Im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) wurden Vorhaben gefördert, die direkt oder indirekt zu einer Verminderung des CO2-Ausstoßes bzw. zu einer Verminderung des Ausstoßes von Stoffen mit einem Treibhauspotenzial (CO2-Äquivalent) beitragen oder die für Vorhaben zur Verminderung des Ausstoßes dieser Stoffe die wissenschaftliche Grundlage bilden. Hier erhalten Sie eine Übersicht einiger erfolgreich abgeschlossener anwendungsorientierter Forschungsprojekte und Studien. Im Forschungsvorhaben „PV2City“ wird das Potenzial der solaren Stromversorgung Berlins auf Basis einer zeitlich und räumlich aufgelösten Simulationsstudie bestimmt. Darin soll insbesondere die direkte Nutzung des Solarstroms vor Ort analysiert werden, was in bisherigen Studien wenig Beachtung fand. Des Weiteren lassen sich aus den Simulationsuntersuchungen Anforderungen an das zukünftige Berliner Stromnetz bei hoher PV-Durchdringung ableiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse der PV-Energieversorgung von ausgewählten Gebäudetypen in Berlin auf Basis von detaillierten Stromverbrauchs- und Solarstrahlungsmessungen. Darüber hinaus werden detailliert Hemmnisse und Hürden zur Erschließung des PV-Potenzials in Berlin analysiert und Lösungsansätze aufgezeigt. Im Rahmen des Projektes wurden mehrere fachliche Studien sowie eine Webanwendung zur Auslegung einer PV-Anlage erstellt und umfassend kommuniziert. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 06/2016 – 04/2021 Das Projekt OpReeBeK² (Optimale Regelungsstrategie zum effizienten Betrieb von Klimaanlagen und deren Kälteversorgung) baut inhaltlich und methodisch auf den Ergebnissen aus dem Projekt OpDeCoLo (Optimized Dehumidification Control Loop, Projektnummer 11406UEPII/2) auf. Die Entfeuchtung von Raumluft in Klimaanlagen erfolgt üblicherweise durch die Kühlung der feuchtwarmen Luft bis zum Taupunkt. Über die dann erfolgende Kondensation des Wassers reduziert sich die Luftfeuchte. Im Forschungsvorhaben wird nun eine neue technische Konstruktion zur Gebäudeklimatisierung entwickelt und untersucht, die es erlaubt Energie bei der Entfeuchtung von Raumluft einzusparen. Hierzu soll ein geregelter „Luftbypass“ eingesetzt werden. Die Idee dabei ist, nur einen Teil der durchströmenden Luft zu kühlen. Die am Kühler im Bypass vorbeigeführte unbehandelte Luft wird anschließend wieder mit dem Teilstrom der gekühlten entfeuchteten Luft vermischt. Auf diese Weise wird der ansonsten erforderliche Energieaufwand zur Nacherhitzung der behandelten (=gekühlten) Luft reduziert. Gleichzeitig wird weniger Kühlleistung benötigt, da eine verringerte Luftmenge durch den Kühler strömt. Weiterhin soll bei dem Kreisprozess zur Kälteerzeugung eine energieoptimierte Regelung der Kühlwasservorlauftemperatur ebenfalls zur Energieeinsparung bei der Klimatisierung der Luft beitragen. Im Ergebnis der Auswertung der Messreihen an der komplexen RLT-Laboranlage und den modellbasierten Simulationen wird eine Steigerung der Energieeffizienz von bis zu 20 % prognostiziert. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 09/2016 bis 04/2021 Ziel des Forschungsvorhabens war die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten einer adaptiven und kontrastoptimierten Straßenbeleuchtung für Berlin. Verwendet werden hierfür bildverarbeitende Systeme in Kombination mit intelligenten Leuchten, die gefährdete Objekte oder ihre direkte Umgebung gezielt anstrahlen. Hierdurch wird es möglich, hohe Beleuchtungsniveaus in bestimmten Verkehrsflächen zu reduzieren, ohne dabei die Verkehrssicherheit zu mindern bzw. bei vorhandenen niedrigen Beleuchtungsniveaus die Verkehrssicherheit um ein Vielfaches zu erhöhen. Das Forschungsvorhaben bestätigt das prognostizierte hohe Energieeinsparpotenzial durch Einsatz des Markierungslichtes. So kann an zu dunkel beleuchteten Straßen unter Sicherstellung der Verkehrssicherheit mit Hilfe des Markierungslichts bis zu 64 % an Energieeinsparung gegenüber der normgerechten Anpassung des Beleuchtungsniveaus erreicht werden. Weiterhin ist es möglich bei wenig frequentierten Straßen über eine Absenkung des Beleuchtungsniveaus und gleichzeitiger Sicherstellung der Verkehrssicherheit durch das Markierungslicht bis zu 45,95 % Energie einzusparen. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 04/2017 – 10/2021 Das übergeordnete Projektziel war, den Klimaschutz in Berlin über den Schutz und die Entwicklung der C-Speicher von Böden und grüner Infrastruktur (Vegetation) zu stärken. Dafür erarbeitete das Projekt ein Instrumentarium für die Bestimmung und Bewertung des C-Speichers der Böden und der Vegetation sowie Entwicklungsprognosen bei städtebaulichen Projekten oder sonstiger Flächennutzungsplanung in Berlin. Des Weiteren war die Schaffung einer belastbaren Datengrundlage für die Beurteilung der Klimaschutzfunktion der Berliner Böden ein wesentliches Ziel, welche eine Differenzierung nach ausgewählten Bodeneigenschaften, Schutzwürdigkeit der Böden und städtischen Nutzungsformen ermöglicht. Zudem wurden berlintypische C-Speicher und -Bilanzen (CO 2 -Fixierungspotenziale) der Vegetation verschiedener Nutzungsformen bestimmt. Die Boden- und Vegetationsdaten besitzen eine große Planungsrelevanz für die Stadtentwicklung mit dem Ziel „klimaneutrales Berlin 2050“. