Im Modellversuch (1.07.91 - 30.06.95) wurde ein Weiterbildungsstudium fuer TeilnehmerInnen mit akademischem Abschluss und fuer TeilnehmerInnen mit berufspraktischen Erfahrungen in umweltrelevanten Taetigkeitsbereichen aufgebaut, die Institutionalisierung konnte aufgrund der starken Nachfrage nach Studienplaetzen zum 1.07.95 erfolgen. Seit 1995 besteht auch die Moeglichkeit, nur einen der beiden Bereiche Umweltrecht oder Umweltoekonomie zu belegen, die Zulassung erfolgt zu jedem Semester. Aufbauend auf den Veranstaltungen des Studienganges ist es seit 1996 ebenfalls moeglich, sog. Betriebsbeauftragten-Lehrgaenge zu besuchen, wodurch nicht nur das mittels des Studiums erworbene Universitaetszertifikat, sondern auch der praxisorientierte Nachweis an der Universitaet erworben werden kann.
Zur Umsetzung der Energiewende werden erhebliche Investitionen benötigt, sowohl für den Zubau von regenerativen Erzeugungsanlagen als auch für Nutzbarmachung der fluktuierenden, erneuerbaren Energien. Die Erreichung beider Ziele wird durch Erhöhung der Akzeptanz von Anlagenbau und durch Verbrauchsanpassung entsprechend der Energieverfügbarkeit erheblich erleichtert, wenn Bürgerinnen und Bürger als aktive Beteiligte partizipieren. Um Anreize zu schaffen, bei wachsender Fluktuation der Energieerzeugung auch den Speicherbedarf durch Lastverschiebung zu reduzieren, bietet das Vorhaben eine Erzeugungssynchrone Beteiligung an großen Regenerativen Erzeugungsanlagen (EBeRE) in Form einer sogenannten Energierendite an. Die Energierendite wird 'bezahlt', wenn die Beteiligten Strom erzeugungssynchron verbrauchen oder auf spezielle Anforderungen des Versorgers reagieren. Inwiefern diese 'Vergütung' zu einer zeitlichen Anpassung des Verbrauchsverhaltens bei den Beteiligten führt und welche Key Performance Indicators (KPIs) sowie Honorierungsmodelle sich für welche Ziel- bzw. Bevölkerungsgruppen eignen, sind zwei Forschungsgegenstände des EBeRE-Prozesses. Dabei besteht die ausdrückliche Zielsetzung stets darin, dass sich alle BürgerInnen unabhängig von Immobilienbesitz oder Wohnlage gleichberechtigt am Ertrag von Erzeugungsanlagen (z.B. Photovoltaik- und Windkraftanlagen) beteiligen können. Spezifisches Ziel des Teilvorhabens 'Partizipative Modelle der dezentralen Energieversorgung' von B.A.U.M. ist es, Organisations- und Geschäftsmodelle zu entwickeln, in denen Bürgerschaft und Stadtwerke, aber auch Kommunen und Unternehmen gemeinsam die vorhandenen bzw. neu zu errichtenden Anlagen und Netze optimal nutzen. Dabei sollen die technisch bekannten Methoden von Flexibilitäts- und Demand Side Management so ausgestaltet werden, dass sie gleichermaßen für die Bürgerinnen und Bürger und die etablierten Verantwortlichen für die Stromversorgung attraktiv sind.
Rascher naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und fortschreitende Industrialisierung haben im 19. und zunehmend im 20. Jahrhundert einen rapiden Landnutzungswandel in Mitteleuropa in Gang gesetzt, der gemeinhin für die standörtliche Nivellierung, den Verlust naturnaher Lebensräume, den Artenschwund und die strukturelle Verarmung der Kulturlandschaften verantwortlich gemacht wird. Diese Entwicklung erzeugte schon früh Besorgnis und Widerstand bei umweltsensiblen Zeitgenossen und mündete über die Formierung der Natur- und Heimatschutzbewegung und der Wandervogelbewegung in die Konstituierung und allmähliche Institutionalisierung des Naturschutzes. Dessen fachliche Ausrichtung hat sich über die Jahrzehnte hinweg von einem zunächst eher landschaftsästhetischen Ansatz über Fragen des Schutzes besonders attraktiver, aber seltener und gefährdeter Arten und über Probleme des Erhaltes und der Pflege naturnaher Kulturlandschaftsteile als Relikte überkommener Nutzungsformen hin zu einem umfassenden und flächendeckenden Anspruch auf einen naturverträglichen, d.h. ökologisch nachhaltigen Umgang des Menschen mit der Natur entwickelt. Eine der zentralen Fragen ist dabei heute, wie sich die nutzungsgeschichtlich geprägte Biodiversität von Kulturlandschaften angesichts der vielfältigen gesellschaftlichen Ansprüche und Bedürfnisse, welche an den Raum gestellt werden, und angesichts der unterschiedlichen Funktionen die er als sicherer Lebensraum des Menschen zu erfüllen hat, durch gestaffelte Schutz- und Nutzungsintensitäten erhalten und optimieren lässt. Eine weitere, in der Vergangenheit eher vernachlässigte, in neuerer Zeit aber zunehmend in das Bewusstsein rückende Frage ist, wie sich unterschiedliche Landnutzungsmuster auf die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Kulturlandschaften auswirken und welche Gestaltungsregeln und Anforderungen an die verschiedenen Nutzungsansprüche formuliert werden sollen, um die Kulturlandschaft als ansprechenden Erlebnisraum und als Heimat für den Menschen zu erhalten und zu pflegen.
