RESSORTFORSCHUNGSBERICHTE ZUR SICHERHEIT DER NUKLEAREN ENTSORGUNG Möglichkeiten und Grenzen digitaler Beteiligungsinstrumente für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Standortauswahl verfahren (DigiBeSt) FKZ 4721E03260 AUFTRAGNEHMER:IN Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf UNTERAUFTRAGNEHMER:IN nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH, Berlin Dr. Stefanie Lütters Jun.-Prof. Dr. Tobias Escher Dr. Anna Soßdorf Dr. Katharina Gerl Claudia Haas Dr. Claudia Bosch Möglichkeiten und Grenzen digitaler Beteiligungsinstrumente für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Standortauswahlverfahren (DigiBeSt) Dieser Band enthält einen Ergebnisbericht eines vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung im Rahmen der Ressortforschung des BMU (ReFoPlan) in Auftrag gegebenen Untersuchungsvorhabens. Verantwortlich für den Inhalt sind allein die Autor:innen. Das BASE übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie die Beachtung privater Rechte Dritter. Der Auftraggeber behält sich alle Rechte vor. Insbesondere darf dieser Bericht nur mit seiner Zustimmung ganz oder teilweise vervielfältigt werden. Der Bericht gibt die Auffassung und Meinung der Auftragnehmer:innen wieder und muss nicht mit der des BASE übereinstimmen. BASE-RESFOR 026/24 Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URN: urn:nbn:de:0221-2023121940645 Berlin, Januar 2024 Impressum Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) R E S S O R T F O R S C H U N G S B E R I C H T E ZUR S I C H E R H E I T D E R N U K L E A R E N E N TS O R G U N G Auftragnehmer:in Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf Unterauftragnehmer:in nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH, Berlin Dr. Stefanie Lütters Jun.-Prof. Dr. Tobias Escher Dr. Anna Soßdorf Dr. Katharina Gerl Claudia Haas Dr. Claudia Bosch 030 184321–0 www.base.bund.de Stand: Januar 2024 Abschlussbericht zum Projekt „Möglichkeiten und Grenzen digitaler Beteiligungsinstrumente für die Beteiligung der Öffentlichkeit im Standortauswahlverfahren“ (DigiBeSt) 1 Stand: August 2023 An: Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung Wegelystraße 8 10623 Berlin Der Bericht gibt die Auffassung und Meinung des Auftragnehmers wieder und muss nicht mit der Meinung der Auftraggeberin übereinstimmen Autor:innen Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Dr. Stefanie Lütters Jun.-Prof. Dr. Tobias Escher Dr. Anna Soßdorf Dr. Katharina Gerl Universitätsstraße 1 40225 Düsseldorf Tel.: +49 211 81 10 429 E-Mail: diid@hhu.de www.diid.hhu.de nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH Claudia Haas Dr. Claudia Bosch Willdenowstraße 38 12203 Berlin Tel.: +49 30 318 054 63 E-Mail: mail@nexusinstitut.de www.nexusinstitut.de Abschlussbericht: DigiBeSt | FKZ 4721E03260 | Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)
„Berliner Klimabürger:innenrat“ Berlin hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Um diese zu erreichen wurden Maßnahmen im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) 2030 für den Umsetzungszeitraum 2022 bis 2026 entwickelt. Da die Ausgestaltung solcher Klimaschutzmaßnahmen die gesamte Stadtbevölkerung betreffen wird, wollte der Senat mit Hilfe des „Berliner Klimabürger:innenrates“ in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen die Berlinerinnen und Berliner bereit sind für den Klimaschutz mitzutragen und wie die Maßnahmen gerecht und gemeinschaftsfähig ausgestaltet werden können. Den Anstoß zu der Idee hatte eine Volksinitiative gegeben Durchgeführt wurde der „Berliner Klimabürger:innenrat“ von nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH (Berlin), Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (Potsdam) und Klima-Mitbestimmung JETZT e.V. (Köln). Die Empfehlungen des „Berliner Klimabürger:innenrats“ „Klimaschutz hat oberste Priorität.“ Der „Berliner Klimabürger:innenrat“ hat am 30. Juni 2022 seine 47 Empfehlungen für die künftige Klimapolitik in der Hauptstadt an die damalige Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Bettina Jarasch, überreicht. Der Fokus lag dabei auf den Themen Mobilität, Energie und Gebäude. Auch vier übergeordnete Leitsätze wurden entwickelt. In den Leitsätzen und den konkreten Empfehlungen sprechen sich die Bürgerinnen und Bürger dezidiert für schnellere Klimaschutzmaßnahmen aus, aber auch für eine stärkere Einbeziehung der Bevölkerung sowie für klare Regeln zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Hauptstadt. „Gemeinsam zur Klimaneutralität“. Am 20. Dezember 2022 hat der Berliner Senat seine offizielle Stellungnahme zu den klimapolitischen Empfehlungen des „Berliner Klimabürger:innenrats“ verabschiedet. Der Senat befasste sich intensiv mit den Empfehlungen und hat wie versprochen zu jeder einzelnen Maßnahme Stellung bezogen. Darin machte der Senat klar, dass die Impulse aus der Stadtgesellschaft den notwendigen Rückenwind für eine schnelle und konsequente Umsetzung geben. Im gleichzeitig vom Senat