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C-Umsatz und C-Festlegung im Boden unter Miscanthus x gigantheus mit Hilfe natürlicher 13C-Abundanz

Angesichts der durch steigende Kohlendioxid (CO2)- Konzentrationen bedingten Klimaerwärmung wird nach Möglichkeiten gesucht, CO2 unter anderem in terrestrischen Senken für längere Zeiträume festzulegen. Am Beispiel von Miscanthus x giganteus (Greef et Deu.) wurde untersucht, ob durch den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen eine Kohlenstoff (C)- Festlegung in Böden unterschiedlicher Textur möglich ist. Zu diesem Zweck wird die Methode der natürlichen 13C-Abundanz angewandt. Mit dieser modernen Methode können C-Umsatzzeiten des Gesamtkohlenstoffs im Boden sowie seiner verschieden Pools abgeschätzt werden, aber auch die C-Dynamik auf molekularer Basis durch komponentenspezifische O13C Lipidanalysen untersucht werden. Die Untersuchungen zeigten, dass die unter Miscanthus ermittelten C-Verweilzeiten nur geringfügig länger sind als diejenigen unter Mais. Die jährliche Festlegung von miscanthusbürtigem C in der organischen Bodensubstanz (OBS) bestätigt nur für lehmigen Boden eine höhere C-Sequestrierung von Miscanthus. Es wurde eine vergleichbare C-Akkumulation durch den Miscanthusanbau wie in Grünlandböden festgestellt. Ebenso zeigen Inkubationsexperimente im Miscanthusboden eine ähnliche kumulative CO2-Freisetzung wie in Böden unter Grünland mit einer Tendenz zu geringfügig niedrigeren Freisetzungsraten im Miscanthusboden, Die Anteile von miscanthusbürtigem C am freigesetzten CO2 sind ähnlich wie in Versuchen mit Mais. Es lässt sich eine schnellere Umsetzung des miscanthusbürtigen C in der mikrobiellen Biomasse als leicht umsetzbarer C-Fraktion bestätigen. Die Zugabe leicht verfügbarer organischer Substanzen bewirkte eine verstärkte Mineralisierung der OBS, wobei dieser zusätzlich freigesetzte C entgegen den Erwartungen aus der alten, C3 bürtigen OBS Fraktion stammte. In 13C- Markierungsexperimenten konnte in Miscanthus, Mais, Weizen und Roggen die Verlagerung des kürzlich assimilierten CO2 in Pflanzenteilen verfolgt werden. Eine Verlagerung in den Boden fand hierbei kaum statt. Die O13C-Werte aus den komponentenspezifischen O13C- Lipidanalysen sind vielversprechend für die Diagnose von molekularen Markern und die daraus erfolgende Bestimmung der Umsatzraten. An den CO2- Konzentrationen der Bodenluft und der Herkunft des CO2 konnte der besondere Vegetationszyklus (später Wachstumsbeginn, verzögertes Wurzelwachstum) von Miscanthus wiedergespiegelt werden.

