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Rheinland-Pfalz für starken Verbraucherschutz

Im Mittelpunkt der diesjährigen Verbraucherschutzministerkonferenz stehen zentrale Zukunftsthemen von großer praktischer Bedeutung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Es geht beispielsweise um die Bekämpfung von Fake-Shops, um Fragen des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Online-Handel, um die Stärkung der Verbraucherbildung an Schulen und eine sichere private Altersvorsorge. Auch stehen Fragen rund um den gesundheitlichen Verbraucherschutz auf der Agenda. Die Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) findet unter dem Vorsitz der Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg vom 17. bis 19. Juni 2026  in Potsdam statt. Für Rheinland-Pfalz ist Staatssekretärin der Justiz und für Verbraucherschutz Anja Schraut vor Ort. Staatssekretärin Anja Schraut: „Verbraucherschutz soll das Leben der Menschen praktisch und spürbar verbessern. Ein besonders aktuelles und bedeutsames Handlungsfeld ist aus meiner Sicht der Verbraucherschutz im digitalen Raum. Jeden Tag erleben wir, wie Fake-Shops den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen und noch dazu unserem inländischen Handel massiv schaden. Solche betrügerischen Webseiten müssen aus dem digitalen Alltag der Menschen verschwinden. Daher machen wir uns stark für die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans von Bund und Ländern zur Bekämpfung dieser Betrugspraktiken. Es geht darum zu prüfen, wie Fake-Shops schnell und bürokratiearm gesperrt werden können.“ Weiteres zentrales Thema auf der VSMK sind so genannte „KI-Agenten“. Der Einsatz solcher KI-Agenten entwickelt sich rasant weiter. Sie können für Verbraucherinnen und Verbraucher komplexe Handlungen wie Einkäufe, Buchungen oder Reservierungen selbstständig planen und durchführen. Sie haben ohne Zweifel viel Potenzial, bringen aber auch Risiken mit sich. Staatssekretärin Schraut: „Damit keine bösen Überraschungen für Verbraucherinnen, Verbraucher und Handel auftreten, brauchen wir klare Regeln. Unser Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern den nutzerfreundlichen und verlässlichen Einsatz von KI-Agenten zu ermöglichen und sie dabei vor Manipulation und Schäden zu schützen. Wir werden daher die Bundesregierung bitten, sich für entsprechende Regelungen im von der EU-Kommission angekündigten Digital Fairness Act einzusetzen.“ Ein gemeinsames Ziel der Verbraucherschutzministerkonferenz ist außerdem, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu befähigen, sich kompetent in einer digitalisierten und globalisierten Welt zu bewegen und ihre (Konsum-) Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen. Deshalb befasst sich die VSMK auch in diesem Jahr wieder mit Verbraucherbildung an Schulen als wichtigem Präventionsbaustein. „Egal ob jung oder alt, Verbraucherbildung schafft einen grundlegenden Rahmen für die Menschen, um in der Welt von heute und von morgen – sei es bei Verträgen oder bei der Altersvorsorge – zu ihrem Recht zu kommen“ so Staatssekretärin Schraut. Ferner befasst sich die VSMK mit dem zunehmenden gesundheitsschädlichen Konsum von E-Zigaretten durch Jugendliche. Staatsministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten Christine Schneider: „Jugendliche müssen besser vor Werbung für E-Zigaretten in sozialen Medien geschützt werden, denn dort werden E-Zigaretten wie fruchtig bunte Süßigkeiten beworben“. Insbesondere Einweg-E-Zigaretten („Disposable Vapes“) tragen aufgrund ihres niedrigen Preises, ihrer einfachen Handhabung und ihrer starken Präsenz in sozialen Medien erheblich zur Verbreitung unter den Jugendlichen bei. Auch für unsere Umwelt hat das negative Folgen. Ministerin Christine Schneider: „Einweg-E-Zigaretten sind schädlich für Mensch und Umwelt: Sie weisen eine schlechte Umweltbilanz auf, werden oft falsch über den Hausmüll entsorgt und können dann in Abfallentsorgungsanlagen auf Grund der enthaltenen Lithium-Batterien Brände auslösen. Zudem schaden sie der Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Ein besserer Schutz von Mensch und Umwelt ist daher überfällig.“ Information Die Verbraucherschutzministerkonferenz ist eine Fachministerkonferenz für verbraucherpolitische Themen, in der die für Verbraucherschutz zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder und des Bundes als Mitglieder vertreten sind. Sie findet unter wechselndem Vorsitz einmal im Jahr statt. In diesem Jahr führt Brandenburg den Vorsitz. Mehr Informationen zur VSMK unter: www.verbraucherschutzministerkonferenz.de .

