Kern von DigiResssind Modellrechnungen zur Abschätzung der Ressourcenintensität der Digitalisierung. Dazu werden Ressourcenbedarfe und Treibhausgasausstöße mit einem makroökonometrischen Input-Output-Modell bestimmt. Es werden sowohl die Ist-Situation als auch Szenarien zu möglichen zukünftigen Entwicklungen der Digitalisierung untersucht. Zudem werden Lebenszyklusdaten ausgewählter digitaler Produkte und Services und deren Ressourcenbedarf betrachtet. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen wird DigiRessHandlungsoptionen identifizieren, mit denen die Digitalisierung nachhaltig, umwelt- und ressourcenschonend gestaltet werden kann. Veröffentlicht in Flyer und Faltblätter.
Kern von DigiResssind Modellrechnungen zur Abschätzung der Ressourcenintensität der Digitalisierung. Dazu werden Ressourcenbedarfe und Treibhausgasausstöße mit einem makroökonometrischen Input-Output-Modell bestimmt. Es werden sowohl die Ist-Situation als auch Szenarien zu möglichen zukünftigen Entwicklungen der Digitalisierung untersucht. Zudem werden Lebenszyklusdaten ausgewählter digitaler Produkte und Services und deren Ressourcenbedarf betrachtet. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen wird DigiRessHandlungsoptionen identifizieren, mit denen die Digitalisierung nachhaltig, umwelt- und ressourcenschonend gestaltet werden kann. Quelle: www.umweltbundesamt.de
The present study examines the consequences of the planned coal phase-out in Germany according to various phase-out pathways that differ in the ordering of power plant closures. Soft-linking an energy system model with an input-output model and a regional macroeconomic model simulates the socio-economic effects of the phase-out in the lignite regions, as well as in the rest of Germany. The combination of two economic models offers the advantage of considering the phase-out from different perspectives and thus assessing the robustness of the results. The model results show that the lignite coal regions will exhibit losses in output, income and population, but a faster phase-out would lead to a quicker recovery. Migration to other areas in Germany and demographic changes will partially compensate for increasing unemployment, but support from federal policy is also necessary to support structural change in these regions. © 2020 The Authors
Footprint analysis reveals the appropriation of land resources from a consumer’s perspective. This report presents a novel hybrid land-flow accounting method for the calculation of land footprints, employing a globally consistent top-down approach and combining physical with environmental-economic accounting. It delivers detailed results for cropland, grassland and forest land footprints for Germany and the EU28 for the years 1995 to 2010, broken down by origin, type and use.
Robuste Indikatoren zur Beschreibung des Flächenfußabdrucks können eine wertvolle Ergänzung zum derzeitigen konsumbasierten Ressourcennutzungsindikator der deutschen Nachhaltigkeitsstra-tegie darstellen. Dieser fokussiert auf abiotische Ressourcen wie fossile Energieträger, Metalle und Bau- und Industrieminerale und schließt biotische Ressourcen dezidiert aus. Verschiedene Ansätze und Methoden zur Quantifizierung von konsumbasierten Landnutzungsindikatoren stehen zur Verfügung. Man kann unterscheiden zwischen a) ökonomischen Bilanzierungsan-sätzen, die Input-Output-Analyse anwenden um Ressourcenflüsse entlang von Wertschöpfungsket-ten zu verfolgen, b) physischen Bilanzierungsansätzen, die produktspezifische physische Informationen über die Produktion, die Verwendung und den Handel mit land- und forstwirtschaftlichen Pro-dukten und verarbeiteten Biomasseprodukten verwenden, und c) hybriden Bilanzierungsansätzen, die Elemente beider Methoden miteinander kombinieren. Die in verschiedenen Studien