA) steht vor der Tür: Vom 16. bis 20. September dreht sich alles um das Motto #GemeinsamFürKlimaanpassung. Egal ob Kommune, soziale Einrichtung, Hochschule oder Verband – jede*r kann sich beteiligen und Maßnahmen und Projekte zur Klimaanpassung präsentieren. Organisiert vom Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) und dem Bundesumweltministerium (BMUV) bietet die WdKA eine Plattform, um die Vielfalt und Bedeutung der Klimaanpassung in Deutschland sichtbar zu machen. Melden Sie Ihre Veranstaltung jetzt an und präsentieren Sie Ihre Lösungen und Ansätze für eine klimaangepasste Zukunft. Hitzeschutz für Städte: Bundesbauministerium legt Handlungsstrategie vor Um die urbanen Räume auf die zunehmende Hitzebelastung vorzubereiten, hat das Bundesbauministerium (BMWSB) eine umfassende Hitzeschutzstrategie entwickelt. Diese Strategie fokussiert sich auf die Anpassung des städtischen Bauwesens an hohe Temperaturen, um die Lebensqualität der Bewohner*innen zu sichern. Im Rahmen dieser Initiative wurde ein detailliertes Hitzeschutzdokument erstellt, das Sie als kostenlosen Download auf der Webseite finden können. Nordrhein-Westfalen: Neues Beratungsangebot der Verbraucherzentrale zu Dachgrün Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein neues Beratungsangebot ins Leben gerufen, das sich auf Dachbegrünungen konzentriert. Dieses Angebot unterstützt Hausbesitzer*innen und Entscheidungsträger*innen dabei, städtische Hitzeinseln durch gezielte Begrünungsmaßnahmen zu reduzieren und so zur Klimaanpassung beizutragen. Auf der Webseite „Mehr Grün am Haus“ stehen umfassende Informationen, relevante Veranstaltungen und individuelle Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Jena: Intelligente Abwasserkanäle als Antwort auf den Klimawandel In Jena wird mit dem Projekt „INSCHUKA“ ein zukunftsweisender Ansatz zur Klimaanpassung erforscht: Intelligente Abwasserkanäle sollen den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. Durch den Einsatz moderner Steuerungstechnologien und Künstlicher Intelligenz wird das Abwassersystem effizienter und reaktionsfähiger. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und erhielt den NachhaltigkeitsAWARD der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) in der Kategorie Digitalisierung. Landkreis Leipzig: Risikoanalyse für klimaresiliente Wohnstandortentwicklung Im Rahmen des Modellvorhabens „GeRI – Gestaltung resiliente Infrastrukturen“ werden im Landkreis Leipzig die Risiken der aktuellen Flächennutzung untersucht, um eine flächensparende und klimaresiliente Wohnstandortentwicklung zu fördern. Ziel der Analyse ist es, die Neuinanspruchnahme von Flächen für Wohnzwecke zu verringern, um Risiken wie Hochwasser, den Verlust von Grün- und Freiflächen sowie steigenden Verkehr durch Zersiedlung zu minimieren. So soll die Region widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Herausforderungen gemacht werden. Niedersachsen: Leitfaden zur Starkregenvorsorge veröffentlicht Die Kommunale Umwelt-Aktion (UAN) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz haben zusammen den Praxisleitfaden „Kommunale Starkregenvorsorge in Niedersachsen“ entwickelt. Der Leitfaden soll Kommunen und Entscheidungsträger*innen unterstützen, um präventive Maßnahmen zu ergreifen und die Resilienz gegenüber Starkregen zu erhöhen. Geplant ist, dass Städte, Gemeinden und Verbände, die den Leitfaden für ihre Starkregenvorsorge nutzen, einen Zuschuss vom Land Niedersachsen für die entstehenden Kosten beantragen können. Der Leitfaden steht kostenlos als Download zur Verfügung. Hamburg: Grüner Bunker setzt neue Maßstäbe für Klimaanpassung Seit Juli ist der „Grüne Bunker“ in Hamburgs Stadtteil St. Pauli für die Öffentlichkeit zugänglich und stellt ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung dar. Das Projekt integriert innovative Begrünungslösungen in das historische Bauwerk und zeigt, wie alte Infrastrukturen klimafreundlich erneuert werden können. Bauherr des neuen, begrünten Aufbaus ist der Privatinvestor Thomas Matzen, der nach eigenen Angaben rund 60 Millionen Euro investiert hat. Matzen sieht Hamburgs neues Wahrzeichen als „Leuchtturmprojekt für Klimaanpassung und grüne Stadtplanung weit über Hamburg hinaus“. Flächenversiegelung: Hitze-Check zeigt Defizite in deutschen Städten Der erste Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) offenbart, dass viele deutsche Städte bei der Anpassung an Hitzewellen schwach abschneiden. Laut Studie haben viele urbane Räume zu wenig Grünflächen und zu viel versiegelte Flächen. Städte wie Ludwigshafen, Heilbronn und Regensburg fallen besonders negativ auf, da sie besonders wenig sogenanntes Grünvolumen vorweisen können. Der Hitze-Check unterstreicht die Notwendigkeit, städtische Grünflächen auszubauen und klimafreundliche Maßnahmen zu intensivieren, um die Lebensqualität der Bewohner*innen und die Resilienz der Städte zu verbessern. Hitzewellen: Johanniter entwickeln Online-Kurs Im Rahmen des Projekts „ExTrass“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben die Johanniter den Online-Kurs „Gut durch Hitzewellen kommen“ entwickelt. Er richtet sich an Bürger*innen sowie Fachkräfte und bietet praxisnahe Tipps zur Bewältigung von Hitzewellen. Ziel der Schulung ist es, die Resilienz gegenüber extremen Temperaturen nachhaltig zu erhöhen. Ebenfalls geschult werden „Maßnahmen im Eintrittsfall", um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Der Kurs ist ab sofort auf der Webseite der Johanniter verfügbar. Sturzflutgefahr: Neuer Sturzflutindex für präzisere Warnungen In Baden-Württemberg und Bayern, wo Starkregen und Hochwasser häufig sind, stellt die Vorhersage von Sturzfluten eine Herausforderung dar. Ein neuer Sturzflutindex (SFI) der Universität Freiburg soll künftig die lokale Gefahr von Sturzfluten anhand von Faktoren wie Bodenbeschaffenheit und Geländeformen bewerten. Der SFI unterteilt die Gefahr in vier Risiko-Klassen und hat sich bei der Rückschau auf vergangene Ereignisse als zuverlässig erwiesen. Ziel ist es, durch präzisere Warnungen und bessere Einsatzpläne die Sicherheit zu erhöhen und die Sturzflutgefahren langfristig zu reduzieren. Starkregen und Überschwemmungen: Präventionslösungen für den Einzelhandel Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat im Rahmen seiner Klimaschutzoffensive ein Online-Flipbook für den Einzelhandel veröffentlicht und präsentiert darin Lösungen, wie dieser präventiv auf Extremwetterereignisse wie Starkregen und Überschwemmungen reagieren kann. Die Empfehlungen umfassen Maßnahmen zur Risikominderung, wie die Installation von Hochwasserschutzsystemen und die Überprüfung der baulichen Infrastruktur. Einzelhändler*innen finden in dem kostenlosen Dokument viele praxisnahe Tipps, wie sie die Resilienz ihrer Geschäfte gegenüber