Die Ausschlusskulisse wurde durch Auswertung von landesweiten Fachdaten erstellt. Die Flächen sind im Zuge der landesweiten Biotopkartierung nicht zu begutachten oder zu kartieren. Zugrundeliegende Fachdaten: 1 / Daten der Wertgrünlandkartierung aus Phase1 der Biotopkartierung aus dem Jahr 2014 (Shape1) Gesamtdatei (Shape1) Version 1_4 der Wertgrünlandkartierung 2014. 2 / Seen (soweit vom Seenmonitoring erfasst) => Shape wurde von der Abt. 4, Dez. 43 erstellt 74 Seen, die bis 2019 im Rahmen des Seenmonitorings durch Dez. 43 erfasst werden (74 von insgesamt 94 werden im Seenmonitoring erfasst). Für die Ausschlusskulisse benennt Dez. 43 die Seen (s. Protokoll 04.04.14). Die Abgrenzung der Kartierfläche erfolgt anhand der Außengrenzen der an das Gewässer gebundenen Biotoptypen (z. B. Röhricht, Bruchwald). Innerhalb dieser Grenzen kartiert das Dez. 43. Außerhalb schließt die landesweite Biotopkartierung direkt an diese Geometrien an. 3 / Nationalpark einschl. 160m-Streifen und Inseln und Halligen wurden vollständig ausgeschnitten. Zudem erfolgte Anpassung an die Küstenlinie an der Ostseeseite und die Elemenierung der Hafenanlagen. Gesamtgebiet des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer incl. eines zum Festlandsockel anschließenden deichseitigen 160m-Streifens (Streifen wurde durch ¿Pufferung¿ erzeugt). Vollständig ausgeschnitten wurden zusätzlich die gesamten Nordfriesischen Inseln und Halligen. In Teilen wurden von Hand noch die Grenzen an Deichlinien angepasst sowie Ostseeflächen und Hafenanlagenherausgenommen. Flächen der Schlei, Eidermündung, Dassower See, Travemündung und die Elbe ohne Elbinseln (alles aus dem Basis_dlm) sind hinzugefügt worden. Die Flächen an der Nordsee sind noch randlich angepassungen vorgenommen worden, damit bei der Verschneidung mit der Prüfkulisse keine kleinen Splitterflächen entstehen. Die Lücke im Wattenmeer vor Helgoland, wurde per Hand geschlossen. 4 / Sämtliche in Schleswig-Holstein gelegenen Militärischen Liegenschaften der Bundeswehr Sämtliche außerhalb und innerhalb der FFH-Gebietskulisse gelegenen Militärischen Liegenschaften. Gem. Einschätzung durch Herrn Kaiser (MELUR, 27.06.2014) wird die Betretung der Liegenschaften mit der Bundeswehr zeitnah nicht zu regeln sein. 5 / HNV-Kartierung - 120 Kacheln a` 1 Quadratkilometer (= 120 Quadratkilometer) Die HNV-Flächen wurden in der Vergangenheit und werden zukünftig in einem eigenständigen Projekt vollständig bearbeitet. 6 / Geometrien des Shape2 aus Phase1 der BK, ohne Hinweis auf Wertbiotope Sämtliche Flächen, welche von den Attributen ¿Biottyp¿, ¿gBT¿ und ¿gBT_Kuer¿, keinen Hinweis auf Wertbiotope geben. Datensatz wurde durch Prüfkulisse abgeschnitten, damit keine Überlagerungen enthalten sind.
Die bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen (SPF) stellen eine wichtige Basis für ein umfassendes nationales Biodiversitätsmonitoring der Gesamtlandschaft in Deutschland dar. Im Jahr 2004 wurden im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für das Monitoring häufiger Brutvögel unter Koordination des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) die heute vorliegenden SPF durch das Statistische Bundesamt (StBA) gezogen. Weitere Anwendung hat das Design der SPF seit 2009 im High-Nature-Value(HNV)-Farmland-Monitoring gefunden sowie nachfolgend auch beim Ökosystem-Monitoring und Insektenmonitoring (beide derzeit im Aufbau befindlich). Der vorliegende Artikel beschreibt das Stichprobendesign und das Verfahren der Stichprobenziehung und erläutert am Beispiel des HNV-Farmland-Monitorings die Anwendung der SPF, um Aussagen auf unterschiedlichen Betrachtungsskalen treffen zu können. Zwei Varianten der Schätzung mit unterschiedlichen Rechenwegen werden vorgestellt: der kombinierte Verhältnisschätzer sowie der modifizierte BfN-Schätzer. Mit Hilfe bundesweit vorliegender Fernerkundungsdaten kann beurteilt werden, wie gut die Hochrechnung auf Grundlage von Daten, die im HNV-Farmland-Monitoring auf den SPF erhoben wurden, die Realität für Gesamtdeutschland abbildet. Die Nutzung der SPF durch mehrere Programme des Biodiversitätsmonitorings lässt erwarten, dass zukünftig über die Erkenntnisse aus den einzelnen Monitoringprogrammen hinaus Synergien genutzt werden können und z. B. Hinweise auf Ursachen des Biodiversitätswandels gefunden werden. Dabei ist darauf zu achten, dass es nicht zur gegenseitigen Beeinträchtigung der Monitoringprogramme kommt und die Repräsentativität der SPF erhalten bleibt. So können nach dem Vorbild des Countryside Survey im Vereinigten Königreich die SPF als wichtiges Instrument für das nationale Biodiversitätsmonitoring genutzt werden.
Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich seit 2009 an den bundesweiten Kartierungen der Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert (High-Nature-Value[HNV]-Farmland-Flächen). Zunächst beschränkten sich die Erfassungen auf 97 jeweils 1 km² große Stichprobenflächen. Seit dem Jahr 2018 wurde der Umfang schrittweise erhöht. Seit 2021 werden insgesamt 372 Stichprobenflächen im vierjährigen Turnus bearbeitet. Der Anteil an Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert lag 2024 landesweit bei 19,4 % der Agrarlandschaftsfläche. Er war damit knapp eineinhalb Mal so hoch wie der gesamtdeutsche Wert und 1,5 Prozentpunkte höher als der Wert für Baden-Württemberg im Jahr 2009. Der größte Teil der HNV-Farmland-Fläche in Baden-Württemberg entfällt auf artenreiches Grünland. Extensiv genutzte Ackerflächen als Teil der HNV-Farmland-Flächen sind hingegen stark rückläufig. Regional werden deutliche Unterschiede sichtbar: Der Schwarzwald erreichte 2024 mit 47,1 % HNV-Farmland-Anteil den höchsten Wert, während sich im Naturraum Donau-Iller-Lech-Platte mit nur 5,8 % der niedrigste Anteil fand. In Biosphärengebieten und der Kulisse der Berggebiete der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union ist der HNV-Farmland-Anteil wesentlich höher als außerhalb dieser Gebiete in Baden-Württemberg. Eine Auswertung von Förderdaten zeigt, dass Grünland und Streuobstflächen, deren extensive Nutzung über die landesweite Landschaftspflegerichtlinie gefördert wird, zu einem großen Teil als HNV-Farmland kartiert werden. Insgesamt ermöglicht das erweiterte Monitoring detaillierte regionale Auswertungen und zeigt wichtige Handlungsschwerpunkte für den Naturschutz in der Agrarlandschaft auf.
Umweltindikatoren beschreiben den Zustand der Umwelt, die Wirkungen von Handlungen und Maßnahmen und dienen der Bewertung des Trends der Entwicklung der Umweltsituation. Sie sind damit Hilfsmittel für die Umweltpolitik, ermöglichen die Messung ihrer Effizienz und eignen sich für Zielsetzungen. Die Kennzeichnung mit (B) weist auf einen Indikator der Biodiversitätsstrategie Sachsen-Anhalt hin. Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) ist Mitglied der Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi). Alle LiKi-Mitglieder verwenden einen gemeinsamen Satz von 27 Umweltindikatoren. Die Daten der beteiligten Bundesländer werden einheitlich auf der Website der Länderinitiative präsentiert. Die Links auf dieser Seite führen jeweils zum entsprechenden Indikator auf der LiKi-Website. Das Klima spielt eine Schlüsselrolle im Naturhaushalt, denn alle Lebensvorgänge auf der Erde sind vor allem von Temperatur und Wasser abhängig. Ändert sich das Klima, so hat dies einschneidende und teilweise nicht überschaubare Folgen für Mensch und Umwelt. Durch den Ausstoß von Treibhausgasen verändern wir den Stoffhaushalt der Atmosphäre. Dies wirkt sich auf das globale Klima und damit auch auf die Temperatur und den Wasserhaushalt der Erde aus. Die entscheidende Rolle spielen hierbei der Verbrauch fossiler Energieträger und die damit verbundene Freisetzung von Kohlendioxid bei unserer Versorgung mit Strom, Wärme und Kraftstoffen für den Verkehrssektor. Andererseits ist die Verfügbarkeit von Energie eine der wichtigsten Grundlagen für einen hohen Lebensstandard und alle wirtschaftlichen Aktivitäten. Sie soll künftig durch einen noch schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien in Verbindung mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sichergestellt werden. Text mit freundlicher Genehmigung von der Länderinitiative Kernindikatoren LiKi: Klima und Energie übernommen. A1 Temperaturabweichung A2 Klimawandel und Vegetationsentwicklung A3 Kohlendioxidemissionen A4 Energieverbrauch A5 Erneuerbare Energien Die Landschaft ist in Deutschland stark anthropogen geprägt, „Natur“ im eigentlichen Sinne existiert nur noch in Randbereichen. Umso wichtiger ist es, naturnahe Ökosysteme als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen vor weiteren negativen Einflüssen zu schützen und zu erhalten. Wald und landwirtschaftlich genutztes Offenland sind die beiden großen, das Landschaftsbild beherrschenden Lebensraumtypen in Deutschland. Das Spektrum reicht von intensiv bewirtschafteten Grünland, Äckern und Forsten bis zu extensiv genutzten Wiesen und Weiden, Brachen, Heiden, naturnahen Mischwäldern und sich selbst überlassenen Naturwaldzellen. Der hohe Düngemitteleinsatz in der Agrarlandschaft führt zu Eutrophierung und Versauerung der Landschaft durch ein Nährstoffüberangebot. Vor allem an Stickstoffmangel angepasste Pflanzenarten werden langfristig verdrängt. Die daraus resultierende Änderung im Artenspektrum kann sich negativ auf die gesamte Biozönose im Ökosystem auswirken. Auch die fortschreitende Landschaftszerschneidung