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 05/2016 bis 09/2019 Die Abwasserreinigung in Kläranlagen stellt einen der größten Energieverbraucher in Kommunen dar. Mit dem Forschungsvorhaben E-VENT “Evaluation von Verfahrensoptionen zur Senkung des Energiebedarfs und Treibhauseffekts der Berliner Kläranlagen” wurde eine Entscheidungsunterstützung für strategische Überlegungen im Land Berlin hinsichtlich zukünftiger Investitionsmaßnahmen für Kläranlagen erarbeitet, die gleichzeitig klimaschonend sind. Hierzu wurden energieeffiziente Verfahrensoptionen zur Abwasserbehandlung und zur Klärschlammvorbehandlung untersucht und bewertet. Ausgewählte Verfahrenskombinationen wurden anhand einer ausgewählten Kläranlage einer Gesamtbetrachtung unterzogen. Für zwei ausgewählte Verfahren wurden Labor- und Pilotversuche durchgeführt, um geeignete Daten für die Bewertung zu erheben und Datenlücken zu schließen. Abschließend wurde über Stoffstrom-, Energie-, und Treibhausgasbilanzen ermittelt, inwieweit diese Verfahrenskombinationen zu einer verbesserten Energie- und Treibhausgasbilanz der Kläranlagen in Berlin beitragen können. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden in mehreren Workshops der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit den Berliner Wasser Betrieben (BWB) durchgeführt, die die erforderlichen Versuchsstandorte inkl. Prozesstechnik zur Verfügung stellten. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 03/2017 bis 07/2020 In enger Zusammenarbeit der Verbundpartner ALBA Management GmbH und der TU-Berlin, Fachgebiet für Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien (EVUR) wurde eine Studie zur netzdienlichen Integration von hybriden Entsorgungsfahrzeugen und deren Speichersysteme für den Regelenergiemarkt erstellt. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 02/2018 bis 10/2019 Im Vorhaben der Firma Solaga „Erforschung einer Algenbiofilmanlage zur urbanen industriell-städtischen Biogasproduktion (Algbioga)“ wurde der Prototyp einer Solarbiogasanlage gebaut und im Außenbereich untersucht. Hierzu wurden Paneele mit Algenteppichen errichtet und das produzierte Biogas in einem flexiblen Membranspeicher gespeichert. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 08/2017 bis 10/2019 Im Verbundprojekt Berlin HFE-emissionsfrei wurde die Entwicklung eines innovativen Filtersystems für Krankenhäuser zur gezielten Adsorption von Narkosegasen aus der Abluft verfolgt. Diese Hydrochlorfluorether (HFE)-Gase haben ein hohes Treibhauspotential und stellen machen einen Großteil der Emissionen aus den Operationsbereichen der Hospitäler dar. Den Projektpartnern Pneumatik Berlin GmbH Medical Systems und der ZeoSys ENERGY GmbH ist es gelungen ein praxistaugliches System zu entwickeln, welches die Narkosegase fast vollständig aus der Abluft entfernt. Zudem kann das Anlagendesign individuell an die Anforderungen der Krankenhäuser angepasst und in die bestehende Infrastruktur integriert werden. Dies wurde durch Langzeitversuche im realen Operationsbetrieb über mehrere Monate getestet. Der innerhalb des Projektes entwickelte Prototyp soll in Zukunft als marktfähiges Produkt die Treibhausgasemission der Krankenhäuser reduzieren und eine Wiederverwendung der Narkosegase ermöglichen. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 12/2017 bis 04/2021 In dem Verbundvorhaben der Berliner Hochschule für Technik und der senercon GmbH wurden statistische Lernverfahren für wettergeführte Heizungssteuerungen entwickelt, die eine hinreichend sichere Einsparprognose bei Anwendung dieser neuen Technik ermöglichen. Damit können die Anbieter der wettergeführten Heizungssteuerungen ihren Kunden vor dem Einbau der Technik exakt deren Nutzen bezüglich der zu erwartenden Energieeinsparung beziffern. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 09/2020 bis 04/2023 Durch die Ergebnisse des Projektes „Kosie“ wird ein wissensbasiertes Management der Kohlenstoff-speicher in ver- und entsiegelten Böden ermöglicht. Da in Berlin bisher nur Informationen zu Kohlen-stoffspeichern unversiegelter Böden vorlagen, wurde von der Humboldt-Universität zu Berlin zunächst eine wissenschaftliche Datenbasis geschaffen. Dazu wurden Standorte im Stadtgebiet untersucht, Proben entnommen und im Labor analysiert. Die gewonnenen Daten wurden bezüglich verschiedener Einflussfaktoren ausgewertet. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 11/2019 bis 05/2023 In dem Vorhaben des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) wurden unterschiedlich vorkultivierte Staudenmatten eingesetzt, die in Großstädten zur ökologischen Aufwertung von verkehrsverdichteten und anderen emissionsintensiven Bereichen insbesondere zur CO2-Bindung beitragen sollen. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 01/2018 bis 06/2023 Im Projekt „MURMEL – Mobiler Urbaner Roboter zur Mülleimerleerung“ der TU-Berlin wurde der Prozess der Papierkorbleerung mithilfe eines Serviceroboters hinsichtlich der CO2-Emissionen und des Energiebedarfs optimiert. Dafür wurde ein funktionaler Prototyp und seine Einbindung in die Prozesskette entwickelt. Gemeinsam mit dem assoziierten Partner BSR wurde überprüft, inwiefern ein speziell entwickelter Serviceroboter die Vorgänge in der Abfallwirtschaft einer Großstadt wie Berlin unterstützen und verbessern kann. Ziel dabei ist die Vermeidung von CO2-Emissionen sowie eine effizientere Energienutzung. