1.) Zielsetzung: a) Ermittlung der Todesursachen bei gehaeuften Todesfaellen von Greifvoegeln (primaer Maeusebussarde und Milane) im Fruehjahr in Ackerbaugebieten ('Fruehjahrsvergiftung'). b) Pruefung von moeglichen Wirkungsketten bei Stoffen, die fuer die Ackerbehandlung eingesetzt werden. 2.) Projektplan und Methoden: a) Erfassung der oertlichen Verteilung der Todesfaelle (durch gezielte Umfrage). b) Klassierung der Todesfaelle u.a. mittels toxikologischer und veterinaer-pathologischer Untersuchungen. c) Pruefung des Zusammenhangs Ackerbehandlung und fuer Greifvoegel erreichbares Regenwurmangebot. d) Rueckstandanalytische Untersuchung von Regenwuermern auf behandelten Aeckern. e) Eventuell experimentelle Untersuchung der Wirkung ausgewaehlter Pflanzenschutzmittel auf die Aktivitaet und Mortalitaet von Regenwuermern (Prof.C. Schlatter).
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Vogel-Arten (L-N) in Deutschland - Vorkommen stellt bundesweite Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Vorkommensdaten wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammengestellt und mit den Vogelschutzwarten und Fachverbänden der Bundesländer abgestimmt. Die Vorkommensdaten wurden im nationalen Vogelschutzbericht 2019 nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie der EU übermittelt. Für die Vorkommensdaten wurden Daten des Atlas deutscher Brutvogelarten (Gedeon et al. 2014), Angaben aus dem Internetportal www.ornitho.de sowie einzelne ergänzende Daten aus einzelnen Bundesländern zusammengeführt. Die Angaben sind methodisch unterschiedlich erhoben worden. Die Erhebungsdaten stammen aus dem Zeitraum 2005 – 2016. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Vogel-Arten (L-N) in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Verbreitungsdaten wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammengestellt und mit den Vogelschutzwarten und Fachverbänden der Bundesländer abgestimmt. Die Verbreitungsdaten wurden im nationalen Vogelschutzbericht 2019 nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie der EU übermittelt. Für die Verbreitungsdaten wurden Daten des Atlas deutscher Brutvogelarten (Gedeon et al. 2014), Angaben aus dem Internetportal www.ornitho.de sowie einzelne ergänzende Daten aus einzelnen Bundesländern zusammengeführt. Die Angaben sind methodisch unterschiedlich erhoben worden. Die Erhebungsdaten stammen aus dem Zeitraum 2005 – 2016. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
In Erweiterung bisheriger Untersuchungsansätze, insbesondere der Arbeiten von REICHENBACH et al. (2015), soll die Untersuchung etwaiger Stör- und Vertreibungseffekte auf ausgewählte Waldvogelarten vorrangig durch eine automatisierte akustische Erfassung erfolgen, die in größerem Umfang quantitative akustische Daten im Rahmen eines systematischen Impact-Gradient-Designs erhebt, ergänzt durch eine vertiefte Kartierung von Neststandorten. Dieser innovative Ansatz beruht auf einer technischen Eigenentwicklung, deren grundsätzliche Eignung bereits getestet wurde. Im Rahmen des hier geplanten Vorhabens bedarf es jedoch eines ersten Erprobungs- und Optimierungsjahres, um diese Methode weiter auszubauen und an die spezifischen Anforderungen der Untersuchung anzupassen. Auf dieser Basis sowie gemäß den Vorgaben der Leistungsbeschreibung wird das geplante Vorhaben in fünf Arbeitspakete aufgeteilt: 1 Ermittlung, Fortschreibung und Einbeziehung des aktuellen Kenntnisstandes zur spezifischen Betroffenheit von Vögeln durch Windenergieanlagen im Wald, 2. Erprobung und Optimierung der einzusetzenden Technik zur akustischen Erfassung sowie der weiteren Methodik im ersten Untersuchungsjahr, 3. Durchführung und Auswertung zweijähriger Felduntersuchungen, 4. Entwicklung naturschutzfachlicher Handlungshinweise für störungsempfindliche Vogelarten bei Planung und Errichtung von Windenergieanlagen im Wald, 5. Entwicklung eines Untersuchungskonzeptes für den weiteren Forschungsbedarf, insbesondere für die Arten Ziegenmelker und Mäusebussard.