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Nr. 66.74: Übersicht der Kommentare zum Zwischenbericht Teilgebiete auf der Online-Konsultationsplattform des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)

Beitrag im Rahmen der FKTG: Natürlich sind Gebiete Bohrungen im Meterbereich direkt um Bohrungen herum ausgeschlossen. Sind dies alle Messdaten überhaupt? Oder sind zusätzlich Daten aus Bohrungen vorhanden, die mit einer Kartierung/regionalen Verbreitung der wasserführenden geologischen Einheit verknüpft werden können, wo aber keine Karten der grundwasserführenden Schicht vorliegen? Stellungnahme der BGE: Ergänzender Kommentar zur Fachkonferenz Teilgebiete. Informationen und Hintergründe zur Anwendung der Ausschlusskriterien Schritt 1 von Phase I des Standortauswahlverfahrens finden Sie im Bericht „Anwendung Ausschlusskriterien gemäß § 22 StandAG“ (BGE 2020h). Bezüglich des Ausschlusskriteriums “Grundwasseralter” wurden die von den staatlich geologischen Diensten übermittelten Daten in Schritt 1 Phase I genutzt. In Phase 2 wird die BGE in den Standortregionen eigene Daten erheben, um das Ausschlusskriterium “Grundwasseralter” zu prüfen. Dabei soll der Hinweis für eine detaillierte Betrachtung zur Lage und Verbreitung wasserführender geologischer Schichten berücksichtigt werden. https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Standortsuche/Wesentliche_Unterlagen/Zwischenbe-richt_Teilgebiete/Anwendung_Ausschlusskriterien_gemaess____22_StandAG__Untersetzende_Unterlage_des_Zwischenberichts_Teilgebiete__Rev._001.pdf Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: Sehr geehrte/r Teilnehmer/in, im Rahmen von Schritt 1 von Phase I des Standortauswahlverfahrens wurden zunächst Teilgebiete ermittelt, also Gebiete, die nach § 13 StandAG „günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen“. Es wurden noch keine Standortregionen oder Standorte bestimmt. Zur Ermittlung der Teilgebiete wurden auf Basis der der BGE von den zuständigen Bundes- und Landesbehörden zur Verfügung gestellten Daten zunächst die Ausschlusskriterien, dann die Mindestanforderungen und zuletzt die geowissenschaftlichen Abwägungskriterien angewendet. Bohrungen, welche den für ein Endlager relevanten Bereich von 300 bis 1500 Meter unterhalb der Geländeoberkante beeinflussen, wurden über das Ausschlusskriterium „Einflüsse aus gegenwärtiger oder früherer bergbaulicher Tätigkeit“ (vgl. § 22 Abs. 2 Nr. 3 StandAG) mit einem Sicherheitsabstand von 25 m um die Bohrpfade ausgeschlossen. Die Anwendung des Ausschlusskriteriums „Grundwasseralter“ (vgl. § 22 Abs. 2 Nr. 6 StandAG) erfolgte auf Basis von Konzentrationsangaben der Isotope Tritium und Kohlenstoff-14. Weitere Informationen und Hintergründe zur Anwendung der Ausschlusskriterien Schritt 1 von Phase I 1 des Standortauswahlverfahrens finden Sie im Bericht „Anwendung Ausschlusskriterien gemäß § 22 StandAG“. Detaillierte Betrachtungen zur Lage und Verbreitung wasserführender geologischer Schichten erfolgen im weiteren Verlauf des Verfahrens. Mit freundlichen Grüßen BGE Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.