beschlossenen neuen Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) wurden 42 der 47 Empfehlungen vollständig oder teilweise aufgegriffen. Die Mitglieder des „Berliner Klimabürger:innenrats“ übergaben am 30. Juni 2022 ihre Empfehlungen für die Berliner Klimapolitik an die damalige Senatorin für Klimaschutz, Bettina Jarasch. Die Veranstaltung kann weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU eingesehen werden. In der Sitzung am 18. Juni 2022 wurde die Arbeit der letzten acht Wochen vorgestellt. Sowohl in den drei Themenfeldern Energie, Mobilität und Gebäude als auch in den von den Mitgliedern selbst eingebrachten Themen ‚Grünflächen‘ und ‚Konsum‘ wurden Empfehlungen erarbeitet. Diese wurden am letzten Tag final in Kleingruppen überarbeitet und einzeln zur Abstimmung gestellt, ebenso wie die den Empfehlungen vorangestellten Leitsätze des „Berliner Klimabürger:innenrats“. Im Laufe des „Berliner Klimabürger:innenrats“ hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, ihre Wünsche für zusätzliche Themen einzubringen. Daraus entstand das Programm für das Offene Diskussionsforum am 14. Juni 2022. Den Input der dreieinhalbstündigen Sitzung zu den Themen Kreislaufwirtschaft, Ernährung, ‚Grünflächen und Entsiegelung‘ sowie Öffentliche Verkehrsmittel und Herstellung von E-Fahrzeugen finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU. Kreislaufwirtschaft Nachhaltiger Konsum und Ernährung Öffentliche Verkehrsmittel in Berlin Herstellung E-Fahrzeuge Am 8. Juni 2022 konnten die Mitglieder des „Berliner Klimabürger:innenrats“ ihre Fragen an Vertreterinnen und Vertreter der im Abgeordnetenhaus sitzenden Fraktionen stellen. Im Vordergrund standen dabei Fragen zum Thema Mobilität. Die Veranstaltung kann weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU eingesehen werden. In der Sitzung mit dem Schwerpunkt Energie wurden sowohl die Strom- als auch die Wärmeversorgung der Hauptstadt betrachtet. Im Vordergrund der beiden fachlichen Inputs standen der Umbau zu einer klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung und der Ausbau von PV-Anlagen sowie zur Umsetzung der Wärmewende. Den Input finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU . Der Gebäudesektor steht aufgrund seines hohen CO2-Ausstoßes vor großen Herausforderungen. Die Mitglieder des „Berliner Klimabürger:innenrats“ beschäftigten sich in diesem Handlungsfeld unter anderem mit den Themen Milieuschutz, Flächenkonkurrenz, energetische Sanierung vor dem Hintergrund des bezahlbaren Wohnraums. Den Input finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU. Der Verkehrssektor steht vor großen Veränderungen auf dem Weg in die Klimaneutralität. Daher beschäftigten sich die Mitglieder des „Berliner Klimabürger:innenrats“ gleich zweimal mit dem Thema Mobilität. Der Fokus lag bei der ersten Sitzung auf den Themen Öffentlicher Nahverkehr und Fahrradverkehr. In der zweiten Sitzung stand das Konzept der emissionsfreien Innenstadt im Zentrum. Den Input finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU. Emissionsfreie Innenstadt Die Verkehrswende in Berlin Für eine fundierte Diskussion bekamen die Mitglieder Informationen zum aktuellen Stand im Klimaschutz. Der Input behandelte dabei sowohl die globalen Herausforderungen der Klimakrise als auch die konkreten Auswirkungen für Berlin. Den Input finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU. Am 26. April 2022 wurden 100 zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger im Berliner Umweltforum von der damaligen Senatorin Bettina Jarasch zum „Berliner Klimabürger:innenrat“ begrüßt . „Unser Ziel ist klar: Wir wollen in Berlin bis spätestens 2045 Klimaneutralität erreichen. Die dafür notwendigen Maßnahmen betreffen den Alltag sehr vieler Menschen, ob beim Wohnen, bei der Mobilität, beim Umgang mit Energie – daher gilt es, solche Maßnahmen auch direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Ich bin sehr gespannt auf die Debatten im „Klimabürger:innenrat“, auf die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden und auf ihre Empfehlungen für die Politik.“ Die weiteren Inputs unter anderem den zu den Grundlagen des Klimawandels und der dazugehörigen wissenschaftlichen Forschung finden Sie weiterhin über den YouTube-Kanal der SenMVKU.
