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Ressourcen- und Umweltmanagement in der Bundesverwaltung (RUMBA)

RUMBA ist ein Programm zur Einführung eines systematischen Ressourcen- und Umweltmanagements der Bundesverwaltung. RUMBA beruht auf dem Bundesratsbeschluss vom 15. März 1999. Hauptziel von RUMBA ist die kontinuierliche Verminderung der Umweltbelastung, was stets auch den sparsamen und effizienten Energieeinsatz umfasst. Wie Erfahrungen in Industrie, Dienstleistungsunternehmen und Verwaltung zeigen, erfordert dies ein Umweltmanagement, das ins gesamte Management integriert ist. Die Grundschritte von RUMBA orientieren sich deshalb eng an der Norm ISO 14001 und umfassen die folgenden Schritte: 1. Organisation des Umweltmanagements, 2. Analyse der Umweltauswirkungen, 3. Umweltleitbild, 4. Umweltziele und Maßnahmenplan, 5. Implementierung und Durchführung, 6. Kontroll- und Korrekturmaßnahmen. Mit RUMBA will der Bundesrat seinen Verpflichtungen zur nachhaltigen Entwicklung im Bund nachkommen. Darüber hinaus will er die Vorbildfunktion des Bundes im Umweltbereich wahrnehmen und einen Beitrag zu Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung leisten.

Luftqualitätsmanagement und Umweltmanagement in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen

Zielsetzung: LUMUMBA zielt darauf ab, praktische Lösungen bereitzustellen, die Gebäudebetreibern und -planern dabei helfen, ein zufriedenstellendes Niveau der Raumluftqualität bei gleichzeitiger Optimierung der hierzu erforderlichen Energiebedarfe sicherzustellen. Hierbei verfolgt LUMUMBA den Ansatz eines Reallabors. Wissenschaftliche Methoden des standardisierten Innenraumluftqualitätsmanagements (nach ISO 16000-40) sowie des standardisierten Umweltmanagements (nach ISO 14001) werden partizipativ mit Lernenden in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen angewendet, um energieeffiziente Konzepte zu entwickeln, die der Bereitstellung einer hohen Raumluftqualität dienen. Zu diesen Konzepten zählen z. B. der unterstützende Einsatz von Luftreinigungsapparaten, die bedarfsangepasste smarte Fensterlüftung, die Erhöhung des Umluftanteils bei raumlufttechnischen Anlagen in Kombination mit Luftreinigungsapparaten und / oder der Einsatz dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärmetauschern. Zu den umweltrelevanten Zielen von LUMUMBA zählen (i) der Schutz der menschlichen Gesundheit durch bedarfsangepasste Lüftung in einer Umgebung, für die in Bezug auf luftgetragene Schadstoffe keine weitreichenden und verbindlichen immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen gelten, (ii) die Ressourcenschonung durch Reduktion von lüftungsbedingten Heizenergieverlusten und damit verbundener Reduktion des Verbrauchs von vorwiegend fossilen Energieträgern, (iii) die Minderung von CO2-Emissionen durch reduzierten Verbrauch an fossilen Energieträgern zur Gebäudebeheizung, (iv) die Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins und -handelns der Lernenden in teilnehmenden Einrichtungen durch den zugrundeliegenden partizipativen Reallabor-Ansatz sowie (v) die nachhaltige Sicherung der gewonnenen Erkenntnisse durch Verankerung im Sinne betrieblicher Managementsysteme zur kontinuierlichen Verbesserung von Innenraumluftqualität und Umweltleistung der teilnehmenden Einrichtungen. Die notwendigen Schritte umfassen die Identifikation und messtechnische Charakterisierung geeigneter Räumlichkeiten in den teilnehmenden Einrichtungen, die numerische Simulation von Luftqualität und lüftungsbedingten Energieverbräuchen der Räumlichkeiten, die Planung, Umsetzung und Validierung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Gesamtevaluation und Verstetigung der Ergebnisse.

