Außergewöhnlich heftige oder langanhaltende Regenfälle sowie Schneeschmelze können zu Hochwasser führen. Hochwasser sind natürliche Ereignisse, die sich nicht verhindern lassen. Die nachteiligen Auswirkungen von Hochwasserereignissen werden durch die Zunahme von Siedlungsflächen und Vermögenswerten in gefährdeten Bereichen und die Verringerung der natürlichen Wasserrückhaltefähigkeit der Landschaft, insbesondere des Bodens infolge einer intensiveren Flächennutzung, verstärkt. Einen absoluten Schutz vor Hochwasser gibt es nicht. Um Hochwasserschäden nachhaltig zu reduzieren oder verhindern zu können, ist ein umfassendes Management des Hochwasserrisikos notwendig. Das Hochwasserrisikomanagement ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe und umfasst verschiedene Aspekte, wie Vermeidung, Schutz, Vorsorge und Wiederherstellung/Regeneration. Der Schlüssel zur Begrenzung von Hochwasserschäden liegt im Zusammenwirken von staatlicher Vorsorge und eigenverantwortlichem Handeln des Einzelnen. Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen (§5 (2) Wasserhaushaltsgesetz (WHG)). Nach § 72 WHG ist Hochwasser „(…) eine zeitlich beschränkte Überschwemmung von normalerweise nicht mit Wasser bedecktem Land, insbesondere durch oberirdische Gewässer (…). Davon ausgenommen sind Überschwemmungen aus Abwasseranlagen.“ Hochwasser kann jedoch auch durch Starkregen verursacht werden. Fachlich wird daher zwischen Überflutungen (pluvialen Hochwassern) und Überschwemmungen (fluvialen Ereignissen) unterschieden. Überflutungen treten auf, wenn Starkregen in urbanen Gebieten zu einer schnellen Ansammlung von Wasser führt, die das Kanalsystem und die Entwässerungsinfrastruktur überfordert. Diese Art der Überflutung betrifft vor allem städtische Gebiete, in denen ein hoher Versiegelungsgrad (vgl. Umweltatlaskarte 01.02 ) eine natürliche Versickerung des Wassers behindert. Überschwemmungen entstehen, wenn Flüsse aufgrund anhaltender Niederschläge, Starkregenereignisse oder Schneeschmelze überlastet sind und über die Ufer treten. Die Gefahren von pluvialen Hochwassern werden flächendeckend in der Starkregenhinweiskarte dargestellt. Diese bieten eine erste Orientierungshilfe für die Gefahrenabschätzung. Zusätzlich existiert eine detaillierte Starkregengefahrenkarte für bestimmte Gebiete. In dieser werden Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten bei verschiedenen Starkregenszenarien genau dargestellt. Eine detaillierte Beschreibung der Starkregen- und Überflutungsgefahren findet sich im Umweltatlas . Die am 23.10.2007 verabschiedete Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken ( HWRM-RL ) ist seit dem 26.11.2007 in Kraft und gibt den Prozess des Hochwasserrisikomanagement. Der 2. Zyklus zur Umsetzung der HWRM-RL wurde Ende 2021 mit Veröffentlichung des Hochwasserrisikomanagementplans abgeschlossen (HWRM-Plan 2021). Der 3. Zyklus ist bis 2027 umzusetzen. Im ersten Schritt des zyklischen Prozesses erfolgt die Überprüfung der Bewertung des Hochwasserrisikos und der Risikogebiete in Berlin gemäß § 73 WHG und wird mit der Veröffentlichung bis zum 22.12.2024 abgeschlossen (SenMVKU 2024). Die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) und Hochwasserrisikokarten (HWRK) stellt den zweiten Umsetzungsschritt der HWRM-RL dar und bildet die Grundlage für die anschließenden Aktualisierung des Hochwasserrisikomanagementplans bis Ende 2027. Der Hochwasserrisikomanagementplan enthält Maßnahmen, die nicht nur zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes, sondern auch zu einer verbesserten Hochwasservorsorge und zur Vermeidung von Hochwasserrisiken an der Elbe beitragen (HWRM-Plan 2021). HWGK beschreiben die räumliche Ausbreitung von Überschwemmungen sowie die Wassertiefe eines fluvialen Hochwassers bei drei verschiedenen Hochwasserszenarien. In den Gefahrenkarten werden Überschwemmungen dargestellt, die durch ein Hochwasser eines Gewässers selbst entstehen. Überschwemmungen, die durch kapazitative Überforderung der Abwasseranlagen, zu Tage tretendes Grundwasser, Versagen wasserwirtschaftlicher Stauanlagen oder Überflutungen die durch Starkregen entstehen, werden in den HWGK nicht dargestellt. HWRK geben Auskunft