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Found 811 results.

Global Precipitation Analysis Products of the GPCC

The Global Precipitation Climatology Centre (GPCC) has been established in 1989 on request of the World Meteorological Organization (WMO). It is operated by Deutscher Wetterdienst (DWD, National Meteorological Service of Germany) as a German contribution to the World Climate Research Programme (WCRP). Mandate of the GPCC is the global analysis of monthly precipitation on earth’s landsurface based on in situ raingauge data. Several products are availabe e.g. First Guess Product, First Guess Daily Product, Monitoring Product, ....

Jahreszeitliches Gebietsmittel der Lufttemperatur (Jahresmittel) in °C (2 m Höhe)

Die jaheszeitlichen Gebietsmittelwerte dienen der Dokumentation von Klimavariabilität und Klimawandel in Deutschland und den Bundesländern. Siewerden für den Zeitraum seit Beginn systematischer Beobachtungen bestimmt. Jährliche Gebietsmittel der Lufttemperatur (Jahresmittel) in °C (2 mHöhe). Hinweise: Lineare Trends beruhen auf eigener Berechnung.

Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit

Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit Niedrigwasser an der Elbe bei Dresden Der Rückgang des Wasserdargebots ist statistisch signifikant. Dies zeigt die aktuelle Studie „WADKlim“, in der Auswirkungen von Trockenheit und Dürre auf die Wasserverfügbarkeit, den Bodenwasserhaushalt und das Grundwasser in Deutschland untersucht wurden. Für die Wasserbewirtschaftung werden mögliche Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Damit liefert das Forschungsprojekt WADKlim einen Beitrag für die in der Deutschen ⁠ Anpassungsstrategie ⁠ an den ⁠ Klimawandel ⁠ und in der Nationalen Wasserstrategie formulierten Zielstellungen. Die Ergebnisse des Projekts stehen unter der ⁠ UBA ⁠ Seite Niedrigwasser/Trockenheit zur Verfügung. Wasserknappheit ist ein vielschichtiges Problem. Die Ursachen für Wasserknappheit in verschiedenen Regionen Deutschlands umfassen klimatische Bedingungen mit geringem ⁠ Wasserdargebot ⁠, Wasserqualitätsprobleme wie Nitratbelastung, Einflüsse durch Bergbau, zunehmende Wasserentnahmen für die Landwirtschaft und hohe Bedarfe in Metropolregio­nen. Es wurden bereits regionsspezifische Maßnahmen ergriffen, um Wasserknappheit vor­zubeugen, wie beispielsweise die Einrichtung von Fernwasserleitungssystemen oder die Limitierun­gen für Wasserentnahmen. Allerdings haben die anhaltende Trockenheit in der letzten De­kade und die Unsicherheiten bei der zukünftigen Wassernutzung und ⁠ Klimavariabilität ⁠ ge­zeigt, dass diese Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen, um strukturelle oder tempo­räre Wasserknappheit zu bewältigen. Die zukünftige Wasserknappheit wird als komplexes Problem erkannt, das aufgrund der Unsicherheiten schwer zu prognostizieren ist. Verschiedene Lösungsstrategien wurden vorgestellt Diese sollen dazu beitragen, die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen in Deutschland zu fördern und zukünftige Kon­flikte in der Wassernutzung zu minimieren. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zum verbes­serten Wasserrückhalt, die Förderung von Wassereffizienz und standortangepasste Wasser­wiederverwendung, die Implementierung von Anpassungsmaßnahmen und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Nutzergruppen. Umgang mit Nutzungskonflikten Es ist wichtig, dass politische Entscheidungsträger*innen und ⁠ Stakeholder ⁠ die vorgestellten Lösungsstrategien in ihre Entscheidungsprozesse integrieren und gemeinsam an einer nachhaltigen Wassernutzung arbeiten. Nur so kann die Wasserverfügbarkeit in Deutsch­land langfristig gesichert werden. Dafür ist es unerlässlich, bisher fehlende Daten regelmäßig zu erheben und insbesondere die Datenbestände zur Wassernutzung zu vervollständigen und sie transparent und öffentlich zu machen. Dies beinhaltet zum Beispiel die verpflichtende Erfassung von Bewässerungsmengen in zentralen Meldestellen. Für eine zukünftig bessere Vergleichbar­keit von Studien sollte stärker auf standardisierte Indikatoren zurückgegriffen werden. Wasserwiederverwendung im urbanen Raum Die Wasserwiederverwendung kann in Städten zukünftig eine wichtige Rolle, beispielsweise bei der Bewässerung von Grünflächen, spielen. Gerade in Wasserbilanz-Risikogebieten ist dieser Ansatz eine sinnvolle Handlungsoption. Dazu müssen die notwendigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingen sowie neue infrastrukturelle Lösungen geschaffen werden. Künftig häufiger Trockenperioden Grundsätzlich sinkt zukünftig die Verfügbarkeit von Wasser in vielen Regionen in Deutschland unter dem Einfluss des Klimawandels, insbesondere in Trockenperioden kann es regional zu erheblichen Engpässen in der Wasserverfügbarkeit kommen, was zur Entste­hung von Nutzungskonflikten führen oder bestehende Konflikte verschärfen kann. Es ist da­her notwendig, eine nachhaltige Wassernutzung zu fördern, um eine sichere und gerechte Versorgung für alle Nutzer*innengruppen zu gewährleisten. Dabei ist es essenziell, dass natürliche Ökosysteme nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der wasserwirtschaftlichen Gesamtbetrachtung eine stärkere Rolle einnehmen.

