Das Projekt "Modellierung der troposphaerischen Luftchemie mit dem Hamburger Klimamodell 'ECHAM'" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Max-Planck-Institut für Meteorologie durchgeführt. Das vorgeschlagene Projekt verfolgt die Weiterentwicklung und Anwendung von luftchemischen Modellen in einem globalen Zirkulationsmodell. Das in Hamburg entwickelte Klimamodell ECHAM wurde um einen Algorithmus zum Transport von luftchemischen Beimengungen erweitert und ein am MPI fuer Chemie in Mainz entwickelter Code der atmosphaerischen Hintergrundchemie (Ozon- und Methanchemie) sowie ein am meteorologischen Institut der Universitaet entwickeltes Modell des atmosphaerischen Schwefelkreislaufs wurden in ECHAM implementiert. Diese Modellkomponenten sollen in Zusammenarbeit mit anderen GLO-MAC Gruppen in eine Modellversion integriert werden. Das gekoppelte Chemie-Atmosphaeren-Modell wird durch Vergleich der Ergebnisse von Modellsimulationen mit Beobachtungsdaten ueberprueft. Ziel des Vorhabens ist es, Simulationen mit vorindustriellen und aktuellen Emissionsszenarien durchzufuehren, um dreidimensionale, globale Verteilungen der anthropogen beeinflussten, strahlungsrelevanten Spurengase und Aerosole zu erhalten, den Einfluss menschlicher Aktivitaeten auf die luftchemische Zusammensetzung der Atmosphaere abzuschaetzen, z.B. Veraenderungen in der Oxidationseffizienz der Atmosphaere, und Eingabedaten fuer Klimasensitivitaetsexperimente zur Verfuegung zu stellen. In einem weiteren Schritt ist geplant, die in ECHAM eingebaute Hintergrundchemie in ein Regionalmodell zu implementieren, das in ECHAM getestet wird. Die Verwendung eines Regionalmodells erlaubt die Interpretation der Ergebnisse des grobaufloesenden globalen Modelles auf kleineren Skalen in einem begrenzten Gebiet (z.B. Europa) und ermoeglicht eine bessere Validierung des Modells, da Messungen von luftchemischen Spezies nur in wenigen ...
Das Projekt "Quantifizierung von Schluesselparametern fuer die Behandlung von Kondensstreifen im grossraeumigen Klimamodell" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Institut für Physik der Atmosphäre Oberpfaffenhofen durchgeführt. Um die Verlaesslichkeit von Abschaetzungen der grossraeumigen Klimawirkung von Kondensstreifen zu untermauern, bzw zu verbessern, sollen die fuer die optischen Eigenschaften der Kondensstreifen entscheidenden mikrophysikalischen Parameter quantifiziert werden. Es wird ein Boxmodell fuer Wolken eingesetzt, das den Lebenszyklus eines Kondensstreifens in Abhaengigkeit der meteorologischen Umgebungsparameter simuliert. Eisgehalt, Eisteilchengroesse und optische Dicke der Kondensstreifen im Boxmodell werden fuer die verschiedenen Situationen mit den entsprechenden Parametern verglichen, wie sie das globale Klimamodell ECHAM simuliert. Falls notwendig, um eine angemessene Repraesentation der Kondensstreifen in Klimarechnungen zu gewaehrleisten.