Beitrag im Rahmen der FKTG: Die Annahme, dass Gesteine des Tertiär oder älter als grundwasserhemmend bzw. erosionshemmend betrachtet werden, ohne konkret die entsprechenden Gesteinstypen zu erfassen, ist insbesondere für die tertiären Tonformationen nicht zwingend zutreffend. Hoth et al. (2007) weist darauf hin, dass der Rupel-Ton des Oligozäns eine der wichtigsten Barrieren zwischen dem Salz- und dem Süßwasserstockwerk in Norddeutschland bildet. Es ist davon auszugehen, dass unmittelbar oberhalb dieses „Aufstau-Horizontes“ stark grundwasserführende Schichten vorhanden sein können. Beispiele für prominente Grundwasserleiter im sandig ausgebildeten Tertiär sind bekannt. Dasselbe gilt für die Tertiäre Obere Süßwassermolasse (betrifft 002_00TG_044_00IG_T_f_tUMa und 003_00TG_046_00IG_T_f_tUMj in Südostdeutschland) mit einem hohem Sand- und Kiesanteil, die ebenfalls ein bekannter Grundwasserleiter ist. Gleiches gilt analog für die Karstgrundwasserleiter des Malm (Oberer Jura), was von der BGE erwähnt wird, aber nur für den Indikator „Keine Ausprägung struktureller Komplikationen (z. B. Störungen, Scheitelgräben, Karststrukturen) im Deckgebirges“ im Rahmen der Bewertung von 001_00TG_032_01IG_T_f_jmOPT Berücksichtigung findet. Der überdeckende Karst stellt einen großräumigen Tiefengrundwasserleiter mit entsprechend stark variierender Durchlässigkeit und verminderter erosions-/grundwasserhemmender Wirkung dar. Letzteres wird in BGE (2020ag) nicht weiter berücksichtigt. Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Die BGE kann die Kritik teilweise nachvollziehen. Begründung: Im Schritt 1 der Phase I des Standortauswahlverfahrens erfolgte auf Basis der Anwendung der Kriterien und Anforderungen gemäß den §§ 22 bis 24 StandAG mit der Ermittlung von Teilgebieten eine Differenzierung des Suchraumes in Deutschland in Hinblick auf potentiell geeignete und nicht geeignete Gebiete für die weitere Suche nach einem Standort für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Um dies realisieren zu können, wurde zunächst auf der Detailebene von stratigraphischen Einheiten gearbeitet und pauschale Annahmen zur Vereinfachung getroffen, um deutschlandweit eine erste geologische Eingrenzung zu ermöglichen. Petrographische und hydrogeologische Betrachtungen innerhalb der ausgewiesenen Teilgebiete werden im Schritt 2 Phase I zu einer differenzierteren Bewertung des Kriteriums 11 „Schutz durch das Deckgebirge“. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.
Aktenzeichen: A4-BASE21102/02#0463 Erklärung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung über das Einvernehmen nach § 21 Absatz 2 Satz 3 Standortauswahlgesetz zum Vorhaben Geothermiebohrung in Pegnitz, Gemarkung Hainbronn Das Landratsamt Bayreuth hat mit Schreiben vom 28.07.2021 und 30.08.2021 (Aktenzeichen: FB 43 - 6421/1/1/23) beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) für eine Grundwassermessstelle in Pegnitz, Gemarkung Hainbronn (Flur-Nr. 1209) um die Erteilung des Einvernehmens ersucht. Dieses Vorhaben mit einer geplanten Bohrungsteufe von 164 m wurde auf Grundlage der Kriterien des § 21 Absatz 2 und 3 Standortauswahlgesetz (StandAG) geprüft. Der Geologische Dienst im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) kommt in seiner dem Schreiben des Landratsamtes Bayreuth beigefügten Stellungnahme Az. (105-8771.5044- 75636/2021) zu dem Prüfergebnis, dass das Vorhaben innerhalb eines von der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH nach § 13 Absatz 2 Satz 1 StandAG ausgewiesenen identifizierten Gebietes liege und aufgrund des § 21 StandAG zugelassen werden könne. Das LfU kommt zu dem Ergebnis, dass der Vorhabenstandort in dem identifizierten Gebiet mit der Kennung 194_00IG_K_g_MO liegt. Das Vorhaben sei zulässig, da von der Bohrung, die überwiegend in einem Karstgrundwasserleiter erfolge, keine erhebliche Schädigung von Gesteinsschichten, die einen langfristigen Schutz darunterliegender, für die Endlagerung geeigneter, Schichten darstellen, zu erwarten sei. Zudem seien weder stratiforme Steinsalzformationen noch Salzformationen in steiler Lagerung vorhanden. Auf Grundlage der Ausführungen des Landratsamtes Bayreuth, des LfU sowie nach eigener Prüfung erklärt das BASE sein Einvernehmen hinsichtlich der Erteilung der Zulassung für oben genanntes Vorhaben aufgrund des § 21 Absatz 2 Satz 1 Nr. 4 StandAG. Die Erteilung des Einvernehmens ist nicht selbständig anfechtbar. Berlin, 02.09.2021 Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung Im Auftrag
In der Karte werden die an der Oberfläche anstehenden Gesteine zunächst in die vier Haupttypen “Porengrundwasserleiter”, “kombinierte Poren- und Kluftgrundwasserleiter”, “Kluft- und Karstgrundwasserleiter” sowie “Grundwassergering- und Grundwassernichtleiter” unterteilt. Eine weitere Differenzierung erfolgt abhängig von der Ausdehnung und Produktivität gemäß der Systematik der Standardlegende für Hydrogeologische Karten (SLHyM). Die Einstufung in die Produktivitätsklassen wurde aus der Durchlässigkeit hergeleitet. Zusätzlich werden die an der Oberfläche anstehenden Gesteine in Form von Flächensignaturen in 19 verschiedene Gesteinsarten und vier geringmächtige Bedeckungen unterschieden. Weiterhin sind Versalzungszonen des oberflächennahen Grundwassers im Binnenland, Gebiete mit Meerwasser-Intrusionen im Küstenbereich sowie Bergbaugebiete dargestellt. Datengrundlage der Karte “Hydrogeologie” ist die von der BGR im Jahr 1993 herausgegebene digitale Geologische Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:1.000.000 (GK1000). Die digitale GK1000 beinhaltet Attribute zur Stratigraphie, Lithologie und zur Genese der Gesteine.
In der Karte werden die Flächeneinheiten Deutschlands dargestellt, die sich hinsichtlich der Art und Stärke der Grundwasserführung sowie der chemischen Zusammensetzung des Grundwassers einheitlich beschreiben und voneinander abgrenzen lassen. Insgesamt werden fünf Regionen sowie 24 Unterregionen unterschieden, die den wichtigsten Landschaftseinheiten Deutschlands zugeordnet wurden. Für jede Unterregion wird ein schematisches lithologisches Säulenprofil abgebildet, das einen typischen Schichtenaufbau des Untergrundes der jeweiligen Region zeigt. Die Gesteinsarten werden zusätzlich in Grundwasserleiter, Grundwassergeringleiter und Grundwassernichtleiter unterteilt. Die Grundwasserleiter lassen sich entsprechend der Art ihrer Grundwasserführung in die drei Klassen Poren-, Kluft- und Karstgrundwasserleiter aufteilen, während die Grundwassergeringleiter in Locker- oder Festgestein unterteilt werden. Eine weitere Unterscheidung geschieht nach dem vorherrschenden chemischen Milieu des Gesteins (silikatisch, karbonatisch, sulfatisch, organisch). Im Ergebnis wird zwischen zehn Typen von Grundwasserleitern und sechs Typen von Grundwassergeringleitern differenziert. Grundlage für die Karte sind die digital vorliegenden Daten der Geologischen Karte 1:1.000.000 (GK1000).
