In den zumeist kontinentalen Ablagerungen des europäischen Spätpaläozoikum (Rotliegend i.w.S.) gehört die Knochenfischfamilie der Aeduellidae, zusammen mit den nahe verwandten Paramblypteridae, zu den häufigsten Fossilgruppen. Die Aeduelliden dominierten im westeuropäischen Raum, wanderten aber zu bestimmten Zeiten auch in den mitteleuropäischen Raum ein, wo sie in Konkurrenz zu den Paramblypteriden traten. Zusammen mit letzteren sind sie für ökostratigraphische Korrelationen zwischen den diversen mitteleuropäischen und westeuropäischen Becken von entscheidender Bedeutung. Dazu müssen noch ihre mitteleuropäischen Arten detailliert anatomisch bearbeitet und rekonstruiert sowie die westeuropäischen Arten entsprechend nachbearbeitet werden. Darauf bauen dann funktionsmorphologische, paläoökologische, phylogenetische und paläobiogeographische Auswertungen auf.
Stickstoff- und Kohlenstoff-Isotopenanalysen bieten ein nützliches Werkzeug, um die ökologische Segregation innerhalb und zwischen Arten in marinen Ökosystemen zu untersuchen und liefern Informationen zu trophischen Ebenen und räumlicher Verteilung. Jedoch ist die Anwendung oft durch einen Mangel an Isotopen-Basiswertenwerte behindert. Zum Beispiel können wir inzwischen die ganzjährige Verbreitung auch kleinerer Seevögel feststellen und wenn diese in fernen Gewässern mausern, werden Informationen über ihre Nahrung in ihren Federn konserviert. Allerdings sind oft keine Nahrungsproben aus jenen fernen Gebieten verfügbar, die einen Isotopen-Basiswert bieten würden. Jedoch wurden zwei erweiterte Isotopentechniken vorgeschlagen, um diese Limitationen zu überwinden: Komponenten-spezifische Analysen der Aminosäuren (CSIA, McClelland & Montoya 2002) und die Analyse von Wasserstoffisotopen (HSIA, Ostrom et al. 2014). CSIA basiert darauf, dass Tiere einige essentielle Aminosäuren (z.B. Phenylalanin) unverändert übernehmen, während andere zwischen der Nahrung und dem Konsument verändert werden (z.B. Glutaminsäure). Somit können trophische Ebenen aus der Differenz der Stickstoff-Isotopenwerte in Glutaminsäure und Phenylalanin berechnet werden. HSIA wurde als ein Werkzeug beschrieben, um bei Seevögeln zwischen Nahrung zu unterscheiden, die aus isosmotischen Tintenfischen und Crustaceen oder aus hyposmotischen Knochenfischen besteht. Da sich die Salzbelastung zwischen isosmotischer und hyposmotischer Nahrung unterscheidet, findet beim Verzehr von isosmotischen Diäten während der Salzausscheidung ein stärkerer Wasserverlust statt. Dieser ist mit Isotopendiskriminierung assoziiert und kann zu Deuterium-angereichertem Gewebe führen. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, unser Verständnis der ökologischen Segregation in Seevogel-Gemeinschaften mit diesen erweiterten Stabilisotopenanalysen zu verbessern. In einer vergleichenden Studie werden wir die trophische Struktur von vier Seevogel-Gemeinschaften aus der Antarktis und Subantarktis analysieren, mit Schwerpunkt auf kleine Röhrennasen (Sturmschwalben, Walvögel, Sturmvögel). Mit dem vorgeschlagenen Studiendesign können wir Hypothesen über die Verteilung der trophischen Ebenen in den Gemeinschaften überprüfen, welche sich in der Artenzahl und in ihrer Verbreitung unterscheiden. Darüber hinaus werden wir Jahresunterschiede und historische Veränderungen in der Nahrungsökologie der pelagischen Sturmvögel in polaren Gewässern analysieren: Es werden Federn über Jahre mit unterschiedlicher Nahrungsverfügbarkeit und historischen Zeiträumen (ca. 60-160 Jahre alte Federn aus einer bereits bestehenden Sammlung) auf Veränderungen in trophischen Ebenen untersucht.
Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Äsche (Thymallus thymallus) zum Fisch des Jahres 2011 gewählt. Mit der Wahl soll auf die Gefährdung der Bestände in heimischen Gewässern hingewiesen werden.
Ziel des vorliegenden Projektes ist die Untersuchung der Funktion von T-Lymphozyten in der Immunantwort bei phylogenetisch alten Vertebraten am Modell der Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss). Im Projekt sollen insbesondere die Funktion des TCR/CD3-Komplexes bei der Antigenerkennung durch T-Lymphozyten, die Funktion des CD8-Moleküls bei der Interaktion mit MHC I, sowie die Funktion des CD4-Moleküls bei der Interaktion mit MHC II untersucht werden. Die Existenz dieser Moleküle wurde bereits auf mRNA-Ebene nachgewiesen, deren Transkription sowie die Expression auf der Zellmembran und die funktionelle Interaktion dieser Moleküle (CD8 - MHCI; CD4 - MHC II) ist aber bislang nicht charakterisiert worden.Im Rahmen des Projektes sollen monoklonale Antikörper gegen die o.g. Moleküle hergestellt und damit die Expression dieser Moleküle auf T-Zellen, ontogenetisch und funktionsabhängig, charakterisiert werden. Die Funktion von CD8+ bzw. CD4+ T-Lymphozyten soll nach deren Anreicherung in Funktionsassays in vitro untersucht werden. Außerdem soll die Funktion dieser Zellen nach adoptivem Transfer von stimulierten Forellen (Immunisierung mit Modellantigenen, allogene Stimulation, Virusinfektion) auf naive Rezipienten in vivo charakterisiert werden.
Rote Listen Sachsen-Anhalt Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt 39 (2004) Rote Liste der Kiemenfüßer (Anostraca) und ausgewählter Gruppen der Blattfüßer (Phyllopoda) (Klasse: Crustacea) des Landes Sachsen-Anhalt Bearbeitet von Volker NEUMANN und Bernd HEINZE (2. Fassung, Stand: Februar 2004) Einführung Die Kiemenfüßer und die Blattfüßer bilden nach HANNEMANN et al. (1992) Unterklassen der Krebse (Crustacea). Zu den Phyllopoda gehören die Ord- nungen der Rückenschaler (Notostraca) und Zwei- schaler (Diplostraca). Die Diplostraca werden in die Unterordnungen der Muschelschaler (Con- chostraca) und Wasserflöhe (Cladocera) unterteilt. In dieser Roten Liste wird auf die Cladocera nicht näher eingegangen. Eine etwas andere systema- tische Einteilung als die von den erwähnten Auto- ren geben VOLLMER (1952) und FLÖSSNER (1972). In der Bezeichnung der Arten wurde im Wesentli- chen nach FLÖSSNER (1972) vorgegangen. Gefährdungskategorien schwierig. So fand z.B. der seltene Kiemenfuß Triops cancriformis in den Ländern Brandenburg und Sachsen in periodisch abgelassenen und bespannten Fischteichen mit Fischbrut zusagende Lebensbedingungen. Es kam zeitweilig zu einem Massenauftreten und Schäden in der Fischbrutaufzucht. Bei dieser Sommerform benötigen die Eier zur Entwicklung nicht unbedingt eine Austrocknungsphase. Von den zwölf Arten Deutschlands (SIMON 1998) wurden in Sachsen-Anhalt bisher sieben nachge- wiesen. Die Arten kommen sporadisch an Stellen mit meist periodischer Wasserführung vor. Die Gewässer sind oft nur wenige Quadratmeter groß. Eine extreme Anpassung an diese außergewöhn- lichen Bedingungen sichert das Überleben. Die Zeit zwischen den Überschwemmungen überste- hen die Tiere als Dauereier. Solche Trockenperi- oden können wahrscheinlich Jahrzehnte ertragen werden. Erst Bedingungen wie Trockenheit, Frost, Tierfraß usw. ermöglichen bei einigen Arten ei- nen Schlupf der Larven aus den Eiern