Beobachtete und erwartete Klimafolgen

Beobachtete und erwartete Klimafolgen Die Folgen des Klimawandels in Umwelt und Gesellschaft werden zunehmend spürbar. Der dritte Monitoringbericht zur Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) wurde 2023 veröffentlicht und gibt einen breiten Überblick über bereits beobachtete Klimafolgen. Die 2021 veröffentlichte Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes zeigt künftige Folgen des Klimawandels in Deutschland. Das ⁠ Klima ⁠ ändert sich bereits und wird sich auch in Zukunft weiter wandeln. Der ⁠ Klimawandel ⁠ manifestiert sich dabei sowohl in langfristigen Klimaänderungen (wie langsam steigenden Durchschnittstemperaturen) als auch in einer veränderten ⁠ Klimavariabilität ⁠ (also stärkeren ⁠ Klimaschwankungen ⁠ und häufigeren Extremwetter-Ereignissen wie Stürmen, Dürren, Überschwemmungen und Sturzfluten oder Hitzesommern).Die ⁠ Klimafolgen ⁠ sind also vielfältig und haben Einfluss auf unser tägliches Leben. Um die in Deutschland erwarteten Folgen des Klimawandels zu beschreiben, wurden verschiedene Indikatoren entwickelt. Mit ihrer Hilfe können die Folgen und die bereits begonnene ⁠ Anpassung an den Klimawandel ⁠ beschrieben, sowie seine weitere Entwicklung verfolgt werden. Dargestellt werden Veränderungen in der natürlichen Umwelt, aber auch gesellschaftliche Folgen wie zum Beispiel die Entwicklung von Einsatzstunden bei wetter- und witterungsbedingten Schadensereignissen. Die fachlichen Grundlagen hat das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass ) zusammen mit anderen Bundesbehörden erarbeitet. Alle vier Jahre veröffentlicht die Bundesregierung einen Monitoringbericht. Der aktuelle Monitoringbericht erschien im November 2023. Er liefert mit Hilfe von Indikatoren einen breiten Überblick über beobachtete Klimafolgen und die begonnene Anpassung. Das Behördennetzwerk „Klimawandel und Anpassung“, ein Netzwerk von 25 Bundesbehörden und -instituten und unterstützt von einem wissenschaftlichen Konsortium, hat über 100 Wirkungen des Klimawandels und deren Wechselwirkungen untersucht und bei rund 30 davon sehr dringender Handlungsbedarf festgestellt. Dazu gehören tödliche Hitzebelastungen - besonders in Städten, Wassermangel im Boden und häufigere Niedrigwasser. Dies hat schwerwiegende Folgen für alle Ökosysteme, die Land- und Forstwirtschaft sowie den Warentransport. Es wurden auch ökonomische Schäden durch ⁠Starkregen⁠, Sturzfluten und Hochwasser an Bauwerken untersucht sowie der durch den graduellen Temperaturanstieg verursachte Artenwandel, einschließlich der Ausbreitung von Krankheitsüberträgern und Schädlingen. Seit 2011 wurde von 16 Bundesbehörden und -institutionen im Auftrag der Bundesregierung die Vulnerabilität – also Verletzlichkeit – Deutschlands gegenüber dem Klimawandel analysiert.

