Die Messstelle Brücke uh. Stög (Messstellen-Nr: 105495) befindet sich im Gewässer Mittlinger Bach. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands, des chemischen Zustands.
Die Messstelle oh Knetzgau (Messstellen-Nr: 119971) befindet sich im Gewässer Westheimer Bach. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands.
Blatt Helgoland erfasst zum großen Teil den rezenten Meeresboden der Nordsee, wobei Helgoland und Helgoländer Bucht im zentralen Teil des Kartenausschnitts liegen. Nach Süden sind das Niedersächsische Wattenmeer und die Küste Ostfrieslands mit den Inseln Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge und Mellum abgebildet. Im Südosten werden die Buchten des Jadebusens und der Wesermündung sowie die Küstenregion zwischen Bremerhaven und Cuxhaven erfasst, während sich im Nordosten das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer erstreckt. Bei der quartären Sedimentdecke, die das Kartenblatt überzieht, nimmt das Holozän eine Vormachtstellung ein. Verschiedene Faziesbereiche werden dabei unterschieden: rezenter Meeresboden, Insel- und Strandbereich mit marinen, litoralen oder äolischen Feinsanden, Watt- und Marschgebiete mit marin-brackischen Ablagerungen, terrestrische Nieder- und Hochmoore. Pleistozäne Sedimente sind im Kartenausschnitt nur geringfügig verbreitet, dennoch sind Relikte aller drei Eiszeiten zu finden: glazilimnische Tone der Elsterkaltzeit, glazifluviatile Ablagerungen und Geschiebelehm/-mergel (Grundmoräne) der Saalekaltzeit, fluviatile und äolische Sande der Weichselkaltzeit. Neben der Legende, die über Alter, Petrographie und Genese der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologischer Schnitt entlang der ostfriesischen Nordseeküste zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Im dem West-Ost-Profil sind mehrere Salzstrukturen (Salzstöcke von Westdorf, Barkholt, Eversand und Spieka) angeschnitten, die unter einer mächtigen Deckschicht aus quartären und tertiären Sedimenten (bis 1000 m Tiefe) lagern.
Die Messstelle Brücke uh. Stög (Messstellen-Nr: 105495) befindet sich im Gewässer Mittlinger Bach in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands, des chemischen Zustands.
Die Messstelle oh Knetzgau (Messstellen-Nr: 119971) befindet sich im Gewässer Westheimer Bach in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des biologischen Zustands.
Steckbriefe der Altgewässer-Typen Typ 20.A1Potamales Altgewässer der sandgeprägten Ströme mit permanenter Anbindung Ökoregion:Norddeutsches Tiefland Fließgewässertyp:Typ 20: Sandgeprägte Ströme Auentyp:Gefällearme Stromauen mit Winterhochwassern Beispielgewässer:Kurzer Wurf, Altgewässer Mühlanger, Wartenburger Streng Übersichtsfoto: Wartenburger Streng (Foto: T. Pottgiesser, ube) Morphologische Kurzbeschreibung:Ehemalige Flussmäander, laterale Ausbruchsgerinne oder ehemalige Ne- benläufe und Seitenarme des Stroms. Je nach Art der Entstehung von un- terschiedlicher Form. Vorherrschend sandig-kiesige Sohlsubstrate, die ins- besondere im Zulauf bei oberstromig angebundenen Altgewässern flächen- hafte Sand- und Kiesbänke auf der Sohle und im Uferbereich bilden. Umge- stürzte Bäume und anderes hydraulisch wirksames Totholz zahlreich in der Sohle und am Ufer vorhanden. Eingeschränkter, aber meist ganzjähriger Wasseraustausch mit dem Fluss. Die Altgewässer sind einseitig (oberstro- mig oder unterstromig) oder beidseitig angebunden. Der Strom beeinflusst bei Ausuferung die Wassertemperatur und die Wasserbeschaffenheit deut- lich. In Abhängigkeit vom Wasserstand treten unterschiedliche Strömungs- verhältnisse auf: stehend oder gering durchströmt, bei Hochwasser rasch durchströmt mit flächenhaften Feinsediment- und Sandumlagerungen, Ufer- abbrüchen und