nach ei- nem erneuten Kontakt mit Wasser. Vögel, die sol- che Krebse als Nahrung aufnehmen, sorgen ne- ben Windverdriftung und Hochwasser für eine Ausbreitung. Die Eier der gefressenen Krebse werden nach Darmpassage unbeschadet mit dem Kot ausgeschieden und können unter entspre- chenden Bedingungen wieder zur Ausbildung von Populationen führen.Datengrundlagen Im Land Sachsen-Anhalt sind alle bisher bekann- ten vorkommenden Arten trotz vermehrter Mel- dungen im letzten Jahrzehnt in ihrer Existenz ge- fährdet. Ausgestorben oder verschollen sind Streptocephalus torvicornis und Lynceus brachy- urus. OSTERWALD & SCHWAN (1919), zwei ehemali- ge Mitarbeiter des Zoologischen Institutes der Universität Halle-Wittenberg, berichteten über ein Vorkommen von S. torvicornis in der Nähe von Halle (Saale), wo sie am 28.6.1914 Tiere entdeck- ten. Die Art bewohnt Tümpel im offenen Gelände und kleine Dorfteiche mit stark schwankender Wasserführung. FLÖSSNER (1972) nennt als einzi- gen sicheren deutschen Fundort den sogenann- ten Ruchtendorfer Tümpel in Zörbig/Lkr. Bitterfeld, wo die Exemplare 1914 vereinzelt von Ende Juni bis zum Austrocknen des Tümpels Mitte Juli an- getroffen wurden. Wir konnten in Zörbig keinen Tümpel dieses Namens finden. Ruchtendorf ist eine Wüstung des 30 jährigen Krieges, die in der Nähe von Spören (bei der Landstraße Zörbig-Bit- terfeld) liegt. Dort befinden sich auch Tümpel, die inzwischen völlig von Kraut, Buschwerk und Bäu- men bewachsen und von freier Ackerfläche um- geben sind. Das Vorkommen scheint erloschen. In der Sammlung des Zoologischen Institutes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind keine Belege vorhanden. Lynceus brachyurus lebt von April bis Oktober in periodischen Gewässern mit Lehm- oder Sanduntergrund auf Wiesen, Fel- dern und an Waldrändern (FLÖSSNER 1972). Die- ser Autor nennt Halle a.d. Saale als Fundort ohne nähere Angaben. TASCHENBERG (1909) erwähnt diese Spezies für Halle und Umgebung nicht, auch sind in der Sammlung des Zoologischen Institu- tes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg keine Belege vorhanden. Die Lebensweise der Urkrebse, ihre relative Sel- tenheit und eine immer noch lückenhafte faunisti- sche Erfassung gestalten eine Zuordnung in dieIn Sachsen-Anhalt wird seit Jahren regelmäßig wieder der Salinenkrebs Artemia spec. nachge- wiesen. Arten dieser Gattung kommen in stark Bei den Anostraca und Phyllopoda handelt es sich um ursprünglich organisierte Krebse. Sie besie- deln seit rund 500 Millionen Jahren die Erde. Die älteste Gruppe unter ihnen bildet die Conchostra- ca. Im Devon eroberten die Knochenfische die Meere und Süßwasserflächen. Die ursprünglichen Krebse waren willkommene Nahrungstiere. Öko- logische Nischen sicherten ein Überleben der Tie- re in nahezu unveränderter Form bis zur heuti- gen Zeit. Es handelt sich um lebende Fossilien (HEIDECKE & NEUMANN 1987, NEUMANN & HEIDECKE 1989, EDER & HÖDER 1995). $# Artenzahl (absolut) Anteil an der Gesamtartenzahl (%) 0 2 33,3 Gefährdungskategorie R 1 2 - 1 1 - 16,7 16,7 3 2Rote Liste 6 33,3100 salzhaltigen, stehenden oder langsam fließenden Binnengewässern und Küstenlagunen vor. So berichtete bereits FÖCKLER (1937) über Artemia salina (LINNAEUS, 1758)-Nachweise vom Septem- ber 1935 bis zum Februar 1936 für zwei salzhalti- ge Teiche bei Leopoldshall (jetzt Ortsteil von Staß- furt). Auch HERBST (1962) berichtet über deutsche Fundorte (u.a. bei