Gemäß den Vorgaben der 2. EU-Tochterrichtlinie (2000/69/EG) sind mit der Überführung in nationales Recht die Benzolgehalte in der Außenluft durch ein flächendeckendes Messnetz zu überwachen. In der Endausbaustufe muss in Bayern an mindestens 20 Messstationen Benzol gemessen werden. Dieses Monitoring kann nur durch den Einsatz von Passivsammlerverfahren mit anschließender GC-FID/MS-Analytik geleistet werden. In der Endausbaustufe sollen in Bayern an ca. 20 Messstationen jeweils 14-tägig Sammelproben genommen werden. Die bisher für die Benzolanalytik gebräuchlichen Methoden auf Basis von Aktivkohlesammlern erfordern einen personalaufwändigen Lösungsmittel-Extraktionsschritt, was einerseits zu Lasten der Nachweisgrenze geht, andererseits eine Messung leichterflüchtiger Komponenten als Benzol nicht zulässt. Das im geplanten Projekt vorgesehene Thermodesorptionsverfahren vermeidet diesen Schritt und gelangt zusätzlich durch Dosierung der gesamten Kohlenwasserstoffe auf das GC/FID bzw. GC-MS-System zu erheblich niedrigeren Nachweisgrenzen.