In der Karte werden die an der Oberfläche anstehenden Gesteine zunächst in die vier Haupttypen “Porengrundwasserleiter”, “kombinierte Poren- und Kluftgrundwasserleiter”, “Kluft- und Karstgrundwasserleiter” sowie “Grundwassergering- und Grundwassernichtleiter” unterteilt. Eine weitere Differenzierung erfolgt abhängig von der Ausdehnung und Produktivität gemäß der Systematik der Standardlegende für Hydrogeologische Karten (SLHyM). Die Einstufung in die Produktivitätsklassen wurde aus der Durchlässigkeit hergeleitet. Zusätzlich werden die an der Oberfläche anstehenden Gesteine in Form von Flächensignaturen in 19 verschiedene Gesteinsarten und vier geringmächtige Bedeckungen unterschieden. Weiterhin sind Versalzungszonen des oberflächennahen Grundwassers im Binnenland, Gebiete mit Meerwasser-Intrusionen im Küstenbereich sowie Bergbaugebiete dargestellt. Datengrundlage der Karte “Hydrogeologie” ist die von der BGR im Jahr 1993 herausgegebene digitale Geologische Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:1.000.000 (GK1000). Die digitale GK1000 beinhaltet Attribute zur Stratigraphie, Lithologie und zur Genese der Gesteine.
In der Karte werden die Flächeneinheiten Deutschlands dargestellt, die sich hinsichtlich der Art und Stärke der Grundwasserführung sowie der chemischen Zusammensetzung des Grundwassers einheitlich beschreiben und voneinander abgrenzen lassen. Insgesamt werden fünf Regionen sowie 24 Unterregionen unterschieden, die den wichtigsten Landschaftseinheiten Deutschlands zugeordnet wurden. Für jede Unterregion wird ein schematisches lithologisches Säulenprofil abgebildet, das einen typischen Schichtenaufbau des Untergrundes der jeweiligen Region zeigt. Die Gesteinsarten werden zusätzlich in Grundwasserleiter, Grundwassergeringleiter und Grundwassernichtleiter unterteilt. Die Grundwasserleiter lassen sich entsprechend der Art ihrer Grundwasserführung in die drei Klassen Poren-, Kluft- und Karstgrundwasserleiter aufteilen, während die Grundwassergeringleiter in Locker- oder Festgestein unterteilt werden. Eine weitere Unterscheidung geschieht nach dem vorherrschenden chemischen Milieu des Gesteins (silikatisch, karbonatisch, sulfatisch, organisch). Im Ergebnis wird zwischen zehn Typen von Grundwasserleitern und sechs Typen von Grundwassergeringleitern differenziert. Grundlage für die Karte sind die digital vorliegenden Daten der Geologischen Karte 1:1.000.000 (GK1000).
Der Darstellungsdienst zur Hydrogeologischen Übersicht von Sachsen-Anhalt wird überarbeitet und steht zurzeit nicht zur Verfügung. Die Datenebene weist Bereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften des Hauptgrundwasserleiters aus. Durch die Legendeneinheiten werden Einheiten mit unterschiedlichen geologischen Eigenschaften ausgewiesen, die hydrologische Eigenschaften wie Durchlässigkeit und chemisches Milieu des Grundwassers beinflussen. Gruppen ergeben sich durch die übergeordnete Gliederung in Lockergesteins-, Festgesteins- und durch bergbau gestörte Hauptgrundwasserleiter. Die Porengrundwasserleiter des Lockergesteins umfassen 8 stratigraphisch und petrografisch zu unterscheidende Einheiten. Die Kluft und Karstgrundwasserleiter des Festgesteins werden in 16 Einheiten gegliedert. Für die Störung des Grundwasserleiters in durch den Bergbau gestörten Bereichen werden Bereiche mit aktivem Bergbau und mit umgelagertem Abraummaterial unterschieden.
