Unser Projekt baut auf die erste Förderphase der Forschergruppe auf, welche die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Ernährungszustand von Kindern in der Provinz Kossi (Burkina Faso) und im Siaya County (Kenya) zeigte. Auf dieser Grundlage werden wir in der zweiten Förderphase Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Kosteneffizienz von landwirtschaftlichen Anpassungsstrategien gewinnen, die den negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Ernährungszustand von Kindern entgegenwirken. Wir untersuchen geplante als auch autonome landwirtschaftlichen Strategien und konzentrieren uns dabei auf bereits existente Interventionen in den beiden obigen Settings. Die resultierenden Erkenntnisse werden einen wichtigen Beitrag sowohl zum akademischen als auch politischen Diskurs über die Rolle von landwirtschaftliche Anpassungsstrategien bei der Abschwächung negativer Klimawandelfolgen auf den Ernährungszustand von Kindern leisten. Wir verfolgen dieses übergeordnete Ziel durch vier spezifische Sub-Ziele: 1. Verbesserung von Exposure-Response-Functions (ERF), die Klimaschwankungen mit Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und dem Ernährungszustand von Kindern verknüpfen; 2. Untersuchung der Nutzung und Reichweite geplanter und autonomer landwirtschaftlicher Anpassungsstrategien; 3. Erstellung von Adaptation-Response-Functions (ARF), die Nutzung landwirtschaftlicher Anpassungsstrategien mit Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und dem Ernährungszustand von Kindern verknüpfen; 4. Ermittlung des wirtschaftlichen Wertes ausgewählter landwirtschaftlicher Anpassungsstrategien. Wir arbeiten dabei mit einem mixed and multi methods-Ansatz, der verschiedene Datenquellen in quantitativen und qualitativen Analysen integriert. Haushaltskohorten, darunter 4050 Kinder in der Kossi und 2784 Kinder im Siaya, stehen im Mittelpunkt unseres Projekts. Sie liefern Längsschnittdaten über den Unterernährungszustand der Kinder in Verbindung mit ihrem sozioökonomischen Kontext und lokalen landwirtschaftliche Produktionsverfahren. Zur Verbesserung existenter ERF verknüpfen wir diese Längschnittdaten über einen Zeitraum von fünf Jahren mit den Daten zur Wettervariabilität aus Klimastationen in beiden Untersuchungsgebieten sowie mit Daten zu Ernteerträgen, die durch Fernerkundungsmodelle generiert wurden. Zur Ermittlung der ARF wird derselbe Datensatz auch mit Daten zur Nutzung landwirtschaftlicher Anpassungsstrategien verknüpft, die im gesamten HDSS erhoben und mit Paneldaten-Methoden analysiert werden. Daten zur Wirksamkeit ausgewählter Anpassungsstrategien werden zur Schätzung der Kosteneffizient im Vergleich zum status quo mit Daten zu ihren Kosten verknüpft. Zur Integration der diversen quantitativen Ergebnisse verwenden wir qualitative Methoden, um so zu erklären, welche Umwelt- und Haushaltsfaktoren Entscheidungen zur Anpassung landwirtschaftlicher Praxis und deren Auswirkungen auf den Ernährungszustand der Kinder beeinflussen.
<p> <p>Bodennahes Ozon und hohe Lufttemperatur bergen für Mensch und Umwelt nach wie vor ein hohes Schädigungspotenzial. Der Klimawandel kann zu mehr Heißen Tagen führen, was die Bildung von Ozon fördern und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken erhöhen kann.</p> </p><p>Bodennahes Ozon und hohe Lufttemperatur bergen für Mensch und Umwelt nach wie vor ein hohes Schädigungspotenzial. Der Klimawandel kann zu mehr Heißen Tagen führen, was die Bildung von Ozon fördern und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken erhöhen kann.</p><p> Gesundheitliche Risiken von Ozon und hoher Lufttemperatur <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> beeinflusst in vielfältiger Weise unsere Umwelt. Der Anstieg der mittleren jährlichen Lufttemperatur führt derzeit bereits zu wärmeren bzw. heißeren Sommern und zukünftig wahrscheinlich auch zu milderen Wintern. Eine hohe Lufttemperatur begünstigt gemeinsam mit intensiver Sonneneinstrahlung die Bildung von Ozon in Bodennähe. Dies führt bei anhaltend sommerlicher Schönwetterlage neben der Hitzebelastung auch zu einer erhöhten gesundheitlichen Belastung durch hohe bodennahe Ozonkonzentrationen.</p> <p>Zur Charakterisierung der Ozonbelastung dient der Wert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Ozon als 8-Stunden-Mittelwert. Während der letzten extremen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/hitzesommer">Hitzesommer</a> 2018 und 2022 (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/57569">„Gesundheitsrisiken durch Hitze“</a>) wurde dieser EU-Zielwert für Ozon zum Beispiel an der Messstation in Stuttgart-Bad Cannstatt 47- und 40-mal überschritten. Zur besseren Einordnung des umweltbezogenen Gesundheitsrisikos dient zudem die Kenngröße „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/heisser-tag">Heißer Tag</a>“ des Deutschen Wetterdienstes, definiert als Tag, dessen höchste Temperatur oberhalb von 30 Grad Celsius liegt. In den Sommern 2018 und 2022 wurden an der Messstation in Stuttgart-Schnarrenberg 29 und 30 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/heisse-tage">Heiße Tage</a> registriert. Beide Messgrößen sind in der Abbildung „Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage in Stuttgart“ dargestellt.</p> <p>Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage (Tmax >30°C) in Stuttgart als interaktives Liniendiagramm</p> <strong> Überschreitungen des Zielwertes für Ozon und Anzahl Heißer Tage (Tmax >30°C) in Stuttgart </strong> <p>* Zahl der Tage mit Überschreitung des Ozon-Zielwertes (120 µg/m³) zum Schutz der menschlichen Gesundheit als 8-Std.