extremen Wetterereignissen verbessern und sich selbst vor potenziellen finanziellen Verlusten schützen können. Klimaanpassung: Bevölkerung fordert mehr Investitionen Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Bundesingenieurkammer (BingK) zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung mehr Investitionen in die Klimaanpassung wünscht. Die repräsentative Civey-Umfrage, durchgeführt im Juni 2024, offenbart, dass zwei Drittel der befragten Bürger*innen eine Zunahme von Extremwetterereignissen befürchten. Mehr als 90 Prozent der Befragten sehen daher Investitionen in die Klimaanpassung von Infrastrukturen wie Straßen, Schienen, Brücken und Dämmen als dringlich an. CLIMAAX: Förderung für regionale Klimarisikobewertungen Angesichts des Klimawandels soll das EU-Projekt "Climate Risk Assessments for every European Region", kurz CLIMAAX, Regionen und Gemeinden bei der Entwicklung von Klima- und Notfallrisikomanagementplänen helfen. In der zweiten Ausschreibung bietet CLIMAAX finanzielle Unterstützung von bis zu 300.000 Euro, Zugang zu einer spezialisierten Toolbox und methodische Beratung. Antragsberechtigt sind öffentliche Einrichtungen wie regionale Behörden, Gemeinden und öffentliche Agenturen sowie gemeinnützige Organisationen. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 15. Oktober 2024. Guterres: Call to action im Kampf gegen Extremhitze Im Juli 2024 erlebte die Welt die heißesten Tage der jüngeren Geschichte. Besonders betroffen war unter anderem der Mittelmeerraum mit Höchsttemperaturen, die ohne menschlich verursachten Klimawandel nicht möglich wären. Angesichts dieser extremen Hitze startete UN-Generalsekretär António Guterres die Initiative „Call to Action on Extreme Heat“. Mit dieser ruft er zu globalem Handeln im Kampf gegen die Erderwärmung auf, plädiert erneut für die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad und propagiert Frühwarnsysteme, um die sozioökonomischen und ökologischen Bedrohungen der Extremhitze abzumildern. Orientierungswerte für Stadtnatur: Urbane Klimaresilienz stärken Im Rahmen des von der Bundesregierung 2019 vorgelegten „Masterplans Stadtnatur“ hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nun einheitliche Orientierungswerte für das öffentlich Grün vorgelegt. Die Orientierungswerte nehmen die Erholungs-, Klima-, Gesundheits- und Biodiversitätsfunktion der Stadtnatur in den Blick – alles wichtige Faktoren, die die städtische Resilienz angesichts klimatischer Veränderungen und die Qualität für ihre Bewohner*innen bestimmen sowie Handlungsbedarfe aufzeigen. Die Broschüre gibt es kostenlos zum Download. Impulspapier: Wie können sich Kommunen besser auf Starkregen vorbereiten? Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu rund 1.000 Starkregenereignissen und infolgedessen zu Überschwemmungen mit teils erheblichen Schäden und lebensgefährlichen Situationen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fasst daher in dem neuen Impulspapier „Starkregen und Sturzfluten“ wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Anwendungstools zum vorsorgenden Umgang mit Starkregen zusammen. Das im Rahmen der Fördermaßnahme Wasser-Extremereignisse (WaX) entwickelte Impulspapier richtet sich an Verwaltungen und Wasserbehörden sowie privatwirtschaftliche und öffentliche Akteure auf regionaler und kommunaler Ebene. stadt:pilot Nr. 25: Frisches Layout und frische Ideen im Kampf gegen Hitze In der neuen Ausgabe des Magazins stadt:pilot geht es unter dem Titel „Frische Ideen“ um die große Frage, was wir tun können, damit unsere Städte trotz der zunehmenden Hitze auch in Zukunft noch lebenswert sind. Platz finden in der Ausgabe neben einem Gespräch mit Bundesministerin Klara Geywitz auch zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Beispiele nachhaltiger Stadtplanung, etwa das Hanauer „Klima-Pionier-Quartiers“. Und noch etwas ist frisch an der neuen Ausgabe: Erstmals erscheint das Magazin stadt:pilot unter der Herausgeberschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und daher auch im neuen Look. Fallstudien zur Klimaanpassung verbessern Know-how in ganz Europa Kürzlich erschien eine Analyse der von der Europäischen Umweltagentur (EUA) betreuten Online-Plattform „Climate-ADAPT“, die umfassende Informationen und Fallstudien für Entscheidungsträger*innen in Städten und Regionen bereithält, um die dort präsentierte Auswahl von Anpassungsstrategien zu verbessern. Kernaussage des Reviews: Die Plattform ist eine wertvolle Lernressource für die Implementierung konkreter Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Die Analyse zeigt aber auch, dass die Praxisbeispiele nicht alle Risikobereiche wie etwa Lebensmittel, Wirtschaft und Finanzen abdecken und die Plattform künftig um Fallstudien zu weiteren Schlüsselsektoren wie der Forstwirtschaft und zu transnationalen Auswirkungen erweitert werden müsse. Rekordhitze in Europa 2023: Anpassungsmaßnahmen mindern Hitzetote Eine neue Modellierungsstudie des Barcelona Institute for Global Health, veröffentlicht in Nature Medicine, schätzt, dass im Jahr 2023 rund 47.000 Menschen in Europa an den Folgen hoher Temperaturen starben. Trotz der verheerenden Zahlen hat sich gezeigt, dass Klimaanpassungsmaßnahmen die Sterblichkeitsrate erheblich verringert haben. Ohne diese Maßnahmen hätte die hitzebedingte Sterblichkeit um bis zu 80 Prozent höher liegen können, insbesondere bei älteren Menschen. Die Studie unterstreicht die Bedeutung gesellschaftlicher Anpassungen an den Klimawandel und verstärkter Frühwarnsysteme in Europa. Potsdam: Kampagne sensibilisiert Kinder für Hitze- und UV-Schutz Hitzeaktionspläne sind das zentrale Element im Kampf gegen die Bedrohung von Extremtemperaturen – insbesondere in Städten. Die Landeshauptstadt Potsdam hat den Ernst der Lage und gleichermaßen die Chance, die solche Hitzeaktionspläne bieten, als eine der ersten erkannt. Das Ergebnis ist eine bereits im Vorjahr gestartete Informations- und Sensibilisierungskampagne zu Hitze- & UV-Schutz. Lag der Fokus im Jahr 2023 noch darauf, Senior*innen zu sensibilisieren, steht dieses Jahr ein weitere vulnerable Personengruppe im Vordergrund: Kinder. Mit kindgerechten Materialien wie dem „HITZI – Potsdams cooles Hitzeheft“, einem Wimmelbild, einem Comic mit den Figuren Sunny, Shine und Shadow sowie einem Hitzehelden-Song sollen neben den Kleinen auch deren Sorgerechtspersonen und das pädagogische Personal in Kitas und Schulen sensibilisiert werden. Darüber hinaus bietet das NANO Science Center Experimentierkurse und Mitmachexponate zum Thema Hitze-, UV-Schutz und Klimawandel an. Die Kampagne zielt darauf ab, die Bevölkerung zur Selbstvorsorge im Kontext der Klimawandelanpassung zu befähigen. Auf lange Sicht sollen so Spätfolgen wie Hautkrebs reduziert und das Rettungswesen entlastet werden.

