Das brutplatzgenaue Kranich-Shape (krani_p.shp) ist ein Export aus der Kranich-Datenbank M-V. Seit 2011 werden die Kranich-Daten im Großvogel-Modul der Artendatenbank MultiBaseCS durch Herrn Lehrmann (AG Kranichschutz Deutschland) bearbeitet. Aus diesen Daten wurde der vorliegende Datenbestand ab dem Jahr 2008 abgeleitet (vgl. hierzu den Hinweis bei der Beschreibung des Attributs „H_ANZ“). Die Daten liegen als Rasterdaten, bezogen auf Messtischblatt-Quadranten (MTBQ), vor.
Datenbasis: Gutachten: Analyse und Bewertung der Lebensraumfunktion für rastende und überwinternde Wat- und Wasservögel 2009 (I.L.N) - Eintrag nach Daten des LUNG bzw. KIZ Groß Mohrdorf sowie Angaben von Beobachtern aus unterschiedlichen Gebieten, ergänzt durch Daten des ILN Greifswald, annähernd landesweite Erfassung der bedeutendsten regelmäßig genutzten Schlafplätze - Abbildung der Schlafplätze ohne Rücksicht auf die Anzahl rastender Vögel - markierte Schlafplätze können durch verschiedene Umwelteinflüsse verändert, aufgegeben oder neu begründet werden, insofern zeigen sie den jeweils bis zum Redaktionsschluss ermittelten Wissensstand Ergänzung durch LUNG 2012: Zuordnung der Rastgebietskategorien zu den entsprechenden Schlafplätzen von Kranichen
Gemäß § 58 Brandenburger Naturschutzgesetz ist das Land Brandenburg gesetzlich zur Aufstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen (PEP) in den Großschutzgebieten (GSG) verpflichtet. Die Pflege- und Entwicklungspläne werden als Handlungskonzepte für Schutz, Pflege und Entwicklung der Großschutzgebiete in Brandenburg erstellt. Bearbeitungsgebiet ist der Naturpark Niederlausitzer Landrücken einschließlich aller Biotope, die von der GSG-Grenze geschnitten werden. Der 586 Quadratkilometer große Naturpark liegt im Nordwesten der Niederlausitz. Der Naturpark besitzt eines der größten kaum zerschnittenen Waldgebiete im südlichen Brandenburg. Im Kontrast dazu stehen die Bergbaufolgelandschaften. Die imposanten Hinterlassenschaften des 1991 eingestellten Kohleabbaus sind längst keine "Mondlandschaft" mehr. Durch Flutung der Bergbaurestlöcher und Wiederanstieg des Grundwassers sind sechs größere Seen entstanden oder werden in den nächsten Jahren ihren endgültigen Wasserstand erreicht haben. Daneben bilden sich etwa 30 kleinere Seen. Wertvoll für Tiere und Pflanzen sind auch die Dünen, Trockenrasen und Sandheiden auf ehemaligen Kippen. Während am Hindenberger, Stoßdorfer und Schönfelder See Naherholungsgebiete entstehen, wird über die Hälfte der Bergbaufolgelandschaft im Sinne der Natur saniert. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist die Rast von bis zu 70.000 Wildgänsen und bis zu 4.500 Kranichen im Herbst zwischen Luckau und Calau. Wesentliche Inhalte bzw. Ziele des PEP Naturpark Niederlausitzer Landrücken sind unter anderem: - Erhalt des großen störungsarmen bewaldeten Endmoränenzuges des Landrückens - Umbau naturferner Forste in naturnahe strukturreiche Wälder mit standortgerechten heimischen Baumarten und Entwicklung von Innenstrukturen als Voraussetzung für das Vorkommen von z.B. Auerhuhn - Natürlich Entwicklung grundwasserbeeinflusster Waldgesellschaften, insbesondere der Fichte - Sicherung der linearen Strukturen (Alleen, Hecken und Baureihen) in den Becken - Erhalt gesunden Grundwassers durch grundwasserschonende landwirtschaftliche Nutzung - Nutzung traditioneller Grünlandstandorte durch Dauergrünland - Schutz und Entwicklung nährstoffarmer Heiden und Magerrasen - Bewahrung der Lebensräume atlantischer Florenelemente in nährstoffarmen Mooren in den Randlagen des Landrückens - Wiederherstellung und langfristige Sicherung eines ausgeglichenen Naturhaushalt für die Bergbaufolgelandschaft Darüber hinaus werden für die einzelnen Landschaftsräume Ziele und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung gesondert konkretisiert.