-MW</p> Quelle: Landesanstalt für Umwelt Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg / Deutscher Wetterdienst Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Anzahl-Heisser-Tage-und-Ozon_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (307,92 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Anzahl-Heisser-Tage-und-Ozon_2026-05-20.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (29,34 kB)</a></li> </ul> </p><p> Gesundheitliche Wirkungen <p>Ozon ist ein Reizgas. An Tagen mit hoher Ozonkonzentration leiden viele Menschen an Reizerscheinungen der Augen (Tränenreiz), Atemwegsbeschwerden (Husten) und Kopfschmerzen. Diese Reizungen treten weitgehend unabhängig von der körperlichen Aktivität auf. Ihr Ausmaß wird primär durch die Aufenthaltsdauer in der ozonbelasteten Luft bestimmt. Besonders nach reger körperlicher Aktivität im Freien wurde bei Schulkindern und Erwachsenen eine verminderte Lungenfunktion sowie eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit festgestellt. Diese funktionellen Veränderungen und Beeinträchtigungen normalisierten sich im Allgemeinen spätestens 48 Stunden nach Expositionsende. Bei einem erhöhten Atemvolumen, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, kann Ozon tief in das Lungengewebe vordringen, dort das Gewebe schädigen und Entzündungen hervorrufen. Im Gegensatz zur Veränderung der Lungenfunktionswerte bildeten sich entzündliche Reaktionen des Lungengewebes nur teilweise zurück. Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit dem Auftreten erhöhter bodennaher Ozonkonzentrationen assoziiert.</p> <p>Eine hohe Lufttemperatur während Hitzeperioden kann ein zusätzliches Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Bei sehr hohen Temperaturen kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge der Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind von diesen Symptomen besonders betroffen. </p> <p>Klimamodelle prognostizieren, dass die Phasen mit erhöhter sommerlicher Luftverschmutzung – unter anderem mit Ozon – im Zusammenwirken mit sommerlicher Hitze zukünftig vermehrt auftreten werden. Zudem wird vermutet, dass sich beide Einzelbelastungen in ihrer gesundheitlichen Kombinationswirkung verstärken können. </p> <p><em>Tipps zum Weiterlesen: </em><br><br><em>Mücke, H.-G. (2014): Gesundheitliche Auswirkungen von atmosphärisch beeinflussten Luftverunreinigungen. Kapitel 3.1.3, S. 1-7. In: Lozan et al. (Hrsg.): Warnsignal <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>: Gesundheitsrisiken; Gefahren für Pflanzen, Tiere und Menschen. GEO Wissenschaftliche Auswertungen, Hamburg.</em><br><br><em>Mücke, H.-G. und A. Matzarakis (2017): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> und Gesundheit. In: Wichmann et al. (Hrsg.): Handbuch der Umweltmedizin, Kapitel VIII-1.10, 38 Seiten. Ecomed Verlag, Landsberg.</em></p> <p><em>Augustin J. et al. (202</em>3<em>): Gesundheit. Teil III, Kapitel 14. S. 171-189. In: Guy P. Brasseur, Daniela Jacob, Susanne Schuck-Zöller (Hrsg.) (2023): Klimawandel in Deutschland, 2. überarb. und erweiterte Auflage, Springer Spektrum, Heidelberg.</em></p> </p><p> Weniger bodennahes Ozon ist möglich <p>Gesundheitliche Belastungen durch höhere Ozonkonzentrationen in Bodennähe sind zu vermeiden. Hierzu ist anzustreben die Zielwerte und langfristigen Ziele für Ozon zum Schutz der menschlichen Gesundheit zu erreichen und auf Dauer einzuhalten. Die Europäische Union (EU) hat im Jahr 2002 in der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1582627655982&uri=CELEX:32002L0003">Richtlinie über den Ozongehalt in der Luft</a> einen Ozonzielwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt. Dieser Wert wurde in der aktuellen <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202402881">Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europe</a> von 2024 bestätigt, jedoch wurde die Anzahl an Überschreitungstagen reduziert: </p> <ul> <li>Ab Januar 2030 darf ein Kubikmeter (m³) Luft im 8-Stunden-Mittel nicht mehr als 120 Mikrogramm (µg) Ozon enthalten. Dieser Wert darf an höchstens 18 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden, gemittelt über drei Jahr.</li> </ul> <p>Um die gesundheitlichen Belastungen durch Ozon zu verringern, müssen die Emissionen jener Schadstoffe sinken, welche als Vorläufersubstanzen die Ozonbildung befördern. Dazu zählen vor allem Stickstoffoxide (NOx) und Kohlenwasserstoffe, insbesondere Methan. Möglichkeiten, die Emissionen dieser Luftschadstoffe zu senken, bestehen bei der Tierhaltung, im Verkehrssektor, in der Industrie, beim Einsatz von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a> zur Energiegewinnung, durch Energieeinsparmaßnahmen sowie bei der Lösemittelverwendung in Industrie, Gewerbe und Haushalten.</p> </p><p> Seien Sie informiert <p>Mit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftqualitaet/app-luftqualitaet">UBA App Luftqualität</a> können Sie sich kostenfrei und bequem auch unterwegs über aktuelle Ozonkonzentration informieren lassen. Zudem werden Prognosen für Ozon bereitgestellt und die Möglichkeit geboten, sich bei hohen Werten warnen zu lassen. Aktuelle Daten zu Ozon und weiteren Luftschadstoffen finden Sie auch im Internet auf der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten">Luftdatenseite</a>.