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Ressourcen- und Umweltmanagement in der Bundesverwaltung (RUMBA)

RUMBA ist ein Programm zur Einführung eines systematischen Ressourcen- und Umweltmanagements der Bundesverwaltung. RUMBA beruht auf dem Bundesratsbeschluss vom 15. März 1999. Hauptziel von RUMBA ist die kontinuierliche Verminderung der Umweltbelastung, was stets auch den sparsamen und effizienten Energieeinsatz umfasst. Wie Erfahrungen in Industrie, Dienstleistungsunternehmen und Verwaltung zeigen, erfordert dies ein Umweltmanagement, das ins gesamte Management integriert ist. Die Grundschritte von RUMBA orientieren sich deshalb eng an der Norm ISO 14001 und umfassen die folgenden Schritte: 1. Organisation des Umweltmanagements, 2. Analyse der Umweltauswirkungen, 3. Umweltleitbild, 4. Umweltziele und Maßnahmenplan, 5. Implementierung und Durchführung, 6. Kontroll- und Korrekturmaßnahmen. Mit RUMBA will der Bundesrat seinen Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung im Bund nachkommen. Darüber hinaus will er die Vorbildfunktion des Bundes im Umweltbereich wahrnehmen und einen Beitrag zu Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung leisten.

Staatssekretär besucht ICL-IP Bitterfeld GmbH

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Umweltallianz Sachsen-Anhalt fand am 02.12.2024 ein weiterer Besuch bei den Erstmitgliedern des Bündnisses statt. Staatssekretär Thomas Wünsch war gemeinsam mit Vertretern und Partnern der Umweltallianz vor Ort bei der ICL-IP Bitterfeld GmbH in Bitterfeld-Wolfen. ICL Bitterfeld gehört zum Geschäftsbereich der Industrial Products innerhalb der ICL Group. In Bitterfeld werden primär Flammschutzmittel auf Phosphorbasis hergestellt. Diese finden Anwendung in Schäumen sowie Kunststoffen, vor allem in der Bauindustrie (Gebäudeisolierung), im Möbel- und Fahrzeugbau (z. B. für Polster) und der Elektronikindustrie. Die dafür benötigten Zwischenprodukte Phosphortrichlorid und Phosphoroxychlorid werden ebenfalls in Bitterfeld produziert. Diese werden aber auch als Grundstoffe und Zwischenprodukte für die Herstellung von Düngemitteln, Schmierstoffen, Weichmachern für Kunststoffe, Wasserbehandlungsmitteln oder Pflanzenschutzmitteln verkauft. Die ICL-IP Bitterfeld GmbH ist seit 2000 Mitglied der Umweltallianz und hat in diesem Zeitraum viele Umweltschutzleistungen erbracht, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Das Unternehmen betreibt ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem sowie nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. Ab den 1990er Jahren wurden verschlissene und ökologisch bedenkliche Anlagen konsequent geschlossen und durch Anlagen ersetzt, die einen hohen Umweltstandard aufweisen. So wurden seitdem insgesamt ca. 2,8 Mio. Euro in Energie- und Ressourceneinsparprojekte investiert, wodurch eine Reduzierung des Energiebedarfs um ca. 36 GWh bzw. CO 2 -Einsparung von ca. 9.500 t erreicht wurde. Auch der Gesamtwasserverbrauch konnte seit Produktionsbeginn um knapp 40 % gemindert werden - bei Einzelprozessen sogar um bis zu 80 %. Zudem konnte das Unternehmen seit 1999 die anfallenden Abfälle in Bezug auf die Produktionsmenge um ca. 45 % reduzieren. Dieses entspricht beispielweise für das Jahr 2023 einer Abfallmenge von ca. 127 t bei einer Gesamtproduktion von ca. 51.000 t. Die Mitarbeiter der ICL-IP Bitterfeld GmbH engagieren sich zudem im Umweltbereich unter anderem in der Dübener Heide. So wurden Krötenzäune gebaut, Bäumen gepflanzt und Aufräumarbeiten durchgeführt. Mit einer 750 kWh PV-Anlage, die sich derzeit kurz vor der Inbetriebnahme befindet, ist das Unternehmen dann in der Lage, einen Großteil der benötigten elektrischen Energie selbst zu produzieren. Im Anschluss an das Grußwort des Staatssekretärs stellte der Geschäftsführer des Standortes in Bitterfeld-Wolfen Denis Przybylski das Unternehmen sowie bisherige und zukünftige Projekte vor. Nach der Unternehmensvorstellung wurden die modernen Produktionsanlagen des Unternehmens besichtigt.