Magdeburg). Bei den jetzigen Nachweisen aus der Umgebung von Teutschen- thal dürfte es sich um eine Population handeln, die sich durch das Aussetzen von Artemia-Eiern durch Aquarianer bildete. Die aus den Eiern schlüpfenden Nauplius-Larven werden von Aqua- rianern zur Aufzucht von Fischen genutzt. Nach GRABOW (1998) dürfte es sich bei den aus Kalifor- nien importierten Eiern um Artemia franciscana KELLOW, 1906 handeln. Eier einer anderen Arte- mia-Art wurden vom Großen Salzsee (Utah, USA) importiert. Der Artstatus der Tiere von Lachen der Salzhalde bei Teutschenthal ist noch nicht abge- klärt. Der Name Artemia salina für Salzkrebschen allgemein war wissenschaftlich nicht mehr gültig (DOST 2003), wird jetzt aber wieder anerkannt, wobei für die Charakterisierung einer Salzkrebs- chen-Art multidisziplinäre Untersuchungen sowie die Durchführung von Kreuzungsversuchen not- wendig sind (DOST 2004). Alle Arten der Kiemen- und Blattfüßer bedürfen einer Gefährdungskategorie. Seit etwa 1990 wuchs national und international das Interesse an den beschriebenen Gruppen dieser Krebse. Es half national Verbreitungslücken der Arten in den Bundesländern zu schließen, brachte Veränderun- gen in der Artenzahl und ein Wiederauffinden ver- schollener Spezies. So entdeckte z.B. STEPHAN (2002) in der Elbtalaue um Rühstädt des benach- barten Bundeslandes Brandenburg den Eichener KiemenfußkrebsTanymastix stagnalis (LINNAEUS, 1758). Ein Auffinden dieser Art für das Elbegebiet Sachsen-Anhalts erscheint somit auch möglich. Neuere Angaben (ab 1990) und Mitteilungen zur Verbreitung von Branchipus schaefferi, Eubran- chipus (Siphonophanes) grubei, Lepidurus apus und Triops cancriformis in Sachsen-Anhalt geben u.a. M.J. (1992), ZUPPKE & HENNIG (1993), NICOLAI $$ Gesamt 6 Tab. 1: Übersicht zum Gefähr- dungsgrad der Kiemen- und Blattfüßer Sachsen-Anhalts. (1994), JACOBS (1996), HAHN et al. (1997), NEU- MANN (1996, 1999), HEINZE (2003). Diese Litera- turangaben sowie Mitteilungen von D. SPITZENBERG (1994), W. WOBORZIL (1997), A. BERBIG (1999), T. FRIEDRICHS (1999), R. HENNIG (1999), W. TRAPP (1999) und J. PETERSON (2000), dazu die Selten- heit und der weltweite Rückgang der Arten ver- anlasste die Bearbeiter zur Einstufung in die an- gegebenen Gefährdungskategorien. Gefährdungsursachen und erforderliche Schutzmaßnahmen Bauliche, landschaftsverändernde und landwirt- schaftliche Maßnahmen gefährden zur Zeit im besonderen Maße die Existenz dieser urtümlichen Krebse. Bedeutsam könnten geplante und disku- tierte wasserbauliche Maßnahmen, wie Staustu- fenbau in Saale und Elbe, die die auentypischen Wasserstandsschwankungen beeinträchtigen, werden. Sie würden Hauptvorkommen der Arten vernichten. Beständige Vorkommen von Lepidu- rus apus könnten durch eine Trassenführung des ICE durch die Saale-Elster Aue bei Halle vernich- tet werden. Es reichen Bodenveränderungen von wenigen Metern (z.B. Auffüllungen usw.), um Vor- kommen zum Erlöschen zu bringen. Im konkre- ten Falle sollten bei Arten, wie Branchipus scha- efferi, ein Artenschutzprogramm erarbeitet wer- den (BRAASCH 1993). EDER & HÖDL (1995) schreiben: Urzeitkrebse ste- hen stellvertretend für eine intakte, seit Millionen von Jahren unberührte Natur. Wenn - entwick- lungsgeschichtlich betrachtet - selbst die Dinosau- rier für sie nur kleine Fische waren, sollte sich heute der Mensch nicht anmaßen, ihren Lebens- raum zu zerstören. Danksagung Wir