Der Einfluss des Luchses auf die Rehwildpopulationen in der Schweiz ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen in Fachkreisen sowie in der Politik. Im Rahmen der anstehenden Revision der Verordnung über die Jagd und den Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel (JSV, SR 922.01) soll neu auch eine Bestandesregulierung des geschützten Luchses ermöglicht werden, sofern die Bestände regional nicht gefährdet und gleichzeitig hohe Einbussen bei der Nutzung des Jagdregals durch die Kantone zu verzeichnen sind. Für die Beurteilung einer solchen Schadensituation ist es jedoch unabdingbar, den tatsächlichen Einfluss des Luchses auf die Entwicklung der Rehwildbestände in der Schweiz abschätzen zu können. Mit dieser Studie soll ein besseres Verständnis dafür gewonnen werden, wann und in welchem Masse die Prädation durch den Luchs und die Jagdmortalität beim Reh kompensatorisch oder additiv zur natürlichen Mortalität operieren. Zudem soll die relative Wichtigkeit der verschiedenen Mortalitätsfaktoren für die Populationsdynamik des Rehs in der Schweiz eruiert werden. Mit einem Senderhalsband bestückte Rehe liefern die für diese Studie benötigten Datensätze.
Hauptziel und 'Roter Faden' des Projekts ist es, Arten, Unterarten oder Sorten mit einem besonderen regionalen Bezug (Verbreitung, Name oder Herkunft) auszuwählen und in einen gesamtökologischen Zusammenhang zustellen. Wichtig ist es dabei, anhand unserer 'Urbayern' der Öffentlichkeit Wissen über Arten- und Biotopschutz, über unsere Kulturlandschaft oder über die Notwendigkeit von Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen zu vermitteln. Dies kann vor Ort mit einem bunten Strauss von unterschiedlichen Aktionen erfolgen und hängt sowohl von den jeweiligen Arten als auch den Ideen der Akteure vor Ort ab. So ist zum Beispiel denkbar, dass ... - ... Cochlearia bavarica (Bayerisches Löffelkraut) im Allgäu als Leitart für Aktionen rund um den Lebensraum Quellen und Kalkmoore dient, - mit der 'Jagd nach dem Augsburger Bären' Pericallia matronula (Nachtfalterart) auf den Schmetterlingsschutz und die Landschaftspflege im Lechtal aufmerksam gemacht wird, - die Suche nach dem Weidenberger Spindling (Urpflaume) entlang der Fränkischen Linie dazu dient, die Lebensräume Hecken und Streuobstwiesen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, - mit dem Regensburger Geißklee/Zwergginster (Chamaecytisus ratisbonensis) und dem Regensburger Heufalter (Colias myrmidone) auf den Schutz und Erhalt der Trockenbiotope im Oberpfälzer Jura hingewiesen wird, - mit der Fränkischen Mehlbeere auf die Notwendigkeit der Pflege von Nieder- und Mittelwäldern in der Fränkischen Schweiz aufmerksam gemacht wird, - oder mit wieder entdeckten alten Obstsorten in Mittelfranken für die Anlage neuer Obstwiesen geworben wird. In dem Projekt sollte bewusst ein populärwissenschaftlicher Ansatz verfolgt werden. Es ist dabei weniger wichtig, ob die 'Ureinwohner Bayerns' von der Wissenschaft als eigene Spezies oder Subspezies deklariert werden oder ob es noch einige andere Verbreitungsschwerpunkte außerhalb Bayerns gibt. Wichtiger ist vielmehr, welche 'Geschichten' sich mit den Urbayern erzählen und vermitteln lassen, um der Öffentlichkeit dieses Wissen wieder näher zu bringen und so indirekt Wege für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu ebnen. Neben attraktiver Öffentlichkeitsarbeit sollen über das Projekt aber auch konkret Arten- und Biotopschutz initiiert werden. So ist es z.B. denkbar, dass im Rahmen dieses Projektes eine gezielte Bestandserhebung eines 'Urbayern' erfolgt und dann in den Folgejahren über gängige Förderprogramme Biotope dieser Art erhalten, optimiert oder vernetzt werden.