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Dieses Heft gehört: Acker Ein Entdeckerheft über Artenvielfalt in der Landwirtschaft ist was los ... Hey Feldhamster, willst du den Bau mit Mohn dekorieren? Nein, den futtern meine Kinder. e iel verschiedene Räts Expe el, rime Spie nte, le V Auf dem einstadt? rf oder in einer Kl Do m ne ei wa die Hälfte in du t Wohns cht weit. Denn et ni t m im st be r ke Ac enn du in Da ist der nächste kern. Aber auch w Äc s au t eh st be zu tun – hlands endwie mit Äckern der Fläche Deutsc irg g di än st du st nst, ha der Großstadt woh etwas isst ... des Mal, wenn du je st fa zum Beispiel 2. Bestimmt hast du bei Aufgabe 1 auch Sachen aus Getreide gefunden. Welche Arten von Getreide hast du entdeckt? Male oder schreibe. Tipp: Auf Verpackungen steht meist eine Zutatenliste. Hafer- flocken 1. Finde die Paare! Dann erweitere das Spiel: Male oder schreibe Produkte und Zutaten dazu, die von Acker oder Weide stammen. Suche in Küche und Kammer. Frage deine Freund*innen, ob sie alle Paare finden können. 3. Ordne die Getreidearten den Bildern zu. b = Weizen („dicke Ähren“) = Reis („Perlenketten“) So ein Durcheinander! Hilf mir beim Sortieren! 3 = Roggen („schimmert blau“) = Hafer („hängende Glöckchen“) 10 = Reis wächst nicht bei uns, sondern vorwiegend in Asien. a b c d e Getreide e Gummibärch n Kuh n riesigen Backentaschen in Feldhamster tragen Nahrung in ihre ern“. Von September bis März den Bau. Das nennt man auch „hamst sich von ihrem großen Vorrat. halten sie Winterruhe und ernähren Brö tche n Joghurt Zuckerrübe Ui, der Weize spr n ießt! Wie n asst i viel p ntaschen? lein Backe deine re es mit k e Probi hnittenen e g sc n oder e Gurk en. ö M hr 4. Kannst du mit vollen Backen ein Lied singen? Pfeifen? Einen Zungenbrecher aufsagen? Wenn andere es erkennen und verstehen, gibt es einen Punkt. Geht auch mit zwei Teams. rasen Auf dem Rasen rasselnd en m at , e s n Ha . durch die Nasen . i.. hih i H Zwischen zwei Zwetschgen- zweigen sitzen zwei zwitschernde Schwalben. rn. n und Baue sorgen Bäuerinne el itt m ns be Le re Für unse Landwirtin. er Landwirt oder Heute sagt man eh n will, braucht: Wer etwas anbaue Weiz ins B enkörne Blum eet ode r Körn entopf r den streu er er und nten, tro en. im M ckn Meh örser zu en l ma len. Sonne, WAsser, Erde 5. Zum Wachsen brauchen Pflanzen Sonnenlicht. Jede Pflanzenart braucht unterschiedlich viel. Wo hast du diese Pflanzen gesehen? Welche beiden brauchen ... Backe doch em Brot mit dein . eigenen Mehl 12 ... viel Sonne: ... wenig Sonne: b Feld-forschung 8. Untersuche einen Acker vom Feldweg aus. Vergleiche die Ergebnisse zu verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichem Wetter. Datum des Besuchs: _________________ Jahreszeit: ____________________________ Wetter: _______________________________ Uhrzeit: _______________________________ Was wird auf dem Acker angebaut: ___________________________________________ Wie groß sind diese Pflanzen? ________________________________________________ Entdeckt! Tiere oder ihre Spuren: c Sammle Zeic h u Fundstücke n ngen, Fotos, u einer Acker-Snd Notizen in chatzkiste. Auf den nächsten Seiten siehst du, wen du entdecken kannst. Säugetiere: _____________________________________________________________________ Insekten: _______________________________________________________________________ Spinnen: _______________________________________________________________________ Braunes Matsch- wasser oben rein. 6. Wenn es regnet, versickert das Wasser im Boden. Natürlicher Schmutz bleibt im Boden hängen. Was sich ganz unten sammelt, ist sauberes Grundwasser. Es wird geprüft und kann als Leitungswasser getrunken werden. Wie viele Wasserhähne gibt es in deiner Wohnung? ________________ er: rfilt astik- e s s Wa iner Pl iden, hne l en e Bod he absc Decke n c . e s n fla h in d efülle c b o , L ren boh KKiieess EErrd dee Sa d Sand Ein Stück Stoff oder Küchenpapier Ton ode r Hu 14 Vögel: __________________________________________________________________________ Regenwürmer: __________________________________________________________________ Wachsen auch wilde Pflanzen auf dem Acker? Ja Nein Erkennst du, welche? __________________________________________________________ Besuche einen Bauernhof und erfahre mehr über die Arbeit dort. 7. Fruchtbare Erde enthält: mus Schnecken: _____________________________________________________________________ Lehm e Humus wird von Regenwürmern und anderen winzigen Tierchen produziert. Er besteht aus zersetzten Pflanzen. ----> Die können auch ganz klein sein (Kies) oder winzig (Sand). Samen braucht man auch! Klugscheißer! Fü etwa lle s Erd ein Sc hraub e in g Wass er. S las mit Lange chütteln. Erken warten. nst Schic du drei hten? Faaaaauch Seh’ ich Boah, entspann dich! Fuchs? in e e wi vielleicht aus ! lt er sich auf die Hinter- Fühlt sich ein Hamster bedroht, stel weißen Pfoten sieht dann beine. Sein schwarzer Bauch mit den s gefährlichen Tieres! aus wie das aufgerissene Maul eine Alles hängt zusammen... der Erde. 11. Der Baum nimmt Nährstoffe aus den Boden Im Herbst fallen seine Blätter auf rbeiten sie zu und die Lebewesen im Boden vera ist ein frischer, nährstoffreicher Erde. Es 4 f . 9. So viele Verbindungen! Die meisten Pfeile bedeuten: ist Nahrung für Welche drei Pfeile bedeuten: produziert ? Markiere sie rot. Fliege Feldlerche Zeichne weitere Tiere, Pflanzen und Pfeile ein. Male alles bunt aus. Blüte Frucht Marienkäfer Fuchs 7 Näh Rotmilan ffe Zerkleinerer Laub Biene to rs Mensch Zersetzer Fliegenlarve Wildblume Blattlaus Rebhuhn Gras Köttel Verwelkte Blüte Weizen Feldmaus Humus Regenwurm Maulwurf Feldhamster W z 15 Scho n seit Jahre 15.00 0 n betr eiben Mens die chen Acker bau! Mikroorganismen , kann man Wenn man die Ernte vom Acker holt dem Feld auf stattdessen andere Pflanzenreste etwas zum verteilen, damit die Bodentierchen nächsten Fressen haben. Dadurch ist auch im kann Jahr die Erde nährstoffreich und man e Ernte gut und n aue immer wieder etwas anb g“. alti chh haben. Das nennt man „na 10. Die Tiere und Pflanzen im Bild oben erfüllen noch andere wichtige Aufgaben. a) Welche 5 machen den Boden locker? __________________________________________ en lass b) Welche 3 fressen „Schädlinge“ (Tiere, die der Ernte schaden)? fen of _________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________ c) Welche 2 bestäuben Blüten? __________________________________________________ Sei lieb zu uns! rde, chte E u e f e l l Fü nzen- nd Pfla ten in u d n a S h n Schic reste i s Glas. Ein ße us ein gro enwürmer a g e s paar R n dazu. Wa te r a G dem ss die du? La inem siehst he er nac Würm er frei. ed Tag wi mit l CO . So eichert vie 2 icht nur n r Humus sp e würm wir Regen auch machen dern helfen son , e d r E a l. m e d i pr Klimawan gegen den Voll cool! >>> nicht mehr uf ig >> 12. Schaue vom Feldweg aus. Kreuze an, was du entdeckt hast. Male oder schreibe dazu, was fehlt. 