Verkaufsverbot für Lachgas tritt am 12. April 2026 in Kraft

Am 12. April 2026 tritt das bundesweite Verkaufsverbot für Lachgas-Kartuschen über das Neue-psychoaktive-Substanzen-Gesetz (NpSG) in Kraft. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege (SenWGP) und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) begrüßen diesen wichtigen Schritt für den Umwelt- und Gesundheitsschutz in der Hauptstadt. Das neue Gesetz verbietet den Verkauf von Lachgas – sowohl stationär als auch online oder über Automaten – sofern das Füllvolumen acht Gramm übersteigt. Zudem ist die Abgabe, der Erwerb und der Besitz von Lachgas an bzw. durch Personen unter 18 Jahren vollständig untersagt. Ziel ist es, den Missbrauch von Lachgas als Rauschmittel zu verhindern, die Gesundheit von Minderjährigen besser zu schützen und gleichzeitig Umwelt- sowie Anlagenschäden zu vermeiden. Lachgas darf als Treibmittel für Schlagsahne weiterhin in Kartuschen unter acht Gramm für professionelle Anwendungen verwendet werden. Auf gesundheitspolitischer Ebene war die SenWGP aktiv an der Unterarbeitsgruppe „Lachgas“ der Arbeitsgruppe Suchthilfe der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden beteiligt. Ziel war es, auf Fachebene bundesweit abgestimmte Regulierungsmöglichkeiten zu entwickeln, um dem Missbrauch von Lachgas vorzubeugen. Zudem informiert das Landesprogramm „Na klar – unabhängig bleiben“ gezielt über die Risiken des Lachgaskonsums. Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Das Verkaufsverbot von Lachgas ist richtig und wichtig. Doch gesetzliche Einschränkungen allein reichen nicht aus. Um den Missbrauch von Lachgas durch Kinder und Jugendliche zu verhindern, braucht es zudem zielgerichtete, lebensnahe Präventionsmaßnahmen. Dabei sind Schulen, Jugendzentren oder soziale Medien wichtige Kanäle, um über die Gefahren des Lachgaskonsums aufzuklären. Junge Menschen, die bereits konsumieren, müssen einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfs- und Beratungsangeboten erhalten. So können Warnsignale frühzeitig erkannt und passgenaue Unterstützung gewährleistet werden.“ Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit dem Verkaufsverbot für Lachgas wird endlich ein Problem angegangen, das in den vergangenen Jahren zugleich Umwelt, Menschen und Infrastruktur belastet hat. Weniger illegale Nutzung bedeutet auch weniger Gefahr für Jugendliche, weniger Müll auf unseren Straßen und weniger Schäden in der Abfallbehandlung.“ Die SenMVKU hatte bereits mit einem Antrag zur Umweltministerkonferenz im November 2024 auf Bundesebene für ein Verbot von Lachgasdruckgasflaschen geworben. Auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe haben wiederholt auf die Gefahren hingewiesen, die durch unsachgemäß entsorgte Kartuschen entstehen, und entsprechende politische Maßnahmen eingefordert, um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR: „Für die BSR, wie auch für viele andere Entsorgungsunternehmen im Bundesgebiet, haben sich Lachgas-Kartuschen zu einem ernsthaften Sicherheitsrisiko für ihre thermischen Abfallentsorgungsanlagen entwickelt. Umso mehr begrüßen wir es, dass das Problem bei der Wurzel gepackt wird: Lachgaskartuschen sind kein harmloser Restmüll – je weniger davon in Umlauf kommt, desto besser. Ich verbinde mit dem Inkrafttreten des Neue-psychoaktive-Substanzen-Gesetz die Hoffnung, dass die Gefährdung unserer Mitarbeitenden aufgrund der Explosionsgefahr und kostspielige Schäden nachhaltig zurückgehen. An unseren Anlagen entstehen durch die Kartuschen Schäden, welche die Gebührenzahlenden jährlich mit mehreren Millionen Euro belasten.“ Pressekontakt: Dörthe Arnold, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: pressestelle@senwgp.berlin.de

GeoPortal Bremen (verwaltungsintern)

Das GeoPortal Bremen ist ein webbasiertes Kartenportal und wird durch das Landesamt GeoInformation Bremen bereitgestellt. Es basiert auf der OpenSource Software Masterportal. Es ist ein zentraler Einstiegspunkt über den man auf Geodaten der Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven sowie des Landes Bremen zugreifen kann. Geobasisdaten und Luftbilder als Hintergrundkarten sowie Kartenlayer zu folgenden Fachthemenfeldern sind im Geoportal verfügbar: • Bevölkerung und Gesellschaft • Geographie, Geologie und Geobasisdaten • Infrastruktur, Bauen und Wohnen • Kinder, Bildung und Wissenschaft • Gesundheit • Justiz • Öffentliche Verwaltung • Kultur • Politik und Wahlen • Sicherheit und Ordnung • Transport und Verkehr • Umwelt und Klima Das Geoportal enthält zusätzliche Werkzeuge für das Suchen, Zoomen, Messen, Koordinaten abfragen oder Drucken. Eine Navigation ist über die Adresssuche oder über Mausnavigation möglich. Darüber hinaus ist eine 3D-Darstellung von Gebäuden integriert.