Feldhamsterschutzkonzept RLP

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] FELDHAMSTER- SCHUTZKONZEPT Rheinland-Pfalz Februar 2023 INHALT 1.Anlass1 2.Der Feldhamster (Cricetus Cricetus)2 2.1 Lebensraum- und Habitatansprüche2 2.2 Lebenszyklus2 2.3 Schutzstatus3 2.4 Aktuelle Rechtsprechung im Feldhamsterschutz3 2.5 Gefährdungssituation5 2.6 Ziel von Schutzmaßnahmen5 3.7 Vorangegangene Arbeitsschritte und –Ergebnisse 3.1 Empfehlungen der Machbarkeitsstudie7 3.2 Entnahme genetischer Ressourcen7 4.Akteure im Feldhamsterschutz in RLP8 5.Festlegung von Zielgrössen in Rheinland-Pfalz10 6.Maßnahmenempfehlungen11 6.1 Genetische Ressourcen13 6.2 Kurz- und Mittelfristig14 6.3 Langfristig18 6.4 Monitoring21 7.24 Beteiligung und Umsetzungsoptionen 7.1 Rechtliche Rahmenbedingungen25 7.2 Empfehlungen Für Rheinland-Pfalz25 8.Zeitplan28 9.Definitionen30 10. Quellen32 11. Anhang37 Impressum 38 1. ANLASS Auf Grundlage der Vorarbeiten des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) wurde die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM) – Referat 1025 – gebeten, die dringliche Nachzucht von Feldhamstern zu orga- nisieren. Darüber hinaus wurde die SNU angehalten, ein Wiederansiedlungskonzept und eine Strategie zur Umsetzung der Flächenvorbereitung anzugehen und breit abzustimmen. Anpassungen des vorliegenden Konzeptes nach praktischen Erfordernissen bzw. Erkenntnissen oder auf Grund von geänderten Rahmenbe- dingungen sollen jederzeit möglich sein. Das Konzept gibt zunächst einen Abriss zu den Ansprüchen, der Gefährdungssituation und dem Schutz- status des Feldhamsters im Allgemeinen. Es legt darüber hinaus die vorangegangenen Arbeitsschritte und -ergebnisse dar. Auf der Grundlage ausführlicher Literaturrecherchen und dem Blick in andere (Bundes-) Länder mit vergleichbaren Herausforderungen, werden in Kapitel 5 Zielgrößen für Rheinland-Pfalz zur Rettung des Feldhamsters definiert. Auf diesen Grundlagen führt Kapitel 6 Maßnahmenempfehlungen detailliert aus. Darauf folgend wird das Thema Beteiligung von Akteur:innen näher betrachtet (Kapitel 7) und Umsetzungsoptionen beleuchtet. Am Ende des Konzepts wird ein Zeitplan (Kapitel 8) vorgeschlagen. Bildautor: Wolfgang Hock Der Feldhamster (Cricetus Cricetus) 1 2. DER FELDHAMSTER 2.1 LEBENSRAUM- UND HABITATANSPRÜCHE Feldhamster (Cricetus cricetus) sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben in strukturreichen und extensiv genutzten Ackerlandschaften mit tiefgründigen, gut grabbaren und nicht zu feuchten Löss- und Lehmböden. Feldhamster benötigen diese Bodenstruktur zur Anlage stabiler Baue, die im Sommer ca. 60 cm (Schreiber 2010) und im Winter bis zu 2 m tief sein können (vgl. Weinhold und Kayser 2006). Feldhamster ernähren sich überwiegend von Getreide, brauchen für eine abwechslungsreiche Ernährung allerdings auch Ackerwild- kräuter und Insekten (vgl. Boye und Weinhold 2004). Das Überleben der Art wird neben einem guten Nahrungsangebot vor allem durch das Vorhandensein von Deckung als Schutz vor Fressfeinden gefördert (vgl. Ackermann 2013). Neben abwechslungsreichen Kulturlandschaften findet man Feldhamster auch ver- einzelt in Kleingärten und Parkanlagen, wie zum Beispiel auf dem Wiener Friedhof (Stadt Wien 2010) und Privatgärten in Niedersachsen (AG Feldhamsterschutz Niedersachsen 2018). 2.2 LEBENSZYKLUS Feldhamster erwachen im März/April aus ihrem Winterschlaf. Im Frühjahr ernähren sie sich von dem, was in unmittelbarer Nähe zum Bau vorhanden ist, z. B. grüne Pflanzenteile (Surdacki 1964). Außerhalb der Fort- pflanzungszeit sind Feldhamster Einzelgänger. In Deutschland beginnt die Fortpflanzungszeit im April/Mai (Kayser und Stubbe 2003). Die Männchen gehen dann auf die Suche nach den Weibchen. Während der Reproduktionsphase sind sie bestrebt sich mit so vielen Weibchen wie möglich fortzupflanzen. In West- europa werfen weibliche Feldhamster zweimal im Jahr durchschnittlich sechs bis zehn Jungtiere, wobei, je nach Lebensbedingungen, sowohl die Reproduktionsphase als auch die Wurfgröße stark schwanken kann (Weinhold und Kayser 2006). Der erste Wurf kommt im Mai/Juni und die Jungtiere sind bereits nach ca. drei Wochen selbstständig. Durch die zunehmende innerartliche Aggression trennen sich die Wege der Ge- schwister in einer