Jährliche Gebietsmittel der Lufttemperatur (Jahresmittel) in °C (2 m Höhe)

Die Gebietsmittelwerte dienen der Dokumentation von Klimavariabilität und Klimawandel in Deutschland und den Bundesländern. Sie werden für den Zeitraum seit Beginn systematischer Beobachtungen bestimmt. Mehr Informationen zum Datensatz sind hier zu finden. Quelle: Open Data Deutscher Wetterdienst (DWD) Lizenz: GeoNutzV Hinweis: Trends basieren auf eigenen Berechnungen.

Europäische Wasserrahmenrichtline in Berlin

Berlin ist auch bekannt als grüne Stadt am Wasser, denn die ausgedehnten Gewässerlandschaften tragen wesentlich zum Charme der Stadt bei. Spree und Dahme durchfließen das Berliner Urstromtal von Südosten kommend und münden in die westlich gelegene Havel. Die Flüsse mäandrieren zum Teil stark und bilden vielerorts Flussseen aus (z.B. Zeuthener See, Langer See). Dieser wechselhafte Verlauf macht den Reiz des Berliner Gewässersystems aus. In den letzten 1.000 Jahren der Besiedlungsgeschichte unserer Stadt hatten die großflächigen Rodungen der Hainbuchen-Eichen-Mischwälder, die Trockenlegung von Erlenbrüchen, die Anlage von Wehren und Mühlenstauen und die Begradigungen der Fließgewässer sowie Klimaschwankungen maßgeblichen Einfluss auf die Gewässer. Heute gibt es kaum noch Abschnitte, die nicht von Menschenhand beeinflusst wurden. Berlin liegt im Übergangsbereich zwischen dem maritimen und dem kontinentalen Klima. Das bedeutet deutlich geringere Niederschläge als im westlichen Teil Deutschlands. Die Tendenz zu trockenen Sommermonaten und einer größeren Verdunstung aufgrund durchschnittlich höherer Temperaturen verstärkt sich in den letzten Jahren nachweisbar (vergleiche z.B. Studie “Klimawandel und Kulturlandschaft Berlin” ). Diese klimatischen und morphologischen Verhältnisse führen im Havelgebiet zu geringen natürlichen Abflussspenden und relativ geringen Hochwasserabflüssen. Als größte deutsche Stadt nimmt Berlin unter den deutschen Ballungsräumen und europäischen Metropolen in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. So ist sie die einzige Großstadt, die als Stadtstaat innerhalb ihrer Grenzen gleichzeitig die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung bewältigt. Das heißt, dass die Qualität der Berliner Gewässer maßgeblich von der Abwasserentsorgung mit ihren Stofffrachten beeinflusst wird. Die Belastungen des äußerst sensiblen Gewässersystems stehen dementsprechend in engem Zusammenhang mit der Einwohnerzahl. Zudem sorgt der hohe Anteil versiegelter Flächen im urbanen Raum für entsprechend hohen Regenabfluss, der ebenso wie die Abwasserableitung die Gewässer erheblich mit Stofffrachten belastet. Andererseits gewinnt Berlin sein Trinkwasser zu hohen Anteilen aus Uferfiltrat und ist somit von einer guten Qualität der Oberflächengewässer abhängig. Doch nicht nur die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung fordern die Berliner Gewässer – im hochurbanen Raum existieren vielfältigste Nutzungsansprüche eng nebeneinander; so z.B. Schifffahrt, Fischerei, Erholungsnutzung, Badespaß, Grundwasserförderung und Abwassereinleitung. Diese vielfältigen Belange sind mit ihren unterschiedlichen Anforderungen sensibel zu vereinbaren. Bild: LP + B Wasseradern unserer Stadt Hier finden Sie eine Auflistung der bekanntesten und größten Berliner Gewässer. Die kleineren Fließgewässer wurden zusätzlich mit einer kurzen Beschreibung versehen. Weitere Informationen Bild: yupiramos / Depositphotos Bürgerbeteiligung Die Beteiligung aller Interessierter bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ist ein wichtiger Grundgedanke (Art. 14 der WRRL), der den gesamten Prozess prägt und trägt. Um sich einzubringen, gibt es verschiedenste Möglichkeiten und Ebenen. Weitere Informationen Bild: BIUW Ingenieur GmbH Maßnahmen in Berlin Entsprechend der Bestandsaufnahme sind vor allem strukturelle Defizite der Gewässer sowie die Einflüsse der Stadtentwässerung verantwortlich für den schlechten Zustand der Berliner Oberflächengewässer. Weitere Informationen Bild: Berliner Wasserbetriebe / Joachim Donath Maßnahmen: Mischwassersystem Die Berliner Gewässer werden bei starken Regenfällen im Innenstadtbereich durch Überläufe aus der Mischwasserkanalisation belastet. Die Schäden reichen von langfristigen Wirkungen, wie Nährstoff- und Schadstoffbelastung, bis hin zu akuten Wirkungen wie Fischsterben verursacht durch Sauerstoffmangel. Weitere Informationen Bild: Georg Lamberty, Planungsbüro Zumbroich Maßnahmen: Spree- und Havel-Wasserstraßen Spree und Havel sowie die Kanäle Teltowkanal, Landwehrkanal, Neuköllner Schifffahrtskanal, Spreekanal, Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal, Charlottenburger Verbindungskanal und Westhafenkanal sind Wasserstraßen. Sie werden für den Gütertransport und die Fahrgast- und Freizeitschifffahrt genutzt. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Maßnahmen: Erpe Die Erpe oder - wie sie oberhalb von Hoppegarten heißt - das Neuenhagener Mühlenfließ windet sich auf 31 km durch Brandenburg und Berlin. Brandenburg und Berlin haben mit der Erpe / dem Neuenhagener Mühlenfließ das 3. gemeinsame Projekt zur ökologischen Gewässerentwicklung in Angriff genommen. Weitere Informationen Bild: INFORMUS Maßnahmen: Panke Als erstes gemeinsames Pilotprojekt mit dem Land Brandenburg (Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz und dem Landesumweltamt) begannen 2007 die Vorarbeiten für die Entwicklung der Panke von der Quelle bis zur Mündung. Weitere Informationen Bild: Pflanzenschutzamt Berlin Maßnahmen: Tegeler Fließ Weitgehend natürlich anmutend windet sich das Tegeler Fließ auf 27 km durch Brandenburg und Berlin. Das Fließ zählt zu den naturnäheren Fließgewässern Berlins. Das Tegeler Fließ ist gemeinsam mit Brandenburg als 2. Gewässerentwicklungsprojekt ausgewählt worden. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Maßnahmen: Wuhle An der Wuhle sind in der Vergangenheit vielfach einzelne Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Die größte zusammenhängende Maßnahme wurde oberhalb der Bundesstraße B 1/5 ab 2003 geplant und von 2006 bis 2008 realisiert. Weitere Informationen