Extreme Hitze: Wie vermeiden wir gesundheitliche Belastungen?

Extreme Hitze: Wie vermeiden wir gesundheitliche Belastungen? Insbesondere ältere Menschen, aber auch Babys und Kleinkinder, chronisch Kranke, Wohnungslose und Menschen, die im Freien arbeiten, sind stark von der Hitzebelastung betroffen. Besonders das menschliche Herz-Kreislauf-System wird durch extrem hohe Temperaturen stark beansprucht und kann im Extremfall zum Tod führen. Weltweit nehmen die Hitzeextreme zu und damit auch die gesundheitliche Belastung der Menschen – vor allem für vulnerable Gruppen. Mit einem Mix aus rechtlichen Vorgaben, Prävention und konkreten Maßnahmen wird in Deutschland versucht, die Hitzefolgen abzumildern. Welche Erfolge zu verzeichnen sind und wo noch Handlungsbedarf herrscht zeigt der folgende Beitrag. Temperaturrekorde, ⁠ Tropennächte ⁠ und Hitzewellen: Als Folge des Klimawandels häufen sich die Hitzeextreme: „Die Zahl der Heißen Tage und der Tropennächte hat [seit den 1980ern] signifikant zugenommen“, heißt es im aktuellen Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel . Seit 2005 gab es demnach im deutschlandweiten Mittel kein Jahr mehr ohne Hitzewarnungen. Laut aktuellem „ Sachstandsbericht Klimawandel und Gesundheit “ des Robert-Koch-Instituts (⁠ RKI ⁠) wurden acht der zehn wärmsten Sommer seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnung in Deutschland (1881) in den vergangenen 30 Jahren registriert. Ein Trend, der sich fortsetzen wird: Infolge des Klimawandels werden ⁠ Heiße Tage ⁠ und Hitzewellen in Deutschland weiter zunehmen, so der RKI-Bericht. Je nach Klimaentwicklung könnte sich die Zahl der Hitzewellen bis zum Ende des Jahrhunderts vervierfachen. Für Viele bedeutet das eine große Gesundheitsbelastung. Vor allem für vulnerable Gruppen wie die Jüngsten und Ältesten in der Bevölkerung, Wohnungslose, Personen mit chronischen Erkrankungen oder diejenigen, die draußen arbeiten müssen, ist die zunehmende Hitze ein Problem – das im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Laut RKI-Bericht kann Hitze bestehende Beschwerden wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verschlimmern und bei zahlreichen Medikamenten teils schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen. Während Hitzeperioden wird regelmäßig ein deutlicher Anstieg der Sterbefälle beobachtet. Um die hitzebedingten Todesfälle und Krankenhauseinweisungen zu reduzieren und die Hitzebelastung der Menschen zu minimieren, sind viele kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen nötig. Die Bundesregierung hat daher einen klaren Fokus: „Der Klimawandel wird Hitzeschutz zu einem Dauerproblem machen. Darauf muss Deutschland systematisch vorbereitet werden“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf der 2. Hitzeschutzkonferenz im Mai 2024 und legte dabei einen ganzen Katalog an Hitzeschutzplänen und Empfehlungen vor. Die Handlungsempfehlung zur Erreichbarkeit vulnerabler Gruppen etwa bietet Tipps und Checklisten, wie die Kommunikation mit diesen Personengruppen gelingt. Das seit 01. Juli 2024 in Kraft getretene Klimaanpassungsgesetz stärkt unter anderem den Hitzeschutz und betont die Notwendigkeit, auf kommunaler Ebene Klimaanpassungskonzepte mit Maßnahmenplänen unter Berücksichtigung von Hitzeextremen zu erstellen – beispielsweise durch Hitzeaktionspläne. Wie diese Pläne aussehen können, zeigt die vom Bundesumweltministerium publizierte Bund/Länder- Handlungsempfehlung aus dem Jahr 2017. Neben rechtlicher Rahmenbedingungen setzt der Bund stark auf Aufklärung – etwa mit dem „Infopaket Hitzeschutz“, das an alle Bürgermeister*innen der rund 1.000 Kommunen in Deutschland verschickt wurde oder mit dem Hitzeknigge des Umweltbundesamts , das Kommunen als Kommunikationsinstrument nutzen können. Zentral für den Hitzeschutz sind außerdem finanzielle Mittel, mit denen die Regierung Maßnahmen unterstützt. Zu diesem Zweck wurde jüngst die Förderrichtline „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ des Bundesumweltministeriums fortgeschrieben, das zwischen 2020 und 2023 für die Umsetzung investiver Maßnahmen, unter anderem zur Anpassung an Auswirkungen von Hitzewellen und zur Hitzevorsorge, 150 Millionen Euro bereitgestellt hat. Bundesweite Aktionstage sollen die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren: Am 5. Juni 2024 veranstalteten bereits zum zweiten Mal mehrere Akteure des Gesundheitswesens den Hitzeaktionstag. „Das wurde dann eher zu einer bundesweiten Hitzeaktionswoche, denn wir hatten wahnsinnig viele dezentrale Aktionen und Veranstaltungen“, sagt Maike Voss, Mitglied bei der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), die den Aktionstag mitveranstaltet hat. „Der Hitzeaktionstag hat neben der Aufklärung das Ziel, möglichst viele Akteure bis hin zu kleinen Vereinen zu vernetzen.“ Wie viel in der Praxis bereits passiert, weiß Jonas Gerke, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei KLUG. Die aus seiner Sicht wichtigste Maßnahme sind Hitzeaktionspläne. „Sowohl auf Länderebene als auch im kommunalen Bereich gibt es mittlerweile viele Regionen die Hitzeaktionspläne ausgearbeitet haben oder gerade mit deren Erstellung beschäftigt sind“, sagt Gerke. In Sachen Hitzeaktionsplan war die Stadt Mannheim Pionierin: Auf Geoportalen, Webseiten und Stadtplänen sind Informationen zu kühlen Orten hinterlegt. Dortmund wiederum erstellte die Broschüre „Hitzehelfer“ und richtete ein Hitzetelefon ein. In Brandenburg läuft ein Projekt zur Schulung und Installation von Hitzehelfer*innen , die sich um ältere Menschen kümmern. In Berlin hat sich eine deutschlandweit einzigartige Allianz zu dem Thema gebildet: das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin . Ins Leben gerufen wurde sie von der Ärztekammer Berlin, der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie KLUG. „In dem Bündnis werden Lösungen für die Praxis und nicht für die Schublade gesucht“, sagt Gerke. Unter anderem wurden 2022 Musterschutzpläne – etwa für Krankenhäuser, Arztpraxen, Bezirke oder die stationäre Pflege – erstellt. „Bei Pflegeheimen können Pfleger die Bewohner mit kleinen Trinkwettbewerben animieren und bei Hitzewellen leichte und wasserreiche Kost ausgeben“, nennt Gerke Praxisbeispiele. Flankierend zu konkreten Maßnahmen wird vielerorts zum Thema Klimaanpassung und Gesundheit geforscht, etwa an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort läuft ein Forschungsprojekt zum Thema „Hitzeservice statt ⁠ Hitzestress ⁠ – was brauchen Kommunen, um zum Thema Gesundheitsschutz bei Hitze zu informieren und zur Entwicklung und Umsetzung eigener Maßnahmen angeregt zu werden?