BGE vergibt Aufträge für die 2. Phase der ÜsiKo

Das Ergebnis der ersten Phase der Überprüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen des Endlagers Konrad (ÜsiKo) hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die nun in der zweiten Stufe der ÜsiKo weiter bearbeitet werden sollen. Die zweite Phase der ÜsiKo läuft seit Mitte 2020. Nun hat die BGE drei weitere Arbeitspakete über öffentliche Ausschreibungen an externe Auftragnehmer*innen vergeben. Vergeben wurden folgende Arbeitspakete: Arbeitspaket 2: Durchführung einer Mensch-Technik-Organisations-Analyse Arbeitspaket 6: Betrachtung des Transports radioaktiver Stoffe (Radionuklide) in der Langzeitsicherheitsbetrachtung Arbeitspaket 8: Neuberechnung der Auswirkungen auf die Bevölkerung aufgrund geänderter Berechnungsgrundlagen (Störfallplanungswerte) Wechselwirkungen von Mensch-Technik-Organisation (MTO) Eine MTO-Analyse ist eine neuere Art einer ausführlichen und detaillierten Betrachtung der Faktoren Mensch, Technik und Organisation und deren wechselseitige Abhängigkeiten und Beeinflussung. Innerhalb der MTO-Analyse werden in mehreren Schritten vorstellbare Fehlerquellen der drei Faktoren analysiert. Weiter wird betrachtet, wie sich unterstellte Fehler auf das Gesamtsystem auswirken könnten. Nachdem in einem ersten Schritt, ein Konzept zur MTO-Analyse erstellt wurde, sind jetzt in einer weiteren öffentlichen Ausschreibung die Arbeiten zur Umsetzung einer konkreten MTO-Analyse an die DMT GmbH & Co. KG mit den Unterauftragnehmern MTO Safety GmbH (externer Link) und ENCOS GmbH & Co. KG (externer Link) vergeben worden. Störfallplanungswerte und Transport radioaktiver Stoffe Für Schäden, die durch die technische Auslegung des Endlagers nicht ausgeschlossen werden können, wurde im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine potenzielle Strahlenbelastung (Exposition) für die Bevölkerung berechnet. Diese nennt man Störfallplanungswerte. Zum Vergleich werden entsprechende Werte auf Basis aktueller Grundlagen berechnet. Diese Arbeiten werden von der Brenk Systemplanung GmbH (externer Link) umgesetzt. Ähnlich ist es bei den Betrachtungen zur Langzeitsicherheit. Hier ist von besonderem Interesse, unter welchen Umständen sich radioaktive Teilchen (Radionuklide) in den Abfällen aus dem Endlagersystem ausbreiten können und welche Auswirkungen das auf Menschen und die Umwelt haben könnte. Drei Aspekte sind dabei zentral: Zunächst wird die Ausbreitung der radioaktiven Teilchen in Form von Gasen im Grubengebäude und umgebenden Gestein weiter untersucht. Ein anderer Aspekt ist der Einfluss kleinster Teilchen im Grundwasser (Kolloide), die radioaktive Teilchen binden können. In einem dritten Aspekt wird das Rückhaltevermögen der Gesteine der Unterkreide auf radioaktive Jod-Teilchen genauer untersucht, die sich im sogenannten Unterkreidepfad bewegen könnten. Die GRS gGmbH (externer Link) wird sich mit diesen Aspekten auseinandersetzen. Am Ende stellen die Wissenschaftler*innen ihre Befunde in einem Abschlussbericht zusammen. Die Abschlussberichte werden am Ende der Phase 2 der ÜsiKo veröffentlicht und fachlich diskutiert. Eine umfangreiche wissenschaftliche Überprüfung Als verantwortungsvoller Betreiber führt die BGE vor der Inbetriebnahme eine Überprüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen des Endlagers Konrad nach dem Stand von Wissenschaft und Technik durch. Die ÜsiKo begann im Frühjahr 2016 mit einem öffentlichen Workshop. Anhand der in der ersten Phase festgestellten sicherheitsrelevanten Überprüfungsbedarfe und weiterer Hinweise sind dann die Arbeitspakete für die Phase 2 zusammengestellt und ausgeschrieben worden. Insgesamt werden in Phase 2 neun Arbeitspakete mit allen sicherheitsrelevanten Fragestellungen aus der Phase 1 bearbeitet. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2024 andauern. Die Arbeiten der externen Auftragnehmer*innen wurden auch in der Phase 2 der ÜsiKo im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens mit einer offenen Möglichkeit zur Teilnahme vergeben. Sie werden darüber hinaus unabhängig wissenschaftlich begleitet. Damit soll sichergestellt werden, dass die Auftragnehmer*innen nach den Grundsätzen akademischer Forschung unabhängig arbeiten und den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik berücksichtigen können. Mit dem Vorgehen aus Veröffentlichung und Diskussion der Ergebnisse, öffentlicher Vergabe der Aufträge und der unabhängigen wissenschaftlichen Begleitung folgt die ÜsiKo den Grundsätzen der Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Offenheit und Peer Review.