Anlandungen im Anbindungsbereich. Starke Wasserstands- schwankungen und der Wechsel der Fließgeschwindigkeit von temporär starker Strömung bis stehend haben großen Einfluss auf die Besiedlung. Lage:• rezente Aue Anbindung:• permanent einseitig (oberstromig oder unterstromig) angebunden • permanent beidseitig angebunden Strömung:• die Strömung ist abhängig von Wasserstand, Einstromrichtung und der Höhenlage der Altgewässer zum Strom; bei Hochwasser temporär durch- flossen umweltbüro essen Rellinghauser Str. 334 f 45136 Essen Steckbriefe der Altgewässer-Typen Typ 20.A1 Potamales Altgewässer der sandgeprägten Ströme mit permanenter Anbindung Grundwassereinfluss/ • eingeschränkter, aber meist ganzjähriger Wasseraustausch mit dem Hydrologie: Fluss • dauerhafter Kontakt zum flussbegleitenden, oberflächennahen Grund- wasser • geringer bis mittlerer Grundwassereinfluss, der in Abhängigkeit der An- bindung des Altgewässers zum Grundwasserleiter kleinräumig differen- ziert sein kann; lokal, z. B. im Anschluss an Hochflächen oder Terras- senkanten, stärkerer Grundwassereinfluss/-austritt • starke Wasserstandsschwankungen Fließgeschwindigkeit: • bei Hochwasser mittlere bis starke Strömung mit Fließgeschwindigkeiten von 0,2 - >0,4 m/s Substrat: • vorherrschend sandig-kiesige Substrate; in Bereichen, die bei Hochwas- ser nicht durchströmt werden, Feinsedimentablagerungen, die die san- dig-kiesigen Substrate (ehemalige Flusssohle) überdecken • zahlreiches Totholz Wasserbeschaffenheit: • der Strom beeinflusst die Wassertemperatur und die Wasserbeschaffen- heit deutlich Sauerstoff:• oxidierende Verhältnisse, so dass an der Sedimentoberfläche überwie- gend sauerstoffreiche Bedingungen herrschen Nährstoffe:• mesotroph bis schwach eutroph Trübung:• klar und bis zum Gewässergrund durchlichtet • nach Hochwässern temporär erhöhte Schwebstoffführung Gewässertiefe:• viele Altgewässer dieses Typs sind ehemalige Mäanderschlingen, die v. a. in den Pralluferbereichen eine größere Wassertiefe (>2 m) aufweisen Anmerkungen:Dynamische Gewässer mit Sedimentations- und Erosionsprozessen durch Hochwasserereignisse. umweltbüro essen Rellinghauser Str. 334 f 45136 Essen Steckbriefe der Altgewässer-Typen Typ 20.A1 Potamales Altgewässer der sandgeprägten Ströme mit permanenter Anbindung Große Vielfalt von Fließ- und Stillgewässerarten, darunter auch viele weit Charakterisierung der Makrozoobenthos- verbreitete, ökologisch anspruchslosere Arten, nach Hochwassern vermehrt Pionierarten wie z.B. der Schwimmkäfer Nebrioporus canaliculatus. Die Besiedlung: Biozönose wird zu annährend gleichen Teilen von stromtypischen potama- len Arten sowie litoralen Arten geprägt. Dementsprechend finden sich auch rheophile Arten wie der Wasserkäfer Platambus maculatus, allerdings nur in sehr geringen Anteilen. Rheo-limnophile und limno-rheophile (strömungsto- lerante) Arten dominieren die Lebensgemeinschaft, wie z. B. die Sumpfde- ckelschnecke Viviparus viviparus, die Kleinlibelle Platycnemis pennipes, die Großlibellen Gomphus vulgatissimus und Libellula fulva, die Schwimmkäfer Hygrotus versicolor und Laccophilus hyalinus oder die Köcherfliegen Athripsodes cinereus, Ceraclea dissimilis, C. senilis, Hydroptila angulata, Molanna angustata, die überwiegend bei (sehr) langsamen Fließgeschwin- digkeiten z. B. in potamalen Flüssen anzutreffen sind. Einen vergleichsweise großen Anteil stellen die in Bezug auf die Strömung indifferenten Arten, die an die wechselnden Strömungsverhältnisse angepasst sind. Stagnobionte Arten hingegen fehlen überwiegend. Die im Vergleich zu den anderen Alt- gewässer-Typen hohe Diversität der Substrate (Sand, z. T. Kies, Schlamm, Makrophyten) spiegelt sich in der Diversität der Habitatpräferenz wider. Charakteristisch