Willkommen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Land an der Ostsee mit vielfältigen Küsten, langen Sandstränden und den berühmten Kreidefelsen sowie willkommen im Land der Tausend Seen und in einer der größten vernetzten Wasserlandschaften Deutschlands. Entdecken Sie v.a. in den Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken auf zahlreichen Wander- und Radwegen uralte Bäume, glitzernde Seen und geheimnisvolle Moore. Die Heimat von Adlern, Kranichen und Fischottern wird Sie begeistern! Nehmen Sie sich in Ihrem Natururlaub die Zeit, diese weite und ruhige Landschaft zu genießen!
Willkommen im Hobrechtswald auf den ehemaligen Rieselfeldern, einer sich wandelnden, wassergeprägten Erholungslandschaft im Berliner Nordosten. Die Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde erhielt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt eine Auszeichnung. Diese Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen. Pressemitteilung vom 22.08.2019 Bild: Lutz Griesbach Informationen Der Frühling hält Einzug im Hobrechtswald. Es grünt, sprießt und blüht an jeder Ecke. Die Brut- und Setzzeit hat begonnen: Neuntöter, Kranich und Co. legen Eier und wärmen sie, bis ihre Küken schließlich schlüpfen. Und auch die Weidetiere des Hobrechtswaldes bringen ihre Jungen zur Welt. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten, Karte: OpenStreetMap Karte Der Hobrechtswald kann dank vielfältigem Wegenetz auf verschiedenste Arten erkundet werden; zu Fuß, mit dem Fahrrad, hoch zu Ross. Wege wie der Rieselrundweg und die Kunstpfade sind als Rundwanderwege erschlossen. Infopunkte geben Auskunft über den Hobrechtswald und helfen bei der Orientierung. Weitere Informationen Bild: SenUVK / D. Schwarz Erholungswald Der Hobrechtswald ist der jüngste und gleichzeitig der wohl ungewöhnlichste Wald Berlins. Nach gut hundertjähriger Nutzung als Rieselfeld, zeigt er sich heute als Ort der Erholung und zur Naturbeobachtung für Jung und Alt. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Waldweide Der Hobrechtswald ist Standort des größten Waldweideprojektes in Deutschland. Auf großen, eingezäunten und größtenteils sogar begehbaren Flächen wird seit 2011 eine extensive Waldweide mit robusten Rinder- und Pferderassen betrieben. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Lietzengraben In der Lietzengrabenniederung gibt es große Flachwasserbereiche. Während der Rieselfeldnutzung wurde der Graben für einen schnelleren Wasserabfluss begradigt und vertieft. Verschiedene Maßnahmen sorgen dafür, das Wasser wieder länger zu halten, um so u.a. die Austrocknung des Bodens zu verhindern. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Rieselfeldgeschichte Ende des 19. Jahrhunderts mussten die lichten Kiefernwälder einer Anlage von Rieselfeldern zur Versickerung der Berliner Abwässer weichen. Nach Stilllegung der Rieselfelder blieben, durch die zuletzt sehr intensive Nutzung, eine stark veränderte Landschaft und ein schadstoffbelasteter Boden zurück. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Mediathek Der Hobrechtswald zeichnet sich durch viele Attraktionen aus. Alte Rieselfeldrohre mit leuchtend blauer Spitze weisen den Weg entlang des Rieselrundwegs und kleine Stahlrohre markieren Audioguide-Stationen. (Videos, Bildergalerie, Audioguides) Weitere Informationen