durch Verkehrswege und Siedlungen schränkt die Lebensräume und Wanderwege vieler Tierarten immer mehr ein. Die Isolierung von Populationen kann das Überleben von Arten gefährden. Oberirdische Binnengewässer wie Seen, Flüsse und Bäche prägen ebenfalls das Landschaftsbild und fungieren sowohl als Erholungsgebiete und Trinkwasserreservoire für den Menschen als auch naturnahe Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gerade Fließgewässer sind aber oft durch Begradigung und Ausbau in ihrer Struktur stark verändert. Dazu kommt noch die teilweise immer noch hohe Belastung der Gewässer durch kommunale und industrielle Einleiter sowie diffuse Nährstoff- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt sind die Einrichtung von Schutzgebieten und eine nachhaltige Land-, Forst- und Wasserwirtschaft elementare Voraussetzungen. Text mit freundlicher Genehmigung von der Länderinitiative Kernindikatoren LiKi: Natur und Landschaft übernommen. B1 Landschaftszerschneidung B2 Artenvielfalt B3 Naturschutzflächen B4 Waldzustand B5 Stickstoff-/ Säureeintrag B6 Stickstoffüberschuss B7 HNV-Flächen B8 Öko Zustand Binnengewässer B9 Gewässerstruktur Vielfältige Umwelteinflüsse wirken auf den Menschen, die sein Wohlbefinden beeinträchtigen und ihn schädigen können. Umweltschutz nützt der nachhaltigen Gesundheitsvorsorge. Klassische Umweltbelastungen durch Luft- und Wasserschadstoffe sowie Lärm werden in der staatlichen Umweltvorsorge relativ gut untersucht, gefährden jedoch nach wie vor die Gesundheit der Menschen. So stellt zum Beispiel die Lärm- und Feinstaubbelastung die zuständigen Institutionen vor wachsende Probleme. Auch neue Strahlungsquellen und immer neue toxische Stoffe stellen eine Herausforderung für Umwelt- und Verbraucherschutz dar. Chemische und biologische Schadstoffe in der Atemluft, in Produkten und in der Nahrung sind hier vor allem zu nennen. Neben den Umweltbelastungen beeinflusst die Lebensweise im weitesten Sinne den Gesundheitszustand der Menschen. Text mit freundlicher Genehmigung von der Länderinitiative Kernindikatoren LiKi: Umwelt und Gesundheit übernommen. C1 Luftqualität C2 Lärmbelastung C3 Verkehrsleistung C4 Erholungsflächen C5 Nitrat im Grundwasser C6 Schwermetalleintrag C7 Hitzebelastung Menschliches Tun ist untrennbar mit der Nutzung natürlicher Ressourcen verbunden. Dies geschieht sowohl bewusst als auch unbewusst und betrifft neben den großen volkswirtschaftlichen Prozessen auch unseren privaten Alltag. Wir benötigen einerseits Rohstoffe zur Herstellung von Gütern, nutzen andererseits aber natürliche Ressourcen auch zur Aufnahme von Emissionen und Abfällen. Sowohl der sparsame Umgang mit Ressourcen als auch die Steigerung der Ressourceneffizienz sind Wege, um nachfolgenden Generationen noch ausreichend Handlungsspielraum zu hinterlassen. Text mit freundlicher Genehmigung von der Länderinitiative Kernindikatoren LiKi: Ressourcen und Effizienz übernommen. D1 Flächenverbrauch D2 Ökologische Landwirtschaft D3 Abfallaufkommen D4 Nachhaltig Wirtschaften D5 Energieproduktivität D6 Rohstoffproduktivität Weitere aktive Indikatoren aus der Biodiversitätsstrategie von Sachsen-Anhalt: Gefährdete Arten Erhaltungszustand FFH-Lebensraumtypen und -Arten Indikator in Vorbereitung: Agrarnaturschutzförderung Ruhende Indikatoren: Anzahl gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten Zersiedelung der Landschaft Gentechnik in der Landwirtschaft Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2025
Nachhaltig handeln in Baden-Württemberg heißt … die Lebensgrundlagen und die vielfältige Natur sowie die einzigartigen Kulturlandschaften des Landes zu schützen und zu erhalten sowie Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt auch über das Land hinaus möglichst gering zu halten. Waldzustand Artenvielfalt und Landschaftsqualität Nitrat im Grundwasser Durchgängigkeit der Fließgewässer für Lachse Naturschutzflächen Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert Phosphorfrachten aus Kläranlagen zurück Rund 38 Prozent der Landesfläche Baden-Württembergs sind von Wald bedeckt. Wälder sind ein wichtiger Rohstofflieferant, sie haben eine große Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz und sind ein Ort der Erholung und Freizeitgestaltung. Darüber hinaus sind Wälder unverzichtbar für den Boden-, Wasser- und Klimaschutz. Zunächst durch Luftschadstoffe, wird der Wald seit Anfang der 2000er Jahre immer mehr durch die Auswirkungen des Klimawandels belastet. Steigende Temperaturen und häufiger auftretende Dürreperioden belasten die Wälder und machen sie anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall, wobei der langfristige Trend der Klimaerwärmung die Etablierung und massenhafte Vermehrung von Schadstofforganismen, die bislang nur eine geringe Bedeutung in unseren Wäldern gespielt