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Flächenneuinanspruchnahme baulich geprägter SuV im Fünfjahresmittel

Kategorie: Nachhaltigkeit Kurzbeschreibung: Absolute tägliche Flächenneuinanspruchnahme durch baulich geprägte Siedlungsfläche (Wohnbau, Mischnutzung, Industrie/Gewerbe, besondere funktionale Prägung) und Verkehrsfläche (Straße, Schiene, Flug zuzüglich Verkehrsbegleitfläche) abzüglich Wasserfläche im Fünfjahresmittel Bedeutung und Interpretation: Der Indikator beschreibt die absolute tägliche Flächenneuinanspruchnahme durch baulich geprägte Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Gebietseinheit. Die Werte sind in Hektar pro Tag angegeben und beziehen sich aufgrund des ATKIS-Aktualisierungszyklus auf eine 5-Jahres-Zeitspanne. Achtung: Die Werte beziehen sich nur auf eine Teilgebietsfläche! Dieser Indikator ist geeignet, um die SuV-Änderungen in Relation zu anderen Kenngrößen zu betrachten. Für den Vergleich unterschiedlich großer Gebietseinheiten ist der Indikator 'Relative fünfjährige Flächenneuinanspruchnahme baulich geprägter SuV' eher geeignet, da dieser nur die prozentuale Entwicklung der SuV selbst abbildet und dementsprechend unterschiedlich große Gebietsanteile die Aussage nicht mehr verzerren. Ist zudem ein Bevölkerungsbezug von Interesse, wird der Indikator 'Verlust von Freiraumfläche pro Einwohner' empfohlen, da dort der SuV-Verlust in Relation zu Einwohnern gesetzt wird. Datengrundlagen: Bemerkungen: Baulich geprägte Flächen können sich sowohl innerhalb als auch außerhalb von Ortslagen befinden. Die auf Grundlage des ATKIS Basis-DLMs berechnete Siedlungs- und Verkehrsfläche ist nicht identisch mit der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) der amtlichen Statistik. Die ATKIS-Metadaten enthalten Unschärfen durch unterschiedliche Vergabe der Grundaktualitäten. Es können regional differenzierte Migrationseffekte der ATKIS-Daten beim Übergang ins AAA-Modell (Version 6.0) auftreten. Negative Werte sind eher auf Migrationseffekte zurückzuführen als auf reale SuV-Rückbauten. Die Berechnungsmethodik (Herausrechnung von Geometrieanpassungen und migrationsbedingter Einflüsse) wurde nochmals weiterentwickelt. Damit haben sich seit Anfang 2020 wenige Indikatorwerte rückwirkend geringfügig verändert.

Belastung von Seevoegeln, Seesaeugern und Landsaeugern mit Umweltgiften (Pestizide und Schwermetalle)

Die Belastung verschiedener Arten von Seevoegeln und Seesaeugern mit Umweltgiften zu ermitteln. Dabei wird Wert gelegt auf Reihenuntersuchungen, die einen Artenvergleich und eine Festlegung der individuellen Variationsbreite moeglich machen. Den Indikatorwert einiger Arten festzulegen. Die Zusammenhaenge zwischen der Biologie (z.B. Nahrungsoekologie) und der Belastung verschiedener Arten zu klaeren.

Untersuchungen ueber die Zusammenhaenge zwischen Bodentypen und Pflanzengesellschaften

Pflanzengesellschaften und deren Untereinheiten sind, wie schon lange bekannt ist, hervorragende Zeiger fuer die jeweils vorhandenen Standortverhaeltnisse. Im Zusammenhang mit bodenkundlichen Untersuchungen werden laufend pflanzensoziologische Aufnahmen durchgefuehrt, mit dem Ziel, die Vegetationseinheiten staendig feiner auf ihren Indikatorwert fuer die Standortverhaeltnisse zu eichen. Hierdurch koennen unter Umstaenden aufwendige andere oekologische Untersuchungen vereinfacht werden.

Urban-industrielle Oekosysteme

Untersuchung der verschiedenen physischen Bestandteile staedtischer Oekosysteme unter Beruecksichtigung der Raumstruktur: Klima, Boden, Wasserhaushalt in ihrer Beziehung zur Stadtstruktur sowie spontane und subspontane Vegetation in ihrer raeumlichen Differenzierung und ihrem Indikatorwert. Eine besondere Aufgabe besteht in der Erforschung der oekologischen Ausgleichswirkung von Freiflaechen bei einer gegebenen Belastungssituation in der Staedte- und Industrieregion des Ruhrgebietes, Raum Gelsenkirchen/Herten (Ausgleichsfunktion fuer Klima, Wasserhaushalt sowie Biotopfunktion). Weiterhin wird versucht, die gewonnenen Erkenntnisse und Daten in das bestehende Planungsinstrumentarium einzubringen (etwa ueber UVP) und so Grundlagen fuer eine oekologisch orientierte Planung zu schaffen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Erfassung und Bewertung der Boeden im urban-industriellen Oekosystem (Castrop-Rauxel, Bochum).

