Ein hohes Niveau an Verkehrssicherheit ist wichtig, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger unbesorgt durch den öffentlichen Raum bewegen können. Auch wenn in Berlin im nationalen und internationalen Vergleich selten schwere Unfälle vorkommen, ist jeder Unfall einer zu viel. Vor allem, wenn dabei Personen zu Schaden kommen. Der Fokus der Verkehrswegeplanung auf Verkehrssicherheit ist mit dem Mobilitätsgesetz weiter verstärkt worden. „Vision Zero“, also Null Verkehrstote und Verletzte, ist das Leitbild, dem die zuständigen Behörden beim Umbau der Verkehrsinfrastruktur verpflichtet sind. Das gilt unabhängig von der Tatsache, dass menschliches Fehlverhalten die Unfallursache Nummer eins ist. Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachtung der Vorfahrtsregelungen, unangepasste Geschwindigkeit und Alkoholeinfluss sind die häufigsten Unfallursachen. Nichtsdestotrotz muss eine gute Verkehrsinfrastruktur so gestaltet sein, dass sie weniger Fehler zulässt. Deswegen müssen die Behörden besonders die schweren Unfälle genau untersuchen und wenn nötig die Gefahrenstellen minimieren. Die zuständige Institution für diese Untersuchungen ist die Unfallkommission. Berliner Polizei(Polizei Berlin): Verkehrsunfallstatistik Ziel der Unfallkommission ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und zu erhöhen. Dafür hat sie die Aufgabe, Unfallorte zu untersuchen, Verkehrsanlagen auf Mängel zu analysieren, Abhilfemaßnahmen festzulegen und deren Wirkung zu überprüfen. Maßnahmen können beispielsweise bessere Sichtbeziehungen, eine verstärkte Beleuchtung, neue Ampelschaltungen oder veränderte Spuraufteilungen sein. Mitglieder der Unfallkommission sind die Abteilung Verkehrsmanagement der auch die Geschäftsführung der Unfallkommission unterliegt und die eine Einrichtung Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist, die Polizei und die Baubehörden der Bezirke sowie des Senats. Letztere sind als Baulastträger bzw. Planer in der Unfallkommission vertreten. Bild: Panumas – adobe.stock.com Darstellung der Verkehrsunfälle mit Todesfolge nach § 21 MobG BE Das Mobilitätsgesetz (MobG BE) sieht in § 21 vor, dass die Unfallkommission bei allen Unfällen mit Todesfolge und mit Schwerverletzen über eventuell zu ergreifende bauliche Maßnahmen berichtet. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen Sofern Probleme nicht durch Sofortmaßnahmen gelöst werden können, erfolgt eine Realisierung der Maßnahmen in der Regel durch den zuständigen Baulastträger (der Bezirk) bzw. der mit der Modernisierung und dem Betrieb der Berliner Ampeln beauftragten Firma. Weitere Informationen Abhilfe Gefahrensituation – Beispiel Problemlage und umgesetzte Verbesserungsmaßnahme am Knotenpunkt Bismarckstraße / Kaiser-Friedrich-Straße. Weitere Informationen
Auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, dass in Deutschland die erste Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wurde. Um auf künftige Pandemien noch besser vorbereitet zu sein, stärkt das Wissenschaftsministerium die Pandemie-Forschung an der Universitätsmedizin Halle. Für insgesamt 5,2 Millionen Euro bearbeitet ein Forscher-Konsortium 22 Projekte, dich sich unter anderem mit der Übertragungsdynamik von Krankheitserregern und den Auswirkungen von Pandemiemaßnahmen befassen. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Forschung mit drei Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen, die restlichen Kosten finanziert die Universitätsmedizin aus Eigenmitteln. „Die Corona-Pandemie hat uns vor fünf Jahren vor große Herausforderungen gestellt, auch wenn wir uns seinerzeit auf ein im internationalen Vergleich leistungsfähiges Gesundheitssystem verlassen konnten. Umso wichtiger ist es, die richtigen Erkenntnisse aus der Corona-Zeit zu ziehen und sich für künftige Pandemien noch besser zu rüsten“, betonte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am heutigen Montag. „Die Universitätsmedizin Halle leistet hierfür mit ihren Forschungsvorhaben einen wertvollen Beitrag.“ Ziel des wissenschaftlichen Konsortiums der Unimedizin Halle ist es im Weitern, Strukturen und Kompetenzen zu schaffen, die eine optimale Bewältigung einer Pandemie in Sachsen-Anhalt ermöglichen. Dazu gehören ethisch vertretbare Handlungsempfehlungen für die pflegerische und medizinische Versorgung sowie die Stärkung der Gesundheitsämter. Darüber hinaus soll die klinische Forschung intensiviert werden, beispielsweise durch den Aufbau eines „Long-COVID“-Registers und einer Studienambulanz. Ein weiterer Aspekt ist die Minimierung von Kollateralschäden. Eine Pandemie oder vergleichbare Krisensituation hat viele Facetten und bleibt auch zukünftig eine Herausforderung. „Die Projekte im Konsortium verbinden mathematische Modellierungen, Pflege- und Versorgungsforschung, ethische Analysen und klinische Laborforschung auf einem hohen Niveau. Mit den 30 beteiligten Instituten