</p> </p><p> Weiterführende Informationen <p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?qid=1582627655982&uri=CELEX:32002L0003">Richtlinie über den Ozongehalt in der Luft</a></p> <p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202402881">Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europe</a></p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe-im-ueberblick/ozon">Luftschadstoffe im Überblick: Ozon</a></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Das Projekt P2 befasst sich mit den prognostizierten landwirtschaftlichen Verlusten basierend auf den aktuellen CO2-Emissionen bis 2050 und deren Folgen für den Ernährungszustand von Kindern unter 5 Jahren, die in zwei ausgewählten Regionen Subsahara-Afrikas leben. P2 ermittelt das Potenzial eines integrierten Landwirtschafts- und Ernährungsprogramms als Anpassungsstrategie zur Verbesserung des Ernährungszustands für klimasensible Nährstoffe im ländlichen Burkina Faso und Kenia, wo der Klimawandel die Landwirtschaft am stärksten beeinträchtigen wird. Die Intervention konzentriert sich auf Biodiversifizierung der Subsistenzlandwirtschaft durch Hausgärten und wird von Ernährungsund Gesundheitsberatung unter Verwendung der 7 Essential Nutrition Action-Botschaften der Weltgesundheitsorganisation begleitet. Für Subsahara-Afrika stellt Biodiversifizierung eine der vielversprechendsten und praktikabelsten Anpassungsstrategien an CO2-bedingte landwirtschaftliche Verluste dar, sowohl für die absoluten Erntemengen als auch für die Pflanzengehalte an Protein, Eisen und Zink. Als Novum identifiziert P2 die kontrovers diskutierten möglichen Auswirkungen eines solchen Landwirtschafts- und Ernährungsprogramms auf das Risiko einer klinischen Malaria bei Kindern unter 5 Jahren. In der ersten Projektphase wurde das Anpassungsprogramm in Zusammenarbeit mit den Ministerien für Gesundheit und Landwirtschaft des Landkreises Siaya und der Nichtregierungsorganisation Centre for African Bio-Entrepreneurship (CABE) auf die Bedürfnisse der Region Kenia zugeschnitten. Wir definierten die anzubauenden Gartenbaukulturen sowie die Praktikabilität und Akzeptanz des Programms. Eine clusterrandomisierte kontrollierte Studie mit 2 x 600 Haushalten wurde durchgeführt. Wir rekrutierten Haushalte mit Kindern im Alter der Beikosteinführung (6-24 Monate) und stellten Nachbeobachtungen für 1 Jahr lang an. In Phase 2 werden wir die Auswirkungen des Interventionsprogramms auf Änderungen der Ernährungsgewohnheiten, den Status klimasensibler Nährstoffe und das Risiko einer klinischen Malaria bei den Kindern nach 2 Jahren ermitteln. Wir werden die notwendigen Investitionen definieren, um solche Interventionsprogramme auf Provinz-, Landes- und nationaler Ebene auszuweiten. Schließlich werden wir Adaptation Response Functions generieren, die die Auswirkungen des landwirtschaftlichen Biodiversifizierungs- und Ernährungsberatungsprogramms unter zukünftigen Klimaszenarien beschreiben.
Der Klimawandel wird den Druck auf die Ernährungssicherheit in Burkina Faso und Kenia erhöhen. Die stärksten negativen Auswirkungen des Klimawandels werden für die Tropen prognostiziert, wo die Landwirt*innen oftmals nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um Anbaumethoden im Falle ungünstiger Wetterbedingungen anzupassen. Gleichzeitig können das Bevölkerungswachstum und die rasche Verstädterung zu einer steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln und einer damit einhergehenden Ausweitung der Anbauflächen führen. Diese Trends können, die Entwicklung von resilienten landwirtschaftlichen Systemen erschweren. Darüber hinaus begünstigen sie Ernährungsunsicherheit und Unter- und Mangelernährung, die eine erhebliche Belastung für die Gesundheit der Menschen darstellen. In Phase I haben wir ein semi-empirisches Erntemodell entwickelt, um klimabedingte Risiken für potenzielle Ernteverluste zu ermitteln. Mithilfe dieses Modells konnten wir die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln in Burkina Faso einen Monat vor der Ernte vorhersagen. Diese Informationen erlauben es, im Falle von drohenden Nahrungsmittelkrisen, vorausschauende Maßnahmen zu ergreifen. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz eines Überschusses an produzierten Kalorien aus Grundnahrungsmitteln auf nationaler Ebene in Burkina Faso, weite Teile der Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Dies deutet darauf hin, dass nicht nur die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, sondern auch die anderen Dimensionen der Ernährungssicherheit - nämlich der Zugang zu Nahrungsmitteln, deren Nutzung und die Stabilität - die Ernährungsunsicherheit in Burkina Faso beeinflussen. Bestehende Literatur hat jedoch einem starken Fokus auf Klimawandeleinflüsse auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und deren Produktion. In Phase II werden wir daher alle Dimensionen der Ernährungssicherheit auf Grundlage von physischen und sozioökonomischen Daten analysieren. Dies wird uns ein umfassendes Verständnis der komplexen Ursachen der Ernährungsunsicherheit und der damit verbundenen gesundheitlichen Auswirkungen ermöglichen. Zusätzlich zu den klimatischen Einflüssen auf die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, werden wir daher Haushaltsdaten integrieren. Mithilfe von Maschinellem Lernen - genauer einem Bayesian Belief Network - werden wir (kausale) Wechselwirkungen zwischen Wetter und sozioökonomischen Faktoren quantifizieren, die zur Nahrungsmittelunsicherheit beitragen. Anhand von Klimaprojektionen werden wir dann untersuchen, wie sich der Klimawandel auf die Ernährungssicherheit in Zukunft auswirken wird. Schließlich werden wir den Einfluss von Anpassungsoptionen an den Klimawandel auf die Ernährungssicherheit bewerten. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Einschätzung der Auswirkungen von optimierten Aussaatterminen liegen. Dies kann die Entwicklung und Priorisierung von Anpassungsoptionen an den Klimawandel unterstützen und potenziell zur Verbesserung der Ernährungssicherheit beitragen.
