In der modernen Industriegesellschaft umgeben uns Chemikalien in allen Bereichen des täglichen Lebens. Mehr als 100.000 Chemikalien werden weltweit vermarktet , die wiederum in einer unübersehbaren Zahl von Produkten und Erzeugnissen verarbeitet werden. Ziel der Chemikaliensicherheit ist der Schutz des Menschen und der Umwelt vor schädlichen Einwirkungen durch Chemikalien. Der Begriff bezeichnet die nationalen und internationalen Bemühungen, durch Regelungen (Gesetze, Verordnungen, Übereinkommen etc.) dieses Ziel zu erreichen. Detaillierte Fachkenntnisse über die einzelnen chemischen Stoffe, deren Wirkungsweisen und Gefahren bilden die Basis für eine effektive Gesetzgebung und wirksame Kontrollen. > Webseite des MWU Die oberste Chemikaliensicherheits- und Fachaufsichtsbehörde für den Vollzug des Chemikalien-, Wasch- und Reinigungsmittelrechts mit Ausnahme des Arbeitsschutzes ist in Sachsen-Anhalt das MWU. Das Ministerium initiiert und begleitet Rechtssetzungsverfahren und übt die Fachaufsicht über die Behörden in seinem Geschäftsbereich aus. Das MWU ist unmittelbar zuständig für die Überwachung der Guten Laborpraxis. > Webseite des LVwA Das Landesverwaltungsamt ist in Sachsen-Anhalt die obere Chemikaliensicherheitsbehörde. Dem LVwA obliegt der Vollzug des Chemikaliengesetzes und des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes, der daraufhin erlassenen Rechtsverordnungen sowie der unmittelbar geltenden Rechtsakte der EG und EU bei den Herstellern, Importeuren sowie im Groß- und Fachhandel. Das LVwA übt die Fachaufsicht über die Landkreise und kreisfreien Städte aus. > Webseite der kreisfreien Städte und Landkreise ( Landesportal ) Den Landkreisen und kreisfreien Städten als unteren Chemikaliensicherheitsbehörden obliegt die Überwachung und der Vollzug von chemikalienrechtlichen Regelungen, insbesondere die Marktüberwachung im Bereich des Einzelhandels und Verbrauchers. > Webseite des LAU Das LAU als Fachbehörde des MWU wertet bedarfsbezogen das aktuelle Fachwissen aus, ist verantwortlich für konzeptionelle Arbeiten wie die Erstellung von Handbüchern, Leitfäden oder die zentrale Bereitstellung von Stoffdaten als Teil des Umweltinformationssystems. Weiterhin wurde im LAU eine Auskunftsstelle als regionaler Anlaufpunkt für Unternehmen und Behörden eingerichtet. Die Auskünfte dienen der Fachinformation und sind unabhängig vom Vollzug. Eine Rechtsverbindlichkeit besteht nicht. Die Auskunftsstelle berät und gibt fachliche Unterstützung insbesondere bei der Anwendung des CLP-Systems zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, Ermittlung von Stoffinformationen, bei der Anwendung der Übergangs- und neuen Vorschriften der Biozidverordnung und des Chemikaliengesetzes, bei der Anwendung der REACH-Verordnung und den zugehörigen fachlichen Leitfäden. Eine Kontaktmöglichkeit bietet die nachfolgend, dafür eingerichtete Mailadresse: reach(at)lau.mwu.sachsen-anhalt.de Bei überregionalen bzw. allgemein interessierenden Fragestellungen kann ein Austausch mit dem REACH-CLP-Biozid Helpdesk der nationalen Auskunftsstelle (BAuA) erfolgen. Aktualisierungsdatum 11.02.2025 Nutzungsbedingungen externer Webseiten - ECHA - EUR-Lex - BAuA - Bundesumweltministerium