Berechnung der Sickerwasserraten auf Jahresebene und auf Monatsebene sowie prognostizierte Veränderungen durch den Klimawandel Die mit dem Modell ABIMO berechneten Daten des Wasserhaushaltes geben 30jährige langjährige Mittel wieder. In der Realität unterliegen die Werte jedoch abhängig von den Niederschlägen z.T. erheblichen jährlichen Schwankungen und unterliegen auch einem innerjährlichen Gang. In einem Forschungsvorhaben wurden die Sickerwasserraten mit einer wesentlich höheren zeitlichen Auflösung berechnet. Projekt Die im Folgenden dargestellten Ergebnisse wurden im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekt INKA BB (Förderkennzeichen 01LR0803C) Teilprojekt 23 erarbeitet. Dabei steht INKA BB für Innovationsnetzwerk für Klima Anpassung in Berlin Brandenburg ( www.inka-bb.de/ ). Bei dem in 24 Teilprojekte gegliederten interdisziplinären Forschungsprojekt, beschäftigte sich das Teilprojekt 23 mit Technologien für klimaangepasste Wasserbewirtschaftung in Stadtgebieten im Klimawandel. Dafür wurden die vom Projektpartner PIK (Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung) entwickelten Klimaszenarien in die verschiedenen Modelle eingebunden, um Aussagen zu wasserwirtschaftlich relevanten Fragen zu treffen. Datengrundlage Als Eingangsdaten wurden die Landnutzungskategorien (vgl. Karte 06.01 und Karte 06.02 , Ausgabe 2008), der klassifizierte Versiegelungsgrad (vgl. Karte 01.02 , Ausgabe 2007), der klassifizierte Flurabstand (vgl. Karte 02.07 , Ausgabe 2010) und Bodenparameter, wie z. B. nutzbare Feldkapazität und kf-Werte, aus dem Datenbestand des Umweltatlas (vgl. Karte 01.06 , Ausgabe 2009) für ca. 25.000 Polygone übernommen. Weitere Bodenparameter, wie zum Beispiel die Porosität, wurden gemäß der Bodengesellschaften des Umweltatlas (vgl. Karte 01.01 , Ausgabe 2009) mit Werten aus der Bodenkundlichen Kartieranleitung (BGR, 2005) belegt. Bei unvollständigen Datensätzen wurden plausible Annahmen getroffen oder Daten aus bereits durchgeführten Projekten der DHI-WASY übernommen. Es ergaben sich 78 unterschiedliche Bodentypen, 156 Bodenarten, 12 Flurabstandsklassen und 775 Landnutzungsklassen. Als Klimadaten wurden tägliche Daten für Niederschlag und potenzielle Verdunstung von 11 Niederschlagsstationen in Berlin und Umgebung verwendet. Die Klimadaten wurden vom DWD erhoben und vom PIK im Rahmen des Forschungsprojektes INKA BB zur Verfügung gestellt. Um die räumlich differenzierte Niederschlagsverteilung (vgl. Karte 04.08 , Ausgabe 1994) in Berlin und Umgebung korrekt abbilden zu können, wurden die Klimadaten mittels eines IDW-Verfahrens (Inverse Distance Weighting, Verfahren der Geostatistik) auf 19 Niederschlagszonen extrapoliert. Die räumliche Verteilung der Niederschlagszonen ist in Abbildung 5 dargestellt. Modellbeschreibung Die im Weiteren dargestellten Ergebnisse basieren auf einem ArcSIWA Modell welches für die gesamte Landesfläche Berlin, einschließlich der Einzugsgebietsgrenzen des Wasserwerkes Tegel, aufgebaut wurde. Das Modell ArcSIWA (Monninkhoff, 2001) ist ein reduziertes Niederschlag-Abfluss-Modell zur eindimensionalen Beschreibung der Abflussbildung und des Bodenwasserhaushalts für quasi-homogene Teilflächen bei einer zeitlichen Auflösung von einem Tag. ArcSIWA berücksichtigt die Interzeption, die Mulden-Speicherung, die Infiltration und den vertikalen Feuchtestrom bis zum Grundwasser einschließlich der Grundwasserneubildung und dem kapillaren Aufstieg. Die mit ArcSIWA berechnete Sicherwasserrate entspricht der Menge an Wasser, welche die ca. zwei Meter mächtige Bodenzone in der Senkrechten verlässt. Eine detaillierte Darstellung des aufgebauten ArcSIWA-Modells wird im Laufe von 2013 in Sklorz und Monninkhoff (2013) präsentiert. Ergebnisse In der Abbildung 6 sind die mit ArcSIWA berechneten jährlichen Sickerwasserraten zwischen 1961-1990 dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass die Jahreswerte zwischen 49 und 235 mm/Jahr zum Teil stark variieren. Der Mittelwert der 30 Jahre liegt bei 142 mm/Jahr während der Median bei 156 mm/Jahr liegt. Ein signifikanter Trend, z. B. klimatisch bedingt, ist innerhalb der Zeitreihen nicht zu erkennen. Die Ergebnisse sind prinzipiell gut mit den langjährigen Mittelwerten der Sickerwasserrate (160 mm/Jahr unter Berücksichtigung der Wasserflächen) aus dem Modell ABIMO (SenStadt 2009c) vergleichbar. Die genannten Werte wurden im Gegensatz zu den Werten in Tabelle 4 ermittelt, indem die Flächen der Gewässer mit einer Sickerwasserrate von 0 mm/Jahr in die Mittelwertbildung einbezogen wurden. Räumliche Unterschiede in den Modellergebnissen gibt es insbesondere im Stadtzentrum, wo ArcSIWA signifikant niedrigere Sickerwasserraten berechnet. Dieser Unterschied ist im Wesentlichen mit den unterschiedlichen Modellansätzen der beiden Modelle für versiegelte Flächen zu begründen. In der Abbildung 7 sind die langjährigen monatlichen Sickerwasserraten der Periode 1961-1990 dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass die Sickerwasserrate innerhalb eines Jahres zwischen 1,2 und 24,5 mm/Monat variiert. Die Wintermonate weisen die höchsten Sickerwasserraten auf, während im Sommer die geringsten Sickerwasserraten auftreten. Für das Forschungsprojekt INKA BB, Teilprojekt 23 wurde die Periode 1961-1990 zur Modellkalibrierung genutzt. Anschließend wurden mit dem Modell Änderungen der Sickerwasser- bzw. Grundwasserneubildung basierend auf vom PIK generierten Klimaszenarien berechnet. Dabei wurde das T0-Szenario (Referenzszenario ohne Klimaänderung) mit dem T2-Szenario (Temperaturänderung von 2°C) verglichen. Die Berechnungen zeigen für die Zukunft eine deutliche Reduzierung der Grundwasserneubildung, welche auf den Klimawandel zurückzuführen ist (DHI, 2012).