Diese interdisziplinäre Forschungsgruppe (FOR) adressiert die erstaunlich große Evidenzlücke zu Klimawandel und Gesundheit in Subsahara-Afrika. In der ersten FOR-Phase konzentrierten wir uns auf die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels, die Bewertung potenzieller Anpassungsstrategien zur Beseitigung dieser Auswirkungen und die Zukunftsprojektionen sowohl der gesundheitlichen Auswirkungen als auch der potenziellen gesundheitlichen Vorteile von Anpassungsstrategien. Wir arbeiten in ländlichen Systemen zur demographischen und gesundheitlichen Berichterstattung (HDSS) im Nordwesten von Burkina Faso und im Südwesten Kenias, wo Unterernährung, kardiovaskulärer Hitzestress und Malaria vorherrschende Gesundheitsprobleme sind. An beiden Standorten haben wir das HDSS zu klimabereiten Bevölkerungsobservatorien mit demografischen, Gesundheits-, Klima-, sozioökonomischen, landwirtschaftlichen und Verhaltensdaten ganzer Bevölkerungskohorten weiterentwickelt. Die bestehenden Modelle für Klimaabschätzungen, Klimafolgen und ökonomische Effekte wurden durch Downscaling, Bias-Korrektur und landesweite Wirtschafts- und Gesundheitsdaten auf die Studienorte zugeschnitten. Historische und zukünftige Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den drei Gesundheitsendpunkten wurden hergestellt und werden in der zweiten FOR-Phase vorangetrieben. Wir werden zukünftig mehr Fokus auf Anpassungsstrategien legen, um Best-Practice-Beispiele für die Gestaltung, Umsetzung und Bewertung von Anpassungsstrategien bereitzustellen. Das übergeordnete Ziel der zweiten FOR-Phase ist es, ein vertieftes Verständnis über die Wirksamkeit lokaler Anpassungsstrategien auf die Gesundheit in Subsahara-Afrika zu gewinnen - heute und unter zukünftigen Klimaszenarien. Wir haben vier spezifische Zielstellungen: i) Identifizierung und Quantifizierung potenzieller Auswirkungen des zukünftigen Klimawandels auf Unterernährung, Malaria und Hitzestress; ii) Bestimmung der Wirksamkeit und der potenziellen sozioökonomischen Kosten von spezifischen Anpassungsstrategien für die Klimaauswirkungen auf Unterernährung, Malaria und Hitzestress; iii) Quantifizierung der wirtschaftlichen Auswirkungen klimabedingter Gesundheitsfolgen und Anpassungsstrategien auf nationaler Ebene; und iv) Bestimmung der Bedeutung der menschlichen Mobilität für klimawandelbedingte Gesundheitsauswirkungen und Anpassungsstrategien. Wir werden Bevölkerungsmobilität in die Forschungsagenda integrieren, da sie in Subsahara-Afrika eine wichtige Rolle im Nexus „Klimawandel und Gesundheit“ spielt. Unsere konzertierten Bemühungen aus den Gesundheits-, Natur- und Sozialwissenschaften werden einzigartige Evidenz liefern für die Entscheidungsfindung über politische Maßnahmen und Investitionen, um in Subsahara-Afrika die Folgen des Klimawandels einzudämmen, Anpassung an die bestehenden Auswirkungen zu ermöglichen und die lokalen Gesundheitssysteme zu stärken.
Die Gesundheitsfolgen des Klimawandels sind bisher aufgrund ihrer Komplexität unzureichend erforscht. So beeinflusst der Klimawandel die menschliche Gesundheit auf verschiedenen, oft indirekten Wegen: Typische Wirkungspfade in Sub-Sahara Afrika sind verringerte landwirtschaftliche Erträge mit Auswirkungen auf Ernährung, Hitzestress und hydro-klimatische Extreme und deren Auswirkungen auf die Malariaprävalenz. Es reicht also nicht, nur direkte Klimavariablen als erklärende Größen zu verwenden. Dieses Teilprojekt liefert deshalb neben raum-zeitlich hoch aufgelösten Klimagrößen auch bio-physikalische Klimafolgenindikatoren wie hydro-klimatischer Extreme (Dürren und Hochwasser) und landwirtschaftliche Ertragsdynamiken zur Beschreibung von Gesundheitsfolgen. Die Übersetzung historisch beobachteter Klimadaten und hochaufgelöster Klimaprojektionen in relevante Klimafolgenindikatoren (landwirtschaftliche Erträge, Wasserverfügbarkeit, Überflutungsflächen, etc.) erfolgt über ein regionales Klimafolgenmodell, das hydrologische und Vegetationsprozesse sowie landwirtschaftliches Management und Produktion integriert. Die Daten stehen dann als erklärende Variablen zur Ableitung der Klimawirkungsfunktionen aus Gesundheitsdaten zur Verfügung, wo entsprechende Beobachtungsdaten fehlen. Einmal definiert, werden die Wirkungsfunktionen verbunden mit den Klima- und biophysikalischen Klimafolgensimulationen genutzt, um i) Gesundheitsprojektionen für die Zukunft zu erstellen und dabei nichtlineare Wirkungen des Klimawandels über bio-physikalische Indikatoren zu berücksichtigen, ii) mögliche Anpassungsoptionen zu bewerten und iii) die Gesundheitsfolgen für die Zielländer über räumlich aufgelöste Prädiktoren hochzuskalieren und für die sozio-ökonomische Folgenuntersuchung bereit zu stellen. In den ersten 3 Jahren lag der Schwerpunkt auf technischen Aspekten und methodischen Arbeiten in Bezug auf das Klima-Downscaling und die Modellierung der biophysikalischen Eingangsdaten für die Gesundheitsreaktionsfunktionen. Mit den neuen 1 km-Klimadaten sind wir sogar über das ursprünglich geplante Ziel der räumlichen Detaillierung hinausgegangen, was folglich eine höhere Auflösung der biophysikalischen Wirkungsdaten für die Wirkungsreaktionsfunktionen ermöglichte. Damit ist ein klarer Fahrplan für die in der nächsten Projektphase geplanten Studien vorgegeben, welche zum Ziel haben, den Teilprojekten die von ihnen benötigten Klimafolgendaten zur Verfügung zu stellen und sie bei der mathematischen Modellierung zu unterstützen: i) Zusammenstellung und Prüfung der 1 km-Klimadaten für Burkina Faso und Kenia ii) 1 km kontrafaktische Klimadaten zur Zuordnung von Gesundheitsauswirkungen iii) Simulation und Test von hochauflösenden biophysikalischen Daten für Burkina Faso und Kenia unter Szenariobedingungen iv) Zusammen mit den Projektpartnern Formulierung von Adaptation-Response-Functions v) Bereitstellung von biophysikalischem und gesundheitsbezogenem Input für ökonomische Modellierung
BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) (Hrsg.) 2011: Klimawandel, Extremwetterereignisse und Gesundheit. Konferenzbericht zur Internationalen Fachkonferenz 29. und 30.11.2010 in Bonn, Bonn. Böhme, C., Bunge, C., Bunzel, A., Preuß, T. 2013: Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum – Zwischenergebnisse eines Forschungsvorhabens, Umwelt und Mensch – Informationsdienst (UMID), Vol. 1, 35-41. Internet: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/publikationen/umweltgerechtigkeit_im_staedtischen_raum.pdf (Zugriff 08.01.2016) Breitner, S., Schneider, A., Peters, A. 2013: Thermische Belastung, Feinstaub und Ozon – Gesundheitliche Auswirkungen und mögliche Wechselwirkungen. In: Jahn, H.J., Krämer, A. und Wörmann, T. (Hrsg.), Klimawandel und Gesundheit. Internationale, nationale und regionale Herausforderungen. Berlin, Heidelberg, 39-62. Burkart, K., Canário, P., Scherber, K., Breitner, S., Schneider, A., Alcoforado, M. J., Endlicher, W. 2013: Interactive short-term effects of equivalent temperature and air pollution on human mortality in Berlin and Lisbon, Environmental Pollution, Vol. 183, 54-63. Dugord, P.-A., Lauf, S., Schuster, C., Kleinschmit B. 2014: Land use patterns, temperature distribution, and potential heat stress risk – The case study Berlin, Germany. Computers, Environment and Urban Systems, 48, 86–98. Eis, D., Helm, D., Laußmann, D., Stark, K. 2010: Klimawandel und Gesundheit – Ein Sachstandsbericht, Robert Koch-Institut (Hrsg.), Berlin. Fenner, D., Meier, F., Scherer, D., Polze, A. 2014: Spatial and temporal air temperature variability in Berlin, Germany, during the years 2001-2010. Urban Climate 10 (2), 308–331. Fenner, D., Mücke, H.-G., Scherer, D. 2015: Innerstädtische Lufttemperatur als Indikator gesundheitlicher Belastungen in Großstädten am Beispiel Berlins. Umwelt und Mensch – Informationsdienst (UMID), Vol. 1, 30-38. Internet: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/innerstaedtische_lufttemperatur_30-38.pdf (Zugriff 08.01.2016) Gabriel, K. 2009: Gesundheitsrisiken durch Wärmebelastung in Ballungsräumen. Eine Analyse von Hitzewellen-Ereignissen hinsichtlich der Mortalität im Raum Berlin-Brandenburg, Dissertation, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin. Gabriel, K., Endlicher, W. 2011: Urban and rural mortality rates during heat waves in Berlin and Brandenburg, Germany, Environmental Pollution, Vol. 159, 2044-2055. Jehn, M., Gebhardt, A., Liebers, U., Kiran, B., Scherer, D., Endlicher, W., Witt, C. 2014: Heat Stress is Associated with Reduced Health Status in Pulmonary Arterial Hypertension: A Prospective Study Cohort. Lung, 1-6. Jehn, M., Donaldson, G., Kiran, B., Liebers, U., Mueller, K., Scherer, D., Endlicher, W., Witt, C. 2013: Telemonitoring reduces exacerbation of COPD in the context of climate change—a randomized controlled trial, Environmental Health: A Global Access Science Source, 12(1), 99. Jendritzky G. 2007: Folgen des Klimawandels für die Gesundheit. In: Endlicher W., Gerstengarbe F.-W. (Hrsg.): Der Klimawandel – Einblicke, Rückblicke und Ausblicke. Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V., Potsdam: 108–118. Jendritzky, G., Bröde, P., Fiala, D., Havenith, G., Weihs, P., Batchvarova, E., DeDear, R. 2009: Der Thermische Klimaindex UTCI, Klimastatusbericht Deutscher Wetterdienst, 96-101. Internet: www.dwd.de/DE/leistungen/klimastatusbericht/publikationen/ksb2009_pdf/artikel11.pdf?__blob=publicationFile&v=1 (Zugriff 08.01.2016) Kim, K. R., Yi, C., Lee, J.-S., Meier, F., Jänicke, B., Fehrenbach, U., Scherer, D. 2014: BioCAS: Biometeorological Climate impact Assessment System for building-scale impact assessment of heat-stress related mortality. Die Erde, 145(1), 62–79. Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/article/view/118/78 (Zugriff 08.01.2016) Koppe, C. 2005: Gesundheitsrelevante Bewertung von thermischer Belastung unter Berücksichtigung der kurzfristigen Anpassung der Bevölkerung an die lokalen Witterungsverhältnisse, Dissertation, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Brsg.. Internet: www.freidok.uni-freiburg.de/data/1802 (Zugriff 08.01.2016) Koppe, C., Kovats, S., Jendritzky, G., Menne, B. 2004: Heat-waves: risks and responses, WHO Europe (Hrsg.), Copenhagen. Kuttler, W. 1998: Stadtklima. In: Sukopp, H., Wittig, R. (Hrsg.), Stadtökologie. Ein Fachbuch für Studium und Praxis. Stuttgart, Jena, Lübeck, Ulm, 125-167. Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) (Hrsg.) 2014: Verzeichnis der Krankenhäuser und Privatentbindungsanstalten, Stand 06/2014, Berlin. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) 2013: Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS), Potsdam. Internet: geobasis-bb.de/lgb/de/geodaten/liegenschaftskataster/alkis/ (Zugriff 28.07.2020) Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) 2013a: Digitales Geländemodell (DGM), Potsdam. Internet: geobasis-bb.de/lgb/de/geodaten/3d-produkte/gelaendemodell/ (Zugriff 28.07.2020) Laschewski, G. 2008: Das Humanbioklima: Wirkungen und Wandel. In: Lozán, J.L., Graßl, H., Jendritzky, G., Karbe, L., Reise, K. und Maier, W.A. (Hrsg.), Warnsignal Klima: Gesundheitsrisiken. Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen. Hamburg, 35-43. Michelozzi, P., Accetta, G., De Sario, M., D’Ippoliti, D., Marino, C., Baccini, M., Biggeri, A., Anderson, H. R., Katsouyanni, K., Ballester, F., Bisanti, L., Cadum, E., Forsberg, B., Forastiere, F., Goodman, P. G., Hojs, A., Kirchmayer, U., Medina, S., Paldy, A., Schindler, C., Sunyer, J., Perucci, C. A., PHEWE Collaborative Grp 2009: High Temperature and Hospitalizations for Cardiovascular and Respiratory Causes in 12 European Cities, American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, Vol. 179, 5, 383-389. Mücke, H.-G., Straff, W., Faber, M., Haftenberger, M., Laußmann, D., Scheidt-Nave, C., Stark, K. 2013: Klimawandel und Gesundheit. Allgemeiner Rahmen zu Handlungsempfehlungen für Behörden und weitere Akteure in Deutschland. Robert-Koch-Institut, Umweltbundesamt (Hrsg.), Berlin. Internet: www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/UmweltKommission/Stellungnahmen_Berichte/Downloads/klimawandel_gesundheit_handlungsempfehlungen_2013.pdf?__blob=publicationFile (Zugriff 19.02.2018) MUNLV (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) (Hrsg.) 2010: Handbuch Stadtklima. Maßnahmen und Handlungskonzepte für Städte und Ballungsräume zur Anpassung an den Klimawandel. MVI (Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg) (Hrsg.) 2012: Städtebauliche Klimafibel. Hinweise für die Bauleitplanung. Scherber, K. 2014: Auswirkungen von Wärme- und Luftschadstoffbelastungen auf vollstationäre Patientenaufnahmen und Sterbefälle im Krankenhaus während Sommermonaten in Berlin und Brandenburg. Dissertation, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin. Internet: edoc.hu-berlin.de/dissertationen/scherber-katharina-2014-06-13/PDF/scherber.pdf (Zugriff 08.01.2016) Scherber, K., Langner, M., Endlicher, W. 2014: Spatial analysis of hospital admissions for respiratory diseases during summer months in Berlin taking bioclimatic and socio-economic aspects into account, Die Erde, 144 (3), 217-237. Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/article/view/63/pdf_2 (Zugriff 08.01.2016) Scherber, K. 2016: Stadtklima und Gesundheit, Beitrag zum Begleittext zur Umweltatlaskarte 04.11 (Ausgabe 2016), im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin. Internet: /umweltatlas/klima/klimabewertung/2015/exkurs/index.php (Zugriff 25.01.2016) Scherer, D. 2007: Viele kleine Parks verbessern Stadtklima. Mit Stadtplanung Klima optimieren. TASPO Report Die grüne Stadt, 15. Scherer, D., Fehrenbach, U., Lakes, T., Lauf, S., Meier, F., Schuster, C. 2013: Quantification of heat-stress related mortality hazard, vulnerability and risk in Berlin, Germany. Die Erde, 144 (3-4), 238-259. Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/article/view/49/pdf_3 (Zugriff 08.01.2016) Scherer, D., Fehrenbach, U., Fenner, D., Jänicke, B., Holtmann, A., Meier, F., 2015: © Fachgebiet Klimatologie, Institut für Ökologie, Technische Universität Berlin, Rothenburgstr. 12, 12165 Berlin. Schneider, A., Breitner, S., Brüske, I., Wolf, K., Rückerl, R., Peters, A. 2011: Health Effects of Air Pollution and Air Temperature. In: Krämer, A., Khan, M.H. und Kraas, F. (Hrsg.), Health in Megacities and Urban Areas, Heidelberg, 119-134. Schneider, A., Breitner, S., Wolf, K., Hampel, R., Peters, A., Wichmann, H.-E. 2009: Ursachenspezifische Mortalität, Herzinfarkt und das Auftreten von Beschwerden bei Herzinfarktüberlebenden in Abhängigkeit von der Lufttemperatur in Bayern (MOHIT), Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Institut für Epidemiologie (Hrsg.), München. Schuster, C., Burkart, K., Lakes T. 2014: Heat mortality in Berlin – Spatial variability at the neighborhood scale. Urban Climate, 10 (1), 134-147. Internet: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2212095514000807 (Zugriff 19.02.2018) SenGUV (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz) (Hrsg.) 2011: Basisbericht 2010/2011. Gesundheitsberichterstattung Berlin, Daten des Gesundheits- und Sozialwesens, Berlin. SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) 2009: Lebensweltlich orientierte Räume (LOR) in Berlin Internet: www.berlin.de/sen/sbw/stadtdaten/stadtwissen/sozialraumorientierte-planungsgrundlagen/lebensweltlich-orientierte-raeume/ (Zugriff 22.03.2023) SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) (Hrsg.) 2010: Flächennutzung und Stadtstruktur – Dokumentation der Kartiereinheiten und Aktualisierung des Datenbestandes, Berlin. Internet: /umweltatlas/_assets/literatur/nutzungen_stadtstruktur_2010.pdf (Zugriff 26.11.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2011: Stadtentwicklungsplan Klima. Internet: www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtentwicklungsplanung/de/klima/ (Zugriff 26.10.