ist eine artenreiche und individuenreiche Molluskenfauna mit Großmuscheln, z. B. Unio tumidus, U. pictorum und Anodonta anatina. Die überwiegend sauerstoffreichen sandig-kiesigen, lagestabilen Substrate, (zeitweise) Strömung bzw. Wasserbewegung und eine intakte Wirtsfischfau- na wirken sich förderlich auf die Bestände aus. Aber auch verschiedene sauerstoffbedürftige Kleinmuscheln und Schnecken, wie z. B. Pisidium am- nicum, P. moitessierianum, P. supinum und Valvata piscinalis werden durch diese Bedingungen begünstigt. Bei Zufluss größerer Fließgewässer treten lokal gewässertypische rheophile Arten der Fließgewässer auf, z. B. Sphaerium solidum und S. rivicola. Bei (lokal) starkem Grundwassereinfluss Vorkommen von Arten wie der Erbsenmuschel Pisidium personatum. Charakterisierung der Fischfauna: Artenreiche Fischbesiedlung überwiegend anspruchsloser und weit verbrei- teter Arten, die sowohl Fließ- als auch Stehgewässer besiedeln können. Dazu gehören strömungsliebende Arten, die zwar im Strom laichen, aber Altgewässer z. B. zur Nahrungssuche aufsuchen, wie z. B. Döbel (Squalius cephalus) Hasel (Leuciscus leuciscus) oder Rapfen (Aspius aspius). Arten, die sowohl in Fließgewässern als auch in Stehgewässern laichen, nutzen die strömungsberuhigten Altgewässer als Nahrungs-, Jungfisch- oder Über- winterungshabitate, wie z. B. Barsch (Perca fluviatlis), Gründling (Gobio gobio) oder Rotauge (Rutilus rutilus). Insgesamt handelt es sich in Bezug auf die Strömung um indifferente Arten. Rheophile Potamal-Arten, die nur den Strom besiedeln, sind i .d. R. nicht anzutreffen. Eine typische Art ist der Hecht (Esox lucius), der zur Eiablage Makrophyten in strömungsarmen Be- reichen bevorzugt. umweltbüro essen Rellinghauser Str. 334 f 45136 Essen
„Erstmalig liegt eine kartographische Erfassung der im Seewasserbau an der niedersächsischen Küste verwendeten Schlackenmaterialien aus der Verhüttungsindustrie vor, von denen bis heute nicht eindeutig geklärt ist, ob die in ihnen enthaltenen Schwermetalle in bioverfügbarer Form in die Umwelt gelangen. Unter den teilweise extremen Umweltbedingungen, denen die Schlacken im marinen Litoral ausgesetzt sind, besteht die Möglichkeit sich langfristig entwickelnder Verwitterungseffekte, die in normierten Testverfahren zur Stabilitätsprüfung von Wasserbausteinen nicht simulierbar sind. Die Daten dieses Katasters dienen einer Dokumentation sämtlicher Einbauorte von Schlackesteinen, die über einen Zeitraum von 6 Jahren entlang der niedersächsischen Küste zurKenntnis gelangten. Im Verlauf von 27 Bereisungen wurden 13 Standorte mit 117 Einzelabschnitten als Bereiche identifiziert, in denen Schlackesteine verbaut waren. Von Westen nach Osten sind diesdie Insel Borkum, die Versuchsschüttung Campen (Ems), die Leybucht mit den Bereichen Leyhörn und Leysiel, der Norddeicher Yachthafen, die Inseln Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge, Minsener Oog, ein Deichabschnitt bei Blexen (Weser) sowie der Bereich um die Kugelbake bei Cuxhaven. Sämtliche Standorte wurden anhand eines einfachen Merkmalkataloges charakterisiert. Das Hauptinteresse galt makroskopisch erkennbaren abblätternden Oberflächen, Riss- und Rostbildungen. In 52 Fällen, in denen die verbaute Schlackeart vor Ort nicht gesichertidentifiziert werden konnte, wurden Analysen zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung ausgeführt. Am häufigsten waren Schlacken aus der Kupfererz-Verhüttung, die als „Eisensilikatgestein“ oder auch „NA-Schlacke“ bezeichnet werden, ferner traten Schlacken aus der Roheisen- und Stahlproduktion auf sowie Schlacken aus der Kupferrückgewinnung. Die begutachteten Wasserbauwerke befanden sich alle oberhalb der Niedrigwasser-Linie und enthielten außer Schlacken