Forschungssteckbrief zum Projekt "Parameter der Freisetzung, Sorption und Löslichkeit (PARFREI)" (PDF)

Steckbrief für Forschungsvorhaben Parameter der Freisetzung, Sorption und Löslichkeit Kurztitel/ ggf. Akronym:PARFREI Projektziel:Ziel der Forschungsarbeiten in PARFREI ist die Bereitstellung belastbarer und robuster quantitativer Daten für die rvSU hinsichtlich der Freisetzung, Löslichkeit und Sorption von Radionukliden, sowie die transparente Darstellung des jeweiligen zugrundeliegenden Prozessverständnisses für die Ableitung der Daten auf Basis des internationalen Stands von Wissenschaft und Technik. Forschungsfeld:Vorläufige Sicherheitsuntersuchungen Projektpartner:− Institut für Nukleare Entsorgung (INE), Karlsruher Institut für Technologie − Institut für Ressourcenökologie, Helmholtz-Zentrum Dresden- Rossendorf (HZDR) − Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK), Nukleare Entsor­ gung (IEK‑6), Forschungszentrum Jülich GmbH Forschungsvolumen (Netto):969.759,00 € Projektlaufzeit:09/2023 bis 02/2025 Forschungsauftrags- nummer:STAFuE-22-03-js Weiterführende Informationen:Homepages der ausführenden Institute: https://www.ine.kit.edu https://www.hzdr.de/db/Cms?pNid=142 https://www.fz-juelich.de/de/iek/iek-6 Projektbeschreibung Das Standortauswahlverfahren gemäß Standortauswahlgesetz (StandAG) ist ein iteratives Verfahren, welches mit der Festlegung eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland abgeschlossen werden soll. Die Bundesgesellschaft für Endlage­ rung mbH (BGE) ist die Vorhabenträgerin für das Standortauswahlverfahren, welches in einem gestuften Vorgehen realisiert wird. Mit der Ermittlung von Standortregionen werden erstmals vorläufige Sicherheitsuntersuchungen (vSU) im Rahmen des Standortauswahlverfahrens Geschäftszeichen: SG01203/34/4-2023#9 – Objekt-ID: 10765065 – Stand: 15.12.2023 www.bge.de Seite 1 von 2 Steckbrief für Forschungsvorhaben durchgeführt. Im Schritt 2 der Phase 1 (§ 14 StandAG) des Standortauswahlverfahrens erfol­ gen repräsentative vorläufige Sicherheitsuntersuchungen (rvSU). Eine besondere Herausfor­ derung besteht in der Beschreibung der Radionuklidausbreitung im Nah- und Fernfeld eines Endlagers. Neben Prozessen wie Advektion, Diffusion, Sorption und radioaktivem Zerfall sind hier insbesondere auch die Korrosion/Zersetzung der Abfallformen verbunden mit der Auflö­ sung und Ausfällung von Radionukliden relevant. Für die Bearbeitung von PARFREI werden im Arbeitspaket AP1 geochemische Bedingungen für die verschiedenen Wirtsgesteine und Verfüllmaterialien analysiert. Hier werden für die ein­ zelnen Systeme als typisch anzusehende geochemische Charakteristika abgeleitet, die zudem im Sinne einer Bandbreitenbetrachtung mit Angaben zu „oberen“ und „unteren“ Bandbreiten­ grenzen ergänzt werden, sodass die Angaben abdeckend sind. Entsprechend möglicher Wirts­ gesteinsformationen für ein Endlager in Deutschland werden die Systeme Kristallingestein, Tongestein (süddeutsch bzw. norddeutsch) sowie Steinsalz betrachtet. Die Arbeiten in PARFREI berücksichtigen weiterhin die potenziellen Verfüllmaterialien Bentonit und Salzgrus. Die Arbeitspakete AP2, AP3 und AP4 bilden die in AP1 gewonnenen geochemischen Rand­ bedingungen in den entsprechenden Arbeiten zu Freisetzung, Löslichkeit und Fällung bzw. Sorption von Radionukliden ab und leiten für diese Randbedingungen jeweils quantitative Pa­ rametersätze ab. Es werden für die zu erwartenden ggf. stark unterschiedlichen geo- chemischen Bedingungen jeweils die Radionuklidfreisetzung aus der Abfallmatrix, Löslich­ keitsbegrenzungen und Rückhaltung durch Sorptionsprozesse bewertet und quantifiziert. Die umfangreiche Liste der betrachteten Radionuklide umfasst Actiniden (und ihre Zerfallspro­ dukte) sowie zahlreiche Spalt- und Aktivierungsprodukte, wobei abhängig von den betrachte­ ten Radionukliden eine breite Variation im chemischen Verhalten erwartet wird. Die verschie­ denen abgeleiteten quantitativen Parameter werden jeweils explizit diskutiert und die verwen­ deten Daten-, Berechnungs- und Bewertungsgrundlagen nachvollziehbar dargestellt. Grund­ lage der Arbeiten stellen wissenschaftliche Veröffentlichungen, nationale und internationale Projektberichte sowie anerkannte thermodynamische Datenbasen dar. Die Ableitung der quantitativen Parameter erfolgt auf Basis von Modellrechnungen bzw., soweit erforderlich, auf Basis von begründeter Expertenmeinung. Basierend auf den Ergebnissen wird zudem disku­ tiert, wie die orientierenden Daten und Parametersätze aus PARFREI bei weiteren Eingren­ zungen der geeigneten Standortregionen für ein Endlager effizient verfeinert bzw. weiterent­ wickelt werden können. Literatur StandAG: Standortauswahlgesetz vom 5. Mai 2017 (BGBl. I S. 1074), das zuletzt durch Artikel 8 des Gesetzes vom 22. März 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 88) geändert worden ist Geschäftszeichen: SG01203/34/4-2023#9 – Objekt-ID: 10765065 – Stand: 15.12.2023 www.bge.de Seite 2 von 2

