An der Muellverbrennungsanlage des Klinikums der Universitaet Heidelberg wurden Untersuchungen durchgefuehrt mit dem Ziel, die Anlieferer-spezifische Schwermetallemissionssituation festzustellen. Die Wirksamkeit der Schadstoffrueckhaltesysteme wurde untersucht, es wurden Verbesserungsvorschlaege unterbreitet.
Antrag auf Vorbescheid gem. § 9 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) für die Erhöhung der Lagerkapazität von Krankenhausmüll durch Aufstellung zusätzlicher Kühlauflieger der AVA Abfallverwertung Augsburg KU (AVA), Am Mittleren Moos 60, 86167 Augsburg.
Die oekologischen Konsequenzen der Entsorgung enormer Abfallmengen aus Krankenhaeusern und staendig steigende Kosten in diesem Bereich machen es notwendig, sowohl oekologisch als auch oekonomisch sinnvolle Loesungen zu suchen. Erstmals werden in einem europaeischen Vergleich die Definitionen und die jeweilige Entsorgungspraxis von Krankenhausabfaellen untersucht. Die Untersuchung umfasst das gesamte Spektrum der Abfallwirtschaft in Kliniken. Schwerpunkte der Untersuchung sind die gefaehrlichen, infektioesen und toxischen Bestandteile des Krankenhausabfalls sowie jene, die einem Recycling zugefuehrt werden koennen. In fuenf Beispielkrankenhaeusern aus unterschiedlichen Mitgliedsstaaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien) wird anhand der tatsaechlichen Entsorgungspraxis festgestellt, wie sich die Rahmenbedingungen auf die Praxis auswirken. Die Entsorgungspraxis der Krankenhaeuser wird unter oekologischen und oekonomischen Gesichtspunkten bewertet. Eine Erhebung zur Entsorgungssituation in den Laendern der teilnehmenden Kliniken dient unter anderem dazu, hierfuer aussagekraeftige Bezugsgroessen zu erhalten. Ziel ist es, sowohl bei den Rahmenbedingungen als auch in der Praxis zu klaeren, was sich einheitlich regeln laesst und bei welchen Punkten eine laenderspezifische Herangehensweise notwendig ist. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur aktuellen Diskussion einer einheitlichen Abfallklassifikation in Europa, mit besonderem Bezug zum Gefahrenpotential von Krankenhausabfaellen. Im Rahmen des Projektes wird ein Abfrageschema entwickelt, welches einen Kriterienkatalog zur einheitlichen Umsetzung von Definitionen fuer gefaehrliche, toxische und infektioese Abfaelle enthaelt. Es werden Konzepte fuer die Optimierung der Entsorgung von Krankenhausabfaellen erarbeitet. Hierbei stehen neben den toxischen und infektioesen Abfaellen die verwertbaren Bestandteile des Krankenhausabfalls im Vordergrund. Damit wird die Basis fuer eine Verringerung von Menge und Gefaehrdungspotential von Krankenhausabfaellen gelegt. Es wird aufgezeigt, welches Verwertungspotential in den Abfaellen der untersuchten Krankenhaeuser vorhanden ist und welche Moeglichkeiten bestehen, dies umzusetzen.
Es wird die Müllverbrennungsanlage für Spitalsmüll und Schlachthausreste auf Madeira, betrieben durch Valor Ambiente, abgebildet, der primäre Verbrennungsraum modelliert sowie verschiedene Lastfälle mithilfe von Messdaten nachgerechnet. Eine generelle sowie spezifische Aussage über die Verbrennung sowie die allgemeine Anlagenauslegung ist Ziel des Projektes.
Ziele: Im Rahmen des vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV NRW) geförderten Forschungsprojektes wurde mit dem Ziel der Elimination pharmazeutischer Spurenstoffe am Kreiskrankenhaus (KKH) Waldbröl eine Anlage zur separaten Erfassung und Reinigung des Abwassers errichtet. Die Anlage besteht aus einem Membranbioreaktor. Ziel des Projektes waren Untersuchungen zur Implementierung einer weiteren, dem MBR nachgeschalteten Reinigungsstufe. Im Rahmen des Projektes wurde der Einsatz verschiedener, nachgeschalteter Verfahren im halbtechnischen Maßstab untersucht. Im Einzelnen kamen die Verfahren Nanofiltration, Umkehrosmose, Ozonung and Aktivkohlefiltration vergleichend zum Einsatz. Die Verfahren wurden hinsichtlich ihrer Reinigungsleistung und im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit vergleichend betrachtet. Zur Bewertung der Reinigungsleistung wurden chemisch-physikalische, substanzspezifische sowie wirkungsbezogene Analysemethoden eingesetzt. Das am besten geeignete Verfahren wurde für eine großtechnische Umsetzung am Standort Waldbröl empfohlen. Ergebnisse: Das unbehandelte Krankenhausabwasser stellt eine bedeutende Punktquelle für eine Reihe der untersuchten Pharmaka und Röntgenkontrastmittel dar und zeigt eine deutlich höhere Toxizität für aquatische Organismen als rein kommunales Abwasser. Darüber hinaus zeigen sich im Krankenhausabwasser deutliche gentoxische und mutagene Effekte. Die Behandlung des Krankenhausabwassers im MBR führte zu einer weitreichenden Elimination organischer Stoffe. Das im MBR vorgereinigte Abwasser zeigte in den meisten der angewandten standardisierten, ökotoxikologischen Testsysteme keine toxischen Effekte mehr. Prinzipiell lassen sich mit den Verfahren der Umkehrosmose (nicht jedoch Nanofiltration), Ozonung und Aktivkohlefiltration eine weitreichende Elimination der ausgewählten Leitsubstanzen aus dem vorgereinigten Krankenhausabwasser erzielen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit erwiesen sich Nanofiltration und Umkehrosmose im vorliegenden Fall jedoch als nicht umsetzbar. Sowohl mittels Ozonung als auch mittels Aktivkohlefiltration konnte für alle untersuchten pharmazeutischen Leitsubstanzen - mit Ausnahme der iodierten Röntgenkontrastmittel - eine sehr gute Elimination erzielt werden (Elimination in der Regel kleiner 90 Prozent). Aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde die Ozonung im vorliegenden Fall jedoch der Aktivkohlefiltration vorgezogen. Es wird eine spezifische Ozondosis von 1,0 mg 03/mg DOC mit einer Kontaktzeit von 15 Minuten für die großtechnische Realisierung empfohlen. Schlussfolgerung: In der vorliegenden Studie konnte gezeigt werden, dass die Ozonung von mechanisch-biologisch vorgereinigtem Krankenhausabwasser ein effektives Verfahren zur Elimination pharmazeutischer Spurenstoffe aus Krankenhausabwasser ist.