verschiedener Größen vielfach – zum Teil auch überwiegend - Anteile von Natursteinen wie Basalt, Granit oder Grauwacke; mitunter waren Eisen- oder Schrottanteile sowie Backsteine oder Bauschutt vertreten. Vereinzelt wurden mit Schlacken versetzte Bereiche nachträglich mit Natursteinen abgedeckt. Die meisten der begutachteten Schlackestandorte befanden sich im Bereich von Buhnen und Deckwerken der brandungsexponierten Westseiten der Inseln, an Leitdämmen und Deckwerken von Hafenvorfeldern und Hafenanlagen sowie an Fußbermen von Deichen und Schwellschutzdämmen. Die häufigsten Verbauarten der Schlacken waren lose oder gesetzte Schüttungen, die unvergossen oder mit Beton oder Asphalt vergossen bzw. verklammert waren. Diese Stabilisierungen hielten in vielen Fällen dem Ansturm von Brandung und Strömung nicht stand, so dass neben aufgerissenen Deckwerken sowie durch Sandschliff verursachte Abrasionen auch gesprungene oder mit Mikrorissen durchsetzte Schlacken auftraten. Als Ursachen werden Temperaturschwankungen vermutet, die aufgrund produktionsbedingter Prädispositionen und Inhomogenitäten im Kristallgitter zu Rissbildungen führten. Eindringender Rost rief Sprengungen und Oberflächenverfärbungen an Schlackesteinen und Kontaktsedimenten hervor. Die Verwitterungsbeständigkeit von Schlacken aus der Kupferproduktion übertrifft erheblich die der rasch korrodierenden Schlacken aus der Eisen- und Stahlproduktion.“
„Die Untersuchungen erfolgten in der Zeit von Mitte April bis Ende Juli 1978 an insgesamt 30 Tagen. Im Untersuchungsgebiet wurden fünf Hauptprofile und ein Nebenprofil gelegt, deren Richtungen mit dem Kompass eingemessen wurden. Entlang der Profile wurden insgesamt 48 Stationen durch Begehung ausgewählt. Die Profile und Stationen wurden aufgrund oberflächig feststellbarer sedimentologischer, morphologischer und biologischer Eigenschaften und sichtbarer Veränderungen dieser Strukturen ausgewählt. Dabei wurde darauf geachtet, mach Möglichkeit sowohl die jeweils typischen Standorte von Siedlungen als auch Übergangsgebiete zwischen deutlich erkennbaren Litoralzonen zu erfassen.“
Die seit etwa 10 Jahren anhaltende industrielle Erschließung des niedersächsischen Küstengebietes, insbesondere der Ästuare von Ems, Jade, Weser und Elbe. ist wegen zunehmender Belastung der Küstengewässer mit industriellen Abfallstoffen Anlass zu ständiger Sorge. [...] Um Verteilung und Verbleib eingeleiteter Schadstoffe und ihre Wirkung auf die Lebensbedingungen des Küstenvorfeldes abschätzen zu können, wurden u.a. Bestandsaufnahmen von Lebensgemeinschaften und ihren ökologischen Bedingungen zu einer dringenden Notwendigkeit. Diese, von der breiten Öffentlichkeit wenig beachteten oder ihr unbekannt gebliebenen Arbeiten haben in den letzten Jahren erheblichen Einblick in die biologisch-ökologischen Gegebenheiten des Küstennahbereiches erbracht und können in ihrer Gesamtheit als Grundlage zur Beurteilung von Veränderungen der Umweltbedingungen dienen. [...] Im niedersächsischen Küstengebiet ist die Zahl der bereits vorhandenen chemischen und biologischen Untersuchungen, auf welche bei vergleichen Arbeiten zurückgegriffen werden kann, nicht unbeträchtlich. Selbst wenn sie ursprünglich unter anderen Fragestellungen und z. T. schon vor längerer Zeit entstanden sind, haben sie im Sinne der hier behandelten Probleme noch ihren aktuellen Wert. Aus diesem Grunde und um das umfangreiche, in Jahrzehnten erarbeitete Grundlagenmaterial besser zugänglich zu machen, werden die den Verfassern, bekannten veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten hier zusammengestellt (bis Ende 1975). [...] Zur besseren Veranschaulichung wurden die von den einzelnen Untersuchungen des Küstennahbereichs erfassten Gebiete