Nachweise geschützter und gefährdeter Insekten - Artenauswahl der Libellen (Odonata), Käfer (Coleoptera), Schmetterlinge (Lepidoptera) mit Schwerpunkt Arten der Anhänge der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.
Es werden Vorkommen o.g. Wirbellosen-Gruppen schwerpunktmaessig in Feuchtgebieten (u.a. Auenwaeldern, Nieder- und Hochmooren) nach verschiedenen Kriterien erfasst (u.a. Bestands-/Populationsgroesse, Artenvielfalt, Mobilitaet innerhalb der Untersuchungsgebiete und Austausch zwischen benachbarten Gebieten). Eingesetzte Methoden sind u.a. Bodenfallenfaenge, Kaescherfaenge, Handaufsammlungen, Fang- Wiederfang. Begleitend wird eine einfache standortskundliche Dokumentation vorgenommen. Die Probeflaechen fuer die Untersuchungen liegen im Raum Hoexter (Weserbergland rechts und links der Weser) sowie Vergleichsflaechen im Anschluss an fruehere Untersuchungen des Berichterstatters in Suedwuerttemberg, Suedbaden und in Suedostfrankreich. Die Arbeiten sollen u.a. beitragen zur: 1. Kenntnis von Ursachen und Formen der Habitatbindung, 2. Dokumentation von Tierbestaenden in gepl. oder bestehenden Reservaten, 3. Begruendung von Massnahmen des Arten- und Biotopschutzes einschl. der Pflege (u.a. auch Flurbereinigung). Die Untersuchungen werden, in Einzelprojekte gegliedert, von Mitarbeitern des Lehrgebietes Tieroekologie unter Mitwirkung des Berichterstatters ausgefuehrt.
Ziel des Vorhabens ist die Transformation der Bewirtschaftung von entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Niedermoorböden hin zu einer klimaschonenden, moorbodenkonservierenden Nassbewirtschaftung durch den Anbau von Rohrkolben. Hierzu soll in zwei Modellregionen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Struktur (Emsland/ Cuxhaven) die großflächige, qualitätsoptimierte Erzeugung von Rohrkolben (T. angustifolia/T. latifolia) und die Verwertung der Biomasse als Baustoff und als Gartenbausubstrat (Torfersatz) entwickelt, demonstriert und für die Vermarktung vorbereitet werden. Die Biodiversität der Typha-Produktionsflächen wird durch ein Monitoring mehrerer Organismengruppen (Gefäßpflanzen, Libellen sowie gegebenenfalls bei Verfügbarkeit von Hilfskräften ergänzend Vögel, Heuschrecken und Amphibien) erfasst und bewertet. Zudem werden dieselben Organismengruppen in naturnahen Rohrkolben-Röhrichten untersucht. Darüber hinaus wird die Vegetationsentwicklung innerhalb der Produktionsflächen untersucht, um Wachstum und Vitalität der Thypha-Bestände im Zusammenspiel mit anderen Röhrichten zu beobachten. Aus der vergleichenden Analyse der Biodiversität der Typha-Produktionsflächen mit naturnahen Rohrkolben-Röhrichten und der detaillierten Analyse der Vegetationsentwicklung, werden Vorschläge zur Pflege und Entwicklung der Paludikultur erarbeitet, die eine hohe Produktivität bei gleichzeig hoher Biodiversität ermöglichen sollen.
Taxonomisch-phylogenetische Arbeiten an Libellen (Odonata) von Neuguinea dienen der Rekonstruktion ihrer ursprünglichen Verbreitungsgebiete in einer geologisch äußerst dynamischen Region und tragen zur Aufklärung der biogeographischen Bedeutung und geographischen-geologischen Entwicklung der melanesischen Inselbögen im Tertiär bei. Die Beschreibung neuer Arten von Kleinlibellen (Zygoptera) und die Analyse von Biodiversitätsdaten liefern wichtige Grundlagen für den Artenschutz in der Region.
1) Erhebung der Grunddaten (bereits abgeschlossen): Kartierung reale Vegetation und Flora (1:500), faunistische und limnologische Erfassung der Salzach, ausgewaehlter Zufluesse und salzachbegleitender Altwasserarme, Erfassung Amphibien- und Reptilienfauna, flaechendeckende Brutvogelkartierung, Kartierung ausgewaehlter Insektengruppen (Libellen, Grossschmetterlinge), Kartierung und Gliederung des UG nach Lebensraumtypen, Erstellung eines Typen- und Realnutzungsrasters, Kartierung, Ausgliederung und Beschreibung repraesentativer Strukturtypen, flaechendeckende Bodenkartierung, landschaftsoekologische Untersuchung von Altwasserarmen, rechnergestuetzte Auswertung der Daten (Geo-Info-System, begonnen). 2) Bewertung des Ist-Zustandes (1991 begonnen) aus der Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege und aus oekologischer Sicht. 3) Zieldefinitionen zur Optimierung des Systems (= dritte Phase, Beginn?), verschiedene Varianten: Optimierung des Ist-Zustandes, Renaturierung von Teilsystemen, Renaturierung des Gesamtsystems.