Auswirkungen der Umweltbiodiversität auf die Gesundheit und die Mikrobiomentwicklung im frühen Kindesalter, Studiendurchführung Pädiatrie

Umwelt, Gesundheit und soziale Lage

<p> <p>Die soziale Lage entscheidet mit darüber, ob und in welchem Umfang Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Umweltschadstoffe belastet sind. Strukturell schlechter gestellte Menschen sind von Umweltproblemen oftmals stärker betroffen als strukturell besser Gestellte.</p> </p><p>Die soziale Lage entscheidet mit darüber, ob und in welchem Umfang Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Umweltschadstoffe belastet sind. Strukturell schlechter gestellte Menschen sind von Umweltproblemen oftmals stärker betroffen als strukturell besser Gestellte.</p><p> Strukturell und gesundheitlich benachteiligt <p>Bildung, Einkommen und Faktoren wie die berufliche Stellung beeinflussen die Wohnbedingungen und Lebensstile sowie die damit verbundenen Gesundheitsrisiken der Menschen. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Untersuchungen wie die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3119">Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES)</a>, die das Umweltbundesamt seit dem Jahr 1985 durchführt.</p> <p>Diese Studien zeigen, dass strukturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den meisten Fällen häufiger und stärker von Umweltproblemen betroffen sind als strukturell besser Gestellte. Sie verfügen meist auch nicht über die Ressourcen, um solche Belastungen zu vermeiden. In einigen Fällen sind aber auch strukturell besser Gestellte höher belastet.</p> <p>Nach den Ergebnissen der bundesweit repräsentativen Umweltbewusstseinsstudie von 2024 fühlten sich in Deutschland rund 31 % der Befragten durch Umweltprobleme gesundheitlich „sehr stark“ oder „stark“ belastet. Dabei nahmen Befragte mit niedrigem Einkommen subjektiv deutlich häufiger umweltbedingte Gesundheitsbelastungen wahr als Befragte mit hohem Einkommen. Das galt insbesondere für Hitzeperioden sowie Schadstoffe in Trinkwasser und Lebensmitteln (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/116857">UBA 2025</a>).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/376/bilder/autobahnlaerm_harald07_fotolia_9193416_m_1.jpg"> </a> <strong> Gesunde Wohnverhältnisse sollten nicht vom Geldbeutel abhängen. </strong> Quelle: Harald07 / Fotolia.com </p><p> Umweltbedingte Mehrfachbelastungen <p>In einer Studie von 2024 konnte für Deutschland gezeigt werden, dass Haushalte mit geringeren Einkommen häufiger in Gebieten leben, in denen Mehrfachbelastungen aus schlechter Luftqualität (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>, Stickstoffdioxid), Lärm und besonders hohen Lufttemperaturen auftreten als finanziell besser gestellte Haushalte (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/109709">UBA 2024</a>).</p> <p>Für das Land Berlin wurde ein „Umweltgerechtigkeitsmonitoring“ entwickelt, das über die sozialräumliche Verteilung gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen und -ressourcen Auskunft gibt. Aktuelle Daten zeigen, dass es in der Stadt viele Gebiete gibt, die gleichzeitig Lärm- und Luftbelastungen aufweisen, einen Mangel an Grünflächen besitzen und eine hohe soziale Problemdichte (u. a. eine hohe Arbeitslosigkeit) haben und damit mehrfach belastet sind (<a href="https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/nachhaltigkeit/umweltgerechtigkeit/">SenUVK 2022</a>).</p> <p>In einer Studie in Dortmund wurden im nördlichen Teil der Stadt zahlreiche „Hotspots“ identifiziert, in denen es gleichzeitig eine hohe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/soziale-verwundbarkeit">soziale Verwundbarkeit</a> (u.a. mit einer hohen Anzahl an Transferleistungsempfänger*innen und Menschen mit Migrationshintergrund) und umweltbedingte Mehrfachbelastungen gibt. In den „Hotspots“ konzentrierten sich hohe Feinstaub (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm10">PM10</a>), Stickstoffdioxid (NO2) und Lärmbelastungen sowie eine große Entfernung zu Grünflächen (<a href="https://doi.org/10.3390/ijerph13070691">Shrestha et al. 2016</a>).</p> </p><p> Belastungen durch Straßenverkehr <p>Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status sind in Deutschland öfter verkehrs- und industriebedingten Luftschadstoffen ausgesetzt als Menschen mit einem hohen sozioökonomischen Status. Sie fühlen sich auch häufiger durch äußere Umwelteinflüsse belästigt. Drei Beispiele:</p> <ul> <li>Die Auswertung der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen von (GerES V), die das Umweltbundesamt in den Jahren 2014 bis 2017 durchführte, ergab, dass nach Angaben der Eltern, 3- bis 17-jährige Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status häufiger an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen wohnen als Kinder aus Familien mit mittlerem und hohem sozioökonomischen Status (siehe Abb. „Wohnlage von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status“).</li> <li>Die Ergebnisse der <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_node.html">Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)</a>, die das Robert Koch-Institut (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/rki">RKI</a>) von 2008 bis 2011 durchgeführt hat, zeigen ebenfalls eine stärkere Straßenverkehrsbelastung bei Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status. Demnach berichteten 28,3 % der Befragten mit niedrigem Sozialstatus davon, an einer stark oder extrem stark befahrenen Straße zu wohnen, doch nur 14,8 % der oberen Statusgruppe (<a href="http://edoc.rki.de/oa/articles/re7ZAKwviYgBg/PDF/29JYkyCxNN6.pdf">Laußmann et al. 2013</a>).