haben, begünstigt [1]. Die Erfassung der Waldschäden basiert auf einer Beurteilung der Baumkronen. Aus der Kombination von Nadel-/Blattverlust und Vergilbung lassen sich sogenannte Schadstufen bestimmen, die einen schnellen und zusammenfassenden Überblick über die Entwicklung des Waldzustands ermöglichen [Waldzustandsbericht 2025]. Die Bewertung des Waldzustandes erfolgt dann in fünf Kombinationsschadstufen (0 = ungeschädigt bis 4 = abgestorben). Dargestellt wird der Anteil deutlich geschädigter Bäume der Stufen 2 bis 4 (mittelstark geschädigt bis abgestorben) in Prozent. Als deutlich geschädigt gelten Bäume, die einen Nadel- beziehungsweise Blattverlust oder einen Anteil der Vergilbung von mehr 25 Prozent aufweisen. Die Waldwirtschaft verfolgt das Ziel, naturnahe, möglichst stabile, arten- und strukturreiche Mischwälder zu fördern. Derartige Wälder lassen ein hohes Maß an Widerstandskraft, Regenerationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen erwarten. Im Jahr 2025 ist ein weiterer Anstieg des Anteils ungeschädigter Bäume (Schadstufe 0) zu verzeichnen. Nach dem bisherigen Tiefststand im Jahr 2022 konnte der Anteil seither jährlich leicht zunehmen. Umgekehrt verringert sich der Anteil der deutlich geschädigten Bäume (Schadstufe 2 bis 4) seit 2022 kontinuierlich und liegt aktuell mit 42 Prozent sogar unter dem Niveau des Trockenjahres 2018. Insgesamt hat sich der Waldzustand in Baden-Württemberg in den letzten 25 Jahren aber erheblich verschlechtert. Ab dem Jahr 2003 ist ein sprunghafter Anstieg an deutlich geschädigten Bäume zu beobachten. Besonders der Anteil an stark geschädigten Bäumen (Schadstufe 3) hat sich seitdem auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die Trockenjahre ab 2018 führten zu einer Verschärfung der Waldschäden, die in dieser Zeit Höchstwerte erreichten. Seit etwa zwei Jahren ist eine leichte Verbesserung der Situation zu verzeichnen, die sich in diesem Jahr fortsetzt [1]. Waldzustandsbericht 2025 Baden-Württemberg Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2025 Deutschland Vielfältige Informationen rund um den Wald auf den Seiten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg Hintergrundinformationen zur Erhebung des Waldzustandes und alle Waldzustandsberichte für Baden-Württemberg zum Download Ergebnisse der Bundeswaldinventur für Baden-Württemberg Die Waldstrategie Baden-Württemberg [1] Waldzustandsbericht 2025 Baden-Württemberg. Herausgeber: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA). https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/publikation/did/waldzustandsbericht-fuer-baden-wuerttemberg-2025 nach oben Vögel eignen sich als Zeiger für den Zustand unserer Natur und Landschaft. Der Rückgang von Goldammer, Feldlerche und Feldsperling zeigt, dass die Lebensbedingungen für Feldvogelarten weiterhin große Defizite aufzeigen. Der Indikator Artenvielfalt und Landschaftsqualität bezieht sich auf den Zustand der Normallandschaft. Diese ist die genutzte und nicht besonders geschützte Landschaft, die über 90 Prozent der Fläche Deutschlands ausmacht. Dargestellt wird die quantitative Bestandsentwicklung repräsentativer Vogelarten. Die Daten werden aus dem seit 1992 laufenden „Monitoring häufiger Brutvögel“ (MhB) ermittelt. Ausgewählte Brutvögel stehen stellvertretend für den Zustand der Artenvielfalt in unterschiedlichen Landschaftstypen und spiegeln mittelbar die Nachhaltigkeit der Landnutzung wider. Der Landesindikator Baden-Württemberg besteht aus den vier Teilindikatoren Agrarland, Wälder, Siedlungen und Binnengewässer. Feldlerche, Feldsperling und Goldammer sind potenzielle Indikatorarten des Teilindikators Agrarland Baden-Württemberg. Der jeweilige Bestandsindex wird hier exemplarisch dargestellt. Der Rückgang der Biodiversität in den Agrarökosystemen des Landes soll gestoppt und für die typischen Arten der Agrarlandschaft soll ein Aufwärtstrend erreicht werden. Ein konkretes Ziel ist für diesen Indikator nicht definiert. Informationen zum Brutvogelmonitoring auf den Seiten der LUBW Monitoring-Programme auf den Seiten des Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) Monitoring häufiger Brutvögel auf der Seite des NABU-Vogelschutzzentrums MössingenMonitoring mittelhäufiger und seltener Brutvogelarten auf den Seiten der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württembergs (OGBW) e. V. nach oben Im Jahr 2024 wurde an 6 von 119 Messstellen in Baden-Württemberg der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Nitrat nicht eingehalten. Langfristig zeigt die Nitratbelastung des Grundwassers einen rückläufigen Trend. Das Ziel in Baden-Württemberg ist die Erhaltung eines guten Zustands des Grundwassers gemäß Wasserrahmenrichtlinie bzw. der Grundwasserverordnung . Dazu darf die Nitratkonzentration 50 Milligramm pro Liter nicht