Staatssekretär besucht MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft Mitteldeutschland mbH

Staatssekretär Dr. Steffen Eichner besuchte am 13.09.2024 die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft Mitteldeutschland mbH in Köthen. In der Umweltallianz Sachsen-Anhalt engagiert sich die MIDEWA bereits seit dem 16. Oktober 2000 mit der Weiterführung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 in ihrem Unternehmen. Die MIDEWA ist ein Infrastrukturdienstleister für Kommunen und Industrie. Das Kerngeschäft besteht in der Trinkwasserversorgung von fast 300 000 Menschen. Mit drei Niederlassungen in den Städten Lutherstadt Eisleben, Köthen (Anhalt) und Merseburg und insgesamt sieben Versorgungsbereichen ist die MIDEWA Wasserversorger für 57 Städte und Gemeinden. Darüber hinaus erbringt das Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Abwasserentsorgung, Öffentliche Beleuchtung, Fernwärme und Bäderbetrieb. Das Wasserwerk Süd in Köthen speist seine Pumpen mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Die 380 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach des Wasserwerks soll im Laufe eines Jahres rund ein Fünftel des Strombedarfs liefern. Insgesamt verfügt die erste Photovoltaik-Anlage der MIDEWA über eine Leistung von 77,4 kWp und spart jährlich ca. 32 Tonnen CO 2 ein. Zudem führt das Unternehmen in Schulen und Kindertagesstätten Bildungsprojekte durch mit dem Ziel, so früh wie möglich für den sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren. Die regionale Verwurzelung der MIDEWA zeigt sich bei den aufgestellten Trinkwasserbrunnen vor Rathäusern, an Spielplätzen oder an Wanderwegen. Das Unternehmen macht sich schon seit langem für mehr Trinkpunkte stark. Gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Eichner besichtigten Dr. Sandra Hagel (Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz), Toni Wasserzier (Geschäftsführer der Veolia Klärschlammverwertung Deutschland) sowie weitere Vertreter der Umweltallianz das Unternehmen. Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführer Uwe Störzner und Julien Malandain stellte sich die MIDEWA vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Unternehmen aus.

Siebtes Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit in Hettstedt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises Nachhaltigkeit trafen sich am 23. September 2025 zum siebten Mal. Die Stadtwerke Hettstedt GmbH richteten das Treffen im Mansfeld-Museum des Humboldt-Schlosses in Hettstedt aus. Nach der Begrüßung und der Vorstellung der Stadtwerke Hettstedt durch den Geschäftsführer Mario Arnold stellte der Technische Leiter Heiko Ryll die aktuellen Herausforderungen der Energiewende sowie deren Umsetzung im Unternehmen vor. Dr. Boris Seidel (EVH GmbH) referierte über GIS-gestützte Methoden bei der CSRD-Datenerhebung mit Fokus auf der Bewertung von Klimarisiken und zeigte die Umsetzung im Unternehmen auf. Danach tauschten sich die Teilnehmenden über den aktuellen Umsetzungsstand ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung aus und diskutierten über die Verknüpfungsmöglichkeiten von Umweltmanagementsystemen (EMAS, ISO 14001) mit der Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie. Neben den Fachthemen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zur Vernetzung in lockerer Atmosphäre – etwa während der gemeinsamen Mittagspause. Zudem hatten die Gäste die Möglichkeit, die historische Dampfmaschine des Museums zu besichtigen und in Aktion zu erleben. Mit einer abschließenden Diskussion endete die Veranstaltung, die zeigte, wie wichtig der offene Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen ist. Das nächste Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit findet am 3. Dezember 2025 statt. Es geht in das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt.