über die möglichen hochwasserbedingten nachteiligen Folgen dieser Hochwasserereignisse bezogen auf die in der europäischen HWRM-RL festgelegten Schutzgüter (LAWA 2018). Nach § 74 Absatz 1 WHG erstellt die zuständige Behörde des Landes Berlin HWGK und HWRK. Die Inhalte der Karten müssen gemäß § 74 Absätze 2 bis 4 WHG den Anforderungen nach Artikel 6 Absatz 5 HWRM-RL entsprechen. Um weitgehend inhaltlich und gestalterisch einheitliche Kartenwerke zu erstellen, hat die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) entsprechende „Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten“ veröffentlicht (LAWA 2018). Sie enthalten Standards für Mindestanforderungen der HWRM-RL an die HWGK und HWRK. Die Überprüfung und ggf. Aktualisierung der HWGK und HWRK in Berlin folgt den LAWA Empfehlungen für die Kartenerstellung und den Signifikanzkriterien (LAWA 2017, 2018) sowie dem Umsetzungskonzept der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Elbe (FGG 2018). Für eine detailliertere Darstellung der methodischen Ausgestaltung und Arbeitsschritte wird auf diese beiden Dokumente (LAWA 2018, FGG 2018) verwiesen. Aufgrund der Landesgrenze zu Brandenburg erfolgte zudem eine enge bilaterale Abstimmung mit dem Land Brandenburg. Die Bewertung des Hochwasserrisikos entsprechend der HWRM-RL ergab, dass für die Gebiete Tegeler Fließ, Panke, Erpe, Wuhle, Untere Havel/Untere Spree und Müggelspree inklusive Gosener Gewässer mit Seddinsee ein potentielles signifikantes Hochwasserrisiko besteht. Diese wurden als Risikogebiete entsprechend § 73 WHG bestimmt (siehe Abbildung 1). Für diese Gebiete werden HWGK und HWRK erarbeitet bzw. aktualisiert und bis zum 22. Dezember 2025 veröffentlicht. Überschwemmungsgebiete werden in Risikogebieten ausgewiesen, in denen eine bedeutende Hochwassergefahr besteht. Überschwemmungsgebiete (ÜSG) gemäß § 76 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sind Gebiete, die bei einem Hochwasser eines oberirdischen Gewässers überschwemmt oder für die Hochwasserrückhaltung genutzt werden. Im jursitischen Sinn ist das ÜSG eine Fläche, die statistisch gesehen einmal in 100 Jahren überschwemmt wird. In Berlin basieren die Überschwemmungsgebiete auf den Hochwassergefahrenkarten für Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit. Die Überschwemmungsgebiete entlang hochwassergefährdeter Gewässer werden durch behördliche Verordnung rechtsverbindlich festgelegt oder vorläufig gesichert. Hier gilt ein weitreichender Pflichtenkatalog. Er beinhaltet Maßnahmen wie den Erhalt und die Wiederherstellung von Rückhalteflächen, das Verbot der Umwandlung von Grünland zu Ackerland sowie Einschränkungen für Bauvorhaben. In festgesetzten Überschwemmungsgebieten ist die Ausweisung neuer Baugebiete im Außenbereich durch Bauleitpläne oder sonstige Satzungen nach dem Baugesetzbuch untersagt. Um die Schadenspotenziale nicht zu erhöhen, sind zusätzlich die Errichtung oder Erweiterung von Bauwerken gemäß den §§ 30, 33, 34 und 35 des Baugesetzbuches verboten. Das Einbringen oder Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden sowie die längerfristige Lagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern oder fortgeschwemmt werden können, ist ebenfalls untersagt. Im ÜSG und in Gebieten mit Hochwassergefahren ist somit die Nutzung anzupassen, um Schäden durch Hochwasser zu minimieren sowie dem Verlust der Wasserrückhaltefähigkeit entgegen zu wirken. Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten (WHG §78b) sind die Flächenkulisse der Hochwassergefahrenkarte für Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit bzw. das Extremszenario abzüglich der Fläche, die als festgesetztes oder vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet ausgewiesen ist. Dies sind somit Gebiete, die von Hochwasser betroffen werden, mit denen seltener als einmal in 100 Jahren zu rechnen ist. Mit den HWGK, HWRK und ÜSG liegen für Berlin Instrumente für den vorbeugenden Hochwasserschutz vor, mit welchem die Ausdehnung von Überschwemmungen und deren Auswirkungen bei bestimmten Hochwasserereignissen beschrieben werden. Des Weiteren soll das Bewusstsein für mögliche Hochwassergefahren durch HWGK und ÜSG gefördert werden.