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Auf leisen Pfoten Denkanstöße 11 Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz D 11 | September 2014 |1 Auf leisen Pfoten Dokumentation zur Tagung: Wildkatze, Luchs und Wolf Titelfoto: Ole Anders |2 INHALT |4 Vorwort Ulrike Höfken | Vorsitzende des Vorstands | Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz |5 Das EU LIFE-Projekt Soonwald Manuela Hopf | Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz |6 Neue Erkenntnisse zur Verbreitung der Wildkatze in Rheinland-Pfalz Ludwig Simon | Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz | 10 Das Rettungsnetz Wildkatze Sabine Yacoub | BUND | 30 Luchsmonitoring in Rheinland-Pfalz Ditmar Huckschlag | Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz | 33 Der Luchs zurück im Harz Ole Anders | Nationalpark Harz | 38 Einblicke in das Fotofallen-Monitoring von Luchsen, ihrer Nahrungsökologie und der Kampagne »Tierisch Wild« Kirsten Weingarth | Luchsprojekt Nationalpark Bayerischer Wald | 44 Luchsmanagement in Bayern – Monitoring, Ausgleichsfonds und Öffentlichkeitsarbeit Markus Schwaiger | Luchsprojekt Bayern | 12 Verhalten von drei benachbarten weiblichen Wildkatzen (Felis silvestris) während der Jungenaufzucht Dr. Mathias Herrmann | ÖKO-LOG| 48 Status quo? »Runder Tisch Großkarnivoren Rheinland-Pfalz« Dr. Peter Sound | Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz | 18 Der Luchs in der fragmentierten Landschaft Mitteleuropas Dr. Urs Breitenmoser | KORA| 50 Leben mit Wölfen Dr. Janosch Arnold | WWF | 26 Wiederansiedlung des Luchses (Lynx lynx carpathicus) im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Jochen Krebühl | Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz| 52 Wolfsexkursion in die Lausitz – Erfahrungsaustausch in der Wolfsregion Frank Voigtländer | LJV Rheinland-Pfalz Moritz Schmitt | Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz | 54 Referentinnen und Referenten | 56 Glossar und Abkürzungsverzeichnis | 58 Impressum |3 VORWORT Liebe Leserin, lieber Leser, das diesjährige Heft 11 der Schriftenreihe »Denkanstöße« präsentiert Ihnen die Beiträge der Fachtagung »Wildkatze und Luchs« des LIFE-Projektes Soonwald im Juni 2013 inklusive einem Exkurs zum Wolf. Während die Wildkatze sich einer breiten Akzeptanz erfreut, sind unsere heimischen Großraubtiere Luchs und Wolf mit unter schiedlichen Emotionen verbunden. Der »kulturelle Rucksack« des Luchses ist klein, der Wolf hingegen hat noch immer mit dem Image des bösen Wolfes zu kämpfen, wie es die Gebrüder Grimm einst angelegt haben. Die Rückkehr der Großraubtiere ins Bundesgebiet bedeutet für den Naturschutz einen großen Erfolg, sie stellt unsere heutige Gesellschaft aber auch vor neue und ungewohnte Herausfor- derungen. Auf der Suche nach einer geeigneten Herangehens- weise im Umgang mit den Raubtieren mag ein Blick in andere Länder dazu dienen, das eigene Verhalten zu reflektieren. In anderen Gegenden gehört der Umgang mit Luchs und Wolf zum Alltagsgeschäft – bei uns lösen die Vorbereitungen einer Wiederansiedlung von Luchsen bzw. die Zuwanderung der Wölfe umfangreiche Vorbereitungen aus: Was sind die Ansprüche der Tierarten? Welche Risiken bestehen für die Tiere? Welche Auswirkungen und Schäden haben wir zu erwarten? Gibt es gar ein Risiko für den Menschen? Es ist mir wichtig, dass wir uns diesen Fragen stellen und mit großer Sorgfalt vernünftige Lösungsansätze entwickeln. Der Blick über den Tellerrand mag uns aber daran erinnern, dass die Akzeptanz von Tieren maßgeblich von den gesellschaftli chen Werten und dem Umgang der Gesellschaft mit den Tieren abhängt. Und genau hier sehe ich die aktuelle Aufgabe für Rheinland-Pfalz. Die Tierarten Luchs und Wolf werden nur dann dauerhaft in unserem Bundesland leben können, wenn eine gesellschaftliche Akzeptanz für die Tiere geschaffen werden kann. Das Vorkommen der Wildkatzen in Rheinland-Pfalz zählt in- zwischen zu den bedeutendsten in Mitteleuropa. Deshalb trägt