Umwelt- und Energiemanagementsysteme

<p>Unternehmen und andere Organisationen leisten mit dem Betrieb von Umwelt- und Energiemanagementsystemen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. EMAS hat sich als wirksamstes Instrument des Umweltmanagements bewährt. Es ergänzt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 um mehr Transparenz und Rechtssicherheit und hat Schnittstellen zum Energiemanagement sowie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.</p><p>Umwelt- und Energiemanagement in Deutschland – eine positive Bilanz</p><p>Organisationen in Deutschland stehen Umwelt- und Energiemanagementsystemen aufgeschlossen gegenüber. Die Zahl der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠-registrierten Standorte sowie der nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifizierten Organisationen ist in den letzten Jahren gestiegen. Anfang Juni 2025 waren in Deutschland rund 1,3 Millionen Personen in EMAS-registrierten Organisationen beschäftigt.</p><p>EMAS - „Eco-Management and Audit Scheme“– Entwicklungen seit 2005</p><p>Nach einer wechselhaften Entwicklung zwischen 2005 und 2020 stieg die Zahl der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠-Registrierungen im Trend an. Ende 2024 waren 1.122 Organisationen und 4.533 Standorte in Deutschland EMAS registriert. (siehe Abb. „Anzahl EMAS-registrierter Organisationen, Standorte und Beschäftigte“). Darunter befinden sich 15 deutsche Standorte von EMAS-Organisationen, die im europäischen Ausland registriert sind. Das deutsche EMAS-Register führt zusätzlich 63 Standorte deutscher Organisationen im Ausland, die in der Abbildung nicht berücksichtigt sind.</p><p>Der Sprung von 2023 auf 2024 ist durch die Registrierung von knapp 2.000 Standorten eines großen deutschen Lebensmitteleinzelhändlers zu erklären. Bis 2030 sollen 5.000 Standorte nach EMAS validiert sein. Dies ist das Ziel der Bundesregierung in der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/die-deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-318846">Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie</a>. Im Juni 2025 wurde ein neuer Höchststand von 4.620 Standorten erreicht.</p><p>Betrachtet man die Verteilung nach Bundesländern, so zeigt sich: EMAS ist in Deutschland zahlenmäßig am weitesten in Baden-Württemberg (27 % der EMAS-Organisationen), Bayern (25 %) und Nordrhein-Westfalen (12 %) verbreitet (siehe Tab. „EMAS-registrierte Unternehmen und Organisationen in Deutschland – Aufschlüsselung nach Bundesländern“). Der Großteil der EMAS-Organisationen sind Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes.</p><p>Im April 2025 erfüllten EU-weit 4.114 Organisationen an 15.815 Standorten die EMAS-Anforderungen.</p><p>Rechtsgrundlagen zu EMAS</p><p>⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠ ist die englische Kurzbezeichnung für ein Umweltmanagement- und Auditsystem nach der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umwelt-energiemanagement/emas-umweltmanagement-guetesiegel-der-europaeischen">europäischen EMAS-Verordnung</a>, die 1995 eingeführt wurde. Es zielt auf Unternehmen und seit dem Jahr 2001 auch auf Behörden sowie sonstige Organisationen, die ihre Umweltleistung systematisch und transparent verbessern wollen. Die aktuelle Rechtsgrundlage ist die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex%3A32009R1221">Verordnung (EG) Nr. 1221/2009</a>, die durch die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32017R1505">Verordnung (EU) Nr. 2017/1505</a> (Anhänge I bis III) und <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1551437374936&amp;uri=CELEX:32018R2026">Verordnung (EU) Nr. 2018/2026</a> (Anhang IV) geändert wurde. EMAS-Organisationen erfüllen gleichzeitig alle Anforderungen der Umweltmanagementnorm ISO 14001, gehen aber in wesentlichen Punkten darüber hinaus. EMAS umfasst auch die Energienutzung als bedeutenden Umweltaspekt. Daher sind für EMAS-Anwender nur wenige inhaltliche Anpassungen und Konkretisierungen erforderlich, um die Anwendung der 2011 veröffentlichten und 2018 novellierten internationalen Energiemanagementsystemnorm ISO 50001 zu vollziehen. Umgekehrt kann ein Energiemanagementsystem auch als Einstieg zu einem alle Umweltaspekte umfassenden Umweltmanagementsystem nach EMAS sein. Ein Umweltmanagementsystem nach EMAS ist auch eine gute Grundlage für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts, und zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement.</p><p>ISO 14001</p><p>Weltweit gibt es nach einer Umfrage der ISO rund 300.000 gültige Zertifikate nach der Umweltmanagementsystem-Norm ISO 14001 (siehe Abb. „Weltweite Anzahl an ISO 14001-Zertifikaten“, Stand 2023). Zum Vergleich: Für die internationale Norm zum Qualitätsmanagement – ISO 9001 – bestehen rund 840.000 Zertifikate (Stand 2023). Der Großteil der ISO 14001-Zertifikate wird in China ausgestellt, gefolgt von Italien, Japan, Südkorea und Großbritannien.</p><p>Die Daten basieren auf einer <a href="https://www.iso.org/the-iso-survey.html">freiwilligen Umfrage der ISO</a> bei den nationalen Akkreditierungs- und Zertifizierungsstellen. Die Angaben können je nach Beteiligung dieser Stellen schwanken und erfassen nicht alle ausgestellten Zertifikate. Im Jahr 2018 wurde eine methodische Berichtigung in der ISO-Umfrage durchgeführt, die den Sprung in den Zertifizierungszahlen erklärt. Auch die Anzahl der gültigen Zertifikate im Jahr 2023 ist nur bedingt aussagekräftig, da sich die chinesische Akkreditierungsstelle nicht an der ISO-Umfrage beteiligte. In China waren in der Vergangenheit die meisten gültigen ISO 14001-Zertifikate zu verzeichnen. Für das Jahr 2022 wurden allein aus China rund 300.000 Zertifikate gemeldet. Gemäß der ISO-Umfrage bestanden in Deutschland im Jahr 2023 mindestens 9.073 gültige Zertifikate.</p><p>Die europäische ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠-Verordnung enthält die Inhalte der ISO 14001 an zentraler Stelle. Aus diesem Grund ist ein Großteil der EMAS-Organisationen auch nach ISO 14001 zertifiziert – ohne Mehraufwand. Im Gegenzug besitzen Organisationen mit einem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eine gute Ausgangsbasis, um an EMAS teilzunehmen.</p><p>ISO 50001</p><p>Für die internationale Energiemanagementsystem-Norm ISO 50001 erfasst die ISO-Umfrage im Jahr 2023 weltweit rund 25.000 gültige Zertifikate. Mehr als 40 % davon, rund 10.362 Zertifikate, bestehen in Deutschland. In Deutschland war ein signifikanter Anstieg der Zertifizierungen nach der ISO 50001 vom Jahr 2022 auf das Jahr 2023 zu beobachten. Eine Reihe von ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠-Organisationen hat auch ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt.</p><p>Weitere Informationen zu Umwelt- und Energiemanagementsystemen finden Sie auf unseren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umwelt-energiemanagement">Themenseiten</a>.</p>