ermittelten Flächenfußabdrücke variieren stark, was auf mangelnde Robustheit deutet und die Anwendung solcher Berechnungen in der Politikgestaltung bisher erschwert. Dieser Bericht bietet eine kritische Betrachtung des derzeitigen Standes der Entwicklung in der Mes-sung von Flächenfußabdrücken. Wir identifizieren Unterschiede bei verfügbaren Bilanzierungsmethoden. Diese sind vorwiegend auf den Umfang und Detailgrad bei der Erfassung von Produkten und Wertschöpfungsketten sowie auf Verzerrungen durch die Verwendung von monetären Flüssen stellvertretend für tatsächliche physische Flüsse zurückzuführen. Wir bieten Optionen und geben klare Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Methoden zur Bilanzierung von tatsächlichen und virtuellen globalen Biomasse- und Landflüssen. Dabei zeigen wir insbesondere die Vorteile hybrider Bilanzierungsansätze als ein robuster und transparenter Rahmen für die Berechnung von Flächenfußabdrücken auf. Quelle: Forschungsbericht
EMAS easy ist eine auf kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) zugeschnittene Methode der EMAS-Validierung. Dieses Instrument ist sinnvoll, da ein nicht unerheblicher Teil der weltweit praktizierenden Unternehmen KMUs sind, deren Mitarbeiterzahl oft unter zehn Personen liegt. In diesen Betrieben ist das von EMAS geforderte Managementwissen aufgrund personeller Kapazitäten häufig nicht vorhanden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und KMUs den Weg zu einem Umweltmanagementsystem zu erleichtern wurde EMAS easy entwickelt. Das Ziel von EMAS easy ist es nicht die Anforderungen einer EMAS-Validierung zu senken, sondern einen einfacheren Einstieg in ein Umweltmanagement zu ermöglichen. Dadurch können die Betriebe eine vollständige und offiziell anerkannte EMAS-Registrierung erreichen. Entsprechend ist damit auch die Zertifizierung nach ISO 14001 verbunden. Die Durchführung von EMAS easy ist durch zehn Mitarbeiter an zehn Tagen in genau 30 Arbeitsschritten möglich und damit in relativ kurzer Zeit umsetzbar. EMAS easy unterstützt mit standardisierten Formularen den Aufbau eines Umweltmanagementsystems. Die 30 Schritte lassen sich in zwei aufeinander aufbauende Bereiche unterteilen: Ecomapping und EMAS easy. Beim Ecomapping (Anfertigen von Ökokarten) wird zuerst ein Lageplan des Unternehmens erstellt, der die Flächennutzung, Beziehungen zur Nachbarschaft und indirekte Umweltaspekte, wie z. B. Verkehr darstellen soll. Danach werden die Inputs (z. B. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe) und Outputs (z. B. Zwischen- und Endprodukte, Abfälle, Abwässer, Abluft) ermittelt. Mit Hilfe einer „Öko-Wetterkarte" erfolgt eine Befragung der Beschäftigten, um Anregungen und Verbesserungsvorschläge in den laufenden Prozess aufzunehmen. Auf Basis des Lageplans werden den verschiedenen Nutzungsbereichen im Betrieb (z. B. Lager, Produktion) die zuvor ermittelten Umweltdaten aus der Input-Output-Analyse zugeordnet. So entstehen Ökokarten für verschiedene Umweltmedien (z. B. Wasser, Boden, Luft), die einen Überblick über den Umweltzustand des Unternehmens geben (vgl. Schritte 4 bis 9 in der Übersicht). Eine systematische Ablage umweltrelevanter Dokumente ist dabei eine wichtige Voraussetzung für das weitere Vorgehen (vgl. Schritt 10 in der Übersicht). Der zweite Teil EMAS easy ermöglicht es dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus folgend über standardisierte Formulare die im Ecomapping gesammelten Informationen in prozessorientierten Daten zu bündeln. Diese Darstellung bildet die Basis für den Aufbau des Umweltmanagementsystems (vgl. Schritte 11 bis 30 in der Übersicht). Mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems anhand von EMAS easy und mit Hilfe von Ecomapping ergeben sich folgende spezielle Vorteile für Betriebe: Weiterführende Informationen zum Thema: Umweltmanagement und EMAS easy