Es sollen zunaechst Hypothesen entwickelt und geprueft werden, wie die Neuregelung der Entsorgungspflichten und -rechte entwickelt und geprueft werden, wie die Neuregelung der Entsorgungspflichten und -rechte durch das KrW-/AbfG (insbesondere Paragraphen 4, 5, 10-18) in die Praxis umgesetzt werden wird, insbesondere ob private Entsorgungstraeger nach dem KrW-/AbfG (Paragraphen 17, 18) gebildet werden und in welcher Weise diese Entsorgungs-Funktionen uebernehmen werden. Diese Neuregelung und ihre zu erwartende Umsetzung sollen diskutiert werden unter den besonderen Aspekten a) inwieweit sie positiv in Richtung Abfallvermeidung/-verwertung wirken, b) ob sie eine Zunahme von Abfalltransporten induzieren oder verstaerken. Schliesslich sollen Vorschlaege zur institutionellen Ausgestaltung kooperativer Ansaetze zur Abfallvermeidung/-entsorgung durch mehrere Unternehmen entsprechend den neuen rechtlichen Moeglichkeiten eroertert werden.
Im Projekt wird ein umfassendes Umweltkonzept erarbeitet, welches ueber die Anforderungen der EWG-VO 1836/93 ('Oeko-Audit') hinausgeht. Prinzipien des Konzeptes 'Sustainable Development' finden Beruecksichtigung und sollen auf allen Ebenen und in alle Unternehmensbereiche integriert werden. Basis ist eine durchgefuehrte strategische Innovationsanalyse, die die Integration erleichtern und langfristige Wettbewerbsvorteile sichern soll.
Zunaechst sollen die aktuelle Debatte ueber gesellschaftliche Innovations- und wirtschaftliche Wettbewerbsfaehigkeit sowie die Gestaltungsmoeglichkeiten der Forschungs- und Technologiepolitik analysiert werden. Darueber hinaus soll diese Thematik um die Diskussion ueber das Leitbild des Sustainable Development erweitert werden, und es soll aufgezeigt werden, welche Anforderungen an die Forschungs- und Technologiepolitik daraus abgeleitet werden koennen. Die Untersuchung wird in einem ersten Schritt auf die Moeglichkeiten der Forschungs- und Technologiepolitik, Beitraege zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise zu leisten, begrenzt. Im Vordergrund steht die Operationalisierung des Leitbildes 'Nachhaltigkeit' fuer die FuT-Politik, d.h. das TA-Projekt konzentriert sich darauf, Inhalte zu definieren (1), Umsetzungsmoeglichkeiten und geeignete Foerderinstrumente und Foerderkonzepte zu entwickeln (2) und geeignete gesellschaftliche und politische Institutionen oder Organisationsformen herauszuarbeiten (3). Es wird zunaechst eine Uebersichtsstudie erstellt, die zum einen Einblick in bisher entwickelte Vorstellungen zu einer Orientierung der Forschungspolitik auf 'Nachhaltigkeit' hin geben soll und zum anderen die Ziele, Inhalte und Strategien der FuT-Politik und die Rolle des Leitbildes 'Nachhaltigkeit' im internationalen Vergleich auswertet.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 301 |
| Europa | 22 |
| Kommune | 4 |
| Land | 3 |
| Weitere | 1 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 92 |
| Zivilgesellschaft | 10 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 279 |
| Text | 12 |
| unbekannt | 11 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 19 |
| Offen | 283 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 283 |
| Englisch | 69 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Dokument | 12 |
| Keine | 214 |
| Webseite | 78 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 138 |
| Lebewesen und Lebensräume | 255 |
| Luft | 101 |
| Mensch und Umwelt | 302 |
| Wasser | 78 |
| Weitere | 294 |