27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Abfälle müssen unter die Erde, um Mensch und Umwelt dauerhaft vor gefährlicher Strahlung zu schützen. Heutiges Handeln hat Auswirkungen auf alle zukünftigen Generationen. Das Thema Endlagersuche betrifft vor allem Menschen, die heute jung sind. Deshalb unterstützt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) Lehrer:innen dabei, ihren Schüler:innen die Endlagersuche näherzubringen. Dafür entwickelt das BASE kontinuierlich multimediale Informations- und Bildungsangebote und berät Lehrkräfte mit fachlicher Expertise bei Fragen rund um das Thema Endlagersuche und Beteiligung. „Bürgerdialog Mitthausen“ – Planspiel macht Beteiligung erfahrbar Unsere Region als potenzieller Endlagerstandort – wie verhalten wir uns, wollen wir uns einbringen, was ist uns wichtig? In dem Planspiel „Bürgerdialog Mitthausen“ nehmen junge Menschen ab der Jahrgangsstufe 9 die Rollen von Bürger:innen und Interessensvertreter:innen bei der Endlagersuche ein. Lehrkräfte können alle Spielmaterialien auf der Infoplattform zur Endlagersuche herunterladen . Die Materialien enthalten auch eine begleitende Handreichung, die Ablauf und Durchführung des Spiels erklärt. Derzeit ist das Planspiel deutschlandweit im Schulunterricht im Einsatz – das BASE nimmt Feedback zum Spiel gern entgegen unter dialog@base.bund.de . Unterrichtsmaterialien zur Endlagersuche Die Suche nach einem Endlager ist Thema des Monats auf dem Bildungsportal „Umwelt im Unterricht“ des Bundesumweltministeriums ( BMUV ). Die Themen Endlagersuche und Beteiligung eignen sich für fächerübergreifendes Lernen: von Kernphysik und Radioaktivität bis zu Fragen von Verantwortung, politischer Mitgestaltung und Demokratie. Die Materialien enthalten eine kompakte Unterrichtseinheit für die Grundschule und die Sekundarstufe. Dazu gehören Hintergrundtexte, ein didaktischer Kommentar, Unterrichtsvorschläge sowie Materialien für die Grundschule und die Sekundarstufe in jeweils zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Die Unterrichtseinheit zur Endlagersuche hat das BMUV gemeinsam mit dem BASE erarbeitet. Das BASE bei der didacta Vom 7. bis 11. März 2023 ist das BASE für Lehrer:innen und andere Multiplikator:innen in der Bildungsarbeit auf der zentralen Bildungsmesse didacta in Stuttgart ansprechbar. Erfahren Sie, wie sich das Thema Endlagersuche in Ihren Unterricht integrieren lässt und wie das BASE Sie dabei unterstützen kann. Die Spielmaterialien für das Planspiel erhalten Sie am Messestand des BASE zum Mitnehmen. Ob Exkurs oder Projektwoche, ob Planspiel, (digitaler) Vortrag oder fachliche Beratung – Sie finden das BASE auf der didacta in Halle 7 a, Stand 7A12, oder unter dialog@base.bund.de . 02.02.2023 geändert am 08.02.2023 11:00 Uhr Übersicht über die Bildungsangebote zur Endlagersuche Angebote für Schulen Das BASE auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart 07.03.2023 - 11.03.2023
Ein Planspiel zur Beteiligung bei der Endlagersuche, multimediale Informationsmaterialien und fachliche Expertise: Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) unterstützt Lehrkräfte darin, ihren Schüler:innen das Thema Endlagersuche näherzubringen. Endlagersuche und Beteiligung eignen sich für fächer-übergreifendes Lernen zu den Themen Kernphysik und Radioaktivität , zu Fragen von Verantwortung, politischer Mitgestaltung und Demokratie sowie zum Kompetenzfeld Perspektiven einnehmen, argumentieren, sich verständigen. Nach dem Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie zur gewerblichen Stromerzeugung bleiben in Deutschland rund 1900 Behälter mit 27.000 Kubikmetern hochradioaktiven Abfällen übrig, die dauerhaft sicher endgelagert werden müssen. Laut Standortauswahlgesetz soll die Suche ergebnisoffen, transparent, nach gesetzlich festgelegten fachlichen Kriterien und