Überflutungsflächen eines Hochwassers mit niedriger Wahrscheinlichkeit in Hessen (Bezeichnung nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) §74): Überflutungsflächen mit einem voraussichtlichen Wiederkehrintervall von mindestens 200 Jahren (HQextrem, entspricht mindestens einem 200-jährlichen Hochwasser). Einzelne Gebiete haben auch eine abweichende Jährlichkeit für das Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit. Teil des Datenbestands der Hochwasserrisikomanagementpläne (HWRMP) in Hessen.
Fachliche Beschreibung: Die EG-Richtlinie zum Hochwasserrisikomanagement hat die Reduzierung der Risiken durch Hochwasser als Ziel. Der erste von drei vorgeschriebenen Schritten zu diesem Ziel besteht in der Bewertung der Hochwasserrisiken. Als Ergebnis werden hier die Risikogebiete für Binnenhochwasser und Sturmflut veröffentlicht. Der zweite Schritt besteht in der Ermittlung und Darstellung von Gefahren- und Risikokarten in den Risikogebieten. Die Gefahren- und die Risikokarten decken jeweils drei Hochwassersereignisse ab. Für die Binnenhochwasser ist das häufige Ereignis (Kennzeichnung: H für High) ein 10-jährliches, das mittlere Ereignis (Kennzeichnung: M für Middle) ein 100-jährliches und das seltene Ereignis (Kennzeichnung: L für Low) ein 200-jährliches. Für die durch Sturmfluten gefährdeten Bereiche ist das häufige Ereignis ein 20-jährliches, das mittlere Ereignis wie beim Binnenhochwasser ein 100-jährliches und das seltene Ereignis ein Extremereignis, bei dem ein seltener, extrem hoher Wasserstand (7,30 mNN am Pegel St. Pauli) angenommen und zusätzlich die Wirkung der Hochwasserschutzanlagen außer Acht gelassen wird. Die Gefahrenkarten stellen das Ausmaß der Hochwasserereignisse in Form der Ausdehnung und der sich einstellenden Wassertiefen dar. Die Risikokarten zeigen, wie die betroffenen Flächen genutzt werden, die Lage von Industrieanlagen und Schutzgütern sowie die Anzahl der potenziell betroffenen Einwohner. Im letzten Schritt ist ein Hochwasserrisikomanagementplan zu erarbeiten. Rechtlicher Hintergrund: Die Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (2007/60/EG vom 23.10.2007) regelt die Erarbeitung und Veröffentlichung von Karten zum Hochwasserrisikomanagement. Die rechtliche Umsetzung dieser EG-Richtlinie in nationales Recht erfolgte mit der Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes vom 01.03.2010. In §74 WHG ist die Veröffentlichung der Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten für den 2. Berichtszyklus zum 22.12.2013 festgeschrieben. Die Daten für Hochwasserrisikomanagement (HWRM)-Karten des 1. Berichtszyklus (2016-2021) werden hier als WMS-Darstellungsdienst und als WFS-Downloaddienst bereitgestellt.
Überflutungsflächen eines Hochwassers mit hoher Wahrscheinlichkeit in Hessen (Bezeichnung nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) §74): Überflutungsflächen mit einem voraussichtlichen Wiederkehrintervall von mindestens 10 Jahren (entspricht einem 10-jährlichen Hochwasser, HQ10). Einzelne Gebiete haben auch eine abweichende Jährlichkeit für das Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit. Teil des Datenbestands der Hochwasserrisikomanagementpläne (HWRMP) in Hessen.