179 098–1 1 ingen Ich habe Wissen über Heilkräuter in die Medizin gebracht. Bis heute basieren viele unserer Medikamente auf Wirkstoffen aus Pflanzen. Was kannst du hören? Vögel? Den Fuchs? Wind? Weg mit Pflanzen von B >>> sehr häufig h ä uf ig Baum H eck e Hilde rd ga >>> nicht mehr so Reh > Mäusebussard Mehlschwalben Ich bin versteckt! Weißt du, warum? ufig so hä Sie fliegt auf der Stelle, hoch im Him- mel und singt ohne Pause. Brütet auf den Feldern am Boden. Frisst viele Insekten. Sie braucht: freie Stellen zum Brüten, Insekten. hä n e z n a l Pf d n u e r entdecke Tie Feldsperling >>> recht häufig Ro htelh alm >>> recht hä Ackerschac >>> rech ufig Kamille t häufig Es blüht im Mai und Juni. Die Wurzel geht tief in den Boden. So übersteht es auch Trockenheit. Es braucht: locker gepflanztes Getreide. >>> nur noch sehr selten >>> insch häu web fliege fig >>> nicht mehr so häufig Ko rnb >>> lume hä u fig h >>> rec ch s tfu äufig Dieser Schmetterling fliegt von Juni bis August von Blüte zu Blüte. Die Raupen ernähren sich von Gräsern. Er braucht: Wildblumen und Gräser. el umm Ackerh ht häufig > >> Ha Wa s k riec annst h e Jede n? B du lu Und duftet men? and das e Die Getreid rs. Erd e? e? M o hn >>> häufig >>> n ur n och Findest du drei weiße Mäuse? Male sie an! uh n Rebh och ur n ten >>> nsehr sel Viel Tie e sich re vers . Ka teck n Spu ren nst du en entd ihre Suc h do ecken? mal ch ! Deutscher Sandlauf k >>> nu äfer r noc sehr s h elten Er ist bis zu 80 km/h schnell und kann Haken schlagen. Die Hasen- kinder sitzen in Mulden am Boden. Er braucht: Verstecke, Wildkräuter. sel te n
Im Naturreport 2016 sind keine Informationen zu Greifvögeln und Prädatoren zufinden. In unserer Feldflur haben sich in den letzten 40 Jahren die Mäusebussarde, Rabenvögel, Graureiher, Füchse und Wildschweine drastisch vermehrt und ebenso die in der offenen Feldflur sich frei bewegenden Hunde, auch in Landschaftsschutzgebieten. Mehrere Jäger berichteten mir, daß in ihren Jagdrevieren jedes Jahr 3 – 5 Rehe durch Hundeeinwirkung getötet wurden, hier gibt es sicherlich eine hohe Dunkelziffer und andere Tiere werden ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Am Rande meines Wohnortes war eine der größten Feldhamsterpopulationen in NRW. Durch die hohen Katzenpopulationen sind die Feldhamsterbestände (Augenzeugen) dezimiert, trotz großer Beteiligung der ortsansässigen Landwirte am Hamsterschutzprogramm. Zu den obenaufgeführten Fakten habe ich folgende Fragen: 1. Warum sind in dem Naturreport keine Angaben zu den Greifvögeln und Prädatoren zufinden. 2. Wie haben sich die Bestände von Greifvögeln und Prädatoren ( insbesondere Neozoen) in den letzten 20 Jahren entwickelt. 3. Welchen Einfluß auf die Tierwelt hat die starke Präsenz von Hunden in Feld und Wald. 4. Biologen am Smithsonian Conservation Biology Institute stellten fest, dass Katzen eine größere Gefahr für die Artenvielfalt darstellen als landwirtschaftliche Pestizide oder die Zerstörung der natürlichen Lebensräume. Welche Erkenntnisse und wissenschaflichen Untersuchungen liegen ihnen zu dieser Thematik vor.