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 04/2019 bis 08/2023 Ziel des Projektes „DymPro – Dynamische Anpassung der Berliner Straßenbeleuchtung“ der TU-Berlin war es, Anforderungen an Steuerungssysteme zu definieren, um die Umsetzung dynamischer Beleuchtungslösungen für Berlin vorzubereiten. Hierfür wurden alle aktuell auf dem Markt angebotenen Steuerungssysteme miteinander verglichen und deren Anwendbarkeit untersucht. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 10/2019 bis 09/2023 Im Rahmen des Vorhabens „Reisebusstrategie für Berlin“ der TU-Berlin wurde anhand verschiedener Szenarien ein ganzheitliches Konzept zur Organisation des Reisebusverkehrs in der Berliner Innenstadt erarbeitet. Dieses soll sich positiv auf Schadstoff-, Lärm- und Flächenbelastung und führt zu Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmern. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 04/2021 bis 10/2023 In dem Vorhaben „Vertical Wetlands“ hat das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zusammen mit dem Ingenieurbüro WITE GmbH vertikale Feuchtgebiete entwickelt. Diese Pflanzmodule bieten eine übertragbare und skalierbare Möglichkeit, um an naturfernen und künstlichen Wasserwegen Minimalhabitate zu schaffen, die verschiedenen Arten ökologische Trittsteine bieten und so den Aufenthalt und die Durchwanderung ermöglichen. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 04/2021 bis 10/2023 Das Projekt „CarbonStoreAge -Stadtböden Berlin – C-Speicher der Zukunft?“ der FU-Berlin soll das Potential für die Anwendung von Pflanzenkohle (PK) zur Speicherung von Kohlenstoff in Stadtböden prüfen und für Berlin eine Möglichkeit zum Ausbau der Kohlenstoffsenke Boden erschließen. Die Herstellung und Anwendung von Pflanzenkohle zur Anreicherung von Kohlenstoff in Böden, bei gleichzeitiger Verbesserung der Standorteigenschaften, und die Stärkung klimarelevanter Stoffkreisläufe durch CO2-negative Ressourcennutzung wurde untersucht. Grundlage dafür ist die Untersuchung der Wirkung von Pflanzenkohle in verschiedenen Böden/Nutzungstypen u. a. hinsichtlich Humusaufbau, Schadstoffimmobilisierung und Pflanzenwachstum. Zu den Forschungsergebnissen. Projektlaufzeit: 06/2021 bis 11/2023
Bodenversiegelung Etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind in Deutschland aktuell versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu. Was ist Bodenversiegelung? Bodenversiegelung bedeutet, dass der Boden luft- und wasserdicht abgedeckt wird, wodurch Regenwasser nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen versickern kann. Auch der Gasaustausch des Bodens mit der Atmosphäre wird gehemmt. Innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist ein Teil der Böden durch darauf errichtete Gebäude versiegelt. Auch unbebaute Flächen – wie Freiflächen, Betriebsflächen, Erholungsflächen und Verkehrsflächen – sind teilweise mit Beton, Asphalt, Pflastersteinen oder wassergebundenen Decken befestigt und damit ganz oder teilweise versiegelt. Ökologische Auswirkungen Eine übermäßige Bodenversiegelung hat unmittelbare Auswirkungen auf den Wasserhaushalt: Zum einen kann Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen. Zum anderen steigt das Risiko zu örtlichen Überschwemmungen, da bei starken Regenfällen die Kanalisation oder die Vorfluter die oberflächlich abfließenden Wassermassen nicht fassen können. Auch das Kleinklima wird negativ beeinflusst: Versiegelte Böden können kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Hinzu kommt, dass sie als Standort für Pflanzen ungeeignet sind. Diese fallen somit als Wasserverdunster und als Schattenspender aus. Vor allem wird die natürliche Bodenfruchtbarkeit durch eine Versiegelung der Böden massiv beeinträchtigt: Wenn der Boden dauerhaft von Luft und Wasser abgeschlossen ist, geht die Bodenfauna zugrunde, welche wiederum wichtige Funktionen für den Erhalt und die Neubildung von fruchtbaren Böden erfüllt. Schließlich ist Bodenversiegelung nur schwer und mit hohen Kosten wieder zu beseitigen. Auch im Anschluss an eine Entsiegelung bleibt die natürliche Struktur des Bodens gestört. Häufig bleiben Reste von Fremdstoffen (wie Beton- oder Asphaltbrocken, Kunststoffsplitter oder diverse Schadstoffe) im Boden zurück. Eine neue Bodenfauna bildet sich nur über längere Zeiträume, so dass auch die natürliche Bodenfruchtbarkeit verzögert und oft nicht in der vorherigen Qualität wieder herstellbar ist. Bodenversiegelung in Deutschland Für Deutschland weist die amtliche Flächenstatistik 51.903 Quadratkilometer (km²) Fläche für Siedlung und Verkehr zum Ende des Jahres 2022 aus. Davon waren laut Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder etwa 45,1 % versiegelt. Bezogen auf die Gesamtfläche beträgt der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche 14,51 % und der Anteil der versiegelten Fläche 6,54 %. Zum Ende des Jahres 1992 lag der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche noch bei 11,5 % (38.669 km²) und der Anteil der versiegelten Fläche bei 5,3 % (17.839 km²) (siehe Abb. „Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche Deutschlands“). Somit hat in den 30 Jahren von 1992 bis 2022 die Bodenversiegelung um insgesamt 4.943 km² zugenommen. Anstieg der versiegelten Siedlungs- und Verkehrsfläche Während das Tempo in den Jahren bis etwa 2015 aufgrund