Überflutungsflächen eines Hochwassers mit mittlerer Wahrscheinlichkeit - Bezeichnung nach WHG §74 -Überflutungsflächen eines Hochwassers mit mittlerer Wahrscheinlichkeit (vorrausichtliches Wiederkehrintervall mindestens 100 Jahre) [entsprechend HQ100]: Datensätze der Überflutungsflächen nach den Hochwasserrisikomanagementplänen (HWRMP)
Küsten und urbane Zentren entlang dieser stellen seit vormoderner Zeit Zonen intensiven kulturellen, ökonomischen und politischen Austausches dar. Vorkoloniale und koloniale Reiche entstanden, basierend auf ihrem Geschick, den hohen Grad an geographischer Mobilität ihrer Mitglieder und den damit einhergehenden Austausch von Lebensstilen, Imaginären und unterschiedlichster Wissensformen, hier gefasst unter epistemischen Mobilitäten, für ihre Entwicklung zu nutzen. Auch heute noch fungieren insbesondere urbanisierte Küstenregionen als Katalysatoren sozialen Wandels. Ihre zunehmende Übervölkerung jedoch, bei gleichzeitiger Zunahme von sich entlang der Küste manifestierender Umweltrisiken, führt zu einer zunehmend prekären Situation. Ziel der hier vorgeschlagenen Forschung ist es, eben diese Muster epistemischer (Im-)mobilitäten in und zwischen den Städten Singapurs, Jakartas und Manilas zu untersuchen. Konkret liegt der Fokus auf mobilen (a) politischen Strategien und Programmen der Risikoanpassung (z.B. Formulierung und Institutionalisierung von Hochwasserrisikomanagementplänen), sowie (b) (standardisierten) Praktiken (z.B. Deichbau), kommuniziert und legitimiert von internationalen Gebern und zivilgesellschaftlichen Organisationen und schließlich von lokalen Akteuren übersetzt, (re-)interpretiert und eingewoben in lokal-gesellschaftliche Anpassungsprozesse. Diese Schwerpunktsetzung beruht auf der Annahme, dass epistemische (Im-)mobilitäten und somit die lokalen Übersetzungsprozesse global kommunizierter Politiken und Praktiken von grundlegender Bedeutung sind, um lokalen, antizipierenden und anpassenden Umgang mit Meeresspiegelanstieg zu verstehen und gesellschaftseigenes Anpassungslernen zu ergründen und zu fördern. Das Projekt ergänzt rezente Risiko-, Resilienzen- und Anpassungsforschung in Küstenregionen in drei Bereichen: (1) Der bewusst gewählte Fokus auf epistemischen Mobilitäten unterstreicht die Bedeutung des Dynamischen, sich in Bewegung und Austausch-befindenden im Verstehen von Übersetzungsprozessen politischer Strategien und Praktiken und wie diese lokale Anpassungskapazitäten gestalten. (2) Eben dieser Fokus auf den geographisch wie sozial dynamischen Charakter von Wissensaustausch ermöglicht eine Weiterentwicklung von follow-the-moving-target-Methodologien, die von direkter Relevanz für zukünftige Forschungsbemühungen im Bereich der Wandelanpassung sind. (3) Schließlich formt die empirische Erhebung der Interdependenzen von sozialer Sinnzuschreibung in Übersetzungsprozessen politischer Programme und Praktiken und gesellschaftlichen Anpassungslernens Grundlage für die Konzeptionalisierung epistemischer Mobilitäten. Es bestehen über Jahre gewachsene Forschungspartnerschaften mit lokalen Universitäten in Singapur, Jakarta und Manila. Des Weiteren wurden erste Gespräche mit vier Antragsstellern anderer Projekte und potentiellen Kooperationspartnern im Arbeitsprogramm C geführt.