</li> <li>Daten der Schulanfängerstudie Sachsen-Anhalt, die von 1991 bis 2009 erhoben wurden, weisen auf mögliche Auswirkungen solcher Wohnlagen auf die Gesundheit hin: So stand das Auftreten von Krankheiten wie Bronchitis, Lungenentzündung und Nasennebenhöhlenentzündung bei Kindern nachweislich mit einem erhöhten Autoverkehr in benachteiligten Wohnlagen in Zusammenhang. Je weiter der Kindergarten von einer verkehrsreichen Straße entfernt lag, desto niedriger war auch die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an einer dieser Krankheiten erkrankten. Weiterhin ergaben sich Zusammenhänge mit der sozialen Situation der Kinder: Kamen sie aus Familien mit einem niedrigeren Sozialstatus, lebten sie näher an verkehrsreichen Straßen und erwiesen sich als anfälliger für Erkältungskrankheiten (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/515/publikationen/umid0211_0.pdf">Gottschalk et al. 2011</a>).</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/2_abb_wohnlage_2025-06-23.png"> </a> <strong> Wohnlage von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_abb_wohnlage_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF (47,92 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_abb_wohnlage_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (29,07 kB)</a></li> </ul> </p><p> Lärmbelästigung und Lärmbelastung <p>Eine dauerhafte Lärmbelastung kann krank machen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/100483">UBA 2023</a>). Menschen mit niedrigem sozioökonomischen Status sind sowohl subjektiv als auch objektiv mehr Lärm und insbesondere Straßenverkehrslärm im Wohnumfeld ausgesetzt als Menschen mit höherem sozioökonomischen Status. Fünf Beispiele:</p> <ul> <li>Die Auswertung von GerES V zeigte, dass sich Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status durch Straßenverkehrslärm häufiger stark oder sehr stark belästigt fühlen als Kinder aus Familien mit höherem Sozialstatus (siehe Abb. „Lärmbelästigung durch Straßenlärm von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischem Status“).</li> <li>Im Jahr 2019 fühlten sich armutsgefährdete Menschen mit rund 33 % häufiger als nicht armutsgefährdete Menschen (rund 25 %) von Lärm durch Nachbarn oder von der Straße belästigt (<a href="https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/ilc_mddw01/default/table?lang=en&amp;category=livcon.ilc.ilc_md.ilc_mddw">Eurostat 2021</a>).</li> <li>Die <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Geda/Geda_2012_inhalt.html">Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA)</a> des Robert Koch-Instituts (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/rki">RKI</a>) aus dem Jahr 2012 zeigt, dass sich Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status stärker von Lärm durch Nachbarn, Straßen- oder Schienenverkehr belästigt fühlen als Personen mit hohem sozioökonomischen Status (<a href="https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/L/Laerm/2014_4_laerm.pdf">Niemann et al. 2014</a>).</li> <li>Ergebnisse einer regionalen Erhebung in Frankfurt a. M. aus dem Jahr 2014 zeigen zudem, dass sich Familien mit einem niedrigen Sozialstatus häufiger durch Lärm belästigt fühlen als Familien, die einen höheren Sozialstatus aufweisen (Schade, M. (2014): „Umwelt, Soziale Lage und Gesundheit bei Kindern in Frankfurt am Main“. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Bielefeld.).</li> <li>Von <a href="https://doi.org/10.3390/urbansci2010020">Szombarthely et al. (2018)</a> fanden für Hamburg heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, in Gebieten mit einer höheren Lärmbelastung zu wohnen, für Haushalte mit niedrigerem Einkommen signifikant höher ist als für Haushalte mit höherem Einkommen.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/3_abb_laerm_2025-06-23.png"> </a> <strong> Lärmbelästigung durch Straßenlärm von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischem Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_abb_laerm_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF (47,54 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_abb_laerm_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (29,08 kB)</a></li> </ul> </p><p> Zugang zu Grünräumen <p>Bundesweit repräsentative und regionale Studien zur sozialräumlichen Verteilung von Umweltressourcen in Deutschland zeigen, dass Menschen mit geringeren Einkommen und niedrigem Bildungsniveau häufig einen schlechteren Zugang zu umweltbezogenen Gesundheitsressourcen wie Grün- und Freiflächen haben:</p> <ul> <li>Eine aktuelle Auswertung der GerES V Daten zeigt, dass Kinder und Jugendliche mit niedrigem sozioökonomischen Status in Städten mit mehr als 20.000 Einwohner*innen länger brauchen, um zu Fuß von zu Hause eine öffentliche Grünfläche zu erreichen als Kinder und Jugendliche mit hohem sozioökonomischen Status (<a href="https://www.mdpi.com/1660-4601/18/5/2326">Rehling et al. 2021</a>).</li> <li>Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und des European Urban Atlas (EUA) fanden <a href="https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2017.04.002">Wüstemann et al. 2017</a> für Gesamtdeutschland einen positiven Zusammenhang zwischen individuellem Einkommen, individueller Bildung und der Anzahl zugänglicher Grünflächen in der Wohnumgebung. Befragte der höchsten Einkommensgruppe hatten beispielsweise mehr nahegelegene Grünfläche zur Verfügung als die der niedrigsten Einkommensgruppe.