Unterschiedliche Wasserstände prägen dieses Verlandungsmoor seit Jahrzehnten, entsprechend stark veränderte sich seine Vegetation. Heute sind während des Frühjahrs große Teile des Gebietes überschwemmt. Im Sommer und Herbst sind es nur kleine Flächen im Norden, die unter Wasser stehen. In den Sommermonaten sind sie von der Kleinen Wasserlinse bedeckt, einer winzigen Wasserpflanze. Die mit Röhricht bestandene zentrale Fläche ist von Schwarz-Erlen umgeben, im südlichen Bereich und am östlichen Ufer hat sich kleinflächig ein Traubenkirschen-Eschenwald entwickelt. Von großer Bedeutung ist die Fließwiese als Amphibienlaichplatz. Der Kammmolch ist Grund für die Meldung als NATURA 2000-Gebiet. Seit einigen Jahren halten sich regelmäßig Kraniche im Gebiet der Fließwiese auf. Die Graugans hat hier einen ihrer wenigen Brutplätze im innerstädtischen Bereich. Vom Hempelsteig im Norden führt ein Waldweg unmittelbar am eingezäunten NSG entlang. Selbst wenn die Bäume belaubt sind, kann man an verschiedenen Stellen, an denen der Randwald nicht zu dicht ist, ungehindert auf die zentralen Röhrichtbereiche und die periodisch überstauten Wasserflächen blicken. Besonders gut ist die Sicht im Frühjahr von dem das NSG zweiteilenden Weg aus, der mitten durch den Erlenbruch mit seiner dann nahezu märchenhaft anmutenden Atmosphäre führt. Geht man weiter in südliche Richtung, gelangt man zur Waldbühne. Hier kann man rechter Hand einem steilen Trampelpfad folgend den Murellenberg erklimmen. Wer den Weg weiter durch den Schanzenwald und die Murellenschlucht fortsetzt, kann die eiszeitlich geprägte Landschaft in ihrer ganzen geomorphologischen Vielfalt erleben. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen Gebietscode DE 3445-305 Bei den Managementplänen, die wir zum Download anbieten, handelt es sich um PDF-Dateien mit großen Datenvolumen. Einige Dateien wurden zu einer PDF-Datei zusammengefügt. Die Dateien sind nicht barrierefrei.
Die im Spandauer Forst gelegenen Moore Großer und Kleiner Rohrpfuhl sind aus einem voreiszeitlichen See entstanden. Während der Große Rohrpfuhl sich zum Niedermoor entwickelte, gilt der Kleine Rohrpfuhl als nährstoffarmes Verlandungsmoor. Grundwasserabsenkungen schadeten jedoch beiden Mooren. Heute werden sie durch Wiedervernässungsmaßnahmen gestützt, doch der damit einhergehende Nährstoffeintrag verändert den Charakter des Gebietes. Auch wenn einige seltene und gefährdete Arten inzwischen zurückgekehrt sind, scheinen die echten Moorspezialisten für immer verloren zu sein. Von dem reichlichen Wasserangebot profitieren u.a. Moorfrosch, Grasfrosch und Erdkröte. Ein wichtiges Kammmolchvorkommen beherbergt der Große Rohrpfuhl. Viele Libellenarten – wie Schwarze Heidelibelle und Große Moosjungfer -, die während der Trockenzeit verschwunden waren, haben das Moor wieder besiedelt. Das NSG ist nur bedingt einsehbar, dennoch lassen sich hier nahrungssuchende Kraniche, balzende Bekassinen und Waldschnepfen sowie eine Vielzahl von Schmetterlingen beobachten. Von der Bushaltestelle oder dem Waldparkplatz am Oberjägerweg folgt man der Schönwalder Allee Richtung Schönwalde und biegt dann in den Gestellweg zwischen den Jagen 50 und 52 nach Norden ab. Nach etwa 200 Metern geht es linker Hand zu einem Waldteich, in den der Kreuzgraben mündet. Vor dem Besucher taucht nun der für die Randbereiche des Großen Rohrpfuhls typische Erlensaum auf. Geht man einige Schritte weiter, kann man auf einer Länge von rund 100 Metern einen Blick in den offenen Teil des Moores werfen. Dies ist die einzige Stelle, von der aus man den zentralen Großen Rohrpfuhl einsehen kann. Betreten kann man das Gebiet nicht, denn die Wege sind aus Gründen des Arten- und Biotopschutzes zurückgebaut worden. Einen Eindruck vom Kleinen Rohrpfuhl bekommt man, wenn man auf dem Gestellweg bleibt und diesem nach Norden folgt. Nach etwa 50 Metern kann man dann in den Kleinen Rohrpfuhl blicken. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen
Das NSG “Eiskeller und Spandauer Luchwald” ist Teil des großen Havelländisches Luchs. Luch bedeutet vermoorte Niederung. Als Kohlenstoffspeicher kommt Mooren eine besondere klimatische Bedeutung zu. Das NSG beherbergt vielfältige Lebensräume. Die Feucht- und Magerwiesen, Erlen- Eschen-, Moor- und Eichenwälder sind Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Nicht wenige sind europaweit geschützt, wie zum Beispiel Biber, Fischotter, Kammmolch, Kranich, Eisvogel und Mittelspecht. Den westlichen Zipfel des Gebietes bildet der Eiskeller artenreiche Wiesen und Pferdekoppeln. Er gilt im Winter als der kälteste Ort Berlins, im Sommer kann es dagegen heißer als in der Umgebung werden. Südöstlich schließt sich das Waldgebiet Große Kienhorst an. Der Spandauer Luchwald im Jagen 69 und 70 ist eine Besonderheit. Besonders im Frühjahr zeigt sich der Eichen-Hainbuchenwald mit Flatter-Ulmen und Eschen mit üppiger blütenreicher Krautschicht aus Busch-Windröschen, Nickendem Perlgras, Einbeere, Wald-Ziest, Großem Hexenkraut, Goldschopf-Hahnenfuß und Breitblättrigem Stendelwurz. Viele Vogelarten sind im Luchwald heimisch, wie Hohltaube, Mittelspecht, Kleinspecht, Schwarzspecht, Pirol und Zwergschnäpper. Bis in den Frühsommer ist die charakteristische Stimme der hier brütenden Waldschnepfe in der Morgen- und Abenddämmerung zu hören, wenn die im Flug balzenden Schnepfenmännchen langsam entlang der Waldsäume die Weibchen verfolgen. An den Luchwald schließen sich im Norden Wiesen an. Vorherrschend sind es Frischwiesen mit eingestreuten Kalk- und Sandmagerraseninseln. Sie gehen bei zunehmender Feuchte in wechselfeuchte Pfeifengraswiesen über. Wendehals, Braunkelchen, Sperbergrasmücke, Neuntöter, Heidelerche und Sumpfrohrsänger brüten hier. Im Übergangsbereich von Luchwald und Wiesen hat sich eine artenreiche Lebensgemeinschaft aus seltenen Pflanzen- und Tierarten angesiedelt. Dazu gehören tagaktive Schmetterlinge wie Eisvogel, Schwalbenschwanz, Heufalter, Kaisermantel und Blutströpfchen. Ein guter Standort für die Vogelbeobachtung ist der Laßzinssee, eine ehemalige Kiesgrube. Er wird u.a. von verschiedenen Entenarten bevölkert. Rohrammer, Drossel- und Teichrohrsänger verstecken sich in der Ufervegetation. Die im Umfeld brütenden Greifvögel lassen sich hier ebenso sehen wie eine Vielzahl der im Wald und auf den Wiesen lebenden Singvögel. Das NSG besteht aus mehreren Teilflächen und befindet sich an der nördlichen Stadtgrenze. Es wird über eine längere Strecke vom Berliner Mauerweg und dem Spandauer Weg begleitet, weshalb sich eine Erkundung des NSG z.B. bei einer Fahrradtour anbietet. Es ist aber auch direkt von der Schönwalder Allee aus erreichbar. Der Eiskeller hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, lange Zeit war er eine Exklave West-Berlins und konnte nur von einem kleinen Personenkreis betreten werden. Durch einen Gebietsaustausch mit der DDR wurde die Grenze zugunsten West-Berlins auch im Bereich von Eiskeller arrondiert und das Waldgebiet Große Kienhorst im Südosten von Eiskeller kam zu West-Berlin. Der weiter östlich im Jagen 69/70 gelegene Luchwald ist ein artenreiches Kleinod und besonders von Frühjahr bis Frühsommer einen Besuch wert. Nördlich des Jagens 68 bietet sich am Laßzinssee die Möglichkeit, auf Aussichtsplattformen in das Vogelschutzgebiet hineinzusehen und eine Vielzahl von Vögeln zu beobachten. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen
Das größte Berliner NSG besteht aus zwei Flächen, die rechts und links des Gosener Kanals liegen: Krumme Laake/Pelzlaake sowie Gosener Wiesen und Seddinsee (Nordostteil) . Botaniker schätzen das Gebiet schon lange, findet man hier doch in Berlin sonst seltene Biotoptypen: Torfmoosmoore, Seggenmoore, Kiefern-Moorgehölze, Erlenbruchwald und reiche Feuchtwiesen. Aus einem Spreealtarm hervorgegangen, wurde die Krumme Laake zum eutrophen See mit Schwimmblattvegetation. Der Moorsee Krumme Laake liegt mit seinen Buchten in dem sonst geschlossenen Waldgebiet und bietet den Besuchern malerische Blicke. Die östlich gelegene Pelzlaake wird schon seit Jahrzehnten als Moor beschrieben. 17 Seggenarten kommen hier vor, darunter einige in Berlin vom Aussterben bedrohte Arten. Gleichermaßen gefährdet ist auch der Sprossende Bärlapp. Naturnahe Moorböden mit hohen Wasserständen erfüllen vielfältige und wichtige Ökosystemleistungen. Sie bieten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und speichern enorme Mengen an Kohlendioxid in Form von Bodenkohlenstoff im Torf, daher ist die Erhaltung der Moore für den Klimaschutz von großer Bedeutung. Die Berliner Moore sind durch Grundwasserabsenkung gefährdet. Um die Entwicklung der Moore zu dokumentieren wird ein umfassendes Monitoringprogramm (Dauerbeobachtung) durchgeführt. Die Ergebnisse sind Grundlage für Maßnahmen zur Moorerhaltung. An der Kleinen Pelzlaake begannen Ende 2011 die Arbeiten zur Renaturierung des Kesselmoores. Die erste Phase dieser von der Stiftung Naturschutz Berlin betreuten Maßnahme konnte 2012 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Gebiet wurde vom größten Teil der Gehölze befreit und ist wieder als Kesselmoor erkennbar. Durch die Beseitigung der Gehölze werden die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers und die Beschattung des Moores verringert sowie der Wasserhaushalt verbessert. Seitdem werden in regelmäßigem Turnus Moor untypische Pflanzen beseitigt, um die Voraussetzung für eine Wiederausbreitung von moortypischen Arten wie Sphagnum-Moose, Sonnentau und Wollgras zu schaffen. Dieses Projekt wird mit Mitteln der Klimaabgabe des Landes Berlin sowie Mitteln der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz finanziert. Weitere Moorschutzmaßnahmen wurden eingeleitet. Näheres unter: Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Kleine Pelzlaake Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Krumme Laake Ost Stiftung Naturschutz Berlin: Projekte Klimaschutzabgabe – Krumme Laake West Die Gosener Wiesen sind nur Wenigen bekannt. Das mag vor allem daran liegen, dass diese letzten geschlossenen Feuchtwiesen- und Bruchwaldkomplexe im Land Berlin weitgehend unzugänglich sind. Das Gebiet zeichnet sich durch ein vielfältiges Vegetationsspektrum aus, das von Wasserpflanzengesellschaften über Wälder, Feuchtwiesen bis hin zu Sandtrockenrasen reicht. Im nordöstlichen Teil des Seddinsees sind kleine Inseln in Seerosenfelder eingebettet. Gosener Graben, Großer Strom und die Alte Spree sind naturnahe Fließgewässer. Dieses Mosaik verschiedenster Standorte führt zu einem hohen Artenreichtum. So wurden bislang allein 652 Farn- und Blütenpflanzenarten