„Stoffstrommanagement ist das zielorientierte, verantwortliche, ganzheitliche und effiziente Beeinflussen von Stoffströmen oder Stoffsystemen, wobei die Zielvorgaben aus dem ökologischen und ökonomischen Bereich kommen. Die Ziele werden auf betrieblicher Ebene, in der Kette der an einem Stoffstrom beteiligten Akteure oder auf der staatlichen Ebene entwickelt." * Enquete-Kommission Schutz des Menschen und der Umwelt-Bewertungskriterien und Perspektiven für umweltverträgliche Stoffkreisläufe in der Industriegesellschaft Deutschland. (1994). Die Industriegesellschaft gestalten: Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit Stoff-und Materialströmen; Bericht der Enquete-Kommission "Schutz Die Ziele des Stoffstrommanagements liegen sowohl im ökonomischen Profit als auch im Umweltschutz. * IFaS. Stoffstrommanagement. (Online). Sie können auf nationaler, regionaler und betrieblicher Ebene formuliert werden. Nachfolgend wird ausschließlich auf das betriebliche Stoffstrommanagement eingegangen. Dort liegen die Ziele in erster Linie bei der Quantifizierung von Material- und Energieströmen und darauf basierend einer Optimierung von Produktionsprozessen sowie der Steigerung von Energie- und Materialeffizienz. Damit zusammenhängende Ziele umfassen die Senkung betrieblicher Kosten und das Vermeiden beziehungsweise Verringern von Emissionen und Abfällen sowie das Erhöhen von Recyclingquoten. * ifu hamburg GmbH. Was ist Stoffstrommanagement. (Online) (Zitat vom: 12.05.2020). Im Rahmen der Stoffstromanalyse werden diese Ziele innerhalb des Betriebs weiter konkretisiert und priorisiert, um eine betriebliche Entscheidungsunterstützung zu ermöglichen. Das für die Stoffstromanalyse gewählte Ziel definiert den Umfang der Analyse und den Detaillierungsgrad der Datenerhebung. Es sollten daher zuerst alle Stoffströme an der Betriebsgrenze mittels einer Grobanalyse erfasst werden, um einen ersten Überblick zu gewinnen. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 19 Ein weiteres Instrument, um eine Abschätzung ökologischer Folgen von Prozessen und Produkten vorzunehmen, ist die Methode der Ökobilanzierung. Diese knüpft an die Energie- und Stoffstromanalyse an und ist in der Regel deutlich umfangreicher und aufwendiger. In einer Ökobilanz wird basierend auf Input- und Outputströmen eine Sachbilanz erstellt und aus dieser werden dann mithilfe von Umweltindikatorwerten potenzielle Umweltwirkungen errechnet. Ziel einer Ökobilanz ist zumeist, Verbesserungspotenzial von Prozessen, Stoffen und Produkten ausfindig zu machen, sodass die Umweltwirkungen minimiert werden können. * W. Wellbrock, D. Ludin, and S. Krauter. „Operatives Nachhaltigkeitscontrolling“, in Nachhaltigkeitscontrolling: Instrumente und Kennzahlen für die strategische und operative Unternehmensführung, Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2020, S. 38. © VDI ZRE Wie im ersten Abschnitt erklärt, ist ein Kernwerkzeug des Stoffstrommanagements die Stoffstromanalyse (Synonyme: Stoffflussanalyse, Materialflussanalyse, substance flow analysis, material flow analysis). * Stoffstromanalyse. (Online) Umweltbundesamt Im Folgenden wird erklärt, wie diese aufgebaut ist. Der erste Schritt besteht üblicherweise in der Grobanalyse. Dazu bietet sich beispielsweise eine Input-Output-Analyse an. Sie stellt die Frage, wie effizient Energie und Material im Betrieb genutzt werden. Mithilfe von Daten aus allen betreffenden Abteilungen werden dabei die Input- und Outputmengen sowie die entsprechenden Kosten ermittelt. So lässt sich der Wert der eingesetzten Ressourcen mit den entstehenden Produkten und Abfallströmen direkt vergleichen. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 14. Als Input berücksichtigt werden hier üblicherweise die verwendeten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die notwendige Energie. Der Output umfasst das Produkt an sich sowie die Reststoffe, den Ausschuss und die entstehenden Emissionen. * Schmidt, Prof. Dr. Mario. Energie- und Stoffstromanalyse. (Online) 01.2011. (Zitat vom: 12.05.2020). S. 2. Durch die Implementierung einer Zero-Waste-Strategie können die anfallenden Reststoffe und der Ausschuss im Unternehmen minimiert werden. Die Input-Daten lassen sich in erster Näherung häufig aus dem Controlling bestimmen, die Output-Daten mithilfe von Produktionsstatistiken und Rechnungen ermitteln. Emissionsdaten können anhand von Abgas- oder Abwasseranalysen ermittelt werden, Abwärme über den Wirkungsgrad. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 15. © In Anlehnung an: Schmidt, Prof. Dr. Mario. Energie- und Stoffstromanalyse. rkw-kompetenzzentrum.de. https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/innovation/faktenblatt/effizient-mit-ressourcen-umgehen-energie-und-stoffstromanalyse/ Die Ergebnisse werden verwendet, um anschließend eine Priorisierung der Einsparziele vorzunehmen. Hier kann eine ABC‑Analyse helfen. Dabei handelt es sich um eine einfache, qualitative Analyse-Methode zur Abgrenzung von grundlegenden Stoffen, Prozessen, Produkten oder Emissionen und weniger wichtigen bzw. unwesentlichen Untersuchungsgegenständen. Die zu untersuchenden Sachverhalte werden nach unterschiedlichen Kriterien, die die Ressourceneffizienz betreffen (z. B. Ausschuss, Energieeinsatz, Recyclingfähigkeit) bewertet und in folgende Kategorien eingeteilt: A = sehr wichtig, B = wichtig, C = unwichtig. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 16. Damit lassen sich konkrete Ziele für die Stoffstromanalyse eines Betriebes formulieren. Als Nächstes wird der Bilanzraum der Stoffstromanalyse festgelegt. Für eine betriebliche Stoffstromanalyse sollte nicht der gesamte Betrieb, sondern es sollten nur ausgewählte Prozessabläufe (Prozessbilanz) betrachtet werden. Der Bilanzraum der Analyse wird entsprechend eingegrenzt. Auch der Bilanzzeitraum muss abgegrenzt werden. Häufig wird für den betrachteten Zeitraum ein Bilanzjahr gewählt, da die Daten aus der Betriebsbilanz verwendet werden können. Der Bilanzzeitraum lässt sich weiter konkretisieren bis hin zu einzelnen Produktionsmonaten oder Produktchargen. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 19. Es folgt die Erfassung und Benennung der Produktionsschritte. Der Produktionsprozess wird dabei in alle relevanten Produktionsschritte untergliedert. Als Basis können vorhandene Prozessbeschreibungen, Anlagenverzeichnisse oder Kostenstellenpläne verwendet werden. Jeder Produktionsschritt wird anschließend auf einem Plan einem Darstellungselement (einer Mengenstelle) zugeordnet (siehe Abb. unten). * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 19. Im nächsten Schritt wird ein Fließbild erstellt. In diesem werden die Input- und Outputströme für die erfassten Produktionsschritte qualitativ erfasst. In einem sogenannten Sankey-Diagramm können Stoff- und Energieströme mit mengenproportional breiten Pfeilen dargestellt werden (siehe Abb. unten). Das Fließbild sollte abteilungsübergreifend erstellt werden, damit eine einheitliche Gesamtsicht des Unternehmens abgebildet werden kann. So wird vermieden, dass einzelne Abteilungen isoliert betrachtet werden. Außerdem wird ein gemeinsames Verständnis geschaffen und Schwachstellen können einfacher benannt und lokalisiert werden. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 20. © In Anlehnung an: ifu hamburg GmbH. Was ist Stoffstrommanagement. ifu.com. https://www.ifu.com/stoffstrommanagement/ Die im Fließbild dargestellten Produktionsschritte werden anschließend einzeln betrachtet. Für jeden Schritt werden die Input- und Outputströme in Masseneinheiten quantifiziert, wobei darauf zu achten ist, dass die Massenbilanz von Zu- und Abfluss des jeweiligen Schrittes ausgeglichen ist. Das entstehende Diagramm kann anschließend ausgewertet, beziehungsweise interpretiert werden. Dabei sollte insbesondere auf auffällige Abfall- und Materialverluste geachtet werden. Es empfiehlt sich außerdem zu bestimmen, wie hoch der Abfallanteil im Vergleich zum eingesetzten Rohstoff ist. In Prozessschritten mit unerwartet hohem Anteil steckt unter Umständen noch Einsparpotenzial. * Weber, M. Leitfaden Ressourceneffizienz. Berlin: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, 2019. S. 20. Unterschiedliche Unternehmen und Organisationen, unter anderem das VDI ZRE selbst, bieten eine breite Auswahl an Tools und Werkzeugen an, die bei der Durchführung einer Stoffstromanalyse helfen können. Zur Zielsetzungsfindung sollten, wie oben dargelegt, zunächst Grob-Analysen durchgeführt werden. Tipps dafür sind im Leitfaden für Ressourceneffizienz beschrieben. Dort ist auch das Vorgehen der Stoffstromanalyse noch einmal detailliert erklärt. Das VDI ZRE bietet zudem Instrumente wie die Ressourcenchecks, oder den KEA-KRA-THG-Rechner an. Ressourcenchecks helfen, mögliche Potenziale für eine höhere Ressourceneffizienz im Unternehmen offenzulegen und Ansatzpunkte zur Optimierung oder Vermeidung von Verschwendung zu identifizieren. Mithilfe des KEA-KRA-THG-Rechners lassen sich unter anderem der Energie- und Rohstoffaufwand sowie Treibhausgasemissionen berechnen. Um nach der Stoffstromanalyse Lösungen zu entwickeln, kann unter anderem ein Blick in die Prozessketten helfen. Diese liefern Informationen darüber, mit welchen Technologien sich die untersuchten Prozessschritte optimieren lassen. Generell ist eine der wesentlichen Herausforderungen für die Durchführung einer detaillierten Stoffstromanalyse die Sammlung der notwendigen Kennzahlen in den einzelnen Fertigungsschritten. Allein um die vollständigen Input- und Outputdaten des gesamten Betriebs zu bestimmen, ist eine Vielzahl an Analysen durchzuführen und auszuwerten. Große Unternehmen implementieren dabei meist ein eigenes Nachhaltigkeitsmanagementsystem mit verteilten Informationsmanagementsystemen, für das u. U. ganze Abteilungen verantwortlich sind. Kleine und mittlere Unternehmen haben andere Anforderungen und Möglichkeiten. So kann bei der Informationssammlung beispielsweise ein qualifiziertes Manufacturing Execution System (MES) helfen. Dabei handelt es sich um ein System, das dem Management die Fertigungsdaten des Unternehmens zur Verfügung stellt [6]. Umgesetzt wird es in der Regel als modulares IT-System, welches den Anforderungen des Unternehmens angepasst wird. * Verein deutscher Ingenieure e.V. Fertigungsmanagementsysteme VDI 5600 Blatt 1. Düsseldorf: s. n., 2016. S. 11. Wird ein Nachhaltigkeitsmodell innerhalb des MES integriert, können so für bestimmte Produkte und Zeiträume Nachhaltigkeitsgrößen (z. B. durch die Aufzeichnung der Wertströme in der Produktion und ihrer Bewertung) ermittelt und verwaltet sowie Ziele in Form von Messgrößen definiert werden. * Thiel, K. und Schäfer, R. MES zeigt aus der Fertigung Kennzahlen zur Nachhaltigkeit. maschinenmarkt.vogel.de. (Online) 14.12.2011. (Zitat vom: 13.05.2020). Für die Analyse der Daten selbst existieren einige Software-Programme , die sich bereits bewährt haben und mit deren Hilfe sich aus zuvor gesammelten Daten Stoffstromanalysen erstellen lassen. Die Ergebnisse können anschließend in Diagrammen veranschaulicht- und genutzt werden, um unterschiedliche Verbesserungsmaßnahmen zu bewerten und miteinander zu vergleichen. Zusätzlich stellen die meisten Programme einen Kostenrechner, einen Materialflussrechner und einen Ökobilanzrechner zur Verfügung. * ifu Institut für Umweltinformatik. Umberto. ifu.com. (Online) (Zitat vom: 13.05.2020).