“. Unstrittig ist, dass gesundheitliche Belastungen am besten vermieden werden, indem die Bevölkerung sowie das Gesundheitssystem auf bevorstehende Hitzeperioden frühzeitig vorbereitet werden. „Dazu gibt der Deutsche Wetterdienst auf seiner Webseite und über Apps die entsprechenden Warnungen heraus“, sagt Gerke. „Diese sollen dann etwa an Bushaltestellen oder in U-Bahnhöfen auf Bannern angezeigt und an Einrichtungen weitergeleitet werden, die mit Risikogruppen arbeiten.“ Die Einrichtungen und Vereine können so rechtzeitig reagieren: „In Pflegeheimen kann kurzfristig mehr Personal eingeteilt werden, das Getränke verteilt, Kindergärten können einige Stunden im Wald einplanen, Handwerker stellen – wenn möglich – ihre Arbeitszeiten um und es werden Räume bewusster kühl gehalten, etwa indem früh morgens gelüftet wird und die Rollos unten bleiben“, zählt Gerke sinnvolle Maßnahmen auf. Im Fokus stehen auch Trainer*innen von Sportvereinen, die im Hitzefall etwa für Kühlzonen sorgen sollen – oder ein Spiel absagen. Eine Risikogruppe, die dabei laut Maike Voss nicht vergessen werden darf, seien junge Menschen mit geringer Risikowahrnehmung. „Das Hitzeproblem trifft nämlich keineswegs nur ältere Menschen. Gerade in Verbindung mit Alkohol merken viele die Belastung nicht und werden übermütig“, sagt sie. „Auch diese Gruppe muss abgeholt und über die Gefahren und Lösungen informiert werden.“ Daneben helfen bauliche Maßnahmen: „Vonseiten der Stadtplanung gibt es schon seit Jahrzehnten langfristige Überlegungen, wie verhindert werden kann, dass sich die Städte aufheizen und der sogenannte städtische Wärmeinseleffekt verringert werden kann“, sagt Jonas Gerke. „Flächenentsiegelungen und eine blau-grüne Infrastruktur sind sehr gute Maßnahmen, auch wenn sie teilweise noch zu langsam in die Umsetzung kommen.“ Die Fassadenbegrünung, das Pflanzen von Bäumen oder die Verschattung von Plätzen helfen bei der Hitzeprävention in Städten. Trotz vielfältiger Projekte und Pläne hakt es laut Maike Voss oft an der Umsetzung. „Ein Problem ist, dass in vielen Kommunen die Frage gestellt wird: Wer kümmert sich überhaupt um den Hitzeschutz? Ist das eher das Gesundheitsamt oder das Umweltamt oder jemand anderes? Hier muss unserer Meinung nach klar in die Gesundheitsdienstgesetze der Länder reingeschrieben werden, dass grundsätzlich die Gesundheitsämter auch eine Rolle spielen.“ Obendrein brauche es ihrer Ansicht nach mehr Unterstützung für die kommunale Ebene – besonders bei kleinen Kreisen und Gemeinden. Jonas Gerke benennt ein zweites Problem: „Bislang werden die meisten Maßnahmen über Projektmittel finanziert, die irgendwann auslaufen“, sagt er. Daher würden sich Hitzeaktionspläne häufig nur mit kurzfristigen und günstigen Maßnahmen befassen. „Hier braucht es mehr nachhaltige und niederschwellige Förderung.“ Das sei aus gesundheitlicher aber auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll: „Die Kosten, die auf uns zukommen, wenn nichts gemacht wird, sind um ein Vielfaches höher.“ Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter ⁠ Klimafolgen ⁠ und Anpassung Nr. 91 veröffentlicht. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Rückblick auf die gelungene Veranstaltung „Einstieg Klimaanpassung: Wie der Start gelingt“

Sei es Hitze oder Hochwasser, die letzten Jahre haben es gezeigt: Klimaanpassung wird immer wichtiger. Nur wie kann der Einstieg gelingen? In diesem Zusammenhang fand Mitte Juli 2024 das „Einstiegsforum Klimaanpassung: Wie der Start gelingt“ in Stuttgart statt. Bild zeigt: Über 80 Teilnehmende nehmen teil am „Einstiegsforum Klimaanpassung: Wie der Start gelingt“, Quelle: LUBW. Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vernetzung und das Lernen von Guten-Praxis Beispielen: Alena Hayer aus der Stadt Singen ließ uns an den Eindrücken aus den ersten 60 Tagen im Job einer Klimaanpassungsmanagerin teilhaben und berichtete von positiven Erfahrungen mit dem Förderprogramm KLIMOPASS . Alena Konrad von der Energieagentur Regio Freiburg gewährte Einblicke in die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten in kleinen Kommunen am Beispiel von Bad Säckingen, Ettenheim und Mahlberg. Wie ein Anpassungskonzept auf Landkreisebene aufgestellt und wer dazu alles beteiligt werden kann, hörten wir von Dr. Bettina Joa aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Aus Pforzheim erfuhren wir von Dr. Sylvia Lorenz wie Öffentlichkeitsarbeit zur Klimaanpassung gelingen kann – mit viel persönlichem Einsatz und praxisnahen Angeboten. Viele Pausen ließen Raum für den Austausch untereinander. Der konnte am Nachmittag im World Café noch vertieft werden. Zusätzlich zu den Referentinnen des Tages standen Dr. Joachim Fallmann und Luisa Keller aus Heidelberg zum Thema Hitzeaktionspläne, Yannis Geiger von der LUBW zum Thema Förderungen sowie Dr. Wulf Westermann und Carla van der Meyden von ifpro zum Thema Klimaspaziergänge Rede und Antwort. Bild zeigt: Austausch in Kleingruppen im Rahmen des World Café, Quelle: LUBW Weiterführende In form ationen Sie finden weitere Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Klimawandel der LUBW zum Thema Anpassung an den Klimawandel auf der Webseite: Klimawandel und Anpassungen . Themenblätter rund um den Klimawandel und Anpassung finden Sie auf der Webseite: FAQ Themenpapiere .