gefunden. Seltene Fischarten, Amphibien, Brutvögel wie Kranich, Wachtelkönig, Trauerseeschwalbe und Eisvogel sind im NSG vertreten. Auch der Fischotter fühlt sich hier wohl. Krumme Laake und Pelzlaake sind von Müggelheim aus zu erreichen. Im Norden führen der Müggelspree-Wanderweg und der Europaradweg R1 entlang. Wer auf diesen Wegen unterwegs ist, sollte sich als “Durchreisender” die Zeit nehmen, den schönen Blick auf die Krumme Laake von der erhöhten Nordostseite zu genießen. Ein idealer Picknickplatz, der zum Verweilen lädt! Der Moorsee mit seinen ruhigen Buchten liegt malerisch in dem sonst geschlossenen Waldgebiet. Zur Pelzlaake sind es von hier nicht einmal zwei Kilometer. Folgt man dem Müggelspree-Wanderweg oder dem Radweg R1 nach Westen, gelangt man zum Müggelsee. In nordöstlicher Richtung führt der Weg über die “Russenbrücke” auf die andere Seite der Müggelspree. Wandert man von der Krummen Laake südwärts über die Gosener Landstraße, gelangt man zur Nordspitze des Seddinsees mit einem schönen Ausblick über den See, seine Inseln und die Schwimmblattgesellschaften. Liebhaber romantischer Sonnenuntergänge kommen hier wie auf der gegenüberliegenden Seite des Gosener Kanals auf ihre Kosten. Oftmals können sie sich zusätzlich noch am Anblick eines Seeadlers erfreuen. Die Gosener Wiesen und der Nordost-Teil des Seddinsees sind nur ein kleiner Teil der Spreelandschaft zwischen Fürstenwalde und Berlin. Das unzugängliche Gebiet soll für Besucher nicht weiter erschlossen werden, um Störungen zu vermeiden. Einen einmaligen Einblick in den “Dschungel” der Erlenbrüche, die malerischen Fließe und die großen See- und Teichrosenbestände erhält man, wenn man den Gosener Graben bis zum Dämeritzsee entlang paddelt. Eine Besonderheit bietet auch der im Osten liegende Kaniswall – eine Talsandinsel-, den man von Gosen aus auf einem Weg durch die Wiesen erreichen kann. Das Freilandlabor Kaniswall stellt hier einen “grünen Lernort” für Schüler aller Altersstufen zur Verfügung. Von der Geländekante am Freilandlabor hat man einen wunderschönen Blick über die Feuchtwiesen bis zum bewaldeten Grasehorst. Von hier kann man auch die eher scheuen Bewohner dieser Landschaft sehen – Bekassinen und Kraniche oder einen Storch, der nach Nahrung sucht. In der Abenddämmerung schallt der Ruf des Wachtelkönigs aus den Wiesen. Ausflugstipps – Auf Försters Wegen
Mit dem Verbundprojekt „Kranich(t)raum Goldene Aue – Perspektiven für Mensch und Natur“ sichern der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser, der NABU Sachsen-Anhalt und die Stadt Heringen/Helme gemeinsam den Helmestausee und die Goldene Aue als international bedeutsames Rastgebiet für den Kranich und viele weitere Zugvögel.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 29 |
| Europa | 2 |
| Land | 71 |
| Weitere | 66 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 25 |
| Taxon | 1 |
| Text | 74 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 59 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 126 |
| Offen | 27 |
| Unbekannt | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 155 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 22 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 75 |
| Keine | 39 |
| Multimedia | 2 |
| Unbekannt | 9 |
| Webdienst | 3 |
| Webseite | 48 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 89 |
| Lebewesen und Lebensräume | 161 |
| Luft | 47 |
| Mensch und Umwelt | 159 |
| Wasser | 90 |
| Weitere | 148 |