und Kliniken der Universitätsmedizin Halle ist der Verbund so vielseitig aufgestellt, wie die offenen Fragestellungen“, erklärt Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Einige Projekte befinden sich in der Vorbereitungsphase und werden in Kürze anlaufen, während andere bereits erste Ergebnisse vorweisen können. Informationen zum Konsortium und den einzelnen Teilprojekten stehen online unter www.umh.de/coprep zur Verfügung. Hintergrund: Im Dezember 2021 hat der Landtag als Bestandteil eines Nachtragshaushaltsgesetzes für das Jahr 2021 das Sondervermögen Corona in Höhe von knapp zwei Milliarden Euro verabschiedet. Insgesamt 60 Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Land Sachsen-Anhalt resilienter gegen Pandemien aufzustellen. Dazu zählen Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitssektors, Digitalisierungsvorhaben sowie Maßnahmen zum Restart der Wirtschaft und Gesellschaft. Die Maßnahme 19 „Vorhaben zur Pandemieforschung“ umfasst rund sechs Millionen Euro, die jeweils zur Hälfte für Vorhaben der Pandemieforschung an die medizinischen Fakultäten der Universitäten Halle und Magdeburg zugewiesen werden. Die Projekte laufen bis 2026. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X
Statistische Auswertungen aus dem Strahlenschutzregister Das SSR ist das größte zentrale Register für Daten zur beruflichen Strahlenexposition in Europa in Bezug auf die Anzahl an jährlich erfassten Personen. Sie gehören zu Berufsgruppen aus Medizin, Kerntechnik, allgemeine Industrie, Forschung und Lehre, fliegendes Personal, NORM-Arbeitsplätze, Radon sowie Altlasten. Im Jahr 2023 wurden etwa 422.000 Personen beruflich strahlenschutzüberwacht. Bei etwa drei Viertel dieser überwachten Personen lagen im Jahr 2023 die ermittelten Dosiswerte stets unterhalb der Nachweisgrenze . Lediglich knapp 95.000 Beschäftigte haben einen messbaren Dosiswert erhalten und gelten damit als messbar exponierte Personen. Zusammensetzung der strahlenschutzüberwachten Personen in Deutschland im Jahr 2023. Die prozentualen Anteile beziehen sich auf die Gesamtzahl von ca. 422.000 strahlenschutzüberwachten Personen. Seit Beginn der Erfassung der beruflichen Exposition durch das SSR im Jahr 1997 ist die Anzahl der jährlich strahlenschutzüberwachten Personen um rund 28 % gestiegen. Im Jahr 2023 wurden etwa 422.000 Personen beruflich strahlenschutzüberwacht (siehe Abbildung rechts und Tabelle). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Überwachungszahlen auf einem vergleichbaren Niveau verblieben. Das SSR ist damit das größte zentrale Register für Daten zur beruflichen Strahlenexposition in Europa in Bezug auf die Anzahl an jährlich erfassten Personen (nähere Informationen zum internationalen Vergleich siehe ESOREX ). Bei etwa drei Viertel dieser überwachten Personen lagen im Jahr 2023 die ermittelten Dosiswerte stets unterhalb der Nachweisgrenze . Lediglich knapp 95.000 Beschäftigte haben einen messbaren Dosiswert erhalten und gelten damit als messbar exponierte Personen. Strahlenschutzüberwachte Personen in Deutschland im Jahr 2023 Personen im SSR Anzahl Strahlenschutzüberwachte Personen 421.599 Messbar exponierte Personen 94.501 Personen mit SSR -Nummer 421.599 Personen mit gültigem Strahlenpass 48.800 Männliche Personen 177.665 Weibliche Personen 243.934 Auswertungen zur beruflichen Strahlenexposition nach Berufsgruppen Anteil der strahlenschutzüberwachten Personen in Deutschland im Jahr 2023 nach Berufsgruppen Im Jahr 2023 erfasste das SSR in Deutschland insgesamt ca. 422.000 strahlenschutzüberwachte Personen, die folgenden Berufsgruppen zuzuordnen sind: Medizin, Kerntechnik, allgemeine Industrie, Forschung und Lehre, fliegendes Personal, NORM -Arbeitsplätze, Radon sowie Altlasten (siehe nebenstehende Abbildung). Mit 77 % stellt der medizinische Bereich den mit Abstand größten Anteil der strahlenschutzüberwachten Personen. An zweiter Stelle steht mit 9 % das fliegende Personal, gefolgt von Beschäftigten der allgemeinen Industrie mit einem Anteil von 6 % der strahlenschutzüberwachten Personen. Die Bereiche Forschung und Lehre sowie Kerntechnik machten im Jahr 2023 einen Anteil von 4 % beziehungsweise 3 % aller strahlenschutzüberwachten Personen aus. Die kleinsten Gruppen bildeten im Jahr 2023 die Beschäftigten aus den Bereichen NORM mit 0,04 % , Altlasten mit 0,1 % , Radon mit 0,1 % sowie Sonstige mit 0,1 % aller strahlenschutzüberwachten Personen. Hier wurden etwa 1.300 Individuen im Jahr 2023 im SSR registriert. Nicht alle strahlenschutzüberwachten Personen sind messbar exponiert Anteil der messbar exponierten Personen in Deutschland im Jahr 2023 nach Berufsgruppen Nicht alle strahlenschutzüberwachten Personen werden auch tatsächlich exponiert. In Deutschland werden nur bei etwa einem Viertel der strahlenschutzüberwachten Personen innerhalb eines Kalenderjahres Dosiswerte über der Nachweisgrenze ermittelt. Diese