unter Beteiligung der Öffentlichkeit ablaufen. Semi-fiktives Szenario Für das Planspiel wurde vom BASE ein semi-fiktives Szenario erdacht: es simuliert mit einem Bürgerdialog in der Gemeinde „Mitthausen“, die als Standortregion für ein Endlager vorgeschlagen wurde, ein fiktives Beteiligungsformat in der Endlagersuche. Ziel dieses Bürgerdialoges ist es, sich auszutauschen, welche Chancen, aber auch Herausforderungen die Beteiligung am Suchverfahren mit sich bringen würde. Schüler:innen nehmen dabei die Rollen von Bürger:innen oder Vertreter:innen von Kommunen, Umweltverbänden und Kirchen ein. Die Simulation solcher komplexer politischer Diskussionen ermöglicht Demokratielernen. Das BASE stellt die Spielmaterialien für das Planspiel (in zwei Versionen: für die Jahrgangsstufen 9/10 bzw. ab den Jahrgangsstufen 11/12 und für junge Erwachsene) sowie eine Handreichung für Lehrkräfte zur Verfügung. Das Planspiel ist für 14 bis 26 Schüler:innen und 180 Minuten ausgelegt. Durchführungen mit weniger oder mehr Teilnehmer:innen oder in kürzerer Zeit sind möglich. Das BASE berät gerne zur Durchführung des Planspiels und bietet fachliche Unterstützung bei Schulprojekten zur Endlagersuche: Kontakt unter dialog@base.bund.de . 26.10.2022 Zum Planspiel Angebote für Schulen
Dr. Frank Wissmann ist neuer Präsident des LfU Seit dem 1. Januar 2022 ist Dr. Frank Wissmann neuer Präsident des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz. Er folgt auf Sabine Riewenherm, die am 1. September 2021 die Leitung des Bundesamtes für Naturschutz übernommen hat. Klimaschutzministerin Katrin Eder gratulierte Dr. Frank Wissmann und wünschte ihm für seine zukünftige Aufgabe viel Erfolg. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt hohe Anforderungen an den Artenschutz. Eine vordringliche Aufgabe des Landesamtes für Umwelt wird daher der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Artenvielfalt mit Vogelschutzwarte sein,“ verdeutlichte die Ministerin. Dr. Frank Wissmann ist auf Grund seines Studiums von Hause aus Physiker. Er studierte an den Universitäten Ulm und Göttingen und erlangte dort 1988 das Diplom. Seine Doktorarbeit führte ihn an das Institut für Kernphysik der Universität Mainz, wo er im Jahre 1993 promovierte. Nach anschließender Postdoc-Zeit habilitierte Herr Dr. Wissmann im Jahr 2000 an der Universität Göttingen. Danach folgten fast 15 Jahre in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Im Januar 2016 wechselte Herr Dr. Wissmann zum Bundesamt für Strahlenschutz und übernahm hier die Leitung der Abteilung Umweltradioaktivität bis er im Juni 2019 zum Direktor des Landeslabors Berlin-Brandenburg ernannt wurde. Das Landesamt für Umwelt ist die obere Umwelt- und Arbeitsschutzbehörde des Landes Rheinland-Pfalz. Es liefert mit Messungen und fachlichen Beratungen die Grundlagen für die Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie für Entscheidungen von Verwaltung und Politik zu Themen wie zum Beispiel Naturschutz und Landschaftspflege, Abfall und Bodenschutz, Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Arbeits- und Verbraucherschutz sowie Luftreinhaltung. (Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität von 17. Dezember 2021) Klimaschutzministerin Katrin Eder gratulierte Dr. Frank Wissmann und wünschte ihm für seine zukünftige Aufgabe viel Erfolg. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt hohe Anforderungen an den Artenschutz. Eine vordringliche Aufgabe des Landesamtes für Umwelt wird daher der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Artenvielfalt mit Vogelschutzwarte sein,“ verdeutlichte die Ministerin. Dr. Frank Wissmann ist auf Grund seines Studiums von Hause aus Physiker. Er studierte an den Universitäten Ulm und Göttingen und erlangte dort 1988 das Diplom. Seine Doktorarbeit führte ihn an das Institut für Kernphysik der Universität Mainz, wo er im Jahre 1993 promovierte. Nach anschließender Postdoc-Zeit habilitierte Herr Dr. Wissmann im Jahr 2000 an der Universität Göttingen. Danach folgten fast 15 Jahre in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Im Januar 2016 wechselte Herr Dr. Wissmann zum Bundesamt für Strahlenschutz und übernahm hier die Leitung der Abteilung Umweltradioaktivität bis er im Juni 2019 zum Direktor des Landeslabors Berlin-Brandenburg ernannt wurde. Das Landesamt für Umwelt ist die obere Umwelt- und Arbeitsschutzbehörde des Landes Rheinland-Pfalz. Es liefert mit Messungen und fachlichen Beratungen die Grundlagen für die Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie für Entscheidungen von Verwaltung und Politik zu Themen wie zum Beispiel Naturschutz und Landschaftspflege, Abfall und Bodenschutz, Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Arbeits- und Verbraucherschutz sowie Luftreinhaltung. (Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität von 17. Dezember 2021)
Interview: Drei Fragen an Prof. Dr. Harald Lesch „Ich finde, die Bilanz der deutschen Kernkraftwerke ist verheerend.“ Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch © picture alliance / zb | Kirsten Nijhof Die Atomkraft wurde zu Beginn als wahre Heilbringerin der Energieerzeugung gepriesen – wie sieht die/Ihre Bilanz heute aus? Im Nachhinein lässt sich natürlich vieles kritisieren, nach dem Motto, das hätten die doch damals auch sehen müssen, usw. Und nach den diversen Katastrophen in den letzten vierzig Jahren hätte ich mir ein deutlicheres Umdenken bei vielen Entscheidungsträgern gewünscht. Aber wenn wir rückblickend auf die Subventionierung der Kernenergie in Deutschland schauen, wie viel Geld wir für die Absicherung der Risiken der Anlagen in und um die Kraftwerke herum investieren mussten, wie viel wir in verschiedene Lagerungs- und Umwandlungstechnologien an Geld stecken mussten, dann stellt sich heraus, dass die gesamte Kernkraftindustrie volkswirtschaftlich eine Sackgasse war. Strom aus Kernkraftwerken war immer zu teuer, die Produktion mit zu großen Risiken verbunden und vor allem das Lagerungsproblem des radioaktiven Abfalls ungelöst und auf zukünftige Generationen verschoben. Wir stehen heute vor der wirklich milliardenschweren Aufgabe, nicht nur eine durch Milliarden Euro subventionierte Technologie abzubauen, was Milliarden kosten wird, sondern auch ein Endlager zu finden, das für fast unvorstellbare Zeiträume den radioaktiven Müll sicher lagern kann. Was auch wieder Milliarden kosten wird. Ich finde, die Bilanz der deutschen Kernkraftwerke ist verheerend. Auch heute gilt Atomkraft manchen noch immer als Lösung – diesmal geht es um den vermeintlich CO2-freien Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Kann man das so stehen lassen? Kernkraftwerke haben deutschland- und weltweit nur noch einen Anteil von rund zehn Prozent an der Stromerzeugung. Damit sind sie uninteressant für eine schnelle Lösung und vor allem für eine risikofreie Lösung. Wollten wir Deutschland durch die Kernenergie nennenswert bei der CO2-Emission entlasten, müssten wir bis zu 150 Kernkraftwerke bauen. Das will niemand, ist viel zu teuer und ist viel zu gefährlich. Die erneuerbaren Energiequellen sind da in allen Bereichen besser, billiger, mit weniger Risiko behaftet und sie verursachen keine „Ewigkeitsschäden“ wie die Kernkraftwerke. Sie sind Physiker. Wissenschaftler:innen waren maßgeblich an der Entwicklung der Atomkraft beteiligt. Warum wurde so wenig Energie in die Lösung der bis heute ungelösten Abfallproblematik investiert? Kernkraftwerke sind Anlagen, deren zentraler Energiefreisetzungsmechanismus, die Kernspaltung, einen von zwei Prozessen darstellt, wie man aus der Bindungsenergie von Atomkernen, elektrische Energie machen kann. Kernkraftwerke sind in Technik gegossene