überschreiten. Hintergrundinformationen zum Grundwasserüberwachung und Daten zum Download Wasserrahmenrichtlinie Verordnung zum Schutz des Grundwassers (Grundwasserverordnung - GrwV) nach oben Um alle Laichhabitate und Jungfischlebensräume zu erschließen, ist die weitere Herstellung der aufwärtsgerichteten Durchgängigkeit bis zum Zielwert 100 Prozent erforderlich. Im Jahr 2025 sind bereits 56 Prozent der insgesamt 247 für den Lachs relevanten Querbauwerke im Rheineinzugsgebiet Baden-Württembergs aufwärts durchgängig gestaltet. Erste Erfolge bei der Wiederansiedlung des Lachses konnten bereits festgestellt werden. Die Durchgängigkeit im Wiederansiedlungsgebiet wird schrittweise verbessert, damit werden zunehmend ehemalige Lebensräume für den Lachs wieder erschlossen. Inzwischen kann in allen Programmgewässern eine natürliche Reproduktion des Lachses regelmäßig nachgewiesen werden. Die vollständige Herstellung der aufwärts gerichteten Durchgängigkeit ist erforderlich, um alle Laichhabitate und Jungfischlebensräume für den Lachs zu erschließen. Außerdem muss die Durchgängigkeit für die Abwärtswanderung der Lachse auf ihrem Weg zum Meer ebenfalls dringend verbessert werden. Es besteht somit noch erheblicher Handlungsbedarf in Baden-Württemberg. nach oben Der Anteil der Naturschutzflächen an der Landesfläche Baden-Württembergs liegt bei 2,8 Prozent. Den Erfolgen des Natur- und Artenschutzes durch die Ausweitung der Naturschutzflächen steht eine wachsende Gefährdung ehemals sehr häufiger Arten der Normallandschaften außerhalb geschützter Landschaftsbestandteile gegenüber. Um die biologische Vielfalt nachhaltig zu sichern, sind ausreichend große Flächen erforderlich, auf denen sich die Natur ohne belastende Eingriffe des Menschen entfalten kann. Dargestellt ist der Anteil der bundeseinheitlich nach Naturschutzrecht streng geschützten Gebiete (Naturschutzgebiete, Kern- und Pflegezonen der Nationalparke und des Biosphärenreservates) an der Landesfläche in Prozent. Für diesen Indikator ist in Baden-Württemberg kein Zielwert definiert. Der Anteil der Naturschutzflächen an der Landesfläche liegt aktuell bei 2,8 Prozent. Die Ausweisung des Nationalparks Schwarzwald im Jahr 2014 hatte zur letzten deutlichen Ausweitung der Naturschutzflächen in Baden-Württemberg geführt. Schutzgebietsverzeichnis nach oben Seit Mitte der 2010er Jahre zeigt sich ein steigender Trend, der sich vor allem auf eine Zunahme der Flächen mit sehr hohem und äußerst hohem Naturwert stützt. In den letzten fünf Jahren sind die Zuwächse an Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert nur noch gering. In der Agrarlandlandschaft sind naturnahe Landschaftselemente sowie extensiv genutzte Flächen von großer Bedeutung für den Schutz der biologischen Vielfalt. Durch die systematische Erfassung von Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert (High Nature Value Farmland-Flächen, HNV Farmland-Flächen) können Auswirkungen unter anderem der Agrarpolitik in Hinblick auf die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft aufgezeigt werden. Anteil der Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert an der gesamten Landwirtschaftsfläche in Prozent. Es wird unterschieden zwischen Flächen mit äußerst hohem (Stufe I), sehr hohem (Stufe II) und mäßig hohem Naturwert (Stufe III). Baden-Württemberg will die Landwirtschaft stärker im Sinne der Nachhaltigkeit sowie der Erhaltung der Biodiversität entwickeln. Ein Zielwert ist für Baden-Württemberg nicht definiert. Im Jahr 2024 lag der Anteil von Landwirtschaftsflächen mit einem hohen Naturwert (High Nature Value Farmland-Flächen, HNV Farmland-Flächen) in Baden-Württemberg bei 19,4 Prozent der gesamten Agrarlandschaftsfläche. Nach der ersten Erhebung im Jahr 2009 war zunächst ein Rückgang der Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert zu beobachten. Mitte der 2010er Jahre wurde diese Entwicklung gestoppt und seither zeigt sich ein insgesamt steigender Trend, der sich vor allem auf eine Zunahme der Flächen mit sehr hohem und äußerst hohem Naturwert stützt. Seiten der LUBW zu Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert nach oben Seit 2010 konnten die Jahresfrachten an Gesamtphosphor aus Kläranlagen auf weniger als die Hälfte reduziert werden. Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen bewahrt diesen Grundstoff für die Düngemittelherstellung und die chemische Industrie. Dargestellt wird die über kommunale Kläranlagen in Gewässer eingeleitete Jahresfracht an Gesamtphosphor in Tonnen pro Jahr. Der Summenparameter Gesamtphosphor (P ges ) umfasst im Abwasser alle organischen Phosphorverbindungen und die anorganischen Phosphorverbindungen ortho-Phosphat-Phosphor sowie Polyphosphate. Im „ Handlungskonzeptes Abwasser “ wird die weitergehende Phosphor-Elimination dort angestrebt, wo aufgrund der über Kläranlagen eingetragenen Phosphorverbindungen die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verfehlt werden. Seit 2010 konnten die Jahresfrachten an Gesamtphosphor mehr als halbiert werden. In den Jahren 2010 bis 2015 wurden zunächst im defizitären Neckargebiet Kläranlagenmaßnahmen zur Reduktion der Phosphatfrachten durchgeführt. In den folgenden Jahren wurden die Maßnahmen auf andere Gebiete im Land ausgeweitet. Ab 2029 sind grundsätzlich alle Betreiber von kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen unabhängig von der jeweiligen Ausbaugröße zu einer Phosphorrückgewinnung aus dem Klärschlamm verpflichtet [ AbfKlärV ]. Aktuell (2024) wird in 75 Prozent der Kläranlagen in Baden-Württemberg eine Phosphor-Elimination durchgeführt. Vor allem kleine Anlagen mit weniger als 5000 angeschlossenen Einwohnerinnen und Einwohnern verfügen zum Teil noch nicht über Anlagen zur Phosphor-Abscheidung [3]. Lagebericht Kommunalabwasser 2023 Kompetenzzentrum Spurenstoffe Bericht Spurenstoffinventar 2023 [2] Pressemitteilung des Umweltministeriums zum 10. Phosphorkongress im November 2024. https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/phosphor-ressourcen-vor-ort-nutzen-jetzt-handeln?highlight=phosphor [3] 50. Leistungsnachweis der kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg. https://www.dwa-bw.de/files/_media/content/PDFs/LV_Baden-Wuerttemberg/Homepage/BW-Dokumente/Homepage%202013/Nachbarschaften/LN%202024_Bericht_Teil%201%20und%202_2024_FINAL_4.pdf nach oben
<p>Die Art und Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung beeinflussen in hohem Maß die biologische Vielfalt des Offenlandes. Der HNV-Farmland-Indikator (HNV = High Nature Value) dient als Messgröße für Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert und dokumentiert die Entwicklung der naturschutzfachlich hochwertigen Flächen und Strukturen in der Agrarlandschaft. Der Indikator wird in Deutschland mit dem HNV-Farmland-Monitoring erhoben – einem Beobachtungssystem, welches den Zustand und die Veränderungen der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft erfasst. Seit 2009 wird der HNV-Farmland-Indikator alle 4 Jahre auf der hessischen Gesamtfläche auf 41 Stichprobenflächen erhoben – deutschlandweit sind es aktuell ca. 1700 Stichprobenflächen.</p><p>Der HNV-Farmland-Indikator liefert auf diese Weise Daten zum Zustand und zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft und einen wichtigen Beitrag zur Evaluierung der europäischen Agrarpolitik.</p><p>Seit mehr als 10 Jahren wird mit dem HNV-Farmland-Indikator die biologische und strukturelle Vielfalt der hessischen Agrarlandschaft auf einer repräsentativen Auswahl von Stichprobenflächen erfasst und die Entwicklung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft auf Bundes- und auf Länderebene aufgezeigt.</p><p>Wegen der guten Raumrepräsentativität der Flächen sowie auch wegen der hohen Erfassungsfrequenz liegen wertvolle Datenreihen vor, die außerdem bundesweit einheitlich ausgewertet werden können. Durch die regelmäßigen Wiederholungs-Erfassungen können Veränderungen in der Agrarlandschaft festgestellt werden. Mit dem Wachstum der Zeitreihen dieser Daten steigt der Wert und die Bedeutung dieses Instrumentes kontinuierlich an. Auch aktuell relevante weitere Fragestellungen wie die Ermittlung von kausalen landschaftsökologischen Zusammenhängen unter Einbeziehung weiterer Monitoring- oder Strukturdaten (z. B. Insektenmonitoring) wären zukünftig denkbar.</p><p>Als HNV-Farmland werden z. B. artenreiches Grünland, extensiv bewirtschaftete Äcker oder Weinberge, Streuobstbestände oder Brachen als unterschiedliche HNV-Typen aufgenommen. Solche Landwirtschaftsflächen verfügen häufig über eine hohe Artenvielfalt und können auch seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten beherbergen, die in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft keine Überlebenschancen mehr haben. Auch strukturierende und bereichernde Landschaftselemente wie Hecken, Feldgehölze, Gräben oder Trockenmauern zählen zum HNV-Farmland – sie bieten zusätzlichen Lebensraum und Rückzugsorte für viele Arten.</p><p>Das HNV-Monitoring findet auf 41 Stichprobenflächen in Hessen statt, innerhalb und außerhalb von NATURA 2000-Gebieten. Im zweijährigen Turnus wird seit 2009 jeweils die Hälfte der Stichprobenflächen in zwei Losen (Nord- und Südhessen) erfasst.</p><p>Im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurde von der EU beschlossen, dass die Entwicklung von Landwirtschaft und Ländlichem Raum durch ein breit angelegtes Set von Indikatoren verfolgt wird. Hierzu wurde der HNV-Farmland Indikator ab der Förderperiode 2007/2013 als einer von 35 EU-Indikatoren zur Integration von Umweltbelangen in die gemeinsame Agrarpolitik in das entsprechende Indikatorenset aufgenommen. Der HNV-Indikator muss als so genannter Pflichtindikator im Rahmen der Evaluierung der Entwicklungsprogramme Ländlicher Raum von allen Bundesländern gegenüber der EU berichtet werden und ist auch auf Bundesebene im Rahmen der Berichtspflichten für den Nationalen Strategieplan darzustellen.