Umweltministerium unterstützt Kommunen in Sachsen-Anhalt mit 35 Millionen Euro bei Anpassung an den Klimawandel

Der fortschreitende Klimawandel macht sich auch in Sachsen-Anhalt verstärkt durch Extremwetter-Ereignisse bemerkbar. Starkregen und Hochwasser treten häufiger auf, ebenso länger anhaltende Hitze- und Dürreperioden. Das Umweltministerium will deshalb mit dem Förderprogramm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“ Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Hierfür stellt das Ministerium 35 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit. Anträge können ab sofort bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) gestellt werden. „Wir können und dürfen die Augen vor dem fortschreitenden Klimawandel nicht verschließen. Das jüngste Winterhochwasser 2023/2024, die trockenen Sommer in 2018 und den Folgejahren sowie die extremen Hochwasser von 2002 und 2013 machen deutlich: Das Klima ändert sich nicht irgendwo auf der Welt, sondern auch direkt vor unserer Haustür“, betonte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Mittwoch. „Deshalb wollen wir unsere Kommunen mit dem Förderprogramm ‚Sachsen-Anhalt KLIMA III‘ dabei unterstützen, Vorkehrungen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu treffen.“ Das Förderprogramm ist auf zwei Handlungsfelder ausgerichtet: Klimaresilienz sowie kommunales Starkregen- und Hochwasserrisikomanagement. Im Bereich Klimaresilienz sind Maßnahmen wie die Erstellung von Klimaanalysen und Hitzeaktionsplänen förderfähig. Zudem werden investive Vorhaben wie die Entsiegelung, Begrünung und Beschattung öffentlicher Flächen und Gewässer sowie die Dach-, Fassaden- und Straßenbegrünung unterstützt. Finanziert werden auch Neupflanzungen von klimaangepassten Strauch- und Baumarten. Im Bereich des kommunalen Risikomanagements zu Starkregen und Hochwasser werden unter anderem die Durchführung von Überprüfungen in Form von Audits sowie Öffentlichkeitsarbeit zu Risikovorsorge und Umweltbildung unterstützt. Förderfähig sind zudem Investitionen in mobilen Hochwasserschutz, in Wasserrückhaltebecken und -speicher sowie in Baumaßnahmen zur Verbesserung des kommunalen Hochwasserschutzes. „Auch abseits großer Flüsse wie der Elbe oder Saale ist künftig verstärkt mit Überschwemmungen infolge von Starkregen zu rechnen. Deshalb werden kommunaler Hochwasserschutz und ein professionelles Starkregenrisikomanagement in den kommenden Jahren stark an Bedeutung hinzugewinnen“, erklärte Willingmann. Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften; Antragsschluss für den ersten Förderaufruf ist der 18. Oktober 2024. Die Auswahl der Vorhaben, die unterstützt werden, erfolgt nicht nach Antragseingang, sondern anhand mehrerer Qualitätskriterien. Im Rahmen der ersten Runde sollen zunächst 23,5 Millionen Euro ausgereicht werden. Mindestens ein weiterer Förderaufruf soll dann zum Jahresende 2024 starten; hier werden die restlichen 11,5 Millionen Euro für Vorhaben bereitgestellt. Sollten Kommunen also die erste Frist im Oktober nicht einhalten können, hätten sie die Möglichkeit, Anträge im Rahmen des zweiten Förderaufrufs abzugeben. Weitere Informationen hierzu gibt es auf den Internetseiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt KLIMA III (ib-sachsen-anhalt.de). Dazu IB-Vorstand Marc Melzer: „Mit dem neuen Förderprogramm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“ werden mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen wichtige Grundlagen für ein lebenswertes Land auch für nachfolgende Generationen bewahrt. Uns ist bewusst, dass angesichts des auch lokal immer spürbareren Klimawandels hier ein Beitrag geleistet wird und unterstützen die Kommunen mit unserer langjährigen Fördererfahrung sehr gern.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950 Fax: +49 391 567-1964 E-Mail: PR@mule.sachsen-anhalt.de Facebook: Umwelt.LSA Twitter: UmweltLSA YouTube: Umwelt_LSA Instagram: Umwelt.LSA

Bundesumweltministerium unterstützt bei der gesundheitlichen Vorsorge in der Klimakrise

Bundesumweltministerium unterstützt bei der gesundheitlichen Vorsorge in der Klimakrise Ausgabejahr 2024 Datum 04.06.2024 Heute und am morgigen Weltumwelttag informiert das Bundesumweltministerium ( BMUV ) zusammen mit dem Umweltbundesamt ( UBA ), dem Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) und dem Bundesamt für Naturschutz ( BfN ) auf der Woche der Umwelt im Park des Amtssitzes des Bundespräsidenten (Schloss Bellevue) in Berlin umfassend über die gesundheitlichen Risiken der Klimakrise und wie man sich davor schützen kann. Gleichzeitig findet auf Initiative der Bundesärztekammer (BÄK) und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e.V. am 5. Juni ein bundesweiter Hitzeaktionstag statt. Bundesumweltministerin Steffi Lemke Quelle: BMUV/Klaus Mellenthin Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Die gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt spürbar. Und auch bei uns in Deutschland und Europa haben langanhaltende Hitzewellen mit Temperatur- und Sonnenscheinrekorden in den letzten Jahren nochmals deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich auf die Folgen der Klimakrise einzustellen und diese abzumildern. Neben Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz, mit denen weniger Kohlenstoff in die Umwelt gelangt und außerdem gespeichert wird, ist es daher zunehmend wichtig, sich gegen Gesundheitsrisiken durch die Klimakrise zu wappnen und systematisch vorzusorgen. Das Bundesumweltministerium stärkt hierfür weiter den umweltpolitischen Rahmen, zum Beispiel durch das Bundes-Klimaanpassungsgesetz, und informiert darüber hinaus die Bevölkerung umfassend, wie sie sich vor den gesundheitlichen Risiken der Klimakrise durch Hitze, UV -Strahlung, Ozon, Pollen und Krankheitserregern aus der Tierwelt schützen kann." "Eine zentrale Anpassungsmaßnahme an die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels stellen Hitzeaktionspläne dar," berichtet UBA -Präsident Dirk Messner. Die 2017 publizierten Handlungsempfehlungen für die Erstellung solcher Pläne wurden in einem vom UBA geförderten Projekt evaluiert und hinsichtlich der Wahrnehmung und Wirksamkeit bewertet. "Demnach sind Hitzeaktionspläne bundesweit