Nematodes as link between microbial and faunal food web

Das Projekt "Nematodes as link between microbial and faunal food web" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin (Humboldt-Univ.), Institut für Biologie, Arbeitsgruppe Ökologie durchgeführt. The proposed project examines the nematode fauna at the two field experiments 'Long-term recalcitrant C input' and 'Carbon flow via the herbivore and detrital food chain'. A gradient from resource rich to deeper oligotrophe habitats, i.e. from high to low diverse food webs, is investigated. The impact of resource availability and quality (recalcitrant versus labile) and presence or absence of living plants (rhizosphere versus detritusphere) on the nematode population are assessed. Insight into micro-food web structure is gained by application of the nematode faunal analysis concept, based on the enrichment, structure and channel index. In laboratory model systems carbon flux rates for food web links are determined between bacteria/fungi and their nematode grazers for dominant taxa in the arable field. Further, carbon leakage from plant roots induced by herbivore nematode is studied as link between root and bacterial energy channels. By using 13C/12C stable isotope probing (FA-SIP) fatty acids serve as major carbon currency. Coupling qualitative and quantitative data on nematode field populations, with carbon flow via biomarker fatty acids in microorganisms and grazers will allow to connect microbial and faunal food web, and to directly link nematode functional groups with specific processes in the soil carbon cycle.