Staatssekretär besucht Salutas Pharma GmbH

Der fünfte Unternehmensbesuch führte Staatssekretär Thomas Wünsch am 05.09.2024 zur Salutas Pharma GmbH in Barleben. Das Unternehmen ist seit 18.04.2000 Mitglied der Umweltallianz. Die Salutas Pharma GmbH ist ein Unternehmen der Sandoz-Gruppe und stellt hochwertige Pharmazeutika her. An den Standorten Barleben und Osterweddingen fertigt, lagert und versendet Salutas eine breite Palette von Arzneimitteln, darunter Tabletten, Kapseln, Salben, Cremes und viele weitere Arnzeimittel. Das Unternehmen legt viel Wert auf Nachhaltigkeit. So konnte seit 2016 der Energieverbrauch durch die Identifizierung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen und neuen Fertigungstechnologien um 22 % reduziert werden. Diese Maßnahmen kombiniert mit Investitionen in grüne Eigenstromerzeugung (Photovoltaik) haben die Treibhausgasemission des Standortes in den letzten 5 Jahren um 26 % reduziert. Auch der Wasserverbrauch wurde deutlich verringert. Grundlage des gesamten umweltschutztechnischen Handelns bildet das nach DIN EN ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsystem des Unternehmens. Gemeinsam mit  Staatssekretär Wünsch besichtigten Dr. Franziska Kersten (Mitglied des deutschen Bundestages), Dr. Sandra Hagel (Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz), Juliane Wolf (Geschäftsführerin Industrie und Infrastruktur IHK Magdeburg), der Bürgermeister der Stadt Barleben, Frank Nase, sowie weitere Vertreter der Umweltallianz das Werk. Nach einer Begrüßung durch Geschäftsführerin Grit Müller stellte sich die Salutas Pharma GmbH vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Unternehmen aus. Staatssekretär Wünsch betonte dabei: „Die pharmazeutische Industrie ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Unternehmen wie die Salutas Pharma GmbH tragen nicht nur zur Innovationskraft und zum Wohlstand unseres Landes bei, sondern zeigen auch, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln Hand in Hand gehen können.“ Abschließend besichtigten die Gäste die Verpackung am Standort in Barleben.

Staatssekretär Wünsch besucht Kläranlage in Schönebeck

Auf Einladung der Veolia Wasser Deutschland GmbH trafen sich am 25. September 2025 Staatssekretär Thomas Wünsch, Vertreterinnen und Vertreter der Umweltallianz sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Hochschule Anhalt auf dem Gelände der Kläranlage in Schönebeck (Elbe). Der Veolia-Niederlassungsleiter und Geschäftsführer der Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH Sebastian Lösch stellte den Betrieb vor und führte die Gäste über das Gelände. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und Chancen in der Abwasserbehandlung und der Fachkräftegewinnung. Veolia ist bundesweit mit rund 12.500 Beschäftigten an etwa 250 Standorten aktiv und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Entsorgung und Energie an. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für Kommunen, Unternehmen und Bürger – von Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung bis hin zu Energieversorgung, Entsorgung und Recycling von Abfällen. In Schönebeck (Elbe) ist Veolia über die 100-prozentige Tochtergesellschaft Veolia Wasser Deutschland GmbH an der Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH beteiligt. Ein wichtiges Ziel von Veolia ist eine energieautarke und klimafreundliche Abwasserbehandlung. Aus Klärschlamm wird vor Ort Biogas erzeugt, das in Strom und Wärme umgewandelt wird. Durch die Co-Vergärung biogener Abfälle – beispielsweise Fetten aus der Gastronomie – steigert Veolia die Energieausbeute zusätzlich. Die Kläranlage kann dadurch nicht nur stromautark betrieben werden, sondern erzeugt mit rund 1,5 Gigawattstunden pro Jahr sogar einen Stromüberschuss von etwa 280 Megawattstunden jährlich. Diese Menge entspricht dem Strombedarf von rund 110 Einfamilienhäusern und wird ins öffentliche Netz eingespeist. Darüber hinaus arbeitet Veolia kontinuierlich an weiteren Verbesserungen. Derzeit wird untersucht, wie die Lachgas-Emissionen bei der Abwasserbehandlung reduziert werden können, um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2004 Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt und nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