Rückblick auf 50 Jahre Umweltschutz mit einem Jubiläumsfest für Bürgerinnen und Bürger am 15. Juni 2024 in Dessau-Roßlau Ein Blick zurück und ein Ausblick in die Zukunft: 75 Jahre Grundgesetz, 35 Jahre Mauerfall und 50 Jahre Umweltbundesamt (UBA). Seit seiner Gründung am 22. Juli 1974 hat das UBA maßgeblich zum Schutz der Umwelt beigetragen. Die Luft ist sauberer geworden, die Trinkwasserqualität hat sich deutlich verbessert und ebenso die Gesundheit der Menschen insgesamt. Am 15. Juni 2024 feiert das UBA sein 50-jähriges Jubiläum am Hauptsitz in Dessau-Roßlau. Für eine gesunde Umwelt – heute und morgen, lädt das UBA alle interessierten Bürger*innen zu einem bunten Fest ein. Das Jubiläumsfest am 15. Juni 2024 bietet ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein: über 50 unterschiedliche Disziplinen der UBA -Fachleute informieren über aktuelle Schwerpunkte wie Klimaschutz und Klimaanpassung, bieten unterschiedlichste Programmpunkte und Mitmach-Aktionen für Kinder und Erwachsene. Mehr als zehn Vereine aus der Region stellen ihre Arbeit in und für Dessau vor. Besucher*innen können mit einem Fahrradstromgenerator selbst Strom für Seifenblasen, Licht und Musik erzeugen oder mit einer Blattsammlung auf genetische Spurensuche gehen. Neben Führungen durch den im vergangenen Jahr eröffneten, klimaneutralen UBA-Erweiterungsbau und das Lärmlabor gibt es ein musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm. Außerdem können beschädigte Textilien unter Anleitung per Hand und mit der Nähmaschine vor Ort repariert werden. Das BUNDjugendProjekt „We Care & Repair“ ermöglicht die Reparatur mitgebrachter Kleidungsstücke. Ein Höhepunkt des Festes ist die Anwesenheit der Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die gemeinsam mit UBA-Präsident Dirk Messner und UBA-Vizepräsidentin Lilian Busse sowie Oberbürgermeister der Stadt Dessau Robert Reck, das Jubiläumsfest offiziell eröffnen. Ein spannendes Interview direkt im Anschluss der Eröffnung mit Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Steffi Lemke, Dirk Messner, Lilian Busse sowie Robert Reck wird Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. UBA-Präsident Dirk Messner betont: „Das Jubiläumsfest ist eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam auf die vergangenen 50 Jahre zurückzublicken und einen Ausblick in die Zukunft zu geben, unsere Arbeit vorzustellen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu feiern. Wir wollen an diesem Tag allen Interessierten zeigen, wie wir gemeinsam die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen können. Es geht nicht mehr nur darum, mit Grenzwerten oder Verboten bestimmter Stoffe das eine oder andere Umweltproblem in den Griff zu bekommen. Jetzt geht es um einen kompletten Umbau der Gesellschaft und der Wirtschaft hin zu Klimaneutralität, in der Industrie, in der Landwirtschaft, im Verkehr, bei Gebäuden, in Städten.“ Das Jubiläumsfest findet am 15. Juni 2024 von 10:00 bis 17:00 Uhr in und auf dem Gelände des UBA in Dessau-Roßlau statt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Die Hilti GmbH Industriegesellschaft für Befestigungstechnik hat einen Antrag auf die Erteilung der wasserrechtlichen beschränkten Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser zur thermischen Nutzung aus den Brunnen 2 und 3 (ehemalige Trinkwasserbrunnen des Marktes Kaufering) auf den Grundstücken Fl.-Nrn. 1931 und 1932 der Gemarkung und Marktgemeinde Kaufering und Wiedereinleitung des thermisch veränderten Wassers in den Lech bei Fluss-Km 79,8 Grundstück Fl.-Nr. 1627/25 gestellt.