Das Projekt "Teilprojekt D" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von tandler.com Gesellschaft für Umweltinformatik mbH durchgeführt. tandler.com (TAN) wird in AP4 die Entwicklung von Ansätzen für die Konstruktion von rechnergestützten Modellen für Kanalisationsnetze von Großstädten zur Überwachung von Infektionskrankheiten ermöglichen. Während in AP3 die Erstellung von detaillierten Modellen im Fokus steht, verfolgen wir hier den komplementären Ansatz grobkörniger Modelle für große Einzugsgebiete auf der Grundlage einer Kombination aus Netzabstraktion und Daten aus Pulse-Chase-Experimenten zu generieren. Die grobkörnigen und großskaligen Modelle werden darüber hinaus mittels der detaillierten Modelle aus AP3 getestet. Grobkörnige Modelle (TAN: aus Feinnetzen oder Netzinformationsdaten abgeleitet) gewährleisten die Skalierbarkeit des Ansatzes und ermöglichen Untersuchungen in Städten, für die keine detaillierten Daten über das Abwassersystem verfügbar sind (wie es in vielen Ländern des globalen Südens der Fall ist). Es werden grobkörnige Modelle für große Teile von München und Addis Abeba erstellt. Input und Output der Modelle werden mit der INSIDe-Plattform verknüpft, um die Übertragungsmodelle mit Abwasserbeobachtungen zu verbinden. Zusätzlich zum Hauptthema des AP4 - Grobkörnige Kanalnetzmodelle - wird die TAN unterstützende Arbeiten zu AP3 leisten und zusätzliche Informationen in Feinnetzmodellen abbildbar machen.
Das Projekt "Ermittlung einer Eingangs- und Ausgangsbilanz für PFAS in einer typischen Papierfabrik" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik durchgeführt. Teilthema im Globalvorhaben: Weiterentwicklung des Standes der Technik, national PFAS sind ubiquitär verbreitet. Es handelt sich um sehr persistente, mobile und toxische Stoffe. Einige Verbindungen werden in der wasser- und fettdichten Ausrüstung von Lebensmittelkontaktpapieren eingesetzt. Bestimmte Verbindungen kommen auch als Abriebfestmittel in Druckfarben zum Einsatz. Es ist unbekannt wie hoch die Gehalte an PFAS im Altpapier sind und wo diese in einer Papierfabrik verbleiben. in dem Forschungsvorhaben soll eine Input-Output-Analyse durchgeführt werden. Es soll geprüft werden, ob bestimmte Verarbeitungsschritte im Papierherstellungsprozess eventuell eine Senke für diese Stoffe darstellen. Es sollen darüber hinaus Emissionen in die Luft, ins Gewässer und in den Schlamm evaluiert werden.
Das Projekt "Interdisziplinaeres Umweltprojekt 'Oberlahn' an der Philipps Universitaet Marburg (Biologie, Chemie, Geographie, Physik, Volkswirtschaft)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Marburg, Fachbereich Geographie durchgeführt. Auf 12 km Flusstrecke eines Mittelgebirgsflusses werden hydrogeologische Parameter von Grund- und Oberflaechenwaessern aufgenommen und nach Fliessform und Untergrund in Typstrecken untergliedert. An 12 Probeentnahmestellen werden Schadstofflast (Loesungs- und Schwebstofffracht) und Sediment bestimmt und Bioindikatoren getestet. Alle Einzugsgebiete werden flaechendeckend nach Nutzung und geooekologischer Ausstattung kartiert. Sie sind Grundtypen fuer die Belastung kleiner Einzugsgebiete. Die insgesamt 40 Messtellen erlauben eine Input-Output-Analyse. Ueber ein Belastungskataster sollen auch oekonomische Fragestellungen zur Schadstoffreduzierung angestellt werden.
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Bund | 226 |
Land | 1 |
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Förderprogramm | 220 |
Text | 3 |
unbekannt | 4 |
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geschlossen | 7 |
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Language | Count |
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