In einigen Veroeffentlichungen der letzten Jahre wird die Bildung von Ammonium aus Nitrat in Frage gestellt. Wir haben aus je einer Erd- und Talsperrensedimentprobe 60 verschiedene Staemme von nitratammonifizierenden Bakterien erhalten. Von den Bakterien, die unter anaeroben Bedingungen aus Nitrat Ammonium bilden, sind diejenigen zu trennen, die Nitrat unter Bildung von N2 oder N2O denitrifizieren. Verschieden von beiden Prozessen ist die Ammoniumbildung aus organischen, stickstoffhaltigen Verbindungen (Ammonifikation). Nitratammonifizierende Bakterien koennen auch Nitrit und teilweise Hydroxylamin unter anaeroben Bedingungen reduzieren. Sowohl bei der Denitrifikation als auch bei der Nitratammonifikation kann aus organischer Substanz Ammonium gebildet werden.
Es konnte nachgewiesen werden, dass N eutropha kein obligat aerober Ammoniakoxidant ist sondern auch unter anoxischen Bedingungen in der Lage ist, Ammoniak zu Nitrit zu oxidieren. Als oxidierendes Agens wirkt statt des molekularer Sauerstoffs Stickstoffdioxid. N02 und Ammonium wurden in etwa aequimolaren Mengen verbraucht. Als Reaktionsprodukte traten Hydroxylamin und Stickstoffmonoxid auf. Das Hydroxylamin wurde weiter zu Nitrit oxidiert waehrend NO nicht weiter reagierte. Das gebildete Nitrit wurde als Elektronenakzeptor verwendet und zu etwa 50 Prozent zu molekularem Stickstoff reduziert. Die Zellen. waren in der Lage auf der Basis dieser Reaktionen ATP und NADH zu produzieren und zu wachsen. Die Ammoniumumsatzraten waren unter diesen Bedingungen niedriger als in Gegenwart von Sauerstoff. Es gelang auf der Grundlage dieser Ergebnisse erstmals einen Enzymtest fuer das ammoniakoxidierende Enzymsystem von Nitrosomonas zu entwickeln. Unter aeroben Bedingungen konnte kein stoechiometrischer Umsatz von N02 mit Ammoniak nachgewiesen werden. In katalytischen Mengen sorgte N02 jedoch fuer einen Anstieg der spezifischen Ammoniakoxidationsaktivitaet um den Faktor 10. Die maximale Zelldichte konnte um 2 Zehnerpotenzen auf 2 x10 hoch 10 Ammoniakoxidanten x ml hoch minus 1 gesteigert werden. Ausserdem waren die Zellen in der Lage unter vollstaendig aeroben Bedingungen zu denitrifizieren. Bis zu 60 Prozent des Ammoniumstickstoffs konnten in molekularen Stickstoff umgewandelt werden. NO hatte einen aehnlichen Effekt, konnte aber die aerobe Denitrifikation nur kurzzeitig foerdern und wirkte in hoeherer Konzentration toxisch auf die Organismen. Die foerdernde Wirkung von N02 auf das Wachstum, die Nitrifikation und die Denitrifikation von N. eutropha wurde zunaechst in einer Laboranlage genutzt, um Ammoniumstickstoff aus einem hoch mit Ammonium belasteten, synthetischen Abwasser zu entfernen. Dabei wurden Abbauraten von bis zu 3100 mg NH tief 4 hoch Plus tief minus N x 1 hoch minus 1 erreicht. Ueber einen Zeitraum von fast 2 Monaten wurden 90-95 Prozent des Ammoniums abgebaut, wobei durchschnittlich 50 Prozent des gebildeten Nitrits denitritiziert wurde. Auf der Grundlage dieser Laborergebnisse haben Untersuchungen in 2 Pilotanlagen im Bereich der kommunalen Abwasserreinigung und der Aquakultur begonnen. Das Verfahren zur Foerderung von Nitrifikation und Denitrifikation in der Abwasserbehandlung mit N02 oder NO tief x-haltiger Abluft wurde zum Patent angemeldet.
Organische Substanzen im Bereich der ungesaettigten Bodenzone und im Grundwasserleiter gefaehrden und schaedigen das Grundwasser und somit Grundwasservorraete. Von Unfaellen herruehrende oder aus Altlasten stammende organische Stoffe muessen beseitigt werden. Ihr mikrobieller Abbau fuehrt ohne weiteres zu anaeroben Verhaeltnissen im Untergrund, zur Loesung von Eisen und Mangan und zur Bildung von Ammonium und Sulfid. Grosse Mengen organischer Substanz lassen sich jedoch nur mit Hilfe vorhandener aerober Bakterien abbauen, wenn Nitrat in den Aquifer dosiert wird. Hierdurch kommt es ueber den Weg der Denitrifikation wieder zu dem erwuenschten schnellen aeroben Stoffwechsel der Bakterien. Als Zwischenprodukte der Nitratreduktion koennen NO, NO2, N2O, Hydroxylamin (mutagene Substanz) und NH4+ entstehen. Erwuenschtes Zwischenprodukt ist N2.
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung (EG) Nr. 1223/ 2009; kosmetische Mittel" für die chemische Verbindung "Hydroxylamin". Der Name nach Regelwerk ist "Hydroxylamin".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)" für die chemische Verbindung "Hydroxylamin". Der Name nach Regelwerk ist "Hydroxylamin".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)" für die chemische Verbindung "(E)-N-(pentan-2-ylidene)hydroxylamine". Der Name nach Regelwerk ist "(E)-N-(pentan-2-ylidene)hydroxylamine".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website "chemikalieninfo.de" des Umweltbundesamtes zum Regelwerk "MAK-Wert-Liste der DFG" für die chemische Verbindung "Hydroxylamin und seine Salze".
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Hydroxylamin.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Aggregatzustand: fest.<br> Stoffbeschaffenheit: hygroskop. Kristalle oder Flüssigkeit.<br> Farbe: farblos - weiß. Es gelten folgende Umweltgefahren: Verhalten / Gefahr Wasser: Sehr giftig für Wasserorganismen. Zitat: International Chemical Safety Cards (ICSCs) Sonstige Umweltgefahren: Umweltgefährlich Sonstige Umweltgefahren: Umweltgefährlich gemäß EU-Verordnung. Zitat: International Chemical Safety Cards (ICSCs)
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| Bund | 19 |
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| Chemische Verbindung | 4 |
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