Jährliche mittlere Niederschlagshöhe in Deutschland

Die Gebietsmittelwerte dienen der Dokumentation von Klimavariabilität und Klimawandel in Deutschland und den Bundesländern. Sie werden für den Zeitraum seit Beginn systematischer Beobachtungen bestimmt. Mehr Informationen zum Datensatz sind hier zu finden. Quelle: Open Data Deutscher Wetterdienst (DWD) Lizenz: GeoNutzV Hinweis: Trends basieren auf eigenen Berechnungen.

Geologische Skizze 2007

Geologische Karten stellen eine Synthese der allgemeinen geowissenschaftlichen Information zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Auswertung der gesammelten Bohrergebnisse, der Aufschlüsse, der Morphologie und des bisherigen Wissenstandes dar. Daraus abgeleitet bzw. darauf aufbauend gibt es darüber hinaus Karten zu einzelnen Spezialgebieten wie z. B. Ingenieurgeologische Karten , Grundwassergleichenkarten , Karten des geothermischen Potenzials u.v.a.m. Da sich auf der geologischen Karte in der Regel nur die an der Oberfläche vorkommenden Geologischen Einheiten darstellen lassen, muss das Verständnis der Schichtenabfolge, des dreidimensionalen Baus durch Profilschnitte und die vorliegende textliche Erläuterungen ergänzt werden. Wegen der starken Zusammenfassung einzelner Geologischer Einheiten in Hinblick auf eine leichtere Übersichtlichkeit wird diese Geologische Übersichtskarte als Geologische Skizze bezeichnet. Die Morphologie der Berlin-Brandenburgischen Landschaft und deren Entwicklung Das Grundmuster der Oberflächengestalt von Berlin und Brandenburg wird im Wesentlichen von drei Reliefgroßeinheiten bestimmt, die von Südosten nach Nordwesten durchziehen und ihre Herausbildung und Formung den Prozessen während des Eiszeitalters (Quartär) verdanken (Abb. 1). Es sind dies der Südliche Landrücken mit Fläming und Niederlausitzer Grenzwall, begrenzt im Süden durch das Lausitzer Tal (Breslau-Magdeburger Urstromtal), das breite, aber sehr heterogene Zwischengebiet der Platten und Niederungen mit einer Vielzahl größerer und kleinerer, vielgestaltiger Hochflächenareale und dem Durchzug der drei großen Urstromtäler (Glogau-Baruther, Warschau-Berliner und Thorn-Eberswalder Urstromtal) sowie der Nördliche oder Baltische Landrücken, der im Brandenburgischen die Uckermark umfasst. Das Werden und die Ausgestaltung der natürlichen Landschaft Berlin-Brandenburgs sind auf das Engste mit dem jüngsten Abschnitt der erdgeschichtlichen Entwicklung, dem Quartär verbunden, das allgemein auch als Eiszeitalter bezeichnet wird. Das Quartär ist jener Zeitabschnitt der Erdgeschichte, in dem globale Klimaschwankungen zu einem mehrfachen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten in vergleichsweise kurzen geologischen Zeitabständen geführt haben, verbunden mit einschneidenden Konsequenzen für Fauna und Flora. Im jüngeren Abschnitt des Quartärs kam es zur flächenhaften Ausbreitung gewaltiger Inlandeisdecken im nördlichen Mitteleuropa. Mit Jahresmitteltemperaturen, die unter 0 °C lagen, herrschten während dieser Eiszeiten auch in unseren Breiten Verhältnisse, die denen der heute noch von Eis bedeckten Gebiete Grönlands oder Spitzbergens entsprachen. Für die charakteristische horizontal-räumliche Aufeinanderfolge und morphologische Erscheinungsform, welche im Zusammenhang mit Prozessen während des Vorstoßens sowie anschließenden Zerfalls und Abschmelzens der Inlandeismassen steht, wurde bereits vor mehr als 100 Jahren der Begriff Glaziale Serie geprägt (Abb. 2). Geomorphologische Hauptelemente der Glazialen Serie sind die Endmoräne , am Eisrand durch Aufstauchung oder als Folge eines mehr oder weniger stationären Eisrandes durch Sedimentakkumulation gebildet, die Grundmoräne , im Rückland durch das Eis direkt abgesetzt, der Sander , im Vorland des Gletschers vom Schmelzwasser weitflächig aufgeschüttet, und schließlich das