Es liegen Geodaten vor zu Grundwasserlandschaften mit zugeordneter Grundwassersensitivität (gering, mittel, hoch) und Grundwasserneubildung (Höffigkeit bis 10 l/s, 10-50 l/s, über 50 l/s Schüttungsvermögen).Kriterien für die Abgrenzung der Grundwasserlandschaften sind:- petrographische Ausbildung der Gesteine- Art der Grundwasserleiter (Poren-, Kluft-, Karstgrundwasserleiter)- geohydraulische Gegebenheiten- hydrochemische Beschaffenheit der Grundwässer- Empfindlichkeit der Grundwässer gegen anthropogene Belastungen.Zusätzlich wurde eine Trennlinie zwischen Muschelkalk und Lettenkeuper eingefügt, da diese einer unterschiedlichen Sensitivitäts- und Höffigkeitsklassen angehören.- Datenmenge: 180 Polygone- Daten zu 13 Grundwasserlandschaften
Fwd: WG: StandAG; Abfrage Daten zu Ausschlusskriterien 1 von 2 Betreff: Fwd: WG: StandAG; Abfrage Daten zu Ausschlusskriterien Von: EPost@bfs.de Datum: 05.02.2018 15:59 An: scanstelle@bfs.de SE 6.3 -------- Weitergeleitete Nachricht -------- Betreff:WG: StandAG; Abfrage Daten zu Ausschlusskriterien Datum:Mon, 5 Feb 2018 14:13:57 +0000 Von:Mailaccount Poststelle BGE <poststelle@bge.de> An: Kopie (CC):epost@bfs.de <epost@bfs.de> Im Auftrag ___________________________________ Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH – BGE Willy-Brandt-Str.5 38226 Salzgitter Von: Gesendet: Montag, 5. Februar 2018 14:22 An: Mailaccount Poststelle BGE Cc: Betreff: StandAG; Abfrage Daten zu Ausschlusskriterien Sehr geehrte Damen und Herren, auf Ihr Schreiben vom 26. Januar 2018 zur Abfrage von Daten für die Anwendung von Ausschlusskriterien für einen Standort für ein Endlager für hochradioak?ve Abfälle übersende ich Daten (s. Anlage) aus isotopenhydrologischen Untersuchungen für den Raum Bielefeld und Paderborn. Die Daten stammen aus der Veröffentlichung: - Geyh, A. und Michel, G. (1999): Zum Gefährdungspoten?al des gespannten und gepumpten Karstgrundwassers im Paderborner und Bielefelder Raum; 35 S., 3 Anh., GeowissenschaHliche GemeinschaHsaufgaben (GGA) - Diese Daten liegen mir nicht digital vor. Die Untersuchungen zeigen, dass der Karstgrundwasserleiter der Oberkreide im Raum Bielefeld und Paderborn auch im Bereich des überdeckten ?eferen Karstes in Richtung des südwestlich gelegenen Münsterlandes jüngere Grundwasseranteile aufweist. Die für die Trinkwassergewinnung genutzten Paderborner und Bielefelder TieKrunnen weisen für die Standortsuche relevante Endteufen von > 300 m auf. Eine entsprechende Abgrenzung des Karstgrundwasserkörpers nach den Standortsuchkriterien biLe ich beim Geologischen Dienst NRW in Krefeld anzufragen. Mit freundlichen Grüßen Im AuHrag Bezirksregierung Detmold 06.02.2018 07:31 Fwd: WG: StandAG; Abfrage Daten zu Ausschlusskriterien 2 von 2 Dezernent 54.4 – WasserwirtschaH; Grundwasser, Wasser- und Heilquellenschutzgebiete, Gewässerkunde Senne, Wasserbuch Dienstgebäude Minden Büntestr. 1, 32427 Minden Tel.: 05231-71 mailto: www.brdt.nrw.de Anhänge: Isotopenhydrologische Untersuchungen Bielefeld_Paderborn.pdf 45 Bytes 06.02.2018 07:31
Anlage 1A (zum Fachbericht Teilgebiete und Anwendung Geowissenschaftliche Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG) Ergebnisse der Bewertung: Teil A (Teilgebiete) Stand 28.09.2020 Geschäftszeichen: SG02102/5-5/2-2020#12 – Objekt-ID: 829573 – Revision: 000 Ergebnisse der Bewertung: Teil A (Teilgebiete) Gebiet:_ _ _ _ 001_00TG_032_01IG_T_f_jmOPT Wirtsgestein:Tongestein Bewertung Gebiet:A: günstig Begründung Gebiet: Das identifizierte Gebiet 032_01IG_T_f_jmOPT liegt im Grenzbereich der Bundesländer Baden- Württemberg und Bayern. Es bezieht sich auf die stratigraphische