Periode von drei bis fünf Wochen (Eibl-Eibesfeldt 1953; Weinhold und Kayser 2006). Die Jungtiere verlassen sodann den Mutterbau, übernehmen verlassene Baue oder legen neue an (Weinhold und Kayser 2006). In Deutschland beteiligen sich weibliche Tiere selten zweimal jährlich an der Reproduktion (vgl. Weinhold und Kayser 2006:41). Zudem haben späte Würfe aufgrund fehlender Deckung und Nahrung nach der Ernte eine geringere Überlebenschance als zeitigere Würfe (vgl. Weinhold und Kayser 2006). Der letztmögliche Zeitpunkt der Reproduktion ist Mitte August, da sich die Fortpflanzungsorgane der männlichen Tiere dann zurückbilden (Kayser und Stubbe 2003). Gleichzeitig konnte nachgewiesen werden, dass männliche Feldhamster ab August in Winterschlaf gehen, später gefolgt von Weibchen und Jungtieren (Franceschini und Millesi 2005). 2 Während des Winterschlafs verbrauchen die Tiere ihre angefressenen Fettreserven. Vor allem männliche Feldhamster haben noch während der Aktivitätsphase Zeit diese anzulegen. Weibchen und Jungtiere hingegen sind auf Vorräte angewiesen (Strnadl 2020). Hierfür eignet sich trockenes Getreide. Hiervon benötigt ein ausgewachsener Feldhamster mind. 1,2 kg, um den Winter zu überleben (Wendt 1991). Die Überwinterung beträgt im Mittel sechs Monate, wobei sie u. a. individuellen, klimatischen und geografischen Abweichungen unterliegen kann. Der Erfolg der Überwinterung ist abhängig vom Gesundheitszustand des Tieres, der Menge der Vorräte und der Lage des Winterbaus (Weinhold und Kayser 2006). Die Winter- sterblichkeit kann 61,5 % betragen (Wendt 1984). 2.3 SCHUTZSTATUS Der Feldhamster gehört in Westeuropa zu den am stärksten gefährdeten Säugetierarten undkommt auch in Deutschland nur noch in wenigen zusammenhängenden Gebieten vor (Meinig et al. 2014). Wegen der europaweit stark zurückgehenden Bestände ist der Feldhamster in Anhang IV der Flora-Fauna-Habi- tat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) verzeichnet und zählt damit zu den streng zu schützenden Arten von gemeinschaftlichem Interesse. Hierdurch besteht die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten die Feldhamster- populationen in einem günstigen Erhaltungszustand zu erhalten oder diesen herzustellen (gem. Art. 1 Nr. a) Richtlinie 92/43/EWG). Es gilt das Verbesserungsgebot. Für die Einschätzung des Erhaltungszustandes sind gemäß der Empfehlung von Sachteleben und Behrens (2010) durch die zuständigen Landesbehörden mindestens alle zwei Jahre folgende Kriterien der Richtlinie 92/43/EWG zu erfassen, zu bewerten und an das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zu melden: Verbreitungs- gebiet, Population, Habitat, Spezifische Strukturen und Funktionen, Flächengröße und Zukunftsaussichten. Laut Nationalem Bericht 2019 ist der Erhaltungszustand der Feldhamsterpopulationen in der kontinentalen biogeografischen Region ungünstig-schlecht (FFH-Bericht 2019). Deutschland und insbesondere die Bundesländer in denen Feldhamster noch vorkommen sind dementsprechend in der Verantwortung den Zu- stand der Feldhamsterpopulationen zu verbessern (Meinig et al. 2020). Im September 2020 hat die IUCN den Feldhamster als weltweit »vom Aussterben bedrohte Art« eingestuft (Banaszek et al. 2020). In der Roten Liste Rheinland-Pfalz (Stand 2006) wird er allerdings noch als potentiell gefährdet geführt. Experten empfahlen bereits 2011 eine Einordnung in die Kategorie 1 »vom Aussterben bedroht«, denn ohne Schutzmaßnahmen sei in 10 Jahren mit dem Aussterben der Art zu rechnen (DRL 2014). 2.4 AKTUELLE RECHTSPRECHUNG IM FELDHAMSTERSCHUTZ Neben den geltenden Rechtsverordnungen sind auch die Rechtsprechungen des Europäischen Gerichts- hofs (EuGHs) zur Auslegung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) im Feldhamsterschutz zu beachten. Das vorliegende Konzept orientiert sich an den in diesen Urteilen festgelegten Definitionen in Bezug auf Feldhamster, sodass die relevanten Begrifflichkeiten und der Kontext an dieser Stelle näher beleuchtet werden sollen. Bildautor: Cezary Korkosz Im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der Stadt Wien und einem Bauunternehmer, der maßgeblich Feldhamsterbaue überbauen ließ, wurden in den letzten zwei Jahren zwei Urteile vom EuGH zu Gunsten der Feldhamster gefällt. 3