Rheinland-Pfalz eine besondere Verantwortung zur Erhaltung dieser Art. Das Umweltministerium hat bereits zahlreiche Maß- nahmen zu ihrem Schutz – auch im Rahmen des LIFE-Projektes Soonwald – unterstützt. Es ist davon auszugehen, dass die Population der Wildkatzen in weiten Teilen unseres Landes stabil ist und sich im Austausch mit anderen Populationen befindet. |4 Ganz im Gegensatz zur Wildkatze liegt die letzte, bestätigte Sichtung eines einzelnen Luchses fünf Jahre zurück. Experten gehen davon aus, dass sich der Luchs in Rheinland-Pfalz nicht selbständig etablieren wird. Daher haben wir uns dazu ent- schlossen, die Luchse bei der Rückkehr nach Rheinland-Pfalz aktiv zu unterstützen: Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland- Pfalz hat einen Förderantrag an die Europäische Kommission zur Wiederansiedlung des Luchses im Pfälzerwald gestellt. Dieser ist im April 2014 bewilligt worden. Wir werden damit einen Beitrag leisten, dass auch diese versteckt lebende Katzenart bei uns wieder heimisch werden kann. Beim Wolf ist eine eigenständige Zuwanderung möglich. In den letzten Jahren hatten wir einen sicheren Nachweis eines Wolfes sowie einige unbestätigte Hinweise. Vermutlich werden aus den Vorkommen im Nordosten oder im Süden weitere Tiere zuwan- dern. Zahlreiche Vorbereitungen begleiten bereits eine mögliche Zuwanderung von Wölfen. Im Umweltministerium haben wir einen »Runden Tisch Großkar- nivoren« einberufen. Damit wurde eine Plattform geschaffen, bei der sich unter anderem die Interessengruppen Jagd, Tierhal- tung und Naturschutz einbringen können. In einem gemeinsam entwickelten Managementplan sollen die Maßnahmen zum Mo- nitoring, zur Akzeptanzsteigerung bei verschiedenen Interessen- gruppen, zur Vermeidung und zur finanziellen Kompensation von Schäden an Nutztieren geregelt werden. Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern möchten wir hierbei einbinden. Ich freue mich sehr, dass wir über das LIFE-Projekt Soonwald die Möglichkeit hatten, diese Fachtagung durchzuführen. Lassen Sie uns von anderen Menschen und ihren Ansätzen lernen und den Anschluss an vorhandene Erfahrungen im Umgang mit diesen Arten suchen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen der einzelnen Beiträge. Ulrike Höfken Vorsitzende des Vorstands Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz Abb. 1 | Moosbulten im Feuchtbereich des Soonwaldes. Foto: Sonja Klemich Manuela Hopf, Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz DAS EU LIFE-PROJEKT SOONWALD Mit seinen strukturreichen Waldbeständen und Wiesen sowie zahlreichen Fließ- und Stillgewässern bietet der Soonwald man- nigfaltige Lebensräume für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Diese besondere Naturraumausstattung, die mosaikartige Verteilung der Lebensräume und die vor- handene Artenvielfalt führten zur Auswei- sung als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) von gesamteuropäischer Bedeutung. Zur Aufwertung und zum Erhalt dieses Gebietes führt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Landesforsten Rheinland-Pfalz von Januar 2010 bis Dezember 2014 das »LIFE-Pro- jekt Soonwald« mit Förderung der euro päischen Union durch. Aktive Partner vor Ort sind das Forstamt Soonwald in Enten- pfuhl sowie das Walderlebniszentrum Soonwald in Neupfalz. Weitere Akteure und Behörden sind im Projekt eingebunden. Durch menschliche Nutzungseingriffe wurde der Soonwald stark verändert. Ein großer Teil des Waldes wurde bis Ende des 18. Jahrhunderts abgeholzt. Danach folgte eine intensive Wiederaufforstung, vor allem mit Fichten – dabei wurde auch ein künstliches Entwässerungssystem angelegt. Viele natürliche feuchtege- prägte Waldgesellschaften sind dadurch verschwunden. Auf der anderen Seite sind durch unterschiedliche historische Nutzungsformen wie Waldbeweidung wertvolle Lebensräume entstanden. Diese