REACH Baseline Study: improvement of the satistical coverage of the Risk and Quality indicator system

Artenreiche Flur Gross Kreutz

Das havellaendische Obstanbaugebiet ist durch gravierende Eingriffe in das oekologische Gefuege gekennzeichnet. Die seit 1990 eingetretenen Veraenderungen waren Anlass, Untersuchungen zur Wiederherstellung einer artenreichen Flora und Fauna einzuleiten. Seit 1992 werden in der Gemarkung ein Beispiel fuer aktive Landschaftspflege und -gestaltung sowie ein Lehr- und Versuchsgebiet fuer Niederwild- und Naturschutzaufgaben geschaffen. Im Rahmen aktiver Biotopgestaltung und nach einem Landschaftsplan-Entwurf wurden umfangreiche Feldgehoelze angelegt (standorttypische Gehoelzarten) und Stillegungsflaechen mit Graeser/ Kraeutermischungen bestellt. Es erfolgten die Renaturierung eines Feuchtgebietes, die Erhaltung und Umgestaltung von Obstanlagen/Streuobstwiesen, die Anlage von Lesesteinhaufen und Benjeshecken, die Aufzucht und Wiedereinbuergerung der Rebhuehner. Als Weiser fuer die Wirksamkeit der Massnahmen dienen die Ergebnisse von Zaehlungen spezieller Niederwildarten mit Indikatorwert.

Indikator: Artenvielfalt und Landschaftsqualität

<p>Die wichtigsten Fakten</p><p><ul><li>Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ liegt 2023 bei 80 Prozent und in der Nähe des Zielbereichs.</li><li>Die Werte der Teilindikatoren Agrarland sowie Küsten und Meere liegen noch weit vom Zielbereich entfernt.</li><li>Ziel der Bundesregierung ist es, dass der Indikator bis 2030 auf 100 Prozent steigen soll. Dies ist nur mit erheblichen zusätzlichen Anstrengungen zu erreichen.</li></ul></p><p>Welche Bedeutung hat der Indikator?</p><p>Eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten ist eine wesentliche Voraussetzung für einen leistungsfähigen Naturhaushalt und bildet eine wichtige Lebensgrundlage des Menschen. Die Artenvielfalt ist dabei eng verbunden mit der Vielfalt an Lebensräumen und Landschaften. Zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sind nachhaltige Formen der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/l?tag=Landnutzung#alphabar">Landnutzung</a>⁠ in der gesamten Landschaft und ein schonender Umgang mit der Natur erforderlich.</p><p>Um den Zustand von Natur und Landschaft in Deutschland zu bewerten, wurde der hier vorgestellte ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ entwickelt. Er zeigt die Veränderungen der Bestände ausgewählter Vogelarten, welche die wichtigsten Landschafts- und Nutzungstypen in Deutschland repräsentieren. Reichhaltig gegliederte Landschaften mit intakten, nachhaltig genutzten Lebensräumen bieten nicht nur Vögeln einen Lebensraum. Indirekt bildet der Indikator daher auch die Entwicklung zahlreicher weiterer Arten in der Landschaft und die ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Nachhaltigkeit#alphabar">Nachhaltigkeit</a>⁠ der Landnutzung ab.</p><p>Wie ist die Entwicklung zu bewerten?</p><p>Der Indikatorwert für den Gesamtindikator liegt im Jahr 2023 bei 80 Prozent und damit in der Nähe des Zielbereichs. Über die letzten zehn Berichtsjahre (2013 bis 2023) ist kein statistisch signifikanter Trend feststellbar. Eine Zielerreichung bis zum Jahr 2030 ist für den Gesamtindikator nur mit erheblichen Anstrengungen möglich. Der Gesamtindikator zeigte zuletzt einen Trend weg vom Ziel. Die Gründe für die Änderung bezüglich der Trendrichtung müssen genauer untersucht werden. In Betracht kommen dabei sowohl Änderungen hinsichtlich der Nutzungspraktiken als auch Faktoren wie die Wirkung des Klimawandels.</p><p>Laut Fachstudien sind die wichtigsten Ursachen für die bestehende Belastung der Artenvielfalt und Landschaftsqualität in der Fläche die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft, die Bodenversiegelung sowie großräumige Stoffeinträge (zum Beispiel Säurebildner oder Nährstoffe).</p><p>Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ wurde 2004 als Schlüsselindikator in die <a href="https://www.bfn.de/die-nationale-strategie-2007">Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt</a> übernommen. Wichtige Maßnahmen zur Erreichung eines positiven Trends sind in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 und der Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland festgelegt. Bis zum Jahr 2030 soll ein Zielwert von 100 Prozent erreicht werden.</p><p>Wie wird der Indikator berechnet?</p><p>Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ gibt die Entwicklung der Bestände ausgewählter Vogelarten für die wichtigsten Landschafts- und Nutzungstypen Deutschlands wieder. Der im Jahr 2004 entwickelte Indikator wurde in einem Forschungsvorhaben in den Jahren 2019 - 2022 überprüft und angepasst. Für jede Vogelart legte ein Expertengremium einen Bestands-Zielwert für das Jahr 2030 fest, der erreicht werden kann, wenn Naturschutz-Regelungen und Leitlinien der nachhaltigen Entwicklung zügig umgesetzt werden. Die artspezifischen Zielwerte wurden so normiert, dass sich für das Jahr 2030 ein Zielwert von 100 Prozent ergibt. Eine ausführliche Beschreibung der Methode findet sich in <a href="https://www.researchgate.net/publication/262825264_Nachhaltigkeitsindikator_fur_die_Artenvielfalt_-_ein_Indikator_fur_den_Zustand_von_Natur_und_Landschaft_in_Deutschland">Achtziger et al. 2004</a>. Die Überarbeitung des Indikators wird in <a href="https://doi.org/10.19217/skr737">Dröschmeister et al. 2025</a> dargestellt.</p><p>Der Indikator wird jährlich aktualisiert.</p>