Thermische Leitfähigkeit der Böden in Deutschland 1:1.000.000

Neben den natürlichen Bodenfunktionen ist die Kenntnis der thermischen Eigenschaften der Böden eine wichtige Kenngröße für die Nutzung der Böden, z. B. für die oberflächennahe Geothermie. Die Wärmeverteilung wird maßgeblich davon bestimmt, wie schnell der Boden Energie in Form von Wärme leitet. Wie stark dies geschieht, drückt sich in der Eigenschaft der thermischen Leitfähigkeit aus. Die thermische Leitfähigkeit wird in der Einheit W/(m*K) angegeben. Neben der stofflichen Zusammensetzung des Bodens ist dabei der Wasser- und Lufthaushalt entscheidend. Für den vorliegenden Datensatz wurden die Leitbodenprofile der BÜK1000N nach der Methodendokumentation Bodenkunde der AG Boden ausgewertet. Als Eingangsdaten dienten die Bodenart, die Trockenrohdichte sowie der aktuelle Wassergehalt, der indirekt durch die Ableitung der Bodenfeuchte aus Feldkapazität und Trockenrohdichte ermittelt wird. Bei G-Horizonten wird zudem das Gesamtporenvolumen, bei Torfen nur die Feldkapazität berücksichtigt. Diese Daten gehen in bodenartspezifische Gleichungen ein, die die jeweiligen Eigenschaften von Sand-, Ton-, Schluff und Lehmböden sowie die von Torfböden berücksichtigen. Für Festgesteine werden die gesteinsspezifischen Kennwerte der thermischen Leitfähigkeit aus Tabellen entnommen. Die Kennwerte werden dabei horizontweise ermittelt. Der vorliegende Datensatz gibt für jede Legendeneinheit der BÜK1000N einen Minimal- und Maximalwert, den Median sowie einen abhängig von der Horizontmächtigkeit gewichteten Mittelwert der thermischen Leitfähigkeit an. Nicht bewertet werden Siedlungs-, Tagebau- und Wattflächen sowie die Flächen von Deponien, Feuchtgebieten und Gewässern.