bekannt, anerkannt und werden von den kommunalen Behörden als hilfreich angesehen" , so Messner. Wichtig sei aber auch, andere gesundheitliche Folgen des Klimawandels in den Fokus zu nehmen: So wirkt sich der Klimawandel nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die psychische Gesundheit aus. "Im Rahmen eines im Juli abzuschließenden Forschungsprojekts werden wir über die psychischen Auswirkungen des Klimawandels auf die deutsche Bevölkerung berichten und auch einen Resilienz-Leitfaden vorlegen." BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini BfS -Präsidentin Inge Paulini: "Aufgrund des Klimawandels sind die Menschen in Deutschland nicht nur höheren Temperaturen, sondern auch einer höheren Belastung durch UV -Strahlung ausgesetzt – der Hauptursache für Hautkrebs. Schutz vor Hitze- und UV -Belastung sind deshalb zentrale Aspekte heutiger und künftiger Maßnahmen der Klimaanpassung. Kommunen, Kitas, Schulen, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger finden auf den Internetseiten des BfS umfassende Informationsmaterialen zum Schutz vor UV -Belastung." "Grünflächen und Bäume kühlen unsere Quartiere und bieten Menschen Schutz vor Hitze." erläutert Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN . "Die Natur in unseren Städten hat viele Gesichter und Facetten: Parks, Kleingärten, Gärten, Straßenbäume, Flüsse und Bäche. Eine hohe Durchgrünung wird immer wichtiger für gesunde und lebenswerte Städte und erhöht ganz nebenbei die Artenvielfalt. Das BfN hat daher Orientierungswerte für das öffentliche Grün vorgelegt, die Kommunen dabei unterstützen sollen, bei ihrer städtebaulichen Entwicklung ein ausreichendes Maß an Durchgrünung von Siedlungen zu erreichen." Lemke und Paulini werben beim Demokratiefest der Bundesregierung für besseren UV-Schutz Quelle: BMUV/Peter-Paul Weiler Der Weltumwelttag 2024 steht in Deutschland unter dem Motto "Natürlich vorsorgen: Sicherheit und Schutz in der Klimakrise". Um die negativen Folgen der Klimakrise für die menschliche Gesundheit zu verringern, muss der Ausstoß klimaschädlicher Gase so weit wie möglich reduziert werden. Darüber hinaus ist es notwendig, Vorsorge zur Anpassung zu treffen, damit nicht mehr zu verhindernde Auswirkungen möglichst wenig Schaden anrichten. Die Bundesregierung hat daher im Jahr 2008 die deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) beschlossen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Das Klimaanpassungsgesetz, das am 1. Juli 2024 in Kraft treten wird, setzt einen verbindlichen Rahmen dafür. Derzeit entwickelt die Bundesregierung auf dieser Grundlage die im Bundes-Klimaanpassungsgesetz vorgesehene, vorsorgende Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen. Die Verabschiedung dieser Strategie ist für Ende 2024 geplant. Ein Handlungsschwerpunkt ist dabei der Gesundheitsschutz. Die vom BMUV herausgegebene Ratgeber-Reihe "Den Klimawandel gesund meistern" klärt darüber auf, wie man sich vor gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise schützt. Sie umfasst folgende Themen: " Tipps für heiße Tage ", " Schutz vor Infektionskrankheiten durch Zecken, Mücken und Nager ", " Gefahr im Anflug: Pollenallergien ". Alle Ratgeber sind im Internet auf der BMUV -Homepage als Download verfügbar und können auch kostenlos als gedruckte Broschüre im Pixi-Hefte-Format bestellt werden. Mit den Förderrichtlinien "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" und "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" unterstützt das BMUV die vorsorgende Anpassung an die Folgen der Klimakrise zudem finanziell. Ergänzend dazu berät das Zentrum KlimaAnpassung im Auftrag des BMUV insbesondere Kommunen, welche Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen der Klimakrise ergriffen werden sollten. Im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz (ANK) unterstützt das BMUV über die KfW Kommunen bei Baumpflanzungen, der Anlage naturnaher Parks und der Schaffung von Naturoasen. Stand: 04.06.2024

Jahresrückblick 2023 der LUBW: Klimawandel hat uns fest im Griff

null Jahresrückblick 2023 der LUBW: Klimawandel hat uns fest im Griff Baden-Württemberg/Karlsruhe. „Der Klimawandel hat uns fest im Griff, das zeigt sich auch an den Aufgaben der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg“, so Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW beim heutigen Pressegesprächs zum Jahresrückblick 2023. „Das Jahr 2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, sowohl global und deutschlandweit als auch für Baden-Württemberg. Seit der Jahrtausendwende verzeichnen wir einen Wärmerekord nach dem anderen, die Temperatur steigt immer schneller an. Direkte Folge sind vermehrte Hitzewellen und veränderte Niederschlagsverhältnisse, indirekte Auswirkungen sind Trockenheit und Niedrigwasser. Gleichzeitig ist der Klimawandel Ursache für immer häufiger auftretende Starkniederschläge und Überschwemmungen. Diese können gerade in den Sommermonaten heftiger werden.  Im Winter werden die Niederschläge immer seltener als Schnee fallen. Wir müssen uns auf schnell wechselnde Wetterlagen einstellen“, fasst er die Situation zusammen. Der menschengemachte Klimawandel beeinflusst auch die Tier- und Pflanzenwelt. Wärmeliebende Arten werden häufiger, wohingegen alpine und kälteangepasste Arten immer weniger Lebensräume finden und zurückgehen. Milde Winter haben unter anderem Auswirkungen auf Tiere, die Winterschlaf oder Winterruhe halten wie Igel, Siebenschläfer oder Weißstörche. Monitoring und Kartierungen der LUBW: Fokus Tierarten Die Kartierung der Fauna und Flora in Baden-Württemberg sind eine Daueraufgabe im jährlichen Arbeitskatalog der LUBW „Wir können nur schützen und erhalten, was wir kennen“, betont Maurer. „Wir müssen verstehen, wie sich die Arten im Land entwickeln und welchen Gefährdungen sie ausgesetzt sind. Die LUBW legt Wert auf eine systematische und langfristige Erfassung. Nur so lassen sich aus unseren Beobachtungen belastbare Schlussfolgerungen für den Artenschutz ziehen.