Indikator: Landschaftszerschneidung

<p>Die wichtigsten Fakten</p><p><ul><li>Mit den unzerschnittenen verkehrsarmen Räumen (UZVR) wird die Zerschneidung der Landesfläche durch Verkehrsachsen beschrieben.</li><li>Im Jahr 2015 machten unzerschnittene, verkehrsarme Räume 23,5 % der Landfläche Deutschlands aus.</li><li>Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil bei 25,4 % zu halten.</li></ul></p><p>Welche Bedeutung hat der Indikator?</p><p>Verkehr führt zu Zerschneidungen von Lebensräumen, zu Einträgen von Luftschadstoffen und Lärm. All dies beeinträchtigt die ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Biologische_Vielfalt#alphabar">Biologische Vielfalt</a>⁠. Für Menschen gehen Erholungsräume verloren. Die dem ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ zugrunde gelegte Grenze von 100 Quadratkilometern (km²) stammt ursprünglich aus der sogenannten Erholungsvorsorge: Die Grenze wurde gewählt, weil innerhalb dieser Fläche akustisch und visuell weitgehend ungestörte Tageswanderungen unternommen werden können. Verkehrsarme Bereiche sind nicht automatisch naturnah. So machen verkehrsarme Bereiche in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mehr als 50 % der Landesfläche aus. Die Gründe hierfür sind vor allem die dünne Besiedelung dieser Bundesländer, weniger enge Verkehrsnetze und eine geringere Verkehrsbelastung besonders auf den Landes- und Kreisstraßen. Zudem sind diese Regionen vor allem durch Landschaften mit intensiver großräumiger Landwirtschaft geprägt.</p><p>Wie ist die Entwicklung zu bewerten?</p><p>Im Jahr 2015 machten unzerschnittene, verkehrsarme Räume mit der Mindestgröße von 100 km² 23,5 % der deutschen Landfläche aus. Bei der vorhergehenden Ergebung 2010 waren es 23,2 %. 2015 ist somit eine geringfügige Erhöhung der Fläche der UZVR zu verzeichnen. Die ermittelten Ergebnisse zeigen jedoch eine gewisse räumliche Dynamik innerhalb der einzelnen Bundesländer. Die Bundesregierung hat sich in der <a href="https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/biologische-vielfalt-erhalten-1948168">Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt</a> das Ziel gesetzt, die Landschaftszerschneidung zumindest konstant zu halten. Als Zielwert wurde der Zerschneidungsgrad des Jahres 2005 gewählt (25,4 %). Für das Jahr 2000 wurde noch ein Anteil von 26,5 % ermittelt. Allerdings waren die Berechnungsgrundlagen (gezählte Verkehrsstärken) für die Jahre 2000 und 2005 lückenhaft. Daher wurden die Verkehrsbelastungen des gesamten Straßennetzes ab dem Jahr 2010 mit Hilfe von Modellen ermittelt. Damit scheint eine bessere Vergleichbarkeit der UZVR von 2010 und 2015 gegeben. Eine nähere Analyse zeigt, dass der Indikatorwert wesentlich von der Verkehrsbelastung im nachgeordneten Straßennetz beeinflusst wird, das heißt von Belastungen abseits der Hauptverkehrsachsen. Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ unterliegt somit gewissen Schwankungen, die von den gewählten Berechnungsmethoden abhängen. Dies muss bei der Bewertung der Zielerreichung berücksichtigt werden.</p><p>Wie wird der Indikator berechnet?</p><p>Für den ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ wird der Anteil der Flächen, die nicht von größeren Verkehrsachsen zerschnitten sind, an der Gesamtfläche Deutschlands berechnet. Als zerschneidende Verkehrsachsen werden Straßen (Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) ab einer Verkehrsstärke von 1.000 Fahrzeugen pro Tag, mindestens zweigleisige oder eingleisige elektrifizierte Bahnstrecken sowie Kanäle mit dem Status einer Bundeswasserstraße gewertet. Diese Flächen können mit Hilfe von Geoinformationssystemen bestimmt werden. Um die Verkehrsstärke der Straßen vollständig zu bestimmen, sind Modellierungen und Zählungen (als Kalibrierungsgrund-lage für die Modellierung) notwendig. Die Modellierungsmethoden sind für das Jahr 2010 bei Bosch &amp; Partner et al. 2013 und für das Jahr 2015 bei SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH 2018 beschrieben.</p><p>Die für den Sommer 2020 geplanten Zählungen konnten wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Seit Frühjahr 2021 werden nun die zugrunde liegenden Verkehrsmengenzählungen nachgeholt; danach folgen weitere Modellierungen und Berechnungsschritte. Eine Aktualisierung wird voraussichtlich erst 2026 vorliegen.</p><p><em>Literaturhinweis:</em></p><p><em>Bosch &amp; Partner et al. 2013: Bosch &amp; Partner GmbH; Universität Kassel; TCI Röhling. Ökologische Risikoeinschätzung auf Bundesebene (Endbericht zum F+E-Vorhaben 3510 82 3100 im Auftrag des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BfN#alphabar">BfN</a>⁠; unveröffentlicht, kann beim BfN angefordert werden)</em></p><p><em>SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH 2018: Erstellung eines bundesweiten Straßennetzes mit modelltechnisch ermittelten Verkehrsbelastungen unter Verwendung der Straßenverkehrszählungen (SVZ) 2015 als Kalibrierungsgrundlage. – Gutachten im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), 2018, 29 S.</em></p>

Indikator: Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5)

