An der Muellverbrennungsanlage des Klinikums der Universitaet Heidelberg wurden Untersuchungen durchgefuehrt mit dem Ziel, die Anlieferer-spezifische Schwermetallemissionssituation festzustellen. Die Wirksamkeit der Schadstoffrueckhaltesysteme wurde untersucht, es wurden Verbesserungsvorschlaege unterbreitet.
Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung von kompakten Anlagen, mit denen ohne Umweltbelastung die in Forschungseinrichtungen, Kliniken und bestimmten Zwischensammelstellen anfallenden schwachradioaktiven Abfaelle verarbeitet und in ihrem Volumen reduziert werden koennen. Das Vorhaben ist notwendig und foerderungsbeduerftig, da wegen der laengeren Schliessung des Endlagers Asse die Gefahr eines Engpasses in der Entsorgung schwachradioaktiver Abfaelle droht. Die Entwicklung von kompakten Kleinanlagen zur Volumenreduktion ist daher dringend erforderlich.
Es wird die Müllverbrennungsanlage für Spitalsmüll und Schlachthausreste auf Madeira, betrieben durch Valor Ambiente, abgebildet, der primäre Verbrennungsraum modelliert sowie verschiedene Lastfälle mithilfe von Messdaten nachgerechnet. Eine generelle sowie spezifische Aussage über die Verbrennung sowie die allgemeine Anlagenauslegung ist Ziel des Projektes.
Ziele: Im Rahmen des vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV NRW) geförderten Forschungsprojektes wurde mit dem Ziel der Elimination pharmazeutischer Spurenstoffe am Kreiskrankenhaus (KKH) Waldbröl eine Anlage zur separaten Erfassung und Reinigung des Abwassers errichtet. Die Anlage besteht aus einem Membranbioreaktor. Ziel des Projektes waren Untersuchungen zur Implementierung einer weiteren, dem MBR nachgeschalteten Reinigungsstufe. Im Rahmen des Projektes wurde der Einsatz verschiedener, nachgeschalteter Verfahren im halbtechnischen Maßstab untersucht. Im Einzelnen kamen die Verfahren Nanofiltration, Umkehrosmose, Ozonung and Aktivkohlefiltration vergleichend zum Einsatz. Die Verfahren wurden hinsichtlich ihrer Reinigungsleistung und im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit vergleichend betrachtet. Zur Bewertung der Reinigungsleistung wurden chemisch-physikalische, substanzspezifische sowie wirkungsbezogene Analysemethoden eingesetzt. Das am besten geeignete Verfahren wurde für eine großtechnische Umsetzung am Standort Waldbröl empfohlen. Ergebnisse: Das unbehandelte Krankenhausabwasser stellt eine bedeutende Punktquelle für eine Reihe der untersuchten Pharmaka und Röntgenkontrastmittel dar und zeigt eine deutlich höhere Toxizität für aquatische Organismen als rein kommunales Abwasser. Darüber hinaus zeigen sich im Krankenhausabwasser deutliche gentoxische und mutagene Effekte. Die Behandlung des Krankenhausabwassers im MBR führte zu einer weitreichenden Elimination organischer Stoffe. Das im MBR vorgereinigte Abwasser zeigte in den meisten der angewandten standardisierten, ökotoxikologischen Testsysteme keine toxischen Effekte mehr. Prinzipiell lassen sich mit den Verfahren der Umkehrosmose (nicht jedoch Nanofiltration), Ozonung und Aktivkohlefiltration eine weitreichende Elimination der ausgewählten Leitsubstanzen aus dem vorgereinigten Krankenhausabwasser erzielen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit erwiesen sich Nanofiltration und Umkehrosmose im vorliegenden Fall jedoch als nicht umsetzbar. Sowohl mittels Ozonung als auch mittels Aktivkohlefiltration konnte für alle untersuchten pharmazeutischen Leitsubstanzen - mit Ausnahme der iodierten Röntgenkontrastmittel - eine sehr gute Elimination erzielt werden (Elimination in der Regel kleiner 90 Prozent). Aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde die Ozonung im vorliegenden Fall jedoch der Aktivkohlefiltration vorgezogen. Es wird eine spezifische Ozondosis von 1,0 mg 03/mg DOC mit einer Kontaktzeit von 15 Minuten für die großtechnische Realisierung empfohlen. Schlussfolgerung: In der vorliegenden Studie konnte gezeigt werden, dass die Ozonung von mechanisch-biologisch vorgereinigtem Krankenhausabwasser ein effektives Verfahren zur Elimination pharmazeutischer Spurenstoffe aus Krankenhausabwasser ist.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens:
Lettland gehört zu den Ländern, die am 01.05.2004 der EU beigetreten sind. Der betriebliche Umweltschutz nach dem Standard der EU befindet sich dort noch teilweise in den Anfängen. Dieses gilt insbesondere auch für die spezielle nichtindustrielle Branche der Krankenhäuser, für die es auch in Lettland lt. Auskunft im Gegensatz zum gewerblichen Bereich keine besonderen Fördertöpfe hinsichtlich Umweltschutzprojekte gibt.
Krankenhäuser besitzen eine große Umweltrelevanz, wie die Vielzahl von Umweltaspekten (Abfälle, Abwässer, Emissionen, Ressourcenverbrauch) aufzeigt. Dies gilt insbesondere auch für die Universitätsklinik von Riga mit ca. 1000 Betten bei 2500 MA und dem gesamten Leistungsspektrum einer Vollversorgung. Hauptziel war es, auf Basis einer Ist-Analyse konkrete Ansätze für Maßnahmen zur Umweltentlastung zu finden und umzusetzen. Bei der Analyse sollte auch geprüft werden, inwieweit Handlungsbedarf besteht bzgl. der Umsetzung (neuer) umweltrechtlicher Vorgaben der EU bzw. Lettlands. Letztlich sollen alle Bemühungen in eine Validierung nach EMAS münden, die erste in Lettland.
Fazit:
Das Projekt kann insgesamt auch dank der guten Mitarbeit der maßgebenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projektklinik als voller Erfolgt gewertet werden. Es wurde in der relativ kurzen Projektzeit unter Berücksichtigung der Größe der Klinik und der während des Projekts zu verkraftenden personellen Änderungen in der Klinik viel bewegt und erreicht.