Systematischer Klimaschutz in Unternehmen

<p>Angesichts der fortschreitenden Klimakrise wollen viele Unternehmen in absehbarer Zeit klimaneutral wirtschaften. Damit Maßnahmen und Initiativen einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten und glaubwürdig sind, ist ein systematisches Klimamanagement von zentraler Bedeutung. Ein aktueller UBA-Bericht macht hierfür konkrete Vorschläge.</p><p>Ansätze zum unternehmerischen Klimamanagement haben sich in den letzten Jahren sehr dynamisch weiterentwickelt. In der Praxis gibt es eine Vielzahl an Herangehensweisen, aber auch deutliche Qualitätsunterschiede. Manche Organisationen bilanzieren beispielsweise lediglich ihre standortbezogenen Treibhausgasemissionen und kompensieren diese anschließend durch preisgünstige Emissionszertifikate. Andere Organisationen beziehen konsequent auch ihre vor- und nachgelagerten Emissionsquellen ein, setzen sich wissenschaftsbasierte Klimaziele, unterlegen diese mit Maßnahmenprogrammen und berichten öffentlich über die Fortschritte.</p><p>Deshalb ist es sinnvoll, einen einheitlichen Anforderungsrahmen zu etablieren, der die Vergleichbarkeit, Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit des Klimamanagements verbessert. Der aktuelle <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimamanagement-in-unternehmen">Bericht „Klimamanagement in Unternehmen – Entwicklung eines Bausteins auf Grundlage des Umweltmanagementsystems EMAS“ </a>unterbreitet dafür einen konkreten Vorschlag. Aufbauend auf einer Analyse einschlägiger Referenzdokumente, Leitfäden und Literatur identifizieren die Autorinnen und der Autor sieben wesentliche Elemente für ein wirksames und glaubwürdiges Klimamanagement:</p><p>Damit die Umsetzung dieser Elemente in der Praxis erfolgt und nachprüfbar ist, schlagen die Autorinnen und der Autor vor, sie als Baustein in das Europäische Umweltmanagementsystem ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠ (engl. Eco-Management and Audit Scheme) einzubetten. Auf diese Weise ist es möglich, die externe Prüfung durch staatlich zugelassene und fachkundige Umweltgutachterinnen und -gutachter, die Erfassung in einem öffentlichen Register sowie die bestehenden Aufsichts- und Verwaltungsstrukturen von EMAS auch für das Klimamanagement zu nutzen. Unternehmen, die bereits ein Umweltmanagementsystem nach EMAS betreiben, können damit ihre bestehenden Aktivitäten zum Klimaschutz und zum Umgang mit Klimarisiken weiter vertiefen. Für Unternehmen, die noch kein umfassendes Umweltmanagementsystem eingeführt haben, ist der Baustein auch eigenständig anwendbar und prüffähig.</p><p>Der im Bericht entwickelte Vorschlag unterstützt die Unternehmen bei der Einführung eines glaubwürdigen und effektiven Klimaengagements. Unternehmen erhalten im Bericht einen Überblick über das Thema und praktische Hilfestellungen, um die ersten Schritte beim Klimamanagement zu gehen.</p><p>Zugleich kann der im Bericht entwickelte Vorschlag als Diskussionsgrundlage für die ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klima#alphabar">Klima</a>⁠- und Umweltpolitik und Wirtschaftsakteure dienen, um einen einheitlichen Anforderungsrahmen für das Klimamanagement festzulegen. Dies würde einen wichtigen Beitrag leisten, die Klimaschutzpotenziale in der Wirtschaft systematisch zu heben.</p>