<p>Die wichtigsten Fakten</p><p><ul><li>Die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PM25#alphabar">PM2,5</a>⁠) in Deutschland war 2023 deutlich geringer als 2010.</li><li>2023 lag die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung bei 7,3 µg/m³ im Jahresdurchschnitt. Das ist eine ca. 54&nbsp;% geringere Belastung als noch im Jahr 2010.</li><li>Der Rückgang der Belastung ist auf rückläufige Emissionen bei stationären Quellen (z.B. Kraftwerken, Abfallverbrennungsanlagen, beim Hausbrand und Industrieanlagen) sowie auf Maßnahmen im Verkehrsbereich zurückzuführen.</li></ul></p><p>Welche Bedeutung hat der Indikator?</p><p>Für die Bewertung von Gesundheitsrisiken durch Feinstaub ist es notwendig, die Belastung (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Exposition#alphabar">Exposition</a>⁠) der Bevölkerung mit Feinstaub in Deutschland zu erfassen und diese im Hinblick auf potentielle gesundheitliche Folgen zu bewerten. Der vorliegende ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ ist ein Maß für die durchschnittliche jährliche Feinstaubbelastung der Gesamtbevölkerung in Deutschland (angegeben in µg/m³). Er bezieht sich auf Feinstaubpartikel in der Außenluft mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 µm (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PM25#alphabar">PM2,5</a>⁠). Durch die kontinuierliche Erfassung des Indikators lassen sich zeitliche Trends für die durchschnittliche Feinstaubbelastung der Bevölkerung in Deutschland ableiten.</p><p>Wie ist die Entwicklung zu bewerten?</p><p>Über den betrachteten Zeitraum hinweg ist zu erkennen, dass die Feinstaubbelastung der Bevölkerung in Deutschland tendenziell abgenommen hat: 2010 betrug der Indikatorwert 15,9 µg/m³; 2023 hingegen lag der Wert bei 7,3 µg/m³. Dies entspricht einer Reduktion um ca. 54&nbsp;%.</p><p>Der sich abzeichnende Rückgang der Belastung durch ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PM25#alphabar">PM2,5</a>⁠ ist überwiegend auf die Minderungsmaßnahmen bei Emissionen aus stationären Quellen (z.B. Kraftwerken, Abfallverbrennungsanlagen, Haushalten / Kleinverbrauchern und diversen Industrieprozessen) sowie auf Maßnahmen im Verkehrsbereich zurückzuführen (nähere Informationen zu den Beiträgen einzelner Quellen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/emission-von-feinstaub-der-partikelgroesse-pm25#emissionsentwicklung">hier</a>). Ein weiterer Rückgang der Belastung bis 2030 ist durch die Emissionsreduktionsverpflichtungen der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32016L2284">NEC-Richtlinie</a> zu erwarten. Bei Umsetzung der Maßnahmen aus den nationalen Luftreinhalteprogrammen (in <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/regelungen-strategien/nationales-luftreinhalteprogramm#die-emissionshochstmengen-der-alten-nec-richtlinie">Deutschland</a> u. a. der „Kohleausstieg“, die Verringerung der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft und die Verkehrswende (E-Mobilität)) können die Emissionen von Feinstaub und seinen Vorläufergasen bis 2030 weiter reduziert werden.