in Karten eingezeichnet für diesen Zweck in folgende thematische Gruppen gegliedert (Blatt 1: Chemische Untersuchungen des Wassers und des Bodens, Blatt 2: Phytoplankton (einzelliges pflanzliches Plankton) und Zooplankton (ein- und mehrzelliges tierisches Plankton), Blatt, 3: Bodenlebende Mikroflora (vorwiegend Diatomeen und aquatische PiIze) und Makroflora (makroskopische Algen, Seegräser, Pionierpflanzen). Bakterien und pathogene Keime in Wasser und Sediment, Blatt 4: Bodenlebende Mikro- und Meiofauna; verschiedene Gruppen einzelliger und mehrzelliger Tiere, Blatt 5: Malkrofauna des Bodens, Blatt 6: Aufwuchs künstlicher Hartböden. Die Karten zeigen die räumlichen Schwerpunkte der bisherigen Untersuchungen und geben gleichzeitig Auskunft über räumlich noch bestehende Lücken. Jedes Untersuchungsgebiet ist mit einem Hinweis auf den Verfasser und das Jahr der Veröffentlichung bzw. der Abschließung eines unveröffentlichten Berichts versehen. [...] Die Übersicht macht deutlich, dass sich die bisherigen Aktivitäten am stärksten auf die Ästuare konzentriert haben. In thematischer Hinsicht nehmen die Bearbeitungen der makroskopischen Bodenfauna den größten Anteil ein und hiervon wiederum entfällt der überwiegende; Teil auf Untersuchungen im Gezeitenbereich des Wattenmeeres. Als schwerwiegendste Lücke sind wohl die mangelnden Daten, und Kenntnisse über Bodenchemie, Bodenbakteriologie, Plankton sowie Mikro- und Meiofauna den Bodens zu bewerten. Diese Zusammenstellung von biologischen und chemischen Untersuchungen desniedersächsischen Küstenbereichs darf daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass trotz reichhaltigenGrundlagenmaterials und erheblicher Fortschritte eine vollständige Übersicht der litoralen Ökosysteme noch nicht vorhanden und insbesondere das Verständnis ihrer Stoffhaushalte noch lückenhaft ist.
Die Uferzone von Seen (Litoral) wird definiert als der durchlichtete Grundbereich eines Sees, in dem benthische höhere Pflanzen (einschließlich Armleuchteralgen) wachsen können. Das Eulitoral von Seen wird definiert als die Wasserwechselzone, die somit im Bereich regelmäßiger Wasserstandsschwankungen liegt und dem Wellenschlag ausgesetzt ist. Das Infralitoral von Seen schließt sich dem Eulitoral seewärts an und wird definiert als die von höheren Pflanzen bewachsene Uferzone. Im Folgenden werden das Eu- und Infralitoral zusammenfassend als Eulitoral bezeichnet. Jedes morphologische Teilbecken mit einer Größe von mehr als 50 ha, das bezüglich des Chemismus als eigenständig eingeschätzt wird, wird separat beprobt. Erst ab einer solchen Größe wird die Windexposition zu einem entscheidenden Faktor für die Zusammensetzung der eulitoralen Makrozoobenthosgemeinschaft. Die an mehr als 5 % der Uferlänge eines Sees vorkommenden Uferstrukturtypen, wie etwa natürliche Ufer, Uferverbau, Badestellen und Bootssteganlagen, werden erkundet und ihre jeweiligen prozentualen Anteile an der gesamten Uferlänge abgeschätzt. Die Erkundung sollte hauptsächlich anhand vorliegender Uferstrukturkartierungen durchgeführt werden. Sind diese nicht verfügbar, können topographische Karten (insbesondere Messtischblätter) bzw. Luft- und Satellitenbilder (z. B. Google Earth) zur Abschätzung des Anteils der Ufertypen herangezogen werden. Die Anteile der Uferstrukturtypen sollten während der Begehung oder Bootsbefahrung für die Makrozoobenthosprobenahme nachkorrigiert werden, da einige lokal begrenzte Uferveränderungen, wie etwa von Baumkronen überragter oder überwachsener Uferverbau oder kleinere Badestellen, oft schwer auf Kartenwerken oder Übersichtsfotos zu erkennen sind. Die Mindestanzahl an zu untersuchenden Probestellen ( N Stellen ) ist abhängig von der Länge des Seeufers (in Kilometern) und wird