Kernphysik im Ingenieurmantel hydraulischer, mechanischer und elektrischer Kontroll-, Sicherheits- und Regelkreisläufe, deshalb sind Physikerinnen und Physiker daran schon immer beteiligt. Warum das Augenmerk erst heute richtig auf die Abfallproblematik fällt, das weiß ich nicht. Es zeigt aber, wie wenig wir uns über die Folgen der Umsetzung von Grundlagenforschung in Technologien Gedanken machen. Es zeigt, wie wenig wir vom Wort Risiko verstanden haben. Risiko, das ist eine Zukunft, die nicht eintreten soll. Viele in der Physik haben die Augen vor dieser Zukunft verschlossen, in dem sie nur auf die eine Seite, die strahlende und leuchtende gesehen haben. Von verrostenden Fässern in der Asse, der Lagerung von hoch strahlendem Material in Hallen an der Erdoberfläche, oder gar einem Endlager wollten die Protagonisten der Kernkraft einfach nichts wissen. Das müssen wir in Zukunft viel besser machen. Dieses Interview finden Sie in der Broschüre zur Geschichte der Endlagerung Atomausstieg in Deutschland: Viele Aufgaben in der nuklearen Sicherheit bleiben Label: Broschüre Herunterladen (PDF, 20MB, barrierefrei⁄barrierearm)
Angebote für Schulen Die Endlagersuche wird vor allem diejenigen betreffen, die heute noch zur Schule gehen oder sogar erst in einigen Jahren eingeschult werden: Die Suche nach einem geeigneten Standort sowie Bau und Betrieb des Endlagers bis zum Verschluss sind eine generationenübergreifende Aufgabe. Grund genug, die Endlagersuche auch in der Bildungsarbeit in den Blick zu nehmen. Endlagersuche und Beteiligung eignen sich für fächerübergreifendes Lernen zu den Themen Kernphysik und Radioaktivität , zu Fragen von Verantwortung, politischer Mitgestaltung und Demokratie. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) bietet Lehrkräften verschiedene Materialien an, um ihren Schüler:innen das Thema Endlagersuche näherzubringen und ihren Unterricht zu gestalten.
Verantwortung für Generationen: Das BASE bringt die Endlagersuche in den Schulunterricht Meldung Stand: 02.02.2023 27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Abfälle müssen unter die Erde, um Mensch und Umwelt dauerhaft vor gefährlicher Strahlung zu schützen. Wir übernehmen heute Verantwortung für alle zukünftigen Generationen. Das Thema Endlagersuche betrifft vor allem die Menschen, die heute jung sind. Deshalb unterstützt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) Lehrer:innen dabei, ihren Schüler:innen die Endlagersuche näherzubringen. Dafür entwickelt das BASE kontinuierlich multimediale Informations- und Bildungsangebote und berät Lehrkräfte mit fachlicher Expertise bei Fragen rund um das Thema Endlagersuche und Beteiligung. „Bürgerdialog Mitthausen“ – Planspiel macht Beteiligung erfahrbar Unsere Region als potenzieller Endlagerstandort – wie verhalten wir uns, wollen wir uns einbringen, was ist uns wichtig? In dem Planspiel „Bürgerdialog Mitthausen“ nehmen junge Menschen ab der Jahrgangsstufe 9 die Rollen von Bürger:innen und Interessensvertreter:innen bei der Endlagersuche ein. Lehrkräfte können alle Spielmaterialien auf der Infoplattform zur Endlagersuche herunterladen . Die Materialien enthalten auch eine begleitende Handreichung, die Ablauf und Durchführung des Spiels erklärt. Derzeit ist das Planspiel deutschlandweit im Schulunterricht im Einsatz. Unterrichtsmaterialien zur Endlagersuche Die Suche nach einem Endlager ist Thema des Monats auf dem Bildungsportal „Umwelt im Unterricht“ des Bundesumweltministeriums ( BMUV ). Die Themen Endlagersuche und Beteiligung eignen sich für fächerübergreifendes Lernen: von Kernphysik und Radioaktivität bis zu Fragen von Verantwortung, politischer Mitgestaltung und Demokratie. Die Materialien enthalten eine kompakte Unterrichtseinheit für die Grundschule und die Sekundarstufe. Dazu gehören Hintergrundtexte, ein didaktischer