Personengruppen werden hier als messbar exponierte Personen zusammengefasst. Die nebenstehende Abbildung zeigt den Anteil der im Jahr 2023 messbar exponierten Personen nach Arbeitsbereichen aufgegliedert. Demnach wurden von den insgesamt etwa 422.000 überwachten Personen im Jahr 2023 ca. 95.000 Personen im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit messbar exponiert. Von den ca. 327.000 überwachten Personen im Bereich der Medizin wurden lediglich etwa 43.000 Personen messbar exponiert. Damit stellen die Beschäftigten in der Medizin mit 46 % , gefolgt vom fliegenden Personal mit 39 % , die beiden größten Berufsgruppen dar, wenn allein die messbaren Expositionswerte betrachtet werden. Kollektivdosis Kollektivdosis und Anzahl der messbar exponierten Personen im Jahr 2023, aufgeteilt in verschiedene Berufsgruppen. N ist die Anzahl an Personen in der jeweiligen Berufsgruppe Eine wichtige Kenngröße für den Strahlenschutz bildet die sogenannte Jahreskollektivdosis. Dies ist die Summe der individuellen effektiven Dosiswerte aller Personen der jeweiligen Berufsgruppe in einem Kalenderjahr. Im Säulendiagramm ist die Kollektivdosis für verschiedene Berufsgruppen in Personen- Sv im Jahr 2023 dargestellt. Entwicklung der Jahreskollektivdosis des fliegenden Personals nach der COVID-19-Pandemie Das fliegende Personal trägt mit 44,0 Personen- Sv (für ca. 37.000 Personen) annährend zwei Drittel des im Jahr 2023 erfassten Gesamtwerts der Jahreskollektivdosis von 67,7 Personen- Sv bei. Der Wert der Kollektivdosis des fliegenden Personals für 2023 liegt damit nur leicht über dem des Vorjahres von 42,1 Personen- Sv /Jahr. Der deutliche Anstieg der Jahreskollektivdosis des fliegenden Personals im Jahr 2022, welcher im Vergleich mit den Vorjahren 2020 und 2021 infolge der Zunahme des Flugverkehrs nach der COVID-19-Pandemie zu beobachten war, setzt sich somit im Jahr 2023 nicht fort. Effektive Dosis Mittlere effektive Dosis und Anzahl der messbar exponierten Personen im Jahr 2023 aufgeteilt in verschiedene Berufsgruppen. N ist die Anzahl an Personen in der jeweiligen Berufsgruppe. Der Querbalken innerhalb der Säule entspricht dem Median. Die Abbildung zeigt die mittlere effektive Jahresdosis pro Berufsgruppe für das Jahr 2023. Sie wurde berechnet aus dem Quotienten der Jahreskollektivdosis und der Anzahl der messbar exponierten Personen der jeweiligen Berufsgruppe. Für Arbeitsplätze im Zusammenhang mit geplanten Expositionssituationen (Medizin, Kerntechnik, allgemeine Industrie, Forschung und Lehre, Fliegendes Personal, NORM ) kann festgestellt werden, dass die individuellen beruflichen Expositionen im Vergleich zur mittleren natürlichen Strahlenexposition der Bevölkerung (2,1 mSv pro Person und Jahr) auf einem niedrigen Niveau liegen. Von den Personen, die im Rahmen einer bestehenden Expositionssituation im Jahr 2023 dosimetrisch überwacht wurden, wiesen Beschäftigte im Bereich der Altlasten-Sanierung eine mittlere effektive Jahresdosis von 1,0 mSv und Personen an Radon -Arbeitsplätzen einen Wert von 2,5 mSv auf. Damit traten im Bereich Radon im Durchschnitt pro Person deutlich höhere Dosiswerte auf als bei allen anderen Berufsgruppen. Dies ist damit zu erklären, dass bei Radon die verpflichtende dosimetrische Überwachung erst ab einer möglichen effektiven Jahresdosis von 6 mSv einsetzt, bei allen anderen Berufsgruppen bereits ab 1 mSv . Neben dem arithmetischen Mittel der effektiven Jahresdosis ist in der nebenstehenden Abbildung für die einzelnen Berufsgruppen ebenfalls der Median als Querbalken innerhalb der Säulen angegeben. Das bedeutet, dass 50 % der Beschäftigten der jeweiligen Berufsgruppe eine geringere individuelle effektive Jahresdosis als der Wert des Medians und die übrigen 50 % eine höhere individuelle effektive Jahresdosis erhalten haben. Hierbei ist zu beachten, dass der Median je nach Rundungsregeln beim Dateneingang entweder auf eine oder auf zwei Nachkommastellen angegeben wird. Mehr Details zu den Abbildungen und weitere Auswertungen finden Sie im Jahresbericht des Strahlenschutzregister 2023 . Stand: 19.02.2025
Diese Studie untersucht deutsche und internationale Strukturen und Entwicklungen in der Umweltforschung anhand von Forschung und Entwicklung und Patentanmeldungen. In Deutschland sowie weltweit sind die öffentlichen FuE-Budgets gestiegen. Dabei sind klare strukturelle Verschiebungen zulasten von physischer Umweltforschung und zugunsten von Energie- und Klimaschutzforschung zu beobachten. Deutschland gehört international zu den führenden Ländern gemessen an Patentanmeldungen. China weist inzwischen bei Umwelttechnologien einen sehr hohen Patentanteil auf, der den Anteil Deutschlands noch übersteigt. Klimaschutztechnologien (inkl. Energieeffizienz) sind ein wichtiger Pfeiler der deutschen Stärke auf dem Gebiet der Umwelttechnologien. Veröffentlicht in Umwelt, Innovation, Beschäftigung | 02/2024.