Die vollständige Dekarbonisierung der deutschen Industrie ist eine Mammutaufgabe, die grundlegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und nur unter Einbindung aller Stakeholder erfolgreich werden kann. Das Projekt "DekarbInd" hat in verschiedenen Workshops mit diesen Stakeholdern gemeinsam Lösungen erarbeitet. Teilbericht 2: Die Stahlindustrie ist für ca. 20 % der industriellen Emissionen und damit für etwa 5 % der gesamten deutschen Emissionen verantwortlich. Im Rahmen des Teilprojekts wurden Eckpunkte für eine Roadmap zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie herausgearbeitet. Stakeholder wie Stahlhersteller, Anlagenbauer, Banken, NGOs und Wissenschaft wurden auf partizipative Weise einbezogen. Zentrale Aspekte sind die Umstellung auf Direktreduktion mit grünem Wasserstoff, die Erhöhung des Schrotteinsatzes und die Dekarbonisierung der Elektrostahlproduktion. Veröffentlicht in Climate Change | 06/2024.
Die vollständige Dekarbonisierung der deutschen Industrie ist eine Mammutaufgabe, die grundlegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und nur unter Einbindung aller Stakeholder erfolgreich werden kann. Das Projekt "DekarbInd" hat in verschiedenen Workshops mit diesen Stakeholdern gemeinsam Lösungen erarbeitet. Teilbericht 3: Als Ergebnis dieses Teilvorhabens liegen Eckpunkte einer Gesamt-Roadmap für die Dekarbonisierung der deutschen Zement- und Betonindustrie vor, die alle technologischen Hebel und Treiber, Hemmnisse und Handlungsfelder im Überblick darstellen. Ergänzt werden diese durch drei Detail-Roadmaps für die vertieft betrachteten Teilbereiche „Thermische Energie“, „Neue Zemente und Betonbautechniken“ sowie „Carbon-Capture and Usage/Storage (CCUS)“. Veröffentlicht in Climate Change | 07/2024.
Die vollständige Dekarbonisierung der deutschen Industrie ist eine Mammutaufgabe, die grundlegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und nur unter Einbindung aller Stakeholder erfolgreich werden kann. Das Projekt "DekarbInd" hat in verschiedenen Workshops mit diesen Stakeholdern gemeinsam Lösungen erarbeitet. Teilbericht 1: Dekarbonisierungstechnologien wurden bisher überwiegend anhand von techno-ökonomischen Kriterien bewertet. Für eine nachhaltige Entwicklung sind jedoch auch zahlreiche andere Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte relevant. In diesem Teilbericht wird deshalb eine Methode entwickelt, bei der neben techno-ökonomischen Kriterien auch ökologische, soziale und systemische Aspekte berücksichtigt werden. Ihr Kernstück ist ein Kriterienraster mit zugehörigen Indikatoren. Veröffentlicht in Climate Change | 05/2024.
PIANOFORTE: Europäische Partnerschaft für die Strahlenschutzforschung Koordination: Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire ( IRSN , Frankreich) Rolle des BfS : Leitung des Arbeitspakets " Stakeholder Engagement" Projektbeginn: Juni 2022 Projektende: Mai 2027 Beteiligung: ca. 100 Partner aus 22 EU -Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern Finanzierung: 45 Mio. Euro (davon 65 % aus dem EU Euratom-Programm und 35 % durch die beteiligten Mitgliedstaaten) Hintergrund Als europäische Partnerschaft koordiniert PIANOFORTE die Aktivitäten der Mitgliedstaaten in der Strahlenschutzforschung, um wissenschaftliche Exzellenz und Innovationen im Strahlenschutz voranzutreiben. Die Partnerschaft baut auf dem Vorgängerprogramm, dem durch das BfS koordinierten " European Joint Programme CONCERT für die Strahlenschutzforschung" (EJP CONCERT), auf. Sie orientiert sich außer an den verschiedensten thematischen Aspekten des Strahlenschutzes insbesondere an den Vorgaben und Zielsetzungen sowie der Umsetzung der Richtlinie 2013/59/EURATOM . Im Einklang mit dieser europäischen Richtlinie unterstützt PIANOFORTE den besseren Schutz von Mensch und Umwelt vor ionisierender, also besonders energiereicher Strahlung und erarbeitet Empfehlungen für Best-Practices im Strahlenschutz . Zielsetzung