Bereiche sind heute durch eine fehlende Nutzung bzw. Pflege in ihrem Fortbeste- hen gefährdet. Die Maßnahmen des Projektes dienen vor allem der Entwicklung einer naturnahen, für den Soonwald typischen Waldland- schaft. Das heißt, neben feuchtebeein- flussten Eichen-Mischwäldern werden insbesondere Birken- und Erlenbruchwald- standorte sowie bachbegleitende Auen- wälder gefördert. Außerdem sind kleinere Stillgewässer und Offenlandbereiche im Maßnahmenkonzept integriert, um die gesamte Strukturvielfalt des Soonwaldes zu erhalten. Durch die biotopverbessernden Maßnah- men werden viele in diesen Lebensräumen vorkommenden und oftmals gefährdeten Tier- und Pflanzenarten gefördert. Beson- deres Augenmerk gilt hierbei den Amphi- bien, Libellen und Schmetterlingen sowie der Wildkatze. Neben einer gezielten Aufwertung wichtiger Lebensraumstruk- turen an Wiesen und Waldrändern sowie der Schaffung von Wurfplätzen, profitiert die Wildkatze auch von der Beruhigung einzelner Bereiche des Soonwaldes. Durch die Entwicklung und Freistellung einiger Bachtäler kann sich die Wildkatze neue Wanderrouten erschließen. Über die wald-, wasserbaulichen und naturschutzfachlich ausgerichteten Maßnahmen hinaus beinhaltet das Projekt eine umfangreiche Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Schaffung zweier Lehrpfade, die Durchführung von Natur erlebnistagen sowie die Herstellung zahl- reicher Publikationen sind unter anderem Bestandteil des Maßnahmenpaketes. Auf der Projekt-Homepage www.life-soon- wald.de finden Sie weitere Informationen rund um das Projekt sowie viele interes- sante Beiträge zu den Lebensräumen und Arten. |5
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Zielsetzung des Vorhabens ist eine Verbesserung der Schutzes von Zugvögeln im Libanon, die insbesondere durch Jagd und Lebensraumzerstörung bedroht sind. Durch breite Aufklärungsarbeit sowohl bei Kindern und Jugendliche als auch bei Erwachsenen soll ein Bewusstsein für die Faszination und den Wert des Vogelzugs geschaffen werden. Gleichzeitig werden in Zusammenarbeit mit der ländlichen Bevölkerung Wege entwickelt, um die Naturschätze des Landes schonend zu vermarkten. Ziel ist es, über Ökotourismusaktivitäten, in deren Rahmen auch Rast- und Brutplätze von (Zug-)Vögeln geschützt werden, langfristige Einkommensquellen zu schaffen. So soll eine nachhaltige Entwicklung der Landschaft gewährleistet werden. Die vielfältige Naturausstattung des Libanon sowie die Lage des Landes entlang der östlichen Zugroute bieten gute Möglichkeiten für Naturtourismusaktivitäten. Gerade diese Ressourcen aber sind durch verschiedene Faktoren wie direkte Zerstörung der Natur sowie Vogeljagd gefährdet. Es bedarf daher verschiedener Ansätze mit unterschiedlichen Schwerpunkten, um sie nachhaltig zu schützen und zu entwickeln. Fazit: Insgesamt kann das Projekt als großer Erfolg betrachtet werden, da eine Vielzahl von Initiativen umgesetzt bzw. angestoßen werden konnten, die dazu beitragen, langfristig die Jagd auf Vögel einzudämmen sowie bestehende Brut- und Rastgebiete zu sichern und zu entwickeln. Die SPNL wird auch nach Abschluss des Projekts die im Rahmen der verschiedenen Bausteine umgesetzten Maßnahmen weiterverfolgen; zum Teil ist es gelungen, neue Mittel zu akquirieren, um ähnliche Maßnahmen in anderen Gebieten (bspw. an der Südküste des Libanon) durchführen zu können bzw. die Arbeit in Kfar Zabad fortzusetzen. Das von Euronatur und SPNL durchgeführte und von der DBU finanziell unterstützte Projekt hat damit maßgeblich dazu beigetragen, die Situation für (Zug-)Vögel, aber auch für die ländliche Bevölkerung im Projektgebiet zu verbessern. Es ist gelungen, die nationale und internationale Aufmerksamkeit auf das Thema (Zug-)Vogeljagd zu lenken und so ein Bewusstsein für die Problematik, aber auch eine Bereitschaft zu handeln, zu schaffen.
