Der Regionale Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte stellt die Entwicklung der Region unter das Leitbild "natürlich! Mecklenburgische Seenplatte - gesund! Leben - zukunftsfähig! Wirtschaften - europäisch! Denken". Das Leitbild wurde als 12-seitige Broschüre formuliert.
Der Landschaftsplan zeigt Ziele und Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft für ca. zehn bis fünfzehn Jahre (Beschluss 10/2013). Der Landschaftsplan ist die ökologische Grundlage für die Bauleitplanung und Fachplanungen. Er enthält die für das Plangebiet relevanten Schlüsselinformationen und Ziele zum Umweltschutz einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Der flächendeckende Landschaftsplan wurde nach einem mehrjährigen Verfahren 2013 beschlossen. Er ersetzt den ersten Landschaftsplan von 1998. Für den Landschaftsplan wurde eine Strategische Umweltprüfung durchgeführt. Zu den einzelnen Schutzgütern Boden, Wasser, Klima/Luft, Arten und Biotope sowie Erholung und Landschaftsbild gibt es Zielkonzepte. Der Landschaftsplan enthält integrierte landschaftsräumliche Leitbilder und er bewertet die Umweltverträglichkeit von im FNP dargestellten baulichen Entwicklungen des Flächennutzungsplanes. Die Karte der Schutzgebiete wird laufend aktualisiert. Zu fachlichen Themen wie naturschutzrechtliche Kompensation, Biodiversität, Stadtklima, Erholung wurden vertiefende Planungsmodule aufgestellt. Die Hauptkarte des LSP, das Integrierte Entwicklungskonzept, ist im Internet einsehbar, sie ist im Leipziger Stadtplan unter Themenwechsel zu finden.
Das Grundanliegen der Biosphärenreservatsverwaltung im Rahmen der Landbewirtschaftung besteht in einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Die wesentlichen Aufgaben in der Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft im Biosphärenreservat sind: - die Verbesserung der Flächenstrukturierung - der Erhalt der natürlichen Bodenfruchtbarkeit - die Förderung extensiver Bewirtschaftungsformen - der Aufbau einer leistungsfähigen Verarbeitung und regionalen Vermarktung - der Arten- und Biotopschutz in der Agrarlandschaft - Teichwirtschaft Entsprechende Leitbilder wurden formuliert (Flächenstrukturierung, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenbau, Grünlandwirtschaft, Landwirtschaftiche Tierhaltung, Vermarktung, Teichwirtschaft). Seit 1998 werden dementsprechend durch die Biosphärenreservatsverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V Einzelprojekte ausgewählt und umgesetzt, wie z.B. - zu Ackerwildkräutern (Erhaltung stark gefährdeter Ackerpflanzengesellschaften auf Flächen mit rudimentärem Vorkommen in Verbindung mit dem Anbau alter Getreidelandsorten und einer extensiven Landbewirtschaftung), - zum Biokarpfen/ Lausitzer Karpfen, - zur Förderung der Honigbiene und der Wildinsekten (Halictus confusus/ Furchenbiene), - zu Hecken- und Feldgehölzen im Rahmen von Pflege- und Pflanzmaßnahmen.
Ziel des von der UNESCO-Arbeitsprogrammes MAB (Man and Biosphere) ist die Entwicklung einer nachhaltigen Nutzung sowie die wirksame Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Biosphäre. Ein Projektbereich dieses Programms ist der Erhaltung von Naturgebieten in Kulturlandschaften und des darin enthaltenen genetischen Materials gewidmet. Diese Gebiete werden als Biosphärenreservate von der UNESCO anerkannt und bilden ein weltweites Netz. Modellhaft sollen in Biosphärenreservaten die Grundsätze des MAB-Programms und auch die universellen Zielstellungen der Agenda 21 umgesetzt werden. Sie stellen Gebiete dar, in denen neben Schutz und Pflege bestimmter Ökosysteme gemeinsam durch und mit den hier lebenden Menschen Formen nachhaltiger Nutzung entwickelt werden.
Nachhaltige Wasserwirtschaft bedeutet für die Unterhaltung, d.h. Pflege und Gestaltung der Fließgewässer in der freien Landschaft, daß die Gewässer innerhalb des gegebenen Zeitraums der Gewässerentwicklung ihre charakteristischen Formen und Strukturen ausbilden und dabei ihrer spezifischen Dynamik unterliegen können. Entsprechende Leitbilder wurden entwickelt (Fließgewässer, Grundwasser).