Die Partnerschaft zielt darauf ab, die europäische Strahlenschutz -Gemeinschaft näher zusammenzubringen, um beispielsweise EU und nationale Behörden in Fragen des Strahlenschutzes besser unterstützen zu können. Außerdem geht es darum, Handlungsmöglichkeiten zum Schutz vor Strahlung durch neues Wissen, innovative Methoden und fortschrittliche Technologien aufzuzeigen. Der Ansatz soll Synergien zwischen den verschiedenen Themen- und Fachgebieten ermöglichen. Hierzu gehören beispielsweise die Bereiche Medizin und Gesundheitsauswirkungen von ionisierender Strahlung, der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, die Wirkung von Strahlung auf Ökosysteme und die Umwelt und auch der berufliche Strahlenschutz im medizinischen und industriellen Umfeld. Spezifische Ziele der Partnerschaft: Innovationen in der Medizin und im Patientenschutz: Entwicklung von neuen Ansätzen und Verfahren in der Nuklearmedizin und der Radiologie Verbesserung der Wissensbasis zur Variabilität in der individuellen Strahlenreaktion und des Gesundheitsrisikos durch ionisierende Strahlung Beitrag zur Umsetzung der europäischen Strahlenschutzrichtlinie sowie den nationalen Regelungen leisten Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen, Methoden und Reaktionsmöglichkeiten im radiologischen Notfallschutz auf europäischer Ebene Europäische Kompetenz im Strahlenschutz durch die Verfügbarkeit von erstklassiger Forschungsinfrastruktur sowie durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erhalten Sicherstellen der Beteiligung aller relevanten Akteurinnen und Akteure des Strahlenschutzes sowie Gewährleistung eines effektiven Wissenstransfers und Verbreiten der Projektergebnisse Durchführung Die Partnerschaft fördert im Rahmen von drei Ausschreibungsrunden multidisziplinäre Forschungsprojekte, fördert Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, unterstützt die gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen in Europa und vernetzt die relevanten Akteurinnen und Akteure. Die Maßnahmen von PIANOFORTE tragen also zum Erreichen von europäischen Zielen im Strahlschutz bei und sorgen ebenso für einen Austausch zwischen den verschiedenen Sphären Forschung, Politik, Industrie und Gesellschaft. Das Arbeitsprogramm Das Arbeitsprogramm umfasst neun Arbeitspakete (englische Abkürzung: WP), in welchen die themenspezifischen Aufgaben wie z.B. das Konzipieren der Ausschreibungen für Forschungsprojekte, Maßnahmen zur Ergebnisverbreitung oder Aktivitäten zu Aus- und Weiterbildung enthalten sind. Das BfS leitet das Arbeitspaket " Stakeholder Engagement " (WP3), mit welchem insbesondere die projektexternen Akteurinnen und Akteure in die Partnerschaft eingebunden werden sollen. Die Arbeitspakete WP1 Koordination und administratives Management der Partnerschaft ( IRSN ) WP2 Forschungs- und Innovationsprojekte: Festlegen der Forschungsthemen der Partnerschaft und Weiterentwicklung der Forschungsagenda (STUDIECENTRUM VOOR KERNENERGIE (SCK-CEN, Belgien) WP3: Aktivierung und Beteiligung von internen und externen Stakeholdern ( BfS ) WP4 Aus- und Weiterbildung: Maßnahmen zum Kompetenzerhalt im Strahlenschutz (STOCKHOLMS UNIVERSITET (SU), Schweden) WP5: Forschungsinfrastrukturen für die Strahlenschutzforschung und Datenmanagement ( DEPARTMENT OF HEALTH (DH), Großbritannien) WP6: Kommunikation, Wissensmanagement und Verbreiten von Forschungsergebnissen und Best Practices (STÁTNÍ ÚSTAV RADIAČNÍ OCHRANY v.v.i. (SURO), Tschechien) WP7: Organisation und Abwicklung der Ausschreibungen für Forschungsprojekte der Partnerschaft (NARODOWE CENTRUM BADAN I ROZWOJU (NCBR), Polen) WP8: Ethische Fragestellungen zur Durchführung der Partnerschaft ( IRSN ) WP9: Arbeitspaket zur Implementierung der geförderten Forschungsprojekte Finanzierung Die Partnerschaft hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die geplanten Ausgaben betragen für diesen Zeitraum insgesamt 45 Mio. Euro, wovon 65 % durch das Euratom-Programm und 35 % durch die beteiligten Organisationen in den Mitgliedstaaten finanziert werden. PIANOFORTE wird im Rahmen des Calls HORIZON- EURATOM -2021-NRT-01 gefördert und vereint im Moment (Stand 2024) beinahe 100 Projektpartner aus 22 europäischen Ländern und assoziierten Staaten. Stand: 22.08.2024