Die Fauna-Flora-Habitat (FFH-)Richtlinie hat als wesentliches Ziel die Errichtung eines europäischen ökologischen Netzes besonderer Schutzgebiete mit dem Namen "Natura 2000", das auch die nach der Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Gebiete einschließt. Nach der Meldung kommt dem Management der Natura 2000-Gebiete eine besondere Bedeutung zu, um die notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der geschützten Lebensraumtypen und Arten festzulegen und umzusetzen. Im vorliegenden Band wird der aktuelle Stand der Managementplanung für das europäische ökologische Netz Natura 2000 in Deutschland (acht Bundesländer) sowie mehreren anderen Mitgliedsstaaten der EU dargestellt. Hinzu kommen übergreifende Beiträge zu Aspekten wie der Finanzierung des Managements oder den Berührungspunkten der FFH-Verträglichkeitsprüfung und der Managementplanung. Durch die Bündelung von relevanten Informationen aus dem In- und Ausland soll allen am Management von Natura 2000-Gebieten beteiligten Personen in Behörden, Planungsbüros, Universitäten und nicht zuletzt den Verbänden aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Sport, Tourismus und Naturschutz wertvolle Anregungen und Hinweise gegeben werden, um damit einen Beitrag zu einem erfolgreichen Schutz des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000 zu leisten.
Mittels einer Fragebogenaktion (entwickelt vom DJV - Deutscher Jagdschutzverband e.V.) wurden Art und Anzahl von Biotopschutzmassnahmen erfasst, die in 1996 von den Revierinhabern Niedersachsens und Sachsen durchgefuehrt wurden.
Das Jagdrevier 'Seebachtal' im Nationalpark Hohe Tauern wurde 1991 vom WWF Oesterreich bis zum Jahr 2000 gepachtet um in der nationalparkgerechten Behandlung der Wildbestaende ein Beispiel zu setzen. Im Rahmen des Projektes wird ein wildbiologisches Gutachten erstellt.
Die oeffentlich-rechtlichen Rechtsordnungen dreier Signatarstaaten der Berner Konvention (Schweiz, Frankreich, England) sollen untersucht werden hinsichtlich der Mittel, die sie zur Erhaltung bzw. zum Schutz der natuerlichen Lebensraeume zur Verfuegung stellen (Raumplanung, Naturschutz, Jagd, Fischerei, Land u. Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Schutzgebiete). Dabei sollen sowohl Gesetzgebung, als auch Vollzug beruecksichtigt werden. Vergleich dieser Rechtsinstrumente und soweit moeglich Feststellung ihrer Effizienz und Durchfuehrbarkeit in der Praxis.
Die Erhebung des Waldzustandes in den Marchauen erfolgte mit Hilfe von Infrarotluftbildern. Diese Arbeit dient der Ableitung von forstlichen Bewirtschaftungsmassnahmen, raumplanerische und begleitende Massnahmen zum Schutz des Waldes (z.B. Jagd, Fremdenverkehr etc.) und die Zuordnung von Schutzkategorien. Die Erhebung erfolgt im Rahmen der Umweltkontrolle und ist zur Beurteilung der oekologischen Auswirkungen eines Donau-Oder-Kanals von tragender Bedeutung. Neben Auswertungen des Waldzustandes werden die Naturnaehe, Baumartenzusammensetzung sowie weitere waldoekologisch relevante Parameter im Geographischen Informationssystem (GIS) des UBA erfasst.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 9 |
| Land | 4 |
| Weitere | 11 |
| Wissenschaft | 1 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 8 |
| Text | 8 |
| unbekannt | 7 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 14 |
| Offen | 9 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 23 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 2 |
| Dokument | 9 |
| Keine | 11 |
| Webseite | 4 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 9 |
| Lebewesen und Lebensräume | 23 |
| Luft | 10 |
| Mensch und Umwelt | 23 |
| Wasser | 10 |
| Weitere | 23 |