</p><p>Ferner hat die variable ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=Witterung#alphabar">Witterung</a>⁠ direkten Einfluss auf die Feinstaubkonzentrationen. Dies kann in einzelnen Jahren zu einer Senkung oder einem Anstieg der Feinstaubbelastung führen und somit zeitgleiche Veränderungen bei den Emissionen überlagern (nähere Informationen hierzu finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/2025_uba_hgp_luftqualitaet_2024_dt.pdf">hier</a>).</p><p>Wie wird der Indikator berechnet?</p><p>Für den ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ werden Modelldaten des chemischen Transportmodells REM-CALGRID mit ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PM25#alphabar">PM2,5</a>⁠-Messdaten der Immissionsmessnetze der Bundesländer und des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ kombiniert und auf die gesamte Fläche Deutschlands übertragen. Dies erfolgt in einer räumlichen Auflösung von 2 x 2 km². Die PM2,5-Daten werden anschließend mit Informationen zur räumlichen Verteilung der Bevölkerungsdichte kombiniert. Für die Berechnung des Indikators werden danach die Feinstaubkonzentrationen je Gitterzelle mit der jeweiligen Anzahl der zugeordneten Bevölkerung multipliziert, insgesamt aufsummiert und im Anschluss durch die Summe der Gesamtbevölkerung Deutschlands geteilt.</p><p>Für die Berechnung des Indikators werden nur die Messstationen im ländlichen und städtischen Hintergrund berücksichtigt. Messstationen, die einem direkten Feinstaubausstoß z.B. aus dem Verkehr ausgesetzt sind, fließen in die Berechnung hingegen nicht ein. Daher könnte der Indikator die Belastungssituation in Deutschland tendenziell leicht unterschätzen. Der methodische Ansatz ist im Fachartikel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/4031/publikationen/artikel_5_dnk.pdf">Kienzler et al. 2024</a> näher beschrieben.</p><p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-feinstaub">Bedeutung der Feinstaubbelastung für die Gesundheit</a>“.</strong></p>

Gesamtkraftverkehrsnetzdichte in Gebietsfläche

Kategorie: Verkehr Kurzbeschreibung: Gesamtlänge des Verkehrsnetzes für den Kraftverkehr (klassifizierte und nicht klassifizierte Straßen sowie Hauptwirtschaftswege) pro Gebietsfläche Bedeutung und Interpretation: Der Indikator beschreibt die Gesamtlänge des Verkehrsnetzes für den Kraftverkehr (klassifizierte und nicht klassifizierten Straßen sowie Hauptwirtschaftswege) pro Gebietsfläche. Hohe Indikatorwerte treten v. a. in größeren Städten, dicht besiedelten und über das Straßennetz gut erschlossenen Regionen auf. Datengrundlagen: Bemerkungen: Die maximal möglichen Indikatorwerte hängen in starkem Maße von der gewählten Rastergröße bzw. der Größe der Gebietseinheit ab.

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