Weiterentwicklung der EG-EMAS-Verordnung und deren nationaler Umsetzung

Ausgelöst durch die im September 2015 erschienene Überarbeitung der Umweltmanagementsystemnorm ISO 14001 wird die EMAS-Verordnung derzeit novelliert. Zunächst werden die Anhänge der Verordnung und das EMAS-Nutzerhandbuch angepasst. In den kommenden Jahres wird sich voraussichtlich ein neues Zeitfenster für eine umfassendere Revision des Verordnungstextes eröffnen. Mit dem Projekte sollen die Umsetzung der aktuellen Änderungen von EMAS in Deutschland befördert, neu eingeführte Verfahren in der Praxis getestet und Vorschläge für die Weiterentwicklung von EMAS erarbeitet werden. Hierzu ist das Projekt in drei Teilen untergliedert. In Teil 1 werden die mit der aktuellen EMAS-Novelle einhergehenden Neuerungen mit Hinblick auf EMAS-Organisationen und weitere interessierte Kreise analysiert, bewertet und zielgruppengerecht aufbereitet. In Teil 2 sollen Pilotprojekte für das geplante 'EMAS Multisite-Verfahren' konzipiert, begleitet und ausgewertet werden. Ziel ist, die sich aus dem Multisite-Ansatz ergebenden Erleichterungen und Chancen für die Akzeptanz von EMAS, aber auch die damit verbundenen Risiken und Umsetzungsschwierigkeiten zu untersuchen. In einem dritten Teil sollen die fachlichen Grundlagen für die Fortentwicklung der EMAS-Verordnung erarbeitet und der deutschen Umweltpolitik konkrete Vorschläge zu unterbreitet für eine künftige Novelle unterbreitet werden.

Integrierte Strategien zur Verbreitung nachhaltigen Wirtschaftens in Unternehmen

Um nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen zu stärken, nutzen die Umwelt- und Wirtschaftspolitik bereits eine Vielzahl von Instrumenten und Maßnahmen. Diese reichen über Regulierung, Setzung ökonomischer Anreize und Planung bis zur Informationsbereitstellung. Innerhalb dieses Instrumentariums stellen Umwelt- und Energiemanagementsysteme wie EMAS, ISO 14001 und ISO 50001 etablierte Werkzeuge dar, mit denen Effizienzpotenziale in Unternehmen gehoben, Umweltauswirkungen reduziert und ein Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden können. Umweltmanagementsysteme und insbesondere EMAS können andere Instrumente zur Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftens in Unternehmen flankieren und Synergien schaffen. Damit sie ihre Synergiefunktionen jedoch voll entfalten können, müssen sie flächendeckend umgesetzt werden. Eine Möglichkeit die Durchdringungsrate zu erhöhen, ist die konsequente Verknüpfung mit dem übrigen umwelt- und wirtschaftspolitischen Instrumentarium. Ziel des Vorhabens ist es daher, das nachhaltige Wirtschaften in Unternehmen zu fördern, indem das Umweltmanagement stärker mit dem übrigen umwelt- und wirtschaftspolitischen Instrumentarium verzahnt wird. Hierzu soll ein umfassendes Konzept erarbeitet werden, das Möglichkeiten für neue Verknüpfungen des Umweltmanagements mit anderen Instrumenten und Maßnahmen darlegt, Potentiale zur Ausweitung oder Weiterentwicklung bereits bestehender Verknüpfungen aufzeigt und, basierend auf einer integrierten Betrachtung, Handlungsempfehlungen ableitet. Darüber hinaus soll das Vorhaben für ausgewählte Verknüpfungsmöglichkeiten den Umsetzungsprozess anstoßen und den Dialog mit relevanten Akteuren aus Politik und Unternehmenspraxis eröffnen.

Entwicklung eines systematischen Verfahrens zum stufenweisen Einstieg von KMU in ein Energiemanagementsystem am Beispiel ausgewählter Branchen