Urstromtal , das die abfließenden Schmelzwässer bündelt und nach Nordwesten abführt. Die Glaziale Serie wird ergänzt durch eine Reihe von insgesamt weniger häufig verbreiteten geomorphologischen Begleitformen, wie die Oser, Kames und Drumlins , durch Zungenbecken und Sölle, vor allem aber durch landschaftsprägende glaziale Rinnen und vielgestaltige Seen (vgl. hierzu MARCINEK & NITZ 1973 sowie LIEDTKE 1975). Geologischer Überblick über die tertiären und quartären Bildungen Die Erdoberfläche und der oberflächennahe Raum des Stadtgebiets von Berlin wird durch tertiäre, pleistozäne und holozäne Ablagerungen gebildet, wobei den tertiären und quartären Sedimenten eine durchaus existenzielle Bedeutung für das städtische Leben zugestanden werden muss. So wird das gesamte Wasser für die öffentliche Wasserversorgung überwiegend aus quartären und teilweise auch aus tertiären Grundwasserleitern entnommen. Die Förderung des Grundwassers erfolgt mit 90 % fast ausschließlich im eigenen Stadtgebiet. Das Tertiär Das Tertiär, auch als Braunkohlenzeitalter bezeichnet, begann vor 65 Millionen Jahren, dem Ende der Kreidezeit und endete am Beginn des Quartärs vor rund 2,6 Millionen Jahren. Sedimente des Tertiärs lagern in Berlin diskordant (mit einer zeitlichen Lücke) über älteren Schichten der Kreide, des Jura oder des Keupers und bilden in nahezu geschlossener Verbreitung das Liegende (die unterlagernden, älteren Schichten) der quartären Schichtenfolge (Abb. 3). In Gebieten tiefreichender quartärer Erosion, wie z. B. in Abschnitten quartärer Ausräumungszonen (Rinnen) fehlen tertiäre Ablagerungen gänzlich. Tertiärsedimente werden im Berliner Stadtgebiet nur an einer Stelle in Lübars oberflächenbildend. Eine besondere Stellung innerhalb des Tertiärs kommt dem etwa 80 m mächtigen, tonig-schluffigen Rupelton zu. Er ist aufgrund seiner weiten Verbreitung nicht nur ein wichtiger geologischer Leithorizont innerhalb des tertiären und quartären Deckgebirges, sondern hat auch eine erhebliche hydrogeologische Bedeutung, da er die Barriere zwischen den Salzwässern im Liegenden und dem Süßwässern im Hangenden (die darüber lagernden, jüngeren Schichten bildet. In Gebieten, in denen die Rupelschichten infolge quartärer Erosion teilweise oder vollständig fehlen, wurden Migrationswege für den Aufstieg mineralisierter Tiefenwässer und ihrer Ausbreitungsfahnen im Süßwasserstockwerk z. T. bis an die Oberfläche geschaffen (Abb. 3). Das Quartär Das Quartär begann mit einem globalen Klimawandel vor 2,6 Millionen Jahren mit dem pleistozänen Eiszeitalter und endet mit dem nacheiszeitlichen Holozän. Es kommen in Berlin im Pleistozän Ablagerungen der drei nordischen Kaltzeiten (Elster-, Saale- und Weichselkaltzeit) vor, deren Ablagerungen aus Schmelzwassersanden und -kiesen nordischen Ursprungs, Bändertonen sowie –schluffen und Geschiebemergel der Grundmoränen bestehen. Daneben existieren auch Sedimente der dazwischen liegenden Holstein- und Eem-Warmzeit mit Mudden, Schluffen, Tonen und Torfen sowie Flusssanden und -kiesen aus weiter südlich liegenden Liefergebieten (Tab. 1). Die Gletscher – besonders die der Elster-Kaltzeit – haben z. T. sehr tiefe Rinnen in die vorgefundene tertiäre Oberfläche erodiert und mit glazialem Gesteinsmaterial verfüllt. Dabei kann es vorkommen, dass die tertiären Schichten, insbesondere der Rupelton, vollständig erodiert wurden und so die schützende Barriere zwischen dem Süß- und Salzwasserstockwerk zerstört wurde. Die Mächtigkeit der pleistozänen Schichten beträgt in Berlin zumeist etwa 20 bis 100 Meter, in elsterzeitlichen Rinnen jedoch auch bis zu 250 Meter (Abb. 3). Nach dem Ende des Pleistozäns vor 12 000 Jahren begann das Holozän. Es kamen Mudden, Torfe, Flusssande und Dünensande zur Ablagerungen, die lokal große Mächtigkeiten (z. T. weit mehr als 10 m) aufweisen können.