Im Zuge der Auswertung des Hochwasserrisikomanagementplans (HWRMP) für die Selke – Stufe 3 – wurden Teile der Ortslage Hoym als überflutbarer Abschnitt mit einem signifikanten Hochwasserrisiko eingeordnet. Für den Hochwasserschutz ist daher zwischen Flusskilometer 12+880 und 12+760 rechtsseitig der Selke die Errichtung eines neuen Deiches vorgesehen. Die Selke und ihr Zulauf Getel durchfließen die Ortschaft Hoym in mäandrierender Form von Südosten nach Nordwesten. Der Planungsabschnitt befindet sich im nördlichen Bereich der Ortschaft Hoym und beginnt vor der Mündung der Getel in die Selke. Die Trasse des Hochwasserschutzdeichs ist ca. 122 m lang. Der geplante Deich verläuft bogenförmig, mit einer 5 m breitem Deichschutzzone, welche an die Grenze des Auwaldrestes anschließt. Die Deichtrasse beginnt an dem höhergelegenen Gelände am Sportplatz und wird dann bis an das geplante Absperrbauwerk an der Mündung der Getel (Länge ca. 10,0 m) fortgesetzt. Dadurch wird ein lückenloser Hochwasserschutz in diesem Bereich hergestellt. Für die dauerhafte Unterhaltung und zur Verteidigung des Hochwasserschutzdeiches sowie für das zusätzlich geplante Absperrbauwerk ist ein Wirtschaftsweg von der Gartenstraße bis in Höhe der Mündung der Getel geplant. Der Wirtschaftsweg ist bis in Höhe des Absperrbauwerks und der dort vorgesehenen Stellfläche für die Feuerwehr mit Rasengittersteinen befestigt. Danach wird der Unterhaltungsweg auf der Deichkrone fortgesetzt, so dass auch eine Zuwegung vom und zum Sportplatz zur Deichverteidigung bzw. -unterhaltung möglich wird. Eine Wendestelle wird dadurch nicht notwendig. Die Befestigung der Deichkrone erfolgt mit Schotterrasen. Die vorgesehene Höhe der Deichkrone liegt bei ca. 121,64 m ü. NHN. Diese ergibt sich aus dem Bemessungswasserstand (HQ100) mit ca. 121,10 m NHN zzgl. 50 cm Freibord. Geplant ist ein homogener Deich, der aus schwer durchlässigem, bindigem, gemischtkörnigem Boden lagenweise verdichtet aufgebaut wird. Im Mündungsbereich der Getel wird des Weiteren ein Absperrbauwerk errichtet, das im Hochwasserfall geschlossen werden kann, um einen Rückstau in die Getel und in das tiefer liegende Gelände zu vermeiden. Im Hochwasserfall muss das Wasser der Getel in die Selke übergepumpt werden. Die Feuerwehr bzw. THW können dann zum Aufbau der Technik die für diesen Zweck geplante Stellfläche nutzen. Als Absperrorgan ist ein Doppelschütz als Sonderanfertigung aus verzinktem Stahl vorgesehen. Unterhalb der Schütztafel ist ein Dammbalkenverschluss geplant. Oberhalb der Schütztafel ist ein Bediensteg (Gitterrostlaufsteg) mit Geländer als Absturzsicherung angedacht. Das Planungsgebiet befindet sich in dem Fauna-Flora-Habitat "Bode und Selke im Harzvorland", weshalb umfangreiche Planungen zum Schutz von Natur und Umwelt durchgeführt wurden. Im Rahmen einer Landschaftspflegerischen Begleitplanung wurden die zu erwartenden Eingriffe im Sinne des § 14 BNatSchG ermittelt. Im Ergebnis wurden Maßnahmen festgelegt, durch welche erhebliche Beeinträchtigungen auf die Schutzgüter vermieden werden, bzw. durch welche der Eingriff kompensiert werden kann. - Vermessungsleistungen sind abgeschlossen - Baugrunduntersuchungen sind abgeschlossen - Genehmigungsplanung liegt vor - Bauerlaubnisverträge liegen vor - Vorhaben wurde zur Genehmigung eingereicht
Das Thema Hochwassergefahren und Hochwasserrisiko im Umweltatlas Berlin gibt einen kurzen Abriss zu den Anforderungen an die Karten und die Vorgehensweise bei der Erstellung und Gestaltung der Karten. Die Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten für die unterschiedlichen Szenarien stehen im Geoportal Berlin zur Verfügung: Hochwassergefahrenkarte für Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit Hochwassergefahrenkarte für Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit Hochwassergefahrenkarte für Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit Hochwasserrisikokarte für Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit Hochwasserrisikokarte für Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit Hochwasserrisikokarte für Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit Die Kartenanwendung „Nationale