Durch die Einführung von Energiemanagementsystemen (EMS) werden in Unternehmen Energieeinsparpotenziale erschlossen und Treibhausgasemissionen reduziert. Die Anwendung von Normen kann diese Potenziale besonders effektiv und systematisch erschließen helfen. BMUB ist in den entsprechenden DIN-EN-ISO Gremien engagiert. Allerdings ist gerade für KMU der Zugang zu EMS nach dem freiwilligen DIN EN ISO 50001 Standard durch hohe Anforderungen an die Zertifizierung erschwert. KMU benötigen dazu Hilfestellungen. Deshalb entwickelt BMUB derzeit einen stufenweisen Ansatz zur Einführung eines EMS nach ISO 50001. Dabei stellt die erste Stufe eine sogenannte Checkliste dar, bei der mit vorhandenen Betriebszahlen sowie verfügbaren Kennzahlen eine erste Einschätzung zu möglichen Minderungspotenzialen gegeben werden kann. Die 2. Stufe, die sogenannte Basisstufe, soll eine erste systematische Erfassung und Bewertung des Energieverbrauchs/CO2-Minderung sowie Entscheidungshilfen für der Unternehmensführung zu vorgeschlagenen Maßnahmen mit einem günstigen Kosten/Nutzenverhältnis enthalten. In der 3. Stufe wird ein EMS nach ISO 50001 vollständig eingeführt. Es besteht ein großer Bedarf, Bausteine und Daten aus der betrieblichen Praxis zu identifizieren, die als Grundlage für die Entwicklung eines systematischen und stufenweisen Verfahrens dienen können. Entsprechende Erkenntnisse - auch branchenübergreifend - liegen bisher allgemein auf Umweltaspekte bezogen für ein Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ISO 14001 vor, nicht aber speziell für EMS. Bestehende Instrumente wie das alternative System nach SpaEfV, Energieaudits und Stufenansätze aus dem Umweltmanagement sollen in das Vorhaben einbezogen werden. Im Ergebnis soll ein konsistentes System entwickelt werden, welches an ISO 50001, EMAS und ISO 14001 anschluss- und integrationsfähig ist. Am Beispiel einiger ausgewählter Branchen sollen dann modellhaft Verfahren für die Basisstufe in der Praxis erprobt werden.

EMAS-Umweltmanagement: Gut für Betriebe, Behörden und die Umwelt

<p>Als Unternehmen die Umwelt schützen, Betriebskosten senken und sicher sein, alle geltenden Umweltvorschriften zu erfüllen – all das geht mit dem freiwilligen europäischen Umweltmanagement- und Auditsystem EMAS. Wie das funktioniert und wie davon auch die Umweltverwaltung profitieren kann, zeigt ein neuer Kurzfilm anhand von zwei Betrieben.</p><p>Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die geltenden Umweltvorschriften sicher einzuhalten. Beteiligen sie sich an ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=EMAS#alphabar">EMAS</a>⁠, hilft dabei ein externer Gutachter. Im Rahmen von EMAS ermitteln Unternehmen systematisch die für sie geltenden Umweltvorschriften und bewerten regelmäßig deren Einhaltung. Neben internen Prüfungen bestätigen unabhängige und staatlich zugelassene Umweltgutachterinnen und -gutachter die Rechtskonformität. Bevor ein Unternehmen im öffentlichen EMAS-Register eingetragen werden kann, müssen die zuständigen Umweltbehörden bestätigen, dass keine Rechtsverstöße bekannt sind.</p><p>Von der höheren Rechtssicherheit profitieren nicht nur die Unternehmen. Auch für die Umweltverwaltung erleichtert es die Umsetzung von Umweltvorschriften und reduziert Rechtsverstöße. Dadurch können die Umweltbehörden ihre Überwachung auf Unternehmen mit höherem Umweltrisikopotenzial konzentrieren und ihre Ressourcen effizienter einsetzen.</p><p>EMAS ist die englische Kurzbezeichnung für ein Umweltmanagement- und Auditsystem nach der europäischen EMAS-Verordnung (EG) Nr. 1221/2009. Es zielt auf Unternehmen aber auch auf Behörden und sonstige Organisationen, die ihre Umweltleistung systematisch und transparent verbessern wollen.</p><p>Das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ setzt sich dafür ein, EMAS in Wirtschaft und Verwaltung stärker zu verbreiten. Es fordert stärkere Anreize zur Einführung und langfristigen Durchführung von EMAS. Insbesondere sollten staatliche Vergünstigungen und Verwaltungserleichterungen konsequent an die Umsetzung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS geknüpft werden. Seit dem Jahr 2001 betreibt das UBA selbst ein Umweltmanagementsystem nach EMAS.</p>