Staatssekretär besucht Allianzmitglied KME Mansfeld GmbH

Staatssekretär Thomas Wünsch vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-​​Anhalt (MWU) hat am 17.04.2024 gemeinsam mit Vertretern und Partnern der Umweltallianz die KME Mansfeld GmbH besucht. Nach einem Gespräch mit dem Werkleiter des Standortes in Hettstedt, Thorsten Wolff, sowie weiteren Unternehmensvertretern folgte eine Betriebsbesichtigung, in deren Rahmen sich die Vertreter der Umweltallianz und der Landesbehörden einen Eindruck von der Produktion verschafften. Außerdem übereichte der Staatssekretär dem Werkleiter die Urkunde für die Allianzteilnahme. Mit ihren Produktionsstätten in Europa ist die KME SE einer der größten Hersteller von Erzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen für innovative und intelligente Produktlösungen. Das Kerngeschäft der Betriebsstätte in Mansfeld sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Primärprodukten und Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen, die an zahlreiche Kunden in über 65 Ländern geliefert werden. Als Ausgangsmaterialien werden hauptsächlich Kupferkathoden, Kupferschrotte sowie andere Legierungsmetalle eingesetzt. Die KME Mansfeld GmbH kann dabei auf eine langjährige Erfahrung in der Kupferverarbeitung zurückgreifen. Die KME Mansfeld GmbH ist seit 2023 Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Als Grundlage für eine nachhaltige Betriebsführung arbeitet das Unternehmen mit einem nach DIN EN ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystem. Durch zahlreiche Optimierungsmaßnahmen konnte die Energieeffizienz des Standortes Hettstedt deutlich verbessert werden. So ist beispielsweise die eigens entwickelte Conti-M ® -Anlage zur Herstellung von Vor- und Walzband einmalig und existiert in dieser Form bei keinem anderen Produzenten. In der Kupferindustrie stellt diese Technologie, deren Herzstück eine Twin-Belt-Gießmaschine bildet, ein einzigartiges Produktionsverfahren dar. Durch die Kombination von Schmelzen, Gießen, Homogenisieren, Warmwalzen und Flächenfräsen in einer Produktionslinie werden zusätzliche Abkühlungs- und Wiedererwärmungsphasen vermieden. Dies führt zu einem hocheffizienten Prozess in Bezug auf Energieverbrauch, Ertrag und Durchsatz. Bei der KME Mansfeld GmbH werden auf diese Weise sämtliche Bandprodukte hergestellt. Die KME Mansfeld GmbH hat sich ambitionierte Ziele für die Zukunft gesetzt – so will das Unternehmen seine CO 2 -Emissionen bis zum Jahr 2030 halbieren und bis 2050 soll die Produktion vollständig CO 2 -neutral werden.