Hochwassergefahren- und Risikokarten“ der Bundesanstalt für Gewässerkunde bildet die national Schnittstelle für deutschlandweite Gefahren- und Risikokarten gemäß HWRM-RL. Beispielhaft werden hier die beiden Berliner Karten für mittlere Wahrscheinlichkeit direkt gezeigt: Die Hochwassergefahren- und risikokarten für Berlin wurden im Rahmen der “Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrichtlinien” (HWRM-RL) erstellt. Ziel der HWRM-RL ist es, hochwasserbedingte nachteilige Folgen auf die menschliche Gesundheit, die Umwelt, das Kulturerbe und die wirtschaftlichen Tätigkeiten zu verringern. Die HWRM-RL legt verbindliche Vorgaben für die Umsetzung fest, darunter: Vorläufige Bewertung (Überprüfung und wenn erforderlich Aktualisierung der Risikogebiete Hochwassergefahren- und -risikokarten (Überprüfung und wenn erforderlich Aktualisierung) Hochwasserrisikomanagementplan (Überprüfung und wenn erforderlich Aktualisierung) Gemäß der Richtlinie sind diese Schritte alle sechs Jahre zu prüfen, bei Bedarf zu aktualisieren und zu veröffentlichen. Die koordinierte Umsetzung der HWRM-RL erfolgt innerhalb der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) basierend auf den Empfehlungen der LAWA Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser. Weitere Informationen finden Sie hier: Informationen der FGG Elbe zur HWRM-RL Informationen der LAWA zu Hochwasser und Niedrigwasser Die Überprüfung der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos und der Risikogebiete in Berlin folgt den Grundsätzen und Signifikanzkriterien der LAWA-Empfehlungen sowie den Abstimmungen innerhalb der FGG Elbe. Zur Harmonisierung der Vorgehensweise an den Landesgrenzen wurden bilaterale Abstimmung mit dem Land Brandenburg durchgeführt. In einer Broschüre der FGG Elbe wird die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Fortschreibung der Bewertung des Hochwasserrisikos im deutschen Einzugsgebiet der Elbe dargestellt. Diese Broschüre enthält somit auch die Überprüfung und Aktualisierung der Risikobewertung und ‑gebietsbestimmung für das Land Berlin. Für folgende Berliner Gewässer und Abschnitte sind potenzielle nachteilige Folgen künftiger Hochwasserereignisse zu erwarten, weshalb sie als Risikogebiete ausgewiesen wurden: Erpe, Panke, Tegeler Fließ und Wuhle Spreeabschnitt im Bereich Müggelspree und Gosener Gewässer Untere Spree und Untere Havel Die Vorgehensweise und Ergebnisse der Bewertung werden im Bericht „Empfehlungen für die Überprüfung der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos und der Risikogebiete nach EG-HWRM-RL ab dem 3. Zyklus“ (PDF-Datei) dokumentiert. Die Ergebnisse der Überprüfung der vorläufigen Risikobewertung für Deutschland sind im Karten-Viewer der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) zugänglich. Nach § 75 WHG (Art. 7 HWRM-RL) wird für Gewässer mit potenziellen signifikanten Hochwasserrisiken ein Hochwasserrisikomanagementplan (HWRM-Plan) erstellt. Inhalt des HWRM-Plans sind angemessene und an das gefährdete Gebiet angepasste Ziele und Maßnahmen, mit denen die Hochwasserrisiken reduziert werden können. Grundlage für den HWRM-Plan bilden die durchgeführte vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) sowie die erstellten Hochwassergefahren- und -risikokarten (§ 73, 74 WHG; Art. 4, 5 und 6 HWRM-RL). Der HWRM-Plan der Flussgebietsgemeinschaft Elbe wurde auf Ebene der Flussgebietseinheiten gemeinsam mit allen Bundesländern der FGG Elbe erstellt. Inhalte des HWRM-Plans sind u. a. die Ergebnisse der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos. Darüber hinaus erfolgt eine Auswertung der Gefahren- und Risikokarten. Diese Auswertung ist die Grundlage für die Bestimmung der angemessenen Ziele des HWRM-Plans. Es folgt eine Zusammenfassung der Maßnahmen und eine Festlegung der Rangfolge, die auf die Verwirklichung der Ziele des HWRM-Plans abzielt. Der Plan berücksichtigt alle Aspekte des Hochwasserrisikomanagements wie Vermeidung, Schutz, Vorsorge, Regeneration und Wiederherstellung. Der HWRM-Plan der FGG Elbe für den Zeitraum 2021 bis 2027 und die Umwelterklärung sowie weitere Hintergrundinformationen stehen auf der Internetseite der FGG Elbe zu Verfügung.
