Das Vorhaben umfasst eine internationale Bestandsaufnahme politischer Strategien zur Verminderung des Flächenverbrauchs. Es soll untersucht werden, ob und wie der Begriff 'Flächenverbrauch' im internationalen Maßstab bislang definiert und datenmäßig untersetzt ist, welche politischen, rechtlichen, ökonomischen und planerischen Regelungen und Initiativen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs existieren und ob und wenn ja welche Indikatoren und Monitoringkonzepte in anderen Ländern in Bezug auf den Flächenverbrauch zur Anwendung kommen. Ziel des Vorhabens ist es, auf der Basis der Bestandsaufnahme konkrete Vorschläge für geeignete Indikatorensets und Monitoringkonzepte zu entwickeln, die international zur Anwendung kommen können. Deutschland nimmt beim Flächenverbrauch eine Vorreiterrolle ein. Das 30 Hektar Ziel ist seit seiner Implementierung in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2002 ein umweltpolitischer Schwerpunktindikator, der Maßstäbe für das umweltpolitische und planungsrechtliche Handeln in Deutschland festlegt. In Europa und in der Welt ist der Flächenverbrauch erst seit einigen Jahren Gegenstand umwelt- und gesellschaftspolitischer Strategien. Die UN strebt im Rahmen der im September 2015 beschlossenen globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG's) an, bis zum Jahr 2030 Landdegradationsneutralität (land degradation neutrality) zu erreichen. Ebenso hat die EU im Rahmen des Fahrplans für ein ressourceneffizientes Europa das Ziel ausgerufen, bis 2050 die 'Landnahme' auf null zu reduzieren (zero land take). In dem Vorhaben sollen konkrete Vorschläge zur Untersetzung dieser Ziele sowie Vorschläge für Zwischenziele erarbeitet werden, die Deutschland in die Debatte zur Ausfüllung des strategischen Rahmens von SDG's und EU Politiken einspeisen kann. Die Ergebnisse sollen auf einem internationalen Workshop in Brüssel, der im Rahmen des Vorhabens ausgerichtet wird, präsentiert werden.
Die aktuellen Arbeiten des UNEP Ressourcenpanels haben deutlich gemacht, dass eine Verbesserung der Ressourceneffizienz eine wichtige Grundvoraussetzung für die Erreichung der Klimaschutzziele von Paris und die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ist. Klimaschutz und Ressourcenschonung bedingen sich gegenseitig. Auch laufende Forschungsprojekte zum Nexus Klimaschutz und Ressourcenschonung auf nationaler Ebene, wie das Projekt 'Ressourcenschonendes und treibhausgasneutrales Deutschland 2050', lassen erkennen, dass ein ambitionierter Klimaschutz mit einem ambitionierten Ressourcenschutz einhergehen muss. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen zielt das Vorhaben darauf ab zu erkennen, wie sich auf internationaler Ebene Ressourcennutzung und THG-Emissionen unter verschiedenen Politikszenarien auswirken. Dabei sollen die Wechselwirkungen zwischen internationalen oder multinationalen (insbesondere G7/G20) Politikmaßnahmen der Klima- und Ressourcenschonungspolitik analysiert und bewertet werden. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wie wirkt sich Ressourcennutzung/-verbrauch auf THG-Emissionen und die wirtschaftliche Entwicklung aus? Wie wirkt sich Klimapolitik auf den Ressourcenverbrauch aus? Wie wirkt sich Ressourcenpolitik auf THG-Emissionen aus? Welche Wirkungen gibt es bei einer integrierten Klima- und Ressourcenpolitik auf Ressourcenverbrauch und THG-Emissionen, welche Synergien können genutzt werden, welche Trade-offs sind zu vermeiden? Die Ergebnisse sollen in internationalen Workshops auf Fachebene diskutiert und verbreitet werden. Zudem werden die Erkenntnisse wissenschaftlich auf Konferenzen verbreitet (z.B. World Ressources Forum, European Ressources Forum) und in wissenschaftlichen Journalen verarbeitet.
Neben den großen Bergbaunationen der Industrieländer (CAN, AUS) verfügen insbesondere Staaten im globalen Süden häufig über große Vorkommen an Bodenschätzen. Rohstoffabbau und -aufbereitung erfolgen zu einem großen Teil durch international agierende privatwirtschaftliche Akteure, aber auch durch große Staatskonzerne. Je nach Rohstoff spielt auch der legale und illegale Klein- und Kleinstbergbau eine wichtige Rolle. Umwelt- und Sozialstandards und Sektor-Governance in rohstoffexportierenden Staaten sowie internationale Vorgaben sind vielfach nicht ausreichend, um das Auftreten erheblicher negativer Umweltauswirkungen und sozialer Probleme, die z.B. durch die negativen Umweltwirkungen ausgelöst werden, bei der Gewinnung der Rohstoffe zu vermeiden. Eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen führt zudem zur steten Erschließung neuer Lagerstätten, u.a. in sensiblen, bislang wenig genutzten Ökosystemen wie Regenwäldern. Eine stärkere Regulierung des internationalen Bergbausektors ist aus Umweltsicht daher notwendig. Ansätze für internationale Vorgaben zum Umweltschutz und sozialen Aspekten mit Bezug zum Bergbau finden sich in verschiedenen Völkerrechtsquellen und 'soft law'-Dokumenten (bspw. Menschenrechte, Rechte indigener Völker, Minamata-Konvention, bilaterale Rohstoffabkommen zwischen Deutschland und Partnerstaaten). Diese Vorgaben sind jedoch nicht umfassend und bergbauspezifisch und führen in der Praxis aufgrund verschiedener Defizite, bspw. im Vollzug, nicht zu ausreichendem Umweltschutz und sozial verträglichem Bergbau. Das Vorhaben soll daher internationale Governance-Instrumente identifizieren, die geeignet sind, internationale Standards bei der Gewinnung direkt und indirekt importierter Rohstoffe zu fördern. Es soll insbesondere Defizite des bestehenden Governance-Rahmens aufzeigen und bewerten, welche Ansätze am vielversprechendsten sind, um den Umweltschutz unter Berücksichtigung des sozioökonomischen Kontextes im Rohstoffsektor zu stärken.