Die Umsetzung nachhaltiger Waldwirtschft im Biosphärenreservat beinhaltet: - ökonomisch tragfähige Holzproduktion mit hohem Wertholzanteil, bei geringem Aufwand und minimalen Produktionsrisiken - möglichst regionale Vermarktung des Holzes - Wald als Erholungs- und Lernort - Erhalt von Sonderstandorten im Wals sowie - Schutz von Waldklima, Boden, Wasser, Luft. Es sind sowohl Flächen gänzlich ohne Nutzung (Prozeßschutz), Schutzbereiche für bestimmte Waldstadien (Konservierungsflächen) als auch Wirtschaftswald in das Gesamtkonzept der Waldbewirtschaftung im Biosphärenreservat zu intergrieren. Diese Forderung erfüllt eine abgestufte Bewirtschaftung des Waldes entsprechend dem Zonierungskonzept des Biosphärenreservates. Entsprechende Leitbilder wurden entwickelt (Waldbau, Forsttechnik, Waldschutz, Düngung, Waldnutzungen, Prozeßschutz, Erhalt von Sonderstandorten und historischen Nutzungsformen, Erstaufforstungen).
Nachhaltige Siedlungsentwicklung beinhaltet die Erhaltung und Entwicklung der Dörfer als funktionelle Einheit von Arbeiten, Wohnen und kulturellem Leben. Voraussetzung dafür sind die Stärkung der regionalen Wirtschaft inkl. der Förderung des Tourismus, ganzheitliche Verkehrs- und Energiekonzepte mit dem Ziel, Verkehrsaufkommen und Energieverbrauch zu senken unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Naturhaushalt und Siedlung. Entsprechende Leitbilder wurden entwickelt (Siedlungsfunktionen, Siedlungsstruktur und Baugestaltung, Dorfökologie).
Regenerierungen betreffen die Schutzzone IV des Biosphärenreservates, d.h. Gebiete, die durch die vorausgegangene Nutzung geschädigt oder übernutzt wurden. Hierzu zählen übergroße ausgeräumte Ackerflächen, ehemalige Intensivtierhaltungen, bergbaubeeinflusste Bereiche sowie Mülldeponien. Ziele der Regenerierung sind die Wiedereingliederung der Bereiche der Schutzzone IV in nachhaltige Bewirtschaftungszyklen sowie Lebensräume für Pflanzen und Tiere und charakteristische Landschaftsbilder zu schaffen. Die Regenerierung der einzelnen Flächen erfolgt auf Grundlage von Regenerierungsplänen, die flächenbezogenen Konzeptionen entsprechen. Sie sollen Zielnutzungen, Sanierungsoptionen und Auswirkungen der Sanierung auf die Bereiche Natur, Wirtschaft und Sozialfunktion beschreiben und abwägen. Dabei ist die Eigendynamik der Natur weitestgehend zu nutzen.
Eine Besonderheit des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist die bisher einmalige Einbeziehung ausgedehnter Bereiche ehemaliger Braunkohlentagebaue in die Schutzgebietskonzeption eines Biosphärenreservates. Die Einbeziehung dieser stark überformten Landschaft erfolgt dabei mit dem Ziel, Modelle der Renaturierung und nachhaltigen Nutzungen für derartige Bereiche zu entwickeln, zu realisieren und wissenschaftlich zu begleiten. Entsprechende Leitbilder für die Schutzzonen sowie die Nutzungen in der Bergbaufolgelandschaft des Biosphärenreservates wurden entwickelt.
Ziel einer nachhaltigen Teichwirtschaft ist die pflegliche Nutzung der Teiche, bei minimalem Aufwand (insbesondere an Fremdenergie), in der Bewirtschaftung und für jeden Betrieb optimierten Erträgen. Entsprechende Leitbilder wurden entwickelt (Bewirtschaftungsgrundsätze, Teiche als artenreicher Lebensraum, Teichinstandhaltung, Nutzungsaufgabe bzw. -neuaufnahme, Vermarktung).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 52 |
| Kommune | 1 |
| Land | 18 |
| Wissenschaft | 20 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 47 |
| unbekannt | 21 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 6 |
| Offen | 48 |
| Unbekannt | 14 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 68 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 3 |
| Keine | 51 |
| Webseite | 16 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 35 |
| Lebewesen und Lebensräume | 62 |
| Luft | 17 |
| Mensch und Umwelt | 66 |
| Wasser | 32 |
| Weitere | 68 |