Einheit Mittlerer Jura, welche das Wirtsgestein Tongestein enthält. Es hat eine Fläche von 4241 Quadratkilometern und eine maximale Mächtigkeit von 300 Meter. Die Basisfläche des identifizierten Gebietes befindet sich in einer Teufenlage von 400 bis 1500 Meter unterhalb der Geländeoberkante. Sieben der elf Kriterien wurden nach dem Referenzdatensatz Tongestein (BGE 2020b) bewertet, dabei sind sechs Kriterien mit „günstig“ und ein Kriterium mit „nicht günstig“ bewertet. Den gebietsspezifisch bewerteten Kriterien kommt, im Vergleich zu den Referenzdatensätzen, in der jetzigen Phase des Standortauswahlverfahrens eine besondere Bedeutung zu. Eine individuelle Bewertung für jedes identifizierte Gebiet erfolgte für Tongestein für die Kriterien 2 (Konfiguration), 3 (Charakterisierbarkeit), 4 (langfristige Stabilität) und 11 (Deckgebirge). Das „Kriterium zur Bewertung der Konfiguration der Gesteinskörper“ wurde aufgrund des Indikators „Barrierenmächtigkeit [m]“ mit „bedingt günstig“ bewertet. Das „Kriterium zur Bewertung der räumlichen Charakterisierbarkeit“ wurde mit „günstig“ bewertet. Das „Kriterium zur Bewertung der langfristigen Stabilität der günstigen Verhältnisse“ wurde aufgrund des Indikators „Zeitspanne, über die sich die Gebirgsdurchlässigkeit des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs nicht wesentlich verändert hat“ mit „bedingt günstig“ bewertet. Das „Kriterium zur Bewertung des Schutzes des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch das Deckgebirge“ wurde mit „bedingt günstig“ bewertet. Diese Bewertung ergibt sich aus der bedingt günstigen Bewertung des Indikators „Keine Ausprägung struktureller Komplikationen (zum Beispiel Störungen, Scheitelgräben, Karststrukturen) im Deckgebirge, aus denen sich subrosive, hydraulische oder mechanische Beeinträchtigungen für den einschlusswirksamen Gebirgsbereich ergeben könnten“. Die bedingt günstige Bewertung des Indikators „Zeitspanne, über die sich die Gebirgsdurchlässigkeit des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs nicht wesentlich verändert hat“ resultiert aus der Tatsache, dass im nördlichen Teil des identifizierten Gebietes der Mittlere Jura von einem bedeutenden Karstgrundwasserleiter des Oberen Jura überlagert wird. Die Verkarstung beeinflusste im Miozän und Pliozän zunehmend tiefere Bereiche (Hoth et al. 2007; Geyer et al. 2011). Im Süden des identifizierten Gebietes ist der Mittlere Jura nicht von verkarsteten Abfolgen überlagert (Geyer et al. 2011). Der südliche Teil des identifizierten Gebietes weist außerdem einen Bereich auf, in dem sowohl eine bedingt günstige Mächtigkeit als auch eine günstige Tiefenlage flächig vorliegen. Des Weiteren ist dieser Bereich des identifizierten Gebiets ausreichend groß um einen einschlusswirksamen Gebirgsbereichs von 10 Quadratkilometern (BT-Drs 18/11398, S. 71) in einem Bereich ohne beeinträchtigende strukturelle Komplikationen im Deckgebirge zu realisieren. Die Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien lässt daher insgesamt eine günstige geologische Gesamtsituation für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten. Weitere Informationen finden sich in BGE (2020k) sowie BGE (2020b). Literatur: BGE (2020b): Referenzdatensätze zur Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien im Rahmen von § 13 StandAG - Grundlagen. Peine: Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) BGE (2020k): Teilgebiete und Anwendung Geowissenschaftliche Abwägungskriterien gemäß §24 StandAG. Untersetzende Unterlage zum Zwischenbericht Teilgebiete. Peine: Bundesgesellschaft Geschäftszeichen: SG02102/5-5/2-2020#12 - Objekt-ID: 829573 - Revision: 000 2 Ergebnisse der Bewertung: Teil A (Teilgebiete) für Endlagerung mbH BT-Drs 18/11398 (2017): Entwurf eines Gesetzes zur Fortentwicklung des Gesetzes zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle und anderer Gesetze Geyer, M., Nitsch, E. & Simon, T. (Hrsg.) (2011): Geologie von Baden-Württemberg. 