Kommentar, Unterrichtsvorschläge sowie Materialien für die Grundschule und die Sekundarstufe in jeweils zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Die Unterrichtseinheit zur Endlagersuche hat das BMUV gemeinsam mit dem BASE erarbeitet. Das BASE bei der didacta Vom 7. bis 11. März 2023 ist das BASE für Lehrer:innen und andere Multiplikator:innen in der Bildungsarbeit auf der zentralen Bildungsmesse didacta in Stuttgart ansprechbar. Erfahren Sie, wie sich das Thema Endlagersuche in Ihren Unterricht integrieren lässt und wie das BASE Sie dabei unterstützen kann. Die Spielmaterialien für das Planspiel erhalten Sie am Messestand des BASE zum Mitnehmen. Ob Exkurs oder Projektwoche, ob Planspiel, (digitaler) Vortrag oder fachliche Beratung – kommen Sie gern auf uns zu: Auf der didacta in Halle 7 a, Stand 7A12. Übersicht über die Bildungsangebote zur Endlagersuche Planspiel Endlagersuche
Endlagersuche als Unterrichtsthema: BASE bietet Planspiel und Unterstützung für Schulprojekte an Pressemitteilung Stand: 26.10.2022 Ein Planspiel zur Beteiligung bei der Endlagersuche, multimediale Informationsmaterialien und fachliche Expertise: Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ( BASE ) unterstützt Lehrkräfte darin, ihren Schüler:innen das Thema Endlagersuche näherzubringen. Endlagersuche und Beteiligung eignen sich für fächer-übergreifendes Lernen zu den Themen Kernphysik und Radioaktivität, zu Fragen von Verantwortung, politischer Mitgestaltung und Demokratie sowie zum Kompetenzfeld Perspektiven einnehmen, argumentieren, sich verständigen. Nach dem Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie zur gewerblichen Stromerzeugung bleiben in Deutschland rund 1900 Behälter mit 27.000 Kubikmetern hochradioaktiven Abfällen übrig, die dauerhaft sicher endgelagert werden müssen. Laut Standortauswahlgesetz soll die Suche ergebnisoffen, transparent, nach gesetzlich festgelegten fachlichen Kriterien und unter Beteiligung der Öffentlichkeit ablaufen. Für das Planspiel wurde vom BASE ein semi-fiktives Szenario erdacht: es simuliert mit einem Bürgerdialog in der Gemeinde „Mitthausen“, die als Standortregion für ein Endlager vorgeschlagen wurde, ein fiktives Beteiligungsformat in der Endlagersuche. Ziel dieses Bürgerdialoges ist es, sich auszutauschen, welche Chancen, aber auch Herausforderungen die Beteiligung am Suchverfahren mit sich bringen würde. Schüler:innen nehmen dabei die Rollen von Bürger:innen oder Vertreter:innen von Kommunen, Umweltverbänden und Kirchen ein. Die Simulation solcher komplexer politischer Diskussionen ermöglicht Demokratielernen. Unter www.endlagersuche-infoplattform.de/bildungsmaterialien stellt das BASE die Spielmaterialien für das Planspiel (in zwei Versionen: für die Jahrgangsstufen 9/10 bzw. ab den Jahrgangsstufen 11/12 und für junge Erwachsene) sowie eine Handreichung für Lehrkräfte zur Verfügung. Das Planspiel ist für 14 bis 26 Schüler:innen und 180 Minuten ausgelegt. Durchführungen mit weniger oder mehr Teilnehmer:innen oder in kürzerer Zeit sind möglich. Das BASE berät gerne zur Durchführung des Planspiels und bietet fachliche Unterstützung bei Schulprojekten zur Endlagersuche: Kontakt unter dialog@base.bund.de Zum Thema Planspiel Endlagersuche
Das Projekt "Bestimmung von Flugasche in marinen und limnischen Sedimenten mit der C14-Methode" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Kiel, Institut für Reine und Angewandte Kernphysik durchgeführt. Der organisch gebundene Kohlenstoff in den Sedimenten der letzten 100 Jahre hat einen etwa 10 v.H. geringeren Gehalt an Kohlenstoff 14 als die tieferen Sedimentschichten (Erlenkeuser, Willkomm), im gleichen Bereich ist der Gehalt einiger Schwermetalle auf das 2- bis 7-fache der natuerlichen Konzentration angestiegen (Erwin Suess). Beide Effekte lassen sich durch die Ablagerung von Flugasche erklaeren.