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2013: Weniger Schadstoffe. Mehr Lebensqualität. Der Luftreinhalteplan 2011-2017 des Landes Berlin. Internet: www.berlin.de/sen/uvk/umwelt/luft/luftreinhaltung/ (Zugriff 15.04.2026) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015: Planungshinweiskarte Stadtklima 2015 -Begleitdokument zur Online-Version, Berlin. Internet: /umweltatlas/_assets/literatur/planungshinweise_stadtklimaberlin_2015.pdf (Zugriff 25.11.2025) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015b: GEO-NET Umweltconsulting GmbH, Hannover: GIS-gestützte Modellierung von stadtklimatisch relevanten Kenngrößen auf der Basis hochaufgelöster Gebäude- und Vegetationsdaten; EFRE Projekt 027 Stadtklima Berlin, Abschlussbericht. Internet: gdi.berlin.de/data/ua_klimabewertung_2015/docs/Projektbericht_StadtklimaBerlin_SenStadtUm_IIID_2015.pdf (Zugriff 25.11.2025) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015e: PRISMA – Planungsraumbezogenes Informationssystem für Monitoring und Analyse, Berlin. Internet: www.berlin.de/sen/sbw/stadtdaten/stadtwissen/sozialraumorientierte-planungsgrundlagen/prisma/ (Zugriff 22.03.2023) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2016: Anpassungskonzept an die Folgen des Klimawandels (AFOK), Berlin. Internet: www.berlin.de/sen/uvk/_assets/klimaschutz/anpassung-an-den-klimawandel/programm-zur-anpassung-an-die-folgen-des-klimawandels/afok_zusammenfassung.pdf (Zugriff 24.09.2020) SenStadtUm/AfS (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) (Hrsg.) 2012: Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2011-2030, Kurzfassung, Berlin. Internet: www.berlin.de/sen/sbw/stadtdaten/stadtwissen/bevoelkerungsprognose-2021-2040/ (Zugriff 22.03.2023) Statistik BBB 2014: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: ‘Melderechtlich registrierte Einwohnerinnen und Einwohner am Ort der Hauptwohnung am 30.06.2014’. Turowski, E., Haase, C. 1987: Meteoropathologische Untersuchung über die Klima- und Wetterabhängigkeit der Sterblichkeit, Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin. Turowski, E. 1998: Klima- und Wettereinfluss. In: Moriske, H.-J. und Turowski, E. (Hrsg.), Handbuch für Bioklima und Lufthygiene. Mensch, Wetter, Klima, Innenraum- und Außenlufthygiene, Grundlagen, Forschungsergebnisse, Trends, II-4, Landsberg am Lech, 1-44. VDI (Verband Deutscher Ingenieure) 2015: Richtlinie 3787, Blatt 1 Umweltmeteorologie – Klima- und Lufthygienekarten für Städte und Regionen. Internet: www.vdi.de/richtlinie/vdi_3787_blatt_1-umweltmeteorologie_klima_und_lufthygienekarten_fuer_staedte_und_regionen/ (Zugriff 26.11.2015) Wichert von, P. 2004: Hitzefolgekrankheiten: Bericht zu einer Stellungnahme der Kommission „Hitzetote“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Epidemiologisches Bulletin, Vol. 24, 189-191. Karten: SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) (Hrsg.) 2010a: Digitaler Umweltatlas Berlin, Ausgabe 2010, Karte 01.08 Geländehöhen, Berlin. SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) (Hrsg.) 2010b: Digitaler Umweltatlas Berlin, Ausgabe 2010, Karte 04.12 Klimawandel und Wärmebelastung der Zukunft, Berlin. Internet: /umweltatlas/klima/klimawandel/2008/karten/index.php (Zugriff 08.01.2016) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2011a: Digitaler Umweltatlas Berlin, aktualisierte und erweiterte Ausgabe 2011, Karte 06.07 Stadtstruktur, Berlin. Internet: /umweltatlas/nutzung/flaechennutzung/2010/karten/artikel.950242.php (Zugriff 26.11.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2012: Digitaler Umweltatlas Berlin, aktualisierte und erweiterte Ausgabe 2012, Karte 01.02 Versiegelung, Berlin. Internet: /umweltatlas/boden/versiegelung/2011/karten/index.php (Zugriff 26.11.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2013a: Digitaler Umweltatlas Berlin, aktualisierte und erweiterte Ausgabe 2013, Karte 01.11.3 Naturnähe, Berlin. Internet: /umweltatlas/boden/bodenfunktionskriterien/2010/karten/artikel.951908.php (Zugriff 26.11.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2014: Digitaler Umweltatlas Berlin, Ausgabe 2014, Karte 06.10 Gebäude- und Vegetationshöhen, Berlin. Internet: /umweltatlas/nutzung/gebaeude-und-vegetationshoehen/2012/karten/index.php (Zugriff 26.11.2015) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2014a: Detailnetz Berlin, Stand 11.2014, aktueller Stand verfügbar über Geoportal Berlin, Berlin. SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015a: Digitaler Umweltatlas Berlin, Ausgabe 2015, Karte 04.13 Langjährige Entwicklung ausgewählter Klimaparameter, Berlin. Internet: /umweltatlas/klima/entwicklung-von-klimaparametern/2013/zusammenfassung/ (Zugriff 13.04.2023) SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015c: Automatisierte Liegenschaftskarte Berlin (ALK), Stand 01.06.2014, aktuelle Version verfügbar im neuen Standard ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) über Geoportal Berlin, Berlin. SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin) (Hrsg.) 2015d: Digitaler Umweltatlas Berlin, Ausgabe 2015, Karte 09.01 Umweltgerechtigkeit, Berlin. Internet: /umweltatlas/mensch/umweltgerechtigkeit/2013/karten/index.php (Zugriff 26.11.2015) Weiterführende Quellen zum Exkurs „Gesundheit und Stadtklima“ Berlin: Buchin, O., Hoelscher, M.