baukonjunktureller Effekte etwas nachgelassen hat, ist aufgrund des steigenden Bedarfs an neuem Wohnraum zuletzt wieder ein leichter Zuwachs zu erkennen. Dies zeigt sich u.a. auch an der grundlegenden Entwicklung des Anstiegs der Siedlungs- und Verkehrsfläche . Dennoch hat die jährliche Zunahme der versiegelten Siedlungs- und Verkehrsfläche im Vergleich zur Mitte der 1990er Jahre erheblich abgenommen (siehe Abb. „Zunahme der versiegelten Siedlungs- und Verkehrsfläche“). Im 4-Jahreszeitraum von 1993 bis 1996 wuchs die versiegelte Fläche um 201,6 km² pro Jahr. Von 2021 bis 2022 lag der Zuwachs der versiegelten Fläche dagegen bei 64 km². Die Zunahme versiegelter Flächen ist vor allem auf das stetige Wachstum der Verkehrsflächen zurückzuführen, denn mit 50 bis 70 % weisen Verkehrsflächen einen relativ hohen Anteil versiegelter Fläche auf. Ermittlung der Bodenversiegelung Die Bodenversiegelung in einem Gebiet lässt sich mit Hilfe von Luftbildaufnahmen in guter Näherung ermitteln. Zur weiteren Absicherung der Daten können diese auch mit topographischen Karten, Katasterdaten, Bebauungsplänen oder anderen geographischen Informationen abgeglichen werden. Mit Unsicherheit behaftet ist dabei vor allem die Bewertung teilversiegelter Flächen – also von Flächen, die mit lose verlegten Platten, Pflastern oder wassergebundenen Decken befestigt sind. In vielen Gemeinden wird inzwischen die Versiegelung von Baugrundstücken erhoben, um den Eigentümern bei der Berechnung der Abwassergebühren die Beseitigung von nichtversickertem Regenwasser anlasten zu können. Die diesbezüglichen Informationen verbleiben allerdings bei den Abwasserbetrieben und sind nicht öffentlich zugänglich. Eine flächendeckende, detaillierte Erfassung der Bodenversiegelung in Deutschland oder einzelnen Bundesländern gibt es daher nicht. Lediglich im Rahmen von diversen Forschungsvorhaben wurde in einigen ausgewählten Regionen die Bodenversiegelung flächendeckend in unterschiedlichem Detaillierungsgrad erfasst. Um dennoch eine Aussage über die Bodenversiegelung in Deutschland treffen zu können, hat der Länderausschuss für Bodenschutz (LABO) einen Arbeitskreis eingerichtet. In diesem haben Fachleute auf der Basis der vorliegenden Regionaldaten zur Bodenversiegelung ein Rechenmodell entwickelt, mit dem sich überschlägig die Bodenversiegelung innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsfläche berechnen lässt. Dem Rechenmodell liegt die Beobachtung zugrunde, dass der Versiegelungsgrad innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsfläche umso höher ist, je stärker die Region besiedelt ist. Mit anderen Worten: Je stärker die Besiedelung, desto knapper ist der Raum und desto intensiver sind die Bebauung und die Versiegelung der genutzten Flächen. Beispielsweise ist im dicht besiedelten Stadtstaat Berlin etwa 70 % der Verkehrsfläche versiegelt, während im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern nur etwa 50 % der Verkehrsfläche versiegelt ist. Zur Verkehrsfläche zählen unter anderem Straßen, Wege, Plätze und Eisenbahnen, aber auch Böschungen, Seiten- und Mittelstreifen und sonstigen Nebenflächen. Entsprechendes gilt auch für Gebäude- und Freiflächen, bei denen der Versiegelungsgrad zwischen 55 % in den Stadtstaaten und 45 % in den dünnbesiedelten Flächenländern variiert (siehe Tab. „Eckwerte und resultierende Parameter für die Berechnung der versiegelten Siedlungs- und Verkehrsfläche“). Die hier angegebenen Werte für das Jahr 2011 wurden auf Basis dieser Methode berechnet. Seit einiger Zeit weisen auch die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder (UGRdL) Daten zu Versiegelungsanteilen der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf Ebene der Bundesländer aus. Auch hier wird ein entsprechendes Schätzverfahren angewendet, welches im Methodenbericht auf den Internetseiten der UGRdL dokumentiert ist. Die hier angegebenen Werte für das Jahr 2022 greifen auf die UGRdL zurück. Exkurs 1: Wie wird der Anteil versiegelter Siedlungs- und Verkehrsfläche nach LABO berechnet? Die Berechnung des Anteils der versiegelten Siedlungs- und Verkehrsfläche in den Bundesländern in einem bestimmten Jahr in Abhängigkeit von der Nutzungsart erfolgt nach der Formel: P n,b (t) = A1 n * D b (t) + A0 n Dabei sind t: das Bezugsjahr n: die Nutzungsart b: das Bundesland D b : der Anteil der SuV-Fläche im jeweiligen Bundesland in % (Siedlungs- und Verkehrsfläche/Landesfläche*100) P n,b : der Prozentsatz der versiegelten Fläche in Abhängigkeit von Bundesland und Nutzungsart A1 n , A0 n : Parameter, die so gewählt sind, dass für das Jahr 2000 in den Bundesländern mit der höchsten bzw. geringsten Dichte (Berlin (BE) und Mecklenburg-Vorpommern (MV)) für die Versiegelungsanteile bestimmte Eckwerte eingehalten werden. Exkurs 2: Wie ist die Daten- und Berechnungsqualität einzuschätzen? Eine regelmäßige amtliche Erfassung des Versiegelungsgrades wird bislang nicht durchgeführt, weshalb die hier angegebenen Versiegelungsgrade anhand von Schätzverfahren ermittelt wurden. Insgesamt ist festzustellen, dass die Methoden nur eine ungefähre Abschätzung der Bodenversiegelung abbilden können. Die Ergebnisse sind für einen räumlichen Vergleich der Bundesländer geeignet. Die zeitliche Vergleichbarkeit ist allerdings durch die methodische Umstellung in der Flächenerhebung zum Berichtsjahr 2016 eingeschränkt.