Umweltbezogene Steuern und Gebühren Im Jahr 2022 beliefen sich die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern auf 66,5 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hatte die Energiesteuer, gefolgt von der Kraftfahrzeugsteuer und den Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel. Entwicklung umweltbezogener Steuern Von 2005 bis 2022 haben sich die umweltbezogenen Steuern um 20,5 % erhöht, die Steuern insgesamt stiegen jedoch um 98,1 %. Der Anteil umweltbezogener Steuern am gesamten Steueraufkommen beträgt daher nur noch 7,4 %. 2005 waren es noch 12,2 % (siehe Abb. „Aufkommen umweltbezogener Steuern“ und deren Anteil an den gesamten kassenmäßigen Steuereinnahmen öffentlicher Haushalte). Mit der Einführung der ökologischen Steuerreform im Jahr 1999 sind die Einnahmen umweltbezogener Steuern in Deutschland deutlich angestiegen. Ein Teil der Steuereinnahmen wurde zur Senkung der Rentenversicherungsbeiträge und zur Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz verwendet (siehe Schaubild „Die ökologische Steuerreform“). Bis zum Jahr 2003 gab es eine mehrstufige Anhebung der Mineralöl- und Stromsteuersätze (siehe Tab. „Energie- und Stromsteuersätze im Rahmen der Ökologischen Steuerreform“). Bis 2010 war das Aufkommen der umweltbezogenen Steuern jedoch leicht rückläufig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die ökologische Steuerreform in ihrer Lenkungswirkung für den Klimaschutz erfolgreich war und zu einem sparsameren Verbrauch von Energie und Strom geführt hat. * vorläufige Daten *vorläufige Daten Wirkung umweltbezogener Steuern Der Einsatz umweltbezogener Steuern trägt wirksam dazu bei, die ökologischen Herausforderungen zu bewältigen, die sich zum Beispiel aus dem Energie- und Ressourcenverbrauch ergeben: Unternehmen und Haushalte werden über einen höheren Preis dazu angehalten, die Umweltkosten der betreffenden Produkte in ihre Produktions- und Kaufentscheidungen einzubeziehen. Darüber hinaus werden die Unternehmen motiviert, neue umweltfreundlichere Technologien zu entwickeln und haben dadurch die Möglichkeit, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Auch die Erlöse aus der Auktionierung von Emissionsberechtigungen im Emissionshandel werden vom Statistischen Bundesamt zusammen mit den umweltbezogenen Steuern ausgewiesen. Umweltbezogene Steuern im internationalen Vergleich Das Konzept einer Statistik über umweltbezogene Steuern wurde auf internationaler Ebene von der OECD und dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) erarbeitet. Im Vergleich mit anderen Ländern in Europa (Durchschnitt EU-28) haben die umweltbezogenen Steuern in Deutschland einen geringeren Anteil an den gesamten Steuern und Sozialabgaben. Auch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag der Anteil der umweltbezogenen Steuern in Deutschland 2022 mit 1,6 % unter dem EU-Durchschnitt von 2,0 % ( Eurostat 2024 ). Abfall- und Abwassergebühren Von den Umweltsteuern zu unterscheiden sind die umweltbezogenen Gebühren, die in Deutschland für Abfall und Abwasser erhoben werden. Während den geleisteten Steuerzahlungen keine unmittelbare Leistung des Staates gegenübersteht, erbringt die öffentliche Hand für Gebühren eine Gegenleistung. Die Höhe der Abfall- und Abwassergebühren ist durch die jeweiligen Betriebskosten – und damit letztendlich durch die angewandte Technik bei der Abfallbeseitigung und der Abwasserbehandlung – und durch die zu entsorgenden Mengen und Arten an Abfall und Abwasser bestimmt. Weiterführende Informationen Auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes finden Sie weiterführende Ausführungen zu dem Konzept der Umweltschutzausgaben sowie detaillierte Aufschlüsselungen der Daten. Die Gesetzliche Grundlagen finden Sie im Umweltstatistikgesetz (UStatG): Umweltstatistikgesetz (UStatG) Statistisches Bundesamt: Umweltschutzausgaben Statistisches Bundesamt: Umweltbezogene Steuereinnahmen
Forstwirtschaft Wald bedeckt rund ein Drittel der Landesfläche Deutschlands und ist somit ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft. Wälder dienen als Naherholungsräume und erfüllen eine Vielzahl von ökologischen Funktionen. Darüber hinaus werden sie auch forstwirtschaftlich genutzt. Als Lieferant des Rohstoffes Holz kommt ihnen auch heute noch eine große ökonomische Bedeutung zu. Wirtschaftliche Bedeutung des Waldes Die Waldfläche in Deutschland beträgt nach der letzten Kohlenstoffinventur 2017 rund 11,4 Millionen Hektar (Mio. ha), was etwa einem Drittel der Gesamtfläche des Landes entspricht ( Thünen-Institut: Wald in Deutschland – Wald in Zahlen ). Bezogen auf die Fläche stellt die Forstwirtschaft nach der Landwirtschaft die bedeutendste Landnutzungsform in Deutschland dar. Die Wälder erfüllen vielfältige ökologische Funktionen und haben einen hohen Wert für eine intakte Umwelt. Abgesehen davon sind sie auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie stellen unverzichtbare Rohstoffe wie Holz und andere Naturmaterialien bereit und bilden die Grundlage für die Beschäftigung von mehr als 1,0 Mio. Menschen in über 115.000 Unternehmen im Cluster „Forst und Holz“ ( FNR: Kennzahlenbericht 2021 Forst & Holz ). Im Jahr 2023 wurden insgesamt 70,6 Millionen Kubikmeter (Mio. m³) Holz (ohne Rinde) eingeschlagen ( Statistisches Bundesamt: Holzeinschlagstatistik ). Damit war der Holzeinschlag 2023 rund 10 % geringer als im Vorjahr und rund 15 % niedrig als im bisherigen Rekordjahr 2021. Andererseits lag der Holzeinschlag 2023 aber weiterhin deutlich über dem Mittel der Jahre 1998 bis 2022 in Höhe von 56,75 Mio. m³ (siehe Abb. „Holzeinschlag in Deutschland“). Dies kann, wie in den Vorjahren, weithin auf eine Zwangsnutzung durch vermehrten Insektenbefall zurückgeführt werden. Der Schadholzanteil lag in diesem Jahr bei rund 54,8 % oder 38,7 Mio. m³ ( Statistisches Bundesamt: Holzeinschlagsstatistik ) und damit zwar das dritte Jahr in Folge geringer als im Vorjahr aber weiterhin auf hohem Niveau. Wie in den Vorjahren war auch im Jahr 2023 der Schadholzeinschlag aufgrund von Insektenbefall mit 27,2 Mio. m 3 (entspricht einem Schadholzanteil von rund 70,3 %) der größte Posten Der im Vorjahr deutlich gestiegene Schadholzeinschlag aufgrund von Windwurf und Stürmen sank im Jahr 2023 ebenso deutlich um rund zwei Drittel auf 4,9 Mio. m³ gegenüber 12,4 Mio. m³ im Jahr 2022, was einem Schadholzanteil von rund 12,7%entspricht (siehe Abb. „Durch Schäden bedingter Holzeinschlag“). Der trockenheitsbedingte Schadholzanteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 0,4 Mio. m³ auf 4 Mio. m³ (Schadholzanteil von 10,3 %). Die Waldschäden sind im Wesentlichen auf die Hitze sowie Trockenheit seit dem Jahr 2018 und der damit einhergehenden Anfälligkeit bestimmter Baumarten für Schädlinge zurückzuführen. Die Trockenheit der Vorjahre begünstigte die rasante Ausbreitung des Borkenkäfers, so dass es in der Folge zu massiven Schäden in den Wäldern kam. Rund 80 % der Bäume in Deutschland weisen heute Schadsymptome auf ( BMEL: Waldzustandserhebung 2023 ). Rund 82 % des gesamten Holzeinschlags im Jahr 2023 entfielen auf Nadelhölzer wie Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer und Lärche, 15,1 % auf Buche und sonstiges Laubholz und nur etwa 2,6 % auf Eiche und Roteiche. Während der Einschlag von Laubhölzern nahezu konstant blieb, sank der Einschlag von Nadelhölzern um rund 12,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei verzeichnete die Holzartengruppe Kiefer und Lärche den etwas stärkeren Einschlagsrückgang (rund 14 %) als die Holzartengruppe mit vorwiegend Fichten (11,7 %) (siehe Abb. „Holzeinschlag in Deutschland“). Etwa 48 % des Einschlags fanden im Privatwald, 32 % im Landeswald und 17 % im Körperschaftswald statt. Etwas mehr als 1,5 % des Holzeinschlags entfielen auf den Bundeswald. Damit spiegelt der Holzeinschlag in etwa auch die Waldeigentumsverhältnisse in Deutschland wider. Das eingeschlagene Holz wird auf vielfältige Art und Weise genutzt. Abhängig von Holzsorte und Holzqualität kann es als Baumaterial, Brennstoff, Werkstoff, in der Papierherstellung sowie bei der Produktion von Verpackungen verwendet werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anteil des überwiegend stofflich genutzten Holzes (Stamm- und Industrieholz) am gesamten Holzeinschlag 2023 bei etwa 75,4 %. Etwa 20 % des Holzes waren Energieholz, das für eine direkte energetische Nutzung (privat oder gewerblich) vorgesehen ist. Damit stieg die energetische Nutzung von Waldholzgegenüber dem bisherigen Höchstwert seit der deutschen Vereinigung 1990 von 13,8 Millionen Kubikmetern aus dem Jahr 2022 nochmals um 1,4 %. Rund 5 % waren nicht verwertetes Derbholz, das im Wald verbleibt, obwohl es bereits bearbeitet wurde (siehe Abb. „Holzeinschlag nach Holzsorten 2022“). Die tatsächliche Holznutzung in Deutschland weicht aber teilweise erheblich von der amtlichen Holzeinschlagsstatistik ab. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ( BMEL ) mit dem von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., geförderten Forschungsprojekt "Rohstoffmonitoring aller Stoffströme auf der Basis von Holz" (2015 bis 2018) versucht, die Erfassungslücke zwischen amtlicher Holzeinschlagsstatistik und tatsächlicher jährlicher Holznutzung zu schließen, insbesondere hinsichtlich der energetischen Holzverwendung ( FNR: Rohstoffmonitoring Holz ). Die Berechnung werden mit Blick auf den Holzeinschlag durch das Thünen-Institut fortgeführt und als Einschlagsrückrechnung veröffentlicht ( Thünen-Institut: Holzeinschlag und Rohholzverwendung ). Der Einschlagsrückrechnung folgend lag das tatsächlich dem Wald entnommene Holz durchschnittlich um 13,6 Mio. m³ über der in der Holzeinschlagsstatistik angegebenen Menge (im Mittel der Jahre 1995 bis 2021). Im Jahr 2022 betrug die „Einschlagslücke“ rund 1,8 Mio. m³. Auswirkungen der Forstwirtschaft auf die Umwelt Im internationalen Vergleich ist die Waldwirtschaft in Deutschland als nachhaltig zu betrachten. Dennoch hat die weiträumige forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder auch Auswirkungen auf die Umwelt. Menschliche Nutzungsformen können sich negativ auf den Waldzustand auswirken und die natürliche Leistungsfähigkeit der Wälder überfordern. Dies trifft umso mehr zu, da viele Wälder einer intensiven Bewirtschaftung unterliegen und teilweise einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt sind. Je nach Ernteverfahren (etwa Vollbaumernte) und Verwertbarkeit der Holzbiomasse werden dem Waldökosystem neben Derbholz auch Äste, Rinde sowie Nadeln oder Blätter