</li> <li>Ergebnisse des <a href="https://www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/nachhaltigkeit/umweltgerechtigkeit/">Berliner „Umweltgerechtigkeitsmonitoring“</a> weisen darauf hin, dass sozial benachteiligte Stadtquartiere in Berlin häufiger über eine überdurchschnittlich schlechte Freiraumversorgung verfügen (vgl. <a href="https://www.berlin.de/umweltatlas/">Integrierte Mehrfachbelastungskarten</a>).</li> <li>Für die Stadt München zeigten <a href="https://doi.org/10.1016/j.ijheh.2017.02.006">Schüle et al. 2017</a>, dass ein niedriger sozioökonomischer Status einer Nachbarschaft (u. a. Anteil von Haushalten mit geringer Bildung und niedrigem Berufsstatus) mit einer geringeren Verfügbarkeit von Grünflächen in der Nachbarschaft assoziiert ist.</li> </ul> </p><p> Innenraumluftbelastungen <p>In Innenräumen ist die Situation komplexer. Die Qualität der Innenraumluft ist von vielen Faktoren abhängig, unter anderem von der Wohnungseinrichtung und dem Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. In GerES V wurde die Schadstoffbelastung der Innenraumluft bei Kindern und Jugendlichen erfasst (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/116857">UBA 2025</a>). Drei Beispiele:</p> <ul> <li>Stichwort Formaldehyd: Die Luft in Kinderzimmern von Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status enthielt im Schnitt höhere Formaldehydkonzentrationen als die Luft in Kinderzimmern von Familien mit mittlerem und hohem sozioökonomischen Status. Formaldehyd ist krebserzeugend und kommt beispielsweise <strong>als </strong><strong>Klebstoffbestandteil in Holzwerkstoffen </strong>oder im Zigarettenrauch vor (siehe Abb. „Formaldehyd in der Luft des Kinderzimmers von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status“).</li> <li>Stichwort Passivrauchen: Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status waren deutlich häufiger Tabakrauch ausgesetzt als Kinder aus besser gestellten Familien (siehe Abb. „Rauchen in Wohnung in Gegenwart des Kindes nach sozioökonomischen Status“).</li> <li>Stichwort α-Pinen: Die Luft der Kinderzimmer von Familien mit hohem sozioökonomischen Status ist stärker mit α-Pinen belastet. Das ist eine natürlich vorkommende Chemikalie, die z.B. aus Holz ausgast und häufig als Aroma- und Duftstoff eingesetzt wird. Vor allem bei Kindern kann α-Pinen die Atemwege und die Augen reizen (siehe Abb. „α-Pinen in der Luft des Kinderzimmers von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status“).</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_formaldehyde_luft_2025-06-23.png"> </a> <strong> Formaldehyd in der Luft des Kinderzimmers von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_formaldehyde_luft_2025-06-23.png">Bild herunterladen</a> (85,89 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_formaldehyde_luft_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF</a> (85,89 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_formaldehyde_luft_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (29,53 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/5_abb_rauchen-in-wohnung_2025-06-23.png"> </a> <strong> Rauchen in der Wohnung in Gegenwart des Kindes nach sozioökonomischen Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/5_abb_rauchen-in-wohnung_2025-06-23.png">Bild herunterladen</a> (60,77 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_abb_rauchen-in-wohnung_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF</a> (40,70 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_abb_rauchen-in-wohnung_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (29,13 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/6_abb_pinen-terpene-luft_2025-06-23.png"> </a> <strong> α-Pinen in der Luft des Kinderzimmers von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/6_abb_pinen-terpene-luft_2025-06-23.png">Bild herunterladen</a> (80,87 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_abb_pinen-terpene-luft_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF</a> (45,85 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_abb_pinen-terpene-luft_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (29,75 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Schadstoffe im Menschen <p>In GerES V wurden im Rahmen des Human-Biomonitoring Schadstoffe und ihre Abbauprodukte im Blut und Urin der Teilnehmenden analysiert (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114930">UBA 2023</a>). Die Belastung durch Umweltschadstoffe ergibt ein uneinheitliches Bild, wie drei Beispiele zeigen:</p> <ul> <li>Stichwort Blei: Das Schwermetall Blei kann bereits bei einer geringen Konzentration die Reifung des kindlichen Nervensystems beeinträchtigen. Es wurden keine Unterschiede in der Bleikonzentration im Blut von Kindern und Jugendlichen nach sozioökonomischen Status nachgewiesen (<a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1438463921001371?via%3Dihub#appsec1">Vogel et al. 2021</a>).</li> <li>Stichwort Weichmacher: Diethylhexylphthalat (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dehp">DEHP</a>) wird als Weichmacher für PVC verwendet und findet Anwendung in Kunststoffprodukten wie Boden- und Wandbelägen, Kunstledern und Kabeln. DEHP kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und das Hormonsystem stören. Für alle Kinder und Jugendlichen konnte in GerES V eine Belastung mit DEHP gemessen werden, trotz starker Regulierung des Weichmachers. Die innere Belastung von Kindern und Jugendlichen aus Haushalten mit niedrigem soziökonomischen Status war höher als die von Kindern und Jugendlichen aus Haushalten mit hohem soziökonomischen Status (siehe Abb. „Abbauprodukte von DEHP im Urin von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischem Status“). Im Vergleich zu GerES IV (2003-2006) ist die Belastung jedoch stark zurück gegangen. Die DEHP-Aufnahme kann bei Kindern höher sein als bei Jugendlichen und Erwachsenen, da sich diese viel auf dem Fußboden aufhalten und somit vermehrt mit Hausstaub in Kontakt sind (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/114930">UBA 2023</a>).