Startschuss der Kampagne „Natur stärken – Klima schützen“ Am 5. Juni – dem Internationalen Tag der Umwelt – fiel der Startschuss für die Kampagne „Natur stärken – Klima schützen“ des Bundesumweltministeriums (BMUV). Im Vordergrund stehen Wälder, Moore und Flussauen, die zu den zentralen Handlungsfeldern des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz zählen und deren Erhalt und Wiederherstellung in den nächsten Jahren massiv gefördert werden. Der Temperaturanstieg, aber auch die Zunahme an Hitze- und Starkregenereignissen, an Stürmen und Waldbränden, sind Seismographen für ein sich änderndes Klima . Die gute Nachricht ist, dass die Natur eine wichtige Verbündete im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise ist. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag für den Anpassungs- und Katastrophenschutz sowie für die Gesundheit und das Wohlergehen der Gesellschaft einschließlich der Pandemievorsorge. Wälder und insbesondere organische Böden (intakte Moore) sowie Flussauen binden Kohlenstoff aus der Luft und speichern ihn langfristig. Sie fungieren als Wasserspeicher für Dürrezeiten, Hochwasserschutz bei Starkregen oder als Kühlung bei Hitze. Darüber hinaus bieten diese Ökosysteme Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Eine starke, widerstandsfähige Natur ist also dreifach wichtig: für den Klimaschutz , die biologische Vielfalt und die Vorsorge gegen die Folgen des Klimawandels. Die besonderen Leistungen der Natur werden in drei Filmspots zu den Lebensräumen Moor, Wald und Flussaue der BMUV -Kampagne dargestellt. Auch das Umweltbundesamt ( UBA ) fördert den Erhalt und Ausbau der natürlichen Ökosysteme, wie Wälder, Moore und Flussauen, in Forschungsprojekten und unterstützt das BMUV durch wissenschaftliche Politikberatung zu Maßnahmen und Legislativvorschlägen in Deutschland, der EU und international. Ausgewählte Beispiele sind: Thema: Anreize für Klima- und Biodiversitätsschutz im Wald sowie Potenziale des natürlichen Klimaschutzes im Landsektor (szenarienbasiert) Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines finanziellen Anreizsystems für zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen im Wald Forschungsvorhaben zu Szenarien für den natürlichen Klimaschutz im LULUCF-Sektor und Synergien mit Biodiversitäts- und anderen Umweltzielen (laufendes Projekt; Juni 2023 bis März 2025 - FKZ 3723NK9010) Thema: Mehr Wasserspeicherfähigkeit in Flüssen, Bächen und ihren Auen für widerstandsfähige Ökosysteme gegenüber den Folgen des Klimawandels Online-Plattform für Gewässerrenaturierung in Wort und Bild. Forschungsvorhaben zur Untersuchung des benötigten Raumes für Flusslandschaften (laufendes Projekt; August 2021 bis Dezember 2023 – FKZ 37 21 24 20 20) Thema: Förderung von Moor-Wiedervernässung und Umsetzung von Paludikultur sowie Klimaschutzpotenziale von Naturbasierten Lösungen Forschungsvorhaben zu Enwicklung von Anreizen für Paludikultur zur Umsetzung der Klimaschutzziele in 2030 und 2050 Forschungsvorhaben zu „Nature-based solutions and global climate protection” Thema: Herausforderungen und Chancen der Zertifizierung von Klimaschutzerfolgen, die in Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes erzielt werden Informationsangebot der Deutschen Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt)
Am 18. und 19. November 2019 treffen sich in Berlin auf Einladung der Berliner Forsten mehr als 300 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Japan, Finnland, Österreich und weiteren Ländern zum 1. Berliner Stadt-Wald-Kongress. Thema der Fachveranstaltung sind Potenziale und Perspektiven urbaner Waldlandschaften für eine gesunde und lebenswerte Entwicklung unserer Städte. Insbesondere in wachsenden Ballungsräumen gewinnen Wald und Natur als Erholungs- und Erlebnisraum eine zunehmende Bedeutung. In der öffentlichen Diskussion spielen dabei aktuell vielfältige Gesundheitswirkungen der Wälder – präventiv und kurativ – eine immer größere Rolle. Regine Günther , Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, erklärte anlässlich der Eröffnung des Kongresses: „Für das Wohlbefinden der Menschen haben Wälder einen unermesslichen Wert. Gerade in Städten sind sie unverzichtbar: Sie sorgen für frische, saubere Luft, hochwertiges Trinkwasser, Kühlung in heißen Sommern und bieten Gelegenheiten für Erholung, Entspannung und Sport. Wir müssen daher unsere Wälder, die durch die Erderhitzung stark gefährdet sind, mit allen Kräften schützen. Der 1. Berliner Stadt-Wald-Kongress wird hier Impulse setzen, um die internationale Zusammenarbeit bei der Pflege und der nachhaltigen Entwicklung urbaner Wälder zu stärken.