nach der folgenden Formel berechnet: Die Probestellen werden im Anschluss so gewählt, dass ihre Verteilung den Anteilen der erkundeten Uferstrukturtypen entspricht. Dabei werden Uferstrukturtypen nicht beprobt, wenn deren Anteil an der Gesamtuferlänge unter 10 % liegt. An einer Probestelle mit Uferverbau oder einer Badestelle richtet sich die Probestellenlänge nach der Länge des Uferverbaus bzw. der Länge der Badestelle, die Probestelle hat jedoch eine maximale Länge von 50 m. Die Probe sollte jeweils aus der Mitte des betreffenden Uferstrukturtyps entnommen werden, um Einflüsse angrenzender Uferstrukturtypen auf die Makrozoobenthos-Besiedlung auszuschließen. Die Länge der Probestelle an natürlichen Ufern beträgt 50 m - 100 m und sollte repräsentativ für den gesamten Uferabschnitt sein. Die Positionen der festgelegten Probestellen werden in einer mitgeführten Arbeitskarte eingetragen. Im Anschluss an die Probenahme wird die Position der Probestelle durch die Angabe der geografischen Koordinaten (vorzugsweise Gauß-Krüger-Koordinaten) im “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Miler et al. 2016) ergänzt. Falls für die Angabe der geografischen Koordinaten ein anderes als das Gauß-Krüger-Koordinatensystem benutzt wird, ist das Koordinatensystem im “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Miler et al. 2016) entsprechend unter Notizen zu vermerken. Die Positionen der festgelegten Probestellen werden in einer mitgeführten Arbeitskarte eingetragen. Im Anschluss an die Probenahme wird die Position der Probestelle durch die Angabe der geografischen Koordinaten (vorzugsweise Gauß-Krüger-Koordinaten) im “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Brauns et al. 2016) ergänzt. Falls für die Angabe der geografischen Koordinaten ein anderes als das Gauß-Krüger-Koordinatensystem benutzt wird, ist das Koordinatensystem im “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Brauns et al. 2016) entsprechend unter Notizen zu vermerken. Die prozentualen Anteile der untersuchten Uferstrukturtypen am gesamten See sind im “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Brauns et al. 2016) unter Bemerkungen zu protokollieren. Diese Angabe ist notwendig, um die Bewertungsergebnisse der Stellen auf den gesamten See zu extrapolieren. Die Probenahme erfolgt im norddeutschen Tiefland und im Alpenraum von Anfang Februar bis Ende Mai, jedenfalls vor dem Schlupf der merolimnischen Insekten. Eine optionale Probenahme im Herbst ist zu empfehlen, diese sollte dann im Zeitraum von Anfang September bis Ende Oktober stattfinden. Generell sollte die Probenahme zum Zweck der Zeitersparnis und aus Gründen der Arbeitssicherheit mindestens durch 2 Personen erfolgen. Bei beschränkter Zugänglichkeit der Ufer ist die Beprobung mittels eines Bootes mit Motor zu empfehlen, sofern naturschutzfachliche Vorgaben dies nicht verbieten. Zur Probenahme benötigte Geräte und Materialien : 96 %-iges Ethanol (vergällt, 0,5 L je Probegefäß) in Sicherheitskanistern Federstahlpinzetten “Feldprotokoll Probenahme Eulitoral” (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Brauns et al. 2016) Fotoapparat Gartenschere Handbürsten Kastensieb (Maschenweite mind. 10 mm) Kescher (Maschenweite 500 µm, z. B. Abb. 1) Maßband, Zollstock, Messschieber mehrere große Fotoschalen (Maße: 30 cm x 50 cm) mehrere Transportkisten Pfahlkratzer (Maschenweite 500 µm, z. B. Abb. 2) Probegefäße (Fassungsvermögen mind. 1 L) Protokolle zur Berechnung der Oberfläche von Steinen und Totholz (siehe AESHNA Probenahmevorschrift, Brauns et al. 2016) Schreibutensilien; Taschenrechner; Wathose bzw. Gummistiefel; optional: Surbersampler (Maschenweite 500 µm, z. B. Abb. 3)
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