Das Hochwasserrisikomanagement umfasst in Berlin das Management von Gewässern ausgehenden Überschwemmungen und durch Starkregen ausgelöste Überflutungen. Ziel ist es, Hochwasserrisiken frühzeitig zu erkennen, die Vorsorge kontinuierlich zu verbessern und Schäden möglichst zu minimieren. Weiterführende Informationen zu dem Thema Hochwasser finden Sie im Hochwasser-Infoportal . Das Hochwasserrisikomanagement ist als zyklischer Prozess angelegt. Gefahren und Risiken werden regelmäßig bewertet, Karten und Planungen überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und weiterentwickelt. Hochwasserrisikomanagement ist eine gemeinsame Aufgabe vieler Beteiligter: Bundes- und Landesbehörden, die Bezirke, Landesbetriebe, Industrie- und Gewerbebetriebe, Infrastrukturbetreibende, aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssen zusammenarbeiten, um sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. Die für Wasserwirtschaft zuständige Senatsverwaltung schafft die fachlichen Grundlagen für das Management von Flusshochwasser und koordiniert die Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in Berlin. Dazu gehört die regelmäßige Bewertung von Hochwasserrisiken sowie die Erstellung und Fortschreibung von Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Sicherung von Überschwemmungsgebieten. Hierzu werden fachliche Grundlagen erarbeitet, Überschwemmungsgebiete vorläufig gesichert und rechtlich festgesetzt. Damit wird sichergestellt, dass hochwassergefährdete Flächen erkennbar bleiben und bei Planungen, Bauvorhaben und anderen Nutzungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus wirkt die Berliner Wasserwirtschaft gemeinsam mit den anderen Ländern in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe an der Erarbeitung und Fortschreibung der Hochwasserrisikomanagementplan Elbe mit. Sie koordiniert die Beiträge Berlins, stimmt fachliche Grundlagen mit weiteren Beteiligten ab und begleitet die Entwicklung geeigneter Maßnahmen. Auch auf Bundesebene arbeitet die Wasserwirtschaft Berlin in den Gremien der LAWA mit. Dort werden gemeinsame Empfehlungen und fachliche Grundlagen zur Umsetzung des Hochwasserrisikomanagements in Deutschland erarbeitet. Ziel ist es, Hochwassergefahren frühzeitig sichtbar zu machen, die Vorsorge zu stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen im Umgang mit Flusshochwasser zu unterstützen. Schäden durch von Starkregen ausgelöste Überflutungen in urbanen Räumen haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Verstärkende Faktoren sind neben den häufiger und stärker auftretenden Starkregenereignisses in Folge des Klimawandels auch die zunehmende Verdichtung und Versiegelung des Stadtgebietes. Im Gegensatz zu dem Management von Flusshochwassern, fehlen für das Management von Starkregenereignissen bisher klare Zuständigkeiten und rechtliche Verankerungen. In Berlin liegt die behördliche Verantwortung für das Querschnittsthema auf Landes- und Bezirksebene, insbesondere in den Bereichen Stadtplanung, Stadtentwicklung, Straßen- und Hochbau, Wasserwirtschaft, Gewässerunterhaltung, in der Umwelt- und Verkehrsverwaltung, den Katastrophenbehörden sowie den nachgeordneten Bereichen wie Feuerwehr und Polizei. Weitere involvierte Stellen sind die Berliner Wasserbetriebe, andere Landesbetriebe und Infrastrukturträger. Im Rahmen des Managements von starkregenbedingten Überflutungen koordiniert die für Wasserwirtschaft zuständige Senatsverwaltung den Prozess in Berlin. Ihre Hauptaufgaben sind die Schaffung von Grundlagen (z.B. Leitfäden), Sensibilisierung für das Thema, die Klärung von Zuständigkeiten und Aufgaben sowie die Abstimmung zwischen verschiedenen Stellen des Senats, der Bezirke und weiterer Beteiligter. Zudem werden methodische Grundlagen eines Risikomanagements erarbeitet und Handlungsoptionen