“ Architektur, Stadt- und Freiraumplanung, Gesundheitsbranche, Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Forstleute und Waldbesitzende beschäftigen sich zunehmend mit der Bedeutung urbaner Grünräume für Menschen. Für Berlin als eine der waldreichsten Metropolen Europas ist das Thema besonders relevant. Die Berliner Forsten stellen deshalb die positiven Wirkungen des Waldes auf den Menschen in den Mittelpunkt des 1. Berliner Stadt-Wald-Kongresses: interdisziplinär und international sollen Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht und Möglichkeiten der Vernetzung, Kooperation diskutiert werden. Vorträge renommierter Fachleute aus dem In- und Ausland, Podiumsdiskussionen und Best-Practice-Beispiele geben einen Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand. Praktische waldtherapeutische Angebote und Workshops bieten Gelegenheit, bestehende Ansätze kennenzulernen und mögliche Wirkungen und Leistungen des Waldes für Einzelne und die Stadtgesellschaft zu debattieren. Trotz des wachsenden öffentlichen Interesses an den Heilkräften des Waldes steht die fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema in Deutschland noch am Anfang. Der 1. Berliner Stadt-Wald-Kongress dient daher auch dem Ziel, Forschungsbedarfe zu identifizieren. So kann der Fachkongress wichtige Beiträge für die „Charta für das Berliner Stadtgrün“ des Berliner Senats liefern und wertvolle Impulse für die weitere Arbeit der Berliner Forsten geben. Termin: 18. und 19. November 2019 Ort: Tegeler Seeterrassen Wilkestr. 1 13507 Berlin
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert seit dem 01.01.2020 das „Globale Zentrum für räumliche Methoden der urbanen Nachhaltigkeit“ (GCSMUS) im Rahmen des DAAD-Programms „Exzellenz in der Hochschulbildung in der Entwicklungszusammenarbeit - exceed“. GCSMUS hat seinen Sitz an der Technischen Universität Berlin und verbindet 48 institutionelle Partner aus 48 Ländern und 8 Weltregionen. Das Zentrum konzentriert sich auf das Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) 11 der Agenda 2030, „Städte und menschliche Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen“, und zielt auf die Entwicklung transdisziplinärer räumlicher Methoden ab, um sowohl die akademische Ausbildung in den räumlichen Disziplinen als auch die Planung und Praxis zu verbessern. SDG11 befasst sich mit allen Dimensionen der Nachhaltigkeit, nämlich: soziale Nachhaltigkeit durch Verringerung von Armut, räumlicher Trennung und sozialer Ungleichheit in verschiedenen Dimensionen (z. B. Klasse, Geschlecht, Rasse / ethnische Zugehörigkeit, Alter und Behinderung) wirtschaftliche Nachhaltigkeit durch Überwindung wirtschaftlicher Ausgrenzung, Schaffung von Karriere- und Geschäftsmöglichkeiten für alle Einkommensgruppen und Aufbau widerstandsfähiger Gesellschaften und Volkswirtschaften ökologische Nachhaltigkeit durch Verringerung der negativen Umweltauswirkungen von Städten, Verringerung der negativen Auswirkungen von Katastrophen und des Klimawandels auf Städte sowie Schutz und Schutz des Natur- und Kulturerbes der Welt. SDG11 zielt insbesondere darauf ab, allen den Zugang zu angemessenem, sicherem und erschwinglichem Wohnraum, Grün- und öffentlichen Räumen, Verkehrssystemen sowie grundlegenden Dienstleistungen (wie Wasser, Lebensmittel, Strom, Abwasser, Abfallentsorgung, Internet, Heizung und / oder Energie) zu ermöglichen. oder Kühlung, saubere Luft, Bildung, Arbeit / Jobs, Gesundheitsfürsorge, Freizeitaktivitäten und Sport. Um diese Ziele zu erreichen, ist das Zentrum als Peer-Learning-Prozess organisiert und wird zwischen 2020 und 2024 mehrere strategische Maßnahmen durchführen. Während einige Aktivitäten des Zentrums nur für GCSMUS-Mitgliedsinstitutionen bestimmt sind, gibt es viele Aktivitäten wie internationale Konferenzen, Workshops sowie andere Veranstaltungen und Fördermöglichkeiten stehen auch Nichtmitgliedern offen. Wenn Sie über diese Aktivitäten des Zentrums im Allgemeinen informiert werden möchten, abonnieren Sie den Newsletter, indem Sie sich hier online registrieren. Weitere Informationen zum Zentrum finden Sie unter: www.mes.tu-berlin.de/GCSMUS Hintergrundinformationen Quelle: TU Berlin, Medieninformation Nr. 258/2019 DAAD fördert neues transdisziplinäres TU-Projekt im Rahmen von exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit Das Forschungsprojekt „Global Center of Spatial Methods for Urban Sustainability“ (GCSMUS) bringt 48 institutionelle Partner*innen aus 47 Ländern für mehr konstruktive Entwicklungszusammenarbeit zusammen und wird dafür im Rahmen des Programms „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit (exceed)“ vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in den kommenden fünf Jahren gefördert. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Nina Baur vom Fachgebiet Methoden der empirischen Sozialforschung und Prof. Dr. Angela Million vom Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen der TU Berlin. Der Erfolg dieses Projektes unterstützt die Strategie der Globalen Verantwortung der TU Berlin. Für den Aufbau eines internationalen Netzwerkes an Lehr- und Forschungskooperationen fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieben deutsche Hochschulen mit insgesamt 30,8 Millionen Euro. Das Projekt zielt auf die Weiterentwicklung und Anwendung sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden zur Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung und beabsichtigt, im Rahmen der Agenda 2030 einen Beitrag zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ der Vereinten Nationen zu leisten. Insgesamt umfasst die Agenda 2030 einen Katalog von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die erstmals alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen berücksichtigen. Von der TU Berlin sind am Projektverbund die Fachgebiete Städtebau und Siedlungswesen, Städtebau und Urbanisierung, Integrierte Verkehrsplanung, Planungs- und Architektursoziologie, Allgemeine Soziologie sowie Methoden der empirischen Sozialforschung beteiligt. Die insgesamt 48 institutionellen GCSMUS-Partner*innen streben eine stärkere Nutzung sozialwissenschaftlicher Methoden zur Entwicklung von Nachhaltigkeit in Städten und Siedlungen an, indem mittels Wissenstransfer, -austausch und -implementation Methoden der empirischen Sozialforschung mit Städtebau, Stadtplanung und Politikberatung verknüpft werden. Dies soll vor allem durch bestimmte Maßnahmen wie internationale Tagungen, Lehrforschungs- und anwendungsbezogene Projekte, Förderungen von Promotionen und Anträgen für Post-Doc-Projekte sowie Workshops zur Vermittlung zwischen Grundlagenforschung und Praktiker*innen erfolgen. Die geplanten Maßnahmen (die „5 Es“) fokussieren sich dabei auf die fünf Bereiche „Educate“ (Bildung), „Experience“ (Erfahrung), „Evaluate“ (Evaluation), „Exchange“ (Austausch) sowie „Enhance“ (kontinuierliche Verbesserung) und werden von Prof. Dr. Nina Baur (TU Berlin), Prof. Dr. Gabriel Faimau (University of Botswana), Prof. Dr. Fraya Frehse (University of São Paulo, Brasilien), Prof. Dr. Angela Million (TU Berlin) und Prof. Dr. Gaurav Raheja (IIT Roorkee, Indien) koordiniert. Angestrebt wird dabei zum einen eine Verbesserung der Praxis der planenden und gestaltenden Disziplinen, wie z. B. Architektur und Landschaftsarchitektur, sowie von Städtebau, Stadtplanung und Politikberatungsinitiativen, die sich mit Dynamiken der Inklusion/Exklusion, Sicherheit und Resilienz in Städten in Entwicklungsländern befassen. Zum anderen will das transdisziplinäre Team zur Verbesserung der universitären Ausbildung in den raumbezogenen Disziplinen, wie etwa Architektur, Geographie, Soziologie, Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung, beitragen. Mit neuen Methoden zu nachhaltigeren Städten „GCSMUS verfolgt eine innovative methodologische Strategie, indem Methoden der empirischen Sozialforschung mit Methoden der Design-Forschung, Methoden des Städtebaus sowie politikwissenschaftlichen Methoden verbunden und zu transdisziplinären Methoden der Raumforschung weiterentwickelt werden sollen. Das geht nur konsequent disziplinübergreifend“, sagt Prof. Dr. Nina Baur, Leiterin des Fachgebietes Methoden der empirischen Sozialforschung der TU Berlin. „So kann die Nachhaltigkeit in Städten und Gemeinden mittels evidenzbasierter Planung und ‚low-impact urban development‘ verbessert werden“, ergänzt Prof. Dr. Angela Million, Leiterin des Fachgebietes Städtebau und Siedlungswesen am Institut für Stadt- und Regionalplanung. In dem von der TU Berlin verabschiedeten Strategiepapier zur Globalen Verantwortung (2019) bekennt sich die Universität zu einer ausdrücklichen Unterstützung des Globalen Südens in Forschung und Lehre. „Nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen erfordern das internationale Zusammenwirken von Forscher*innen mit vielfältigen Perspektiven, Ansätzen, und kulturellen Hintergründen“, so die TU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angela Ittel. Das Spektrum der internationalen Aktivitäten der TU Berlin wächst mit dem GCSMUS um ein Weiteres. Der DAAD fördert seit 2009 mit dem Programm „Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit – exceed“ den Aufbau von internationalen Kompetenzzentren, bestehend aus deutschen Hochschulen und ihren Partner*innen in Entwicklungsländern. Ziel ist es, die Hochschulen in den Bereichen Lehre, Forschung und Dienstleistung zu stärken, um wirkungsvolle und innovative Beiträge zur Verwirklichung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erzielen. Den thematischen Rahmen der zweiten „exceed“-Programmphase setzen die SDGs der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Für den Aufbau eines internationalen Netzwerkes an Lehr- und Forschungskooperationen fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieben deutsche Hochschulen mit insgesamt 30,8 Millionen Euro. Ausführlichere Informationen sind seit 01.01.2020 verfügbar unter: www.mes.tu-berlin.de/GCSMUS Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Sandra Hornoff TU Berlin Internationales / Department of International Affairs Tel.: +49 030 314-21560