Strategie zur aktiven Regeneration von Bodenverdichtung durch Forstmaschinen und zum vorsorgenden Bodenschutz, Teilvorhaben 3: Armierungswirkung von Erlenwurzeln

Ziel der geplanten Arbeiten ist es zu untersuchen, ob das Wurzelgeflecht der Erle Spannungseinträ-ge von Holzerntemaschinen auf Rückegassen reduzieren und so eine schadhafte Bodenverdich-tung mit negativen Folgen für die Bodenfunktionen vermeiden kann. Auf Basis der Ergebnisse kön-nen Empfehlungen zur Einbindung von aktiven Regenerations- und Schutzmaßnahmen in beste-hende Konzepte zum Maschineneinsatz auf Feinerschließungslinien abgeleitet werden. Dazu wer-den auf mit Erlen bepflanzten Waldflächen, die als unverdichtet angesehen und in Zukunft als Rückegassen genutzt werden können, Fahrtrassen aufgehauen und Befahrungsversuche mit ei-nem Rückezug (Gesamtgewicht von ca. 25 t) durchgeführt. Vergleichend zu der Erlenfläche werden im umliegenden Bestand (z. B. Fichte oder Buche) ebenfalls Rückegassen angelegt und Befah-rungsversuche simuliert. Die Befahrungsversuche werden auf insgesamt drei verschiedenen Bo-densubstraten (sandig, sandig-lehmig, lehmig) wiederholt. Die Auswirkungen der armierenden Wirkung von Erlenwurzeln werden anhand von bodenphysikalischen Parametern in der Fahrspur und in der Mittelspur im Vergleich zu einer unbelasteten Referenz bewertet und mit den Ergebnis-sen des Referenzbestandes (z.B. Fichte oder Buche) verglichen. Der Einsatz auf den drei verschie-denen Flächen ermöglicht eine spezifische oder zu verallgemeinernden Anweisung der zu befol-genden Schutzmaßnahmen. Neben Bodenstabilitätsparametern sowie Intensitäts- und Kapazi-tätswerten des Luft- und Wasserhaushaltes werden an einem Standort zusätzlich Spannungsmes-sungen in verschiedenen Bodentiefen mit dem Stress State Transducer System durchgeführt, um eine mögliche Reduzierung der Spannungseinträge durch die Armierung der Erlenwurzel in tieferen Bodenschichten direkt zu quantifizieren.

Stickstoff-Immobilisierung - Regionalisierung von Eingangsdaten der Critical-Load-Berechnung

Ziel der vorliegenden Studie ist es, für Deutschland flächendeckend Stickstoffimmobilisierungsraten für die Critical-Load-Berechnung abzuleiten. Es soll dabei geprüft werden, inwieweit die landnutzungs spezifische Bodenübersichtskarte Deutschland 1/1.000.000 (BÜK1000N v2.3) sowohl als Karten- wie auch als Datengrundlage genutzt werden kann. Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt (Projektnr. 76011) werden die Stickstoffimmobilisierungsraten anhand rezent gemessenen Stickstoffvorräte und dem dazugehörigen Bodenalter abgeleitet. Die Eignung der BÜK1000N als Datengrundlage wird dabei aufgrund der Datenlage zu den Stickstoffvorräten als unzureichend eingeschätzt. Die Nutzung der Daten der zweiten Bodenzustandserhebung im Wald (BZE II) wird favorisiert. An den BZE-Punkten können Stickstoffvorräte der organischen Auflage und des Mineralbodens bis zu einer Tiefe von 90 cm berechnet werden. Das Bodenalter der BZE-Punkte wird entsprechend dem Vorgehen des Vorgängerprojektes anhand der maximalen Vereisung während der letzten Eiszeit festgelegt. Die Stickstoffvorräte der BZE-Aufnahmepunkte werden den BÜK1000N-Einheiten und Corine Landnutzungsklassen zugeordnet. Es zeigt sich, dass sich die Stickstoffimmobilisierungsraten anhand der BÜK1000N-Einheiten in drei Klassen gruppieren lassen. Die höchsten Immobilisierungsraten finden sich in den organischen Böden der BÜK1000N-Einheiten 6 und 7 mit 1,37 Ì 0,29 kg ha-1 a-1, mittlere Raten in Höhe von 0,93 Ì 0.06 kg ha-1 a-1 in den BÜK1000-Einheiten 19 ââ‚ Ì 21 mit mittel- bis tiefgründige Böden vorwiegend aus Geschiebelehm oder ââ‚ Ìmergel sowie Böden im montanen und subalpinen Bereich des Alpenraums. In den übrigen BÜK1000N-Einheiten weisen die Böden Raten von 0,31 Ì 0,04 kg ha-1 a-1 auf. Innerhalb der einzelnen BÜK1000N-Einheiten zeigen sich kaum Unterschiede zwischen den Waldtypen der Corine Landnutzungsdaten, so dass empfohlen wird, die Stratifizierung der Immobilisierungsraten anhand der BÜK1000N-Einheiten vorzunehmen. Mit dem vorliegenden Regionalisierungsansatz können 98,8 % der Rezeptorflächen der Critical-Load-Berechnung abgedeckt werden.