Berechnung der Sickerwasserraten auf Jahresebene und auf Monatsebene sowie prognostizierte Veränderungen durch den Klimawandel Die mit dem Modell ABIMO berechneten Daten des Wasserhaushaltes geben 30jährige langjährige Mittel wieder. In der Realität unterliegen die Werte jedoch abhängig von den Niederschlägen z.T. erheblichen jährlichen Schwankungen und unterliegen auch einem innerjährlichen Gang. In einem Forschungsvorhaben wurden die Sickerwasserraten mit einer wesentlich höheren zeitlichen Auflösung berechnet. Projekt Die im Folgenden dargestellten Ergebnisse wurden im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekt INKA BB (Förderkennzeichen 01LR0803C) Teilprojekt 23 erarbeitet. Dabei steht INKA BB für Innovationsnetzwerk für Klima Anpassung in Berlin Brandenburg ( www.inka-bb.de/ ). Bei dem in 24 Teilprojekte gegliederten interdisziplinären Forschungsprojekt, beschäftigte sich das Teilprojekt 23 mit Technologien für klimaangepasste Wasserbewirtschaftung in Stadtgebieten im Klimawandel. Dafür wurden die vom Projektpartner PIK (Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung) entwickelten Klimaszenarien in die verschiedenen Modelle eingebunden, um Aussagen zu wasserwirtschaftlich relevanten Fragen zu treffen. Datengrundlage Als Eingangsdaten wurden die Landnutzungskategorien (vgl. Karte 06.01 und Karte 06.02, Stand 2008), der klassifizierte Versiegelungsgrad (vgl. Karte 01.02, Stand 2007), der klassifizierte Flurabstand (vgl. Karte 02.07, Stand 2010) und Bodenparameter, wie z.B. nutzbare Feldkapazität und kf-Werte, aus dem Datenbestand des Umweltatlas (vgl. Karte 01.06, Stand 2009b) für ca. 25.000 Polygone übernommen. Weitere Bodenparameter, wie zum Beispiel die Porosität, wurden gemäß der Bodengesellschaften des Umweltatlas (vgl. Karte 01.01, Stand 2009a) mit Werten aus der Bodenkundlichen Kartieranleitung (BGR, 2005) belegt. Bei unvollständigen Datensätzen wurden plausible Annahmen getroffen oder Daten aus bereits durchgeführten Projekten der DHI-WASY übernommen. Es ergaben sich 78 unterschiedliche Bodentypen, 156 Bodenarten, 12 Flurabstandsklassen und 775 Landnutzungsklassen. Als Klimadaten wurden tägliche Daten für Niederschlag und potenzielle Verdunstung von 11 Niederschlagsstationen in Berlin und Umgebung verwendet. Die Klimadaten wurden vom DWD erhoben und vom PIK im Rahmen des Forschungsprojektes INKA BB zur Verfügung gestellt. Um die räumlich differenzierte Niederschlagsverteilung (vgl. Karte 04.08, Stand, 1994) in Berlin und Umgebung korrekt abbilden zu können, wurden die Klimadaten mittels eines IDW-Verfahrens (Inverse Distance Weighting, Verfahren der Geostatistik) auf 19 Niederschlagszonen extrapoliert. Die räumliche Verteilung der Niederschlagszonen ist in Abbildung 5 dargestellt. Modellbeschreibung Die im Weiteren dargestellten Ergebnisse basieren auf einem ArcSIWA Modell welches für die gesamte Landesfläche Berlin, einschließlich der Einzugsgebietsgrenzen des Wasserwerkes Tegel, aufgebaut wurde. Das Modell ArcSIWA (Monninkhoff, 2001) ist ein reduziertes Niederschlag-Abfluss-Modell zur eindimensionalen Beschreibung der Abflussbildung und des Bodenwasserhaushalts für quasi-homogene Teilflächen bei einer zeitlichen Auflösung von einem Tag. ArcSIWA berücksichtigt die Interzeption, die Mulden-Speicherung, die Infiltration und den vertikalen Feuchtestrom bis zum Grundwasser einschließlich der Grundwasserneubildung und dem kapillaren Aufstieg. Die mit ArcSIWA berechnete Sicherwasserrate entspricht der Menge an Wasser, welche die ca. zwei Meter mächtige Bodenzone in der Senkrechten verlässt. Eine detaillierte Darstellung des aufgebauten ArcSIWA-Modells wird im Laufe von 2013 in Sklorz und Monninkhoff (2013) präsentiert. Ergebnisse In der Abbildung 6 sind die mit ArcSIWA berechneten jährlichen Sickerwasserraten zwischen 1961-1990 dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass die Jahreswerte zwischen 49 und 235 mm/Jahr zum Teil stark variieren. Der Mittelwert der 30 Jahre liegt bei 142 mm/Jahr während der Median bei 156 mm/Jahr liegt. Ein signifikanter Trend, z.B. klimatisch bedingt, ist innerhalb der Zeitreihen nicht zu erkennen. Die Ergebnisse sind prinzipiell gut mit den langjährigen Mittelwerten der Sickerwasserrate (160 mm/Jahr unter Berücksichtigung der Wasserflächen) aus dem Modell ABIMO (SenStadt 2009c) vergleichbar. Die genannten Werte wurde im Gegensatz zu den Werten in Tabelle 4 ermittelt, indem die Flächen der Gewässer mit einer Sickerwasserrate von 0 mm/Jahr in die Mittelwertbildung einbezogen wurden. Räumliche Unterschiede in den Modellergebnissen gibt es insbesondere im Stadtzentrum, wo ArcSIWA signifikant niedrigere Sickerwasserraten berechnet. Dieser Unterschied ist im Wesentlichen mit den unterschiedlichen Modellansätzen der beiden Modelle für versiegelte Flächen zu begründen. In der Abbildung 7 sind die langjährigen monatlichen Sickerwasserraten der Periode 1961-1990 dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass die Sickerwasserrate innerhalb eines Jahres zwischen 1,2 und 24,5 mm/Monat variiert. Die Wintermonate weisen die höchsten Sickerwasserraten auf, während im Sommer die geringsten Sickerwasserraten auftreten. Für das Forschungsprojekt INKA BB, Teilprojekt 23 wurde die Periode 1961-1990 zur Modellkalibrierung genutzt. Anschließend wurden mit dem Modell Änderungen der Sickerwasser- bzw. Grundwasserneubildung basierend auf vom PIK generierten Klimaszenarien berechnet. Dabei wurde das T0-Szenario (Referenzszenario ohne Klimaänderung) mit dem T2-Szenario (Temperaturänderung von 2°C) verglichen. Die Berechnungen zeigen für die Zukunft eine deutliche Reduzierung der Grundwasserneubildung, welche auf den Klimawandel zurückzuführen ist (DHI, 2012).