Current air-conditioning systems for railway vehicles predominantly use fluorinated refrigerants, which will be phased down in the coming years because of their damaging impact on the climate. Motivated by the need to implement environmentally friendly technologies that will be available for the long term for the air conditioning of passenger trains, Liebherr and Deutsche Bahn conducted a comparison of the annual energy consumption and the Total Cost of Ownership (TCO) of railway heating, ventilation, and air-conditioning systems (HVAC) using air and R-134a as refrigerants. Systems in operation and advanced systems were both assessed. Measurement data and model calculations obtained from systems in operation formed the basis for evaluation. For the average primary annual energy consumption for cooling, the air-cycle systems, which use air as refrigerant, had savings of 16% and 28%, respectively, compared to the R-134a systems that were considered. The higher investment costs of air-cycle systems are compensated by lower operating costs, particularly lower energy costs, and by lower maintenance costs, so that air-cycle systems have the advantage in terms of economic efficiency. As a result, air-cycle systems are an environmentally friendly, economical and reliable solution to the refrigerant issue. Quelle: Forschungsbericht
grosses gasbefeuertes Gas-und-Dampfturbinen- (GuD) Kraftwerk (KW) in der Türkei mit Low-NOx-Brennkammer, Daten aus #1, NOx-Emissionen korrigiert auf 200 mg/m3, CO-Emissionen auf 50 mg/m3.. Es wird angenommen, daß die Anlage mit Luftkühlung betrieben wird (kein Wasserbedarf). Bei reiner Frisch- bzw. Durchlaufkühlung mit Wasser (z.B. Küstenstandort) würde für die Anlage (nur 1/3 zu kondensierende DT-Leistung !) ein Wasserbedarf von rd. 13.333 t/TJ-el bestehen, bei Naß/Rückkühlung über Kühlturm dagegen rd. 190 t/TJ-el. Auslastung: 5000h/a Brenn-/Einsatzstoff: Brennstoffe-fossil-Gase Flächeninanspruchnahme: 5000m² gesicherte Leistung: 100% Jahr: 2000 Lebensdauer: 15a Leistung: 100MW Nutzungsgrad: 50% Produkt: Elektrizität
grosses gasbefeuertes Gas-und-Dampfturbinen- (GuD) Kraftwerk (KW) in der Türkei mit Low-NOx-Brennkammer, Daten aus #1, NOx-Emissionen korrigiert auf 200 mg/m3, CO-Emissionen auf 50 mg/m3.. Es wird angenommen, daß die Anlage mit Luftkühlung betrieben wird (kein Wasserbedarf). Bei reiner Frisch- bzw. Durchlaufkühlung mit Wasser (z.B. Küstenstandort) würde für die Anlage (nur 1/3 zu kondensierende DT-Leistung !) ein Wasserbedarf von rd. 13.333 t/TJ-el bestehen, bei Naß/Rückkühlung über Kühlturm dagegen rd. 190 t/TJ-el. Auslastung: 5000h/a Brenn-/Einsatzstoff: Brennstoffe-fossil-Gase Flächeninanspruchnahme: 5000m² gesicherte Leistung: 100% Jahr: 2005 Lebensdauer: 15a Leistung: 100MW Nutzungsgrad: 50% Produkt: Elektrizität
grosses gasbefeuertes Gas-und-Dampfturbinen- (GuD) Kraftwerk (KW) mit Low-NOx-Brennkammer, Daten aus #1, NOx-Emissionen korrigiert auf 200 mg/m3, CO-Emissionen auf 50 mg/m3.. Es wird angenommen, daß die Anlage mit Luftkühlung betrieben wird (kein Wasserbedarf). Bei reiner Frisch- bzw. Durchlaufkühlung mit Wasser (z.B. Küstenstandort) würde für die Anlage (nur 1/3 zu kondensierende DT-Leistung !) ein Wasserbedarf von rd. 13.333 t/TJ-el bestehen, bei Naß/Rückkühlung über Kühlturm dagegen rd. 190 t/TJ-el. Auslastung: 5000h/a Brenn-/Einsatzstoff: Brennstoffe-fossil-Gase Flächeninanspruchnahme: 5000m² gesicherte Leistung: 100% Jahr: 2015 Lebensdauer: 15a Leistung: 100MW Nutzungsgrad: 55% Produkt: Elektrizität
grosses gasbefeuertes Gas-und-Dampfturbinen- (GuD) Kraftwerk (KW) mit Low-NOx-Brennkammer, Daten aus #1, NOx-Emissionen korrigiert auf 200 mg/m3, CO-Emissionen auf 50 mg/m3.. Es wird angenommen, daß die Anlage mit Luftkühlung betrieben wird (kein Wasserbedarf). Bei reiner Frisch- bzw. Durchlaufkühlung mit Wasser (z.B. Küstenstandort) würde für die Anlage (nur 1/3 zu kondensierende DT-Leistung !) ein Wasserbedarf von rd. 13.333 t/TJ-el bestehen, bei Naß/Rückkühlung über Kühlturm dagegen rd. 190 t/TJ-el. Auslastung: 5000h/a Brenn-/Einsatzstoff: Brennstoffe-fossil-Gase Flächeninanspruchnahme: 5000m² gesicherte Leistung: 100% Jahr: 2015 Lebensdauer: 15a Leistung: 100MW Nutzungsgrad: 55% Produkt: Elektrizität
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