entwickelt. Gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben erarbeitet und veröffentlicht die Wasserwirtschaft Starkregengefahrenkarten. Die Starkregenhinweiskarte wurde gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben, dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie sowie der Berliner Feuerwehr entwickelt. Darüber hinaus arbeitet die Wasserwirtschaft an einer berlinweiten Risikobewertung für starkregenbedingte Überflutungen. Für ausgewählte Gebiete werden Pilotprojekte durchgeführt, in denen der gesamte Prozess des Starkregenrisikomanagements erprobt und weiterentwickelt wird. Dieser reicht von der Gefahrenanalyse und Risikobewertung über die Entwicklung geeigneter Maßnahmen bis zur Erarbeitung gebietsspezifischer Handlungs- und Umsetzungskonzepte. Im Rahmen des Projektes SmartWater wurde ein Hochwasser-Infoportal für Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger seit dem 12. Mai 2026 rund um das Thema Hochwasser und Anpassungsoptionen informieren. Kern des Hochwasser-Infoportals ist der HochwasserCheck Berlin: Hier können alle Karten zur Hochwassergefährdung in Berlin via Adresseingabe ausgelesen werden. Die Ergebnisse können als Bericht heruntergeladen werden.
Der LHW ist auf der Grundlage der RICHTLINIE 2007/60/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES DER EUROPÄISCHEN UNION vom 23. Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (HWRM-RL), die mit der Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) am 31.Juli 2009 unmittelbar in nationales Recht überführt wurde, durch das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen - Anhalt (MWU) mit der Erarbeitung der fachlichen Grundlagen für die Umsetzung der HWRM-RL beauftragt. Dabei konzentrieren sich die Aufgaben des LHW auf die Umsetzung der 1. und 2. Stufe der Richtlinie sowie die Belange des technischen Hochwasserschutzes sowie der Informationsvorsorge im Bezug zu den Risikomangementplanungen (Stufe 3). Die Gesamtzuständigkeit der Richtlinienzuständigkeit obliegt dem Landesverwaltungesamt Sachsen-Anhalt . Ziel der Richtlinie ist es, einen Rahmen für die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken zur Verringerung der hochwasserbedingten nachteiligen Folgen bezogen auf die Kriterien menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche Tätigkeiten zu schaffen. Dabei steht die HWRM-RL in engem Zusammenhang mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), wobei die Betrachtung in Flusseinzugsgebieten erfolgt. Für Sachsen-Anhalt sind dies das Flusseinzugsgebiet der Elbe und Weser. Die Umsetzung der HWRM-RL erfolgt im Rahmen eines Drei-Stufen-Programms, wobei die Aktualisierung und Fortschreibung aller sechs Jahre erfolgt. Stufe 1 - Vorläufige Ermittlung des Hochwasserrisikos Stufe 2 - Hochwassergefahren- und Risikokarten Stufe 3 - Hochwasserrisikomanagementpläne Unter folgenden Links finden Sie weitere Informationen Europäische Kommission Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) Flussgebietsgemeinschaft Elbe Flussgebietsgemeinschaft Weser Bund/ Länder Informationsplattform WasserBLIcK
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 27 |
| Kommune | 2 |
| Land | 90 |
| Weitere | 78 |
| Wissenschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 10 |
| Hochwertiger Datensatz | 9 |
| Text | 73 |
| Umweltprüfung | 5 |
| unbekannt | 88 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 86 |
| Offen | 42 |
| Unbekannt | 58 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 186 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 13 |
| Bild | 17 |
| Datei | 8 |
| Dokument | 84 |
| Keine | 18 |
| Unbekannt | 1 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 121 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 87 |
| Lebewesen und Lebensräume | 171 |
| Luft | 82 |
| Mensch und Umwelt | 186 |
| Wasser | 98 |
| Weitere | 184 |