danken herzlich allen bereits namentlich ge- nannten Kollegen für Informationen und Überlas- sung von Funddaten sowie den Herren Dr. P.H. SCHNITTER und Dr. M. TROST vom Landesamt für Umweltschutz für die Unterstützung bei der Er- stellung des Manuskriptes. Art (wiss.)Art (deutsch)Kat.Bem. Anostraca, Branchpodidae Branchipus schaefferi FISCHER, 1834 Eubranchipus (Siphonophanes) grubei (DYBOWSKI, 1860)Sommer-Feenkrebs Handköpfchen1 3§ BA, S F 0S 3 2F S 0§ BA Anostraca, Streptocephalidae Streptocephalus torvicornis (WAGA, 1842) Notostraca, Triopsidae Lepidurus apus (LINNAEUS, 1758) Triops cancriformis (BOSC, 1801) Conchostraca, Lynceidae Lynceus brachyurus O.F. MÜLLER , 1776 Kleiner Rückenschaler Kiefenfuß Nomenklatur nach FLÖSSNER (1972). Abkürzungen und Erläuterungen, letzter Nachweis/ Quelle (Spalte Bem.)Art: EG-VO Anhang A und B, FFH Anhang IV, Europä- ische Vogelarten (VR) und BA Anlage 1; § - (fett) streng geschützte Art: EG-VO Anhang A, FFH Anhang IV und BA Anlage 1, Kreuz in Spalte 3 BA - Bundesartenschutzverordnung F- Frühjahrsform S- Sommerform LiteraturNEUMANN, V. (1995): Rote Liste der Kiemenfüßer und ausge- wählter Gruppen der Blattfüßer des Landes Sachsen-An- halt.- Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sach- sen-Anhalt, 18: 45-47. NEUMANN, V. (1996): Das Biosphärenreservat Mittlere Elbe, ein Schwerpunktgebiet für den Artenschutz - Anmerkun- gen zu den Roten Listen und zur Gefährdungssituation ausgewählter Gruppen der Kiemen- und Blattfüßer sowie der Bock- und Buntkäfer.- Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, 21: 52-62. NEUMANN, V. (1999): Bestandssituation der Kiemenfüßer (An- ostraca) und ausgewählter Gruppen der Blattfüßer (Phyl- lopoda).- In: FRANK, D. & V. 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HENNIG (1993): Der Schuppenschwanz Lepi- durus apus (L.) im Mittelelbegebiet.- Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt, 30: 48-49. §- Gesetzlicher Schutz nach § 10 (2) Nr. 10 u. 11 Bundes- naturschutzgesetz bezüglich Anhang A und B der EG- VO Nr. 338/97, FFH-Richtlinie Anhang IV, Vogelschutz- Richtlinie (Europäische Vogelarten) und Bundesarten- schutzverordnung Anlage 1: § - besonders geschützte BRAASCH, D. (1993): Zum Schutz der Blattfußkrebse (Phyllo- poda) - dargestellt am Beispiel von Branchipus schaefferi Fischer.- Naturschutz und Landschaftspflege in Branden- burg, 1: 31-32. DOST, U. (2003): Begegnung mit Triops cancriformis, dem krebs- gestaltigen Dreiauge.- Aquaristik aktuell, 11(2): 60-65. DOST, U. (2004): Salzwasserkrebschen der Gattung Artemia beliebt als Futtertiere und interessante Beobachtungsob- jekte.- Aquaristik aktuell (Sonderheft: Garnelen, Krebse, Krabben & Co. im Süßwasseraquarium): 70-74. EDER, E. & W. 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A) Problemstellung: Unterwasserlärm ist neben gefährlichen Stoffen und Nährstoffen eine der Verschmutzungsquellen des Meeres. Im Gegensatz zu den stofflichen Verschmutzungen sind die Auswirkungen des Unterwasserlärms nicht gut untersucht. Bisherige Erkenntnisse beziehen sich vornehmlich auf Schnabelwale und militärischen Unterwasserlärm. Derzeitige deutsche Forschungen fokussieren auf Schweinswale und Offshorewindanlagenlärm. Wichtig ist auch die Bewertung des Lärms von akustischen Forschungsgeräten und dessen Auswirkungen auf Wale. Weitere Lärmquellen von vergleichbarer Lautstärke treten bei der Öl- und Gasexploration und beim