An der Muellverbrennungsanlage des Klinikums der Universitaet Heidelberg wurden Untersuchungen durchgefuehrt mit dem Ziel, die Anlieferer-spezifische Schwermetallemissionssituation festzustellen. Die Wirksamkeit der Schadstoffrueckhaltesysteme wurde untersucht, es wurden Verbesserungsvorschlaege unterbreitet.
Antrag auf Vorbescheid gem. § 9 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) für die Erhöhung der Lagerkapazität von Krankenhausmüll durch Aufstellung zusätzlicher Kühlauflieger der AVA Abfallverwertung Augsburg KU (AVA), Am Mittleren Moos 60, 86167 Augsburg.
In der Universitätsklinik Ulm werden jährlich ca. 4.4 Millionen Liter Lachgas freigesetzt. Ungefähr 60000 Liter Narkosegase, bei denen es sich um FCKWs handelt, werden in die Atmosphäre geleitet. Für die alten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland beträgt die Zahl der Vollnarkosen, die in Kliniken durchgeführt werden, nach Angaben des statistischen Bundesamtes mindestens 5.8 Millionen pro Jahr. Während den Operationen werden in Deutschland die Narkosegase wie auf der ganzen Welt an die Atmosphäre abgegeben, was aufgrund ihres Treibhausgaseffektes und der ozonabbauenden Kapazität unter Umweltaspekten bedenklich ist. Als neuentwickeltes Narkosegas kam 1994 die Substanz Desflurane auf den Markt, die aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften weniger ozonzerstörend wirkt als die herkömmlichen Substanzen, dafür ist ein ausgeprägter Treibhauseffekt zu erwarten. Unser Projekt dient der Rückgewinnung der Gase während der Narkosen, um so ein geschlossenes Recyclingkonzept zu entwickeln und den Ersatz des Lachgases und der FCKWs und FKWs durch das umweltfreundliche Edelgas Xenon zu ermöglichen.
Die oekologischen Konsequenzen der Entsorgung enormer Abfallmengen aus Krankenhaeusern und staendig steigende Kosten in diesem Bereich machen es notwendig, sowohl oekologisch als auch oekonomisch sinnvolle Loesungen zu suchen. Erstmals werden in einem europaeischen Vergleich die Definitionen und die jeweilige Entsorgungspraxis von Krankenhausabfaellen untersucht. Die Untersuchung umfasst das gesamte Spektrum der Abfallwirtschaft in Kliniken. Schwerpunkte der Untersuchung sind die gefaehrlichen, infektioesen und toxischen Bestandteile des Krankenhausabfalls sowie jene, die einem Recycling zugefuehrt werden koennen. In fuenf Beispielkrankenhaeusern aus unterschiedlichen Mitgliedsstaaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien) wird anhand der tatsaechlichen Entsorgungspraxis festgestellt, wie sich die Rahmenbedingungen auf die Praxis auswirken. Die Entsorgungspraxis der Krankenhaeuser wird unter oekologischen und oekonomischen Gesichtspunkten bewertet. Eine Erhebung zur Entsorgungssituation in den Laendern der teilnehmenden Kliniken dient unter anderem dazu, hierfuer aussagekraeftige Bezugsgroessen zu erhalten. Ziel ist es, sowohl bei den Rahmenbedingungen als auch in der Praxis zu klaeren, was sich einheitlich regeln laesst und bei welchen Punkten eine laenderspezifische Herangehensweise notwendig ist. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur aktuellen Diskussion einer einheitlichen Abfallklassifikation in Europa, mit besonderem Bezug zum Gefahrenpotential von Krankenhausabfaellen. Im Rahmen des Projektes wird ein Abfrageschema entwickelt, welches einen Kriterienkatalog zur einheitlichen Umsetzung von Definitionen fuer gefaehrliche, toxische und infektioese Abfaelle enthaelt. Es werden Konzepte fuer die Optimierung der Entsorgung von Krankenhausabfaellen erarbeitet. Hierbei stehen neben den toxischen und infektioesen Abfaellen die verwertbaren Bestandteile des Krankenhausabfalls im Vordergrund. Damit wird die Basis fuer eine Verringerung von Menge und Gefaehrdungspotential von Krankenhausabfaellen gelegt. Es wird aufgezeigt, welches Verwertungspotential in den Abfaellen der untersuchten Krankenhaeuser vorhanden ist und welche Moeglichkeiten bestehen, dies umzusetzen.
Es wird die Müllverbrennungsanlage für Spitalsmüll und Schlachthausreste auf Madeira, betrieben durch Valor Ambiente, abgebildet, der primäre Verbrennungsraum modelliert sowie verschiedene Lastfälle mithilfe von Messdaten nachgerechnet. Eine generelle sowie spezifische Aussage über die Verbrennung sowie die allgemeine Anlagenauslegung ist Ziel des Projektes.