entnommen. Diese Entnahme von Biomasse entzieht den Wäldern zum Teil große Mengen an Nährstoffen und stellt an vielen Standorten die Nachhaltigkeit der Nutzung in Frage. Auch das Roden von größeren Beständen kann Schneisen und gestörte Oberflächen in den Wäldern hinterlassen, die nicht nur mit einer erhöhten Windanfälligkeit der benachbarten Bestände, sondern auch mit Bodenerosion, Störung des Wasserkreislaufs und Biodiversitätsverlust einhergehen können. Neben Umweltproblemen, die auf eine intensivierte forstwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen sind, sind auch ökologische Probleme bekannt, die mit dem Ausbringen von Insektiziden aus der Luft in Verbindung stehen. Diese können wertvolle Nützlinge abtöten, wobei unter Umständen auch benachbarte Lebensräume von Pflanzen und Tieren betroffen sind. Weitere ökologische Probleme, die mit der forstwirtschaftlichen Nutzung verbunden sind, ergeben sich durch den Anbau von Monokulturen oder nicht standortheimischen Baumarten. Auch heute noch werden zum Beispiel Fichten zu einem großen Teil in Monokultur außerhalb ihrer natürlichen Standorte bewirtschaftet, nicht zuletzt auch um die holzverarbeitende Industrie mit ausreichend Rohstoffen beliefern zu können. Häufig beobachtbare Folgen hiervon sind die Ausbreitung des Borkenkäferbefalls oder eine hohe Windbruch- und Windwurfanfälligkeit der Baumbestände. Es ist aber festzustellen, dass der Umbau zu Mischbeständen kontinuierlich, auch aufgrund der Schadereignisse der letzten Jahre, voranschreitet. Ziele einer umweltfreundlichen Forstwirtschaft Um die Leistungsfähigkeit und die Qualität der Wälder zu erhalten, ist es entscheidend, die Regenerationsfähigkeit des Waldökosystems nicht durch Intensivierungsmaßnahmen zu überfordern. Angestrebt werden daher eine umwelt- und standortgerechte Nutzung der Wälder und eine nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung. Eng mit diesen Zielen verbunden ist der Umbau von Monokulturen zu Mischwäldern, die konsequente Vorsorge gegen Waldbrände und Sturmereignisse, eine adäquate Anpassung der forstwirtschaftlichen Nutzung an den Klimawandel , ein sinnvolles Schädlings- und Risikomanagement sowie eine ausgewogene Wasserbewirtschaftung. Aber auch die Weiterentwicklung von ökologisch nachhaltigen Waldbausystemen, die finanzielle Förderung von Waldschutzmaßnahmen, die Stärkung von alternativen Waldnutzungsformen und die Berücksichtigung von Recyclingkreisläufen in der holzverarbeitenden Industrie können wichtige Beiträge zu einer umweltfreundlichen Waldbewirtschaftung leisten. Zunehmend in den Blick genommen wird auch das Kohlenstoffspeicherpotenzial der Wälder in Deutschland. Dieser hat sich, auch aufgrund der Schadereignisse der letzten Jahre, stetig verringert ( UBA: Emissionen der Landnutzung, -änderung und Forstwirtschaft ).
Indikator: Umweltschutzgüter Die wichtigsten Fakten Gut 6 % der Industrieproduktion in Deutschland wird für Umweltschutzzwecke eingesetzt, etwa zur Lärmbekämpfung oder zum Klimaschutz . Im Jahr 2021 wurden in Deutschland potenzielle Umweltschutzgüter im Wert von 90,6 Milliarden Euro produziert. Der größte Anteil entfällt mit 43 Milliarden auf den Klimaschutz. Welche Bedeutung hat der Indikator? Umweltschutz hat sich in Deutschland als wichtiger Wirtschaftsfaktor etabliert. Zur Umweltwirtschaft zählen Bereiche wie Abfallwirtschaft, Abwasserbehandlung, Luftreinhaltung, Lärmminderung, Güter zur Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energiequellen sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik (MSR). Weltweit wächst der Bedarf an Umwelt- und Klimaschutztechnologien sowie an Produkten, die umweltfreundlich und ressourcenschonend sind. Die ökonomische Bedeutung des Umweltschutzes wird dadurch auch in Zukunft zunehmen. Deutsche Unternehmen sind bei der Produktion von Umweltschutzgütern traditionell auch auf dem Weltmarkt gut positioniert, aber der Konkurrenzdruck nimmt zu. Die Produktion potenzieller Umweltschutzgüter ist einer der Indikatoren zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Umweltschutzwirtschaft und zur Bedeutung des Umweltschutzes für die Gesamtwirtschaft. Wie ist die Entwicklung zu bewerten? Die Unternehmen produzierten im Jahr 2021 Güter im Wert von 90,6 Milliarden Euro, die für Umweltschutzzwecke eingesetzt werden können. Das entspricht etwa 6,2 % der gesamten deutschen Industrieproduktion. Der größte Teil entfällt mit 47,5 % auf Klimaschutzgüter. Zu ihnen gehören Anlagen und Komponenten zur Erzeugung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Danach folgen die Bereiche Abwasser, Lärm und Luft. In den Jahren 2019 zu 2020 sank das Produktionsvolumen um 2,2 %. Im Krisenjahr 2020 sank demgegenüber die gesamte Industrieproduktion um 9,6 %. Damit haben sich potenzielle Umweltschutzgüter deutlich günstiger entwickelt als die Industrieproduktion insgesamt. Die Erholung im Jahr 2021 fiel etwas günstiger für die Umweltschutzgüter (+10,0 %) aus als in der gesamten deutschen Industrieproduktion (+9,7 %). Weitere Informationen finden Sie in Gulden et al. 2024 . Wie wird der Indikator berechnet? Das Konzept der potenziellen Umweltschutzgüter wurde in den neunziger Jahren von mehreren Forschungsinstituten erarbeitet und zusammen mit dem Statistischen Bundesamt weiterentwickelt. Grundlage ist eine Liste von Gütern, die dem Umweltschutz dienen können. Durch den Rückgriff auf international einheitliche Güterklassifikationen eignet sich dieses Konzept gut für internationale Vergleiche der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die letzte Aktualisierung des Ansatzes wurde durch die neue Fassung der Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2019 notwendig. Weitere Informationen finden sich bei Gehrke et al. 2023 . Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel „Umweltwirtschaft und grüne Zukunftsmärkte“