Anlässlich des 30. Jahrestages der Atom-Katastrophe von Tschernobyl und des 30. Jahrestages der Gründung des Bundesumweltministeriums soll im Jahr 2016 das internationale Forum 'Umweltpolitik 3.0' durchgeführt werden. Das Forum richtet sich an die wissenschaftliche Fachwelt. Im Sinne eines interdisziplinären Austauschs werden auch Vertreter aus Fachverbänden, der Zivilgesellschaft, aus Gewerkschaften, Kirchen und Wirtschaft angesprochen. Thematisiert und analysiert werden sollen: - Entwicklung, Wegmarken, Erfolge in drei Jahrzehnten deutscher Umweltpolitik - Zusammenwirken deutscher und internationaler Entwicklungen in der Umweltpolitik - Rolle der Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima für die Entwicklung der deutschen und internationalen Umweltpolitik sowie der Umgang mit den atomaren Hinterlassenschaften der Atomenergienutzung vor dem Hintergrund der Endlagersuche in Deutschland - Rolle der Bürgergesellschaft für die Entwicklung der Umweltpolitik - Rolle der Umweltpolitik für die Entwicklung von Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit - Debatte über die Zukunft ökologischer Politik; Chancen der Integration von Umwelt und Bauen Geplant ist ein Debattenkongress internationaler Experten der Umweltpolitik, die auf der Veranstaltung die Möglichkeit erhalten, in unterschiedlichen thematischen Foren ihre Beiträge einzubringen. Mit diesem Forschungsvorhaben sollen der Fachdebatte über die vergangene Entwicklung der Umweltpolitik und über mögliche Entwicklungsperspektiven neue Impulse gegeben werden. Das Vorhaben soll eine fachlich fundierte Vorbereitung und den hohen inhaltlichen Zielen entsprechende programmatische Ausarbeitung des geplanten Debattenkongresses sichergestellt. Ebenso ist die Ausführung sowie die Auswertung und Dokumentation der Kongressergebnisse Gegenstand des Auftrags.
Im Dezember 2022 haben die 196 Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity - CBD) auf der Weltnaturkonferenz in Montreal eine globale Vereinbarung zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Natur verabschiedet. Der Globale Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal (Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework - GBF) hat den Anspruch, die weltweite Naturzerstörung zu stoppen und die dringend benötigte Trendwende zum Schutz von Arten und Ökosystemen einzuleiten. Der Beitrag beschreibt wichtige Inhalte des GBF und nimmt eine erste Bewertung vor. Der Verhandlungsverlauf hin zu einer Einigung wird erläutert, wobei die wichtigsten strittigen Verhandlungspositionen anhand von Beispielen dargestellt werden. Im Ergebnis ist der GBF ein robustes Rahmenwerk mit klarem Ambitionsniveau und einem vielversprechenden Umsetzungsmechanismus. Ein Ausblick macht deutlich, dass es jetzt auf eine erfolgreiche Umsetzung ankommt und nennt Potenziale, die diese ermöglichen können.
Die Arktis gehört zu den 'Hot Spots' der Klimaschutzdiskussion. Die Folgen des durch Rückgang der Eisbildung und Abschmelzen des Eises bereits unübersehbaren Klimawandels haben zu einem stark zunehmenden Interesse an der Arktis und seiner vielfältigen Problemkulisse geführt: - Gefährdung der biologischen Vielfalt; - Gefährdung des Schutzes und der Lebensräume der indigenen Bevölkerung, der Inuit und anderer Polarvölker; - massive Umweltgefährdungen durch absehbare Erschließungsmöglichkeiten fossiler Energierohstoffen ; - Umweltgefährdungen durch Öffnung der Seewege für den internationalen Schiffsverkehr; - zunehmende Anreicherung der arktischen Umwelt durch Umweltchemikalien ('sog. 'POP's'); - Umweltgefährdungen durch militärische Altlasten und Nutzungen; - weitere Problempotenziale, zum Beispiel die Themen Fischerei, Tourismus, oder freie Forschungsaktivitäten. In den sechs Arbeitsgruppen des Arktischen Rates existieren eine Reihe von Aktivitäten zur Erfassung, Bewertung und Eindämmung der Umweltgefährdungen in der Arktis. Diese beziehen sich z.B. auf die Erarbeitung von Umweltzustandsberichten, Erstellung von Richtlinien, Monitoring oder Dialogprozessen. Deutschland nimmt z.Z. trotz vielfältiger Beziehungen zur arktischen Umwelt (siehe Bundesinteresse) nur sporadisch und nur durch zumeist an Einzelfragen interessierten Wissenschaftlern teil. Mit dem Vorhaben sollen die dt. Inter-essen am Umweltschutz in der Arktis über den Forschungsbereich hinaus systematisch erfasst werden. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen entwickelt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 56 |
| Europa | 4 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 7 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 42 |
| Text | 9 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 14 |
| Offen | 43 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 55 |
| Englisch | 14 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 5 |
| Keine | 41 |
| Webseite | 12 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 27 |
| Lebewesen und Lebensräume | 43 |
| Luft | 32 |
| Mensch und Umwelt | 57 |
| Wasser | 21 |
| Weitere | 57 |