Minister Willingmann besucht Quarder-MWG GmbH

Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann besuchte gemeinsam mit Vertretern und Partnern der Umweltallianz Sachsen-Anhalt am 07.03.2025 das neue Allianzmitglied Quarder-MWG GmbH in Wernigerode und übergab die Teilnahmeurkunde persönlich an die beiden Geschäftsführer Falko Saalfeld und Klaus Bönning. Quarder-MWG wurde im Januar 2025 in die Umweltallianz aufgenommen und folgt damit den weiteren Unternehmen der MWG-Gruppe, die bereits Mitglieder im Bündnis sind. Das Unternehmen betreibt u. a. ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Im Rahmen des Unternehmensbesuchs stellten die Geschäftsführer zunächst den Unternehmensverbund sowie bisherige und zukünftige Projekte vor. Danach wurden aktuelle Themen besprochen und der Standort in Wernigerode besichtigt. Die Quarder-MWG GmbH wurde im November 2021 als Joint Venture zwischen der MWG-Gruppe und der Erwin-Quarder-Gruppe mit dem Ziel gegründet, die hochwertige, selektive Beschichtung von Spezialteilen für Elektrofahrzeuge durch eine vollautomatisierte Galvanikanlage zu ermöglichen. Diese liefert seit Mai 2023 erstmalig Hochstromkontakte in Deutschland, die nicht im Tauchverfahren behandelt, sondern mit einem sogenannten Selektivverfahren beschichtet werden. Die gestanzten Hochstrom-Kupferkontakte werden mit Nickel, Silber und Zinn beschichtet. Die Besonderheit der Anlage ist die selektive Beschichtung der Kontaktenden, die zur Stromübertragung im Fahrzeug dienen. Durch die selektive Beschichtung können erhebliche Einsparungen an Ressourcen, wie Energie, Prozesschemie und den abgeschiedenen Metallen erreicht werden. Die MWG-Gruppe ist eine eigentümergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe, die sich seit fast 100 Jahren auf die hochwertige Veredlung metallischer Oberflächen spezialisiert hat. An den vier Standorten in Deutschland, zwei davon in Wernigerode, arbeiten über 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angefangen von der Designphase über die Musterfertigung bis zur kompletten Systemlösung ist die MWG-Gruppe ein Partner für die Bearbeitung eines breiten Teilespektrums. Neben dem Schwerpunkt Eloxieren umfasst das Portfolio der MWG-Gruppe auch Galvanisieren, Pulverbeschichten und mechanische Oberflächenbearbeitung metallischer Bauteile. Die Erwin-Quarder-Gruppe ist ein mittelständischer Familienbetrieb, der großen Unternehmen der wichtigsten Automobilmärkte innovative Lösungen bietet. Gegründet wurde das Unternehmen 1971 von Erwin Quarder, um Stanz- und Kunststoffspritzgießwerkzeuge herzustellen. Die Gruppe mit 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern agiert global an fünf Standorten in Deutschland, Tschechien, den USA, Mexiko und China als Entwicklungspartner und Lieferant für namhafte Fahrzeughersteller. Mit der Quarder-MWG GmbH wurde eine Symbiose zwischen den beiden Unternehmensgruppen geschaffen.

Staatssekretär besucht Solvay GmbH

Am 20.11.2024 fand anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Umweltallianz Sachsen-Anhalt ein weiterer Besuch bei den Erstmitgliedern des Bündnisses statt. Gemeinsam mit Staatssekretär Thomas Wünsch haben Vertreter und Partner der Umweltallianz die Solvay GmbH am Standort in Bernburg besucht. Die Haupttätigkeiten des Unternehmens in Bernburg liegen in der Produktion von Soda (Natriumcarbonat), Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Wasserstoffperoxid (inklusive hochreinem Wasserstoffperoxid in Electronic Grade Qualität für die Halbleiterindustrie). Nach einem Grußwort des Staatssekretärs stellten der Werkleiter Hugo Walravens und die Betriebsleiter der einzelnen Bereiche zunächst das Unternehmen, die Projekte der letzten 25 Jahre am Standort Bernburg sowie aktuelle und vorgesehene Unternehmungen vor. Die Solvay GmbH ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Umweltallianz und hat in diesem Zeitraum eine Vielzahl freiwilliger Umweltschutzleistungen erbracht, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Das Unternehmen betreibt ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Im Laufe der Jahre hat Solvay zahlreiche freiwillige Umweltinitiativen ergriffen und dabei bedeutende Fortschritte bei der Ressourceneinsparung und -effizienz erzielt: Reduzierung des Prozesswasserverbrauchs um 20 % in den letzten zwei Jahrzehnten. Senkung des Kühlwasserverbrauchs um fast 40 %. Verbesserung der Betriebsabläufe zur Verringerung des Materialverbrauchs und Verbesserung der Nachhaltigkeit. Neben einer Vielzahl weiterer umgesetzter Projekte und Optimierungen sind zukünftig unter anderem ein Elektrolyseur (30 MW) für die Wasserstoffperoxid-Produktion und eine PV-Anlage (70 MW peak) geplant. Als weltweit agierendes Unternehmen hat sich die Solvay GmbH zudem dazu verpflichtet, bis 2050 CO 2 -neutral zu werden. Nach der Unternehmensvorstellung wurden die Wasserstoffperoxid- und die Electronic- Grade-Anlage besichtigt.