1130 illegal getötete Greifvögel sind in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren gemeldet worden, die Dunkelziffer ist nach wie vor groß. Das geht aus einer Anfrage des NABU an die Umweltministerien der Länder und gesammelten Daten des Komitees gegen den Vogelmord hervor. Unter den Opfern sind zum großen Teil Mäusebussarde, gefolgt von Habichten und Rotmilanen. Aber auch seltene Arten wie Seeadler, Uhus, Wanderfalken sowie ein Schreiadler und ein Gänsegeier gehören dazu. Die meisten Fälle illegaler Greifvogelverfolgung wurden in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Seit Jahren betreibt die im Umweltministerium angesiedelte Stabsstelle Umweltkriminalität dort ein landesweites Monitoring. Weitere Hochburgen der Greifvogel-Wilderei sind Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Poster „Greifvögel und Eulen in Rheinland-Pfalz“ INFORMATION Greifvögel wurden lange Zeit als Konkurrenten in der Jagd angesehen und daher auch als „Raubvögel“ betitelt. Dieser Begriff wird heute als veraltet angesehen, auch wenn Greifvögel deshalb vielerorts immer noch illegal geschossen und vergiftet werden. Die mittlerweile unter Artenschutz stehenden Tiere verfügen über ein ausgezeichnetes Sehvermögen und faszinierende Jagdtechniken, die jede Art individuell für sich ausgefeilt hat. Die ebenfalls zu den Beutegreifern gehörenden Eulen sind im Gegensatz zu den Greifvögeln meist nachtaktiv. Sie zeichnen sich durch einen nahezu lautlosen Flug und ihre starren, großen, jedoch keinesfalls, wie oft geglaubt, lichtscheuen Augen aus. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, ihren Kopf um fast 270 Grad drehen zu können. Auch die meisten Eulen-Arten sind inzwischen gefährdet. Greifvögel Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist nach dem Mäusebussard die häufigste Greifvogelart Mitteleuropas. Er ist leicht an seinem sogenannten „Rüttelflug“ zu erkennen, bei dem er mit breit gefächertem Schwanz und schnell schlagenden Flügeln auf der Suche nach Mäusen in der Luft verharrt, um sie dann im Sturzflug zu erlegen. Da diese auch seine Hauptnahrungsquelle darstellen, ist der Bestand des rotbraunen Falken den starken Schwankungen von Mäusepopulationen unterworfen. Zum Brüten bezieht er häufig alte Krähennester auf Bäumen, nutzt aber auch Felsnischen oder hohe Häuser sowie Türme, daher sein Name. Der Flug des Baumfalken (Falco subbuteo) zeichnet sich durch seine bemerkenswerte Eleganz und Schnelligkeit aus. Er gilt als der ausdauerndste heimische Greifvogel. Im Flug kann man ihn an der rahmfarbenen mit dunklen Streifen versehenen Unterseite und seinen sichelförmigen Flügeln erkennen. Baumfalken jagen gerne über offenem Gelände nach kleineren Vögeln wie Rauchschwalbe oder Mauersegler, aber auch nach Großinsekten. Letztere frisst er oft schon im Flug, indem er diese mit den Füßen zum Schnabel führt. Zur Balzzeit überbringen viele Greifvogelmännchen dem Weibchen Beutegeschenke. Das soll ihm signalisieren, dass das Männchen dazu fähig ist, Weibchen und Küken zu ernähren. Neben den Brautgeschenken vollführen manche Arten auch Luftspiele oder rufen laut aus, um einen Partner anzulocken. 