Das Projekt "Nachweis von fossilem Kohlenstoff in der marinen Biosphaere" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Kiel, Institut für Reine und Angewandte Kernphysik durchgeführt. Kohlenstoff aus Erdoel und Erdoelderivaten unterscheidet sich in seiner Isotopenzusammensetzung von natuerlichen Kohlenstoffverbindungen im Meer und muesste, auch wenn er biologisch aufgearbeitet worden ist, bei hinreichender Konzentration nachweisbar sein. Messungen an jetzt geborgenen Proben sollen Bezugswerte liefern fuer Vergleiche in einigen Jahren, wenn die Erdoelfoerderung moeglicherweise zu staerkeren Verschmutzungen gefuehrt hat. An Proben, die vor den Raffinerien von Southampton entnommen wurden, deutet sich eine derartige Verschmutzung evtl. bereits an.
Das Projekt "Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm (ICDP)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Institut für Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Marine Geophysik und Hydroakustik durchgeführt. Das internationale ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) ist das Programm zur Realisierung von wissenschaftlichen Bohrprojekten auf den Kontinenten. Zentrale Fragstellungen beinhalten i) aktive Störungen und Erdbeben, ii) globale Zyklen und Änderungen der Umweltbedingungen, iii) Wärme- und Masse-Transfer, iv) die tiefe Biosphäre, und v) katastrophale Ereignisse - Impakt Krater und Prozesse. Deutsche Wissenschaftler/innen sind an ca. 75% aller ICDP Bohrung als Pis oder Co-Pis beteiligt. Die Finanzierung im Rahmen des DFG Infrastrukturschwerpunktprogramms 'SPP 1006 - ICDP Deutschland' stellt die Grundlage für die zentrale Rolle von deutschen Wissenschaftlern/innen in diesen Bohrprojekten dar. Die Zielsetzung dieses Antrages ist die Fortsetzung der Arbeiten des nationalen ICDP Koordinationsbüros. Es sollen auf nationaler Ebene Initiativen und Projekte koordiniert, die Kommunikation auf nationaler und internationaler Ebene intensiviert (z.B. Bekanntmachung und Unterstützung von Workshops und wissenschaftlichen Treffen), sowie deutsche Wissenschaftler/innen bei der Erarbeitung neuer internationaler Initiativen unterstützt werden. Das Koordinationsbüro dokumentiert ebenfalls den Verlauf von laufenden nationalen und internationalen ICDP Aktivitäten mit deutscher Beteiligung. Die Zusammenarbeit mit dem IODP soll vertieft werden. Ein Schwerpunkt der Arbeiten in der kommenden Förderperiode wird die weitere Verbesserung eines informativen Web-basierten Informations-System für das deutsche ICDP sein. Dieses System ist die Basis für die Informationen, die über die ICDP Deutschland Webseite verteilt wird.
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Bund | 67 |
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Förderprogramm | 61 |
Text | 3 |
unbekannt | 4 |
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Webseite | 16 |
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Lebewesen & Lebensräume | 33 |
Luft | 38 |
Mensch & Umwelt | 68 |
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