Minister Willingmann besucht Novelis

Novelis ist der weltweit größte Recycler von Aluminium und führender Anbieter flachgewalzter, kohlenstoffarmer Aluminiumprodukte. Seit 2011 investierte das Unternehmen umfangreich in die Recyclingkapazitäten und -fähigkeiten. Ein entscheidender Schritt war der Bau des Aluminium-Recyclingwerks in Nachterstedt, das jährlich bis zu 400.000 Tonnen Aluminiumschrotte recyceln kann. Von Nachterstedt aus wird Aluminium mit hohem Recyclinganteil an Walzwerke von Novelis in ganz Europa geliefert. Diese verarbeiten es weiter zu innovativen, kohlenstoffarmen Aluminiumlösungen für Produzenten der Automobil- und Verpackungsindustrie sowie Industrien für Spezialprodukte. So wird in Nachterstedt beispielsweise Aluminium für Fahrzeugkarosserien mit einem Recyclinganteil von 86 % gegossen und es werden Aluminiumbleche für Getränkedosenkörper mit fast 100 % Recyclinganteil hergestellt. Das Recycling von Aluminium senkt den Energieverbrauch im Vergleich zur Produktion von Primäraluminium um etwa 95 % und reduziert die Kohlenstoffintensität um ein vergleichbares Niveau. So trägt das Werk in Nachterstedt zu einer jährlichen Einsparung von Kohlenstoffemissionen von rund 3,7 Millionen Tonnen bei. Dies reduziert nicht nur den CO 2 e-Fußabdruck des Werkes in Nachterstedt, sondern senkt auch in bedeutendem Umfang die Emissionen in der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Umweltallianz Sachsen-Anhalt und hat in diesem Zeitraum eine Vielzahl an Umweltschutzleistungen erbracht, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Das Unternehmen betreibt ein nach DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Seit 2011 hat das Unternehmen den durchschnittlichen Recyclinganteil in seiner globalen Produktpalette von 33 % auf 63 % gesteigert und strebt an, diesen bis Ende 2030 auf einen Anteil von 75 % auszubauen. Novelis will langfristig eine vollständige Kreislauffähigkeit in der Aluminiumproduktion verwirklichen. Das Unternehmen hat sich darüber hinaus ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesteckt: Bis 2030 möchte Novelis der Anbieter von flachgewalzten Aluminiumlösungen mit den niedrigsten Kohlenstoffemissionen – weniger als 3 Tonnen CO 2 e-Emissionen pro Tonne geliefertem Aluminium – und bis 2050 oder früher kohlenstoffneutral sein. Die moderne Sortiertechnologie, die im Jahr 2024 in der Recyclinganlage Nachterstedt eingeführt wurde, soll die Verwertung von Post-Consumer-Aluminiumschrotten für hochwertige Aluminiumprodukte weiter optimieren. Dadurch können jährlich rund 8.500 Tonnen Primäraluminium eingespart und über 80.000 Tonnen CO 2 e-Emissionen vermieden werden. Die Implementierung dieser hochmodernen Sortiertechnologie in Nachterstedt soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Am 06.12.2024 besuchte Minister Prof. Dr. Armin Willingmann gemeinsam mit Dr. Sandra Hagel, Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz, sowie Vertretern und Partnern der Umweltallianz das langjährige Allianzmitglied Novelis in Nachterstedt. Nach Begrüßung durch den Werksleiter Christian Grossmann wurde das Recyclingwerk besichtigt. Im Anschluss daran folgte ein gemeinsamer Austausch zu energiepolitischen und weiteren aktuellen Themen.

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