-T., Meier, F., Nehls, T., Ziegler F. 2015: Evaluation of the health-risk reduction potential of countermeasures to urban heat islands. Energy and Buildings, im Druck. Endlicher, W., Jendritzky, G., Fischer, J., Redlich, J.-P. 2008: Heat Waves, Urban Climate and Human Health. In: Marzluff, J.M., Shulenberger, E., Endlicher, W., Alberti, M. und Bradley, G. (Hrsg.), Urban Ecology. New York, 269-278. Endlicher, W., Lanfer, N. 2003: Meso- and microclimatic aspects of Berlin’s urban climate, Die Erde, Vol. 134, 147-168. Freie Universität Berlin – AG Stadtklima und Gesundheit 2016: Internet: www.geo.fu-berlin.de/met/ag/Stadtklima/index.html (Zugriff 08.01.2016) Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin (INKA BB) 2016 Jänicke, B. 2015: Stadtklima und Hitzestress. Anpassungsmaßnahmen müssen die Komplexität von Städten berücksichtigen. Umwelt Aktuell, Vol. 10, 2-3. Jänicke, B., Meier, F., Hoelscher, M., Scherer, D. 2015: Evaluating the Effects of Façade Greening on Human Bioclimate in a Complex Urban Environment. Advances in Meteorology, Vol. 2015, Article ID 747259. KiezKlima – Gemeinsam für ein besseres Klima im Brunnenviertel 2016: Internet: e-p-c.de/kiezklima/2015/ (Zugriff 08.01.2016) Scherer, D., Endlicher W. 2014: Special Issue: Urban climate and heat-stress. Part 2. Die Erde, Vol. 145, No 1-2. Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/issue/view/13 (Zugriff 08.01.2016) Scherer, D., Endlicher W. 2013: Special Issue: Urban climate and heat-stress. Part 1. Die Erde, Vol. 144, No 3-4. Internet: www.die-erde.org/index.php/die-erde/issue/view/12 (Zugriff 08.01.2016) Schubert, S., Grossman-Clarke S. 2013: The Influence of Green Areas and Roof Albedos on Air Temperatures during Extreme Heat Events in Berlin, Germany. Meteorologische Zeitschrift, 22 (2), 131-143. Internet: pubman.mpdl.mpg.de/pubman/item/escidoc:2043067:2/component/escidoc:2043071/Met-Z-80283.pdf (Zugriff 08.01.2016) UCaHS (Urban Climate and Heat Stress) – Stadtklima und Hitzestress in Städten der Mittelbreiten in Anbetracht des Klimawandels 2016: Internet: www.ucahs.org/?lan=de (Zugriff 08.01.2016) Walikewitz, N., Jänicke, B., Langner, M., Endlicher, W. 2015: Assessment of indoor heat stress variability in summer and during heat warnings: A case study using the UTCI in Berlin, Germany. International Journal of Biometeorology, 1-14. Walikewitz, N., Jänicke, B., Langner, M., Meier, F., Endlicher, W. 2015: The difference between the mean radiant temperature and the air temperature within indoor environments: A case study during summer conditions. Building and Environment, 84, 151-161. Deutschland: Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) 2016: Internet: www.apug.de/ (Zugriff 08.01.2016) Amt für Umweltschutz Stuttgart – Abteilung Stadtklimatologie 2016: Internet: www.stadtklima-stuttgart.de (Zugriff 08.01.2016) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hrsg.) 2008: Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). DWD (Deutscher Wetterdienst) 2016: Klima und Umweltberatung – Gesundheit. Internet: www.dwd.de/DE/klimaumwelt/ku_beratung/gesundheit/gesundheit_node.html (Zugriff 08.01.2016) DWD (Deutscher Wetterdienst) 2016: Fachnutzer – Gesundheit. Internet: www.dwd.de/DE/fachnutzer/gesundheit/gesundheit_node.html (Zugriff 08.01.2016) GERICS (Climate Service Center Germany) (Hrsg.) 2014: Gesundheit und Klimawandel. Handeln, um Risiken zu minimieren. GERICS (Climate Service Center Germany) 2016: Stadtbaukasten, Herausforderungen erkennen, rechtzeitig handeln – Module für eine nachhaltige, klimaangepasste Stadtplanung. GERICS (Climate Service Center Germany) 2016a: Climate-Focus-Paper “Cities and Climate Change”. Klimaanpassungsschule der Charité – Universitätsmedizin Berlin 2016: Internet: www.klimawandelundgesundheit.de NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 2010: StadtKlimaWandel. Rezepte für mehr Lebensqualität und ein besseres Klima in der Stadt. Internet: www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/Stadtklimawandel/nabu_broschuere_stadtklimawandel_finalweb.pdf (Zugriff 08.01.2016) Stadtklimalotse 2016: Internet: www.stadtklimalotse.net/ (Zugriff 19.02.2018) UBA (Umweltbundesamt) 2016: KlimaExWoSt – Urbane Strategien zum Klimawandel. Internet: www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/projektkatalog/klimaexwost-urbane-strategien-klimawandel (Zugriff 08.01.2016) Europa: European Commission, Public health responses to heat waves 2016. WHO (World Health Organization Europe) (Hrsg.) 2008: Heat-health action plans, Guidance, Copenhagen. WHO (World Health Organization Europe) (Hrsg.) 2009: Improving public health responses to extreme weather/heat-waves – EuroHEAT. Technical summary, Copenhagen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 98 |
| Land | 16 |
| Weitere | 11 |
| Wissenschaft | 24 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 47 |
| Text | 56 |
| unbekannt | 19 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 73 |
| Offen | 49 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 122 |
| Englisch | 24 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 18 |
| Dokument | 27 |
| Keine | 47 |
| Webseite | 66 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 89 |
| Lebewesen und Lebensräume | 117 |
| Luft | 114 |
| Mensch und Umwelt | 122 |
| Wasser | 88 |
| Weitere | 115 |