“ Insekten In Baden-Württemberg wurde das Insektenmonitoring im Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt im Jahr 2017 aufgenommen und ist damit bundesweit Vorreiter. Der Einfluss der Menschen und die Auswirkungen des Klimas zeichnen sich in den Ergebnissen deutlich ab. Das Jahr 2023 war das schlechteste Tagfalterjahr seit Beginn des Insektenmonitorings 2018. Die nassen Monate März und April bewirkten ein Absterben von Überwinterungsstadien und jungen Raupen. Die schwachen Ausgangspopulationen im Frühjahr 2023 ist auch auf die lange Dürreperiode im Sommer 2022 zurückzuführen. Höhere Temperaturen und geringere Niederschläge führten ab Juni wieder zu einem gewissen Anstieg der Tagfalterzahlen, jedoch nur bei Sommerarten. Brutvögel Entsprechend dem Rückgang bei den Insekten überrascht es nicht, dass bei den häufigen Brutvögeln insbesondere die insektenfressenden Feldvogelarten stark abgenommen haben, die im Acker oder Grünland brüten. Fast die Hälfte der 199 baden-württembergischen Brutvogelarten gelten als gefährdet. Besonders auffällig ist, dass auch die Bestände einst weitverbreiteter Vögel wie der Kiebitz stark zurückgegangen sind. Seit dem Jahr 2021 beobachtet die LUBW auch seltenere Brutvögel. So wurden im Jahr 2023 beispielsweise für den seltenen Koloniebrüter Uferschwalbe in Baden-Württemberg noch knapp 5 000 Brutröhren festgestellt. Ihr Lebensraum ist in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zurückgegangen. Die Vögel graben ihre Brutröhren in festsandige oder lehmige Abbruchkanten und Steilufer. Sie finden beispielsweise an der renaturierten Donau seit dem Jahr 2009 wieder optimale Lebensbedingungen. Für das Rebhuhn wurden im selben Jahr 227 Ruf-Reviere ermittelt. In den 1950er Jahren wurde der Bestand noch auf 50.000 Reviere (Grundlage Jagdstrecken) geschätzt. „Auch wenn diese Zahlen nicht direkt vergleichbar sind, da sie nicht mit den gleichen Methoden ermittelt wurden, zeigen sie jedoch deutlich, wie unsere Umwelt in den letzten Jahrzehnten verarmt ist“, so Maurer. Niedrigwasser-Informationszentrum der LUBW (NIZ) „Nach dem regenreichen Winter sind nun Anfang Frühling 2024 unsere Grundwasserspeicher gut gefüllt, die Pegelstände in den Fließgewässern sind normal und auch die Bodenfeuchte ist sehr gut. Das ist gut so. Dennoch können langanhaltende Trockenperioden mit großer Hitze auch in diesem Jahr wieder schnell dazu führen, dass Flüsse – wie beispielsweise die Dreisam in Freiburg – im Sommer trockenfallen. Genauso möglich ist, dass kurze starke Regenfälle, also Starkregen, im Sommer auf trockene Böden fallen und schnell regional zu Überschwemmungen führen. Wir müssen uns auf diese Extreme einrichten. Dies spiegeln auch unsere beide Einrichtungen Hochwasservorhersagezentrale, die HVZ, und das Anfang des Jahres 2024 in Betrieb gegangene Niedrigwasser-Informationszentrum, das NIZ, wieder. Das NIZ ist im Grunde ein ‚Kind des Klimawandels‘, die HVZ gibt es bereits seit dem Jahr 1991, Auslöser war damals das Jahrhunderthochwasser im Februar 1990“, so Maurer. Wasserbehörden und Kommunen erhalten künftig durch das NIZ schneller regionale Bewertungen des Wasserdargebots. Auf dieser Grundlage können sie entscheiden, ob beispielsweise die Einschränkung der Wasserentnahme aus Fließgewässern oder Grundwasser notwendig ist. „Sind Niedrigwasservorhersagen bislang für bis zu 7 Tage in die Zukunft machbar, möchten wir unsere Modelle so erweitern, dass bis zu einen Monat Vorhersagen über die Entwicklung der Wasserstände möglich sein wird“, zeigt Maurer die nächsten Schritte auf. Ende 2024 soll eine Karte folgen, in der die Niedrigwassergefahr und Gebiete, in denen die Wasserentnahme eingeschränkt ist, angezeigt werden. Ressourcenschonendes Leben: Zirkuläres Bauen Maurer betonte in seiner Bilanz: „Der Klimawandel ist menschgemacht. Die Lösungen auch. Ein wichtiger Bereich, in dem man viele Ressourcen und auch CO2 einsparen kann, ist der Bausektor. Dieser wird noch viel zu wenig beachtet. Wir verbrauchen in Deutschland in diesem Bereich rund 50 Prozent unserer Rohstoffe. Der Gebäudesektor verursacht knapp 40 % der Treibhausgasemissionen weltweit, in Baden-Württemberg werden allein 3,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr durch die Zementherstellung erzeugt.“ Seit dem vergangenen Jahr unterstützt das Innovationszentrum Zirkuläres Bauen (InZiBau) der LUBW die Branche bei der notwendigen Transformation. Ziel ist es, Bauabfälle als Ressourcen zu nutzen, anstatt sie als Abfälle zu beseitigen. Möglichst geschlossene Kreisläufe können unseren ökologischen Fußabdruck deutlich verkleinern. Im Idealfall wird alte Bausubstanz erhalten und wiederverwendet. Das Innovationszentrum Zirkuläres Bauen versteht sich als Informations- und Vernetzungsplattform für die unterschiedlichen Akteure und Akteurinnen in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung und alle interessierten Fachkreise. Lärm Nicht nur vor dem Hintergrund der notwendigen CO2-Reduktion im Ver­kehrssektor sollten wir unser Mobilitätsverhalten überdenken, sondern auch im Hinblick auf den Lärm, der durch unsere motorisierte Mobili­tät entsteht. Allein außerhalb der Ballungszentren sind bereits rund 1,4 Millionen Menschen entlang der Hauptverkehrsstraßen von Verkehrslärm betroffen. Dies haben die im Herbst 2023 veröffentlichten Berechnungen der LUBW ergeben. Die LUBW erstellt die Lärmkartierung alle fünf Jahre. Weiterführende Informationen LUBW-Broschüre: Schwerpunkte 2023 – Beobachten. Bewerten. Beraten. Wir entwickeln Lösungen. Hitzeaktionspläne: Gesundheit der Bevölkerung steht im Fokus 11.03.2024 Landesregierung fördert Kommunen – praktisch und finanziell Handlungshilfe für Kommunen zum zirkulären und nachhaltigen Bauen 08.02.2024 Nachhaltigkeit durch Bestandssanierung statt Neubau Gerüstet für zunehmend trockene Sommer 24.01.2024 Baden-Württemberg richtet ein Niedrigwasser-Informationszentrum (NIZ) an der LUBW ein Neue Lärmkarten für BW online verfügbar 17.10.2023 1,4 Mio. Menschen an den Hauptverkehrsstraßen betroffen Ökologischen Fußabdruck beim Bauen reduzieren 21.09.2023 Recycling von Baustoffen schont Ressourcen, Deponien und das Klima 20 Jahre Erfassung der Brutvogelbestände in Baden-Württemberg 01.06.2023 Frühwarnsystem für Zustand der Natur und Grundlage zur Politikberatung Amphibien und Reptilien in Not 01.02.2023  18 von 31 Arten sind in Baden-Württemberg gefährdet Insektenmonitoring in Baden-Württemberg 13.01.2023   Biotopschutz und ökologische Bewirtschaftung leisten wichtigen Beitrag zum Insektenschutz Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Hitzeaktionspläne: Gesundheit der Bevölkerung steht im Fokus