Die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, und die Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, haben eine Klimaschutzvereinbarung (KSV) zwischen der HU und dem Land Berlin unterzeichnet, mit der sich die Universität zu einer Endenergie- und CO 2 -Einsparung von mindestens 27 Prozent für direkte CO 2 -Emissionen und mindestens zehn Prozent für indirekte CO 2 -Emissionen verpflichtet (das Vergleichsjahr für die Einsparungen ist 2019). Für die Umsetzung der KSV wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Im Gebäudebereich werden dabei sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung ambitionierte energetische und nachhaltige Ziele verfolgt – trotz der Vielzahl an denkmalgeschützten Gebäuden vor allem an den Standorten in Berlin-Mitte. Auch die Optimierung der Anlagentechnik und der sukzessive Ausbau erneuerbarer Energien sollen wesentlich zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen beitragen, insbesondere auf dem naturwissenschaftlich geprägten Campus in Berlin-Adlershof. Weitere Themen, wie nachhaltige Mobilität und die Verankerung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre, werden ebenfalls betrachtet und sollen anschließend in konkreten Projekten umgesetzt werden. Die Laufzeit der Klimaschutzvereinbarung beträgt zehn Jahre. Auf ihrer Grundlage erstellt die HU derzeit ein Klimaneutralitätskonzept, um spätestens bis zum Jahr 2030 mithilfe von Kompensationsmöglichkeiten und bis zum Jahr 2045 komplett klimaneutral zu sein. Die Humboldt-Universität (HU) zu Berlin ist Berlins älteste Hochschule und eine der renommiertesten Universitäten weltweit. Gründet 1810 umfasst das Lehr- und Forschungsangebot alle grundlegenden Wissenschaftsdisziplinen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, der Rechtswissenschaften, der Lebenswissenschaften, der Mathematik und Naturwissenschaften, der Medizin, der Agrarwissenschaften und der Nachhaltigkeits- und Antikeforschung. Die HU hat aktuell fast 36.000 Studierende aus über 100 Ländern. Sie werden von rund 480 Professor*innen betreut. Rund ein Drittel der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen kommt aus anderen Ländern. Die HU verbindet Forschungsexzellenz mit innovativer Nachwuchsförderung. Im Fokus der Lehre stehen Forschendes Lernen, Interdisziplinarität, Flexibilisierung und Internationalisierung.
Ziel der Auswertung war es, Erkenntnisse zur Umsetzung und weiteren Planung von Formaten sowie geeigneten Evaluationsinstrumenten zu gewinnen. Die Wahrnehmungen und Einschätzungen der Teilnehmenden bilden die Basis eines über 100-seitigen Abschlussberichts, der nun vorliegt. Beauftragt wurde das nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH Berlin (nexus). Insgesamt zieht das Unternehmen nexus in seinem Bericht eine positive Bilanz. Es sei gelungen, in einer neuartigen, eigenverantwortlichen Arbeitsweise nicht nur das Ziel der Fachkonferenz zu erreichen, nämlich den Zwischenbericht Teilgebiete der BGE mbH zu beraten, sondern auch die Beratungsergebnisse zu dokumentieren und an die Vorhabenträgerin zu übermitteln. Darüber hinaus habe die Fachkonferenz die fachliche Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit und die Bereitschaft zur Beteiligung an der Standortsuche zu einem frühen Zeitpunkt im Verfahren gefördert. 90 % der befragten Teilnehmenden gaben nach dem dritten und letzten Beratungstermin der Fachkonferenz an, an künftigen Beteiligungsformaten zur Endlagersuche teilnehmen zu wollen. In erster Linie wurde, so der nexus-Bericht, die Fachkonferenz zum Sammeln von Informationen genutzt. Hauptmotivationen der Teilnehmenden waren persönliche und berufliche Interessen. Es sei von vielen als gesellschaftliche Verantwortung betrachtet worden, am Verfahren teilzunehmen. Knapp die Hälfte der Antwortenden gab an, sich gut zum Zwischenbericht durch die Fachkonferenz informiert zu fühlen. Komplexität des Suchverfahrens als Herausforderung Die Erhebung zeigt allerdings auch, dass die Komplexität des Suchverfahrens für einen Teil der Befragten eine Herausforderung darstellt. Es wird demnach auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe aller beteiligten Akteure sein, die weiteren Schritte des Verfahrens für unterschiedliche Zielgruppen verständlich zu machen und damit die Grundlagen für eine fachliche Auseinandersetzung in unterschiedlichen Beteiligungsformaten zu schaffen. Das BASE geht in seiner Einordnung zum Abschlussbericht ausführlicher auf weitere Evaluationsergebnisse ein. Aussagekraft der Evaluation Basis der Evaluation bildeten über 700 ausgefüllte standardisierte Fragebögen sowie qualitative Interviews mit Teilnehmenden. Zur Repräsentativität der Evaluation kann keine Angabe gemacht werden, da keine Vergleichsdaten zur Grundgesamtheit der Fachkonferenzteilnehmenden vorliegen ( z. B. im Hinblick auf Geschlecht, Alterszusammensetzung und Zugehörigkeit zu Teilnehmendengruppen). Das BASE wird Evaluationen auch künftig als integralen Bestandteil der Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen und sie als wichtiges Instrument des Lernprozesses etablieren. Die Evaluation hat jedoch gezeigt, dass sich nicht alle Forschungsfragen befriedigend beantworten ließen und die Aussagekraft der Ergebnisse teilweise begrenzt ist. Das BASE plant daher, die Instrumente zur Auswertung und Evaluierung auf Basis der Erfahrungen weiterzuentwickeln und zu schärfen, um für künftige Formate noch besser validierte und verwertbare Untersuchungen zu erzielen. 18.02.2022 Weiterführende Informationen Externe Evaluation der Fachkonferenz Teilgebiete PDF, 1 MB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm Einordnung des Abschlussberichts „Externe Evaluation Fachkonferenz Teilgebiete“ PDF, 159 KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm
Neuartige Materialien sollen sicher und nachhaltig sein In einer gemeinsamen Empfehlung zeichnen BAuA, BfR und UBA ein Bild, wie sich die Entwicklung sicherer und nachhaltiger neuartiger Materialien steuern und regeln lässt. Neuartige Materialien sind eine breite und heterogene Gruppe von Materialien, die bewusst so gestaltet wurden, um die funktionalen Anforderungen für zukunftsweisende Anwendungen erfüllen zu können. Das Papier der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), des Bundesinstituts für Risikobewertung ( BfR ) und des Umweltbundesamtes ( UBA ) geht im Hinblick auf Good Governance auf die Aspekte Risikobewertung, Nachhaltigkeit und Steuerung ein und skizziert relevante Handlungsfelder. Technische Anwendungen neuartiger Materialien versprechen häufig die Lösung globaler Herausforderungen wie beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien, Elektromobilität oder auch im Gesundheitsbereich. Ein Blick in die Technikgeschichte innovativer Materialien offenbart jedoch manche Gefährdungen für Mensch und Umwelt, die erst nach ihrem intensiven Einsatz bekannt wurden. Die heutigen neuartigen Materialien sind komplex und haben vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es, frühzeitig die Entwicklung neuartiger sicherer und nachhaltiger Materialien zu regeln und zu steuern. Deshalb geben die Bundesbehörden in einem gemeinsamen Papier Empfehlungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit und eine angemessene Steuerung von neuartigen Materialien. Dazu gehört unter anderem ein Frühwarnsystem, um Materialien, die Anlass zu Bedenken geben, rechtzeitig zu identifizieren. Die Behörden sehen zudem die Notwendigkeit, dass bestehende Gesetze, Verordnungen und Bewertungsmethoden überprüft und anpasst werden. Nur so kann der Rechtsrahmen mit technischen Innovationen Schritt halten. Die gemeinsame Perspektive baut auf aktuellen Diskussionen über Konzepte zur sicheren und nachhaltigen Gestaltung („Safe and Sustainable by Design“) von chemischen Stoffen, Materialien und Produkten auf. Dabei gibt sie Empfehlungen, welche notwendigen Erwägungen zu treffen sind, um diese Konzepte auf neuartige Materialien anzuwenden. Angesichts der Interdisziplinarität des Themas und der Vielfalt der betroffenen Interessensgruppen hebt das Papier die Bedeutung der Einrichtung von Dialogmechanismen hervor. Zudem wird der künftige Forschungsbedarf ermittelt. Insbesondere sollte die Vorlaufforschung intensiviert werden, um in einer frühen Phase der Materialinnovationen eine sichere und nachhaltige Entwicklung unterstützen zu können. Ebenso bedarf es einer regulierungsbegleitenden Forschung, die den Bedarf für spezifische Regulierungsmaßnahmen untersucht und angepasste Prüf- und Bewertungsmethoden erarbeitet. Das Papier, das aktuelle Aktivitäten, Überlegungen und Empfehlungen von BAuA, BfR und UBA zusammenfasst, soll als Diskussionsgrundlage auf nationaler, europäischer und OECD Ebene dienen. Die gemeinsamen Empfehlungen bauen auf der gemeinsamen Forschungsstrategie der deutschen Bundesoberbehörden zur Anwendungssicherheit und Umweltverträglichkeit von Nanomaterialien und anderen innovativen Werkstoffen auf. Sie greifen zudem die Diskussionen auf, die im Rahmen einer Reihe von drei vom UBA organisierten internationalen Themenkonferenzen zu neuartigen Materialien und deren Herausforderungen geführt wur-den.
Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Befunde und Handlungsempfehlungen aus einem interdisziplinären Forschungsprojekt Integrationsarbeit verbessern Wenn Schutzsuchende nach Deutschland kommen, werden sie nach bestimmten Quoten auf die Länder und Kommunen verteilt. Dabei werden keineswegs nur urbane Räume ausgewählt, sondern auch ländliche Re- gionen. Auf diese Weise soll die Aufgabe der Aufnahme und Integration Geflüchteter auf viele Schultern verteilt werden. Wenn allerdings politisch über Herausforde- rungen oder erfolgversprechende Ansätze bei der Integration diskutiert wird, wird auf Erfahrungen aus dem städtischen Kontext Bezug genommen.Das Verbundforschungs- Eine derart »urbanisierte« Integrationspolitik funk- tioniert jedoch nur eingeschränkt für Herausforde- rungen in ländlichen Regionen. Manche Herausfor- derungen – wie beispielsweise die Gewährleistung von Mobilität – stellen sich in Städten in dieser Form überhaupt nicht. Es ist daher an der Zeit, ländliche Integrationsarbeit auf Basis empirischer Befunde aus ländlichen Regionen zu diskutieren.• der Technischen projekt wurde durchgeführt von Wissenschaftler:innen • des Thünen-Instituts für Ländliche Räume, • der Friedrich-Alexan- der-Universität Erlan- gen-Nürnberg • der Universität Hildesheim und Universität Chemnitz. Das Projekt wurde zwischen 2018 und 2021 durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirt- schaft gefördert und ist ein Kernvorhaben des Nationa- Das vorliegende Papier setzt hier an und entwickelt in 15 übergreifenden Themenfeldern Handlungs- empfehlungen, mit denen sich die Integrationsarbeit für Geflüchtete in ländlichen Regionen verbessern lässt. Grundlage sind umfassende empirische Daten aus dem interdisziplinären Verbundforschungspro- jekt »Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands«. len Aktionsplans Integrati- on der Bundesregierung. Weitere Informationen: www.gefluechtete-in- laendlichen-raeumen.de