Schloss Steinort - Modellvorhaben zur Beseitigung von anthropogen verursachten Gründungsschäden und Adaption an die veränderten Umweltbedingungen

Anlass und Zielsetzung des Projekts Anlass waren die dauernd wieder auftretenden Wassereinbrüche in die Keller des Schlosses Steinort, mit denen eine ernsthafte Schädigung des Mauerwerks verbunden war. Am Nord-West-Eckturm bestand bisher akute Einsturzgefahr, die Situation im Kernbau konnte erst im Zuge ihrer Aufarbeitung als genauso gefahrenträchtig eingeschätzt werden. So lagen große Teile der Außenwand hohl und standen kurz vor einem Zusammenbruch (zweiter Lebensbaum von links in Bild 8). Wesentliche Folge der immer wiederkehrenden Wassereinbrüche in den Kellern des Schlosses war das Aufweichen des Lehmbodens, das mit einem erheblichen Tragfähigkeitsverlust verbinden ist. Zugleich wurde dabei der Lehmmörtel aus dem Kellermauerwerk und den Fundamenten ausgespült und das Gefüge der Mauern gestört. Setzungen des Bauwerkes, Risse, ein Auseinanderbrechen des Mauergefüges und Teileinstürze waren die Folgen. Im Kernbaukeller waren sogar Gewölbe und Mauern eingebrochen. Vorhandene Wasserableitungssysteme waren nicht komplett (Regenwasser) oder nicht mehr funktionsfähig, weil sie falsch angelegt worden waren oder nicht gepflegt worden sind. Das Wasserproblem war in früherer Zeit jedoch bekannt, wie z.B. ein historischer Kanal zur Ableitung des Bodenwassers vom Kernbaukeller dokumentiert. Er wurde bei den Arbeiten entdeckt und war vorher nicht bekannt. (Text gekürzt)

Förderinitiative Verminderung von Stickstoffemissionen: Emissionsminderung (NH3 und N2O) durch Unterfußinjektion von Wirtschaftsdüngern

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Gesamtziel des zur Förderung vorgeschlagenen Projektes ist die signifikante Reduktion von klima- und umweltrelevanten Emissionen (N2O und NH3) bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern zu Mais durch ein neuentwickeltes System der Unterfußinjektion. Dazu werden Emissionsmessungen auf zwei Ackerstandorten (Lehmboden (AZ 50), Sandboden (AZ 20)) mit zwei unterschiedlichen Wirtschaftsdüngern (Mastschweinegülle, Gärrest) bei Ausbringung mit dem neuentwickelten Unterfußinjektor durchgeführt. Als Referenzsystem dient die Ausbringung mit dem in der Praxis eingeführten Schleppschlauchverfahren. Begleitend zu den Feldversuchen werden Gefäßversuche unter standardisierten und kontrollierten Umweltbedingungen vorgenommen. Bodenkundliche und pflanzenbauliche Untersuchungen werden parallel zu den Messungen der gasförmigen Emissionen angelegt. Ziel ist es hier, die Einflüsse des Bodens auf die Emissionen und die Erträge und Qualitäten des angebauten Maises und die vielfältigen Wechselwirkungen zu ermitteln. Dies ist zu einer umfassenden Beurteilung von Gülleausbringungssystemen und für die Abbildung der Nährstoffströme unerlässlich. Systematisch sollen sowohl die ökologischen als auch ökonomischen Aspekte der innovativen Technik erarbeitet und geprüft werden. Durch die Untersuchungen soll zudem der Stand der Technik hinsichtlich der Gülleapplikation optimiert werden.