ArTTA-10mL: Ein Instrument für die 39Ar-Datierung von kleinen Eis- und Wasserproben

Das Projekt "ArTTA-10mL: Ein Instrument für die 39Ar-Datierung von kleinen Eis- und Wasserproben" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Heidelberg, Institut für Umweltphysik durchgeführt. Das Edelgasradioisotop 39Ar ist von großem Interesse für die Datierung in Ozeanographie, Glaziologie und Hydrogeologie, da es das einzige Isotop ist, das den wichtigen Altersbereich zwischen ca. 50 und 1000 Jahren abdeckt. Die fundamental neue Messmethode der Atom Trap Trace Analysis (ATTA), welche die 81Kr Datierung zum ersten Mal möglich gemacht hat, besitzt das Potenzial, die Anwendungen von 39Ar zu revolutionieren, indem sie die benötigte Probengröße um einen Faktor 100 bis 1000 reduziert. In einem Vorgängerprojekt haben wir zum ersten Mal gezeigt, dass die Messung von 39Ar an natürlichen Proben mit ATTA möglich ist, allerdings benötigten wir dazu immer noch Tonnen von Wasser. Vor kurzem haben wir anhand von Proben aus ersten Pilotprojekten mit Ozeanwasser und alpinem Eis gezeigt, dass die 39Ar-ATTA (ArTTA) Messung an Proben von ca. 25 L Wasser oder 10 mL Ar oder weniger möglich ist. Dieser Erfolg eröffnet komplett neue Perspektiven für die Anwendung der 39Ar-Datierung, die sehr wertvolle Information ergeben wird, die ansonsten nicht zugänglich wäre. Der Bedarf für solche Analysen, insbesondere im Gebiet der Spurenstoff-Ozeanographie, ist gut etabliert und dokumentiert durch Unterstützungsschreiben von unseren derzeitigen Partnern für ArTTA Anwendungen. Dieser Antrag wird es uns ermöglichen, die weltweit ersten ArTTA Geräte zu bauen, die auf Routinebetrieb mit kleinen Proben ausgelegt sind. Wir streben den Aufbau einer 39Ar-Datierungsplattform an, welche die Anforderungen für die Datierung in den Feldern der Grundwasserforschung, Ozeanographie und Gletscherforschung erfüllt. Um sinnvolle Anwendungen in der Tracerozeanographie zu ermöglichen, wird eine Kapazität von mindestens 200 Proben pro Jahr benötigt. Das neue Gerät für die Forschung wird damit lange angestrebte Anwendungen erlauben, die sonst nicht möglich wären. Basierend auf bisheriger Forschung haben wir einen klaren Plan für den Aufbau einer kompletten Plattform für den Betrieb von ArTTA: Eine neue Probenaufbereitungslinie basierend auf dem Gettern von reaktiven Gasen erlaubt die Abtrennung von bis zu 10 mL reinem Ar aus kleinen (kleiner als 25 L Wasser oder 10 kg Eis) Umweltproben in wenigen Stunden. Diese Proben werden zum ArTTA Gerät transferiert, welches aus zwei Modulen besteht: Das Optik-Modul erzeugt die benötigten Laserfrequenzen und Laserleistung, das Atom-Modul ist der Teil in dem die Atome mit atomoptischen Werkzeugen detektiert werden, die wir im Prototyp aus dem vorherigen Projekt realisiert haben. So weit als möglich wird die Anlage aus zuverlässigen, hochleistungsfähigen kommerziellen Teilen gebaut. Das System wird in einer hochkontrollierten Containerumgebung installiert, was einen modularen Aufbau gewährleistet, der in Zukunft an unterschiedlichen Orten aufgebaut werden kann.