</p><p>Bund und Länder verständigten sich zur Erhebung des berichtspflichtigen Indikators auf einen schlanken, stichprobenbasierten Ansatz für ein deutschlandweit einheitliches HNV-Farmland-Monitoring. Inzwischen ist der HNV-Farmland-Indikator auch Teil des <a href="https://www.bfn.de/monitoring-von-landwirtschaftsflaechen-mit-hohem-naturwert">Indikatorensets der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt</a> und des <a href="https://www.lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=602&aufzu=2&mode=indi">Indikatorensets der Länderinitiative Kernindikatoren (LIKI)</a> und in den Pflanzenschutzindex (PIX) im Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz integriert.</p><p>Zur Ermittlung des HNV-Farmland-Indikators wurde in Deutschland ein Monitoringsystem auf der Basis von bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen (1 km x 1 km) aufgebaut, auf welchen in regelmäßigen Abständen die Nutzflächen und Landschaftselemente mit hohem Naturwert erfasst und bewertet werden. Es gibt drei unterschiedliche Qualitätsstufen, sodass neben rein quantitativen Ergebnissen auch Informationen über den qualitativen Zustand der HNV-Farmland-Elemente bzw. Qualitätsveränderungen innerhalb der HNV-Farmland-Kulisse erfasst werden können:</p><p>HNV I - äußerst hoher Naturwert</p><p>HNV II - sehr hoher Naturwert</p><p>HNV III - mäßig hoher Naturwert</p><p>Die Erfassung erfolgt auf Grundlage von Luftbildern und Vorkartierungen. Anhand von regionalisierten Kennartenlisten und einer bundesweit einheitlichen Kartieranleitung erfolgt u. a. die Zuordnung zu den Qualitätsstufen. Für die Auswertung werden die kartierten HNV-Flächen unterschiedlicher Qualitätsstufen digitalisiert und die Größen bilanziert.</p><p>Durch diese Methode können mit geringem Aufwand relativ robuste qualitative und quantitative Daten zur Biodiversität in der Agrarlandschaft erzeugt werden, die ohne den Indikator nicht zur Verfügung stehen würden. Es handelt sich um ein äußerst kostengünstiges und außerdem aufgrund der methodischen Vorgaben einfach zu handhabendes Instrument zur qualitativen Bewertung der Biodiversitätsentwicklung in der landwirtschaftlich genutzten Fläche.</p><p>Der Anteil der Flächen mit hohem Naturwert an der Landwirtschaftsfläche lag im Jahr 2009 für Hessen mit 18,9 % nahe bei dem für Deutschland insgesamt für das Jahr 2015 ausgegebenen Zielwert von 19 %. Von 2009 bis 2013 ist der Anteil von Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert auf unter 16 % zurückgegangen. Zum Jahr 2020* lag der Anteil in Hessen – nach einem kurzen Anstieg bis 2017 – bei 17,6 % und liegt damit unter dem dargestellten Zielwert für Deutschland. Von den Rückgängen am stärksten betroffen ist dabei die HNV-Wertstufe III „Flächen mit mäßig hohem Naturwert“.</p><p>* Die Daten für das Jahr 2019 wurden 2020 nachgeliefert.</p><p>Die Hintergründe zur Hochrechnungsmethodik sowie die Ergebnisse zur bundesweiten Auswertung sind auf den <a href="https://www.bfn.de/monitoring-von-landwirtschaftsflaechen-mit-hohem-naturwert">Seiten des BfN</a> nachzulesen. Ergebnisse anderer Bundesländer finden sie u. a. auf den Seiten der <a href="https://www.lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=602&aufzu=2&mode=indi">Länderinitiative Kernindikatoren</a>.</p><p> </p><p>Das Dezernat N1 Lebensräume der Abteilung Naturschutz – Zentrum für Artenvielfalt im HLNUG übernimmt die Ausschreibung und Vergabe der Kartierleistungen, während die Schulungen der Gutachterinnen und Gutachter sowie die zentrale Datenauswertung für Bund und Länder vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) übernommen wird.</p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5904&cHash=3e35a0febb23039b692c6b607dc0cc75">Claudia Hepting</a></p><p>Tel.: 0641-200095 67</p><p><a href="https://www.bfn.de/monitoring-von-landwirtschaftsflaechen-mit-hohem-naturwert">Bundesamt für Naturschutz (BfN) zum HNV-Monitoring</a></p><p><a href="https://www.lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=602&aufzu=2&mode=indi">Länderinitiative Kernindikatoren (LIKI)</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/img_content/naturschutz/Naturschutz_und_Landwirtschaft/2022-01-05_Uebersichtskarte_HNV_HLNUG.pdf">Übersichtskarte HNV-Monitoring: Lage der Stichprobenflächen in Hessen</a></p>
In diesem Skriptenband sollen der methodische Ansatz, die Organisation und die bisherigen Ergebnisse des Monitorings von Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert dargestellt werden.