1 Seinen Namen hat der Wespenbussard* (Pernis apivorus) wegen seiner Leibspeise erhalten. Mit seinen Füßen scharrt der für Greifvögel ungewöhnlich geschickte Läufer Wespennester frei, frisst aber auch andere Insekten und kleine Wirbeltiere. Typisch für ihn sind der taubenartig vorgestreckte Kopf und die gelben Augen. Den Winter verbringt der eher seltene Vogel in Äquatorial- und Südafrika. Mit seinen kurzen Flügeln und langem Schwanz ist der Habicht (Accipiter gentilis) ein besonders kräftiger und wendiger Flieger. Er gehört zu den sehr scheuen Vögeln, der verborgen im Wald und in deckungsreichen Landschaften lebt und daher meist nur von einem Versteck heraus zu beobachten ist. Für die Jagd nach Kleinsäugern und Vögeln greift er jedoch auch auf offenes Land zurück. Die kräftig gebauten Greifvögel werden allerdings häufig von Geflügelzüchtern und Jägern illegal verfolgt. Ein äußerst geselliger Vogel ist der Rotmilan* (Milvus milvus), der seinen Namen der rostrot gefärbten Unterseite seines tiefgegabelten Schwanzgefieders zu verdanken hat. Gruppen von Rotmilanen sammeln sich an Mülldeponien oder treffen sich in einer Baumgruppe zum Übernachten. Nur zur Brutzeit hat jedes Paar sein eigenes Revier. Von Dichtern wurde er schon als „König der Lüfte“ bezeichnet, auch weil Paare während der Balzzeit Kunstflüge vollführen. Die Rohrweihe* (Circus aeruginosus) ist leicht an ihrer V-artigen Flügelhaltung beim Gleiten und Segeln erkennbar. Man kann sie hauptsächlich in Röhrichten, daher ihr Name, aber auch in Getreidefeldern, Feuchtgebieten, Teich- und Seelandschaften finden. Ihr Nest baut sie meistens im Röhricht über dem Wasser. So wie alle anderen Weihen verlässt sich die Rohrweihe bei der Jagd auf ihr Gehör. Die gefangene Beute besteht überwiegend aus Vogelküken. Greifvögel, insbesondere Adler, sind unter anderem ein Zeichen für Macht, Kraft und Stärke. Daher sind Adler nach Löwen das häufigste Wappentier. So ziert der Bundesadler die deutsche Flagge und stellt dabei zusätzlich die Souveränität des Staates dar. Der Weißkopfseeadler ist beispielsweise das Wappentier der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit bis zu 2,45 m Flügelspannweite und 76 cm Länge, ist der Seeadler* (Haliaeetus albicilla) der größte Greifvogel Europas. Er bewohnt große Binnengewässer mit Baumbeständen und ernährt sich von mehreren Kilo schweren Fischen und Wasservögeln, die er entweder im Flug verfolgt oder auf dem Wasser erbeutet. Paare bleiben ein Leben lang zusammen und bauen zur Brut auf hohen Bäumen große Nester, mit bis zu einem Meter Durchmesser, die sie mehrere Jahre nutzen können. Nachdem der Bestand des Seeadlers stark zurückgegangen war, hat er sich durch Schutzmaßnahmen mittlerweile wieder stabilisiert, auch wenn er in Rheinland-Pfalz nur selten zu finden ist. 2 Als besonders spektakulär gilt das Jagdverhalten des Fischadlers (Pandion haliaetus), indem er mit vorgestreckten Krallen ins Wasser stürzt und mit einem großen Fisch zwischen den Fängen wieder auftaucht. Wegen seiner Vorliebe zu Fisch galt er lange als Nahrungskonkurrent und wurde deshalb in Deutschland fast komplett ausgerottet – gilt in Europa aber nicht mehr als gefährdet. Ab August überwintert er in Afrika. Eulen Aufgrund immer selten werdender baumfreier Feuchtgebiete gehört die Sumpfohreule* (Asio flammeus) inzwischen zu den seltensten Brutvogelarten in Mitteleuropa; in Deutschland ist sie überwiegend nur noch als Durchzügler oder Wintergast anzutreffen. Allerdings hat sie unter den Eulen nach der Schleiereule das weltweit größte Verbreitungsgebiet. Ihr deutscher Name setzt sich aus ihrem bevorzugtem Lebensraum und ihren meist nur bei Erregung aufgerichteten und dann sichtbaren Federohren zusammen. Die auch am Tag aktive Eule sucht ihre Nahrung flach über dem Boden fliegend, um erblickte Mäuse im Sturzflug zu packen. Ihr tarnfarbenes Gefieder ist ideal für diesen Bodenbrüter. Die äußerst lebhafte Zwergohreule (Otus scops) wird erst bei völliger Dunkelheit aktiv. Tagsüber ist sie durch ihr rindenartig gefärbtes Gefieder in Bäumen gut getarnt und nur schwer zu entdecken. Mit nur maximal 20 cm Länge ist sie die kleinste Eule nach dem Sperlingskauz. Der besonders