Verbrennung von Hausmuell

Das Projekt "Verbrennung von Hausmuell" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Kernforschungszentrum Karlsruhe GmbH, Laboratorium für Isotopentechnik durchgeführt. Die Entsorgung kommunaler Abfaelle erfordert die Weiterentwicklung des klassischen Muellverbrennungsprozesses mit dem Ziel einer Minderung der Freisetzung von Schadstoffen. Dazu sind umfassende Kenntnisse ueber die Entstehung und das Verhalten einzelner Schadstoffe notwendig. Entsprechende Untersuchungen werden an bestehenden Muellverbrennungsanlagen, insbesondere mit Hilfe der halbtechnischen Testanlage TAMARA des KfK durchgefuehrt. Sie betreffen folgende Problemkreise: 1) Bilanzierung und Verhalten von Schadstoffen mit dem Ziel einer Schadstoffbilanz in Muellverbrennungsanlagen mit unterschiedlichen Gasreinigungssystemen mittels Einsatz moderner Analyseverfahren. 2) Untersuchungen der Verbrennungsvorgaenge im Brennraum und in der Nachbrennkammer von Muellverbrennungsanlagen, insbesondere der Entstehung organischer Schadgase, des chemischen und thermischen Verhaltens von Schwermetallen und der Bildungs-, Emissions- und Zersetzungsmechanismen organischer Schadstoffe einschl. Entwicklung spezieller analytischer Verfahren. 3) Erprobung der Abscheidewirksamkeit verschiedener Entstaubungsverfahren wie Zyklone, Elektro- und Gewebefilter, in Kombination mit nasser Rauchgasbehandlung zur HCl-, Hg- und SO2-Abscheidung. 4) Methodische Entwicklungen zur Schwermetallaugung aus den Filterstaeuben mit der sauren Fluessigphase der Rauchgas-Waesche, zur Abscheidung und Konzentrierung dieser Metalle aus den resultierenden Waessern, mit Hilfe der Testanlagen DORA und KLARA sowie zur Rueckfuehrung der gelaugten Filterstaeube in den Verbrennungsraum, um anhaftende organische Schadstoffe zu zerstoeren (3R-Verfahren).

Spurenelementkreisläufe und Flüsse im südlichen Indischen Ozean - ein Beitrag zu GEOTRACES

Das Projekt "Spurenelementkreisläufe und Flüsse im südlichen Indischen Ozean - ein Beitrag zu GEOTRACES" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. Der südliche Indische Ozean gehört zu den am wenigsten untersuchten Meeresgebieten. Entlang eines zonalen Transekts bei 23°S im südlichen Indischen Ozean wollen wir mit Hilfe der Verteilung von isotopischen Tracern (Radiumisotope, Thorium, Helium) die Quellen, die Senken und die Flüsse von Spurenelementen (TEs: Cd, Co, Cu, Fe, Mn, Mo, Ni, V, Zn) in der Wassersäule untersuchen. Die Anwendung von Radiumisotopen (224Ra, 223Ra, 228Ra,226Ra,), Thoriumisotopen (234Th, 232Th) und Heliumisotopen (3He, 4He) erlaubt ein besseres Verständnis der biogeochemischen Zyklen von TEs. Da einige dieser Spurenelemente als Mikronährstoffe fungieren, wollen wir ihre biogeochemischen Kreisläufe und ihre Wechselwirkungen mit der Bioproduktivität im Oberflächenwasser sowie ihre Wechselwirkungen mit den Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufen erforschen. Durch die Kombination von Messungen von TEs mit Radium- und 234Th-Isotopen als Tracer für vertikale und horizontale Flüsse, 232Th als Tracer für den Staubeintrag und Heliumisotope als Tracer für einen hydrothermalen Eintrag, werden wir die Zufuhrpfade von TEs aus der Atmosphäre, den Kontinenten (hauptsächlich dem Sambesi-Fluss), den Sedimenten der afrikanischen und australischen Kontinentalschelfe und aus den hydrothermalen Quellen (Hydrothermalismus am Mittelindischen Ozeanrücken) bestimmen und quantifizieren. Diese Untersuchungen sollen auf Probenmaterial basieren, das während der Sonne Ausfahrt SO-276 (Juli – August 2020) von Durban (Südafrika) nach Fremantle (Australien) gewonnen wird. Unsere Untersuchungen sind Teil des international koordinierten Programms GEOTRACES und werden zum „Second Indian Ocean Expedition Program (IIOE-2)“ beitragen. Wir erwarten, dass die Ergebnisse der vorgesehenen Untersuchungen einen signifikanten Beitrag zum Verständnis von Ökosystemen und ihrem chemischen Milieu liefern werden.