Indikator: Endenergieproduktivität Die wichtigsten Fakten Wie effizient eine Volkswirtschaft Energie einsetzt, kann durch den Indikator „Endenergieproduktivität“ gemessen werden. Zwischen 2008 und 2022 ist die Endenergieproduktivität um 26 % gestiegen. Wichtiger als die Erhöhung der Endenergieproduktivität ist die Senkung des Energieverbrauchs. Die europäische „Energieeffizienzrichtlinie“ sowie das deutsche „Energieeffizienzgesetz“ geben anspruchsvolle Ziele für die Senkung des Endenergieverbrauchs vor. Welche Bedeutung hat der Indikator? Energieproduktivität ist ein Maß, das angibt, wie effizient eine Wirtschaft, Industrie oder Gesellschaft Energie einsetzt, um wirtschaftlichen Wert zu erzeugen. Sie wird berechnet, indem man das Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch den Energieverbrauch teilt. Eine höhere Energieproduktivität bedeutet, dass für die Produktion einer Einheit wirtschaftlichen Wertes weniger Energie benötigt wird. Dies ist ein Indikator für eine effiziente und nachhaltige Nutzung von Energie. Ein geringerer Energieeinsatz ist auch gut für die Umwelt, da das Energiesystem eine Reihe negativer Umweltauswirkungen mit sich bringt. Hier wird der End energieverbrauch als Bezugsgröße verwendet, somit wird der Indikator als „ End energieproduktivität“ bezeichnet. Im „Energiekonzept“ des Jahres 2010 setzte sich die Bundesregierung langfristige jährliche Wachstums-Ziele für die Endenergieproduktivität. Inzwischen steht die absolute Senkung des Energieverbrauchs im Fokus der Politik. Eine zentrale Rolle spielen die europäische Energieeffizienz-Richtlinie sowie das deutschen „Energieeffizienzgesetz“, das 2023 verabschiedet wurde. In diesem Gesetz ist festgeschrieben, dass der Endenergieverbrauch bis 2030 26,5 % unter dem Verbrauch des Jahres 2008 liegen soll (- 45 % bis 2045). Wie ist die Entwicklung zu bewerten? Zwischen 2008 und 2022 ist die Endenergieproduktivität um 26 % gestiegen. Treiber des Produktivitätsanstiegs war vor allem die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes. Dieses ist seit 2008 um 16 % gewachsen, der Endenergieverbrauch im gleichen Zeitraum um 9 % gesunken. Diese sogenannte Entkopplung zwischen Verbrauch und Wirtschaftsleistung kann einerseits durch eine höhere Energieeffizienz, andererseits auch durch einen Strukturwandel hin zu weniger energieintensiven Wirtschaftsaktivitäten erklärt werden. Im „ Projektionsbericht 2023 für Deutschland “ wurde auf der Basis von Szenarioanalysen untersucht, ob Deutschland seine Energie- und Klimaziele im Jahr 2030 erreichen kann: Wenn alle von der Regierungskoalition geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, ist im Jahr 2030 mit einem Rückgang des EEV von etwa 16 % gegenüber dem Jahr 2008 zu rechnen (Mit-Maßnahmen- Szenario ). Damit wäre das Ziel des Energieeffizienzgesetzes eines Rückgangs des Endenergieverbrauchs um 26,5 % bis 2030 deutlich verfehlt. Weitere Maßnahmen zur Senkung des EEV sind also erforderlich, um die Ziele des Energieeffizienzgesetzes zu erreichen. Wie wird der Indikator berechnet? Der Indikator „Endenergieproduktivität “ wird als Verhältnis des realen Bruttoinlandsproduktes und des Endenergieverbrauchs Deutschlands berechnet. Das Bruttoinlandsprodukt wird vom Statistischen Bundesamt im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen berechnet und veröffentlicht. Der Endenergieverbrauch wird regelmäßig von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ermittelt. Methodische Hinweise zur Berechnung veröffentlicht die AGEB in den Erläuterungen zu den Energiebilanzen (pdf). Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel "Energieproduktivität" .
