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Kohortenstudie zur Untersuchung der Krebsinzidenz bei Schichtarbeitern in der BASF

Etwa 15-20Prozent der Erwerbsbevölkerung in den Industrieländern arbeitet in Schicht. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hat 2007 'Schichtarbeit mit Chronodisruption' in Kategorie 2a (wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen) eingestuft. Die Grundlage der Entscheidung wurde in Lancet Oncology zusammenfassend dargestellt (Straif et al. 2007). Die entsprechende IARC-Monographie erscheint im Laufe des Jahre 2010. Während tierexperimentelle Studien die Kanzerogenität von Chronodisruption ausreichend belegen ('sufficient evidence'), wird sie durch epidemiologische Studien nur eingeschränkt belegt ('limited evidence'). Letztere Studien umfassen Kohortenstudien zu Krankenschwestern und Flugbegleiterinnen. Einige neuere Ergebnisse legen nahe, dass Chronodisruption auch bei Männern Krebs, insbesondere Protatakarzinome, verursachen könnte. Hierüber ist jedoch wenig bekannt. Bei der BASF sind am Standort Ludwigshafen ca. 14128 Mitarbeiter im Schichtbetrieb und weitere 17218 als Tagarbeiter im Produktionsbereich beschäftigt. Wir planen eine epidemiologischen Kohortenstudie zur Untersuchung des Krebsgeschehens bei diesen Personen und im Vergleich von Schicht- und Tagarbeitern. Die Kohortenstudie wird einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Diskussion um die Kanzerogenität von Schichtarbeit bei Männern leisten. Sie ist die Basis für folgende eingebettete Fall-Kontroll-Studien, mit denen Risikofaktoren für einzelne Krebserkrankungen genauer studiert werden können.

Modellvorhaben zur Regionalanalyse von Gesundheits- und Umweltdaten im Saarland, Phase II

Ziel der ersten Phase des Modellvorhabens war die Anpassung der herkoemmlichen Methodik der Krebs- und Mortalitaetskartographie an eine extrem feinraeumige Gliederung auf Gemeindeebene sowie eine moeglichst verzerrungsfreie Darstellung der Krebsinzidenz und der Mortalitaet an ausgewaehlten Todesursachen in ueberregionaler Variation bei dieser Gliederungstiefe. In der Phase II sollen die Ergebnisse mit den vorliegenden und aktualisierten Umweltdaten des Saarlandes korreliert werden, um die Moeglichkeit von Wechselbeziehungen zwischen Umwelteinfluessen und Krankheitshaeufigkeiten und -orten zu pruefen.

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