The aim of this interdisciplinary research project in North Rhine-Westphalia (NRW), Germany, entitled "Elimination of pharmaceuticals and organic micropollutants from waste water" involved the conception of cost-effective and innovative waste-water cleaning methods. In this project in vitro assays, in vivo assays and chemical analyses were performed on three municipal waste-water treatment plants (WWTP). This publication focuses on the study of the in vitro bioassays. Cytotoxic, estrogenic, genotoxic and mutagenic effects of the original as well as enriched water samples were monitored before and after wastewater treatment steps using MTT and PAN I, ER Calux and A-YES, micronucleus and Comet assays as well as AMES test. In most cases, the measured effects were reduced after ozonation, but in general, the biological response depended upon the water composition of the WWTP, in particular on the formed by-products and concentration of micropollutants. In order to be able to assess the genotoxic and/or mutagenic potential of waste-water samples using bioassays like Ames test, Comet assay or micronucleus test an enrichment of the water sample via solid-phase extraction is recommended. This is in agreement with previous studies such as the "ToxBox"-Project of the Environmental Agency in Germany. © 2022 Informa UK Limited
ABSCHLUSSBERICHT zur Zielvereinbarung zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und der Hochschule Magdeburg-Stendal für die Jahre 2015 bis 2019 1. Zusammenfassung: /// Die Jahre 2015 bis 2019 im Überblick 3 ABSCHLUSSBERICHT zur Zielvereinbarung zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und der Hochschule Magdeburg-Stendal für die Jahre 2015 bis 2019 1. Zusammenfassung: Die Jahre 2015 bis 2019 im Überblick4 2. Studium, Lehre, Weiterbildung6 3. Forschung, Entwicklung und Transfer8 4. Third Mission10 5. Verwaltung und Servicebereiche12 6. Chancengleichheit, Gleichstellung, Diversität14 7. Kommunikation, Marketing und Events16 8. Internationales18 Anhang20 Stand: 16.12.2020 Hochschule Magdeburg-Stendal Rektorat Anmerkung: Der Bericht fasst die Rektorats- und Jahresberichte der Jahre 2015 bis 2019 zusammen und gibt einen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der Hochschule in diesem Zeitraum. Grafiken, Tabellen und andere Mittel zur Veranschaulichung des Textes wurden zugunsten der Lesbarkeit im Anhang platziert. Vollständig enthalten sind sie in den Jahresberichten zur Zielvereinbarung und stehen mit diesen elektronisch zur Verfügung. Die Berichte sind abrufbar unter: h2.de/berichte. 4 Abschlussbericht der Hochschule Magdeburg-Stendal zur Zielvereinbarung 2015 - 2019 1. Zusammenfassung: Die Jahre 2015 bis 2019 im Überblick Die Hochschule Magdeburg-Stendal hat sich in der Zielvereinbarungsperiode 2015 bis 2019 zahlreichen Ent- wicklungs- und Veränderungsprozessen gestellt, um die Herausforderungen an eine moderne und zukunftsfähige Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Sachsen-An- halt erfolgreich umzusetzen. Anknüpfend an die Hochschul- strukturplanung des Landes Sachsen-Anhalt und den Hoch- schulentwicklungsplan hat die Hochschule seit 2015 einen umfangreichen Organisationsentwicklungsprozess angesto- ßen, der zur Profilierung und Weiterentwicklung in allen Hochschulbereichen und in der Servicestruktur beigetragen hat. Zu den übergreifenden Zielen gehörten insbesondere die Förderung einer qualitativ hochwertigen Lehre und pra- xisorientierten Forschung, der Ausbau und die Festigung re- gionaler wie internationaler Partnerschaften sowie die Stei- gerung eines effizienten Ressourceneinsatzes sowie einer praktizierten Interdisziplinarität. Den Querschnittsaufgaben Digitalisierung, Internationalisierung, Chancengleichheit, Vielfalt, Diversität, Inklusion, Gesundheit und Nachhaltigkeit widmete die Hochschule hierbei ein besonderes Augenmerk. Ergebnisse dieser komplexen Anstrengungen wa- ren die Konsolidierung der Studienanfängerzahlen, die interdisziplinäre Entwicklung neuer, attraktiver Studienan- gebote und die kontinuierliche Steigerung der eingeworbe- nen Drittmittel. Positiv wirkten dabei die dauerhafte Beset- zung zusätzlicher Stellen durch die vom Land zugewiesenen BAföG-Mittel, die seit vielen Jahren erstmalige Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschule sowie die finanziel- le Förderung aus EU- und Bund-Länder-Programmen wie zum Beispiel dem Hochschulpakt, Qualitätspakt Lehre oder Innovative Hochschule. Zu diesen Entwicklungen und Erfol- 1. Zusammenfassung: /// Die Jahre 2015 bis 2019 im Überblick gen der Hochschule Magdeburg-Stendal haben insgesamt mehr als 530 Mitarbeiter*innen beigetragen. Mit größtem Engagement ist es in weiten Teilen gelungen, die Ziele kon- sequent zu verfolgen und umzusetzen, trotz der zahlreichen Herausforderungen und veränderten Rahmenbedingungen. Als weitreichende hochschulpolitische Verände- rungen im Berichtszeitraum seien hierbei der Prozess zur Novellierung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-An- halt – u. a. mit der Übertragung des Berufungsrechts auf die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – oder die Än- derungen zum Kooperationsverbot zwischen Bund und Län- dern zu nennen. Hochschulintern führten die Diskussion und die Veränderung der Hochschulstrukturen im Ergebnis zum Hochschulentwicklungsplan 2015 bis 2024. Darüber hinaus optimierte die Hochschule Lern- und Arbeitsbedingungen