Gz.: 41-8618/909/5 Die P-D Industriegesellschaft mbH plant eine Sickerwasserbehandlungsanlage, welche auf dem Gelände der Industrieabfall-deponie „Puschwitzer Feld“ in Puschwitz, OT Wetro errichtet werden soll. Diese soll das anfallende Sickerwasser der Deponie Puschwitzer Feld auf Direkteinleiterqualität reinigen um das gereinigte Wasser dann in den linksseitigen Zulaufgraben zum Puschwitzer Wasser einzuleiten.
Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Hochschule Merseburg Aufbau des Nationalen Zentrums für Umwelt- und Naturschutzinformationen Mit der heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung legen die Hochschule Merseburg und das Umweltbundesamt (UBA) den Grundstein für ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Umwelt und Digitalisierung – sowohl auf wissenschaftlicher Ebene als auch zur Stärkung regionaler Kompetenznetzwerke. Anlass und zentrales Element dieser Partnerschaft ist der Aufbau des Nationalen Zentrums für Umwelt- und Naturschutzinformationen (umwelt.info) als neue Außenstelle des UBA am Standort Merseburg. Das Umweltbundesamt verfolgt ein breites Bündel an Maßnahmen, um digitale Innovationen zur Lösung umweltbezogener Herausforderungen umfassend auszuschöpfen und aktiv voranzubringen. Mit dem Aufbau der Daten- und Informationsplattform umwelt.info entwickelt das UBA ein neues Schlüsselinstrument der deutschen Informationslandschaft in den Bereichen Umwelt und Naturschutz. Mit der Ansiedlung von umwelt.info im Mitteldeutschen Kohlerevier ist das Zentrum zugleich ein regionaler Treiber hin zur nachhaltigen Industriegesellschaft. „Die Plattform umwelt.info wird dabei helfen, dass Umwelt- und Naturschutzinformationen leichter, schneller und einfacher gefunden werden können. Damit schaffen wir die Basis für fundierte umweltpolitische Entscheidungen. Zugleich fördern wir die breite Nutzung von Daten, auf deren Grundlage neue Ideen und Visionen für Geschäftsmodelle im Themenfeld Umwelt, Klimaschutz und Ressourcenschonung entstehen können. Wir freuen uns, mit der Hochschule Merseburg einen wichtigen strategischen Partner in der Region zu haben“, so Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter des Zentralbereichs im Umweltbundesamt. Die Kooperationsvereinbarung betont die Zusammenarbeit und fortschreitende Vernetzung beim Aufbau von umwelt.info, die Synergien von Forschungskompetenz und -kapazitäten sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mögliche Punkte der Kooperation sind gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen, gegenseitige Teilnahme an Forschungsprojekten in Form von Hospitationen durch Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen, die Realisierung von dualen Studiengängen sowie die Übernahme fachlicher Betreuung, z. B. von Promotionen, Zwischen- oder Abschlussarbeiten der Studierenden. Die Hochschule Merseburg ist mit rund 3.000 Studierenden das Zentrum für angewandte Forschung im Süden Sachsen-Anhalts und bietet auf einem zentralen, grünen Campus beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches praxisgerechtes Studium. Inmitten einer traditionsreichen Industrie- und Kulturregion gelegen, versteht sie sich als anwendungsorientierte Einrichtung, deren Lehr-, Forschungs- und Transfer-Aktivitäten im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie sowie zwischen Technik und Kultur liegen. Mit den interdisziplinären Forschungsschwerpunkten "Nachhaltige Prozesse" und "Digitaler Wandel" adressiert sie zwei zentrale gesellschaftliche Herausforderungen an genau der Schnittstelle, an der auch das Umweltbundesamt tätig ist. „Über die Ansiedlung des UBA am Standort Merseburg und die verabredete strategische Zusammenarbeit sind wir hoch erfreut. Wir als Hochschule profitieren vom Know-how des UBA und können gemeinsam unsere Stärken in Lehre und Forschung ausspielen. Durch unsere Expertise in den Fachdisziplinen Umwelt, Technik und Chemie sowie auf Gebieten der Informations- und Kulturwissenschaften möchten wir das UBA bei verschiedenen Fragestellungen unterstützen und uns zum beiderseitigen Vorteil in die Zusammenarbeit einbringen“, betont Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der Hochschule Merseburg. „Das gilt insbesondere für die vielfältigen Aktivitäten zur Entwicklung unseres Hochschulcampus im Sinne des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit“, wie die Kanzlerin der Hochschule Dr. Karen Ranft erklärt. Die gemeinsamen Transferbestrebungen werden auch durch räumliche Nähe gefördert: Das Nationale Zentrum für Umwelt- und Naturschutzinformationen des UBA bezieht voraussichtlich im Herbst 2022 eine neue Liegenschaft in Merseburgs Innenstadt. Bis zu 25 neue Mitarbeitende des UBA sollen bis Ende 2023 ihre Tätigkeit an diesem Standort aufnehmen. Das Nationale Zentrum für Umwelt- und Naturschutzinformationen: Daten und Informationen zur Umwelt müssen gut auffindbar, frei verfügbar, valide und transparent sein. Um diesem Anspruch angesichts wachsender Datenmengen und -formate auch zukünftig gerecht zu werden, etabliert das Umweltbundesamt am Standort Merseburg das Nationale Zentrum für Umwelt- und Naturschutzinformationen mit dem dazugehörigen Web-Portal umwelt.info. Das im Aufbau befindliche Portal wird als zentraler Zugriffspunkt bundesweit öffentlich verfügbare Informationen zu umweltbezogenen Themen an einer Stelle zusammenzuführen. Das Informationsangebot soll umweltbezogene Daten, Metadaten, Dienste, Berichte, Forschungsergebnisse, Gutachten und Bildungsmaterialien sowie Informationen zu Rechts- und Verwaltungsvorschriften, Förderprogrammen oder Verfahren der Umwelt- und Naturschutzverwaltungen beinhalten. Die Daten und Informationen werden zielgruppengerecht aufbereitet allen Bürger*innen, Wissenschaft, Forschung und Bildung, Unternehmen und Industrie sowie der Verwaltung zur Verfügung gestellt. Das Vorhaben wird maßgeblich durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ( BMUV ) unterstützt und aus den Strukturstärkungsgeldern für ehemalige Kohlereviere finanziert.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 194 |
Land | 20 |
Type | Count |
---|---|
Ereignis | 1 |
Förderprogramm | 150 |
Text | 44 |
Umweltprüfung | 5 |
unbekannt | 14 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 58 |
offen | 155 |
unbekannt | 1 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 207 |
Englisch | 20 |
Resource type | Count |
---|---|
Bild | 1 |
Datei | 1 |
Dokument | 22 |
Keine | 139 |
Unbekannt | 1 |
Webseite | 59 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 145 |
Lebewesen & Lebensräume | 141 |
Luft | 136 |
Mensch & Umwelt | 214 |
Wasser | 109 |
Weitere | 207 |