Regionale Daten zu UV -Strahlung für besseren UV -Schutz im Sommer Bundesamt für Strahlenschutz baut in Stuttgart sein UV -Messnetz aus Ausgabejahr 2024 Datum 28.05.2024 Die UV-Messsonde in Stuttgart Der Schutz vor der UV - Strahlung der Sonne gewinnt vor dem Hintergrund des Klimawandels in vielen Städten an Bedeutung. Damit sich Bürgerinnen und Bürger künftig noch besser über die aktuelle UV -Belastung in ihrer Stadt informieren und vor Hautkrebs schützen können, baut das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) sein UV -Messnetz weiter aus. Zusammen mit der Stadt Stuttgart nimmt das BfS dafür zum meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni eine neue UV -Messstation in Betrieb, die auf dem Dach des Amtes für Umweltschutz der Landeshauptstadt in der Gaisburgstraße installiert wird. Die neue Messsonde ermittelt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang den aktuellen UV-Index . In Süddeutschland kann er in den Sommermonaten Werte von bis zu 9 erreichen. Schutz vor der UV - Strahlung der Sonne ist bereits ab einem Wert von 3 notwendig. Ab dem 30. Mai werden die Messdaten der Sonde über die Internetseiten des BfS und der Stadt Stuttgart zur Verfügung gestellt. Dr. Inge Paulini BfS -Präsidentin Inge Paulini: " UV -Strahlung ist krebserregend und ein Risiko für die Gesundheit. In der Bevölkerung ist das zwar bekannt. UV -Strahlung wird jedoch häufig unterschätzt, wie wir aus Umfragen wissen. Insbesondere bei der Planung von Sport- und anderen Freizeitaktivitäten kann der UV-Index bei der Risikoeinschätzung helfen. Der UV-Index gibt auch Orientierung zu Sonnenschutzmaßnahmen . Wer sich informiert, kann sich entsprechend schützen und den Sommer genießen." Messdaten zum Stadtklima für nachhaltige Stadtentwicklung Für die Stadtverwaltung sind die UV -Messungen zusammen mit weiteren meteorologischen Messungen ein grundlegender Baustein in der Vorsorge vor gesundheitsgefährdenden Umwelteinflüssen. Das Amt für Umweltschutz betreibt im Stadtgebiet ein kleines meteorologisches Messnetz, in welchen neben Lufttemperatur, Wind, Niederschlag und Sonnenscheindauer auch UV -A- und UV -B- Strahlung gemessen wird. Die aktuellen Messdaten werden auf dem städtischen Klimadashboard und der Internetseite der Abteilung Stadtklimatologie www.stadtklima-stuttgart.de allen Interessierten bereitgestellt. Neben der Gesundheitsfürsorge sind die gemessenen meteorologischen Daten eine wichtige Basis für eine nachhaltige, smarte, zukunftsorientierte Stadtplanung und die Entwicklung von wirksamen städtebaulichen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Der Klimatologe der Landeshauptstadt, Rainer Kapp, betont: "Die über Jahrzehnte zurückreichenden Messreihen geben uns die Möglichkeit, die Veränderungen des Stadtklimas zu analysieren und die Auswirkungen der Stadtumgestaltung auf das Stadtklima zu untersuchen. Die so gesammelten Erfahrungen nutzen wir für Beiträge zu einer stadtklimatisch sensiblen Stadtentwicklung. Wir wollen so dazu beitragen, die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Stadt zu verbessern und auch in Zukunft auf hohem und gesundem Niveau zu halten." UV-Index Aktuelle UV -Messdaten auch für Fußballfans aus aller Welt Stuttgart ist vom 14. Juni bis zum 14. Juli eine der zehn Gastgeberstädte der Fußball-Europameisterschaft 2024 der Männer. Das Bundesamt für Strahlenschutz möchte mit dem erweiterten Angebot im Rahmen der EM auch Fans über den UV-Index und UV -Schutz informieren. Der UV-Index wurde von der WHO definiert und ist ein international einheitliches Maß, das auf einer Skala von 1 bis 11+ anzeigt, wie intensiv die UV - Strahlung der Sonne am Erdboden ist. Bestimmten Werten sind Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet: Bei Werten von 1 bis 2: Es sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich. Ab einem Wert von 3 sind Schutzmaßnahmen erforderlich: in den Mittagsstunden Schatten suchen, schützende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Schutzfaktor benutzen. Bei Werten von 8 und darüber ist die Belastung sehr hoch, Schutzmaßnahmen sind dann absolut notwendig. So sollte man sich in der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten, unbedingt tagsüber Schatten aufsuchen, entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor nutzen. Seit 2006 veröffentlicht das BfS den UV-Index auf Basis der gemessenen Daten des deutschen UV -Messnetzes auf seiner Website. Das UV -Messnetz ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und Behörden, die zusammen mittlerweile 43 Stationen betreiben. Damit ist das deutsche UV -Messnetz im internationalen Vergleich führend. Abgerufen werden können die UV -Messdaten unter https://www.bfs.de/uv-aktuell . Die Stadt Stuttgart wird den aktuellen Tagesverlauf außerdem unter https://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_uv-index zur Verfügung stellen. Stand: 28.05.2024