Untersuchungen von Änderungen der Klimavariabilität während der letzten 130 000 Jahre basierend auf einem Eisbohrkern von Skytrain Ice Rise, Westantarktis (CliVarSky130)

Das Projekt "Untersuchungen von Änderungen der Klimavariabilität während der letzten 130 000 Jahre basierend auf einem Eisbohrkern von Skytrain Ice Rise, Westantarktis (CliVarSky130)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Forschungsgemeinschaft durchgeführt. Die Westantarktis ist eine der Regionen der Erde, die am sensibelsten auf den aktuellen Klimawandel reagiert. Ein Zusammenbruch dieses Eisschildes in einem wärmeren Klima würde dramatische Folgen für den globalen Meeresspiegelanstieg haben. Dabei spielt nicht nur der Anstieg der globalen Mitteltemperatur eine Rolle, sondern in gleichem Maße auch Veränderungen der Klimavariabilität. Diese Veränderungen können das labile westantarktische System an Kipppunkte bringen, die wiederum zu unwiderruflichen eisdynamischen Prozessen führen. Um diese zum Teil abrupten Veränderungen in Zukunft besser einschätzen zu können, müssen diesbezügliche Modellprojektionen auf einer soliden Datenbasis stehen. Paläoklimatische Zeitreihen, in diesem Fall aus Eisbohrkernen, bieten solch eine Datengrundlage. Besonders interessant sind hierbei Zeitreihen, die zurückreichen in das letzte Glazial, oder idealerweise in die davorliegende letzte natürliche Warmzeit (ca. 110 000 - 130 000 Jahre vor heute). Solche langen Zeitreihen aus der Westantarktis sind allerdings bisher nur spärlich vorhanden. Im Rahmen des WACSWAIN Projekts (WArm Climate Stability of the West-Antarctic Ice sheet in the last iNterglacial) wurde kürzlich ein neuer Eiskern auf Skytrain Ice Rise gebohrt, der einen Zeitraum bis 126 000 Jahre vor heute abdeckt. Umfassende kontinuierliche Datensätze der stabilen Wasserisotope, der chemischen Spurenstoffe und der physikalischen Parameter wurden im Rahmen von WACSWAIN erhoben und stehen nun für weitere Analysen zur Verfügung. Außerdem wurden zum ersten Mal parallel zu den kontinuierlichen Messungen ausschnittweise Abschnitte des Kerns mit der ultra-hochauflösenden Methode der Laser Ablation (LA-ICP-MS) auf ihren Spurenstoffgehalt untersucht. Dies erlaubt die Analyse von Veränderungen in bisher nicht verfügbarer Detailliertheit. Das Ziel des hier vorgestellten Projektes ist es diese hochaufgelösten Signale zusammen mit den kontinuierlichen zu nutzen, um die Veränderungen der Klimavariabilität in dieser Region der Westantarktis in beispielloser Genauigkeit für den letzten glazialen Zyklus statistisch zu analysieren. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Phasen mit abrupten Änderungen in den Temperatur- und Eisbedeckungsproxies, wie zum Beispiel einem signifikanten Anstieg der marinen Ionenkonzentration und der Wasserisotope im frühen Holozän, liegen. Die statistischen Analysen der vergangenen Klimavariabilität (Varianz, Amplitude, Skalierungsfaktoren) werden im Folgenden genutzt, um die aktuell zu beobachtenden Veränderungen in der Westantarktis besser verstehen zu können. Dies wird zusätzlich unterstützt durch das Testen der wissenschaftlichen Hypothesen über die Ursachen der Veränderungen mittels spezifischer, isotopengetriebener globaler Zirkulationsmodelle, sowie chemischer Transportmodelle atmosphärischer Spurenstoffe. Dieses Projekt wird somit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der westantarktischen Klimasystems in der Vergangenheit und Zukunft leisten.