</li> <li>Stichwort polychlorierte Biphenyle (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pcb">PCB</a>): Das Blut der Kinder mit höherem sozioökonomischen Status war höher mit PCB belastet als das Blut von Kindern mit niedrigem sozioökonomischen Status (siehe Abb. „Polychlorierte Biphenyle (PCB) im Blut von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status“) (<a href="https://doi.org/10.1016/j.ijheh.2019.113426">Bandow et al. 2020</a>). Der Grund hierfür ist das unterschiedliche Stillverhalten (die Stoffe werden beim Stillen mit der Muttermilch an das Kind weitergegeben). Der Anteil stillender Mütter war in der oberen Gruppe am höchsten und die Stilldauer war in dieser Gruppe am längsten. Zudem waren Mütter mit hohem sozioökonomischen Status tendenziell älter und hatten daher im Laufe ihres Lebens bereits mehr PCB im Körper akkumuliert. Chlororganische Substanzen wie PCB werden vor allem über Lebensmittel tierischer Herkunft aufgenommen und können das Immunsystem sowie das Nervensystem schädigen.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/7_abb_dehp_metabolite_urin_2025-06-23.png"> </a> <strong> Abbauprodukt von DEHP im Urin von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischem Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/7_abb_dehp_metabolite_urin_2025-06-23.png">Bild herunterladen</a> (93,29 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_abb_dehp_metabolite_urin_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF</a> (42,27 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_abb_dehp_metabolite_urin_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (29,57 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/8_abb_pcb-blut_2025-06-23.png"> </a> <strong> Polychlorierte Biphenyle (PCB) im Blut von 3-17-Jährigen nach sozioökonomischen Status </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/8_abb_pcb-blut_2025-06-23.png">Bild herunterladen</a> (110,74 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_abb_pcb-blut_2025-06-23.pdf">Diagramm als PDF</a> (48,56 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_abb_pcb-blut_2025-06-23.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (29,01 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Umweltassoziierte Erkrankungen <p>Auch bei den umweltassoziierten Erkrankungen zeigt sich ein differenziertes Bild in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status:</p> <ul> <li>Im <a href="https://www.gbe-bund.de/pdf/johm_2018_03_kiggs_welle2_gesundheitliche_lage_d.pdf">bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS Welle 2)</a> des Robert Koch-Instituts (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/rki">RKI</a>) wurde in den Jahren 2014 bis 2017 u.a. der Gesundheitszustand von 3- bis 17-jährigen Kinder und Jugendliche mit niedrigem sozioökonomischen Status hatten einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand und wiesen häufiger gesundheitsbezogene Einschränkungen auf. Solche sozialen Unterschiede zeigten sich etwa bei den 12-Monats-Prävalenzen von Asthma bronchiale und wesentlich ausgeprägter bei der psychischen Gesundheit (<a href="https://www.gbe-bund.de/pdf/johm_2018_03_kiggs_welle2_gesundheitliche_lage_d.pdf">Kuntz et al. 2018</a>).</li> <li>Bei Erwachsenen mit hohem sozioökonomischen Status treten allergische Erkrankungen wie z.B. Heuschnupfen, Neurodermitis, Kontaktekzem oder Asthma bronchiale insgesamt häufiger auf als bei Erwachsenen mit niedrigem oder mittlerem sozioökonomischen Status. Die Daten der <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_node.html">Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)</a> der Jahre 2008 bis 2011 konnten dieses Phänomen insbesondere für Frauen aufzeigen (<a href="https://edoc.rki.de/handle/176904/1479">Langen et al. 2013</a>).</li> </ul> <p>Die Verbesserung der Datenbasis über die soziale Verteilung von Umweltbelastungen und deren gesundheitliche Auswirkungen ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Die Verknüpfung von Umwelt-, Gesundheits- und Sozialberichterstattung ist ein Aufgabenfeld, das stärker verfolgt werden muss. Aussagekräftige Daten bilden die Grundlage, auf der sich umweltpolitische, verkehrsplanerische und verbraucherbezogene Maßnahmen gezielter planen und umsetzen lassen.</p> <p><em>Tipps zum Weiterlesen:</em></p> <p><em>Bolte, G., Bunge, C., Hornberg, C., Köckler, H. (2018): Umweltgerechtigkeit als Ansatz zur Verringerung sozialer Ungleichheiten bei Umwelt und Gesundheit. Bundesgesundheitsblatt, 61. Jg. (6): 674–683.</em></p> <p><em>Bolte, G., Bunge, C., Hornberg, C., Köckler, H., Mielck, A. (Hrsg.) (2012): Umweltgerechtigkeit. Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit: Konzepte, Datenlage und Handlungsperspektiven. Hans Huber Verlag, Bern.</em></p> <p><em>Rehling, J., Bunge, C. (2020): Umweltgerechtigkeit in Städten. Empirische Befunde und Strategien für mehr gesundheitliche Chancengleichheit. Informationen zur Raumentwicklung (IzR) 47 (1).</em></p> <p><em>Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität und Verbraucher- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> (SenUMVK) Berlin (Hrsg.) (2022): Die umweltgerechte Stadt. Umweltgerechtigkeitsatlas. Aktualisierung 2021/2022. Berlin.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen 2014–2017 (GerES V) - Teil 2: Qualität der Innenraumluft