Um die Ziele der Biodiverstitätskonvention (CBD) von Rio - den Erhalt der biologischen Vielfalt - zu erreichen, ist die Verwendung von gebietseigenem (Pflanzen)Material bei Begrünungsmaßnahmen außerhalb besiedelter Bereiche von entscheidender Bedeutung. Bis heute ist es nicht gelungen, die Anforderungen der CBD in Zentraleuropa zufriedenstellend umzusetzen, da Offenlandgesellschaften weitgehend durch die Ansaat von Regelsaatgutmischungen entwickelt werden. Diese Regelsaatgutmischungen werden auf dem internationalem Markt produziert und bestehen zum Großteil aus fremdländischen Ökotypen und Unterarten, die eine Gefahr für die genetische Vielfalt des betroffenen Naturraumes darstellen. In den letzten 15 Jahren rückten naturnahe Begrünungsmethoden zunehmend in den Fokus der Forschung, doch die Umsetzung dieses Wissens in der Praxis ist noch immer unzureichend. Erschwerend kommt hinzu, dass zertifiziertes Saatgut regionaler Herkunft überall in Europa nur selten in größeren Mengen auf dem Markt erhältlich ist. Um diese Hindernisse zu überwinden, wird das Projekt Agrarland mit hohem Naturwert (High Nature Value Farmland) (z.B. Halbtrockenrasen, Glatthaferwiesen, Brenndoldenwiesen) als Spenderflächen für die Gewinnung von Saatgut in Form von Wiesendrusch und Mahdgut nutzen. In Mitteleuropa haben zahlreiche Studien das Potential von Agrarland mit hohem Naturwert dokumentiert. Diese Biodiversität kann durch spezifisches Management aber auch durch die Übertragung dieses Potentials auf degradierte oder intensiv genutzte Flächen (Ackerbrachen, artenarmes Grünland) oder Rohböden (Straßenböschungen, Abgrabungen) geschützt werden. Die letztere, aktive Form des Schutzes erfordert die Entwicklung nachhaltiger und effizienter Methoden. Im Rahmen dieses Projektes werden Richtlinien für Samenproduktion und Ernte von potentiellen Spenderflächen erarbeitet sowie optimale und kostengünstige Verfahren ('best practice') für die Entwicklung von Offenlandflächen mit hohem Naturwert entwickelt. Die angelegten Pilotprojekte in den beteiligten Ländern werden zu Demonstrationszwecken verwendet und sollen Praktiker, Planer und Behördenvertreter von den zahlreichen Vorteilen dieser Methoden für die Region überzeugen: z.B. Erhöhung bzw. Erhalt der Biodiversität im Naturraum, ökologische Renaturierung von Natura 2000-Flächen, Ausweitung des Biotopverbundes, Attraktivität für Tourismus.
Für die Evaluierung der Ländlichen Entwicklungsprogramme 2007-2013 ist der Agrar-Umweltindikator HNV Farmland gemäß 'EU Common Monitoring and Evaluation Framework for the rural development programmes' und ELER-Verordnung (VO EG 1698/2005) ein Pflicht-Baseline-Indikator. Er ist damit gemäß Art. 13 in den Jahren 2010, 2012 und 2014 Teil der zusammenfassenden Berichte über den Fortschritt bei der Umsetzung des nationalen Strategieplans zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Anpassungen und Konkretisierungen des HNV-Indikators sollen ursprünglich bereits bis Herbst 2007 vorgenommen und die Indikatoren mit einem quantitativen Wert und einem Zielwert 2010 unterlegt werden. Im Jahr 2006 lag ein Entwurf der Gebietsabgrenzung von HNV Farmland europaweit vor, der von der EEA und dem JRC erarbeitet wurde. Allerdings ist der HNV Farmland Indikator für viele MS - so auch für Deutschland - in der durch die EEA vorgegebenen Form nicht nutzbar, da kleinteilig strukturierte Flächen nicht berücksichtigt werden. Die Mitgliedstaaten sind daher von der EU-Kommission aufgefordert, eigene Ansätze zu entwickeln. In einem Forschungs- und Entwicklungs- Vorhaben (FKZ: 3507 80 8000, Laufzeit 10/07 bis 02/08), betreut durch das BfN, I 1.3, wurde ein Konzept zur Umsetzung des Indikators und zur Erfassung der notwendigen Daten erarbeitet. Die zuständigen Programmkoordinierungsreferenten der Länder haben bis auf BW und SL im Juni 08 dem Vorschlag zugestimmt. Voraussetzung ist allerdings eine Beteiligung des Bundes bei der Durchführung des Erstdurchganges. Da der erste Evaluierungs-Bericht 2010 an die KOM geliefert werden muss, ist es geplant, bereits 2009 in einem Erstdurchgang alle rund 950 Stichprobenflächen zu kartieren. Anschließend werden jährlich nur noch 1/4 der Flächen erfasst. Somit ist es den Ländern nach einer Anschubfinanzierung möglich, die laufenden Kosten der Erfassungen, Digitalisierung und Auswertung selber zu tragen.
Ziel des Projektes ist die interdisziplinäre Erarbeitung eines Konzeptes für die Wirkungsanalyse der für die Biodiversität relevanten Maßnahmen des Entwicklungsplans ländlicher Raum (EPLR). Dabei gilt es, die obligatorischen Indikatoren (Biodiversitäts-/Vogelindikator sowie HNV-Indikator) für landesweite Trendaussagen zu prüfen und ggf. zu erweitern (Programmbewertung) sowie geeignete Wirkungsindikatoren unter Beachtung bestehender Erfassungssysteme für die Maßnahmenebene zu erarbeiten.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 7 |
| Land | 14 |
| Weitere | 6 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Bildmaterial | 1 |
| Förderprogramm | 4 |
| Text | 16 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 22 |
| Offen | 5 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 27 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 6 |
| Dokument | 9 |
| Keine | 4 |
| Webseite | 19 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 13 |
| Lebewesen und Lebensräume | 27 |
| Luft | 4 |
| Mensch und Umwelt | 27 |
| Wasser | 7 |
| Weitere | 19 |