EJP SOIL Call 1: ICONICA - Auswirkungen langfristiger Phosphorzugaben auf die Kohlenstoffspeicherung und den Stickstoffkreislauf in landwirtschaftlichen Böden

Das Projekt "EJP SOIL Call 1: ICONICA - Auswirkungen langfristiger Phosphorzugaben auf die Kohlenstoffspeicherung und den Stickstoffkreislauf in landwirtschaftlichen Böden" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Pflanzenökologie durchgeführt. Um Klimaneutralität in der europäischen Landwirtschaft bis 2050 zu erreichen müssen nachhaltige Bodenbewirtschaftungsmethoden eingeführt werden - vor allem solche, die eine erhöhte Speicherung von organischem Kohlenstoff (SOC) im Boden nach sich ziehen. Wie hoch die langfristige Speicherkapazität von Böden für Kohlenstoff (C) ist, hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit von anderen Nährstoffen - vor allem dem Phosphor (P) und Stickstoff (N) Gehalt- im Boden ab. Unterschiedliche P-Gehalte wirken sich auf die mikrobielle Zusammensetzung und deren Aktivitäten aus, von denen man annimmt, dass sie bestimmte Transformationen im C- und N-Kreislauf im Boden steuern und die Stabilisierung von Treibhausgas (THG)-Emissionen, SOC und Nährstoffen beeinflussen. In ICONICA sollen Langzeit-P-Experimente aus fünf Ländern (EU und Neuseeland) untersucht werden, um die Auswirkungen der P-Verfügbarkeit auf die Sequestrierung von C im Boden, den N-Kreislauf, die THG-Emissionen und die damit verbundenen mikrobiellen Bodenprozesse in bewirtschafteten Grünland- und Ackerbausystemen zu quantifizieren und Mechanismen für die Sequestrierung von SOC und N zu ermitteln. Vor allem die Bruttotransformationsraten der verschiedenen Nährstoffpools im Boden sind nur unzureichend bekannt. Die im Rahmen von ICONICA gewonnenen Daten sollen dazu dienen, den P-Gehalt des Bodens für eine optimale SOC-Sequestrierung und die Minimierung der Treibhausgasemissionen - bei gleichzeitiger Erhaltung der Ernteerträge - zu ermitteln. In ICONICA arbeiten neun Partner aus sieben Ländern eng zusammen. Es werden sieben Langzeit-P-Experiment untersucht hinsichtlich der C-N-P Interaktionen wobei neben vorhandenen Datensätze auch Studien u.a. mittels stabiler Isotope Techniken durchgeführt werden. Die Daten werden zur Parametrisierung eines CNP-Modells verwendet, um den optimalen P-Gehalt des Bodens hinsichtlich hoher Bodenkohlenstoffspeicherung, geringer Treibhausgasfreisetzungen und hoher Ernteerträge zu ermitteln.

Anwendung der substoechiometrischen Isotopenverduennungsanalyse auf die Bestimmung von Spuren an Sulfat und Chlorid in Luft und Wasser

Das Projekt "Anwendung der substoechiometrischen Isotopenverduennungsanalyse auf die Bestimmung von Spuren an Sulfat und Chlorid in Luft und Wasser" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Lehrstuhl für Analytische Chemie durchgeführt.

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