UV -Messung in Hamburg: Mehr regionale Daten für besseren UV -Schutz Bundesamt für Strahlenschutz baut in Hamburg sein UV -Messnetz aus Ausgabejahr 2024 Datum 02.05.2024 Die Messstation in Hamburg ist Teil des bundesweiten solaren UV-Messnetzes Quelle: Haßelbusch/Deutscher Wetterdienst Der Schutz vor der UV -Strahlung der Sonne gewinnt vor dem Hintergrund des Klimawandels in vielen Städten an Bedeutung. Damit sich Bürgerinnen und Bürger künftig noch besser über die aktuelle UV -Belastung in ihrer Stadt informieren und vor Hautkrebs schützen können, baut das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) sein UV -Messnetz weiter aus. Zusammen mit der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg nimmt das BfS dafür pünktlich vor dem Start des Hamburger Hafengeburtstags eine neue UV -Messstation in Hamburg in Betrieb. Die neue Messsonde steht in unmittelbarer Nähe der Landungsbrücken auf dem Dach des Hauses des Deutschen Wetterdienstes ( DWD ). Sie ermittelt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang den aktuellen UV -Index . In Norddeutschland kann er in den Sommermonaten Werte bis zu 8 erreichen. Schutz vor der UV -Strahlung der Sonne ist bereits ab einem Wert von 3 notwendig. Ab dem 6. Mai werden die Messdaten der Sonde über die Internetseiten des BfS und der Stadt Hamburg zur Verfügung gestellt. BfS -Präsidentin Inge Paulini: " UV -Strahlung ist ein Risiko für die Gesundheit. In der Bevölkerung ist das zwar bekannt, es wird jedoch häufig unterschätzt, wie wir aus Umfragen wissen. Insbesondere bei der Planung von Sport- und anderen Freizeitaktivitäten kann der UV -Index bei der Risikoeinschätzung helfen. Der UV -Index gibt auch Orientierung zu Sonnenschutzmaßnahmen . Wer sich informiert, kann sich entsprechend schützen und den Sommer genießen. " Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina erklärt: " Das bundesweite UV -Messnetz besteht aus rund 40 Orten. Die für Hamburg nächstgelegene Station ist Lüneburg . Jetzt bekommt unsere Stadt eine eigene UV -Messstation. Oft unterschätzt man das Risiko der UV -Strahlung. Mit regional exakteren Daten für Hamburg verbessern wir nun den Service für die Menschen, die hier leben oder in der Stadt zu Besuch sind. Sie können sich so noch besser über die aktuelle UV -Belastung informieren. " Aktuelle UV -Messdaten auch für Fußballfans aus aller Welt Hamburg ist vom 14. Juni bis zum 14. Juli eine der zehn Gastgeberstädte der Fußball-Europameisterschaft 2024. Das Bundesamt für Strahlenschutz möchte mit dem erweiterten Angebot im Rahmen der EM auch Fans über den UV -Index und UV -Schutz informieren. Der UV -Index wurde von der WHO definiert und ist ein international einheitliches Maß, das auf einer Skala von 1 bis 11+ anzeigt, wie intensiv die UV -Strahlung der Sonne am Erdboden ist. Bestimmten Werten sind Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet: Der UV-Index Bei Werten von 1 bis 2: Es sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich. Ab einem Wert von 3 sind Schutzmaßnahmen erforderlich: in den Mittagsstunden Schatten suchen, schützende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Schutzfaktor benutzen. Bei Werten von 8 und darüber ist die Belastung sehr hoch, Schutzmaßnahmen sind dann absolut notwendig. So sollte man sich in der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten, unbedingt tagsüber Schatten aufsuchen, entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor nutzen. Seit 2006 veröffentlicht das BfS den UV -Index auf Basis der gemessenen Daten des deutschen UV -Messnetzes auf seiner Website. Das UV -Messnetz ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und Behörden, die zusammen mittlerweile 42 Stationen betreiben. Damit ist das deutsche UV -Messnetz im internationalen Vergleich führend. Abgerufen werden können die UV -Messdaten unter www.bfs.de/uv-aktuell . Die Stadt Hamburg wird den aktuellen Tagesverlauf außerdem unter www.hamburg.de/sonnenbaden zur Verfügung stellen. Stand: 02.05.2024
Der hohe Flächenverbrauch ist europaweit als Problem erkannt. Die EU fordert, dass im Jahr 2050 netto keine weiteren naturnahen Flächen mehr verbaut werden dürfen (Netto Null Ziel). Flächenverbrauch wird in Europa auf nationaler Ebene jedoch nach unterschiedlichen Methoden erfasst. Je nachdem, ob den Erhebungen Luftbilddaten oder Liegenschaftsdaten zugrunde liegen, unterscheiden sich die Ergebnisse zum Teil signifikant. In einem Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes wurde am Beispiel ausgewählter Länder nachgerechnet, wie groß diese Abweichungen sein können und warum nationale Fortschritte bei der Reduzierung des Flächenverbrauchs kaum vergleichbar sind. Veröffentlicht in Texte | 125/2023.
Origin | Count |
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Bund | 939 |
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Zivilgesellschaft | 1 |
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Förderprogramm | 880 |
Text | 50 |
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unbekannt | 21 |
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