5. Aufl. Stuttgart: Schweizerbart. ISBN 9783510652679 Hoth, P., Wirth, H., Reinhold, K., Bräuer, V., Krull, P. & Feldrappe, H. (2007): Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen Deutschlands. Untersuchung und Bewertung von Tongesteinsformationen. Berlin / Hannover: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 1: Kriterium zur Bewertung des Transportes radioaktiver Stoffe durch Grundwasserbewegungen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich Bewertung: A: günstig Die Bewertung der Indikatoren und des Kriteriums erfolgte auf Basis des Referenzdatensatzes Tongestein (siehe BGE 2020b und BGE 2020k). Die Gesamtbewertung des Kriteriums 1 für das vorliegende identifizierte Gebiet ergibt sich aus den Einzelbewertungen der Indikatoren „Abstandsgeschwindigkeit des Grundwassers [mm/a]“ („günstig“), „Charakteristische Gebirgsdurchlässigkeit des Gesteinstyps [m/s]“ („günstig“), „Charakteristischer effektiver Diffusionskoeffizient des Gesteinstyps für tritiiertes Wasser (HTO) bei 25 °C [m²/s]“ („günstig“), „Absolute Porosität“ („günstig“) und „Verfestigungsgrad“ („günstig“). Dementsprechend erfolgt die Gesamtbewertung ebenfalls als „günstig“. Grundsätzlich sind In-situ erfasste Messwerte nötig, um Grundwasserbewegungen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich zu beurteilen oder die charakteristischen Eigenschaften des Wirtsgesteins zu ermitteln. Bei fehlender standortspezifischer Datengrundlage lassen sich jedoch Aussagen über die Durchlässigkeit von Tongestein auf Basis einer Reihe wissenschaftlicher Publikationen sowie bergmännischer Erfahrungen machen. Derzeit sind die fünf Indikatoren zur Bewertung des Transports radioaktiver Stoffe durch Grundwasserbewegungen als „günstig“ zu bewerten. Absolute Porosität (Dieser Indikator kommt nicht zur Anwendung, da bereits der Indikator charakteristischer effektiver Diffusionskoeffizient angewendet wurde) Verfestigungsgrad (Dieser Indikator kommt nicht zur Anwendung, da bereits der Indikator charakteristischer effektiver Diffusionskoeffizient angewendet wurde) Abstandsgeschwindigkeit des Grundwassers A: günstig Begründung siehe BGE (2020b): Referenzdatensätze zur Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien im Rahmen von § 13 StandAG - Grundlagen. Peine: Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE). Weitere Informationen zu den Bewertungen siehe BGE (2020k): Teilgebiete und Anwendung Geowissenschaftliche Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG. Untersetzende Unterlage zum Zwischenbericht Teilgebiete. Peine: Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE). Geschäftszeichen: SG02102/5-5/2-2020#12 - Objekt-ID: 829573 - Revision: 000 3
Origin | Count |
---|---|
Bund | 30 |
Land | 9 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 18 |
Text | 9 |
unbekannt | 8 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 16 |
offen | 18 |
unbekannt | 1 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 35 |
Englisch | 3 |
Resource type | Count |
---|---|
Archiv | 3 |
Datei | 2 |
Dokument | 4 |
Keine | 17 |
Webdienst | 3 |
Webseite | 16 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 33 |
Lebewesen & Lebensräume | 29 |
Luft | 15 |
Mensch & Umwelt | 35 |
Wasser | 33 |
Weitere | 35 |