Der Bericht stellt Ergebnisse der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit 2014–2017 (GerES V) zur Schadstoffbelastung der Innenraumluft bei Kindern und Jugendlichen vor. Repräsentativ ausgewählte Haushalte wurden auf flüchtige organische Verbindungen (VOC), Aldehyde, sowie ultrafeiner Partikel in der Innenraumluft untersucht. Ein Vergleich mit toxikologisch abgeleiteten Innenraumrichtwerten ermöglicht eine gesundheitliche Einordnung der Messwerte. Der Bericht liefert Aussagen zu den vermuteten Ursachen der Schadstoffe sowie Ungleichheiten der Belastung in Abhängigkeit von Geschlecht, Wohnumständen und sozioökonomischen Faktoren. Die Daten dieser Studie stellen einen Referenzdatensatz zur Grundbelastung der Innenraumluft im Wohnumfeld in Deutschland dar. Veröffentlicht in Umwelt &amp; Gesundheit | 01/2025.

WD 8 - 038/20 Einzelfragen zur Tätigkeit des Deutschen Ethikrats auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften

Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Einzelfragen zur Tätigkeit des Deutschen Ethikrats auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften 1. Einrichtung, Mandat und Aktivitäten 1 2 Der Deutsche Ethikrat hat sich am 11. April 2008 auf der Grundlage des Ethikratgesetzes als Nachfolge des von der Bundesregierung 2001 eingerichteten Nationalen Ethikrates konstituiert. Seine Mitglieder werden durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages ernannt. Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhängiger Sachverständigenrat und nur an den durch das Ethikratgesetz begründeten Auftrag gebunden. Der Deutsche Ethikrat bearbeitet auf der Grundlage seines gesetzlichen Auftrages Fragen zu ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Themen sowie den voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Er befasst sich somit mit den fundamentalen Fragen des Lebens und gibt mit seinen erarbeiteten Stellungnahmen und Empfehlungen eine Orientierung für die Gesellschaft und die Poli- tik. Der Deutsche Ethikrat legt die Themen für seine inhaltliche Arbeit selbst fest, kann aber auch von der Bundesregierung oder dem Deutschen Bundestag beauftragt werden, Stellungnahmen oder Empfehlungen zu einem bestimmten Thema zu erarbeiten. Über seine Aktivitäten informiert der Deutsche Ethikrat mit öffentlichen Veranstaltungen, seinem zweimal jährlich erscheinenden Infobrief und seinem Jahresbericht. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:  Information der Öffentlichkeit und Förderung der Diskussion in der Gesellschaft unter Einbeziehung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen,  Erarbeitung von Stellungnahmen sowie Empfehlungen für politisches und gesetz- geberisches Handeln, 1 https://www.ethikrat.org/ 2 Gesetz zur Einrichtung des Deutschen Ethikrates (Ethikratsgesetz – EthRG) http://www.gesetze-im-internet.de/ethrg/BJNR138500007.html WD 8 - 3000 - 038/20 (10. Juni 2020) © 2020 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Einzelfragen zur Tätigkeit des Deutschen Ethikrats auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften  Zusammenarbeit mit nationalen Ethikräten und vergleichbaren Einrichtungen an- derer Staaten und internationaler Organisationen. 2. Zusammensetzung Der Deutsche Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die naturwissenschaftliche, medizini- sche, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Be- lange in besonderer Weise repräsentieren. Zu den Mitgliedern gehören sowohl Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler der entsprechenden Fachgebiete, als auch Persönlich- keiten, die mit ethischen Lebenswissenschaften vertraut sind. Ziel ist es, dass unter- schiedliche ethische Ansätze und ein vielfältiges Meinungsspektrum vertreten sind. Der Präsident des Deutschen Bundestages beruft die Mitglieder des Deutschen Ethikrates je zur Hälfte auf Vorschlag des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung. Die Mit- glieder des Deutschen Ethikrates sind nicht an Weisungen gebunden und arbeiten unab- hängig. 3. Stellungnahmen der letzten Jahre In den letzten Jahren hat der Deutsche Ethikrat folgende Themen in Form einer Stellung- nahme bearbeitet:  Robotik für die gute Pflege (Erscheinungsjahr 2020)  Impfen als Pflicht (Erscheinungsjahr 2019)  Eingriffe in die menschliche Keimbahn (Erscheinungsjahr 2019)  Hilfe durch Zwang? Professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Wohl und Selbstbestimmung (Erscheinungsjahr 2018)  Big Data und Gesundheit - Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestal- tung (Erscheinungsjahr 2017) Darüber hinaus hat er Ad-hoc-Informationen zu folgenden Themenbereichen publiziert:  Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise (Erscheinungsjahr 2020)  Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen - ethi- sche Orientierungen (Erscheinungsjahr 2020). Die vollständige Auflistung der Veröffentlichungen ist verfügbar unter „Publikationen“: https://www.ethikrat.org/ *** Fachbereich WD 8: Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung

Auswirkungen der Umweltbiodiversität auf die Gesundheit und die Mikrobiomentwicklung im frühen Kindesalter, Identifikation von Mikrobiom-abhängigen Metabolomprofilen

Agenda 21 und Umweltmedizin

Die von der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung ('Rio-Konferenz') 1992 verabschiedete Agenda 21 soll dazu beitragen, die gesellschaftliche Entwicklung beim Eintritt in das neue Jahrhundert in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht angemessen auszugestalten. Hierbei ist Gesundheit ein wichtiges Thema, welches ausdrücklich in Kapitel 6 sowie in zahlreichen weiteren Kapiteln der Agenda 21 behandelt wird. Zu den auf der Rio-Konferenz getroffenen Vereinbarungen gehört, daß alle Kommunen eine örtlich angepaßte 'Lokale Agenda 21' formulieren und umsetzen. Auch in Deutschland nehmen gegenwärtig Agenda-Beschlüsse und -Aktivitäten rasch zu. Der Agenda-Prozeß ist also schließlich 'ins Laufen' gekommen und dürfte auf längere Zeit ein wichtiges Element gesellschaftlicher Entwicklungen darstellen. Bei der Umsetzung der Agenda 21 in der Praxis, z.B. auf kommunaler Ebene, wird Gesundheit bisher meist nur am Rande behandelt. Obwohl Themen wie z.B. Verkehr, Umweltschutz oder Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Agenda-Prozesses behandelt werden, deutliche Verbindungen zum Thema Gesundheit aufweisen, existieren nur wenige ausgewiesene Gesundheitsprojekte. Allerdings bewegt sich die Diskussion von bisher 'impliziten' Gesundheitsthemen stärker hin zu 'expliziten' Gesundheitsthemen. Damit entsteht zunehmender Bedarf an Sachverstand für Gesundheitsthemen im Agenda-Prozess. Aufgrund seiner Kompetenz bietet sich der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) als Partner an, das Thema Gesundheit in den Agenda-Prozess einzubringen. Seine vorhandenen Konzepte, Ressourcen und Erfahrungen können sinnvoll im Agenda-Prozess genutzt werden. Vor diesem Hintergrund entstand ein zunächst vom MFJFG und jetzt vom MUNLV gefördertes Kooperationsprojekt zwischen der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld (Gruppe 'Umwelt und Gesundheit') und der Abteilung Umweltmedizin, -hygiene des Landesinstitutes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW. Ziele Grundlegendes Ziel ist die verstärkte Berücksichtigung des Themas 'Gesundheit' in der Agenda-Umsetzung und eine intensivere Beteiligung des ÖGD am Agenda-Prozess. Spezifische Ziele des Projektes sind: die Sensibilisierung aller Akteure des Agenda-Prozesses für Gesundheitsthemen die Erleichterung der Beteiligung am Agenda-Prozess für den ÖGD und andere Akteure aus dem Gesundheitsbereich und zusätzlich die Unterstützung bei der Entwicklung, Umsetzung und Konsolidierung umweltmedizinischer Aspekte im Agenda-Prozess.

Street design for children and older people

Children, adolescents, and people aged 60 and over walk more frequently than other age groups. They also make greater use of bicycles and public transport. In doing so, the youngest and the oldest generations demonstrate environmentally friendly mobility behavior. At the same time, however—as pedestrians and cyclists—they are more frequently involved in traffic accidents. The objective must be to provide them with better protection through streetscape design that is tailored to their specific needs. This brochure illustrates how street spaces can be adapted to the capabilities and requirements of children and older people, ensuring that all age groups benefit. It offers inspiration through examples of best practice drawn from municipalities across Germany.

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