Der Anbau von Torfmoos-Biomasse in Paludikultur auf wiedervernässten Hochmooren und die Verwendung dieser als hervorragender Torfersatz können einen wichtigen Beitrag für die Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Niedersachsen spielt hierbei eine herausragende Rolle, da es über 80% der Hochmoorflächen in Deutschland hat. Um eine großflächige Umsetzung und wahre Alternative für Landwirte zu erzielen sowie die Rohstofflieferung von nachwachsender Torfmoos-Biomasse in zertifizierter hoher Qualität für die Substratindustrie und den Gartenbau sicherzustellen, ist die Weiterführung, Ausweitung und Weiterentwicklung von vorhandenen Pilotflächen in 2 für Niedersachsen repräsentativen Moorregionen mit unterschiedlichen Standortverhältnissen als Modell- und Demonstrationsobjekte von zentraler Bedeutung. So ist auch die Übertragbarkeit von Projektergebnissen auf andere Regionen gegeben. In Verbindung mit wissenschaftlichen Begleituntersuchungen zu THG-Bilanzen, Biodiversität, Hydrologie, Nährstoffen, Ökonomie, soziokulturellen und agrarstrukturellen Forschungen zum landwirtschaftlichen Transformationsprozess hin zur Torfmoos-Paludikultur können grundlegende Erkenntnisse und ganzheitliche Lösungsstrategien für eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche, regionale Implementierung abgeleitet werden und diese erleichtern sowie entscheidende Impulse für eine klimaschutzorientierte Landwirtschaft über die Projektregionen hinaus gegeben werden. Die im Ergebnis des Projektes entwickelten zahlreichen Instrumente (Handbuch als Anleitung für die Umsetzung von Torfmoos-Paludikultur, Informationssystem zur Identifikation von potentiellen Paludikulturflächen, eine interaktive, partizipatorische Informations- und Vernetzungsplattform, Beratungen, praxisrelevante Bewertungsmethoden für das Torfmooswachstum etc.) werden es dem Landnutzer erleichtern, sich über Torfmoos-Paludikultur zu informieren und diese umzusetzen.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Prädation innerhalb der Gilde (IGP) bei Süßwasserinsekten zu untersuchen. Verschiebungen in biotischen Interaktionen können ganze Gemeinschaften erheblich verändern, wenn interagierende Arten und ihre ontogenetischen Stadien unterschiedlich auf den Klimawandel reagieren. Unser Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich insbesondere die Erwärmung auf solche Interaktionen auswirkt und welche Folgen dies auf der Ebene der Gemeinschaft haben kann. Unser Modellsystem sind Libellen, bei denen die größenabhängige Prädation innerhalb der Gilde eine Rolle spielt. Die größeren Larven fressen die kleineren Larven, und je größer die Größenunterschiede zwischen Räuber und Beute sind, desto ausgeprägter ist die IGP. Zwei Mechanismen, die mit der Erwärmung zusammenhängen, können Verschiebungen in der Größenstruktur einer Gemeinschaft verursachen: (1) Die Entwicklung und das Wachstum der Larven können aufgrund artspezifischer Temperaturreaktionen asymmetrisch beeinflusst werden. (2) Verschiebungen in der Phänologie können die Reihenfolge ändern, in der Arten ein Ökosystem besiedeln (z. B. durch Reihenfolge der Eiablage oder durch Veränderungen der Eientwicklung). Die Auswirkungen der Erwärmung auf die Interaktionen hängen daher von der Stärke und Symmetrie der Erwärmungseffekte auf verschiedene Arten ab. Relevante Variablen sind die Auswirkungen steigender Wassertemperaturen auf Entwicklung und Phänologie, aber auch die Auswirkungen zunehmender Trockenheit. Nachdem wir in einem früheren Projekt ein mechanistisches Modellierungssystem für Libellenlebenszyklen entwickelt haben, werden wir einen innovativen Ansatz in diesem Projekt anwenden, indem wir zunächst numerische Simulationsexperimente durchführen und diese anschließend durch Laborexperimente evaluieren. Unser Projekt umfasst drei Arbeitspakete (WP): WP 1: Numerische Experimente zur Simulation der IGP bei verschiedenen Erwärmungsszenarien und verschiedenen Artenkombinationen unter Verwendung mechanistischer Modelle. Dies ist möglich, da die meisten Modellparameter aus Vorarbeiten bekannt sind. Die Modellergebnisse dienen der Vorhersage möglicher Auswirkungen von Wechselwirkungen. WP 2: Laborexperimente zur Untersuchung spezifischer Komponenten von Wechselwirkungen. Die Planung folgt den Ergebnissen von Schritt 1, der die Auswahl der Versuchspläne bestimmt. Dieses Verfahren reduziert die Notwendigkeit, vollständig faktorielle Versuchspläne durchzuführen, d. h. den experimentellen Aufwand zu verringern. Die Experimente werden auch zur Bewertung der Modelle verwendet. WP 3: Modellierung auf Landschaftsebene, die darauf abzielt, die Ergebnisse der Schritte 1 und 2 auf die größere Landschaftsebene zu übertragen, d. h. Vorhersagen von Veränderungen auf Landschaftsebene zu ermöglichen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 108 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 2 |
| Land | 196 |
| Weitere | 90 |
| Wissenschaft | 25 |
| Zivilgesellschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 11 |
| Förderprogramm | 69 |
| Hochwertiger Datensatz | 5 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Taxon | 6 |
| Text | 199 |
| Umweltprüfung | 3 |
| unbekannt | 84 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 276 |
| Offen | 98 |
| Unbekannt | 4 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 373 |
| Englisch | 14 |
| Leichte Sprache | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 9 |
| Bild | 30 |
| Datei | 17 |
| Dokument | 128 |
| Keine | 101 |
| Multimedia | 1 |
| Unbekannt | 6 |
| Webdienst | 9 |
| Webseite | 163 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 239 |
| Lebewesen und Lebensräume | 378 |
| Luft | 109 |
| Mensch und Umwelt | 354 |
| Wasser | 212 |
| Weitere | 349 |