null Hitzeaktionspläne: Gesundheit der Bevölkerung steht im Fokus GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER LUBW LANDESANSTALT FÜR UMWELT BADEN-WÜRTTEMBERG, DES MINISTERIUMS FÜR UMWELT, KLIMA UND ENERGIEWIRTSCHAFT UND DES MINISTERIUMS FÜR SOZIALES, GESUNDHEIT UND INTEGRATION Hitzeaktionspläne: Gesundheit der Bevölkerung steht im Fokus Landesregierung fördert Kommunen – praktisch und finanziell 11.03.2024 Baden-Württemberg/Stuttgart/Karlsruhe. Aufgrund des Klimawandels nimmt die Hitzebelastung für Mensch und Umwelt deutlich zu. Der vergangene Februar hat bereits in diesem Jahr Temperaturrekorde gebrochen. Aufgrund des Klimawandels könnte uns auch 2024 wieder ein heißer Sommer erwarten. Gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung sind eine Folge. Kommunen kennen die unmittelbaren Auswirkungen vor Ort, entsprechend können sie am besten die geeigneten Maßnahmen gegen Hitze planen und umsetzen. Hitzeaktionspläne sind dafür eine Arbeitsgrundlage. Die baden-württembergische Landesregierung unterstützt Kommunen bei ihren Hitzeaktionsplanungen sowohl finanziell als auch mit Informationen. Heute wurde der Ratgeber „FAQ – Kommunale Hitzeaktionspläne“ veröffentlicht. Gesundheitsminister Lucha: „Hitzeaktionspläne schützen die Bürger im Land“ „Ein kommunaler Hitzeaktionsplan koordiniert planerische, bauliche und kommunikative Maßnahmen und setzt diese in Gang. Ziel ist es, mit der zunehmenden Hitze künftig besser umzugehen, uns besser für sie zu wappnen. Das schützt die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Land“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha. Jede Kommune habe hierbei andere Herausforderungen und müsse entsprechend ihre Hitzeschutzmaßnahmen individuell ausgestalten, so der Minister weiter. Urbane Gebiete sind beispielsweise im Vergleich zum Umland oftmals weniger gut durchlüftet, dicht bebaut, stark versiegelt und wenig begrünt. So entstehen lokale Wärmeinseln. In sommerlichen Nächten können die Temperaturen um bis zu 10 Grad wärmer sein als im Umland. Umweltministerin wirbt für das Prinzip der Schwammstadt „Da die Folgen des Klimawandels vor allem in den Städten spürbar sind, wird eine wassersensible Stadtentwicklung immer wichtiger“, so Umweltministerin Thekla Walker. Sie wirbt daher für eine Stadtentwicklung hin zum Prinzip Schwammstadt. Hier wird Regenwasser nicht direkt in die Kanalisation geleitet, sondern in Grünflächen, Teichen oder Tiefbeeten gespeichert. Bei Hitze verdunstet es und wirkt kühlend. Schwammstädte regulieren den Wasserhaushalt und reduzieren die Folgen von Hitze und Trockenheit. „Mehr Grünflächen und mehr Wasser schützen nicht nur vor Hitze, sie steigern auch die Lebensqualität in den Kommunen“, sagt Walker. Hitze ist ebenfalls auf dem Land ein Thema. Entsprechend sollten auch kleine Kommunen die örtlichen Gegebenheiten detailliert prüfen. Beispiele sind der Oberrheingraben oder das Neckartal, die allein aufgrund ihrer Lage besonders von Hitze betroffen sind. Sommerliche Hitzebelastung wird zur Herausforderung „Aufgrund des Klimawandels wird die sommerliche Hitzebelastung weiter zunehmen“, verdeutlicht Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, die Wichtigkeit der Hitzeaktionspläne. „Das Jahr 2023 war wieder das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn – auch in Baden-Württemberg. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im Extremfall können Ende des Jahrhunderts im Oberrheingraben mehr als 2 Monate lang Temperaturen über 30 Grad Celsius herrschen. Schutz vor Hitze wird folglich immer wichtiger.“ FAQ – Kommunale Hitzeaktionspläne für die menschliche Gesundheit In die aktuelle Broschüre „FAQ – Kommunale Hitzeaktionspläne“ ist das Wissen der LUBW, des Landesgesundheitsamtes, der Landesärztekammer und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eingeflossen. Die Broschüre zeigt, was Hitzeaktionspläne sind und welche Maßnahmen sie umfassen können. Es wird vorgestellt, wie das Hitzewarnsystem des DWD genutzt und Kommunen Ablaufpläne für die akute Hitzesituation entwickeln können. Es werden verschiedene Wege vorgestellt, wie Kommunen Schritt für Schritt einen Hitzeaktionsplan erstellen können. „Maßnahmen der Hitzevorsorge werden immer wichtiger, wie beispielsweise eine Stadtplanung, die auf Schatten, Bäume und Wasser setzt und so langfristig vor Hitze schützt. Es gilt auch die Bevölkerung zu sensibilisieren, damit jeder selbst vorsorgt und sich in Hitzephasen schützt“, so Maurer. Beispiele aus Kommunen und Verlinkungen zu weiterführenden Informationen im Internet runden die Broschüre ab. Der Ratgeber „FAQ – Kommunale Hitzeaktionspläne“ kann über die folgende Webseite als PDF-Dokument heruntergeladen werden: https://pd.lubw.de/10587 Hintergrundinformation KLIMOPASS Förderanträge über die L-Bank für Hitzeaktionspläne Mit dem Förderprogramm KLIMOPASS unterstützt das Land Baden-Württemberg die Erarbeitung eines kommunalen Hitzeaktionsplanes mit 65 Prozent der Kosten. Kommunen können fortlaufend bei der L-Bank einen Antrag auf Förderung stellen. Kommunale Hitzeaktionspläne werden im KLIMOPASS Modul B unter dem Punkt „Konzepte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ gefördert. Weitere Informationen sind auf der Seite des Kompetenzzentrums Klimawandel der LUBW zu finden. Fachliche Fragen beantwortet die LUBW unter klimopass@lubw.bwl.de . Für die Förderung in Modul B und C gilt für Kommunen der Beitritt zum Klimaschutzpakt des Landes als Teilnahmevoraussetzung. Veranstaltungen Das Kompetenzzentrum Klimawandel der LUBW informiert gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Klimawandel und Gesundheit des Landesgesundheitsamtes am 12. März 2024 Kommunen in einer Online-Veranstaltung über das Thema Hitze und kommunale Hitzeaktionspläne. Das Kompetenzzentrum Klimawandel der LUBW bietet weitere Veranstaltungen zum Thema Anpassung an die Folgen des Klimawandels an. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

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