Der Eintrag von Chemikalien in das Rohwasser, welches dann zur Herstellung von Trinkwasser verwendet wird, ist zum vorsorglichen Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu vermeiden. Dazu ist eine systematische Früherkennung der rohwasserrelevanten Chemikalien durch eine entsprechende Gefährlichkeitsbewertung der Stoffeigenschaften, durch eine Expositionsschätzung der Verwendungen und durch eine anschließende Risikobewertung erforderlich. Die hierzu notwendigen Kriterien und Leitlinien wurden bereits im UFOPLAN-Vorhaben des Jahres 2012 (FKZ 3712 65 416) erarbeitet und definiert. Aufgabe dieses Vorhabens ist es, die bisher unter REACH registrierten Stoffe mit den entwickelten Kriterien für persistente, mobile und toxische Stoffe (PMT-Stoffe) und Emissionen in die Umwelt zu bewerten. Das Vorhaben soll also dazu beitragen, dass unter den REACH-registrierten Stoffen diejenigen identifiziert werden können, die rohwasserrelevant sind. Mit Bezug auf Behörden, Wasserversorgern und Chemieverbänden sollen je nach Art der Verwendungen Empfehlungen für gezielte regulatorische Maßnahmen und eine regionalspezifische Überwachung erarbeitet werden. Konkret soll über die Optionen zur Regulierung durch Beschränkungen und Zulassungspflicht (nach SVHC-Identifizierung) eine Empfehlung gegeben werden.