Hungersteine und Untiefen

Die steten Schwankungen der Flusswasserspiegel sind natürliche Folgeerscheinungen der klimatischen Variabilität, wenngleich Extremereignisse wie Hochwasserkatastrophen oder extremes Niedrigwasser einschneidende hydrologische Phänomene darstellen. Traditionell erinnern vor Ort zahlreiche Hinweise und feste Markierungen an diese historischen Geschehnisse. Solche stummen Zeitzeugen existieren auch für Niedrigwasserereignisse als sogenannte „Hungersteine“ oder „Untiefen“. Diese Karte enthält bekannte Hungersteine und Untiefen der Elbe, welche in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Jan-Michael Lange sowie Herrn Martin Kaden von Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden erstellt.

WFS - Hungersteine und Untiefen

Die steten Schwankungen der Flusswasserspiegel sind natürliche Folgeerscheinungen der klimatischen Variabilität, wenngleich Extremereignisse wie Hochwasserkatastrophen oder extremes Niedrigwasser einschneidende hydrologische Phänomene darstellen. Traditionell erinnern vor Ort zahlreiche Hinweise und feste Markierungen an diese historischen Geschehnisse. Solche stummen Zeitzeugen existieren auch für Niedrigwasserereignisse als sogenannte „Hungersteine“ oder „Untiefen“. Diese Karte enthält bekannte Hungersteine und Untiefen der Elbe, welche in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Jan-Michael Lange sowie Herrn Martin Kaden von Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden erstellt.

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