EMAS III, CSR und Umweltkennzahlen - Chancen für Unternehmen und Weiterentwicklung von Praxishilfen

A) Ausgangslage: Im Herbst 2009 wird die Novelle der EMAS-Verordnung in Kraft treten. EMAS-Teilnehmer müssen sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Unter anderem werden Umweltkernindikatoren/Kennzahlen im Rahmen des Umweltmanagementsystems eine größere Rolle spielen. Auf internationaler Normungsebene wird in 2010 die ISO 26000 (Social Responsibility) veröffentlicht und eine neue Herausforderung für Unternehmen darstellen. Die ISO 14031 (Umweltkennzahlen) wird derzeit überarbeitet und auf nationale Anwendungsbeispiele zurückgreifen, die mit diesem Projekt erarbeitet werden sollen. A) Handlungsbedarf :Unternehmen und interessierte Kreisen müssen Handlungsanleitungen zur Verfügung gestellt werden, die sie in der Anwendung der novellierten EMAS-Verordnung, aber auch in dem Entscheidungsprozess zur erstmaligen Einführung eines Umwelt- und CSR-Managements unterstützen.Aktuelle Praxishilfen für EMAS III, CSR und Umweltkennzahlengestaltung liegen derzeit nicht vor. C) Ziel des Vorhabens ist u.a. eine Erhöhung der EMAS-Teilnahmezahlen in Deutschland durch eine umfassende Information über die Novelle und die Bereitstellung von Leitfäden. Vorhandene Leitfäden sollen evaluiert werden, um neue Leitfäden - auch für bislang nicht abgedeckte Felder bzw. Branchen - zu erarbeiten. Der BMU/UBA-Leitfaden zu betrieblichen Umweltkennzahlen (1997) soll u.a. als Grundlage zur Erarbeitung einer neuen Handlungsanleitung zur Nutzung neuer Kerndikatorenanforderungen (EMAS III, ISO 14031 und ISO 26000) herangezogen werden. Weiterhin sollen Synergieeffekte zwischen EMAS und anderen Managementsystemen (z.B. Arbeitssicherheit, Brandschutz, Energie- und Gebäudemanagement) identifiziert werden, um den Stellenwert von EMAS im Gesamtmanagement von Unternehmen zu verdeutlichen und das Thema CSR und Nachhaltigkeitsmanagement zu fördern. Darlegung der Chancen für Unternehmen durch die Umsetzung der o.g Themen hinsichtlich eines verbesserten Umweltmanagements sollen aufgezeigt und der EU-Kommission usw.

Digitale Steuerungsinstrumente für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement

Der rasant voranschreitende digitale Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft wird auch die Umweltauswirkungen von Unternehmen grundlegend beeinflussen. Die Digitalisierung kann zu einem Brandbeschleuniger der aktuellen Umweltprobleme werden, aber auch ein "Enabler" für nachhaltiges Wirtschaften sein. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen die mit dem Einsatz dieser Technologien einhergehenden Umweltauswirkungen im Blick behalten und die Chancen für den betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz konsequent nutzen. Die vorliegende Broschüre zeigt schlaglichtartig, wie aktuelle Digitalisierungstrends von Blockchain und künstlicher Intelligenz, Big Data und Cloud Computing bis hin zum Internet der Dinge in zentralen Themenbereichen des Umweltmanagements eingesetzt werden können. Die Broschüre soll nicht nur den rund 10.000 Organisationen in Deutschland Hilfestellung bieten, die bereits ein Umweltmanagementsystem wie die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 oder das europäische "Eco Management and Audit Scheme" (EMAS) umsetzen, sondern richtet sich auch an Unternehmen, die sich erstmals mit dem Thema befassen. Neben konkreten Anwendungsfällen enthält die Broschüre auch Praxisbeispiele und Umsetzungstipps. Quelle: www.umweltbundesamt.de

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