Aktion Österreich-Tschechische Republik - Bevorzugte Fließwege von Wasser in strukturierten Böden AKTION Österreich - Tschechische Republik

Mit Hilfe des Simulationsprogrammes HYDRUS wird die Wasserbewegung (präferenzieller Fließweg) von lehmigen zu tonigen Böden modelliert. In unterschiedlichen Tiefen werden Sensoren eingebaut, um die Feuchtigkeit und Wasserspannung zu messen. Die unbekannten Parameter und Randbedingen werden mit inverser Modellierung abgeschätzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die verbesserte Abschätzung der Wasserbilanz und Aspekte (Landwirtschaft oder Bergbau) der Wasserverschmutzung in ähnlichen Böden.

Wechselwirkung und Transport von Actiniden im natürlichen Tongestein unter Berücksichtigung von Huminstoffen und Tonorganika, Actinidenmigration im natürlichen Tongestein - Untersuchungen zur Migration von Lanthaniden und Uran in natürlichen Tonformationen im Übergang von verdünnten Mineral-Suspensionen zu kompakten Tonen

1. Ziel des geplanten Vorhabens ist die Bereitstellung von effizienten Tools und konkreten Instrumentarien zur Auswahl eines potenziellen Endlagerstandortes in Deutschland. 2. Basierend auf den definierten Zielen und Arbeitspaketen des EU-Projektes FUNMIG und aufbauend auf unsere bisherigen Arbeiten sollen im ersten Teil des neuen Projektes die Untersuchungen, die bislang nur an Modellkaolinit durchgeführt wurden, auf natürliche Tongesteine übertragen werden. In einem zweiten Teilabschnitt der Arbeiten soll mit Hilfe von Säulenversuchen in Analogie zur HPLC das Ausbreitungsverhalten von Lanthaniden (Eu, Gd) und Radionukliden (U) und verschiedenen Organika in kompaktem Tonstein untersucht werden. Im ersten Projektschwerpunkt sollen wichtige Einflüsse auf die Metallsorption in natürlichen Tonformationen inklusive der darin enthaltenen Organika mit Hilfe von Batch-Versuchen untersucht werden. Mit dem zweiten Projektschwerpunkt soll anhand der Säulenversuche ein Bindeglied zwischen den Ergebnissen aus Batch- bzw. Diffusionsversuchen und Migrationsdaten im kompakten Gesteinsmaterial implementiert werden. 3. Bereitstellung eines anwendungsreifen Verfahrens zur realitätsnäheren Forschung.

Characterization of different compacted wheel tracks by means of microbial properties in a forested site

Soil compaction caused by passage of logging machinery reduces the soil air capacity. Changed abiotic factors might induce a change in the soil microbial community and favour organisms capable of tolerating anoxic conditions. Aerated soils that are shifted to anoxia can produce the greenhouse gases methane and N2O. For example, methanogenesis is the dominating electron-accepting process during the anaerobic oxidation of organic matter. Thus, the prolonged compaction of forest soils might enhance greenhouse gas-producing microbial activities and lead to a gradual, quantitative shift in the occurrence and activities of associated prokaryotes. This shift might be of general importance, because heavy machinery is increasingly used for logging activities. Aims: The goals of this study were to resolve differences between soil microbial communities obtained from wheel-tracks (i.e. compacted) and their adjacent undisturbed sites, and to evaluate differences in potential anaerobic microbial activities of these contrasting soils. Special emphasis will be given to organisms which are responsible for the production of greenhouse gases (nitrous oxide, methane) after soil compaction. Methods: Characterization of microbial communities with molecular tools (T-RFLP fingerprinting, DGGE, cloning and sequencing); Quantification of functional genes (quantitative PCR); Soil Microbial Measurements (C-mineralization, respiration, microbial biomass C).

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