durch die Erneuerung wichtiger Infrastruktur und forcierte bewährte Aktivitäten in Kooperation mit externen Partnern in den Bereichen Forschung und Third Mission. Die Hochschule hat sich diesen Herausforderungen aktiv gestellt und die neuen Handlungsmöglichkeiten ge- nutzt. Sie hat eine neue Grundordnung verabschiedet, die interne Selbststeuerung weiterentwickelt und die inhalt- liche Modifizierung der Fachbereiche befördert. Zugleich hat die Hochschule das wichtige Ziel, trotz der restriktiven finanziellen Rahmenbedingungen einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, mit Erfolg umgesetzt. Große Bedeutung für die positive Entwicklung des Arbeitsklimas und der Außenwirkung der Hochschule hat- te der 25-jährige Jahrestag ihrer Gründung im Herbst 2016. Vorbereitet und umgesetzt mit einem langfristig angeleg- ten Konzept, war das Jubiläum als Dreiklang gestaltet: mit der großen studentischen Veranstaltung „CampusFestival“ als Auftakt, einem Fest für alle Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter als Abschluss sowie der offiziellen Festveranstaltung – mit Jubiläumsbuch und Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wis- senschaft und Gesellschaft – als zentrale Höhepunkte. Sichtbare Erfolge der Aktivitäten der Hochschule zeigen sich auch in den Kennzahlen: Beispielsweise wurden 2019 fast zwölf Millionen Euro Drittmittel eingeworben, die mit den daraus resultierenden Arbeitsplätzen einen neuen Höchstwert erreichten. Außerdem ist die Stabilisierung der Anfängerzahlen anzuführen: Zum fünften Mal hinterein- ander konnten 2019 zum Wintersemester rund 1.400 junge Menschen immatrikuliert werden. Mehr als 530 Beschäftigte im wissenschaftlichen und administrativen Bereich arbeiten dabei gemeinsam an den Zielen. Weniger außenwirksam, aber von nachhaltiger Bedeutung, ist zudem die neu entwickelte Strategie der Hochschule, die Strategic Map, anzuführen. Während die- ser partizipative Prozess 2019 initiiert und in der gesamten Hochschule diskutiert wurde, konnten im gleichen Jahr die Führungsleitlinien sowie die Leitlinien Lehren und Lernen verabschiedet werden. Weitere Beispiele für die erfolgreiche Entwicklung dieses Jahres boten das Zentrum für Weiterbildung, das als zentrale Serviceeinheit der Hochschule die Entwicklung und Durchführung von Studienprogrammen und -angeboten unterstützt. Ein attraktives Resultat koordinierter Anstrengun- gen war die interdisziplinäre Entwicklung von neuen Stu- dienangeboten. Ein Erfolgsbeispiel ist der Bachelor-Studien- gang Mensch-Technik-Interaktion, den drei Fachbereiche gemeinsam entwarfen und der schon im ersten Jahr mehr Studierende anzog als seine rechnerische Kapazität auswies. Der im Bereich Weiterbildung gestartete Master-Studien- gang Digital Business Management ist ebenfalls eines der fachübergreifenden Angebote. Eine zentrale Säule ihrer Arbeit im Bereich der Internationalisierung war im Zeitraum von 2015 bis 2019 die Koordinierung und weitere Ausgestaltung des transna- tionalen Bildungsprojekts Deutsch-Jordanische Universität (GJU), eines Referenzprojekts deutscher Bildungspolitik mit über 100 deutschen Hochschulpartnern. Die GJU und die Hochschule Magdeburg-Stendal verbindet eine strategische Partnerschaft. Das GJU-Projekt wird vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geför- dert, seine anhängigen Stipendienprogramme aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Mit einem Volumen von rund 2,3 Millionen Euro jährlich ist das GJU-Projekt das größte Dritt- mittelprojekt an der Hochschule. Wichtig für die Ausstrahlung der Hochschule in die Wirtschaft und die Gesellschaft sind auch die externen Ko- operationsbeziehungen und die Third-Mission-Aktivitäten. Traditionell spielen dabei die Kompetenzzentren der Hoch- schule eine wesentliche Rolle. So das Kompetenzzentrum Frühe Bildung in Stendal, das sich als wichtiger Partner für die wissenschaftliche Beratung von Politik und Gesundheits- wesen etablieren konnte und die Professionalisierung und (Teil-) Akademisierung des Kita-Personals unterstützt und so maßgeblich dazu beigetragen hat, die Qualität der Frühen Bildung im Land zu sichern. 5 Besondere Bedeutung für die Region erreichte das Projekt Inklusive Bildung für Sachsen-Anhalt (INBIST), in dem der Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften am Standort Stendal Menschen mit Beeinträchtigungen durch eine dreijährige Qualifizierung zu Bildungsfachkräften aus- bildete. Im Berichtszeitraum hat die Hochschule auch ihre Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftsorganisationen ausgebaut und gefestigt. Mit dem Fraunhofer-Institut Mag- deburg gewann die Hochschule durch einen Kooperations- vertrag einen strategischen Partner für die Forschung an zukunftsweisenden Energiekonzepten, von der besonders die Studierenden am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign profitieren. Mit dem Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg (LIN) gelang erstmals eine ge- meinsame Berufung auf dem Gebiet der Neurokognitiven Entwicklung. Das LIN und die Hochschule unterzeichneten 2017 einen umfangreichen Kooperationsvertrag für eine Zu- sammenarbeit auf dem Gebiet der Neurobiologie. In den Jahres- und Rektoratsberichten der Jahre 2015 bis 2019 hat die Hochschule über die Erreichung ihrer Ziele ausführlich berichtet. Eine Übersicht zu einzelnen Zielen bietet die Tabelle ab Seite 20. Alle ausführlichen Berichte sind online verfügbar unter www.h2.de/berichte.
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