wärmeliebende Vogel bewohnt trockene Landschaften und brütet dort in Hohlräumen von Bäumen oder Mauern. Eulen, die sich bei der Nahrungssuche nachts größtenteils auf ihr Gehör verlassen, werden von ihrem eigenen Fluggeräusch nicht gestört. Dank eines Fransenkamms am Rand der äußeren Schwungfedern und ihrem besonders weichen Gefieder ist ihr Flug so leise, dass die Laute ihrer Beute nicht übertönt werden. Wegen seiner mysteriösen nächtlichen Rufe galt der Steinkauz (Athene noctua) unter der bäuerlichen Bevölkerung als „Totenvogel“. Der kleine und rundliche Vogel ist mittlerweile stark gefährdet. Er ernährt sich von Insekten, Schnecken und Mäusen und brütet bevorzugt in Kopf-, aber auch Obstbäumen, meist in menschennahen Gebieten wie lichten Parks oder Dörfern. Typisch für den Steinkauz ist ein Knicksen, das er bei Erregung oder Beunruhigung von sich gibt. 3 Die Schleiereule (Tyto alba) wird als eigene Familie den anderen Eulen gegenübergestellt. Da sie streng nachtaktiv ist, versteckt sie sich tagsüber auf ungestörten Dachböden von Bauernhöfen und Scheunen, die sie auch als Brutplätze nutzt. Sie ist leicht an ihrem hellen Gefieder und herzförmigen Gesicht zu erkennen, ist aber nur vereinzelt zu entdecken, da sie sich der Wahrnehmung von Menschen entzieht. Zudem geht ihr Bestand immer weiter zurück, da ihr Pestizide und die strengen europäischen Winter zusetzen. Im antiken Athen galten Eulen laut Philosophen als besonders Weise, während man im alten Rom daran glaubte, dass der Ruf einer Eule, den Tod eines Menschen voraussagte. *nach Anhang | der EU-Vogelschutzrichtlinie streng geschützt Quellen - Dr. Dierschke, Volker; Gminder, Andreas; u.a. | Der Kosmos Tier- und Pflanzenführer; Kosmos Verlag | 2013 - Stichman, Wilfrid | Der große Kosmos Naturführer, Tiere und Pflanzen; Kosmos Verlag | 2012 - Rößner, Rosl; Helb, Hans Wolfgang; Schotthöfer, Annalena; Röller, Oliver | Vögel in Rheinland-Pfalz beobachten und erkennen; POLLICHIA | 2013 - www.geo.de - www.greifvogel.com - www.zeit.de/1977/38/nachts-sind-auch-eulen-blind - www.planet-wissen.de - www.nabu.de - www.vogelwarte.ch 4
Zielsetzung: Erarbeitung von Habitatmodellen für ausgewählte Vogelarten (Feldlerche, Grauammer, Neuntöter, Kranich, Seeadler, Rohrweihe, Mäusebussard) in der nordostdeutschen Agrarlandschaft.
Mit Hilfe von Fragebogenaktionen unter den schleswig-holsteinischen Revierinhabern und stichprobenhafter Kontrolle wurde versucht, einen Ueberblick ueber den Bestand und die Bestandsentwicklung von Maeusebussard und Habicht sowie ihren Einfluss auf die Niederwildbestaende zu erhalten. Zur Frage des moeglichen Einflusses des Habichts auf den Birkwildbestand wurde eine Bestandserfassung des Birkwildes in den schleswig-holsteinischen Mooren durchgefuehrt. Die wesentlichen Fragen der Reviergroesse, des Altersaufbaus, der Herkunft, der Nahrungswahl und des Einflusses auf die Populationen der Beutetiere des Habichts sollen durch Fang, Kennzeichnung und telemetrische Untersuchung von Habichten geklaert werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 13 |
| Land | 4 |
| Weitere | 21 |
| Wissenschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 6 |
| Taxon | 1 |
| Text | 16 |
| unbekannt | 14 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 27 |
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| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 38 |
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| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 2 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 16 |
| Lebewesen und Lebensräume | 38 |
| Luft | 14 |
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| Weitere | 33 |