Schiffsverkehr auf. Eine vergleichende Quantifizierung dieser Lärmquellen hinsichtlich Frequenz, Energiegehalt, Impulslänge usw. steht bisher aus. Der Vorsorgegrenzwert des UBA für Emissionen ist nicht weiter hinsichtlich dieser Größen spezifiziert. B) Handlungsbedarf: Für die nationale und Europäische Meeresstrategie ist es wichtig, die fachliche Grundlage für die Beurteilung aller potentiellen Lärmquellen im Meer zu erstellen. Dabei sollten in einer Literaturstudie sämtliche Unterwasserlärmquellen vergleichend gegenübergestellt werden. Die Auswirkungen des Lärms auf das Meeresökosystem (Wale, Robben, Reptilien, Knochenfische, Knorpelfische, Tintenfische) sind entsprechend der Literatur zu recherchieren und der Grenzbereich zur Erlangung einer TTS (temporary threshold shift, temporären Gehörschwellenverschiebung) ist für die Artengruppen zu definieren. Dabei sollten die Emissionsgrenzwerte hinsichtlich Frequenz, Energiegehalt, Impulslänge etc. spezifiziert werden. C) Ziel des Vorhabens: Das Ziel des Vorhabens ist die Ableitung von Emissionsgrenzwerten für die verschiedenen Geräte/Arbeiten, die in der Forschung, Windenergie, Öl- und Gasindustrie, Schifffahrt und Militär zum Einsatz kommen um den Schutz der Meeresumwelt vor Unterwasserlärm zu gewährleisten.
In dieser Arbeit soll die Rolle dreier kürzlich identifizierter, funktionell verschiedener Cortisolrezeptoren in der Regenbogenforelle im Hinblick auf die Translokalisation der Rezeptoren in den Zellkern mit anschließender Aktivierung der Genexpression untersucht werden. Die Relevanz dieses Forschungsvorhabens liegt im Verständnis der grundlegenden Abläufe Cortisol-vermittelter Reaktionen im Fisch. Dieses Verständnis ist gleichzeitig die Basis für eine Risikoanalyse betreffs Cortisol-modulierender Wirkungen von Xenobiotika für die Umweltüberwachung bzw. Chemikalienregulierung. Im Rahmen dieser Promotionsarbeit sollen geeignete in vitro Fischzellkulturen unter verschiedenen physiologischen Bedingungen und nach Exposition gegenüber persistenten organischen Substanzen sowie Pharmaka eingesetzt werden. Dies ist ein UFZ-Dissertationsthema.
Erfassung der in der Suedspitzenregion Amerikas vorkommenden Atheriniden-Genera/Arten mit dem Ziel (1) ihrer eindeutigen systematisch-taxonomischen Zuordnung, (2) ihrer Verbreitung und Fortpflanzung (marin/ Aestuare/ Suesswasser) zur Abgabe von Empfehlungen fuer ihre kommerzielle Nutzung (Grundlagen-Erkenntnisse: Verwandtschaftliche Stellung zueinander: Speziation).
Innerhalb des vorliegenden Projektes sollte abgeklaert werden, welchen Einfluss Umweltfaktoren einschliesslich von Xenobiotika auf die Makrophagenzentren von Knochenfischen ausueben, und inwiefern hervorgerufene Veraenderungen als Biomarker zur Beurteilung der Gewaesseroekosystemintegritaet herangezogen werden koennen. Innerhalb des Modellbiotopes 'Nationalpark Unteres Odertal' wurden dazu die einheimischen Fischarten Hecht (Esox lucius) und Blei (Abramis brama) ueber einen 46-monatigen Zeitraum beprobt. Ihre MZ lassen sich nach einer entsprechenden histologischen Gewebeaufarbeitung selektiv und sensitiv darstellen. Die MZ aus Leber, Milz und Niere beider Fischarten wurden morphometrisch erfasst und statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse wurden in eine statistische Beziehung zu chemisch-physikalischen Wasserparametern und Xenobiotika gesetzt.
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